A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja

A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja

Softcover
4.1184

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Description

Alles ist so gekommen, wie sie es vorausgesagt hatten…

… nur noch schlimmer! Troja brennt, der Krieg ist verloren. Warum hat Hektor nicht auf die weisen Worte seiner Frau gehört? Doch Andromache empfindet keine Genugtuung darüber, dass sie recht hatte – sondern stetig wachsendes Grauen. Denn während die Männer im Krieg ihr Leben verlieren, verlieren die Frauen alles andere. Doch sie zeigen ihren Tränen nicht. Vielmehr erzählen sie ihre Geschichte, als wäre sie ein Gedicht: melodisch, klug und unterhaltsam. Ihre Erinnerungen sind schmerzhaft, doch ihr Kampfgeist ist ungebrochen.


›A Thousand Ships – Die Heldinnen von Troja‹ füllt eine Leerstelle: Endlich hören wir von den Frauen, deren Leben, Lieben und Rivalitäten durch den tragischen Krieg für immer verändert wurden – eindrucksvoll übersetzt von Lena Kraus

»Elegant und intelligent … Haynes verbindet ihr umfassendes Wissen über die griechische Mythologie mit der Gabe, fesselnd zu erzählen« - The Times

Für alle Leser*innen von Madeline Miller

Lesen Sie auch › STONE BLIND – Der Blick der Medusa ‹ von Natalie Haynes. Poetisch und klug erzählt Natalie Haynes darin die Geschichte einer Frau, die von anderen zum Monster gemacht wird – und sich doch selbst behauptet.

Book Information

Main Genre
Novels
Sub Genre
N/A
Format
Softcover
Pages
416
Price
15.40 €

Author Description

Natalie Haynes studierte Altphilologie in Cambridge, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Mit ihren Romanen und Sachbüchern möchte sie möglichst vielen Menschen die klassische Antike nahebringen. In Großbritannien und den USA wird die Bestseller-Autorin von Publikum und Presse als »Rockstar der Mythologie« (›Washington Post‹) gefeiert.

Characteristics

1 reviews

Mood

Sad
Funny
Scary
Erotic
Exciting
Romantic
Disturbing
Thoughtful
Informative
Heartwarming
83%
N/A
26%
3%
90%
49%
100%
93%
94%
56%

Protagonist(s)

Likable
Credible
Developing
Multifaceted
92%
100%
95%
100%

Pace

Fast0%
Slow0%
Moderate100%
Variable0%

Writing Style

Simple0%
Complex0%
Moderate100%
Bildhaft (100%)Poetisch (100%)

Posts

39
All
5

Ein Werk zusammengesetzt aus vielen kleinen Geschichten mit einem durchgängigen roten Faden🪡💔

Ohne Spoiler: „Ein Krieg ignoriert nicht die Hälfte der Menschen dessen Leben er berührt. Wieso also, tun wir es?“ Keine dieser Geschichten war neu für mich. Die alten Sagen und Mythen wurden mittlerweile in etlichen modernen Romanen neu verpackt und erzählt und dennoch gelang es der Autorin einen neuen & interessanten Blickwinkel zu finden. Das Buch hat mich -obwohl ich das Schicksal der Frauen von Anfang an kannte- berührt und auch zum Nachdenken angeregt. Die Kapitel von Penelope, „den Frauen von Troya“ und der Muse bilden den roten Faden welche die einzelnen Handlungsstränge miteinander verweben. Zu einem gewissen Grad kann man die problematisierten/angesprochenen „typischen Rollenbilder“ der Männer und Frauen auch heute noch auf unsere gesellschaftlichen Strukturen anwenden. Es war mein erster Roman dieser Autorin und sicher nicht der letzte. Ich empfehle es Leser*innen die eventuell schon etwas Vorkenntnis zu den Geschehnissen haben (aufgrund von komplexen Namen und verwirrenden Familienstammbäumen) und sich natürlich allgemein für die griechische Mythologie interessieren. Achtung Spoiler: ⚠️ Ein wirklich besonderer Gänsehaut-Moment waren für mich die letzten Sätze. Die Autorin war in meiner Vorstellung plötzlich die Muse, die nun endlich ihre Gesichte erzählen konnte. All die Jahrhunderte später. Oder die Autorin ist endlich eine würdige Erzählerin, die die Geschichte der Muse verbreiten/veröffentlichen darf. „Diese Gedichte wird erzählt werden, egal wie lange es dauert. Ich bin alterslos.. unsterblich. Zeit spielt für mich keine Rolle. Alles was zählt, ist das Erzählen. Sing Muse. Nun, hört ihr mich? Ich habe gesungen.“

5

Geniale Erzählung! Zudem gibt das Buch viel Potential zum Nachdenken

Geniale Erzählung! Zudem gibt das Buch viel Potential zum Nachdenken
5

Schwieriger Einstieg, aber lohnenswert

- Troja Krieg - Retelling - feministisch - only Female POV In einem Krieg, in dem es nur um eine Frau geht, bleibt die Frage, was mit den anderen Frauen passiert. Haynes gehört mittlerweile zu meinen Lieblingsautorinnen, und auch in diesem Buch überzeugt sie mit einer wunderbaren feministischen Neuerzählung der griechischen Mythologie. Besonders gefallen hat mir die fein nuancierte Perspektive von Penelope. Der Einstieg war schwierig, da sich viele verschiedene Perspektiven schnell abwechseln, aber mit etwas Geduld kann man den roten Faden erfassen und wird von Haynes malerischer und so gut durchdachter Erzählung gefesselt. Absolute Empfehlung!

Schwieriger Einstieg, aber lohnenswert
4

Sehr interessantes Buch. Fast jedes Kapitel handelt von einer anderen Frau zu Zeit um den Trojanischen Krieg. Manchen wurden mehrere Kapitel gewidmet, machen nur ein einziges. Ich fand es richtig gut mal die Sicht der Frauen und die Schicksale der Frauen zu erfahren. Eigentlich hört man sonst nur Geschichten über die männlichen Helden. Am Anfang musste man sich wirklich an den Schreibstil und die Zeitsprünge gewöhnen. Einige Kapitel sind auch besser als andere (Penelope ging mir irgendwie auf der Nerven) aber insgesamt lohnt sich das Buch für alle Fans der griechischen Mythologie 😊

3

Toller Abschluss, leider etwas schwer zu überblicken

5

Können wir uns zuerst eine Sekunde zur Bewunderung dieses wunderschönen Covers nehmen? Ich habe bereits Stone Blind von der Autorin gelesen und obwohl dieses Buch die Leserschaft gespalten hat, mochte ich es sehr gerne. Dieses Buch hier könnte jedoch auch etwas für alle sein, denen Medusas Geschichte weniger gefallen hat. Der Ton im vorliegenden Buch ist Männern gegenüber beispielsweise weniger passiv-aggressiv und setzt dafür mehr auf Emotionalität in den Schilderungen, was dazu geführt hat, dass ich die eine oder andere Träne vergossen habe. Über Troja habe ich wohl so viel gelesen, wie über keinen anderen Mythos. Deshalb hatte ich zu Beginn Angst, wenig Neues zu entdecken. Dieses Buch schafft es jedoch, die Basics zu Troja mitreißend zu vermitteln, ohne Kenner zu langweilen. Im Fokus dieser feministischen Neuerzählung stehen vom Fall der Stadt betroffene Frauen und ihre Erlebnisse als Mütter, Töchter, Königinnen, Göttinnen, Liebende, Trauernde, Kriegsbeute... Natalie Haynes verwebt dank beeindruckendem Rechercheaufwand einmal mehr die Geschichten sehr vieler Frauen – ein Namensverzeichnis ist vorhanden, Konzentration dennoch erforderlich – zu einem stimmigen Gesamtbild. Natürlich bieten die Quellen nicht für jeden dieser Handlungsstränge gleich viel Material, weshalb der Zugang zu manchen Frauen schwieriger erscheinen mag. Unter all den Einzelschicksalen hat mich besonders Penelopes einseitige Briefkommunikation mit Odysseus und deren Entwicklung im Laufe der Jahre überzeugt. Dieses Buch ist definitiv in mehr als einer Hinsicht keine leichte Lektüre, wer jedoch nach einem Mythologie-Buch voll Frauenpower sucht, das in Gedanken noch länger nachhallt, sollte hier unbedingt einmal reinlesen oder -hören. Bitte lest dann auch unbedingt das starke Nachwort, dass die Notwendigkeit solcher Bücher noch einmal deutlich macht.

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5

Wortgewaltiges Meisterwerk

Natalie Haynes hat es auf grandiose Weise geschafft, die Geschichte der Frauen des alten Griechenlands und Trojas, schonungslos, bewegend und mitreißend zu schildern. Das Buch baut sich auf literarische, sowie fundierten archäologischen Überlieferungen der gesamten Welt der Antike auf. Einige Kapitel sind von der Autorin frei kreiert, andere stützen sich auf Quellmaterial. Die Erzählung gliedert sich in verschiedene Zeitstränge und beinhaltet mal größere, mal kleinere Zeitsprünge. Wenn man sich aber darauf einlässt, ist dieser Aspekt bald vergessen, denn man lernt die Figuren immer besser kennen und kann sie auch bald im Lesefluss problemlos zuordnen. Alles im allem passt der Schreibstil und die komplexe Struktur perfekt zu den Erzählungen. *Geschichten die es verdient haben erzählt zu werden!*

Wortgewaltiges Meisterwerk
5

Es geht um den trojanischen Krieg. Für Fans von griechischer Mythologie ein Muss! Das Hörbuch hat mir gefallen.

4.5

Hat mir sehr gut gefallen! Die vielen vielen Perspektiven von Frauen, die direkt oder indirekt mit dem Geschehen des trojanischen Krieges zu tun hatten, sind interessant und geben dem Leser eine noch umfassendere Sicht auf diesen. Egal ob von davor, während oder nach dem Krieg.

1.5

Puh. Das erste Retelling dieser Art, das ich nicht mochte 🥲

3

Wichtiges literarisches Werk, jedoch ist der Schreibstil eigen

5

Eine spannende "Geschichtensammlung" der Frauen, die den Trojanischen Krieg angezettelt, erlebt und überlebt haben. Ein Muss für Fans der griechischen Mythologie.

5

Ich habe es geliebt und verschlungen. Unfassbar toll geschrieben, einzigartiges Thema, wahnsinnig gut recherchierte Geschichten. Ich werde sicher die anderen Bücher von haynes nun auch lesen.

4.5

Hat meine Erwartungen übertroffen!

Dieses Buch hat mich eigentlich schon ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Zu Beginn fand ich die Kapitel recht kurz, brutal und teils auch echt tragisch, allerdings hat genau das bei mir einen durchaus positiven Eindruck hinterlassen. Ab ca. der Hälfte des Buches wurden immer mehr Zusammenhänge klar und ich konnte auch immer besser mit den Frauen mitfühlen. Besonders die Kapitel mit Kalliope und Penelope haben mir sehr gefallen, die waren für mich eine wahre Fundgrube für Zitate über die man noch sehr, sehr lange nachdenken kann.

3

Die Episodenhaftigkeit der Erzählung hat mir gefallen, die Umsetzung war mir zu schwach. Ich hätte mir mehr Wut gewünscht, und mehr Fokus auf die Frauen.

4.5

Die Stimme der Frauen 💙 Der trojanische Krieg aus der Sicht der Frauen, die Opfer oder Zurückgelassene waren oder in der Geschichte einfach vergessen wurden. 🌊

Als großer Fan der griechischen Mythologie musste ich dieses Buch lesen und fand es super interessant! In diesem Buch gibt man den Frauen eine Stimme, um ihre Geschichten in diesem Krieg zu erzählen. Es geht nicht um die ganzen Helden, von denen man sonst immer liest. Denn nicht nur sterben und kämpfen ist heldenhaft. Die Geschichten der jeweiligen Frauen waren sehr ergreifend und bewegend, auch wenn manche von ihnen länger und andere eher kürzer waren. Einen halben Stern Abzug, da es sich dann doch an der ein oder anderen Stelle mal ein bisschen gezogen hat.

5

Eindrücklich und ergreifend erzählt die Autorin aus zahlreichen Perspektiven von den Erlebnissen der Frauen während und nach dem trojanischen Krieg.

„Ein Krieg ignoriert nicht die Hälfte der Menschheit deren Leben er berührt. Warum also tun wir das?“ Denkt man an den trojanischen Krieg kommen einem wahrscheinlich als erstes „Helden“ wie Achilles, Hektor, Odyseus und Paris in den Sinn. Doch was ist mit Krëusa, Kassandra, Hekabe, Briseis, Oinone oder Laodameia? Ihren Geschichten widmet sich die Autorin Natalie Haynes in ihrem neuen Buch „Die Heldinnen von Troja“. Eindrücklich und ergreifend erzählt sie aus zahlreichen Perspektiven von den Erlebnissen griechischer, trojanischer und anderer Frauen während und nach dem trojanischen Krieg. Während Männer ihr Leben verloren, verloren Frauen alles andere. Söhne, Männer, sich selbst. Sie wurden zu Eigentum der Sieger gemacht, verschleppt, ermordet, vergewaltigt.  Die Perspektive der „Frauen von Troja“ zieht sich durch das gesamte Werk und berichtet von den Ereignissen nach der Zerstörung der Stadt. Parallel dazu gibt es immer wieder Rückblenden von vorausgegangenen Ereignissen. Die Grausamkeit und Brutalität des Krieges werden auf jeder Seite des Buches deutlich. Von Beginn an konnte ich aufgrund der längeren Kapitel und trotz der vielen Sichten und Geschichten eine gute Verbindung zu den Charakteren aufbauen, habe ihre Schmerzen und ihre Verluste mitfühlen können. Nicht alle Beziehungen zwischen Männern und Frauen sind von Gewalt und Unterdrückung geprägt, doch die patriarchale Gesellschaftsform der damaligen Zeit wird nicht beschönigt, sondern schonungslos in all ihren Facetten dargestellt. Die Autorin konzentriert sich jedoch nicht nur auf die Menschen, sondern gibt auch die Hintergründe des Krieges wieder. Hier setzt auch mein einziger Kritikpunkt an diesem Buch an: den Einbezug von Gaia und ihrer Motivation, die sehr gewollt wirkte. Es schien als würde die Autorin heutige Zustände auf damals projizieren, was einfach nicht passend und realistisch war.  Wie schon in ihrem Buch „Stone Blind Medusa“ spielt die Autorin mit der Frage, was einen Helden ausmacht und bricht die durch den männlich Blick geprägte Perspektive auf, welche sich durch die Mythologie und Neuerzählungen zieht. In diesem Buch sind Frauen und ihr Tod nicht Fußnoten, sondern Teil des Textes. Ihre Rolle, ihre Opfer und ihre Geschichten werden so ausführlich behandelt, wie die der angeblichen Helden. Der Schmerz der Frauen wird nicht an den Rand der Geschichte gedrängt, sondern in den Fokus gerückt und ich hab’s geliebt.      

Eindrücklich und ergreifend erzählt die Autorin aus zahlreichen Perspektiven von den Erlebnissen der Frauen während und nach dem trojanischen Krieg.
3.5

Erstmal find ich das Buch an sich super. Die Geschichte aus der Perspektive der Frauen zu erzählen war super spannend und hat definitiv vieles super interessant gemacht. Allerdings war das ganze in einer nicht chronologischen Erzählweise was es manchmal mehr als schwer macht zu wissen wem man folgt und wann was jetzt passiert. Gerade wenn dir Kapitel nur mit den Namen beginnen und plötzlich kommt eine Erzählung zehn Jahre vor dem Krieg oder zehn Jahre danach. Auch waren es öfters mal nicht so bekannte Frauen um eben die ganz normale Bevölkerung zu zeigen was eben spannend war, aber auch manchmal zu Problem der Einordnung führt. Trotzdem war es sehr spannend und zu empfehlen.

5

Der weibliche Blick auf ein androzentrisches Mythos Der Trojanische Krieg – eine der ältesten Geschichten der westlichen Literatur. Natalie Haynes interpretiert diesen Klassiker aus einem leidenschaftlich feministischen, doch niemals forcierten Blickwinkel neu. Getötet. Verwitwet. Ignoriert. Versklavt. »A Thousand Ships« gibt den Frauen des Trojanischen Krieges eine oft missachtete Stimme – ach was, einen vielstimmigen Chorgesang des Schmerzes, der Wut, des Leids, der Trauer, aber auch des Muts und des kämpferischen Lebenswillens. Das ist so lebendig und packend, dass ich nur so durch die Seiten flog, das ist klug und vielschichtig und manchmal auch so witzig, dass ich schallend lachte. Meines Erachtens ist das wunderbar ausbalanciert, um Leser:innen alle Persönlichkeiten und alle Aspekte der weiblichen Lebenswirklichkeit der Zeit im Guten wie im Schlechten nahezubringen. Aber immer, immer erzählt die Autorin die Erlebnisse der Frauen verschiedenster Bevölkerungsgruppen mit Würde und Feingefühl. Und ja, auch mal mit beißendem Sarkasmus oder bitterbösem Humor. Wie kann eine Nacherzählung spannend sein? Es gibt unzählige Romane und Filme, die sich mit dem Trojanischen Krieg befassen, die meisten Menschen sind zumindest in Grundzügen vertraut mit der Geschichte. Wir wissen, wie sie anfängt. Wir wissen, wie sie endet. Aber hier geht es eben nicht nur um das große Ganze, sondern um das individuelle Leben der verschiedenen Frauen. Daraus entwickelt sich eine viel intimiere Art von Spannung. Du leidest mit, du siehst die Schicksalsschläge kommen und hoffst doch wider besseren Wissens, dass für diese Frau, wenigstens diese eine, alles gutgehen möge. Du feierst jeden kleinen Sieg, jedes Aufflackern von Trotz, jede kluge Finte, ungeachtet der Auswirkung auf den Kriegsverlauf. Natalie Haynes schreibt ihre Göttinnen nahbar. Sie mögen unsterblich sein, mächtiger als ihre menschlichen Mitstreiterinnen – aber sie sind dennoch durch und durch Frauen, die auch mal mit kritischem, zornigen oder abfälligen Blick auf das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern schauen. Dabei bedient sich die Autorin nicht plumper Umkehr der Machtverhältnisse: Sie macht nicht alle Männer/Götter in ihrem Roman zu Bösewichten, und nicht alle Frauen/Göttinnen zu strahlenden Lichtgestalten. Aber sie zeigt die Brüche, die Abgründe, die Art und Weise, wie viele der Helden in diesem Mythos weibliche Knechtschaft als etwas Selbstverständliches sehen. Natalie Haynes stellt ihre Protagonistinnen jeweils nur kurz ins Rampenlicht, verleiht ihnen aber dennoch Persönlichkeit und echte Individualität. Jede einzelne Stimme in diesem Griechischen Chor hat ihr Solo, das im Gedächtnis der Leserin widerhallt – ein echtes Kunststück bei einer solchen Vielzahl von Charakteren, das ist wunderbar und intelligent geschrieben.

4

>>Alles, was zählt, ist das Erzählen.<<

Und in diesem Buch sind es die Frauen, die zu stillen Heldinnen werden, denn wie Natalie Haynes so treffend beschreibt, sind Frauen oft nur stille Heldinnen, weil die Männer für den Kampf 'ausgebildet', 'erzogen' und 'gezüchtet' werden. Dass Männer dabei oft von einer Frau beeinflusst werden, vergisst man allzu oft, denn, woran man sich erinnert, ist nur die Heldentat und nicht wer ihm dazu verhalf. Also ja, ihr könnt euch denken, dass dieses Buch somit sehr feministisch ist, aber das müsstet ihr schon aus dem Titel herauslesen können, denn 'Heldinnen von Troja' werden in der Geschichte doch nie erwähnt. Jetzt wisst ihr, was ich meine, wenn ich von 'stillen Heldinnen' schreibe. Und es ist so hoch interessant von diesen Heldinnen gelesen zu haben, denn wie schon in 'Stone Blind', dem anderen Buch, welches ich von der Autorin bereits gelesen habe, ist hier nichts so wie es auf dem ersten Blick scheint und wer Held*in ist und wer seinen Ruhm nur angedichtet bekommt, das ist nie so richtig klar. Eines ist jedoch klar und zwar, dass wahre Held*innen eines gemeinsam haben: Sie rühmen sich nicht mit ihren Heldentaten und meiden die Aufmerksamkeit, weil eine Heldentat oft nicht nur den Sieg über Ungerechtigkeit mit sich bringt, sondern auch Schmerz. Sehr viel Schmerz. Und diesen Schmerz verspüren meist eher die Heldinnen als die Helden, weil sie diejenigen sind, die man häufig übergeht und denen die Heldentat nicht anerkannt wird. Es gibt also keine wahren Lobeshymnen und -balladen oder -sagen über Heldinnen aus der griechischen oder römischen Götterwelt, weil sie bisher noch nicht erzählt wurden. Das hat Natalie Haynes nun aber geändert und das ist gut so.

4

Natalie Haynes hat es wieder getan: sie gibt den Frauen der griechischen Antike & Mythologie eine Stimme und das im größten Krieg der alten Welt : dem Trojanischen Krieg.

Die Geschichte konnte mich nicht so ganz überzeugen, Stone Blind gefiel mir da ein ganzes Stück besser. Aber: diese Geschichten sind so wichtig denn sie berichten modellhaft, welche Opfer sie bringen mussten, nachdem der Krieg vorüber war. Mich konnten sie sehr unterhalten, auch wenn ich nicht jede Frau in ihren Haltungen und Handlungen mochte. Trotzdem verstand ich ihre Beweggründe. Tatsächlich hat mich die Geschichte so eingenommen, dass ich wieder den Drang spüre, mehr über die griechische Mythologie zu lesen. Natalie Haynes bewundere ich sehr dafür, dass sie zwischen all den Heldensagen und Geschichten auch die Stimmen der Frauen sucht und ans Licht bringt. Ich mochte es auch, dass Helena nicht im Mittelpunkt stand wie man vermuten könnte. Aber ganz auf sie verzichtet wurde auch nicht. 😉 wichtig ist noch zu wissen: Es wird im Buch immer wieder in der Zeit hin und her gesprungen. heißt: mal befindet man sich vor dem Krieg, mittendrin oder danach. Das geschieht recht häufig, aber nachdem ich das wusste, konnte ich mich besser damit zurecht finden.

4

Solide Nacherzählung der antiken Vorlage. Es gibt einen präsenten roten Faden - die Autorin verwebt die einzelnen Schicksale der Frauen miteinander - schöne Perspektivwechsel. Insgesamt fehlt es mir etwas an Charaktertiefe.

3.5

Das Buch hat mir gut gefallen, allerdings konnte mich Haynes' Schreibstil nicht so sehr fesseln, dass ich wirklich stark mit den Charakteren mitgefiebert oder mitgefühlt, sondern die Handlung eher von außen betrachtet habe. Den Geschichten der verschiedenen Frauen konnte ich beim Lesen gut folgen, denke allerdings, dass die vielen verschiedenen Namen und Verbindungen kompliziert erscheinen können, wenn man noch nicht so viel im Bereich der griechischen Mythologie gelesen hat und mit den Geschichten vertraut ist. Am Ende zu lesen, dass die Autorin sich teilweise die Story von ganzen Kapiteln selbst ausgedacht hat, hat mich etwas enttäuscht, da man dann nicht wirklich weiß was auf den ursprünglichen Beschreibungen des Trojanischen Krieges und den Geschichten über die Götter basiert. Aber das ist natürlich bei Romanen über griechische Mythologie immer zu beachten.

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4.5

Eine Geschichte über die Nachwirkungen des Krieges, über die Schicksale der Daheimgebliebenen und vor allem eine Geschichte der Frauen.

In dieser Geschichte geht es, wie Kalliope am Ende sagt, nicht nur um eine oder zwei Frauen, sondern um alle Frauen. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen, weil man immer wieder Neues erfährt. Am Anfang sind es vor allem die tragischen Schicksale, aber nach der Hälfte des Buches werden die Zusammenhänge immer klarer. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, aber die Zeitsprünge, die immer wieder gemacht werden, sind etwas gewöhnungsbedürftig und erfordern ein hohes Mass an Konzentration. Eine ausführlichere Rezension folgt in den nächsten Tagen.

4.5

Wahnsinnig berührend und interessant

Für alle Fans von griechischer Mythologie ein Muss! Ich fand es wahnsinnig berührend und herzzerreißend, die Geschichten der Frauen detaillierter zu erfahren, welche in den Originaltexten von Vergil oder anderen Autoren nur in Nebensätzen erwähnt wurden. Sehr viele Figuren und Geschichten wie bspw. die von Gaia kannte ich im Vorfeld noch gar nicht und gerade diese ließen mich den Trojanischen Krieg nochmal aus ganz anderen Perspektiven sehen. Auch konnte ich sehr viel Mitgefühl mit vielen dieser Frauen empfinden und ihre Gedanken und Gefühle nachempfinden, da sie als ganz normale Frauen mit Gefühlen und Gedanken dargestellt wurden, die vermutlich jeder von uns schonmal hatte. Natalie Haynes schafft es außerdem, in diesen meist tragischen Geschichten Humor und Witz unterzubringen und die Frauen nicht nur als traurige elende Seelen, sondern auch als kluge, strategische und starke Persönlichkeiten darzustellen. Auch der Aufbau hat mir gut gefallen, die Abwechslung zwischen vielen verschiedenen Perspektiven ließ es immer noch wie eine Geschichte wirken und nicht wie eine Aneinanderreihung mehrerer Geschichten. Teilweise hat mich diese Abwechslung aber auch genervt, da sie mit sehr vielen Zeitsprüngen und Ortswechseln einherging und man sich manchmal nicht richtig in die Charaktere hineinversetzen konnte, da dann schon wieder eine andere Perspektive kam.

4

And I have sung of the women, the women in the shadows. I have sung of the forgotten, the ignored, the untold. I have picked up the old stories and I have shaken them until the hidden women appear in plain sight. I have celebrated them in song because they have waited long enough.

"A Thousand Ships" erzählt die Geschichten der Frauen, die vom Trojanischen Krieg betroffen sind. Während kaum eine leicht zu lesen ist (teilweise sogar sehr hart), stellt und beantwortet der Text die Frage, ob nicht die Frauen in einem Krieg, auch wenn sie nicht kämpfen, nicht ebenso heroisch sind wie die Männer. Frauen, die ihre Kinder allein aufziehen und irgendwie überleben, während ihre Männer sterben. Frauen, die Grausamkeiten ertragen und dennoch einen Weg finden, damit umzugehen; ob mit Rache oder anders. "A Thousand Ships" regt zum Nachdenken an und macht wütend, mich zumindest.

3

In “Die Heldinnen von Troja” geht es um die Frauen dieser Stadt. Es geht um den Krieg, die Eroberung Trojas und ihr Schicksal. Die Idee, den Frauen im Trojanischen Krieg eine Stimme zu geben, gefällt mir sehr gut. Meiner Meinung nach hat die Autorin eine bewundernswerte Arbeit geleistet, indem sie dem Leser auf ca. 400 Seiten so viele Sterbliche, Göttinnen und andere mythologische Wesen wie möglich vorgestellt hat. In jedem Kapitel steht eine andere Figur im Vordergrund, einige davon werden gelegentlich wiederholt, andere tauchen nur einmal auf. Leider ist die Menge am Ende viel zu groß und verwässert die einzelnen Geschichten. Ich hätte mir in diesem Roman mehr Tiefe bei den Geschichten der einzelnen Frauen gewünscht, so konnte ich zu keiner von ihnen eine richtige Bindung aufbauen. Manchmal waren die Perspektiven zu kurz, um ein Gefühl für die Person dahinter zu bekommen. Bei anderen habe ich noch lange darüber nachgedacht, die Autorin ist aber nicht wieder darauf zurückgekommen, so dass ich oft das Gefühl hatte mein wachsendes Mitgefühl wurde unterbrochen, bevor es die Chance hatte sich richtig zu entwickeln. Ich finde das Konzept sehr interessant und fesselnd, leider konnte mich die Umsetzung und der Erzählstil am Ende nicht wirklich begeistern und überzeugen.

3.5

Starke weibliche Hauptfiguren, die den trojanischen Krieg erlebten

Ich habe mich schwer getan, in die Geschichte einzutauchen. Die Kapitel sind unterschiedlichen Frauen gewidmet, die während und nach dem trojanischen Krieg von ihren Erlebnissen und Gefühlen erzählen. Natalie Haynes schreibt wie immer sehr berührend und schafft es, Gefühle und Emotionen auf den Leser zu übertragen. Der rote Faden ist erkennbar, aber für mich war die Geschichte im allgemeinen etwas zu träge. Die Geschehnisse eines Krieges sind zweifellos furchtbar, aber irgendwie ist im Nachhinein betrachtet etwas zu wenig bei den Frauen passiert. Dafür, dass es um die Heldinnen von Troja ging, wurde für mich zu wenig gekämpft und damit meine ich gar nicht unbedingt im kriegerischen Sinne, aber vielleicht im Sinne des Trotzes vor Sklaverei oder dem Überlebenswillen oder Troja nicht verlassen zu wollen oder einfach Rache. Für mich haben sich die Frauen irgendwie zu schnell und zu einfach ihrem Schicksal ergeben. Nichtsdestotrotz regt das Buch im Nachhinein zum nachdenken an.

3.5

Ein feministisches Retelling der griechischen Mythologie mit ein paar neuen Perspektiven

Die Struktur ist nicht linear. Die Geschichten springen in der Zeit, verweben verschiedene Perspektiven und greifen Ereignisse immer wieder neu auf. Das kann zunächst etwas fordern, sorgt aber auch dafür, dass man bekannte Mythen aus neuen Blickwinkeln erlebt. Besonders stark fand ich, dass ich selbst bei bekannte Geschichten neues Hintergrundwissen entdeckt habe. zum Beispiel die Vorgeschichte rund um den berühmten Apfel der Zwietracht und die Rolle von Eris. Solche Details geben den alten Mythen eine neue Tiefe und machen das Lesen wirklich spannend. Ein stilistisch sehr gelungenes Element ist die Muse, die sich immer wieder einschaltet. Sie kommentiert, reflektiert und schafft eine besondere Verbindung zwischen Leser und Erzählung. Was mich allerdings gestört hat: Die Geschichte von Odysseus wird aus der Perspektive seiner Frau Penelope erzählt – aber lange Zeit bleibt es im Grunde eine reine Nacherzählung seiner Abenteuer. Gerade hier hätte ich mir viel mehr emotionale Tiefe gewünscht.

Ein  feministisches Retelling der griechischen Mythologie mit ein paar neuen Perspektiven
4.5

Dieses Buch wird genau diejenigen ansprechen, die schon die ein oder andere Geschichte über die griechische Mythologie gelesen haben und weitere Geschichten lesen möchten

Denn dieses Buch birgt nicht eine Geschichte, sondern unzählige Erzählungen von Frauen der griechischen Mythologie. Ob Penelopes Briefe an Odysseus, Klytämnestras Wut, Iphigenies Schicksal und viele viele mehr. Meiner Meinung nach müsste man schon die ein oder andere Geschichte kennen, um von den ganzen Erzählungen den Überblick behalten zu können. Wenn man aber gerade erst in diese Welt einsteigt, könnte man sehr schnell überfordert sein! Gerade wenn man schon die meisten Heldentaten kennt, sprich Odysseus Reise, Agamemnons Siege, Achill, Jason, (…) sind diese Erzählungen aus der Sicht der Frauen wirklich eine neue Sichtweise und eine gewisse Erweiterung der anderen Bücher.

5

Rezension [Genre :Roman/historisch] F:Interessiert ihr euch für Troja, was damals geschah und die Geschichte von Griechenland? Ich liebe alles rund um Geschichte und besonders alles rund um Römer und die Griechen. Sie waren eine Weltmacht und ihre Geschichte wird man niemals vergessen. Von Natalie Haynes habe ich zuvor kein Buch gelesen, doch mit ,, Die Heldinnen von Troja-A thousand ships" hat sie mich für immer getroffen…. Nur eine starke Frau kann so über starke Frauen schreiben. Wer sowas schreibt, stellt sich gnadenlos den Schmerz. Dieses Buch zeigt die Liebe für uns Frauen. Wir stehen im Mittelpunkt und nicht die Männer, die so viele feiern. Man nehme Achill. Versteht mich nicht falsch jede*r soll seine Helden*innen haben. Dennoch, wo bleibt mal die andere Seite des 10 jährigen Krieges von Troja? Wo ist die Geschichte der Frauen? Wenn ihr das euch mal gefragt habt, findet ihr in diesem Buch die Antwort. Und diese Antwort sollten alle lesen, nicht nur wir Frauen, auch Männer! Wie Kalliope in der Handlung, als Muse erzählt. Was ist denn heroischer der Mann, der in die Schlacht kämpft oder die Frau, die zuhause, Jahr um Jahr auf ihn wartet oder versklavt wird? Beides ist heroisch. Wie kann man da sagen, es ist so leicht, auf ihn zu warten. Wie kann man sagen, dass ist das Schicksal der Frauen ist, versklavt zu werden? Penelopes Kapitel sind hart. Ihre Briefe an ihren Ehemann, ihre Sehnsucht, ihre Gebete, ihre Hoffnungen haben mich berührt in dem Sinne, wie sie so stur war und auf ihn viele Jahre gewartet hat. Sie hat ihn wohl sehr geliebt. Die Kapitel in der Sicht der Trojanerinnen waren für mich ein wichtiger Punkt, wo die Autorin zeigt, dass es hier wirklich keine Gewinner Seite gibt, gerade auch im Anblick der Griechen die wegen einer Frau einen Krieg anzetteln. Aber keine Sorge, man kriegt hier auch von der oh schönen Helena von Sparta die Einsicht und für mich macht es sie schon sympathischer. Deutlich! Aber keine Sorge, auch die Männer, die hier Dinge verüben, die maßlos an Brutalität und Dummheit erzählen. Haben so ihre Gründe. Warum hat Paris die hübsche Helena entführt usw.. Es steckt deutlich mehr dahinter und diese ganzen Fäden webt die Autorin zu einer epischen historischen Handlung, wo die Götter nur ganz wenig im Mittelpunkt stehen , umso mehr die Menschen im Buch. Am Anfang gibt's ein Glossar, wo alles detailliert beschrieben wird, wer zu wem gehört . Ich habe es gelesen und habe nichts verstanden. Erst durch die Geschichte wusste ich, wer, wer ist. Meines Erachtens braucht man das Glossar nicht,weil es in der Story richtig detailliert und verständlich rübergebracht wird! Der Schreibstil ist emotional und flüssig. Es wird aus der dritten Perspektive wiedergegeben von verschiedenen weiblichen Protagonistinnen. Ehrlich, ich habe mit dieser Härte nicht gerechnet. Diese eine Szene mit Andromache hat mich zutiefst zum Weinen gebracht. Da ich selber einen kleinen Prinzen habe 😢. Und doch gibt's in dem Buch so einige Szenen, die schmerzhaft sind. Jede Frau, wirklich jede da draußen wird mitleiden, darauf gebe ich Siegel. Jede Mutter, Tochter, Schwester.. Was mir einfach gefällt ist die Stärke der Frauen hier, sie nicht als schwach zu zeichnen, sondern als Heldinnen, die trotz großer Verzweiflung ihren Weg finden. Ich meine Andromache ist wirklich mein Nummer 1 Beispiel aus dieser Literatur. Was sie durchlebt hat und später und trotzdem hat sie weiter gelebt. Die Autorin hätte noch mehr weiblichen Figuren mehr Raum gegeben. Besonders die Amazonen hat sie betont. Da muss ich sagen, dass hier die deutsche Autorin Nora Bendzko mit die Götter sterben das passende Stück zu diesem schon geschrieben ist. Gerade die Szene zwischen Penthesilea und Achill hat auch sie sehr episch wiedergegeben und ehrenvoll. Das kann doch nicht sein, dass es Autoren gibt, die ehrenvolle Figur Penthesilea wie eine Leiche behandeln und das Achill auf sie masturbiert in einer Geschichte (nicht in einem Erotik-Buch oder so, sondern in einer historischen Literatur!). Das ist so entwürdigend! Sie ist eine große Amazonen Königin. Diese Info, die ich im Nachwort gelesen habe, war schon sehr krass. Deshalb bin ich froh, dass Frauen wie Natalie und Nora diese Geschichten schreiben von den Frauen, von den Heldinnen und jetzt brauchen wir sie noch mehr denn je. In Zeiten wo man es toleriert durch das Gericht das es keine sexuelle Belästigung sei, wenn es nicht mehr wie 10 sek ist das gegrapsche usw. Dieses Buch ist ein Sieg für uns, für unsere Freiheit, unsere Stärke! Dieses Buch ist die größte Liebe, es gibt Hoffnung. Ein Lebens-Highlight, auf alle Menschen, die gefallen sind für die Erde, die das ganze Blut trank… Vielen Dank für das Bereitstellen des Leseexemplars an den Verlag! Alles Gute, eure Jassy!

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5

DIE HELDINNEN VON TROJA ✨️💙

Eines der stärksten, tragischsten und gleichzeitig beeindruckendsten Bücher, das ich jemals in meinem Leben gelesen bzw. gehört habe. Seit meiner Jugend beschäftige ich mich mit der Thematik "Troja", und habe viel darüber gelesen. Allerdings konnte keine andere Geschichte, keln anderes Sachbuch mich gleichermaßen fesseln, schockieren und sprachlos, im positiven wie auch negativen Sinne, zurücklassen. ✨️ Weshalb? Weil ich bislang niemals den trojanischen Frauen so nah war. Die Sprache, die die Autorin hat, ist wunderbar, außergewöhnlich und bildhaft. Besonders Andromaches Geschichte hat mich bewegt, zum Weinen gebracht. Es ist sicherlich nicht das letzte Buch der Autorin, das ich gelesen bzw. gehört habe. 💙

DIE HELDINNEN VON TROJA ✨️💙
2

Grundsätzlich eine gute Idee, den Frauen Trojas eine Stimme zu geben. Leider aber viele Längen.

4

„Sing, Muse, sagte er, und ich habe gesungen.“ In „Die Heldinnen von Troja“ erzählt Natalie Haynes die Geschehnisse des Trojanischen Krieges aus der Sicht der Trojanerinnen und Griechinnen. Gelungen verknüpft sie dabei die originalen Handlungen und Schauplätze aus Homers „Ilias“ und „Odyssee“. Ihre Schilderungen sind bissig, schonungslos und sehr bewegend. Die Frauen in diesem Roman sind durchweg selbstbewusst, stark, spitzfindig und teilweise mutiger als die Männer. Während die Geschichten der Trojanerinnen und Griechinnen aus der Beobachterperspektive erzählt werde, spricht Kalliope, die Muse der Dichtkunst, den Leser/ die Leserin direkt an. Dabei hält sie sich mit ihrer Meinung zu den Geschehnissen und Figuren nicht zurück. Besonders der Dichter (Homer) scheint ihre Geduld sehr zu strapazieren. „Und ich habe von den Frauen gesungen, den Frauen in den Schatten. Ich habe von denen gesungen, die vergessen wurden, denen die ignoriert wurden, denen, deren Geschichten nie erzählt wurden. […] Ihre Geschichte wird erzählt werden, egal wie lange es dauert. […] Sing, Muse, hat er gesagt. Nun, hört ihr mich? Ich habe gesungen.“ – Natalie Haynes hat es definitiv und formte daraus ein starkes, feministisches und zeitloses Meisterwerk des Retellings.

4.5

Schwere Kost - Lesenswert

Ein Happy Ende sucht man hier vergebens. Die Geschichte betrachtet alle möglichen Frauengestalten der Ilias und Odyssee. Ich finde die Idee sehr genial, die Frauen zu betrachten, die in den Geschickten von Homer ja eher schmückendes Beiwerk waren und beantwortet die Frage, was passierte mit ihnen eigentlich, als die Geschichte zuende und die Männer tot/weg waren? Einige Szenen haben mich ziemlich betroffen gemacht und erschüttert. Die Autorin hatte wirklich keine Gnade mit den Charakteren und ein Gnadenloses Bild gezeichnet. Super geschrieben. Auch die Perspektivwechsel waren Mal was anderes und die Schreibweise variierte von Kapitel zu Kapitel.

5

This was amazing and I am now obsessed with Penelope

5

Die Autorin ist einfach klasse.

4

So habe ich die Geschichte um den trojanischen Krieg noch nie gehört. Ich finde es super, dass Natalie Haynes sich dieser Geschichten angenommen hat. Berührend, tragisch und gut erzählt. Was mich gestört hat, war, dass es sehr gestückelt erzählt war. Immer wieder Perspektivwechsel und auch wenn diese in der Natur der Sache liegen umd die Geschichten umd Schicksale nur so erzählt werden können und auch am Ende gut zusammen passten, störte es leider doch zwischendrin meinen Lesefluss. Insgesamt kann ich das Buch aber nur sehr ans Herz legen und hoffe, dass vielleicht andere Begebenheiten nochmal in der Sichtweise der Frauen beleuchtet werden.

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