Nö

Paperback
4.099

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Description

Von der großen Kraft eines kleinen Wortes

Wir alle kommen mit einem Nein auf die Welt. Schreien, weil etwas nicht stimmt. Als trotzige Mädchen sind wir erst süß, dann wird uns der Protest abtrainiert. Wir sollen gefallen, keine Probleme machen. Maike Schöfer gibt uns mit diesem Buch das Nein zurück. Ein Nein kann Akt der Selbstbehauptung sein, Ablehnung bedeuten, aber auch etwas viel Größeres: Widerstand . Ob als befreiendes Nö zu Dingen, die wir nicht tun wollen, oder als wütend es Nein zu festgefahrenen Strukturen und Diskriminierung . Eine inspirierend e , persönlich e Untersuchung des wohl feministischst en Wortes, das wir wählen können.

Book Information

Main Genre
Specialized Books
Sub Genre
Society & Social Sciences
Format
Paperback
Pages
224
Price
16.50 €

Author Description

Maike Schöfer, Jahrgang 1989, ist Pfarrerin unter dem Himmel Berlins. Feministisch, queer und unbequem schreibt sie digital als @ja.und.amen und analog im Talar gegen Ungerechtigkeiten an – in der Gesellschaft und in ihrer Kirche. Sie engagiert sich im interreligiösen Dialog, unter anderem mit dem Podcast »331 - 3 Frauen, 3 Religionen, 1 Thema«, den sie gemeinsam mit einer Judaistin und einer islamischen Theologin betreibt und der 2023 mit dem Deutschen PR-Preis ausgezeichnet wurde.

Characteristics

2 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
11%
61%
N/A
3%
91%
15%
50%
88%
95%
43%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
89%
100%
93%
94%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple50%
Complex0%
Moderate50%
Bildhaft (100%)

Posts

26
All
3

Gute Übersicht über feministische Themen 🌼⭐️

Habe das Buch geschenkt bekommen und wusste anfangs nicht, dass es von einer queeren evangelischen Pfarrerin geschrieben wurde. Als Atheistin habe ich mit dem Christentum per se wenig zu tun, dennoch fand ich den Einblick in die Bibel unter der feministischen Lupe sehr interessant. Zudem hat mir sehr gefallen, dass die Autorin auch muslimische Themen wie die Hijab mit einbezieht. Ich denke, dass das Buch eine gute Einstiegsliteratur darstellt, für Menschen, die sich noch wenig mit feministischen Themen auseinander gesetzt haben oder auch gerade für junge Menschen werden hier wichtige Inhalte vermittelt. Für mich als jemand, der sich schon viel damit befasst hat, gab es an sich aber leider nichts Neues zu lesen. Zwar zieht sich der rote Faden „Nö“ durch das Buch und die Inhalte werden daran aufgebaut, trotzdem fehlte mir persönlich, etwas Neues aus dem Buch zu ziehen. So war es nur eine aneinandergereihte Wiederholung von Themen, wobei im Einzelnen leider wenig in die Tiefe gegangen wird. Die Autorin betont zwar, dass es sich bei dem Buch nicht um eine „Anleitung“ zum Nein-Sagen handelt; aber gerade so eine praktische Umsetzung hätte ich mir zumindest am Ende des Buches gewünscht. Dennoch ein wichtiges Buch mit wichtigen Themen, welches meiner Meinung nach zum Beispiel an Schulen gelesen werden könnte, um vor allem junge Menschen direkt abzuholen.

Gute Übersicht über feministische Themen 🌼⭐️
2

Ein zugänglicher Einstieg in Feminismus mit religiöser Perspektive

Das Buch „Nö“ beschäftigt sich mit dem Recht, Nein zu sagen. Die zentrale Botschaft ist klar und wichtig – jede*r hat das Recht, Grenzen zu setzen, unbequem zu sein und sich nicht ständig anzupassen oder es allen recht zu machen. 💯 Inhaltlich liefert das Buch viele interessante Denkanstöße und vermittelt relevante Informationen rund um Feminismus, Patriarchat und gesellschaftliche Erwartungen. Besonders prägend ist dabei der religiöse Blickwinkel: Die Autorin ist Pfarrerin, weshalb sich zahlreiche Bezüge zur Religion und zur Bibel durch das Werk ziehen. Dieser Fokus kann bereichernd sein, entspricht jedoch möglicherweise nicht den Erwartungen aller Hörer*innen. Mit persönlich war das Buch zu religiös. Wer eine konkrete Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Neinsagen sucht, wird hier eher nicht fündig. Statt praktischer Methoden steht die inhaltliche Einordnung und Reflexion im Vordergrund. Dadurch wirkt das Buch weniger wie ein Ratgeber und mehr wie eine Einstiegslektüre, die zum Nachdenken anregen soll. Trotz der Diskrepanz zwischen Erwartung und tatsächlichem Inhalt bleibt das Hörbuch insgesamt relevant und wertvoll. Es eignet sich besonders für Menschen, die sich erstmals mit Themen wie Feminismus, patriarchalen Strukturen und persönlicher Abgrenzung beschäftigen möchten – insbesondere aus einer religiösen Perspektive heraus.

4

Sehr gutes Buch! Nein und Amen!

Ein fantastisches und umfangreiches Buch zum Thema Nein sagen in unserem Umfeld und in unserer Gesellschaft. Maike Schöfer ist evangelische Pfarrerin und zeigt uns mit ihrem Buch was es bedeutet auch mal Nein zu sagen. In der Kirche wie im sozialen Umfeld weisst sie hier auf Missstände hin und fordert einen auf, einfach mal Nein zu sagen! Marginalisierte Gruppen, insbesondere Frauen, sollen immer lächeln, nett sein, immer ja sagen und sich bloß nicht widersetzen. Hier wird jedoch auf grandiose Art gezeigt, dass wir doch Nein! sagen sollen. Nein zum Patriarchat und Nein zu einem System das darauf ausgelegt ist uns klein zu halten und zu missachten. Maike Schöfer hat uns in ihr Leben als Queere Pfarrerin mitgenommen, hat aber auch auf verschiedene Ereignisse und Erlebnisse unterschiedlicher Frauen aufmerksam gemacht. Ich habe selber schon viele feministische Bücher gelesen und habe trotzdem immer noch etwas dazu gelernt und mitgenommen! Es ist einfach wichtig immer und immer wieder über solche Themen zu berichten und das hat Maike Schöfer hier wirklich toll gemacht!

5

Ich sage Ja zu diesem Buch!

Dieses Buch habe ich in einem Rutsch gelesen. Der Schreibstil ist einfach und einprägsam, was mir trotz der Fachbegriffe und wichtigen Themen ein Gefühl von durch die Seiten fliegen gegeben hat. Ich finde die Messages so wichtig und mag, wie hier ganz viele unterschiedliche Aspekte und Bereiche von Feminismus, Kapitalismus und Patriarchat angeschnitten und erklärt werden. Die Autorin lässt auch eigene Erfahrungen mit einfließen, was mir total gefallen hat. Da ich mit Religion nichts am Hut habe, hatte ich etwas Sorge wie viel Raum dieser Part im Buch einnimmt (die Autoin ist Pfarrerin) wurde aber positiv überrascht, da ich die Einblicke in Kirche und Glauben sehr interessant fand. Lest bitte alle dieses Buch, Nein sagen ist so wichtig und sollten wir alle definitiv öfter machen!

4

Tolles feministisches Buch!

Der Großteil des Inhalts hatte ich bereits in anderen Büchern gelesen, daher nicht viel Neues aber durchaus gesellschaftlich relevantes und wichtiges Buch!

5

Absolute Leseempfehlung!

Nö von @ja.und.amen ℝ𝕖𝕫𝕖𝕟𝕤𝕚𝕠𝕟 „Nein sagen hat eine Kraft und eine Macht!“ Ein wirklich interessantes Buch über Neins, vor allem über feministische Neins! Über die Neins von den Spice Girls, Rosa Parks, Eva mit dem ersten Nein und über Maike Schöfers eigene Neins! Im Buch gibt es viel Kritik am Patriarchat und viel Liebe für Feminismus. Es ist auch ein Buch, was aufzeigt, welche mögliche Vorbilder schaffen können und auch Glaube findet hier Platz. Was natürlich nahe liegt, denn die Autorin ist Pfarrerin. Dieses Buch lädt vor allem ein Nein zusagen, aber vor allem lädt es zum Nachdenken und zur Selbstreflexion ein. Ich würde mich selbst nicht als gläubig beschreiben, auch wenn ich als Teenie konformiert wurde. Ich bin 2021 selbstbestimmt aufgrund der Strukturen aus der Kirche ausgetreten. Dieses Buch hat mir noch mal einen ganz anderen Blick auf Religion und wie Kirche gut funktionieren kann gegeben. Nämlich das, was viele Kirchen und Religionen predigen das Kirche Welt offen sein soll und jeder Mensch unabhängig der Herkunft der Sprache des äußeren Erscheinungsbild der Sexualität oder der Identität willkommen ist und sein darf. 𝕄𝕖𝕚𝕟 𝔽𝕒𝕫𝕚𝕥 Ein Wutanfall in schriftlicher Form! So sollte doch Religion aussehen, reflektiert, feministisch und kritisch! Ich empfand es als sehr spannend einer queeren Pfarrerin zu lauschen (lesen) und deren Blick auf den Feminismus, auf eigene Privilegien, auf die Ehe, auf die heteronormative Norm, auf Queerness, auf antifeministischer Rituale, auf das Nichtssagen und auf das Patriarchat, plus ihre Kritik an der Kirche selbst zu betrachten. Ein Nein zu vielen Ungerechtigkeiten und ein Ja zu sich selbst!Absolut gut! Reminder: Sprache ist Macht! ______________________________________ 𝘶𝘯𝘣𝘦𝘻𝘢𝘩𝘭𝘵𝘦 𝘞𝘦𝘳𝘣𝘶𝘯𝘨 / 𝘚𝘦𝘭𝘣𝘴𝘵 𝘨𝘦𝘬𝘢𝘶𝘧𝘵

Absolute Leseempfehlung!
4

Maike Schöfers Buch ist weit mehr als eine feministische Streitschrift. Es ist eine Einladung zum Denken, Hinterfragen und Neudeuten. Im Zentrum steht das kleine Wort “Nein”, ein Wort, das so oft überhört, bagatellisiert oder sogar kriminalisiert wird. Schöfer aber zeigt, dass dieses Nein eine spirituelle, politische und zutiefst menschliche Kraft in sich trägt. Besonders beeindruckend ist, wie sie diesen Begriff in einen theologischen Kontext stellt und dabei nicht belehrend, sondern erhellend wirkt. Ich habe beim Lesen Dinge über das Christentum erfahren, die mir bisher völlig fremd waren. Und das, obwohl ich in diesem Leben keine religiöse Person mehr werde. Trotzdem oder gerade deshalb fand ich viele Gedanken spannend und inspirierend. Schöfer schafft es, eine Brücke zu schlagen zwischen Glaube und Gesellschaftskritik, zwischen Bibel und Gegenwart. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Perspektive, aus der es geschrieben ist: Maike Schöfer ist evangelische Pfarrerin, aber auch queer und feministisch. Diese Kombination ist selten, aber grade deshalb so wichtig. Denn sie öffnet Räume für neue Deutungen, für eine Bibellektüre, die nicht von alten, patriarchalen Strukturen dominiert wird. Es wird deutlich: Vieles in der Bibel ist interpretierbar und es ist Zeit, diese Deutungen nicht länger Männern allein zu überlassen. Diese Erkenntnis ist für mich persönlich eine wichtige. Natürlich behandelt Schöfer auch bekannte feministische Themen wie sexualisierte Gewalt, Gender Pay Gap oder den Bechdel-Test, da war für mich eher nichts Neues dabei. Doch sie verknüpft diese Aspekte mit ihrer eigenen Geschichte und religiösen Überzeugung. Gerade diese persönliche Ebene macht das Buch nahbar und authentisch. Schöfer erzählt von eigenen Erfahrungen, Brüchen und inneren Kämpfen. Ganz ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit viel Herz und Verstand. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Es hat mir neue Perspektiven eröffnet. Auf Religion, auf die Bibel und auf das Nein als Handlung und Haltung. Maike Schöfer ist eine wichtige Stimme innerhalb der Kirche und ich wünschte, es gäbe mehr Menschen wie sie in kirchlichen Institutionen. Menschen, die unbequem sind, die Fragen stellen, die Räume öffnen… Fazit: Eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Feministinnen, sondern für alle, die wissen wollen, wie befreiend ein Nein sein kann.

Post image
4

Ein einziges Wort, vier Buchstaben und trotzdem so mächtig: NEIN. Das Buch „Nö. Eine Anstiftung zum Neinsagen“ hat mich wirklich inspiriert. Besonders spannend fand ich, wie die Autorin kleine Geschichten von bekannten „Neinsagenden“ einbaut, von den Spice Girls über Jesus und Rosa Parks bis hin zu Eva. Gerade die religiösen Bezüge haben mich überrascht: Die feministische Perspektive auf die Bibel, die Darstellung von Eva und auch die Frage, warum Gott eigentlich immer männlich gedacht wird, obwohl das so gar nicht festgeschrieben ist. Spannend war auch der Gedanke, dass NEIN für Freiheit steht, gegen Männersprache wirkt und gleichzeitig eine klare Grenze markiert. Nein heißt Nein ‼️ Dazu kommen Themen wie Mansplaining, die sie humorvoll, wütend und sehr umgangssprachlich verpackt. Für mich war es wie ein wilder Mix aus Wutausbruch und Sachbuch, der mich sogar zum Nachdenken über meinen eigenen Glauben gebracht hat. Ein inspirierendes Buch, das Mut macht, öfter und klarer Nein zu sagen und das zeigt, wie viel Kraft in diesem kleinen Wort steckt.

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5

Ich feier dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite. Zeitgleich kann ich aber auch verstehen, warum andere das nicht tun, denn dieses Buch ist schonungslos ehrlich. Die Autorin nimmt kein Blatt vor den Mund und zeigt viele gesellschaftliche Probleme auf. Einfach mal Nö sagen, aber ist das als Frau in unserem sozialen Umfeld wirklich so einfach? Spannend hier: Die Autorin ist evangelische Pfarrerin und nimmt uns auch hier teilweise mit hinter die Kulissen. Besonders im Gedächtnis wird mir wohl das Kapitel zu Familienfeiern bleiben, da musste ich sehr laut auflachen. Ja, was würde da wohl passieren, wenn wir Frsuen da gar nichts mehr machen würden? Wäre ein sehr spannendes Experiment. Toll fand ich auch die Diskussion zu Körperhaltung, fühle ich sehr! Danke für dieses tolle Buch und den Augenöffner! Kann ich wärmstens empfehlen!

5

Ich war erst skeptisch - doch das ist ein Buch das so vielseitig alle Seiten eines Neins und Jas beleuchtet, wie es selten ein feministisches Buch hat. Die Autorin schreibt nicht vor mit erhobenem Zeigefinger, es gibt Raum zum Weiterdenken, zum Antworten finden für jedes Individuum in Themen, die Man selten so vielseitig und ansprechend beleuchtet findet. Meiner Meinung nach gehört es in jeden Religions- und Ethikunterricht! Dieses Buch lesen vermutlich wie so oft nur die Menschen, welcher sich der behandelten Probleme bewusst sind, aber auch hier findet man Anstöße um andere zum Denken und Handeln zu bewegen! Ich stimme nicht in alle Punkten überein, aber muss man auch nicht - lesen sollte jeder Mensch es dennoch!

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4.5

Christlich-feministisch, ein Genre, was mir noch viel zu wenig abgedeckt wird. Daher eine große Leseempfehlung für alle die sich in diesem Bereich bewegen und darüber hinaus!

Das Buch klappert, teils auf einer sehr persönlichen Ebene, enorm viele feministische Themenbereiche ab. Immer mit dem Fokus des Neinsagens - etwas, was uns Frauen schon früh aberzogen wurde. Ich fand es extrem spannend, aus welchen Blickwinkeln Schöfer das NEIN betrachtet und welche Auswirkungen dieses kleine Wörtchen auf unser Leben hat. Da ich mich schon länger mit feministischen Themen auseinandersetze, war vieles nicht neu für mich, aber mit manchen neuen Fakten und Gedanken wurde ich dennoch überrascht. Beispielsweise durch den Inhalt des Kapitels “Nein. Lachen”. Berührt hat mich vor allem das Kapitel “Nein. Körper”. Einerseits aus eigener Betroffenheit und andererseits aufgrund der bewussten Entscheidungen, die Schöfer für sich getroffen hat, um dem Patriarchat und dem male Gaze ein entschiedenes NEIN entgegenzuschmettern. An mancher Stelle hätte es für mich noch tiefergehend sein können, insbesondere bei den christlichen Thematiken. Auch hier waren viele neue Erkenntnisse für mich dabei. Alles in allem sehr lesenswert und leicht zugänglich, auch für Menschen, die mit Feminismus nix am Hut haben.

Christlich-feministisch, ein Genre, was mir noch viel zu wenig abgedeckt wird. Daher eine große Leseempfehlung für alle die sich in diesem Bereich bewegen und darüber hinaus!
5

Sehr sehr gut! Thema Feminismus, Queer und Glaube.

3.5

Feministisches Sammelsurium - gute Einstiegslektüre in Feminismus, Patriarchat und Co.

Ich habe mich auf dieses Buch gefreut, da ich Maike Schöfer schon länger auf Instagram folge und sie sowie ihren Content sehr mag, dennoch hat es mich überraschenderweise weniger abgeholt als erwartet. In ihrem Buch beleuchtet Schöfer das Nein-Sagen insbesondere im Sinne eines Widerspruchs gegen geltende Normen, gesellschaftliche Erwartungen, ungerechte, da patriarchale, kapitalistische und diskriminierende Strukturen. Aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds als Pfarrerin werden auch immer wieder Bezüge zu biblischen Erzählungen und der Kirche hergestellt. Sie geht dabei in zügigem Tempo von Thema zu Thema, was sich in einer angenehm lebhaften Erzählweise niederschlägt und zu einem schnellen Lesefluss beiträgt, auf mich wirkte es etwas wie eine Aneinanderreihung verschiedenster Themen. Mir fehlte eine tiefere Auseinandersetzung und ein (stärkerer) roter Faden, den die Autorin zwar durch den Verweis auf das „Nein“ herstellen wollte - so viel einerseits. Andererseits kann ich mir gut vorstellen, dass diese kompakte und in lockerem Ton verfasste Übersicht einen sehr geeigneten Einstieg in eine tiefere Auseinandersetzung mit feministischen Themen bieten kann, gerade auch interessant in Hinblick auf den Einbezug von Bibel und Kirche. Auch wenn mir vieles bereits bekannt war, nehme ich die eine oder andere neue Perspektive oder spannenden Fakt mit.

3.5

🏳️‍🌈💛 "Für Wutanfälle muss Platz sein in unserer Gesellschaft." Dieses Buch ist aber so viel mehr als Wutanfall. "Vielleicht gleicht mein Buch deswegen auch weniger einer wissenschaftlichen Analyse, sondern vielmehr einem Wutanfall in Sachbuchformat."

"Mit diesem Buch finanzieren ich meine Scheidung." lässt uns die Autorin Maike Schöfer wissen. "Ganz schön provokativ für so einen Einstieg ins Buch!", dachte ich mir. Und das ist es auch! In ihrer ihr eigenen Art der Textverfassung mit kurzen Sätzen, vielen englischen Begriffen, Fingern in der Wunde und viel lautem Protest nimmt die Autorin ihre Leser*innen mit auf eine Reise durch ihren Werdegang zur Pfarrerin in Berlin, ihre Erfahrungen zu den Themen Körperlichkeit, Geschlecht und Gender, Protest, "Frausein", einmal quer durch die Bibel und ihre Entstehungsgeschichte und beleuchtet unglaublich viele Aspekte innerhalb von 220 Seiten. Viele Themen bedeutet natürlich, dass vieles eher an der Oberfläche bleibt, aber das tut der Qualität dieses Buches nach meinem Gefühl nicht weh. Vielmehr regt es zum Nachdenken in viele Richtungen an, sodass die "eigene Richtung " definitiv auch gefunden wird und weiter verfolgt werden möchte. Ich bin wieder ein Bisschen im Alltag wach gerüttelt und überlege, an welchem Sonntag ich es mal zu ihr nach Berlin in den Gottesdienst schaffe 💒 🏳️‍🌈💛

🏳️‍🌈💛
"Für Wutanfälle muss Platz sein in unserer Gesellschaft." 
Dieses Buch ist aber so viel mehr als Wutanfall.

"Vielleicht gleicht mein Buch deswegen auch weniger einer wissenschaftlichen Analyse, sondern vielmehr einem Wutanfall in Sachbuchformat."
5

Mir war nicht bewusst das eine Pfarrerin dieses Buch geschrieben hat. Ich muss im Nachhinein sagen ich hab die Kapitel mit Jesus Kram wirklich nicht gemocht aber das andere war interessant und gut recherchiert mit einigen guten Denkansätzen.

4.5

Sehr lesenswert! Ja - dieses Buch bitte kaufen, lesen und dann öfter NEIN sagen.

Als regelmäßige Hörerin des Interreligiösen Podcasts „331 - 3 Frauen, 3 Religionen, 1 Thema“ ist mir die Autorin Maike Schöfer bestens bekannt. Ich habe beim Lesen des Buches nicht nur ihre Stimme im Ohr gehabt, sondern auch erfreut festgestellt, dass sie genauso schreibt wie sie spricht. Wie ihr der Schnabel gewachsen ist - mit allen Anglizismen und Slangbegriffen. Das macht sie und ihr Anliegen authentisch und sympathisch. Denn von einer Evangelischen Pfarrerin erwartet die geneigte Leser*innenschaft wahrscheinlich anderes. Doch Maike ist inzwischen widerständig. Sie hat das Klischee des ruhigen, höflichen, freundlichen Mädchens überwunden und kann zu sich und ihrer Wut auf das Patriarchat stehen. Sie erzählt von Neinsagenden Frauen - von Eva bis zu den SpiceGirls. Sie untersucht das Nein linguistisch und wendet es zusätzlich auf zwei Bereiche an, die vielleicht auf den ersten Blick nicht viel mit diesen vier Buchstaben zu tun haben: Lachen und Körper. Mich hat das Buch total abgeholt und empowered. Sehr oft habe ich mich wieder erkannt und meine mir als Frau gesellschaftlich anerzogenen Einschränkungen entdeckt. Doch besonders hat mir die intersektionale Perspektive gefallen: Maike schreibt nicht nur inklusiv, sondern sie denkt auch alle möglichen marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen konsequent mit. Das gelingt bei weitem nicht allen weißen feministischen Autor*innen. Am Anfang war das NEIN - bibelfeste Menschen erinnert das natürlich an den ersten Vers des Evangeliums nach Johannes. Und die Bezüge zur Religion, insbesondere der christlichen Tradition, finden sich überall im Buch. Fair enough würde Maike jetzt sagen. Schließlich bin ich hauptberuflich Pfarrerin. Und das ist das zweite, was mir gut gefällt: Sie nutzt ihre Stellung um innerkirchliche Kritik zu äußern! Denn Kirche und Religion haben unsere Gesellschaft maßgeblich und patriarchal geprägt. Auch dazu sagt Maike NEIN und ich sage Amen.

5

Highlight

Dieses Buch ist so wichtig und richtig! Ganz große Klasse 👍🏻

4

Nein sagen ist was wir alle in unserem Leben brauchen. Dieses Buch setzt sich auf verschiedenen Ebenen und mit unterschiedlichen Neins auseinander. Auf jeden Fall spannend, und gut lesbar für ein Sachbuch. Und: ich liebe das Cover!! Sehr coole Idee.

Ich fand interessant was für Neins die Autorin hier aufgeführt hat. Zum Beispiel das ein Nein in einem Lachen sein kann, oder das Nein körperlich ausgedrückt wird. Genaueres dazu im Buch selbst. Was ich ebenfalls mochte war die Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben, der Bibel und Gott. Die Autorin ist Pastorin und beschreibt in den Kapiteln immer wieder Geschichten aus der Bibel etc. Aber eben aus einer Feministischen-Theologischen Sichtweise. Das hat einen neuen Blick auf Glauben und Christentum freigegeben. Wenn man bereits einige Feministische Sachbücher gelesen hat, gibt es auch einige Themen die man bereits kennt. Nichtsdestotrotz ist die Thematik: Nein sagen, und auch die theologischen Geschichten sehr spannend, und auf jeden Fall auch zum Teil neu. Nein. Wie wichtig ist dieses Wort! Daher hier ein Zitat aus dem Buch was mir sehr gefallen hat: "Um uns daran zu erinnern, das Protest und Neinsagen wirklich Veränderungen schaffen können. Dass Neinsagen nicht böse oder zerstörerisch ist. Es setzt einen Punkt, klagt an, markiert ein Stopp, aber bricht nicht zwingend den Austausch ab. Sondern zeigt vielmehr, dass das Nein an einem anderen Zustand interessiert ist. An einer Veränderung zum Besseren. Für mich und dich."

2

Bummelig 2 Sterne, weil die Autorin konsequent für ihre Werte einsteht und ihre Botschaft klar vermittelt.

Insgesamt ein Buch, was ich als schwierig zu lesen einstufe. Aber immerhin war es zu lesen, durch die trotzige und durchweg bodenständige Schreibweise der Autorin konnte das Buch mich dann doch bei der Stange halten. Einige Kapitel in dem Buch kann myn gut und tatsächlich auch aufrichtig gerne einfach als Information oder Statement annehmen. Bei anderen Kapiteln und Aussagen war für mich dann doch das zurate ziehen von Sekundär und Tertiär Literatur von Nöten, um zu ahnen was mir die Verfasserin sagen möchte. Ein einfaches auschecken, wie im Buch vorgeschlagen war das definitiv nicht. Erstaunlich finde ich den offensichtlichen Bruch am Ende als für den Verweis auf eine andere Geschichte ein sehr komplizierter und ungebräuchlicher Begriff gewählt wurde. An dieser und an anderer Stelle würde ich wirklich gerne ein interessiertes „ Warum“ fragen. Um mehr zu verstehen. Ansonsten ein Buch das bewusst provoziert aber auch breit aufklärt und für das Nein hauptsächlich das feministische Nein wirbt. Durch die Abdeckung so vieler Themen bleibt es leider manchmal etwas an der Oberfläche, dies finde ich etwas schade. Dafür lädt es ein selbst weiter zu denken oder zu recherchieren. Dies aber keineswegs aufdringlich. Ebenfalls erstaunlich ja sogar beeindruckend finde ich wie offen Maike Schöfer mit ihren eigenen Zweifeln und ihren Weg umgeht und davon berichtet.

4

Kann man machen

Ich kannte die Autorin vorher nicht und war dann schon schnell überrascht, wie viel es hier um Religion geht. Allerdings sehr passend und nicht bevormundend, sondern sauber in den gesamten Kontext eingeflochten. Insgesamt stellt das Buch sicher einen guten ersten Schritt in feministische Lektüre dar, für mich war jedoch vieles nicht mehr neu. Zudem hatte ich das Gefühl, dass wirklich viele Themen hier aufgemacht, jedoch nicht ausreichend ausgeführt wurden, hier wäre vielleicht ein klarerer Fokus gut gewesen, andererseits bietet es so auch die Möglichkeit, sich in die vielen erwähnten Themen noch an anderer Stelle weiter einzulesen. Dennoch mochte ich die Integration von Gesellschaft, Kulturen, Psychologie und Religion und konnte einige neue Denkanstöße mitnehmen.

5

Nein zu allem und jedem ? Nein, nein zum Patriarchat!

Liebe alles daran, der religiöse Einfluss finde ich fast einzigartig und bestärkte mich in meinem Weg. Für alle Frauen und vor allem für alle Frauen die in Kirchengemeinde sind. Wir kämpfen weiter ❤️

4.5

Große Empfehlung! Eine Auseinandersetzung aus einer Perspektive einer Pfarrerin. Wortgewandt mit viel Sarkasmus regt es sehr zum Denken an.

2.5

Da waren echt einige interessante Infos drin. Aber leider wird das Buch meiner Meinung nach falsch beworben. Also sowohl der Titel als auch der Klappentext haben mir etwas anderes versprochen als ich dann bekommen habe. Es dreht sich doch sehr viel um Religion und so richtig hab ich die Anleitung zum Neinsagen nicht gefunden.

4.5

Nein heißt nein. Ein Ja zu diesem Buch 📚✨️

Das Buch kann ich nur empfehlen. Maike Schöfer hat ein sehr interessantes Buch geschrieben und zeigt, was alles ein Nein ausdrücken kann und zeigt anhand Beispielen, welche Wirkung diese auslösen können.

4

Dank des Buches bin ich wütender, haha. Eine Anstiftung zum Nein sagen und aktiver werden ist es alle mal. Interessant, diese Themen aus der Perspektive einer Pfarrerin zu lesen, die sich auch sehr kritisch mit dem Thema Kirche auseinandersetzt. Viiiele gute Denkanstöße, wenig Fachsprache, inhaltliche Wiederholungen und teilweise etwas flache Argumentationen kommen aber auch vor. Den Schreibstil muss man mögen — die Autorin wirft viele Kommentare ein, als ob sie gerade sprechen würde. Dennoch eine Lesempfehlung :)

4

Dank des Buches bin ich wütender, haha. Eine Anstiftung zum Nein sagen und aktiver werden ist es alle mal. Interessant, diese Themen aus der Perspektive einer Pfarrerin zu lesen, die sich auch sehr kritisch mit dem Thema Kirche auseinandersetzt. Viiiele gute Denkanstöße, wenig Fachsprache, inhaltliche Wiederholungen und teilweise etwas flache Argumentationen kommen aber auch vor. Den Schreibstil muss man mögen — die Autorin wirft viele Kommentare ein, als ob sie gerade sprechen würde. Dennoch eine Lesempfehlung :)

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