Erebus
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Description
Michael Palin – Monty-Python-Star, Weltenbummler und begnadeter Erzähler – entfaltet in seinem lebendigen und atmosphärischen Bestseller die so glanzvolle wie tragische Geschichte der Erebus; von ihrem Stapellauf über zahlreiche Fahrten auf allen Weltmeeren, die ihr und den vom Forschungsgeist getriebenen Entdeckern Ruhm brachte, bis hin zu der verhängnisvollen Expedition in die Arktis, die in einer Katastrophe endete.
Book Information
Author Description
Sir Michael Palin, geboren 1943 in Sheffield, war Mitglied der britischen Komikergruppe Monty Python und ist bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Er hat mehrere Reiseberichte, Romane und Tagebuchbände veröffentlicht und vielbeachtete Reisedokumentationen gedreht. Von 2009 bis 2012 war er Präsident der Royal Geographical Society, 2013 wurde er zum BAFTA Fellow ernannt, Ende 2018 von Queen Elizabeth II zum Ritter geschlagen. Er lebt in London.
Posts
Gut, jedoch teils langatmig
Der Autor hat wirklich unglaublich gut recherchiert. In dem Buch geht es um das Schiff Erebus und die Franklin Expedition. Vom Bau des Schiffes 1826 bis zu der Entdeckung seines Wracks 2014. Dabei stützt er sich auf historische Fakten wie Tagebuch Einträge und Briefe, aber er ist auch selbst an die Schauplätze gereist. Er geht auf die politischen Aspekte der damaligen Zeit ein, der Entdeckerwahn der Briten, das Leben an Bord, natürlich die Stimmung der Mannschaft - einfach deren Alltag. In guten, aber auch in schlechten Zeiten bestimmt durch Krankheiten, Eises Kälte, Stürme etc. Und schließlich das verschwinden des Schiffes und seiner Mannschaft. Erst 150 Jahre später kann Licht ins Dunkel gebracht werden. Bleivergiftungen durch die damals erst frisch aufkommenden Komservendosen, Mangel an Vitaminen und so das auslösen von Skorbut. Extreme Kälte und völlige Isolation. Es zeigt wieder mal deutlich, wie schmal der grad zwischen Entdeckerdrang und Größenwahn ist….teils war es etwas langatmig, aber dennoch sehr interessant.
Sachbuch über die Expeditionen der Erebus im 19.Jahrhundert
„Erebus - Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See“ von Michael Palin (Werbung, selbstgekauft) In diesem Buch geht es um das Flaggschiff der Royal Navy um 1830. Zu jener Zeit waren sowohl Arktis, als auch Antarktis noch unerforscht und die Erebus sollte zunächst die Antarkis besuchen und dabei versuchen zum magnetischen Südpol zu gelangen. Zwar drang das Schiff südlicher vor als vorangegangene Expeditionen, doch den Südpol erreichte die Expedition nicht. Eine weitere Expedition wurde in den 1840er Jahren losgeschickt um einen Weg durch die Nordwestpassage zu finden, um Wege zu verkürzen. Auf dieser Reise ging das Schiff verloren und es dauerte viele Jahre, das Rätsel um das Verschwinden der Erebus und ihres begleitenden Schwesterschiffes zu erklären. Erst im neuen Jahrtausend wurde das Wrack der Erebus entdeckt. Welchen Gefahren die Besatzungen ausgesetzt waren und welche Erlebnisse sie hatten, legt Michael Palin in seinem Sachbuch dar, begleitet von vielen Bildern und Fotos aus jener Zeit. Dabei hat der Autor immer wieder eigene Erlebnisse einfließen lassen, die er bei seinen Recherchen hatte. Das Buch ist an und für sich sehr interessant, ich habe einiges gelernt und war beieindruckt vom Forschergeist der Besatzungen und deren Überlebenskampf. Aber es ist kein pageturner, ich habe mich ab und sozusagen ganz schön durch die Seiten gequält, weil ich Passagen langweilig fand und mir der Schreibstil nicht zugesagt hat. Ich habe schon Sachbücher gelesen, die mich weitaus mehr gefesselt haben.
Eine ausführliche Betrachtung über zwei der berühmtesten Schiffe des 19. Jahrhunderts
Die HMS Terror und Erebus sind wohl vor allem durch die missglückte Franklin-Expedition Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Michael Palin widmet dieses informative und detailreiche Buch jedoch vor allem ihrer Vorgeschichte. So erhält man viele interessante Informationen über die politischen Konflikte und Gegebenheiten, gesellschaftliche Umbrüche und wissenschaftliche Interessen, wobei letztere vor allem im Erkundungsinteresse für die Besatzung der beiden Schiffe standen. Die Erforschung der Antarktis und Arktis war schon lange „Kerngeschäft“ der HMS Erebus und Terror, bevor sie und ihre Besatzung das schreckliche Schicksal ereilte. Michael Palin schafft es dabei nachvollziehbar und erzählerisch klug durch die Etappen und Jahrzehnte zu führen. Teilweise waren es mir persönlich zu viele Begriffe, Namen, Orte und Daten, die allerdings der Vollständigkeit halber dazugehören. Weiterhin gelingt es Palin trotz einer sachlichen Erzählweise nette Anekdoten einzubauen. Insgesamt blieben mir die Personen und Schicksale durch die professionelle Perspektive aber eher fremd - was bei einem informierenden Text natürlich auch sein Gutes hat. Für Schiffsfans und (Ant)arktis-Interessierte eine klare Empfehlung.
Das war wirklich, wirklich gut! Extrem spannend, informativ und in einer Art und Weise geschrieben, (und vorgetragen) die einen richtig neugierig auf mehr gemacht hat. Ich mochte die ganzen kleinen Details und auch Hintergründe. Auch mochte ich diese auflockernde Art des Autors, der immer mal wieder Dinge aus der Neuzeit eingestreut und Vergleiche angestellt hat. (Und auch der Klimawandel wurde dezent benannt, was ich sehr gut fand.) Natürlich hat dies einen immer wieder aus der Erzählung gerissen, aber auf eine Weise, die einen durchatmen ließ, falls man eine Pause brauchte. Große Empfehlung an die, die sich für die Geschichte der HMS Erebus interessieren oder jene, die nur durch die HMS Terror von ihr gehört haben. Das deutsche Hörbuch kann ich nur empfehlen!
3,5 Sterne Das gesamte "Leben" eines Schiffes mit zu verfolgen, und wie es aus Zufall immer wieder auf die selben Männer stößt, bis schließlich im Eis zu verschwindet, war sehr interessant. Nur die Erzählweise von Michael Palin hat mich immer wieder stoppen und zögern lassen, das Buch in die Hand zu nehmen. Natürlich sind es nette kleine Anmerkung zu wissen, welche Buchten, Straßen und Berge noch heute nach ehemaligen Mitgliedern der Mannschaften der Erebus und Terror genannt sind und vielleicht auch, wie diese Plätze und speziell Häfen heute noch aussehen. Ob man aber wirklich wissen will, was Palin dort zum Frühstück hatte, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich war diese persönlichen Einschübe nach kurzer Zeit leid. Allein aus dem Respekt der Geschichte gegenüber, von der Palin berichtet, habe ich meine Bewertung großzügig aufgerundet.
Ein Stück Geschichte und eine Tragödie. Kaum zu fassen was die Beteiligten der Expeditionen damals alles auf sich genommen haben. Ich finde solche Tatsachenberichte wahnsinnig interessant. Es muss auch sehr aufwendig gewesen sein für den Autor dies alles zu recherchieren und so schön zusammenzutragen. Michael Palin hat selbst einige der Orte besucht die Teil der Expeditionen der Erebus waren und seine Eindrücke dazu geschildert. Es gibt in dem Buch auch immer wieder Karten, Bilder und Illustrationen, die die Geschichte sehr gut ergänzen und das ganze noch greifbarer machen.
Interessant, aber so richtig gekriegt hat es mich nicht
Im Grunde ist an dem Buch nichts verkehrt: Die Geschichte ist mehr als erzählenswert und (soweit man das ohne Gegenrecherche beurteilen kann) auch gründlich und professionell recherchiert. Michael Palin erzählt chronologisch, der Text ist flüssig geschrieben. Trotzdem hat das Buch keinen besonderen Sog entwickelt. Es könnte daran liegen, dass es keine Identifikationsfiguren gibt (gut, ist ja auch kein Roman, sondern ein Sachbuch, das sich mit historischen Ereignissen befasst) und dass phasenweise enorm viele Namen aufgezählt werden, sodass ich ehrlich gesagt ziemlich direkt den Überblick, wer da wer ist, verloren habe.
Eine tragische Reise, die über ein Jahrhundert Rätsel aufgegeben hat und auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren hat. Diese wird zwar durch die etwas zähe erste Hälfte recht beansprucht, aber im Nachhinein sind auch diese Informationen wichtig, um die ganze Tragweite zu verstehen. Die detaillierten Beschreibungen sind nicht immer für zarte Gemüter, aber das (Über)leben in der Arktis war es ganz sicher auch nicht. Teilweise langatmig, teilweise hochspannend… ein Buch wie eine Fahrt zur See.
Ich war einigermaßen fasziniert von der Verfilmung des Romans „The Terror“ und wenn mein Lieblings-Python Michael Palin sich des Themas in einem Sachbuch annimmt, kann ich nicht widerstehen. So berichtet uns Palin ausführlich von den Reisen der beiden Schiffe, inklusive ausführlicher Charakterisierungen der jeweiligen Kapitäne und Offiziere. Das macht er so gut, dass das Buch sich spannend wie ein Roman liest. Vor allem auf die letzte, tragische Reise der Erebus mit dem Ziel der Entdeckung der Nordwestpassage war ich gespannt. Das Buch enthält natürlich auch einige Karten und Bilder – die Bilder der im Eis perfekt konservierten Leichen einiger Besatzungsmitglieder, die unterwegs starben, fand ich ziemlich verstörend. Ich empfehle das Buch wärmstens allen, die sich für Polarforschung und das Schicksal der beiden Schiffe und ihrer Besatzung interessieren. Jetzt will ich unbedingt auch noch den Roman von Dan Simmons lesen.
Ein ganz, ganz tolles Buch, das auch in der deutschen Ausgabe wundervoll gestaltet daherkommt. Ausserdem beweist es, dass Michael Palin nicht nur schauspielern kann, sondern auch schreiben. Denn dieser Titel lässt sich richtig gut weglesen. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch sich auch als Einstieg in das Gebiet des Sachbuches gut eignet. Palin ist kein Wissenschaftler, sondern einfach nur einer, der sich brennend und voller Leidenschaft für das Thema interessiert. Und schreibt auch dementsprechend. Das soll nicht heissen, dass das Buch nicht gut recherchiert ist oder ohne Fundament daher kommt. Ganz im Gegenteil. Wie es sich gehört, fügt Palin einen umfassenden Anhang an, worin man seine Quellen nachschlagen kann. Oder noch mehr spannende Bücher zum Thema findet... Ich war direkt traurig, als ich dieses Werk zu Ende gelesen hatte. Zu ergreifend waren die beiden Fahrten der Erebus, so lebendig geschildert die Personen und nah war mir das Thema. Palin schafft es echt, einem Binnenländler Lust auf See zu machen!
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Michael Palin – Monty-Python-Star, Weltenbummler und begnadeter Erzähler – entfaltet in seinem lebendigen und atmosphärischen Bestseller die so glanzvolle wie tragische Geschichte der Erebus; von ihrem Stapellauf über zahlreiche Fahrten auf allen Weltmeeren, die ihr und den vom Forschungsgeist getriebenen Entdeckern Ruhm brachte, bis hin zu der verhängnisvollen Expedition in die Arktis, die in einer Katastrophe endete.
Book Information
Author Description
Sir Michael Palin, geboren 1943 in Sheffield, war Mitglied der britischen Komikergruppe Monty Python und ist bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Er hat mehrere Reiseberichte, Romane und Tagebuchbände veröffentlicht und vielbeachtete Reisedokumentationen gedreht. Von 2009 bis 2012 war er Präsident der Royal Geographical Society, 2013 wurde er zum BAFTA Fellow ernannt, Ende 2018 von Queen Elizabeth II zum Ritter geschlagen. Er lebt in London.
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Gut, jedoch teils langatmig
Der Autor hat wirklich unglaublich gut recherchiert. In dem Buch geht es um das Schiff Erebus und die Franklin Expedition. Vom Bau des Schiffes 1826 bis zu der Entdeckung seines Wracks 2014. Dabei stützt er sich auf historische Fakten wie Tagebuch Einträge und Briefe, aber er ist auch selbst an die Schauplätze gereist. Er geht auf die politischen Aspekte der damaligen Zeit ein, der Entdeckerwahn der Briten, das Leben an Bord, natürlich die Stimmung der Mannschaft - einfach deren Alltag. In guten, aber auch in schlechten Zeiten bestimmt durch Krankheiten, Eises Kälte, Stürme etc. Und schließlich das verschwinden des Schiffes und seiner Mannschaft. Erst 150 Jahre später kann Licht ins Dunkel gebracht werden. Bleivergiftungen durch die damals erst frisch aufkommenden Komservendosen, Mangel an Vitaminen und so das auslösen von Skorbut. Extreme Kälte und völlige Isolation. Es zeigt wieder mal deutlich, wie schmal der grad zwischen Entdeckerdrang und Größenwahn ist….teils war es etwas langatmig, aber dennoch sehr interessant.
Sachbuch über die Expeditionen der Erebus im 19.Jahrhundert
„Erebus - Ein Schiff, zwei Fahrten und das weltweit größte Rätsel auf See“ von Michael Palin (Werbung, selbstgekauft) In diesem Buch geht es um das Flaggschiff der Royal Navy um 1830. Zu jener Zeit waren sowohl Arktis, als auch Antarktis noch unerforscht und die Erebus sollte zunächst die Antarkis besuchen und dabei versuchen zum magnetischen Südpol zu gelangen. Zwar drang das Schiff südlicher vor als vorangegangene Expeditionen, doch den Südpol erreichte die Expedition nicht. Eine weitere Expedition wurde in den 1840er Jahren losgeschickt um einen Weg durch die Nordwestpassage zu finden, um Wege zu verkürzen. Auf dieser Reise ging das Schiff verloren und es dauerte viele Jahre, das Rätsel um das Verschwinden der Erebus und ihres begleitenden Schwesterschiffes zu erklären. Erst im neuen Jahrtausend wurde das Wrack der Erebus entdeckt. Welchen Gefahren die Besatzungen ausgesetzt waren und welche Erlebnisse sie hatten, legt Michael Palin in seinem Sachbuch dar, begleitet von vielen Bildern und Fotos aus jener Zeit. Dabei hat der Autor immer wieder eigene Erlebnisse einfließen lassen, die er bei seinen Recherchen hatte. Das Buch ist an und für sich sehr interessant, ich habe einiges gelernt und war beieindruckt vom Forschergeist der Besatzungen und deren Überlebenskampf. Aber es ist kein pageturner, ich habe mich ab und sozusagen ganz schön durch die Seiten gequält, weil ich Passagen langweilig fand und mir der Schreibstil nicht zugesagt hat. Ich habe schon Sachbücher gelesen, die mich weitaus mehr gefesselt haben.
Eine ausführliche Betrachtung über zwei der berühmtesten Schiffe des 19. Jahrhunderts
Die HMS Terror und Erebus sind wohl vor allem durch die missglückte Franklin-Expedition Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt. Michael Palin widmet dieses informative und detailreiche Buch jedoch vor allem ihrer Vorgeschichte. So erhält man viele interessante Informationen über die politischen Konflikte und Gegebenheiten, gesellschaftliche Umbrüche und wissenschaftliche Interessen, wobei letztere vor allem im Erkundungsinteresse für die Besatzung der beiden Schiffe standen. Die Erforschung der Antarktis und Arktis war schon lange „Kerngeschäft“ der HMS Erebus und Terror, bevor sie und ihre Besatzung das schreckliche Schicksal ereilte. Michael Palin schafft es dabei nachvollziehbar und erzählerisch klug durch die Etappen und Jahrzehnte zu führen. Teilweise waren es mir persönlich zu viele Begriffe, Namen, Orte und Daten, die allerdings der Vollständigkeit halber dazugehören. Weiterhin gelingt es Palin trotz einer sachlichen Erzählweise nette Anekdoten einzubauen. Insgesamt blieben mir die Personen und Schicksale durch die professionelle Perspektive aber eher fremd - was bei einem informierenden Text natürlich auch sein Gutes hat. Für Schiffsfans und (Ant)arktis-Interessierte eine klare Empfehlung.
Das war wirklich, wirklich gut! Extrem spannend, informativ und in einer Art und Weise geschrieben, (und vorgetragen) die einen richtig neugierig auf mehr gemacht hat. Ich mochte die ganzen kleinen Details und auch Hintergründe. Auch mochte ich diese auflockernde Art des Autors, der immer mal wieder Dinge aus der Neuzeit eingestreut und Vergleiche angestellt hat. (Und auch der Klimawandel wurde dezent benannt, was ich sehr gut fand.) Natürlich hat dies einen immer wieder aus der Erzählung gerissen, aber auf eine Weise, die einen durchatmen ließ, falls man eine Pause brauchte. Große Empfehlung an die, die sich für die Geschichte der HMS Erebus interessieren oder jene, die nur durch die HMS Terror von ihr gehört haben. Das deutsche Hörbuch kann ich nur empfehlen!
3,5 Sterne Das gesamte "Leben" eines Schiffes mit zu verfolgen, und wie es aus Zufall immer wieder auf die selben Männer stößt, bis schließlich im Eis zu verschwindet, war sehr interessant. Nur die Erzählweise von Michael Palin hat mich immer wieder stoppen und zögern lassen, das Buch in die Hand zu nehmen. Natürlich sind es nette kleine Anmerkung zu wissen, welche Buchten, Straßen und Berge noch heute nach ehemaligen Mitgliedern der Mannschaften der Erebus und Terror genannt sind und vielleicht auch, wie diese Plätze und speziell Häfen heute noch aussehen. Ob man aber wirklich wissen will, was Palin dort zum Frühstück hatte, muss wohl jeder selbst entscheiden. Ich war diese persönlichen Einschübe nach kurzer Zeit leid. Allein aus dem Respekt der Geschichte gegenüber, von der Palin berichtet, habe ich meine Bewertung großzügig aufgerundet.
Ein Stück Geschichte und eine Tragödie. Kaum zu fassen was die Beteiligten der Expeditionen damals alles auf sich genommen haben. Ich finde solche Tatsachenberichte wahnsinnig interessant. Es muss auch sehr aufwendig gewesen sein für den Autor dies alles zu recherchieren und so schön zusammenzutragen. Michael Palin hat selbst einige der Orte besucht die Teil der Expeditionen der Erebus waren und seine Eindrücke dazu geschildert. Es gibt in dem Buch auch immer wieder Karten, Bilder und Illustrationen, die die Geschichte sehr gut ergänzen und das ganze noch greifbarer machen.
Interessant, aber so richtig gekriegt hat es mich nicht
Im Grunde ist an dem Buch nichts verkehrt: Die Geschichte ist mehr als erzählenswert und (soweit man das ohne Gegenrecherche beurteilen kann) auch gründlich und professionell recherchiert. Michael Palin erzählt chronologisch, der Text ist flüssig geschrieben. Trotzdem hat das Buch keinen besonderen Sog entwickelt. Es könnte daran liegen, dass es keine Identifikationsfiguren gibt (gut, ist ja auch kein Roman, sondern ein Sachbuch, das sich mit historischen Ereignissen befasst) und dass phasenweise enorm viele Namen aufgezählt werden, sodass ich ehrlich gesagt ziemlich direkt den Überblick, wer da wer ist, verloren habe.
Eine tragische Reise, die über ein Jahrhundert Rätsel aufgegeben hat und auch heute noch nichts von ihrer Faszination verloren hat. Diese wird zwar durch die etwas zähe erste Hälfte recht beansprucht, aber im Nachhinein sind auch diese Informationen wichtig, um die ganze Tragweite zu verstehen. Die detaillierten Beschreibungen sind nicht immer für zarte Gemüter, aber das (Über)leben in der Arktis war es ganz sicher auch nicht. Teilweise langatmig, teilweise hochspannend… ein Buch wie eine Fahrt zur See.
Ich war einigermaßen fasziniert von der Verfilmung des Romans „The Terror“ und wenn mein Lieblings-Python Michael Palin sich des Themas in einem Sachbuch annimmt, kann ich nicht widerstehen. So berichtet uns Palin ausführlich von den Reisen der beiden Schiffe, inklusive ausführlicher Charakterisierungen der jeweiligen Kapitäne und Offiziere. Das macht er so gut, dass das Buch sich spannend wie ein Roman liest. Vor allem auf die letzte, tragische Reise der Erebus mit dem Ziel der Entdeckung der Nordwestpassage war ich gespannt. Das Buch enthält natürlich auch einige Karten und Bilder – die Bilder der im Eis perfekt konservierten Leichen einiger Besatzungsmitglieder, die unterwegs starben, fand ich ziemlich verstörend. Ich empfehle das Buch wärmstens allen, die sich für Polarforschung und das Schicksal der beiden Schiffe und ihrer Besatzung interessieren. Jetzt will ich unbedingt auch noch den Roman von Dan Simmons lesen.
Ein ganz, ganz tolles Buch, das auch in der deutschen Ausgabe wundervoll gestaltet daherkommt. Ausserdem beweist es, dass Michael Palin nicht nur schauspielern kann, sondern auch schreiben. Denn dieser Titel lässt sich richtig gut weglesen. Deswegen kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Buch sich auch als Einstieg in das Gebiet des Sachbuches gut eignet. Palin ist kein Wissenschaftler, sondern einfach nur einer, der sich brennend und voller Leidenschaft für das Thema interessiert. Und schreibt auch dementsprechend. Das soll nicht heissen, dass das Buch nicht gut recherchiert ist oder ohne Fundament daher kommt. Ganz im Gegenteil. Wie es sich gehört, fügt Palin einen umfassenden Anhang an, worin man seine Quellen nachschlagen kann. Oder noch mehr spannende Bücher zum Thema findet... Ich war direkt traurig, als ich dieses Werk zu Ende gelesen hatte. Zu ergreifend waren die beiden Fahrten der Erebus, so lebendig geschildert die Personen und nah war mir das Thema. Palin schafft es echt, einem Binnenländler Lust auf See zu machen!






















