Eingefroren am Nordpol

Eingefroren am Nordpol

Hardback
4.738
Greta ThunbergForscherWissenschaftlichExpedition

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Description

Expeditionsleiter Markus Rex über sein Jahr im Eis – mit exklusiven Fotos von der Expedition, vielen Grafiken und Karten

Am 20. September 2019 startete die größte Arktisexpedition aller Zeiten: Die »Polarstern« verließ den Hafen von Tromsö, um sich am Nordpol einfrieren zu lassen. An Bord hat sie Wissenschaftler aus 20 Nationen, die in der Arktis ein Jahr lang die Auswirkungen des Klimawandels untersuchen werden. Markus Rex, der Leiter der »MOSAiC« genannten Forschungsmission, erzählt in seinem Buch die Geschichte dieser einmaligen Expedition: Er berichtet vom Alltag unter den extremen Bedingungen der Arktis, von den logistischen und planerischen Herausforderungen und von den wissenschaftlichen Erkenntnissen, die die Forscher im Eis sammeln konnten. »Eingefroren am Nordpol« ist die Geschichte eines großen Forschungsabenteuers und zugleich ein eindringlicher Blick auf die dramatischen Folgen des Klimawandels.

»Eingefroren am Nordpol« wurde ausgezeichnet mit dem ITB BuchAward 2021 in der Kategorie »Sustainable Responsibility«.

Ebenso erschienen:

Bildband: Esther Horvath; Texte von Sebastian Grote und Katharina Weiss-Tuider, Expedition Arktis: Die größte Forschungsreise aller Zeiten (Prestel Verlag, 978-3-7913-8669-0)

Kindersachbuch: Katharina Weiss-Tuider, Expedition Polarstern (cbj Kinderbuch, 978-3-570-17814-0)

Ausstattung: mit zahlreichen farbigen Abbildungen und Grafiken

Book Information

Main Genre
Self-Help & Non-Fiction
Sub Genre
Travel & Vacation
Format
Hardback
Pages
320
Price
28.80 €

Author Description

Markus Rex leitet die Atmosphärenforschung des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und ist Professor für Atmosphärenphysik an der Universität Potsdam. Er hat bereits unzählige Expeditionen in Arktis, Antarktis und andere entlegene Regionen der Welt unternommen, um die komplexen Klimaprozesse zu erforschen, die dort zu teils dramatischen Klimaveränderungen führen. Er leitete das MOSAiC-Vorhaben, die einmalige ganzjährige Expedition der »Polarstern« in die zentrale Arktis, an der 90 Institutionen aus 20 Ländern beteiligt waren. Erstmals brachte dieses Schiff eine Forschungsmannschaft im Winterhalbjahr und während der Dunkelheit der Polarnacht in die direkte Umgebung des Nordpols.

Posts

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Hochinteressantes Logbuch einer Forschungsexpedition in die Arktis mit einem Appell

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In „Eingefroren am Nordpol“ nimmt Markus Rex uns mit auf eine der außergewöhnlichsten Forschungsreisen unserer Zeit. Am 20. September 2019 verlässt die *Polarstern* den Hafen von Tromsø mit einem ebenso waghalsigen wie klaren Plan: sich am Nordpol im Eis einschließen zu lassen, um ein ganzes Jahr lang mit der Eisscholle zu driften und dabei die Arktis und den Klimawandel so genau zu untersuchen wie nie zuvor. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 20 Nationen sind an Bord, vereint durch ein gemeinsames Ziel und die Bereitschaft, sich extremen Bedingungen auszusetzen. Das Buch ist im Grunde das Logbuch dieser Expedition. Markus Rex schildert sehr detailliert, wie das Schiff an einer geeigneten Eisscholle festmacht, wie das Forschungscamp entsteht und wie der Alltag im Eis aussieht. Besonders spannend fand ich die Beschreibungen der sich ständig verändernden Eisscholle: wie sich das Eis zusammenschiebt, regelrechte Eisgebirge entstehen und daraus ganz reale Gefahren für das Camp erwachsen. Gleichzeitig muss ich ehrlich sagen, dass mir die geografischen Beschreibungen im Text manchmal schwerfielen. Welche Bewegung des Eises nun aus Osten, Westen oder Süden droht und was sich wohin verschoben hat, konnte ich mir nicht immer gut vorstellen – das liegt aber eindeutig an meiner eigenen Vorstellungskraft und nicht an der Erklärung selbst. Sehr präsent ist auch das Thema Sicherheit. Ich war überrascht, wie häufig und real die Gefahr durch Eisbären ist. Die Tiere werden von dem Ungewöhnlichen angezogen, was das Camp für sie darstellt, und sind damit ein ständiger Faktor, den das Team im Blick behalten muss. Diese Momente verleihen dem Buch eine zusätzliche Spannung, die weit über reine Wissenschaft hinausgeht. Ein großer Pluspunkt des Buches ist seine Zugänglichkeit. Trotz der enormen wissenschaftlichen Bedeutung bleibt der Text angenehm lesbar, auch für Laien. Es wird kein Vorwissen vorausgesetzt, Fachbegriffe werden verständlich erklärt, sodass man nie das Gefühl hat, den Anschluss zu verlieren. Unterstützt wird das Ganze durch viele Fotografien. Besonders hilfreich fand ich die Karte zu Beginn des Buches, die die Route der *Polarstern* zeigt, sowie die Übersicht am Ende, die den Aufbau des Forschungscamps erklärt. In Kombination mit der Dokumentation, die lange Zeit in der ARD- oder ZDF-Mediathek zu sehen war und mich schon vor ein paar Jahren begeistert hat, wird das Erlebnis noch runder – aber auch ohne die Doku kann man dem Buch problemlos folgen. Inhaltlich geht es nicht nur um Messdaten, Logistik und Planung, sondern ganz stark auch um die Menschen. Markus Rex lässt uns sehr nah an sich und das Team heran. Er beschreibt, was diese besondere Forschungsreise emotional mit allen Beteiligten macht, wie wichtig gute Stimmung, Zusammenhalt und gegenseitige Rücksichtnahme sind, um unter diesen Bedingungen ein Jahr lang bestehen zu können. Besonders beeindruckend ist die internationale Zusammenarbeit: so viele Nationen, so viele unterschiedliche Menschen, die extrem gut zusammenarbeiten, weil die Wissenschaft und ein gemeinsames Ziel im Mittelpunkt stehen. Man ertappt sich beim Lesen dabei, sich genau das an vielen anderen Stellen der Welt ebenfalls zu wünschen. Spannend fand ich auch die historischen Bezüge. Zu Beginn nimmt Markus Rex immer wieder Bezug auf den Polarforscher Fridtjof Nansen, der sich vor über 100 Jahren mit der *Fram* im Packeis einschließen ließ, um den Drift zu erforschen. Der Vergleich zur heutigen Expedition macht deutlich, wie sehr sich die Arktis in diesen 100 Jahren verändert hat. Schon das Finden einer stabilen und geeigneten Eisscholle stellt 2019 eine enorme Herausforderung dar – ein sehr eindringlicher Hinweis darauf, wie drastisch die Folgen des Klimawandels bereits sind. Ein weiteres Kapitel, das mir besonders im Gedächtnis geblieben ist, ist der Abschnitt zur Pandemie. In wenigen Seiten fasst Rex zusammen, welche zusätzlichen Schwierigkeiten Covid-19 für eine ohnehin extrem komplexe Expedition mit sich gebracht hat. Das wirkt fast surreal, macht aber deutlich, wie sehr diese Reise auch von äußeren, unvorhersehbaren Umständen geprägt war. Am Ende bleibt bei mir ein zwiespältiges Gefühl zurück. Auf der einen Seite ist das Buch unglaublich motivierend: Die Begeisterung, der Elan und die Leidenschaft der Forschenden sind ansteckend. Auf der anderen Seite ist es auch deprimierend, das Buch heute – einige Jahre später – zu lesen und das Gefühl zu haben, dass viele dieser Erkenntnisse politisch und gesellschaftlich kaum den nötigen Widerhall finden. Sechs Jahre später scheint es fast, als würde niemand wirklich zuhören, der tatsächlich etwas verändern könnte. Trotzdem oder gerade deshalb ist *Eingefroren am Nordpol* ein sehr eindrucksvolles, informatives und persönliches Buch. Es verbindet Wissenschaft, Abenteuer und Menschlichkeit auf eine Weise, die lange nachhallt – und genau dafür vergebe ich sehr gern vier von fünf Sternen. Dokumentation: https://www.ardmediathek.de/video/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLWJmMzEzODA1LTFmNzUtNDZiMC05MWQyLTJjZDVjZGZhNDE3MA

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Das Buch “Eingefroren am Nordpol” von Markus Rex erzählt die Geschichte von der Arktisexpedtion an Bord der Polarstern. Das Schiff brach im September 2019 auf um sich in der Arktis einfrieren zu lassen und sich mit dem Drift inmitten des arktischen Winters durch die Arktis treiben zu lassen. Ein Unterfangen, was Jahre an Vorbereitung gebraucht hat und die Zusammenarbeit vieler Nationen benötigt hat um überhaupt stattfinden zu können. Zu Beginn des Buches bezieht sich der Autor oft auf den Polarforscher Fridtjof Nansen, der sich bereits vor über 100 Jahren auf der Fram-Expedition im Packeis einschließen hat lassen, um den Drift zu erforschen. 2019 versucht das Team von Markus Rex sich im Eis einschließen zu lassen und muss mit Hindernissen kämpfen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Eins der wichtigsten Punkte ist es die geeignete Eisscholle auszuwählen, mit welcher sich die Polarstern einfrieren soll. Dabei muss das Forschungsteam feststellen, dass sich kaum eine geeignete Scholle finden lässt, da der Großteil viel zu dünn ist, um ein sicherer Ort für das Schiff und die Forschungsausrüstung zu sein. Hierbei wird dem Leser schnell klar, dass es mit dem Klimawandel, in der Arktis bereits viel gravierendere Folgen als in unseren Breiten gibt. Das Eis schmilzt jedes Jahr schneller und der Autor muss sich mehrmals fragen, ob er eine der wenigen Leute ist, die die Arktis noch erleben dürfen, während sie das ganze Jahr über eingefroren ist. Das Buch ist in fünf verschiedene Abschnitte eingeteilt darunter die vier Jahreszeiten und der Abschnitt “An Land”. Insgesamt umfasst das Buch circa dreihundert Seiten. “Eingefroren am Nordpol” lässt sich auch als Laie sehr angenehm lesen und es wird kein Vorwissen erwartet. So muss man auch keine Angst haben über unbekannte Fachtermini zu stolpern. Außerdem gibt es zu Beginn eine Karte, die die Route der Polarstern aufzeigt, so dass man während des Buches nachsehen kann, wo genau sich das Schiff gerade befindet. Zudem findet man am Ende des Buches eine Seite, die den Aufbau des Forschungscamps zeigt. Mir persönlich hat die erste Hälfte des Buches am Besten gefallen, da hier die Tage noch sehr detailliert beschrieben werden und man sehr viel dazu lernt. Die Crew muss sich täglich anderen Herausforderungen stellen, von Eisbären, bis zu Stürmen und Rissen im Eis ist wirklich alles vertreten. Nach dem Abschnitt “Winter” geht der Autor vom Schiff und es gibt einen Abschnitt, bei dem er in wenigen Seiten zusammenfasst, was für Schwierigkeiten die Pandemie für solch eine Expedition mit sich bringt. Hierbei fand ich es Schade, dass man die Geschehnisse an Bord nicht mehr so genau mitbekommen, wie es für ein “Logbuch” der Fall sein sollte. Natürlich wird auch angerissen, was gerade in der Arktis passiert, doch ich persönlich hätte mir mehr Details erwartet. Insgesamt hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Die Geschichte der Expedition mit der Polarstern ist beeindruckend und lesenswert. Was hier bei Minusgraden in der ewigen Dunkelheit des arktischen Winter geleistet wurde ist schwer in Worte zu fassen und jeder sollte selbst die Möglichkeit ergreifen mehr zu erfahren.

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Ein „leichtes“ Buch zu einem schweren Thema. Die Reise der Polarstern in die Arktis - einem Ort, von dem man so wenig weiß und der für den Klimawandel so bedeutend ist.

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Der Autor:_ _ Markus Rex ist Professor für Atmosphärenphysik an der Universität Potsdam und leitet auch das entsprechende Forschungsgebiet des Alfred-Wegener Instituts (AWI). Als Polar-, Klima- und Atmosphäreforscher beschäftigt er sich besonders mit dem Klimasystem der Polargebiete sowie der Ozonschicht._ _ Bevor er die Leitung der MOSAiC-Expedition übernahm, hatte er zur Erforschung der Klimaprozesse bereits an zahlreichen Expeditionen in der ganzen Welt teilgenommen, auch in der Arktis und Antarktis._ _ Zwischen Abenteuer und Forschung:_ _ Bei “Eingefroren am Nordpol” handelt es sich um das Logbuch der einzigartigen, international besetzten Forschungsmission MOSAiC_, geschrieben von Expeditionsleiter Markus Rex. ‘MOSAiC’ steht für ‘Multidisciplinary drifting Observatory for the Study of Arctic Climate’, also ‘multidisziplinäres treibendes Observatorium zur Erforschung des arktischen Klimas’._ _ Wie bitte – ‘treibendes’?_ _ Ja, denn die beteiligten Wissenschaftler aus 20 Nationen stellten ihre Forschungen aus dem Blickwinkel einer ganz besonderen Basis heraus an! Los ging es am 20. September 2019, als das Schiff »Polarstern« den Hafen der Stadt Tromsø in Nordnorwegen verließ und sich auf die Suche nach einer geeigneten Eisscholle machte, die für die nächsten Monate, fast ein ganzes Jahr, zur treibenden Forschungsstation werden sollte – und das im Winterhalbjahr, der tiefsten Polarnacht._ _ Denn das Eis der Arktis ist im Winter vielerorts so dick, das selbst Eisbrecher keine Chance mehr haben, aber wenn man sich geschickt am richtigen Ort einfrieren und dann mitdriften lässt, trägt die Bewegung des Eises einen dorthin, wohin man will._ _ _____ _ als leise Kritik sei angemerkt, dass Abkürzungen nicht immer näher erläutert werden, wie zum Beispiel, was ist eine CTD-Rosette – oder eben, aus was setzt sich ‘MOSAiC’ zusammen? Letzteres wird natürlich im Laufe des Buches inhaltlich erklärt, nur fehlt die Zusammensetzung des Begriffs._ _ Warum das Ganze?_ _ Das grundlegende Ziel der Expedition war das Zusammentragen wissenschaftlicher Daten aller Art in der Zentralarktis: aus dem arktischen Ozean, dem Packeis und der Atmosphäre. Daten dieser Art konnte man zuvor noch nie in diesem Umfang erheben, weil es technisch und logistisch schlicht nicht möglich war. Die Auswertung des Materials (diese wird Wissenschaftler noch einige Jahrzehnte beschäftigen) soll es in Zukunft ermöglichen, die Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Komponenten des Systems Zentralarktis zu verstehen._ _ Wenn man sich anschaut, wie viele Länder, Institute und Wissenschaftler beteiligt waren, welche Anzahl und Vielfalt an Daten mit zig Messapparaturen erhoben wurden, was für eine enorme Vorbereitungs- und Nachbearbeitungszeit in diesem Projekt stecken, dann ist es sicher nicht übertrieben, wenn MOSAiC vielerorts als “größte Arktisexpedition aller Zeiten” angepriesen wird._ _ Wer jetzt fürchtet, mit eiskalten Fakten erschlagen zu werden, muss sich allerdings keine Sorgen machen. Dies ist kein nüchterner, strikt auf die nackten Daten reduzierter Forschungsbericht, sondern ein Expeditionsbericht, in dem das Abenteuer nicht fehlt. Immerhin sieht Rex sich in der Tradition der legendären “Fram”-Expedition vor mehr als 125 Jahren, bei der Leiter Fridtjof Nansen sein Schiff ebenfalls willentlich einfrieren ließ._ _ Arktisforschung vor über einem Jahrhundert:_ _ In Interviews schwärmt Rex von dessen gigantischer Pionierleistung, spricht davon, wie Nansen und seine Mannschaft todesmutig und entbehrungsreich drei Jahre lang isoliert im Eis festsaßen – und Messungen anstellten, die für die MOSAiC-Expedition hilfreiche Vergleichswerte darstellen, wie zum Beispiel Temperatur und Eisdicke._ _ Und der Vergleich war ernüchternd: die Temperatur war zum Teil geschlagene 10 Grad höher als zur Zeit der Nansen-Expedition, man fand offenes Wasser dort vor, wo Eis sein sollte… Der Klimawandel lässt sich nicht mehr leugnen – bald könnte die Arktis im Sommer komplett eisfrei sein, und das hätte Folgen für die ganze Welt._ _ Die Arktis ist laut Rex das Epizentrum des Klimawandels, ein System mit überaus komplexen Wechselwirkungsmechanismen. Wie bei einem Uhrwerk greift ein Teil ins andere, so dass sich einzelne Entwicklungen stets auf das Funktionieren des ganzen Systems auswirken – so ist die Arktis auch die “Wetterküche” für das Klima in unseren Breiten!_ _ Markus Rex schreibt fundiert und dabei unterhaltsam. Im gelingt die Balance: abwechslungsreich und mit Liebe zum stimmigen Detail einerseits, wissenschaftlich untermauert und detailliert andererseits – zu trocken liest es sich so oder so nicht. Sein Logbuch ist daher nicht nur für Menschen mit Vorkenntnissen interessant, die schon mit den Abenteuern der großen Forscher wie Nansen und Amundsen vertraut sind. Auch für Laien gilt: wer sich für die Arktis, das Thema Klimaforschung oder wissenschaftliche Themen an sich interessiert, ist hier sicher nicht falsch._ _ Der lebhafte Stil trägt den Leser durch dieses spannende Abenteuer: angefangen bei der Suche nach der richtigen Scholle zum Andocken bis hin zur korrekten Begegnungsetikette mit Eisbären (von der Gefahr her nicht zu unterschätzen!)– oder der ernüchternden Beschreibung des schmelzenden Eises am Nordpol. Durch Covid-19 wurde der geplante Ablauf gehörig gefährdet, auf diese Probleme geht Rex nicht nur im Verlauf des Tagebuchs, sondern auch in einem eigenen Kapitel ein: “Auf Messers Schneide”._ _ Er schildert dem Leser die Expedition anschaulich, bringt ihm allerlei damit verbundene Themen nahe und gibt auch einen Einblick in die Schönheit der Arktis. Fakten verschiedenster Art werden locker ins Tagebuch eingeflochten, wie zum Beispiel Informationen über das Nordlicht, das Leben an Bord, die verschiedenen an der Expedition beteiligten Personen oder die Andockmanöver mit anderen Eisbrechern._ _ Die Gestaltung des Buches:_ _ Das Buch enthält zahlreiche exklusive Fotos von der Expedition, die den Text wunderbar ergänzen, dazu findet sich im Vorderdeckel eine Karte der Arktis mit Markierung des Expeditionsverlauf und im Rückdeckel eine Übersicht über das Forschungscamp auf der Scholle, mit den aufgebauten wissenschaftlichen Geräten. Es handelt sich hier aber nicht um einen Bildband! Die Bilder sind daher nicht auf Hochglanzpapier und auch nicht immer auf eigenen Seiten abgedruckt, sondern fügen sich in den Textfluss ein._ _ Farbig abgehobene Infokästen enthalten ergänzend zum Logbuch weitere wissenschaftliche, technische, oder politische Fakten, wie zum Beispiel Daten zum Schiff, Informationen zu verschiedenen Eisformen, Antworten auf Fragen wie “Was essen Polarfahrer?” oder “Wem gehört die Arktis?”. Diese Kästen muss man nicht unbedingt lesen, um das Logbuch an sich zu verstehen, sie sind nur ein Angebot für interessierte Leser*innen, die tiefer in die Materie eintauchen wollen._ _ Ein Register ermöglicht das Nachschlagen von Personen, Instituten, Fachbegriffen und diversen Schlagworten. Wie oben schon erwähnt, hätte ich mir dazu noch ein Abkürzungsverzeichnis gewünscht._ _ Fazit:_ _ Am 20. September verließ die »Polarstern« den Hafen von Tromsö, um sich am Nordpol einfrieren zu lassen – an Bord Wissenschaftler aus 20 Nationen. Ziel war es, ein Jahr lang Daten zu sammeln und das System Zentralarktis zu erforschen, mit besonderem Augenmerk auf den Auswirkungen des Klimawandels. Expeditionsleiter Markus Rex berichtet im Logbuch der Expedition von Herausforderungen und Gefahren, aber auch vom Alltag auf der driftenden Eisscholle, die den Wissenschaftlern als Basis diente._ _ Das wirkt auf mich als Laiin wissenschaftlich fundiert, liest sich aber auch unterhaltsam – ein echtes modernes Abenteuer in der Tradition der großen Polarforscher des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Aber das Buch lässt einen auch nachdenklich und besorgt zurück, denn der Klimawandel scheint in Rex’ Aufzeichnungen mehr als offensichtlich…_ Diese Rezension erschien zunächst auf meinem Buchblog: https://wordpress.mikkaliest.de/rezension-markus-rex-eingefroren-am-nordpol/

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Spannendes und erhellendes Tagebuch. Nicht trocken, sondern lebhaft erzählt.

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