Das Leuchten der Rentiere
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Book Information
Author Description
Ann-Helén Laestadius, geboren 1971, ist eine schwedische Journalistin, preisgekrönte Autorin und gebürtige Sámi. Ihr internationaler Bestseller Das Leuchten der Rentiere wurde von Netflix verfilmt. Zuletzt erschien von ihr bei Hoffmann und Campe der Roman Die Zeit im Sommerlicht (2024). Ann-Helén Laestadius lebt in der Nähe von Stockholm.
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Schwedisch-Samische Geschichte die wirklich erschüttert
Schon als Kind erlebt Elsa ein traumatisches Ereignis, sie wird Zeugin, wie ein Mann ihr geliebtes Rentier Nástegallu brutal tötet. Aus Angst wagt sie damals nicht, darüber zu sprechen. Dieses Erlebnis prägt sie jedoch für ihr ganzes Leben und bestimmt ihren weiteren Weg. Die Gewalt gegenüber der Rentierherden nehmen immer mehr zu. Wilderer bedrohen die traditionelle Lebensweise der Samen, doch Polizei und Behörden zeigen wenig Interesse. Elsa beschließt, nicht länger zu schweigen. Mutig kämpft sie dafür, dass die Verbrechen aufgeklärt werden und dass die Kultur ihres Volkes respektiert wird. Das Buch hat mich sehr bewegt. Elsa ist ein traumatisiertes Mädchen, was sich ihr Leben lang dagegen wehren muss, wer sie ist. Der erste Teil beschreibt das Leben von Elsa im Alter von neun, der zweite Teil beschreibt ihr Leben als 19 jährige. Am Anfang hatte ich ein bisschen schwer reinzukommen und an manchen Stellen zieht es sich etwas, aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch. ▪️9 jährige Zeugin▪️Skier ▪️Rentierohr ▪️Unna oabba ▪️die Polizei tut nichts ▪️geschlachtete Rentiere ▪️Lasse ▪️Selbstmord ▪️Àddja ▪️Áhkku ▪️Mattias

Der Anfang war vielversprechend, dann ebbte es erstmal ab. Mit dem zweiten Teil wurde es spannender und der Schluss dann sehr zufriedenstellend. Wenn ich nicht gerade in dieser Gegend um Jokkmokk und dem Gebiet der Samen und Rentiere unterwegs gewesen wäre, hätte mich das Buch vielleicht nicht so interessiert. Aber gerade durch unsere hautnahen Begegnungen mit den Rentieren und Rentierherden im schwedischen Bereich Lapplands, hat mich das Buch schon auch fasziniert und berührt. Besonders wenn man erfährt, dass es wirklich diese großen Anfeindungen gegenüber der Samen und deren Lebensweise gibt und deshalb einfach diese wunderschönen Rentiere ermordet werden. Unsere erste Begegnung war so magisch, dass mir die Tränen kamen. Als wir dann auf eine Riesenherde zugefahren sind, war ich einfach nur noch aus dem Häuschen. Wer sich also für die Kultur der Samen und deren Lebensweise interessiert, vllt auch im Zusammenhang mit einer Reise nach Lappland, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Unverbrauchtes Thema 🥰
"Ann-Helén Laestadius schreibt mitreißend über eine uns vollkommen unbekannte Kultur"... So steht es im Klappentext, und das fasst alles ziemlich gut zusammen 😍. Die Geschichte über die Rentierzucht der Samen in Schweden ist völlig anders als die meisten Bücher. Erzählt wird in 2 Zeitebenen, Abstand ca. 10 Jahre. Dabei werden Begriffe verwendet und Ereignisse beschrieben, deren Hintergründe ich parallel erst mal googeln musste 😁. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, hat stellenweise fast etwas von "plappern" 🤔. Wer's gelesen hat versteht, was ich meine 😁. Hab ich so auch noch nie gehabt. Überraschenderweise verläuft die Geschichte (für meinen Geschmack) ohne Höhepunkte, jedoch auch ohne Längen. Es liest sich von Beginn an flüssig, weil das Thema vollkommen neu und unverbraucht ist. 🥰 Das Buch vermittelt die Kultur und die damit verbundenen Problematiken der Samen detailliert und wortreich, das Leben in Nordschweden als Sámi in Bezug auf Nichtangehörige des Volkes wird eindringlich dargestellt. Top ❣️ Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass mehrmals auch das Thema Selbstmord behandelt wird. Im Buch selbst wird vorab nicht darauf hingewiesen.

Wir begleiten die Sàmi Elsa, zunächst als Neunjährige und später als junge Erwachsene, die immer wieder ihre Rentiere, durch Wilderer getöte findet. Das Buch lässt einen die Wut und die Ohmacht der Sàmi spüren, wenn ihre Tiere auf brutale Weise gequält werden und die Polizei nichts dagegen tut. Ein eindrucksvolles aber kein einfaches Buch.
Nicht so meins
Ich hab das Buch geschenkt bekommen und dachte mir, ich lese es einfach mal. Der Schreibstil war etwas schwierig zu lesen, weil es in der dritten Person erzählt wurde, was mich manchmal echt verwirrt hat. Ich hatte auch das Gefühl, dass nicht so viel passiert ist. Eine spannende Sache für ein paar Seiten und dann wieder 50 langweilige Seiten, wo ich mir nur so dachte: "ist das jetzt wirklich wichtig?" Das Ende fand ich auch etwas schwach ehrlichgesagt und die Spannung ist auch ziemlich schnell verflogen, weil die Sache durch verschiedene Einblicke für den Leser direkt aufgeklärt wurde. Es war mal was anderes, aber nicht ganz mein Thema.
Seltene Einblicke in das Leben der letzten indigenen Bevölkerungsgruppe Europas
Diese Geschichte fasziniert und erschreckt. Der Kampfgeist der Samen um ihre Traditionen, ihren Lebensstil und ihre Weltsicht gepaart mit ihrer Hoffnungslosigkeit und der Zukunftsangst begleiten die lesende Person durch die Geschichte. Der anfängliche Schreibstil aus der Sicht eines 9 jährigen Kindes macht die Gesamtsituation noch beklemmender. Stellenweise fand ich es richtig gut, oft hat mich der Schreibstil aber nicht richtig abholen können. Mir persönlich hat der abgehakte Schreibstil, die abrupten Wechsel zwischen Personen und Szenen teilweise sogar etwas genervt, vor allem in der Mitte des Buches. Da es aber gerade zum Ende hin noch einmal richtig gut wird lest einfach mal rein, vielleicht gefällt euch der Stil ja.
Das Leuchten der Rentiere ist ein Buch über die Samen und wie sie in der Gesellschaft leben. Wie eigentlich überall, werden Ureinwohner / Indigene von der Mehrheit der Bevölkerung unterdrückt. Ich war mir dessen zwar bewusst, aber hatte mich bis lang noch nie damit tiefer auseinandergesetzt. Hier ist es in einem Roman sehr schön verfasst worden, das Buch beginnt sehr stark und macht auch wütend - darauf dass nichts getan wird und dann beginnt es sich etwas zu ziehen und wird etwas zäh. Das Durchhalten lohnt sich aber, da das Ende wieder sehr stark ist.
Nicht das, was ich erwartet habe
Ich hab das Buch gesehen: das Cover, den Titel & den Klappentext & habe gehofft, ein Buch zu finden, dass so ist wie „der Gesang der Flusskrebse“. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich habe mich die ersten 150 Seiten wirklich schwer getan mit der kindlichen Sicht der 9-jährigen Elsa und dachte schon, ich breche das Buch ab. Dann kam, für mich sehr plötzlich, der Zeitsprung - Elsa ist erwachsen, wodurch sich für mich das Lesegefühl an sich erstmal deutlich gebessert hat. Trotzdem ist das Buch durchweg düster & man wird von einer depressiven Stimmung (hier hätte mir eine Triggerwarnung gefallen) begleitet, da fast alle handelnden Personen von Depressionen & Suizidgedanken durch die andauernde Diskriminierung betroffen sind. Das hat mir schon zu schaffen gemacht. Außerdem hatte das Buch einige Längen, da für mich immer wieder das gleiche passiert ist - was sicherlich wichtig ist, um dem Leser die Lage der Sami bewusst zu machen. Und das fand ich an dem Buch toll. Ich kannte das Volk der Sami vorher nicht & fand es durchaus interessant einen ersten Einblick in deren Leben und Geschichte zu erhalten, sodass man sich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte.
Ein sehr lehrreiches Buch
Man lernt wirklich viel über die Samen und ihre Kultur, ohne dass das Gefühl von Belehrung aufkommt. Ich habe die Geschichte sehr gerne verfolgt, bin den Protagonist*innen allerdings nicht so nah gekommen, wie ich mir gewünscht hätte. Leider sind mir dann auch schwere Schicksalsschläge in ihrer Tragweite entgangen. Trotzdem ein lesenswertes Buch.
Ein dramatisches Buch mit teils verstörenden Informationen über die Rentierhaltung in Skandinavien. Man gewinnt viele Eindrücke von der Gemeinschaft der Samen, die zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen sie als Rentierhalter konfrontiert sind. Es geht um Gewalt an Mensch und Tier - physischer wie psychischer, auch Suizid und die Folgen für die Hinterbliebenen spielt eine große Rolle. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht gewesen. Zu Beginn habe ich etwas gebraucht, in die Geschichte zu finden. Es liegt eine bedrohliche Stimmung über allem. Gegen Ende wird es dann nochmal sehr spannend, wobei es mir fast etwas „zu rund“ war, nach all dem Elend. Insgesamt aber horizonterweiternd und wirklich lesenswert, schon wegen des ungewöhnlichen Settings.
Weder inhaltlich noch stilistisch überzeugend für mich
Es ist mir im Nachhinein ein Rätsel, wie dieses Buch auf meiner Leseliste landen konnte. Ich hätte es gern abgebrochen, habe aber immer weiter gehofft, dass noch etwas kommt, das sich für mich lohnt. Es kam tatsächlich kurz vor dem Ende, aber das ist echt nicht genug. Ich halte es entsprechend kurz: der Anfang hat mich gelangweilt. Es gab immer wieder schlimme gewalttätige Szenen gegenüber Tieren (Rentieren), die detailliert beschrieben wurden. Es war mehr oder minder von Anfang an klar, wer es war und der Rest des Buchs drehte sich um das Nichtstun der Polizei und die wachsende Verzweiflung der Rentierhalter, die zudem diskriminiert und ausgegrenzt werden. Das ist zum einen schwer auszuhalten aber zum anderen auch ermüdend für mich gewesen, weil es einfach knapp 450 Seiten lang immer und immer wieder das Gleiche ist. Das alles soll nicht bedeuten, dass mich das Schicksal der Sámi kalt gelassen hat. Ich hätte mir sogar noch mehr Details und Infos gewünscht. Denn der Teil hat mich sehr interessiert. Aber auch hier war es mir zu wenig. Ich hatte in einigen Rezensionen gelesen, dass sie viel über die Sámi gelernt haben. Insofern empfindet das einfach jede*r anders. Fazit: leider gar nichts meins! Werbung für Bücher - selbst gekauft
Sehr bewegende Geschichte, die am Beispiel von Elsa und ihrer Familie aufzeigt, mit welchen Problemen und Widrigkeiten die indigene Bevölkerung der skandinavischen Länder (hier Schweden) zu kämpfen hat. Rassistische Anfeindungen und Gewalt, Klimawandel, der die Rentierhaltung bedroht und damit einhergehender Identitätsverlust und Zukunftsängste, die zu einer erhöhten Suizidrate führt. Kein leichter Stoff, aber wichtig, um Empathie und Aufklärung zu schaffen. Geschrieben in einer sehr feinen, berührenden Sprache mit Elsa als Taktgebende, starke Protagonistin.

Ich habe was anderes erwartet… leider ein wenig enttäuschend
Leider kann ich dem Buch nicht mehr als großzügige 3 Sterne geben. Ich habe was anderes erwartet und ich habe auch mehr erwartet. Vorweg muss ich vielleicht erwähnen, dass ich leider in meiner Buchhandlung von einer der Buchhändlerinnen auch irgendwie "beeinflusst" wurde, indem man mir sagte, dass "Das Leuchten der Rentiere" vom Stil her genau wie "Der Gesang der Flusskrebse" ist. Und naja was soll ich sagen? Ich mochte letzteres nicht. Dementsprechend hatte ich kleine "Vorurteile" und war bisschen demotiviert. Ich habe das Buch trotzdem gelesen in der Hoffnung, dass es nicht ganz so ist wie "Der Gesang der Flusskrebse" und mich überzeugen wird. Ich wurde aber nicht vom Buch überzeugt. In der Tat habe ich auch Parallelen erkannt und finde auch, dass es stark an das Buch von Delia Owens erinnert. Natürlich frage ich mich, ob ich die selbe Meinung hätte, hätte man mir nicht gesagt, dass die Bücher sich vom Stil ähneln. Dieses Buch hier war aber ein bisschen besser. Vom Schreibstil (auch wenn dieser bisschen emotionaler sein könnte) als auch der Story an sich. Es war ein interessanter und informativer Einblick in das Leben des samischen Volkes. Auch wenn die Geschichte nicht auf wahren Begebenheiten beruht.

⭐️⭐️⭐️,5 Kein einfacher Einstieg...
Ich musste mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, welcher zwar nicht super kompliziert war, mich anfangs aber etwas angestrengt hat. Auch wurden viele Fremdwörter erwähnt. Die Geschichte an sich war interessant, auch wenn die Spannung erst im letzten Drittel so richtig aufkam. Mir hat das Buch gefallen, ja, aber mehr als 3,5⭐️ bekommt es von mir nicht.

Das Leuchten der Rentiere Ann-Helén Laestadius, übersetzt von Maike Barth Die Sámi Elsa ist neun Jahre alt, als sie beobachtet, wie ihr junges Rentierkalb ermordet wird. Sie hat den Täter erkannt, bestreitet dieses aber später vor der Polizei und ihren Eltern - viel zu gross ist ihre Angst vor dem Täter Robert. Elsas Eltern sind, wie viele andere Samen auch, Rentierhalter. Die Tiere werden von Generation zu Generation an die Söhne weitervererbt. Immer wieder kommt es vor, dass Rentiere von Wilderern erst gequält und anschließend getötet werden. Die Polizei guckt weg. Sie behandeln diese toten Tiere als Sachbeschädigung und legen diese Anzeigen, ohne weitere Ermittlungen, zu den Akten. Die Samen sind eine Minderheit und es fehlt an gesellschaftlicher Akzeptanz. Ihr heutiges Siedlungsgebiet, Sápmi, erstreckt sich von der Gemeinde Idre in der Provinz Dalarnas län im Süden über die nördlichen Teile Schwedens, Norwegens und Finnlands. In drei Teilen schreibt Ann-Helén Laestadius ihre Geschichte über Elsa, deren Familie und den Kampf gegen die Unterdrückung, Rassismus und Gleichberechtigung. Meine Meinung: Auch wenn das Buch, gerade zu Beginn, kleinere Längen hat, konnte mich das Buch überzeugen. Der Einblick in den Konflikt der Samen zu ihren Nachbarstaaten hat mich schockiert. Der Rassismus und auch die Tierquälerei der Wilderer waren so realistisch dargestellt, dass ich das Buch zur Seite legen musste. Die Traditionen der Samen und die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar herausgearbeitet, ich hatte zeitweise das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Da ich wenig über die Problematik in Fennoskandinaviens wusste, bin ich froh diesen Rückstand aufgeholt zu haben. Sehr Lesenswert! 4/ 5 Ich habe das Buch gemeinsam mit lesen dürfen. Herzlichen Dank für den wunderbaren Austausch, ich habe es sehr genossen.

Zu wenig Tiefgang
Auf dieses Buch habe ich mich seit einem Jahr ungemein gefreut, weil ich unbedingt mehr über die samische Kultur und die Rentierzucht im besonderen erfahren wollte. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch gar nicht abholen konnte. Das liegt aber an meinen unerfüllten Erwartungen: Der Fokus der Geschichte liegt nicht auf der Art und Weise der Rentierzucht und dem Alltag der samischen Bevölkerung, sondern auf einem Verbrechen. Mit 9 Jahren sieht Elsa wie ihr Ren brutal ermordet wird. Sie erkennt zwar den Täter, doch der droht ihr mit dem Tod. Eingeschüchtert beschließt Elsa zu schweigen und zu warten, bis ihre Stunde der Rache kommt. Wir erfahren viel über die soziale und systematische Diskriminierung der Samen in Schweden. Allerdings hätte ich den Widerstand und die Rentierzucht der Samen gerne intensiver und dreidimensionaler beleuchtet gehabt. So war mir die Geschichte zu oberflächlich. Meine ausführlichen Kritikpunkte findet Ihr im Lesemonat Januar auf meinem YouTube-Kanal: Japan Connect. https://youtu.be/8UMUN0yibJE?si=UbfVFw6cHMUgiSCG
 Ein wunderbarer Roman über das schwierige Leben der Samen
Über die Samen, die in dem Gebiet von Norwegen, Schweden über Finnland bis hin zur Barentsee und der Halbinsel Kola siedeln, wusste ich bisher nicht viel. Sie sind ein indigenes Volk, und sie halten Rentiere, tragen schöne Trachten und sprechen ihre eigene Sprache. Welche Probleme es aber mit sich bringt, dass sie ihre Lebensweise, die eng an Land und Natur gekoppelt ist, verteidigen, war mir nicht so wirklich klar. In der Geschichte erleben wir Elsa, zunächst als achtjähriges Mädchen, später als Erwachsene, die Zeugin einer Tat wird, die sie ihr Leben lang verfolgt. Der Täter macht sie ängstlich, wütend, stark und schwach zugleich. Ihre Familie und ihre Freunde müssen ständig gegen Vorurteile und den trägen Verwaltungsapparat ankämpfen. Die Samen werden schikaniert, bedroht und mit Nichtachtung gestraft. Da bleiben Depressionen nicht aus. Wird am Ende die Gerechtigkeit siegen? Ich konnte mich beim Lesen in die wunderschöne Landschaft rein träumen. Auch die Lebensumstände, dieses einzigen Urvolks Europas, ging mir nah und machten mich zeitweise richtig wütend. Es weckte in mir aber auch ein Bewusstsein dafür, wie schwierig es doch ist, wenn jeder auf seinem Standpunkt beharrt. Auch andere Themen sind so intensiv geschrieben, dass man den Schmerz und die Melancholie tief drin spürt. Eine Szene ist mir sehr nahe gegangen, nämlich als man die zunehmend demente Großmutter im Heim zurück ließ. Das Gefühl, dass alle Seiten mutmaßlich hatten, wurde so gut gezeichnet. Die Sprache ist einfach, mit relativ kurzen, Sätzen, die mich aber bis ins Mark getroffen haben. Am Anfang wirkt die Sprache etwas holprig, soll sie doch die Gedanken einer Neunjährigen wiedergeben. Ab dem zweiten Teil nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und zum Schluss konnte ich das Buch nicht weglegen, so spannend war’s. Die Ereignisse dieses Romans sind nur teilweise fiktiv. Sie basieren zwar nicht auf einer tatsächlichen Begebenheit, aber sie könnten, denn das Volk der Samen erlebt Repressalien genauso wie sie im Buche beschrieben sind. Bei mir hat es dermaßen Interesse geweckt, dass ich mir eine interessante Doku über das Volk der Samen in der ARTE Mediathek angeschaut hab und eigentlich würde ich auch gerne mal dorthin reisen. Im Februar, zum Nationalfeiertag als typische Touristin. Wer weiß…?
Ein Roman über das Leben der indogenen Bevölkerung Nordschwedens/Finnland aber auch weiterer Länder.
Elsa gehört der indogenen Bevölkerung Lapplands an, den Samen. Sie wird im Alter von 9 Jahren Zeuge des Mordes an ihrem Rentier. Der Täter schüchtert sie ein. Wir begleiten in diesem Roman Elsa beim erwachsen werden und lernen auch viel über die Vorurteile und Schwierigkeiten, die sich die Samen auch heute noch tagtäglich gegenüberstehen. Die Samen leben auch heute noch teilweise von der Rentierzucht. Wie viele andere indogene Bevölkerungsgruppen sind sie dem Hass und der Gewalt anderer ausgesetzt. In einem bildgewaltigen Roman wird uns die Tradition der Samen näher gebracht. Die Verzweiflung und Ohnmacht dieser Bevölkerungsgruppe wird uns in diesem Roman näher gebracht. Ich habe dieses Buch anlässlich meiner eigenen Reise nach Lappland gelesen und fand es interessant die samische Lebensweise auch anhand eines Romanes nähee gebracht zu bekommen. Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen. Es war definitiv ein spannendes aber auch lehrreiches Buch, dass einem mal wieder aufzeigt, wie sehr wir die Lebensweise von indogenen Völkern durch fehlendes Verständnis und inaktzeptanz zerstörrt haben. Es ist schön zu wissen, dass es dennoch weiterhin Bevölkerungsgruppen, die trotz aller Widrigkeiten an ihrer Kultur festhalten. Diese Kulturen sollten auf jedenfall bewahrt werden.
»Samisch zu sein bedeutete, seine Geschichte in sich zu tragen, als Kind vor dem schweren Rucksack zu stehen und sich zu entscheiden, ihn zu schultern oder nicht.« „Das Leuchten der Rentiere“ ist ein eindringlicher und doch ruhiger Roman, der von einer alten Kultur hoch im Norden erzählt und Licht auf einen Konflikt wirft, der bei uns kaum Beachtung findet. Ann-Helén Laestadius gibt ihren Protagonisten eine starke Stimme und lässt sie ihre Perspektive erzählen. Man erfährt so einiges über die Lebensweise der Sami, über die Rentierhaltung und die Konflikte die daraus entstehen. Das macht neugierig auf mehr und wer sich nach der Lektüre bemüht und zu den Themen recherchiert, erfährt so noch einiges dazu. Falls ihr also einen Schmöker mit starken Charakteren, tollen Landschaftsbildern und einer spannenden Handlung sucht, kann ich „Das Leuchten der Rentiere“ von ganzem Herzen empfehlen. Mehr zum Buch könnt ihr auf dem Blog lesen, hüpft gerne einmal rüber. Link ist in der Bio ⬆️

Eine Geschichte in einer wunderschönen Sprache.
Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung auf READO ausgeliehen und direkt gelesen. Ich habe viele verschiedene Gefühle während des Lesens entwickelt: die Wut über die Polizei und deren Arbeit, die Trauer, die Elsa erlebte, die Angst vor Robert und die Freude, die Elsa bei und mit den Rentieren hatte. Ich gebe eine klare Leseempfehlung.
Diese Geschichte ist in Schweden sicherlich zurecht als Buch des Jahres 2021 ausgezeichnet worden. Die Kultur der Samen ist genauso bedroht, wie die Natur in der diese leben. Die Autorin ist, wie ihre Protagonistin, eine gebürtige Sami. Im ersten Teil des Buches sehen wir durch die Augen der erst neunjährigen Elsa deren Welt, die durch die grausame Tötung ihres Rens und die Drohung des Täters aus den Fugen geraten ist. In den weiteren Teilen begegnet uns eine junge und mutige Frau, die sich nicht mit der bestehenden Ungerechtigkeit abfinden möchte und sich bewusst für die Tradition ihrer Familie einsetzt. Bemerkenswert ist, dass man nicht nur behutsam in die Lebenswelt der Protagonistin herangeführt wird, sondern auch die Täterperspektive kennenlernt und so die Spirale des Hasses, die viel mit Frustration und persönlichen Niederlagen zu tun hat, besser nachvollziehen kann. FAZIT Ein bemerkenswerter Roman, der es dem Leser zwar sprachlich nicht immer ganz einfach macht, aber zunehmend durch seine Botschaft fasziniert!
Schockierend
Das Leuchten der Rentiere von Ann-Helén Laestadius hat mich nachdenklich und schockiert zurückgelassen. Die neunjährige Sámi Elsa wird Zeuge am Mord ihres Rentiers und der Täter zwingt sie zum Schweigen. Über die Jahre werden die Bedrohungen gegenüber ihr, ihrer Familie, den Samen und den Rentieren immer stärker. Das Hauptthema des Romans ist der Rassismus gegenüber dieser indigenen Volksgruppe, die offen zur Schau getragen wird. Nicht nur das Töten der Rentiere auch der Rassismus in der Schule ist greifbar. Aber auch die Zerissenheit der Samen selbst ist greifbar. Bleibt man der Kultur treu oder will man doch ein anderes Leben. Nicht jeder kommt damit zurecht. Besonders auch die Frauen sind in einem traditionellen Rollenverhalten festgefahren. Auch der Klimawandel wirft seine Schatten voraus in zu warmen Wintern. Die Autorin hat mit Elsa eine starke Protagonisten erschaffen, die viele Zweifel hat aber ihr Wille stark zu sein gegen den Rassismus aber auch gegen die Männermacht ihres eigenen Volkes spürt man sehr deutlich. Der Roman ist definitiv ein Highlight, wenn man sich für diese Thematik interessiert.
Habe das Hörbuch gehört - nichts für schwache Nerven, Das Buch erzählt die Geschichte von Elsá, einer Sami und Rentier-Züchterin, und damit gleichzeitig die politische und gesellschaftliche Situation, in der die Samen leben (müssen). Die Geschichte geht nah und öffnet die Augen für die Lebensumstände einer Minderheit. Toll und ohne Pathos erzählt.
Elsa gehört zum indigenen Volk der Samen und ihre Familie betreibt eine Rentierzucht. Als sie 9 Jahre alt ist, wird Zeugin davon, wie jemand ihr Rentier ermordet. Der Täter droht ihr und Elsa schweigt aus Angst. Der Mord wird als Diebstahl eingestuft und das Verfahren eingestellt. Der Vorfall begleitet sie bis ins Erwachsenenalter, wo der Alltag von der Rentierwilderei geprägt ist und wo die Sámi ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt sind. Laestadius ist selbst Sami und schildert lebendig und detailliert die samischen Kultur und Gesellschaft. Elsa Familie und Umfeld bilden dabei viele Facetten der Sámi ab: Ihre Ahkku wurde ihrer Familie weggenommen und in ein Internat gesteckt, um ihr die samischen Kultur auszutreiben, während ihre Mutter als angebliche Rivgu (nicht samische Frau) in der Gemeinschaft eine Außenseiterinnenrolle einnimmt. Dabei gehört sie durchaus zu den Sámi, nur haben sich ihre Vorfahren irgendwann in die schwedische Bevölkerung assimiliert. Der Roman schafft das Gefühl des Nordes, die klirrende Kälte und Schönheit der Natur näher zu bringen. Gleichzeitig widmet sie sich dem Rassismus der die marginalisierte Gemeinschaft täglich ausgesetzt ist. Die Darstellung der Folter und Schlachtens der Rentiere hat mich nachhaltig erschüttert. Diese Art des Verbrechens scheint eine verbreitete Form des Hassverbrechen an den Sami zu sein. Die Weigerung der Polizei ihre Arbeit zu tun, hat mich zwar nicht überrascht, aber wütend gemacht. Das Buch hat teilweise ein paar Längen und evtl. hätte man aus dem Mittelteil einige Seiten kürzen können, dennoch ein herausragendes Leseerlebnis. Klare Empfehlung meinerseits.
Spannend, fesselnd und mitreißend
Ein wunderschöner Roman, der von einer Gemeinschaft von Familien erzählt, deren Leben aus der Haltung von Rentieren besteht. Neid, Hass und Gier erschwert ihnen und ihren Tieren das Leben. Tier werden getötet und verstümmelt. Ein kleines Mädchen, dass Angst hat wird zu einer starke Protagonistin die für sich und ihre Familie einsteht. Absoluter Pageturner!
🌟🌟 HIGHLIGHT 🌟🌟 Der Originaltitel trifft es mit Diebstahl, finde ich, wesentlich präziser. Denn das ist doch unser Dilemma sobald es um Tiere geht, diese werden als Sache gewertet. Gerade für Menschen denen Lebensinhalt so ein Tier ist, ist das nicht akzeptabel. Und das ist es auch für Elsa und alle Rentierzüchter in Schweden nicht, die der indigenen Bevölkerungsgruppe der Sami angehören. Ein furchtbarer Roman, furchtbar toll, furchtbar wichtig, furchtbar grausam und furchtbar rassistisch.
Wichtige und schön geschriebene Geschichte!
Die Geschichte über das Samí Mädchen Elsa und ihre Familie, die um kulturelle Anerkennung, Gleichberechtigung und für den Schutz ihrer Rentiere kämpfen war sehr bewegend. Man muss vor dem Lesen wissen, dass ernste Themen behandelt werden und Hass gegen die indigene Bevölkerung Schwedens eine große Rolle spielt. Vieles ist wirklich hart zu lesen und macht einen wütend und traurig, aber gerade das ist eben auch wichtig. Manchmal hätte ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht, zum Beispiel irgendwie zu der genauen Arbeit mit Rentieren, weil ich davon gar nichts wusste. Am Ende des Buches gab es einen Glossar zur Übersetzung mancher samischer Begriffe, das war praktisch. Allerdings fehlte mir bei manchen längeren Sätzen die Übersetzung und auch bei den Kapitel Titeln. Allgemein sehr empfehlenswert. Man sollte sich aber auch mehr Zeit nehmen zum lesen, denn das Buch ist recht lang und eben zeitweise belastend.
Es ist eine unfassbar wichtige Geschichte, die erzählt werden musste – auf genau diese Weise. Denn auch wenn mich „Das Leuchten der Rentiere“ nicht direkt ab der ersten Seite gefangen genommen hat (ab ca. Seite 100 dafür umso mehr), ist es ein Buch, das mich sensibilisiert hat für das Leben miteinander, für das Leben der Sámi im Speziellen, über das ich bisher überhaupt nichts wusste – und für das Leid, das wir anderen Menschen durch stumpfe Vorurteile und Verbohrtheit antun können. Ich bin immer noch fassungslos und wütend – aber auch dankbar dafür, dass ich diese Geschichte erfahren durfte!
Absolute Leseempfehlung ... Für mich ein Jahreshighlight . Man erfährt viel über das Leben der Samen, ihre Probleme, und man erlebt tragische und schöne Momente mit Elsa einem kleinem samischen Mädchen, dass versucht gegen Unrecht an ihrer Familie und ihrem Volk anzukämpfen. Diese Buch ist teilweise grausam, berührend, aber auch wunderschön geschrieben. Die Darstellungen der Gegend in der Elsa lebt und aufwächst wird so ausdrucksstark dargestellt..einfach grandios. Leider stimmt es mich auch ein wenig traurig zu lesen womit die Bevölkerungsgruppe der Samen in Zeiten wie diesen noch zu kämpfen hat, und wie unfassbar gemein Menschen sein können. Kann euch dieses Buch nur empfehlen . Hat bei mir einen Lebensplatz im Regal und werde die Autorin auf jedenfall weiter verfolgen.

Erst einmal vielen Dank an Vorablesen und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Die Leseprobe und das Cover hatten mich sofort angesprochen. Das Buch ist in insgesamt drei Teile unterteilt. Im ersten Teil geht es um ein stark einschneidendes Erlebnis in Elsas Kindheit, als ihr Rentier getötet wird und sie den Täter dabei sieht. Aufbauend auf diesem Ereignis drehen sich auch die anderen beiden Teile des Buches. Es sterben viele Rentiere und deren Tod wird teilweise brutal und schonungslos beschrieben. Die Stimmung ist wahnsinnig düster und beklemmend und wahnsinnig depressiv. Mir ist es zum Schluss wirklich schwer gefallen, das Buch in die Hand zu nehmen und weiterzulesen. Ich gebe dem Buch 3/5 ⭐️⭐️⭐️ Sternen, weil ich den Schreibstil der Autorin gut lesbar fand, mir persönlich sind in dem Buch einfach zu viele Tiere unnötig abgeschlachtet worden und es war allgemein sehr düster und trostlos. Nichts für schwache Nerven aufjedenfall. Außerdem wäre bei dem Buch meiner Meinung nach eine Triggerwarnung für Depressionen und Suizid angebracht.

Kriminalfall aus einer anderen Welt
Bisher hatte ich noch keine Berührungspunkte mit der samischen Kultur, so dass "Das Leuchten der Rentiere" mich mit einer Flut aus neuen Begriffen und Traditionen überrumpelte. Die Geschichte an sich ist nicht besonders. Kriminalfälle passieren und der Fokus liegt auf den Umgang der einzelnen Personen damit, darauf wie die Polizei und die verschiedenen Gruppen darauf eingehen und sie verarbeiten. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Buches leider recht langsam. Die verschiedenen samischen Begriffe und Benennungen sind eher verwirrend (Spoiler: es gibt ein Glossar am Ende des Buches....). Mir war nicht immer klar, wer mit wem verwandt ist und wer gemeint ist. Dennoch zieht die Geschichte den Lesenden in seinem Bann - gerade auch weil man in die Welt der Samen hineinspitzeln und eine relativ fremde Kultur entdecken darf.

Das Leben der Sami „„Ich besitze dich nicht. Du gehörst dir selbst. Du bist mir nur geliehen.“ Die Rentiere waren Biekka Oapmi, Eigentum des Windes. Als sie klein war, hatte Áddjá ihr das genau erklärt.“ (S. 350) Das obige Zitat war eins, was sich mir nachhaltig eingeprägt hat und zeigt meiner Meinung nach, mit welcher Ehrfurcht die Autorin Ann-Helén Laestadius in ihrem Roman „Das Leuchten der Rentiere“ (erschienen im Hoffmann und Campe Verlag in der Übersetzung von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt) u. a. über die Arbeit mit Rentieren erzählt. Wer jetzt einen romantischen Seelenwärmer-Roman aus dem hohen Norden erwartet, sollte die Hände von diesem Buch lassen. Vielmehr geht es der bereits mehrfach ausgezeichneten schwedischen Autorin mit samischen Wurzeln darum, auf ein Problem aufmerksam zu machen: die sinnlose Abschlachtung von Rentieren und der damit verbundenen rassistischen Behandlung der Sami. Die neunjährige Elsa überrascht den Mörder ihres geliebten Rentiers Nástegallu. Da er eindeutige Zeichen macht, sie zu töten, wenn sie ihn verrät, flüchtet sie sich in ihre Angst und schweigt. Erst Jahre später traut sie sich, etwas gegen den Mörder zu unternehmen… Ann-Helén Laestadius konnte bei der Arbeit an diesem teils auf realen Geschehnissen basierenden Roman auf hundert Strafanzeigen wegen Mordes an Rentieren zurückgreifen. Sie alle haben eins gemeinsam: aus „Mangel an Beweisen“ wurden alle umgewandelt in „Diebstahl“ und entsprechend eingestellt. Diese „Praxis“ begleitet die Rentierhalter im hohen Norden Schwedens schon lange. Doch es regt sich mehr und mehr Widerstand. Auch kritisiert die Autorin die Arbeit der Polizei in ihrem Roman, die immer wieder Ausreden parat hat, um nicht oder nur sehr langsam zum Tatort zu kommen. Außerdem kommt der allgegenwärtige Rassismus gegenüber den Sami zur Sprache – erschütternd… Die zum Teil detaillierte Beschreibung der Abschlachtung von Rentieren ist schon harter Tobak für das Gemüt des Lesers, aber um aufmerksam zu machen, muss man die Realität schon mal (schonungslos) darstellen – und das ist der Autorin eindrucksvoll gelungen. Das Buch hat mich nicht von Anfang an gepackt; es braucht etwas, um „richtig“ in Schwung zu kommen. Dabei kann ich gar nicht mal genau eruieren, woran es letztlich gelegen hat. Vielleicht an der teils holprigen Übersetzung? Aber wer bin ich, dass ich die Arbeit der Übersetzerinnen kritisiere – ich kann ja noch nicht mal selber einen Text übersetzen *g*. In einem kurzen Glossar am Ende werden wichtige Begriffe aus dem Samischen erläutert; vieles wird aber auch im Text schon erklärt. Was bleibt nach der Lektüre? Eine Leseempfehlung für alle, die etwas über die Arbeit und das Leben der Sami, ihre Probleme, ihre Kultur etc. wissen wollen. 4 sehr gute Sterne! ©kingofmusic
Über eine Freundin bin ich auf das Buch gestoßen, zum Glück! Ich habe so viel über den Stamm der Samen sowie Rentierhaltung und politische und gesellschaftliche Zusammenhänge gelernt! Sehr erschütternd liest sich diese sehr wichtige Geschichte, die umfassend recherchiert wurde. Eine absolute Empfehlung!
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und fand sie sehr atmosphärisch. Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme. Bei der Geschichte musste ich öfters mal mir dem Kopf schütteln, weil die Polizei mich einfach fertig gemacht hat. Es war so vieles unfair gegenüber der Rentierhalter. Ich hatte mir aber etwas mehr Gesang der Flusskrebse-Vibes gewünscht, klar dass Ende ist schon spannend, war mir aber persönlich zu schnell und zu unspektakulär abgehandelt.

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Book Information
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Ann-Helén Laestadius, geboren 1971, ist eine schwedische Journalistin, preisgekrönte Autorin und gebürtige Sámi. Ihr internationaler Bestseller Das Leuchten der Rentiere wurde von Netflix verfilmt. Zuletzt erschien von ihr bei Hoffmann und Campe der Roman Die Zeit im Sommerlicht (2024). Ann-Helén Laestadius lebt in der Nähe von Stockholm.
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Schwedisch-Samische Geschichte die wirklich erschüttert
Schon als Kind erlebt Elsa ein traumatisches Ereignis, sie wird Zeugin, wie ein Mann ihr geliebtes Rentier Nástegallu brutal tötet. Aus Angst wagt sie damals nicht, darüber zu sprechen. Dieses Erlebnis prägt sie jedoch für ihr ganzes Leben und bestimmt ihren weiteren Weg. Die Gewalt gegenüber der Rentierherden nehmen immer mehr zu. Wilderer bedrohen die traditionelle Lebensweise der Samen, doch Polizei und Behörden zeigen wenig Interesse. Elsa beschließt, nicht länger zu schweigen. Mutig kämpft sie dafür, dass die Verbrechen aufgeklärt werden und dass die Kultur ihres Volkes respektiert wird. Das Buch hat mich sehr bewegt. Elsa ist ein traumatisiertes Mädchen, was sich ihr Leben lang dagegen wehren muss, wer sie ist. Der erste Teil beschreibt das Leben von Elsa im Alter von neun, der zweite Teil beschreibt ihr Leben als 19 jährige. Am Anfang hatte ich ein bisschen schwer reinzukommen und an manchen Stellen zieht es sich etwas, aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch. ▪️9 jährige Zeugin▪️Skier ▪️Rentierohr ▪️Unna oabba ▪️die Polizei tut nichts ▪️geschlachtete Rentiere ▪️Lasse ▪️Selbstmord ▪️Àddja ▪️Áhkku ▪️Mattias

Der Anfang war vielversprechend, dann ebbte es erstmal ab. Mit dem zweiten Teil wurde es spannender und der Schluss dann sehr zufriedenstellend. Wenn ich nicht gerade in dieser Gegend um Jokkmokk und dem Gebiet der Samen und Rentiere unterwegs gewesen wäre, hätte mich das Buch vielleicht nicht so interessiert. Aber gerade durch unsere hautnahen Begegnungen mit den Rentieren und Rentierherden im schwedischen Bereich Lapplands, hat mich das Buch schon auch fasziniert und berührt. Besonders wenn man erfährt, dass es wirklich diese großen Anfeindungen gegenüber der Samen und deren Lebensweise gibt und deshalb einfach diese wunderschönen Rentiere ermordet werden. Unsere erste Begegnung war so magisch, dass mir die Tränen kamen. Als wir dann auf eine Riesenherde zugefahren sind, war ich einfach nur noch aus dem Häuschen. Wer sich also für die Kultur der Samen und deren Lebensweise interessiert, vllt auch im Zusammenhang mit einer Reise nach Lappland, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Unverbrauchtes Thema 🥰
"Ann-Helén Laestadius schreibt mitreißend über eine uns vollkommen unbekannte Kultur"... So steht es im Klappentext, und das fasst alles ziemlich gut zusammen 😍. Die Geschichte über die Rentierzucht der Samen in Schweden ist völlig anders als die meisten Bücher. Erzählt wird in 2 Zeitebenen, Abstand ca. 10 Jahre. Dabei werden Begriffe verwendet und Ereignisse beschrieben, deren Hintergründe ich parallel erst mal googeln musste 😁. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, hat stellenweise fast etwas von "plappern" 🤔. Wer's gelesen hat versteht, was ich meine 😁. Hab ich so auch noch nie gehabt. Überraschenderweise verläuft die Geschichte (für meinen Geschmack) ohne Höhepunkte, jedoch auch ohne Längen. Es liest sich von Beginn an flüssig, weil das Thema vollkommen neu und unverbraucht ist. 🥰 Das Buch vermittelt die Kultur und die damit verbundenen Problematiken der Samen detailliert und wortreich, das Leben in Nordschweden als Sámi in Bezug auf Nichtangehörige des Volkes wird eindringlich dargestellt. Top ❣️ Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass mehrmals auch das Thema Selbstmord behandelt wird. Im Buch selbst wird vorab nicht darauf hingewiesen.

Wir begleiten die Sàmi Elsa, zunächst als Neunjährige und später als junge Erwachsene, die immer wieder ihre Rentiere, durch Wilderer getöte findet. Das Buch lässt einen die Wut und die Ohmacht der Sàmi spüren, wenn ihre Tiere auf brutale Weise gequält werden und die Polizei nichts dagegen tut. Ein eindrucksvolles aber kein einfaches Buch.
Nicht so meins
Ich hab das Buch geschenkt bekommen und dachte mir, ich lese es einfach mal. Der Schreibstil war etwas schwierig zu lesen, weil es in der dritten Person erzählt wurde, was mich manchmal echt verwirrt hat. Ich hatte auch das Gefühl, dass nicht so viel passiert ist. Eine spannende Sache für ein paar Seiten und dann wieder 50 langweilige Seiten, wo ich mir nur so dachte: "ist das jetzt wirklich wichtig?" Das Ende fand ich auch etwas schwach ehrlichgesagt und die Spannung ist auch ziemlich schnell verflogen, weil die Sache durch verschiedene Einblicke für den Leser direkt aufgeklärt wurde. Es war mal was anderes, aber nicht ganz mein Thema.
Seltene Einblicke in das Leben der letzten indigenen Bevölkerungsgruppe Europas
Diese Geschichte fasziniert und erschreckt. Der Kampfgeist der Samen um ihre Traditionen, ihren Lebensstil und ihre Weltsicht gepaart mit ihrer Hoffnungslosigkeit und der Zukunftsangst begleiten die lesende Person durch die Geschichte. Der anfängliche Schreibstil aus der Sicht eines 9 jährigen Kindes macht die Gesamtsituation noch beklemmender. Stellenweise fand ich es richtig gut, oft hat mich der Schreibstil aber nicht richtig abholen können. Mir persönlich hat der abgehakte Schreibstil, die abrupten Wechsel zwischen Personen und Szenen teilweise sogar etwas genervt, vor allem in der Mitte des Buches. Da es aber gerade zum Ende hin noch einmal richtig gut wird lest einfach mal rein, vielleicht gefällt euch der Stil ja.
Das Leuchten der Rentiere ist ein Buch über die Samen und wie sie in der Gesellschaft leben. Wie eigentlich überall, werden Ureinwohner / Indigene von der Mehrheit der Bevölkerung unterdrückt. Ich war mir dessen zwar bewusst, aber hatte mich bis lang noch nie damit tiefer auseinandergesetzt. Hier ist es in einem Roman sehr schön verfasst worden, das Buch beginnt sehr stark und macht auch wütend - darauf dass nichts getan wird und dann beginnt es sich etwas zu ziehen und wird etwas zäh. Das Durchhalten lohnt sich aber, da das Ende wieder sehr stark ist.
Nicht das, was ich erwartet habe
Ich hab das Buch gesehen: das Cover, den Titel & den Klappentext & habe gehofft, ein Buch zu finden, dass so ist wie „der Gesang der Flusskrebse“. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich habe mich die ersten 150 Seiten wirklich schwer getan mit der kindlichen Sicht der 9-jährigen Elsa und dachte schon, ich breche das Buch ab. Dann kam, für mich sehr plötzlich, der Zeitsprung - Elsa ist erwachsen, wodurch sich für mich das Lesegefühl an sich erstmal deutlich gebessert hat. Trotzdem ist das Buch durchweg düster & man wird von einer depressiven Stimmung (hier hätte mir eine Triggerwarnung gefallen) begleitet, da fast alle handelnden Personen von Depressionen & Suizidgedanken durch die andauernde Diskriminierung betroffen sind. Das hat mir schon zu schaffen gemacht. Außerdem hatte das Buch einige Längen, da für mich immer wieder das gleiche passiert ist - was sicherlich wichtig ist, um dem Leser die Lage der Sami bewusst zu machen. Und das fand ich an dem Buch toll. Ich kannte das Volk der Sami vorher nicht & fand es durchaus interessant einen ersten Einblick in deren Leben und Geschichte zu erhalten, sodass man sich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte.
Ein sehr lehrreiches Buch
Man lernt wirklich viel über die Samen und ihre Kultur, ohne dass das Gefühl von Belehrung aufkommt. Ich habe die Geschichte sehr gerne verfolgt, bin den Protagonist*innen allerdings nicht so nah gekommen, wie ich mir gewünscht hätte. Leider sind mir dann auch schwere Schicksalsschläge in ihrer Tragweite entgangen. Trotzdem ein lesenswertes Buch.
Ein dramatisches Buch mit teils verstörenden Informationen über die Rentierhaltung in Skandinavien. Man gewinnt viele Eindrücke von der Gemeinschaft der Samen, die zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen sie als Rentierhalter konfrontiert sind. Es geht um Gewalt an Mensch und Tier - physischer wie psychischer, auch Suizid und die Folgen für die Hinterbliebenen spielt eine große Rolle. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht gewesen. Zu Beginn habe ich etwas gebraucht, in die Geschichte zu finden. Es liegt eine bedrohliche Stimmung über allem. Gegen Ende wird es dann nochmal sehr spannend, wobei es mir fast etwas „zu rund“ war, nach all dem Elend. Insgesamt aber horizonterweiternd und wirklich lesenswert, schon wegen des ungewöhnlichen Settings.
Weder inhaltlich noch stilistisch überzeugend für mich
Es ist mir im Nachhinein ein Rätsel, wie dieses Buch auf meiner Leseliste landen konnte. Ich hätte es gern abgebrochen, habe aber immer weiter gehofft, dass noch etwas kommt, das sich für mich lohnt. Es kam tatsächlich kurz vor dem Ende, aber das ist echt nicht genug. Ich halte es entsprechend kurz: der Anfang hat mich gelangweilt. Es gab immer wieder schlimme gewalttätige Szenen gegenüber Tieren (Rentieren), die detailliert beschrieben wurden. Es war mehr oder minder von Anfang an klar, wer es war und der Rest des Buchs drehte sich um das Nichtstun der Polizei und die wachsende Verzweiflung der Rentierhalter, die zudem diskriminiert und ausgegrenzt werden. Das ist zum einen schwer auszuhalten aber zum anderen auch ermüdend für mich gewesen, weil es einfach knapp 450 Seiten lang immer und immer wieder das Gleiche ist. Das alles soll nicht bedeuten, dass mich das Schicksal der Sámi kalt gelassen hat. Ich hätte mir sogar noch mehr Details und Infos gewünscht. Denn der Teil hat mich sehr interessiert. Aber auch hier war es mir zu wenig. Ich hatte in einigen Rezensionen gelesen, dass sie viel über die Sámi gelernt haben. Insofern empfindet das einfach jede*r anders. Fazit: leider gar nichts meins! Werbung für Bücher - selbst gekauft
Sehr bewegende Geschichte, die am Beispiel von Elsa und ihrer Familie aufzeigt, mit welchen Problemen und Widrigkeiten die indigene Bevölkerung der skandinavischen Länder (hier Schweden) zu kämpfen hat. Rassistische Anfeindungen und Gewalt, Klimawandel, der die Rentierhaltung bedroht und damit einhergehender Identitätsverlust und Zukunftsängste, die zu einer erhöhten Suizidrate führt. Kein leichter Stoff, aber wichtig, um Empathie und Aufklärung zu schaffen. Geschrieben in einer sehr feinen, berührenden Sprache mit Elsa als Taktgebende, starke Protagonistin.

Ich habe was anderes erwartet… leider ein wenig enttäuschend
Leider kann ich dem Buch nicht mehr als großzügige 3 Sterne geben. Ich habe was anderes erwartet und ich habe auch mehr erwartet. Vorweg muss ich vielleicht erwähnen, dass ich leider in meiner Buchhandlung von einer der Buchhändlerinnen auch irgendwie "beeinflusst" wurde, indem man mir sagte, dass "Das Leuchten der Rentiere" vom Stil her genau wie "Der Gesang der Flusskrebse" ist. Und naja was soll ich sagen? Ich mochte letzteres nicht. Dementsprechend hatte ich kleine "Vorurteile" und war bisschen demotiviert. Ich habe das Buch trotzdem gelesen in der Hoffnung, dass es nicht ganz so ist wie "Der Gesang der Flusskrebse" und mich überzeugen wird. Ich wurde aber nicht vom Buch überzeugt. In der Tat habe ich auch Parallelen erkannt und finde auch, dass es stark an das Buch von Delia Owens erinnert. Natürlich frage ich mich, ob ich die selbe Meinung hätte, hätte man mir nicht gesagt, dass die Bücher sich vom Stil ähneln. Dieses Buch hier war aber ein bisschen besser. Vom Schreibstil (auch wenn dieser bisschen emotionaler sein könnte) als auch der Story an sich. Es war ein interessanter und informativer Einblick in das Leben des samischen Volkes. Auch wenn die Geschichte nicht auf wahren Begebenheiten beruht.

⭐️⭐️⭐️,5 Kein einfacher Einstieg...
Ich musste mich erstmal an den Schreibstil gewöhnen, welcher zwar nicht super kompliziert war, mich anfangs aber etwas angestrengt hat. Auch wurden viele Fremdwörter erwähnt. Die Geschichte an sich war interessant, auch wenn die Spannung erst im letzten Drittel so richtig aufkam. Mir hat das Buch gefallen, ja, aber mehr als 3,5⭐️ bekommt es von mir nicht.

Das Leuchten der Rentiere Ann-Helén Laestadius, übersetzt von Maike Barth Die Sámi Elsa ist neun Jahre alt, als sie beobachtet, wie ihr junges Rentierkalb ermordet wird. Sie hat den Täter erkannt, bestreitet dieses aber später vor der Polizei und ihren Eltern - viel zu gross ist ihre Angst vor dem Täter Robert. Elsas Eltern sind, wie viele andere Samen auch, Rentierhalter. Die Tiere werden von Generation zu Generation an die Söhne weitervererbt. Immer wieder kommt es vor, dass Rentiere von Wilderern erst gequält und anschließend getötet werden. Die Polizei guckt weg. Sie behandeln diese toten Tiere als Sachbeschädigung und legen diese Anzeigen, ohne weitere Ermittlungen, zu den Akten. Die Samen sind eine Minderheit und es fehlt an gesellschaftlicher Akzeptanz. Ihr heutiges Siedlungsgebiet, Sápmi, erstreckt sich von der Gemeinde Idre in der Provinz Dalarnas län im Süden über die nördlichen Teile Schwedens, Norwegens und Finnlands. In drei Teilen schreibt Ann-Helén Laestadius ihre Geschichte über Elsa, deren Familie und den Kampf gegen die Unterdrückung, Rassismus und Gleichberechtigung. Meine Meinung: Auch wenn das Buch, gerade zu Beginn, kleinere Längen hat, konnte mich das Buch überzeugen. Der Einblick in den Konflikt der Samen zu ihren Nachbarstaaten hat mich schockiert. Der Rassismus und auch die Tierquälerei der Wilderer waren so realistisch dargestellt, dass ich das Buch zur Seite legen musste. Die Traditionen der Samen und die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar herausgearbeitet, ich hatte zeitweise das Gefühl mitten im Geschehen zu sein. Da ich wenig über die Problematik in Fennoskandinaviens wusste, bin ich froh diesen Rückstand aufgeholt zu haben. Sehr Lesenswert! 4/ 5 Ich habe das Buch gemeinsam mit lesen dürfen. Herzlichen Dank für den wunderbaren Austausch, ich habe es sehr genossen.

Zu wenig Tiefgang
Auf dieses Buch habe ich mich seit einem Jahr ungemein gefreut, weil ich unbedingt mehr über die samische Kultur und die Rentierzucht im besonderen erfahren wollte. Leider muss ich sagen, dass mich das Buch gar nicht abholen konnte. Das liegt aber an meinen unerfüllten Erwartungen: Der Fokus der Geschichte liegt nicht auf der Art und Weise der Rentierzucht und dem Alltag der samischen Bevölkerung, sondern auf einem Verbrechen. Mit 9 Jahren sieht Elsa wie ihr Ren brutal ermordet wird. Sie erkennt zwar den Täter, doch der droht ihr mit dem Tod. Eingeschüchtert beschließt Elsa zu schweigen und zu warten, bis ihre Stunde der Rache kommt. Wir erfahren viel über die soziale und systematische Diskriminierung der Samen in Schweden. Allerdings hätte ich den Widerstand und die Rentierzucht der Samen gerne intensiver und dreidimensionaler beleuchtet gehabt. So war mir die Geschichte zu oberflächlich. Meine ausführlichen Kritikpunkte findet Ihr im Lesemonat Januar auf meinem YouTube-Kanal: Japan Connect. https://youtu.be/8UMUN0yibJE?si=UbfVFw6cHMUgiSCG
 Ein wunderbarer Roman über das schwierige Leben der Samen
Über die Samen, die in dem Gebiet von Norwegen, Schweden über Finnland bis hin zur Barentsee und der Halbinsel Kola siedeln, wusste ich bisher nicht viel. Sie sind ein indigenes Volk, und sie halten Rentiere, tragen schöne Trachten und sprechen ihre eigene Sprache. Welche Probleme es aber mit sich bringt, dass sie ihre Lebensweise, die eng an Land und Natur gekoppelt ist, verteidigen, war mir nicht so wirklich klar. In der Geschichte erleben wir Elsa, zunächst als achtjähriges Mädchen, später als Erwachsene, die Zeugin einer Tat wird, die sie ihr Leben lang verfolgt. Der Täter macht sie ängstlich, wütend, stark und schwach zugleich. Ihre Familie und ihre Freunde müssen ständig gegen Vorurteile und den trägen Verwaltungsapparat ankämpfen. Die Samen werden schikaniert, bedroht und mit Nichtachtung gestraft. Da bleiben Depressionen nicht aus. Wird am Ende die Gerechtigkeit siegen? Ich konnte mich beim Lesen in die wunderschöne Landschaft rein träumen. Auch die Lebensumstände, dieses einzigen Urvolks Europas, ging mir nah und machten mich zeitweise richtig wütend. Es weckte in mir aber auch ein Bewusstsein dafür, wie schwierig es doch ist, wenn jeder auf seinem Standpunkt beharrt. Auch andere Themen sind so intensiv geschrieben, dass man den Schmerz und die Melancholie tief drin spürt. Eine Szene ist mir sehr nahe gegangen, nämlich als man die zunehmend demente Großmutter im Heim zurück ließ. Das Gefühl, dass alle Seiten mutmaßlich hatten, wurde so gut gezeichnet. Die Sprache ist einfach, mit relativ kurzen, Sätzen, die mich aber bis ins Mark getroffen haben. Am Anfang wirkt die Sprache etwas holprig, soll sie doch die Gedanken einer Neunjährigen wiedergeben. Ab dem zweiten Teil nimmt die Geschichte richtig Fahrt auf und zum Schluss konnte ich das Buch nicht weglegen, so spannend war’s. Die Ereignisse dieses Romans sind nur teilweise fiktiv. Sie basieren zwar nicht auf einer tatsächlichen Begebenheit, aber sie könnten, denn das Volk der Samen erlebt Repressalien genauso wie sie im Buche beschrieben sind. Bei mir hat es dermaßen Interesse geweckt, dass ich mir eine interessante Doku über das Volk der Samen in der ARTE Mediathek angeschaut hab und eigentlich würde ich auch gerne mal dorthin reisen. Im Februar, zum Nationalfeiertag als typische Touristin. Wer weiß…?
Ein Roman über das Leben der indogenen Bevölkerung Nordschwedens/Finnland aber auch weiterer Länder.
Elsa gehört der indogenen Bevölkerung Lapplands an, den Samen. Sie wird im Alter von 9 Jahren Zeuge des Mordes an ihrem Rentier. Der Täter schüchtert sie ein. Wir begleiten in diesem Roman Elsa beim erwachsen werden und lernen auch viel über die Vorurteile und Schwierigkeiten, die sich die Samen auch heute noch tagtäglich gegenüberstehen. Die Samen leben auch heute noch teilweise von der Rentierzucht. Wie viele andere indogene Bevölkerungsgruppen sind sie dem Hass und der Gewalt anderer ausgesetzt. In einem bildgewaltigen Roman wird uns die Tradition der Samen näher gebracht. Die Verzweiflung und Ohnmacht dieser Bevölkerungsgruppe wird uns in diesem Roman näher gebracht. Ich habe dieses Buch anlässlich meiner eigenen Reise nach Lappland gelesen und fand es interessant die samische Lebensweise auch anhand eines Romanes nähee gebracht zu bekommen. Ich habe jede einzelne Seite dieses Buches genossen. Es war definitiv ein spannendes aber auch lehrreiches Buch, dass einem mal wieder aufzeigt, wie sehr wir die Lebensweise von indogenen Völkern durch fehlendes Verständnis und inaktzeptanz zerstörrt haben. Es ist schön zu wissen, dass es dennoch weiterhin Bevölkerungsgruppen, die trotz aller Widrigkeiten an ihrer Kultur festhalten. Diese Kulturen sollten auf jedenfall bewahrt werden.
»Samisch zu sein bedeutete, seine Geschichte in sich zu tragen, als Kind vor dem schweren Rucksack zu stehen und sich zu entscheiden, ihn zu schultern oder nicht.« „Das Leuchten der Rentiere“ ist ein eindringlicher und doch ruhiger Roman, der von einer alten Kultur hoch im Norden erzählt und Licht auf einen Konflikt wirft, der bei uns kaum Beachtung findet. Ann-Helén Laestadius gibt ihren Protagonisten eine starke Stimme und lässt sie ihre Perspektive erzählen. Man erfährt so einiges über die Lebensweise der Sami, über die Rentierhaltung und die Konflikte die daraus entstehen. Das macht neugierig auf mehr und wer sich nach der Lektüre bemüht und zu den Themen recherchiert, erfährt so noch einiges dazu. Falls ihr also einen Schmöker mit starken Charakteren, tollen Landschaftsbildern und einer spannenden Handlung sucht, kann ich „Das Leuchten der Rentiere“ von ganzem Herzen empfehlen. Mehr zum Buch könnt ihr auf dem Blog lesen, hüpft gerne einmal rüber. Link ist in der Bio ⬆️

Eine Geschichte in einer wunderschönen Sprache.
Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung auf READO ausgeliehen und direkt gelesen. Ich habe viele verschiedene Gefühle während des Lesens entwickelt: die Wut über die Polizei und deren Arbeit, die Trauer, die Elsa erlebte, die Angst vor Robert und die Freude, die Elsa bei und mit den Rentieren hatte. Ich gebe eine klare Leseempfehlung.
Diese Geschichte ist in Schweden sicherlich zurecht als Buch des Jahres 2021 ausgezeichnet worden. Die Kultur der Samen ist genauso bedroht, wie die Natur in der diese leben. Die Autorin ist, wie ihre Protagonistin, eine gebürtige Sami. Im ersten Teil des Buches sehen wir durch die Augen der erst neunjährigen Elsa deren Welt, die durch die grausame Tötung ihres Rens und die Drohung des Täters aus den Fugen geraten ist. In den weiteren Teilen begegnet uns eine junge und mutige Frau, die sich nicht mit der bestehenden Ungerechtigkeit abfinden möchte und sich bewusst für die Tradition ihrer Familie einsetzt. Bemerkenswert ist, dass man nicht nur behutsam in die Lebenswelt der Protagonistin herangeführt wird, sondern auch die Täterperspektive kennenlernt und so die Spirale des Hasses, die viel mit Frustration und persönlichen Niederlagen zu tun hat, besser nachvollziehen kann. FAZIT Ein bemerkenswerter Roman, der es dem Leser zwar sprachlich nicht immer ganz einfach macht, aber zunehmend durch seine Botschaft fasziniert!
Schockierend
Das Leuchten der Rentiere von Ann-Helén Laestadius hat mich nachdenklich und schockiert zurückgelassen. Die neunjährige Sámi Elsa wird Zeuge am Mord ihres Rentiers und der Täter zwingt sie zum Schweigen. Über die Jahre werden die Bedrohungen gegenüber ihr, ihrer Familie, den Samen und den Rentieren immer stärker. Das Hauptthema des Romans ist der Rassismus gegenüber dieser indigenen Volksgruppe, die offen zur Schau getragen wird. Nicht nur das Töten der Rentiere auch der Rassismus in der Schule ist greifbar. Aber auch die Zerissenheit der Samen selbst ist greifbar. Bleibt man der Kultur treu oder will man doch ein anderes Leben. Nicht jeder kommt damit zurecht. Besonders auch die Frauen sind in einem traditionellen Rollenverhalten festgefahren. Auch der Klimawandel wirft seine Schatten voraus in zu warmen Wintern. Die Autorin hat mit Elsa eine starke Protagonisten erschaffen, die viele Zweifel hat aber ihr Wille stark zu sein gegen den Rassismus aber auch gegen die Männermacht ihres eigenen Volkes spürt man sehr deutlich. Der Roman ist definitiv ein Highlight, wenn man sich für diese Thematik interessiert.
Habe das Hörbuch gehört - nichts für schwache Nerven, Das Buch erzählt die Geschichte von Elsá, einer Sami und Rentier-Züchterin, und damit gleichzeitig die politische und gesellschaftliche Situation, in der die Samen leben (müssen). Die Geschichte geht nah und öffnet die Augen für die Lebensumstände einer Minderheit. Toll und ohne Pathos erzählt.
Elsa gehört zum indigenen Volk der Samen und ihre Familie betreibt eine Rentierzucht. Als sie 9 Jahre alt ist, wird Zeugin davon, wie jemand ihr Rentier ermordet. Der Täter droht ihr und Elsa schweigt aus Angst. Der Mord wird als Diebstahl eingestuft und das Verfahren eingestellt. Der Vorfall begleitet sie bis ins Erwachsenenalter, wo der Alltag von der Rentierwilderei geprägt ist und wo die Sámi ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt sind. Laestadius ist selbst Sami und schildert lebendig und detailliert die samischen Kultur und Gesellschaft. Elsa Familie und Umfeld bilden dabei viele Facetten der Sámi ab: Ihre Ahkku wurde ihrer Familie weggenommen und in ein Internat gesteckt, um ihr die samischen Kultur auszutreiben, während ihre Mutter als angebliche Rivgu (nicht samische Frau) in der Gemeinschaft eine Außenseiterinnenrolle einnimmt. Dabei gehört sie durchaus zu den Sámi, nur haben sich ihre Vorfahren irgendwann in die schwedische Bevölkerung assimiliert. Der Roman schafft das Gefühl des Nordes, die klirrende Kälte und Schönheit der Natur näher zu bringen. Gleichzeitig widmet sie sich dem Rassismus der die marginalisierte Gemeinschaft täglich ausgesetzt ist. Die Darstellung der Folter und Schlachtens der Rentiere hat mich nachhaltig erschüttert. Diese Art des Verbrechens scheint eine verbreitete Form des Hassverbrechen an den Sami zu sein. Die Weigerung der Polizei ihre Arbeit zu tun, hat mich zwar nicht überrascht, aber wütend gemacht. Das Buch hat teilweise ein paar Längen und evtl. hätte man aus dem Mittelteil einige Seiten kürzen können, dennoch ein herausragendes Leseerlebnis. Klare Empfehlung meinerseits.
Spannend, fesselnd und mitreißend
Ein wunderschöner Roman, der von einer Gemeinschaft von Familien erzählt, deren Leben aus der Haltung von Rentieren besteht. Neid, Hass und Gier erschwert ihnen und ihren Tieren das Leben. Tier werden getötet und verstümmelt. Ein kleines Mädchen, dass Angst hat wird zu einer starke Protagonistin die für sich und ihre Familie einsteht. Absoluter Pageturner!
🌟🌟 HIGHLIGHT 🌟🌟 Der Originaltitel trifft es mit Diebstahl, finde ich, wesentlich präziser. Denn das ist doch unser Dilemma sobald es um Tiere geht, diese werden als Sache gewertet. Gerade für Menschen denen Lebensinhalt so ein Tier ist, ist das nicht akzeptabel. Und das ist es auch für Elsa und alle Rentierzüchter in Schweden nicht, die der indigenen Bevölkerungsgruppe der Sami angehören. Ein furchtbarer Roman, furchtbar toll, furchtbar wichtig, furchtbar grausam und furchtbar rassistisch.
Wichtige und schön geschriebene Geschichte!
Die Geschichte über das Samí Mädchen Elsa und ihre Familie, die um kulturelle Anerkennung, Gleichberechtigung und für den Schutz ihrer Rentiere kämpfen war sehr bewegend. Man muss vor dem Lesen wissen, dass ernste Themen behandelt werden und Hass gegen die indigene Bevölkerung Schwedens eine große Rolle spielt. Vieles ist wirklich hart zu lesen und macht einen wütend und traurig, aber gerade das ist eben auch wichtig. Manchmal hätte ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht, zum Beispiel irgendwie zu der genauen Arbeit mit Rentieren, weil ich davon gar nichts wusste. Am Ende des Buches gab es einen Glossar zur Übersetzung mancher samischer Begriffe, das war praktisch. Allerdings fehlte mir bei manchen längeren Sätzen die Übersetzung und auch bei den Kapitel Titeln. Allgemein sehr empfehlenswert. Man sollte sich aber auch mehr Zeit nehmen zum lesen, denn das Buch ist recht lang und eben zeitweise belastend.
Es ist eine unfassbar wichtige Geschichte, die erzählt werden musste – auf genau diese Weise. Denn auch wenn mich „Das Leuchten der Rentiere“ nicht direkt ab der ersten Seite gefangen genommen hat (ab ca. Seite 100 dafür umso mehr), ist es ein Buch, das mich sensibilisiert hat für das Leben miteinander, für das Leben der Sámi im Speziellen, über das ich bisher überhaupt nichts wusste – und für das Leid, das wir anderen Menschen durch stumpfe Vorurteile und Verbohrtheit antun können. Ich bin immer noch fassungslos und wütend – aber auch dankbar dafür, dass ich diese Geschichte erfahren durfte!
Absolute Leseempfehlung ... Für mich ein Jahreshighlight . Man erfährt viel über das Leben der Samen, ihre Probleme, und man erlebt tragische und schöne Momente mit Elsa einem kleinem samischen Mädchen, dass versucht gegen Unrecht an ihrer Familie und ihrem Volk anzukämpfen. Diese Buch ist teilweise grausam, berührend, aber auch wunderschön geschrieben. Die Darstellungen der Gegend in der Elsa lebt und aufwächst wird so ausdrucksstark dargestellt..einfach grandios. Leider stimmt es mich auch ein wenig traurig zu lesen womit die Bevölkerungsgruppe der Samen in Zeiten wie diesen noch zu kämpfen hat, und wie unfassbar gemein Menschen sein können. Kann euch dieses Buch nur empfehlen . Hat bei mir einen Lebensplatz im Regal und werde die Autorin auf jedenfall weiter verfolgen.

Erst einmal vielen Dank an Vorablesen und den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Die Leseprobe und das Cover hatten mich sofort angesprochen. Das Buch ist in insgesamt drei Teile unterteilt. Im ersten Teil geht es um ein stark einschneidendes Erlebnis in Elsas Kindheit, als ihr Rentier getötet wird und sie den Täter dabei sieht. Aufbauend auf diesem Ereignis drehen sich auch die anderen beiden Teile des Buches. Es sterben viele Rentiere und deren Tod wird teilweise brutal und schonungslos beschrieben. Die Stimmung ist wahnsinnig düster und beklemmend und wahnsinnig depressiv. Mir ist es zum Schluss wirklich schwer gefallen, das Buch in die Hand zu nehmen und weiterzulesen. Ich gebe dem Buch 3/5 ⭐️⭐️⭐️ Sternen, weil ich den Schreibstil der Autorin gut lesbar fand, mir persönlich sind in dem Buch einfach zu viele Tiere unnötig abgeschlachtet worden und es war allgemein sehr düster und trostlos. Nichts für schwache Nerven aufjedenfall. Außerdem wäre bei dem Buch meiner Meinung nach eine Triggerwarnung für Depressionen und Suizid angebracht.

Kriminalfall aus einer anderen Welt
Bisher hatte ich noch keine Berührungspunkte mit der samischen Kultur, so dass "Das Leuchten der Rentiere" mich mit einer Flut aus neuen Begriffen und Traditionen überrumpelte. Die Geschichte an sich ist nicht besonders. Kriminalfälle passieren und der Fokus liegt auf den Umgang der einzelnen Personen damit, darauf wie die Polizei und die verschiedenen Gruppen darauf eingehen und sie verarbeiten. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Buches leider recht langsam. Die verschiedenen samischen Begriffe und Benennungen sind eher verwirrend (Spoiler: es gibt ein Glossar am Ende des Buches....). Mir war nicht immer klar, wer mit wem verwandt ist und wer gemeint ist. Dennoch zieht die Geschichte den Lesenden in seinem Bann - gerade auch weil man in die Welt der Samen hineinspitzeln und eine relativ fremde Kultur entdecken darf.

Das Leben der Sami „„Ich besitze dich nicht. Du gehörst dir selbst. Du bist mir nur geliehen.“ Die Rentiere waren Biekka Oapmi, Eigentum des Windes. Als sie klein war, hatte Áddjá ihr das genau erklärt.“ (S. 350) Das obige Zitat war eins, was sich mir nachhaltig eingeprägt hat und zeigt meiner Meinung nach, mit welcher Ehrfurcht die Autorin Ann-Helén Laestadius in ihrem Roman „Das Leuchten der Rentiere“ (erschienen im Hoffmann und Campe Verlag in der Übersetzung von Maike Barth und Dagmar Mißfeldt) u. a. über die Arbeit mit Rentieren erzählt. Wer jetzt einen romantischen Seelenwärmer-Roman aus dem hohen Norden erwartet, sollte die Hände von diesem Buch lassen. Vielmehr geht es der bereits mehrfach ausgezeichneten schwedischen Autorin mit samischen Wurzeln darum, auf ein Problem aufmerksam zu machen: die sinnlose Abschlachtung von Rentieren und der damit verbundenen rassistischen Behandlung der Sami. Die neunjährige Elsa überrascht den Mörder ihres geliebten Rentiers Nástegallu. Da er eindeutige Zeichen macht, sie zu töten, wenn sie ihn verrät, flüchtet sie sich in ihre Angst und schweigt. Erst Jahre später traut sie sich, etwas gegen den Mörder zu unternehmen… Ann-Helén Laestadius konnte bei der Arbeit an diesem teils auf realen Geschehnissen basierenden Roman auf hundert Strafanzeigen wegen Mordes an Rentieren zurückgreifen. Sie alle haben eins gemeinsam: aus „Mangel an Beweisen“ wurden alle umgewandelt in „Diebstahl“ und entsprechend eingestellt. Diese „Praxis“ begleitet die Rentierhalter im hohen Norden Schwedens schon lange. Doch es regt sich mehr und mehr Widerstand. Auch kritisiert die Autorin die Arbeit der Polizei in ihrem Roman, die immer wieder Ausreden parat hat, um nicht oder nur sehr langsam zum Tatort zu kommen. Außerdem kommt der allgegenwärtige Rassismus gegenüber den Sami zur Sprache – erschütternd… Die zum Teil detaillierte Beschreibung der Abschlachtung von Rentieren ist schon harter Tobak für das Gemüt des Lesers, aber um aufmerksam zu machen, muss man die Realität schon mal (schonungslos) darstellen – und das ist der Autorin eindrucksvoll gelungen. Das Buch hat mich nicht von Anfang an gepackt; es braucht etwas, um „richtig“ in Schwung zu kommen. Dabei kann ich gar nicht mal genau eruieren, woran es letztlich gelegen hat. Vielleicht an der teils holprigen Übersetzung? Aber wer bin ich, dass ich die Arbeit der Übersetzerinnen kritisiere – ich kann ja noch nicht mal selber einen Text übersetzen *g*. In einem kurzen Glossar am Ende werden wichtige Begriffe aus dem Samischen erläutert; vieles wird aber auch im Text schon erklärt. Was bleibt nach der Lektüre? Eine Leseempfehlung für alle, die etwas über die Arbeit und das Leben der Sami, ihre Probleme, ihre Kultur etc. wissen wollen. 4 sehr gute Sterne! ©kingofmusic
Über eine Freundin bin ich auf das Buch gestoßen, zum Glück! Ich habe so viel über den Stamm der Samen sowie Rentierhaltung und politische und gesellschaftliche Zusammenhänge gelernt! Sehr erschütternd liest sich diese sehr wichtige Geschichte, die umfassend recherchiert wurde. Eine absolute Empfehlung!
Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört und fand sie sehr atmosphärisch. Die Sprecherin hatte eine angenehme Stimme. Bei der Geschichte musste ich öfters mal mir dem Kopf schütteln, weil die Polizei mich einfach fertig gemacht hat. Es war so vieles unfair gegenüber der Rentierhalter. Ich hatte mir aber etwas mehr Gesang der Flusskrebse-Vibes gewünscht, klar dass Ende ist schon spannend, war mir aber persönlich zu schnell und zu unspektakulär abgehandelt.























































