Ich wurde nicht warm damit Aber trotzdem kein schlechtes Buch per se
Nicht so meins
Ich hab das Buch geschenkt bekommen und dachte mir, ich lese es einfach mal. Der Schreibstil war etwas schwierig zu lesen, weil es in der dritten Person erzählt wurde, was mich manchmal echt verwirrt hat. Ich hatte auch das Gefühl, dass nicht so viel passiert ist. Eine spannende Sache für ein paar Seiten und dann wieder 50 langweilige Seiten, wo ich mir nur so dachte: "ist das jetzt wirklich wichtig?" Das Ende fand ich auch etwas schwach ehrlichgesagt und die Spannung ist auch ziemlich schnell verflogen, weil die Sache durch verschiedene Einblicke für den Leser direkt aufgeklärt wurde. Es war mal was anderes, aber nicht ganz mein Thema.
Ich mochte es
Wirklich gut, mal was ganz anderes. Spannend, winterlich und kalt. Gesellschaftskritik, mentale Gesundheit, Tradition, Familie und Rassismus und Hass. Plus man erfährt was über das Leben der Samen und ihrer Rentierhaltung.

Kriminalfall aus einer anderen Welt
Bisher hatte ich noch keine Berührungspunkte mit der samischen Kultur, so dass "Das Leuchten der Rentiere" mich mit einer Flut aus neuen Begriffen und Traditionen überrumpelte. Die Geschichte an sich ist nicht besonders. Kriminalfälle passieren und der Fokus liegt auf den Umgang der einzelnen Personen damit, darauf wie die Polizei und die verschiedenen Gruppen darauf eingehen und sie verarbeiten. Dadurch wird die Geschwindigkeit des Buches leider recht langsam. Die verschiedenen samischen Begriffe und Benennungen sind eher verwirrend (Spoiler: es gibt ein Glossar am Ende des Buches....). Mir war nicht immer klar, wer mit wem verwandt ist und wer gemeint ist. Dennoch zieht die Geschichte den Lesenden in seinem Bann - gerade auch weil man in die Welt der Samen hineinspitzeln und eine relativ fremde Kultur entdecken darf.
Das erste Kapitel hat einen förmlich überrolt, es ging direkt mit der Ermordung von Elsas Rentier los und danach, ja danach plätscherte es nur so vor sich hin und zusätzlich war der Schreibstil für mich sehr abgehackt und mit einigen Gramatikalischen Fehlern versehen, was für mich leider zu keinem vergnüglichen Lesefluss führte, man hatte oft das Gefühl das alles einfach irgendwie nur angerissen wurde, aber nicht mehr. Und dann war da noch diese naive Sicht von einer angeblichen 9-jährigen, diese Sicht nervte phasenweise ganz extrem, weil so wie Elsa dahin geschrieben wurde, war sie eher 4-5 Jahre und nicht neun. Obwohl der Anfang mich echt genervt hat und ich echt wütend war mir dieses Buch gekauft zu haben, bin ich an dem Buch dran geblieben, weil Bücher die ich selbst gekauft habe breche ich einfach aus Prinzip nicht ab. Und ich muss sagen, ab dem 2. Teil wurde das Buch fast richtig gut, ja abgehackt und Szenensprünge gab es auch im restlichen Buch, aber die Geschichte wurde wirklich sehr gut und auch stellenweise sehr spannend. Als Genre würde ich das Buch in die Spate Krimi-Thriller einordnen und nicht als normaler Roman. Trotz das es ab dem zweiten Teil wirklich gut wurde, gebe ich dem Buch nur 2 Sterne, Begründung für mich ist wirklich der Anfang, das abghackte schreiben, die sprunghaften Szenenwechsel und vor allen Dingen das kommt auch noch für mich dazu, die fehlende Triggerwarnung. Grade weil es in der Geschichte so plötzlich kommt, hätte ich eine Triggerwarnung für äußerst wichtig empfunden!!!

Sehr bewegende Geschichte, die am Beispiel von Elsa und ihrer Familie aufzeigt, mit welchen Problemen und Widrigkeiten die indigene Bevölkerung der skandinavischen Länder (hier Schweden) zu kämpfen hat. Rassistische Anfeindungen und Gewalt, Klimawandel, der die Rentierhaltung bedroht und damit einhergehender Identitätsverlust und Zukunftsängste, die zu einer erhöhten Suizidrate führt. Kein leichter Stoff, aber wichtig, um Empathie und Aufklärung zu schaffen. Geschrieben in einer sehr feinen, berührenden Sprache mit Elsa als Taktgebende, starke Protagonistin.

Schwedisch-Samische Geschichte die wirklich erschüttert
Schon als Kind erlebt Elsa ein traumatisches Ereignis, sie wird Zeugin, wie ein Mann ihr geliebtes Rentier Nástegallu brutal tötet. Aus Angst wagt sie damals nicht, darüber zu sprechen. Dieses Erlebnis prägt sie jedoch für ihr ganzes Leben und bestimmt ihren weiteren Weg. Die Gewalt gegenüber der Rentierherden nehmen immer mehr zu. Wilderer bedrohen die traditionelle Lebensweise der Samen, doch Polizei und Behörden zeigen wenig Interesse. Elsa beschließt, nicht länger zu schweigen. Mutig kämpft sie dafür, dass die Verbrechen aufgeklärt werden und dass die Kultur ihres Volkes respektiert wird. Das Buch hat mich sehr bewegt. Elsa ist ein traumatisiertes Mädchen, was sich ihr Leben lang dagegen wehren muss, wer sie ist. Der erste Teil beschreibt das Leben von Elsa im Alter von neun, der zweite Teil beschreibt ihr Leben als 19 jährige. Am Anfang hatte ich ein bisschen schwer reinzukommen und an manchen Stellen zieht es sich etwas, aber dennoch ein sehr lesenswertes Buch. ▪️9 jährige Zeugin▪️Skier ▪️Rentierohr ▪️Unna oabba ▪️die Polizei tut nichts ▪️geschlachtete Rentiere ▪️Lasse ▪️Selbstmord ▪️Àddja ▪️Áhkku ▪️Mattias
Wir begleiten die Sàmi Elsa, zunächst als Neunjährige und später als junge Erwachsene, die immer wieder ihre Rentiere, durch Wilderer getöte findet. Das Buch lässt einen die Wut und die Ohmacht der Sàmi spüren, wenn ihre Tiere auf brutale Weise gequält werden und die Polizei nichts dagegen tut. Ein eindrucksvolles aber kein einfaches Buch.
Ein sehr lehrreiches Buch
Man lernt wirklich viel über die Samen und ihre Kultur, ohne dass das Gefühl von Belehrung aufkommt. Ich habe die Geschichte sehr gerne verfolgt, bin den Protagonist*innen allerdings nicht so nah gekommen, wie ich mir gewünscht hätte. Leider sind mir dann auch schwere Schicksalsschläge in ihrer Tragweite entgangen. Trotzdem ein lesenswertes Buch.
Eine schöner z. T. aber auch erschütternder Roman über das Leben der Samen in Nordschweden im Konflikt mit der restlichen schwedischen Bevölkerung. Da ich früher oft und sehr gerne dort oben war, entstanden schnell Bilder in meinem Kopf bzw. wurden reaktiviert.
Leider war das Buch nicht so meins. Es hat sich für mich gezogen.
Seltene Einblicke in das Leben der letzten indigenen Bevölkerungsgruppe Europas
Diese Geschichte fasziniert und erschreckt. Der Kampfgeist der Samen um ihre Traditionen, ihren Lebensstil und ihre Weltsicht gepaart mit ihrer Hoffnungslosigkeit und der Zukunftsangst begleiten die lesende Person durch die Geschichte. Der anfängliche Schreibstil aus der Sicht eines 9 jährigen Kindes macht die Gesamtsituation noch beklemmender. Stellenweise fand ich es richtig gut, oft hat mich der Schreibstil aber nicht richtig abholen können. Mir persönlich hat der abgehakte Schreibstil, die abrupten Wechsel zwischen Personen und Szenen teilweise sogar etwas genervt, vor allem in der Mitte des Buches. Da es aber gerade zum Ende hin noch einmal richtig gut wird lest einfach mal rein, vielleicht gefällt euch der Stil ja.
Das Leuchten der Rentiere ist ein Buch über die Samen und wie sie in der Gesellschaft leben. Wie eigentlich überall, werden Ureinwohner / Indigene von der Mehrheit der Bevölkerung unterdrückt. Ich war mir dessen zwar bewusst, aber hatte mich bis lang noch nie damit tiefer auseinandergesetzt. Hier ist es in einem Roman sehr schön verfasst worden, das Buch beginnt sehr stark und macht auch wütend - darauf dass nichts getan wird und dann beginnt es sich etwas zu ziehen und wird etwas zäh. Das Durchhalten lohnt sich aber, da das Ende wieder sehr stark ist.
Nicht nur Diebstahl
Der deutsche Titel klingt nach einer heimeligen Geschichte der Rentiere. Der schwedische Titel ist stöld- Diebstahl und meint noch so viel mehr, als nur die „Wegnahme“ von Rentieren der Sami. Nämlich Unterdrückung, Hass, Gewalt, schlampige Polizeiarbeit bzw. staatliche Willkür, was den Sami passiert. Unheimlich spannend, in Schweden zum Buch des Jahres 2021 gewählt. Triggerwarnung: teils erschreckende Gewalt gegen Tiere.
Ein dramatisches Buch mit teils verstörenden Informationen über die Rentierhaltung in Skandinavien. Man gewinnt viele Eindrücke von der Gemeinschaft der Samen, die zahlreichen Schwierigkeiten, mit denen sie als Rentierhalter konfrontiert sind. Es geht um Gewalt an Mensch und Tier - physischer wie psychischer, auch Suizid und die Folgen für die Hinterbliebenen spielt eine große Rolle. Eine Triggerwarnung wäre nicht schlecht gewesen. Zu Beginn habe ich etwas gebraucht, in die Geschichte zu finden. Es liegt eine bedrohliche Stimmung über allem. Gegen Ende wird es dann nochmal sehr spannend, wobei es mir fast etwas „zu rund“ war, nach all dem Elend. Insgesamt aber horizonterweiternd und wirklich lesenswert, schon wegen des ungewöhnlichen Settings.
Der Anfang war vielversprechend, dann ebbte es erstmal ab. Mit dem zweiten Teil wurde es spannender und der Schluss dann sehr zufriedenstellend. Wenn ich nicht gerade in dieser Gegend um Jokkmokk und dem Gebiet der Samen und Rentiere unterwegs gewesen wäre, hätte mich das Buch vielleicht nicht so interessiert. Aber gerade durch unsere hautnahen Begegnungen mit den Rentieren und Rentierherden im schwedischen Bereich Lapplands, hat mich das Buch schon auch fasziniert und berührt. Besonders wenn man erfährt, dass es wirklich diese großen Anfeindungen gegenüber der Samen und deren Lebensweise gibt und deshalb einfach diese wunderschönen Rentiere ermordet werden. Unsere erste Begegnung war so magisch, dass mir die Tränen kamen. Als wir dann auf eine Riesenherde zugefahren sind, war ich einfach nur noch aus dem Häuschen. Wer sich also für die Kultur der Samen und deren Lebensweise interessiert, vllt auch im Zusammenhang mit einer Reise nach Lappland, dem kann ich das Buch auf jeden Fall empfehlen.
Eine wirklich sehr schön geschriebene Geschichte! Persönlich bin ich am Anfang etwas schwer ins Lesen reingekommen, aber nach einer Weile war es eine wirklich fesselnde Geschichte! Auch das Cover finde ich sehr ansprechend.
"Das Leuchten der Rentiere" hatte ich schon lange im Blick - ein Roman über die Sámi-Kultur, über die ich vor dem Lesen so gut wie gar nichts wusste. Im Mittelpunkt der Handlung steht Elsa, die als Kind Zeugin wird, wie ein Mann ihr geliebtes Ren tötet. Aus Angst schweigt sie, doch als Erwachsene kämpft Elsa gegen die Bedrohung ihrer Kultur, gegen Rassismus und die Gleichgültigkeit der Behörden. Ann-Helén Laestadius fängt Natur und Stimmung im nördlichen Schweden plastisch ein und vermittelt Kultur und Folklore der Samen authentisch, so zumindest mein Eindruck. Es ist ein unglaublich atmosphärisches Buch und stellenweise wunderschön erzählt. Für meinen Geschmack ist der Plot allerdings etwas unausgereift, insgesamt zu lang. Die Handlung war teilweise ein bisschen wirr für mich und ich hätte ein oder zwei Figuren oder Erzählstränge weniger ganz gut gefunden. Richtig gut fand ich, dass Elsas Geschichte sich ohne Love Interest entwickeln durfte und sie sich in der patriarchalen Kultur der Samen behauptet. Die an mehreren Stellen explizit geschilderte Gewalt gegen die Rentiere war für mich an der Grenze des Aushaltbaren. (Ü: Dagmar Mißfeldt & Maike Barth)

Leider nicht meins…
Eigentlich möchte die neunjährige Elsa nur nach ihren Rentieren schauen, doch als sie dort ankommt wurde ihr Rentier soeben erbarmungslos umgebracht. Als Beweis, dass es wirklich ihr Rentier war, findet sie am Tatort das abgeschnittene Ohr mit der ihr bekannten Markierung. Sie sieht den Schlächter und dieser gibt ihr zu erkennen, dass sie darüber zu schweigen hat, ansonsten blühe ihr ein ähnliches Schicksal. So geschieht es. Sie berichtet über das Vorgefallene, aber verschweigt den Schuldigen. Dabei war es nicht das einzige Rentier, welches er auf dem Gewissen hat. Die Polizei sieht jedoch keinen Anlass, um dagegen in nötiger Weise vorzugehen, meldet es ausschließlich als Diebstahl und verantwortet damit, dass das Schlachten weitergeht. Noch dazu herrscht ein gesellschaftlicher Zwist zwischen den Sámi und denen, die sie und ihre Rentiere loshaben wollen. Ein Roman, der spannend und vielversprechend klingt – fast wie ein Krimi –, doch empfand ich den Schreibstil als sehr trocken und langatmig. Zudem werden nebenbei so viele irrelevante Szenen geschildert, die es meiner Ansicht nach nicht gebraucht hätte. Einige Tage versuchte ich in das Buch hineinzukommen, bevor ich es etwa bei Seite 120 abbrechen musste. Da ich das Buch schon abgebrochen hatte, wollte ich wenigstens noch den Film anschauen, doch auch dieser konnte mich nicht überzeugen. Bereits der erste Teil des Buchs wurde im Film anders dargestellt. Aber auch alle dargestellten Figuren wirkten nicht passend und die Sequenzen wechselten zu schnell. Nebstdem schockierte mich die real dargestellte Gewalt, wie z.B. das Markieren der Ohren. Natürlich ist das gängige Praxis bei den Sámi, was jedoch nicht heißt, dass es auch gut, richtig oder ethisch vertretbar sei und bei einer Verfilmung, bei der solche Szenen sicherlich mehrmals mit verschiedenen Tieren gedreht werden mussten, nötig sei. Schade! Ich hätte sowohl das Buch als auch den Film gerne gemocht!
Ein wunderbares Buch. Voller Emotion mit einer starken Protagonistin.
Interessantes Thema. Viel gelernt. Aber die Umsetzung hat mir nicht so ganz zu gesagt. War beim Lesen irgendwie nicht mit dem Herz dabei. Erst das Ende hat mich berührt.
Etwas langwierig, aber bringt einem Themen nahe mit denen man keine Berührungspunkte hat
Das Buch beschäftigt sich vor allem mit der Diskriminierung der Samen. Ein Volk im Norden, von dem ich vorher noch nichts gehört hatte. Es wird ein wichtiges Thema aufgegriffen und dem Leser wird nahe gebracht, welche Auswirkungen es auf die Betroffenen haben kann. Es macht einen beim Lesen teilweise einfach nur wütend und es erschreckt einen, das Diskriminierung, egal welcher Gruppe, doch immer ähnlich abläuft und was Menschen anderen Menschen antun können. Leider hatte das Buch seine Längen und man hätte die ein oder anderen Personen rausstreichen können, da es mir teilweise zu viele Personen sind, die nicht viel zur Geschichte beitragen.
Auf der einen Seite konnte ich es kaum ertragen, auf der anderen Seite war ich tief berührt. Rechne ich der Autorin und den beiden Übersetzerinnen an, das so zu transportieren.
Über eine Freundin bin ich auf das Buch gestoßen, zum Glück! Ich habe so viel über den Stamm der Samen sowie Rentierhaltung und politische und gesellschaftliche Zusammenhänge gelernt! Sehr erschütternd liest sich diese sehr wichtige Geschichte, die umfassend recherchiert wurde. Eine absolute Empfehlung!
Sehr spannendes Thema. Jedoch war mir die explizite Beschreibung der Toten Rentiere immer wieder zu viel. Was eindeutig dazu geführt hat, dass ich zwischendrin zwei andere Bücher lesen musste. Ich hätte mir in dem Buch mehr Aufklärung über Depressionen gewünscht, wenn das Thema schon so einen großen Raum einnimmt. Bzw. was heißt Aufklärung? Es eben mal beim Namen zu nennen.

Unverbrauchtes Thema 🥰
"Ann-Helén Laestadius schreibt mitreißend über eine uns vollkommen unbekannte Kultur"... So steht es im Klappentext, und das fasst alles ziemlich gut zusammen 😍. Die Geschichte über die Rentierzucht der Samen in Schweden ist völlig anders als die meisten Bücher. Erzählt wird in 2 Zeitebenen, Abstand ca. 10 Jahre. Dabei werden Begriffe verwendet und Ereignisse beschrieben, deren Hintergründe ich parallel erst mal googeln musste 😁. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, hat stellenweise fast etwas von "plappern" 🤔. Wer's gelesen hat versteht, was ich meine 😁. Hab ich so auch noch nie gehabt. Überraschenderweise verläuft die Geschichte (für meinen Geschmack) ohne Höhepunkte, jedoch auch ohne Längen. Es liest sich von Beginn an flüssig, weil das Thema vollkommen neu und unverbraucht ist. 🥰 Das Buch vermittelt die Kultur und die damit verbundenen Problematiken der Samen detailliert und wortreich, das Leben in Nordschweden als Sámi in Bezug auf Nichtangehörige des Volkes wird eindringlich dargestellt. Top ❣️ Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass mehrmals auch das Thema Selbstmord behandelt wird. Im Buch selbst wird vorab nicht darauf hingewiesen.
Die Geschichte fand ich sehr spannend und interessant, insbesondere den Blick auf samische Kultur und Lebensweise. Die Ungerechtigkeiten, die die Handlung prägen, fand ich jedoch oft kaum aushaltbar, was ja auch in der Realität leider oft der Fall ist. Für mich definitiv ein Buch für die kalte Jahreszeit und für Skandinavienfans, abseits von Krimis und Thrillern.
So einfühlsam und schön, trotz teilweise traurigem Inhalt. Ich habe sehr viel gelernt bei diesem Buch und freue mich schon auf das nächste Buch dieser Autorin.
Nicht das, was ich erwartet habe
Ich hab das Buch gesehen: das Cover, den Titel & den Klappentext & habe gehofft, ein Buch zu finden, dass so ist wie „der Gesang der Flusskrebse“. Leider wurde ich enttäuscht. Das Buch ist nichts für schwache Nerven. Ich habe mich die ersten 150 Seiten wirklich schwer getan mit der kindlichen Sicht der 9-jährigen Elsa und dachte schon, ich breche das Buch ab. Dann kam, für mich sehr plötzlich, der Zeitsprung - Elsa ist erwachsen, wodurch sich für mich das Lesegefühl an sich erstmal deutlich gebessert hat. Trotzdem ist das Buch durchweg düster & man wird von einer depressiven Stimmung (hier hätte mir eine Triggerwarnung gefallen) begleitet, da fast alle handelnden Personen von Depressionen & Suizidgedanken durch die andauernde Diskriminierung betroffen sind. Das hat mir schon zu schaffen gemacht. Außerdem hatte das Buch einige Längen, da für mich immer wieder das gleiche passiert ist - was sicherlich wichtig ist, um dem Leser die Lage der Sami bewusst zu machen. Und das fand ich an dem Buch toll. Ich kannte das Volk der Sami vorher nicht & fand es durchaus interessant einen ersten Einblick in deren Leben und Geschichte zu erhalten, sodass man sich mehr mit dem Thema beschäftigen möchte.
Spannend, fesselnd und mitreißend
Ein wunderschöner Roman, der von einer Gemeinschaft von Familien erzählt, deren Leben aus der Haltung von Rentieren besteht. Neid, Hass und Gier erschwert ihnen und ihren Tieren das Leben. Tier werden getötet und verstümmelt. Ein kleines Mädchen, dass Angst hat wird zu einer starke Protagonistin die für sich und ihre Familie einsteht. Absoluter Pageturner!
Eine packende Geschichte, der Einblick gewährt, auf den Rassismus dem Lappen ausgesetzt werden. Wohin Hass führen kann und wie belastend das auf ein ganzes Volk wirkt.
Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, in "Das Leuchten der Rentiere" hineinzufinden, da die Erzählweise nicht ganz meinem Geschmack entspricht. Doch die Schilderungen und Einblicke in die samische Kultur waren so interessant, dass ich das Buch trotzdem bis zum Ende gelesen habe.
Wilderer in Lappland setzen den Rentierhaltern zu. Ein Buch über den psychischen und physischen Druck dem das Volk der Samen in ihrem Land ausgesetzt ist. Stellenweise tragisch, stellenweise interessant.
Weder inhaltlich noch stilistisch überzeugend für mich
Es ist mir im Nachhinein ein Rätsel, wie dieses Buch auf meiner Leseliste landen konnte. Ich hätte es gern abgebrochen, habe aber immer weiter gehofft, dass noch etwas kommt, das sich für mich lohnt. Es kam tatsächlich kurz vor dem Ende, aber das ist echt nicht genug. Ich halte es entsprechend kurz: der Anfang hat mich gelangweilt. Es gab immer wieder schlimme gewalttätige Szenen gegenüber Tieren (Rentieren), die detailliert beschrieben wurden. Es war mehr oder minder von Anfang an klar, wer es war und der Rest des Buchs drehte sich um das Nichtstun der Polizei und die wachsende Verzweiflung der Rentierhalter, die zudem diskriminiert und ausgegrenzt werden. Das ist zum einen schwer auszuhalten aber zum anderen auch ermüdend für mich gewesen, weil es einfach knapp 450 Seiten lang immer und immer wieder das Gleiche ist. Das alles soll nicht bedeuten, dass mich das Schicksal der Sámi kalt gelassen hat. Ich hätte mir sogar noch mehr Details und Infos gewünscht. Denn der Teil hat mich sehr interessiert. Aber auch hier war es mir zu wenig. Ich hatte in einigen Rezensionen gelesen, dass sie viel über die Sámi gelernt haben. Insofern empfindet das einfach jede*r anders. Fazit: leider gar nichts meins! Werbung für Bücher - selbst gekauft
Kurzweilig und gut zu lesen
Beeindruckendes Buch über das Leben der Samen im hohen Norden Europas. Mir war nicht bewusst, wie sehr die Samen diskriminiert werden. Ergreifend!
Für alle Fans von "Der Gesang der Flusskrebse" - erschütternd, traurig und wunderschön zugleich.
In diesem Roman von Ann-Helén Laestadius begleiten wir Elsa, die als Angehörige der Samen zu einer der letzten indigenen Bevölkerungsgruppen Europas gehört. Das Dasein als Rentierhalterinnen und Rentierhalter stößt in der schwedischen Mehrheitsgesellschaft immer wieder auf Unmut und die Samen sind täglichen Anfeindungen, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt. Auch Elsa hat als kleines Mädchen mit ansehen müssen, wie eines ihrer Rentiere getötet wurde. Die andauernde Ausgrenzung und Gewalt fordert auch menschliche Opfer, was die Protagonisten des Romans unterschiedlich gut verarbeiten. Wir begleiten Elsa bei ihrem Erwachsenwerden und dabei, ihren Platz im Sameby zu finden. Außerdem verfolgen wir, wie die Straftaten der Wilderer mehr oder weniger aufgeklärt werden. Diese stellenweise Tatenlosigkeit der Strafverfolgungabehörden ließ mich teilweise fassungslos zurück. Auch die feindlichen und diskriminierenden Ansichten der Menschen, die von Generation zu Generation auch schon an die jüngsten weitergegeben werden, haben bei mir beim Lesen ein sehr beklemmendes Gefühl hinterlassen. Auf der anderen Seite hat mich die schöne und (soweit ich es einschätzen kann) authentische Sprache tief in die nordische Welt und Natur eintauchen lassen. Elsas Mut und Stärke stecken einen an und lassen auf einen guten Ausgang der Geschichte hoffen. Mit Elsa als Hauptprotogonistin bin ich insgesamt gut warm geworden. Das Buch hat zwischendurch ein paar langatmigere Phasen, letztendlich würde die Geschichte auch mit ein paar Seiten weniger sehr gut funktionieren. Daher nicht ganze volle 5 Sterne. Es ist eine Geschichte über Familie, aber auch über Diskriminierung, über die Liebe zur Natur und zu den Tieren, aber auch über die Widrigkeiten, die das Leben als Rentierhalter mit sich bringt, über Mut, aber auch über Verzweiflung und Machtlosigkeit, über Stärke, aber auch über Rollenbilder und Traditionen. Es hat mir einen Aspekt der europäischen Gesellschaft nahe gebracht, den ich so noch nicht auf dem Schirm hatte und daher eine große Leseempfehlung. Da das Buch im Norden und eher in den kalten Monate spielt, würde ich es eher als Winterlektüre empfehlen. Und hinten im Buch hat es ein Glossar, das die samischen und schwedischen Begriffe erklärt :-)
Eine Geschichte in einer wunderschönen Sprache.
Dieses Buch habe ich mir aufgrund einer Empfehlung auf READO ausgeliehen und direkt gelesen. Ich habe viele verschiedene Gefühle während des Lesens entwickelt: die Wut über die Polizei und deren Arbeit, die Trauer, die Elsa erlebte, die Angst vor Robert und die Freude, die Elsa bei und mit den Rentieren hatte. Ich gebe eine klare Leseempfehlung.
Elsa gehört zum indigenen Volk der Samen und ihre Familie betreibt eine Rentierzucht. Als sie 9 Jahre alt ist, wird Zeugin davon, wie jemand ihr Rentier ermordet. Der Täter droht ihr und Elsa schweigt aus Angst. Der Mord wird als Diebstahl eingestuft und das Verfahren eingestellt. Der Vorfall begleitet sie bis ins Erwachsenenalter, wo der Alltag von der Rentierwilderei geprägt ist und wo die Sámi ständig rassistischen Anfeindungen ausgesetzt sind. Laestadius ist selbst Sami und schildert lebendig und detailliert die samischen Kultur und Gesellschaft. Elsa Familie und Umfeld bilden dabei viele Facetten der Sámi ab: Ihre Ahkku wurde ihrer Familie weggenommen und in ein Internat gesteckt, um ihr die samischen Kultur auszutreiben, während ihre Mutter als angebliche Rivgu (nicht samische Frau) in der Gemeinschaft eine Außenseiterinnenrolle einnimmt. Dabei gehört sie durchaus zu den Sámi, nur haben sich ihre Vorfahren irgendwann in die schwedische Bevölkerung assimiliert. Der Roman schafft das Gefühl des Nordes, die klirrende Kälte und Schönheit der Natur näher zu bringen. Gleichzeitig widmet sie sich dem Rassismus der die marginalisierte Gemeinschaft täglich ausgesetzt ist. Die Darstellung der Folter und Schlachtens der Rentiere hat mich nachhaltig erschüttert. Diese Art des Verbrechens scheint eine verbreitete Form des Hassverbrechen an den Sami zu sein. Die Weigerung der Polizei ihre Arbeit zu tun, hat mich zwar nicht überrascht, aber wütend gemacht. Das Buch hat teilweise ein paar Längen und evtl. hätte man aus dem Mittelteil einige Seiten kürzen können, dennoch ein herausragendes Leseerlebnis. Klare Empfehlung meinerseits.
Inhaltlich ein sehr interessanter Roman, der mich in eine Welt entführt hat, die ich bisher noch nicht kannte und mich einiges gelehrt hat - über Rentiere, das Leben im Norden Schwedens, aber auch über Rassismus und die Herausforderungen die ein Leben in der Abgeschiedenheit mit sich bringt. Leider hat mich die Erzählweise nicht überzeugt, über 2/3 des Buchs hinweg war ich leider doch ziemlich gelangweilt, hab deshalb nie lange am Stück gelesen und dadurch wohl etwas den Bezug zu den Hauptpersonen verloren.
Wichtige und schön geschriebene Geschichte!
Die Geschichte über das Samí Mädchen Elsa und ihre Familie, die um kulturelle Anerkennung, Gleichberechtigung und für den Schutz ihrer Rentiere kämpfen war sehr bewegend. Man muss vor dem Lesen wissen, dass ernste Themen behandelt werden und Hass gegen die indigene Bevölkerung Schwedens eine große Rolle spielt. Vieles ist wirklich hart zu lesen und macht einen wütend und traurig, aber gerade das ist eben auch wichtig. Manchmal hätte ich mir noch mehr Erklärungen gewünscht, zum Beispiel irgendwie zu der genauen Arbeit mit Rentieren, weil ich davon gar nichts wusste. Am Ende des Buches gab es einen Glossar zur Übersetzung mancher samischer Begriffe, das war praktisch. Allerdings fehlte mir bei manchen längeren Sätzen die Übersetzung und auch bei den Kapitel Titeln. Allgemein sehr empfehlenswert. Man sollte sich aber auch mehr Zeit nehmen zum lesen, denn das Buch ist recht lang und eben zeitweise belastend.
Sehr stimmungsvolle, spannende Geschichte. Ich wusste vorher nichts über die Sámi und fand es faszinierend, als Teil der Handlung auch etwas über sie zu lernen. Das Hörbuch fand ich leider aufgrund der Sprecherin nicht so toll. Ich musste es auf reduzierter Geschwindigkeit hören, weil sie so extrem aufgeregt gelesen hat.

Ich habe was anderes erwartet… leider ein wenig enttäuschend
Leider kann ich dem Buch nicht mehr als großzügige 3 Sterne geben. Ich habe was anderes erwartet und ich habe auch mehr erwartet. Vorweg muss ich vielleicht erwähnen, dass ich leider in meiner Buchhandlung von einer der Buchhändlerinnen auch irgendwie "beeinflusst" wurde, indem man mir sagte, dass "Das Leuchten der Rentiere" vom Stil her genau wie "Der Gesang der Flusskrebse" ist. Und naja was soll ich sagen? Ich mochte letzteres nicht. Dementsprechend hatte ich kleine "Vorurteile" und war bisschen demotiviert. Ich habe das Buch trotzdem gelesen in der Hoffnung, dass es nicht ganz so ist wie "Der Gesang der Flusskrebse" und mich überzeugen wird. Ich wurde aber nicht vom Buch überzeugt. In der Tat habe ich auch Parallelen erkannt und finde auch, dass es stark an das Buch von Delia Owens erinnert. Natürlich frage ich mich, ob ich die selbe Meinung hätte, hätte man mir nicht gesagt, dass die Bücher sich vom Stil ähneln. Dieses Buch hier war aber ein bisschen besser. Vom Schreibstil (auch wenn dieser bisschen emotionaler sein könnte) als auch der Story an sich. Es war ein interessanter und informativer Einblick in das Leben des samischen Volkes. Auch wenn die Geschichte nicht auf wahren Begebenheiten beruht.
Ein sehr interessantes, einprägsames und teilweise schockierendes Buch! Die Kultur der Sápmi und die Rentierhaltung inkl. der dahergehenden Problemen waren mir bis dato unbekannt und haben meinen Horizont erweitert. Zudem war es auch traurig zu lesen, dass die Stellung der Frau nicht geachtet wird, über Gefühle nicht gesprochen wird und ziemlich viel verschwiegen wird.
Ein spannendes Thema, aber das Buch konnte mich nicht ganz packen - irgendwie hat es sich sehr gezogen.
Wenn du weißt, dass dir die Antwort nicht gefallen wird, dann stelle nicht die Frage.
Intensive Geschichte mit toller Atmosphäre und spannenden Charakteren. Man kann die Schneelandschaft und den Midsommar fühlen. Vor allem ist es eine wichtige Geschichte, die uns die Welt der Samen näher bringt.

»Samisch zu sein bedeutete, seine Geschichte in sich zu tragen, als Kind vor dem schweren Rucksack zu stehen und sich zu entscheiden, ihn zu schultern oder nicht.« „Das Leuchten der Rentiere“ ist ein eindringlicher und doch ruhiger Roman, der von einer alten Kultur hoch im Norden erzählt und Licht auf einen Konflikt wirft, der bei uns kaum Beachtung findet. Ann-Helén Laestadius gibt ihren Protagonisten eine starke Stimme und lässt sie ihre Perspektive erzählen. Man erfährt so einiges über die Lebensweise der Sami, über die Rentierhaltung und die Konflikte die daraus entstehen. Das macht neugierig auf mehr und wer sich nach der Lektüre bemüht und zu den Themen recherchiert, erfährt so noch einiges dazu. Falls ihr also einen Schmöker mit starken Charakteren, tollen Landschaftsbildern und einer spannenden Handlung sucht, kann ich „Das Leuchten der Rentiere“ von ganzem Herzen empfehlen. Mehr zum Buch könnt ihr auf dem Blog lesen, hüpft gerne einmal rüber. Link ist in der Bio ⬆️

















































