Alle glücklich
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Description
Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt?
Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.
Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm?
Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.
Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!
Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.
Bestsellerautorin Kira Mohns Roman besticht mit dem scharfen und dennoch liebevollen Blick auf die Psychologie einer Familie.
Book Information
Author Description
Kira Mohn, 1972 geboren, ist eine deutsche Bestsellerautorin. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Eingesogen
Der Anfang ist so packend, dass es mir total schwer fiel, nicht das ganze Buch in einem Rutsch zu verschlingen. Die Sogwirkung bleibt bis zum Ende, die Eskalation der Konflikte dramatisch. Nur hat mich beim Lesen etwas irritiert, dass alle Protagonisten zur gleichen Zeit ihren Tiefpunkt erleben. Deswegen nicht ganz perfekt, aber nah dran
,,Eine glückliche Familie…oder doch nicht“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Kira Mohn gibt uns einen Einblick in eine scheinbar glückliche Familie. Die Geschichte wird aus Sicht aller 4 Familienmitglieder erzählt und der Leser taucht dabei tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten ein. Alle 4 leben unter einem Dach und ahnen doch nicht mit welchen Problemen oder Gefühlen sich die anderen rumschlagen. Sie sind sich erschreckend fremd, haben vordergründig alles und sind trotzdem nicht glücklich. Ich kenne nur wenige deutsche Autorinnen die eine vermeintlich ,,profane“ Familiengeschichte so spannend, mitreißend und berührend schreiben kann. Dies ist eins dieser Bücher, die einen zum Nachdenken anregen und man während des Lesens anfängt sich Fragen zu stellen und genau wie die Protagonisten Antworten zu suchen. Ein unglaublich gutes und tiefgründiges Buch! Für mich ein Highlight!
Letzte Februar Rezi 💛
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein 3. Buch der Autorin und jetzt ist für mich wirklich alles dabei. Ein Highlight („Die Nacht der Bärin“), ein Flop („Note to myself“) und mit „Alle glücklich“ auch ein solider Roman, der mir gut gefallen, aber mich nicht vollständig überzeugt hat. Ich habe auch noch einiges von ihr auf dem SuB, allerdings keine Gegenwartsliteratur, sondern eher so New Adult 🫠🫠 das fällt mir aktuell eher schwer, mich da ranzumachen. Aber es wird passieren!! Ihr wisst es schon, dieses Jahr wird sich nicht beschwert, es wird angepackt! 😅😅 ✨Inhalt Mutter Nina, Vater Alexander, Sohn Ben und Tochter Emilia sind eine glückliche Familie oder doch nicht? Hinter der Fassade brodelt es… ✨Meinung Kira Mohn hat von Anfang an eine Atmosphäre kreiert, die nichts Gutes verhieß. Man spürt in den alltäglichen Situationen und den kleinsten Interaktionen der Familienmitglieder, dass Vieles im Verborgenen nicht (mehr) stimmt. Das fand ich richtig toll und muss auch sagen, dass das Buch ein pageturner war. Es war spannend und toll geschrieben mit vielen für sich genommen wichtigen und schweren Themen. Evtl. zu viele wichtige und schwere Themen? Während sich „Die Nacht der Bärin“ auf ein einziges Gebiet fokussiert hat (häusliche Gewalt), werden wir in „Alle glücklich“ mit wirklich allem konfrontiert. Alles, was man sich nur ausdenken kann, passiert und geht schief. Dadurch fehlt teilweise Tiefe in der Diskussion der einzelnen Ereignisse. Dadurch war es aber auch ein leicht und schnell zu lesendes Buch, einfach weil permanent etwas Neues los war. Es gab viele „aha, das jetzt auch noch, oh je, die arme Familie / Frau / der arme Junge“ Momente. Nachhallen tut hingegen nicht allzu viel. Leider bricht es am Ende auch komplett abrupt ab, so dass gefühlt mindestens ein Drittel der Geschichte fehlt. Manchmal mag ich offene Enden und manchmal nicht so sehr. Vieles ist sicherlich wie immer Geschmacks- und Auslegungssache. ✨Fazit Ein unerwartet schnelles Buch mit pageturner Qualität und durchaus schockierenden Ereignissen, das mich persönlich nicht so berührt hat wie evtl. erwartet. Eine Familie fällt auseinander und verliert den Blick für‘s Wesentliche, aber wie werden die Scherben aufgesammelt? Let me be very clear: Die Geschichte ist auf jeden Fall lesenswert und ich hoffe, dass viele sich ein eigenes Bild machen werden, früher oder später. Es lohnt sich. Ich kann ein Buch gut finden und es trotzdem kritisch hinterfragen, diese beiden Gesichtspunkte schließen sich nicht aus! 3,5/5⭐️⭐️⭐️

Wenn man hinter die Fassade blickt
Ohne laut und aufdringlich zu sein zeigt Kira Mohn in dem Roman auf wie weit sich eine Familie voneinander entfernt hat und nebeneinander her lebt. Wir begleiten die Mutter Nina, ihren Mann Alex und die Kinder Emilia und Ben. Nach außen scheint alles perfekt, nur ist es das nicht. Dadurch, dass alle Charaktere die Geschichte erzählen bekommen wir Einblicke in alle 4 Leben und Denkweisen. Für mich gibt es nicht viele Autor:innen die es schaffen so gut die Charaktere zu zeichnen. Beim Lesen fühlte es sich an, als ob man von einer Familie nebenan liest. Sehr echt, ehrlich und ohne Wertung. Nicht nur, dass mir die einzelnen Leben sehr nah gingen, auch habe ich mich gefragt in wie vielen Familien das genau so ist. Jeder lebt sein Leben, nicht als Familie zusammen. Mich hat das Buch sehr nachdenklich zurück gelassen und ich würde gerne noch wissen wie das Leben der 4 in 1,2 oder 5 Jahren aussieht. Jede Familie ist anders und jedes Familienleben sieht anders aus und auch jeder definiert sein persönliches Glück anders, nur frag ich mich ist manches glücklich wirklich glücklich , oder nur Gewohnheit?! Kira Mohn hat mich wieder sehr berührt und mit dem Buch bleibend Eindruck hinterlassen. Ich weiß jetzt schon dass ich immer mal wieder an Familie Holtstein denken werde. 5⭐️
Ein berührender Familienroman, bei dem die lesende Person hinter die Fassade einer „normalen“ Familie schaut und die Autorin aufzeigt, wie jedes einzelne Mitglied ein Päckchen zu tragen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Am Ende blieb ich jedoch mit vielen Fragen zurück, was sicher auch so gewollt ist? Das Buch klingt nach.
"Unter jedem Dach ein 'Ach!'". Genauso fühlt sich diese Geschichte an und sie ist dabei so ehrlich und mitfühlend. Sie macht aber auch wütend. Wütend auf den Vater, der sich in seiner Bequemlichkeit zurücklehnt und die Schuld für alles und jeden bei der großen Unbekannten sucht. Eine Mutter, die versucht alles richtig zu machen, sich dabei beinahe nicht nur selbst verliert. Die Kinder, die eigentlich groß sind und die dennoch Kinder sind. Für mich überzeugt hier vor der Geschichte vor allem der Schreibstil. Wunderschön, wie die tiefsten Gefühle offengelegt werden und den Leser total in seinen Bann ziehen.

Nina und Alexander führen eine gute Ehe. Alexander ist Arzt und Nina arbeitet teilzeit als MFA und kümmert sich um die beiden Kinder im Teenageralter und den Haushalt. Von außen ist alles in bester Ordnung. Aber hinter der Fassade beginnt es zu bröckeln Der 19- jährige Ben studiert zwar wie gewünscht, doch eigentlich beschäftigt ihn hauptsächlich die Tatsache, dass er immer noch Single ist. Im Internet findet er einen Coach, der sich als Pick-up-Artist entpuppt. Die 16- jährige Emilia hat ihren ersten Freund, der älter ist als sie und sie unter Druck setzt Nina arbeitet heimlich noch nebenher im Supermarkt, um sich eigenes Geld zu verdienen und lernt dort jemanden kennen Und Alexander hat sexuelles Interesse an seiner Assistentin. Das alles mündet nach und nach in einen dramatischen Showdown. Kira Mohn hat die Geschichts einer Familie von heute mit ganz aktuellen Problemen geschrieben, Cyber Mobbing, die Manosphere-Szene, Mental Load und Feminismus sind einige der Themen, die die Autorin gekonnt zu einer Geschichte verwebt, die sich gerade überall in Deutschland so oder so ähnlich abspielen könnte Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Ich habe das Hörbuch gehört, was sehr gut gelesen ist, Empfehlung also auch hier.
Dieses Buch hat mich tatsächlich eiskalt erwischt. Es ist mein erster Roman der Autorin und inhaltlich war ich sehr gespannt. Das am Ende auch 'ne Träne fließen würde, darauf war ich nicht vorbereitet 🫣! Es geht um eine scheinbar glückliche Familie: Alexander, der Vater, Oberarzt und Ehemann. Nina, die Mutter, Arzthelferin und Ehefrau. Emilia, die Tochter, 16, Gymnasiastin und zum ersten Mal verliebt und Ben, der Sohn, 19 und Student. Eigentlich haben sie alle in ihrem Leben alles, dass es ihnen gut gehen müsste, aber im Laufe des Buches stellt sich nach und nach heraus, wie es hinter der Fassade aussieht und mit welchen Problemen jede(r) einzelne zu kämpfen hat. Themen wie Jobstress, Pubertät, Selbstzweifel, Geltungsbedürfnis, Depressionen, nicht gesehen werden, Einsamkeit, falsches Rollenverständnis, Online-Spiele, Erwachsenwerden und andere lebensechte Situationen lauern hinter der scheinbar perfekten Fassade und machen ihnen das Leben schwer. Dabei sind ihnen Nähe, Vertrauen und Kommunikation innerhalb der Familie verlorengegangen. Alle sind so mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigt, dass er / sie den anderen nicht wahrnimmt mit seinen Sorgen und Nöten, so dass sich die Geschichte von Seite zu Seite mehr zuspitzt... "Alle glücklich" hält uns den Spiegel vor. Ich habe mich manchmal echt wiedererkannt, kann vielleicht aber jetzt auch meine volljährige Tochter ein Stück weit besser verstehen. Ein tolles lesenswertes Buch, die Charaktere und ihre Entwicklungen sehr gut beobachtet und wahrscheinlich nicht weit entfernt von den Lebensituationen vieler Familien...
Alle glücklich? (SPOILER enthalten)
📖 Klappentext: Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß. Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt - und wer dankt es ihm? Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes. Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut! Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratende Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf. 📖 Meinung: Ich habe das Hörbuch gehört und die Sprecherin war einfach toll! Ruhige, angenehme Stimme. Man konnte locker jeden Protagonisten unterscheiden. Nun zu der Geschichte. Ja sind denn alle glücklich? Von wegen... Am Anfang fand ich es toll mal ein Familienleben aus jeder Sicht eines Familienmitgliedes zu betrachten. Die Kapitel sind immer jeweils abwechselnd aus der Sicht von Nina, Alex, Emilia und Ben. Man erlebt einfach den Alltag aber auch wie sich z.B. eine Ehe verändert wenn Kinder auf der Welt sind oder man schon lange verheiratet ist. Aber die fehlende Kommunikation in der Familie war echt zu viel. Ab der Mitte circa fand ich geht es ins Extreme. Plötzlich wird alles auf den Kopf gestellt. Nina ist plötzlich lesbisch und verliebt sich meiner Meinung nach viel zu schnell. Alex ist einfach Alex. Arbeitet zu viel. Belästigt Mitarbeiterinnen und gibt seiner Ehefrau die Schuld für alles. Richtig unsympathisch. Emilia erlebt ihre erste große Liebe und lässt sich gefühlt nur manipulieren und macht Sachen die ihr eigentlich nicht gefallen. Ben gerät in irgendeinen Stream wo mehr oder weniger erzählt wird, dass ein "Nein" von einer Frau nicht zählt weil sie meinen eigentlich doch "Ja". Ähm hallo? Auch das Ende war etwas abrupt. Es ist eigentlich noch vieles offen. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch nur schnell zu Ende geschrieben werden musste. Schade!

Gut geschrieben, viele wichtige Themen
Das Buch an sich war gut geschrieben und es hatte auch viele wichtige Themen beinhaltet. Vier unterschiedlich Sichtweisen werden beschrieben und in jedem Kapitel springen wir in die Sichtweise eines anderen Familienmitglieds. Da ist die Mutter Nina, leistet Carearbeit, gibt sich selber auf, ohne Dank der Familie. Die Tochter Emilia, zum ersten Mal verliebt, lässt sich leiten von Ihrem Freund, ohne ihn zu hinterfragen. Der Sohn Ben, fühlt sich einsam und als Loser, sucht sich Hilfe im Internet. Als letztes der Vater Alex, Oberarzt, leitet gerne und sieht auch gerne anderen Frauen hinterher. Leider war es mir dann doch irgendwie Zuviel und nicht tief genug. Durch den jeweiligen Sprung zu den anderen Familienmitgliedern wird man immer wieder etwas rausgerissen aus der momentanen Geschichte. Auch sind mir die einzelnen Figuren zu stereotypisch beschrieben. Da ist nichts Neues, was einen überraschen könnte in der Sichtweise. Gerade den Vater fand ich eher eindimensional, da hat mir eine tiefere Sicht gefehlt. Trotzdem habe ich es gerne gehört.
✨ Rezension ✨
Alle Glücklich | Kira Mohn | Harper Collins | 288 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Eine Familie, vier Perspektiven und es ist ja alles ok, oder? Alle sind Glücklich, oder? Schließlich läuft es doch gut, oder? Mutter Nina, die als MTA arbeitet. Ehemann Alexander, Oberarzt im Krankenhaus. Tochter Emilia, die in der Oberstufe ist und den ersten Freund hat. Sohn Ben, Student, bei dem alles toll läuft. Kira Mohn zeichnet das Bild einer Familie, bei der auf den ersten Blick eigentlich alles gut läuft, die aber nach und nach Geheimnisse und Probleme aufzeigt. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, jeder ist sein eigener Hauptprotagonist und so oft wollte man alle mal ernsthaft an einen Tisch bringen, damit sie reden. Hier werden so viele Probleme und Missstände deutlich und zeigen auf, wie internalisiert gesellschaftliche Erwartungen sind und wie schnell alles aus dem Ruder laufen kann. Unbedachte Worte können das schlimmste in Gang setzen. Für einen selbst ein kleines Versehen, schnell vergessen, nicht ernst gemeint. Für den anderen vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Das psychologische Profil einer Familie und wie schnell das Konstrukt zerfallen kann. Für mich am Ende mit bösen Überraschungen, die ich immer noch im Kopf habe. Eine große Empfehlung! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Nina, Alexander, Emilia und Ben (oder Mutter, Vater, Tochter und Sohn) sind eigentlich eine glückliche Familie und haben alles was man zum Leben braucht. Und trotzdem hat jeder seine Geheimnisse, Bedürfnisse und Konflikte zu bewältigen. Abwechselnd wird die Geschichte jedes Familienmitgliedes erzählt und förmlich auseinander genommen. Es wird aus der Gedankenwelt des Einzelnen erzählt und dies in einem besonders feinen Stil. Im Buch wird klasse dargestellt wie Nähe und Distanz in einer Familie sich sehr nahe sein können. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, da dies wahrscheinlich in fast jeder Familie ähnlich aussieht. Die perfekte Familie gibt es nicht. Der Schreibstil von der Autorin ist packend und flüssig. Die Charaktere sind toll dargestellt. Mir hat es als eigentlicher Thriller-Fan richtig Spaß gemacht in dieses Buch abzutauchen und es förmlich zu verschlingen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
🎧Hörbuch-Rezension: Alle glücklich von Kira Mohn 📖
🎧 Auf den ersten Blick scheint alles perfekt. Eine scheinbar glückliche Familie 👨👩👧👦 – ein Vater, der als Arzt arbeitet 🩺, zwei gesunde Kinder und eine Mutter, die den gesamten Familienalltag zusammenhält. Doch sind wirklich alle glücklich? 🤍 Genau dieser Frage geht Kira Mohn in Alle glücklich nach. Nach und nach eröffnet die Geschichte die Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder und macht deutlich, wie sehr sie eigentlich aneinander vorbeileben. Hinter der gut funktionierenden Fassade verbergen sich unausgesprochene Wünsche, innere Konflikte und ein leises Unbehagen, dass sich Stück für Stück entfaltet. Durch die wechselnden Point-of-View-Kapitel gewinnt das Buch spürbar an Tiefe und entwickelt eine ruhige, aber stetige Spannung ✨. Besonders hervorzuheben ist das Hörbuch selbst. Die Sprecherleistung ist durchweg top 🎙️, sehr angenehm, ruhig und klar, sodass man der Geschichte auch gut nebenbei folgen kann. Die unterschiedlichen Perspektiven werden gut gelesen und tragen viel zur Atmosphäre bei. Emotional reicht Alle glücklich für mich nicht ganz an Die Nacht der Bärin heran 💔. Die Geschichte ist insgesamt deutlich leiser und zurückhaltender, an manchen Stellen wirkte die Handlung etwas konstruiert. Trotzdem hatte ich insgesamt eine schöne Hörzeit 🌿. Das Buch regt zum Nachdenken an und zeigt auf realistische Weise, wie komplex Familienleben sein kann. ⭐ Fazit: Ein ruhiges, tiefgründiges Hörbuch mit starken Sprechern und interessanten Perspektiven. ⭐ 4 von 5 Sternen ⭐

Alle glücklich. Oder so...
Oha, ich weiß nicht ganz, was ich erwartet habe, aber das irgendwie nicht. Im absolut positiven Sinne! Die Familie Holtstein, bestehend aus Mama Nina (Anfang 40 und Arzthelferin), Papa Alex (ebenfalls Anfang 40, Oberarzt), Sohn Ben (18, Student) und Tochter Emilia (16, Schülerin), führt ein ganz normales Leben. Alle sind glücklich. Oder so... Psychologisch dicht erzählt Kira Mohn in ihrem neuen Roman abwechselnd aus vier Perspektiven und wie jede der Personen mit ihren eigenen Gedanken und Situationen zu kämpfen hat. Der Autorin gelingt es super, eine unterschwellige Spannung aufzubauen, sodass man immer das Gefühl hat, dass etwas eskaliert. Bei wem der vier, lässt sich lange nicht sagen, denn jeder hat seine eigenen Probleme und Sorgen. Mehr kann und mag ich gar nicht erzählen, ohne zu spoilern. Super spannend und total alltagsnah erzählt. Hat mir richtig gut gefallen!
Tolle Geschichte, wie gewohnt von der Autorin ♥️ Einblicke in das Alltagsleben einer Familie. Wenn auch sehr vollgepackt mit „normalen“ /gravierenden Problemen die sich hoffentlich nicht alle innerhalb einer Familie abspielen, war es sehr unterhaltsam und auch emotional. Aber ganz packen konnte es mich nicht. Dafür war es mir zu krass was jedes Familienmitglied erlebt.
Ich habe im Moment wirklich ein gutes Händchen bei der Buchauswahl - so vieles hat mich zuletzt begeistert. Und 'Alle glücklich' von Kira Mohn reiht sich da absolut ein. 🥳 Wir begleiten eine scheinbar ganz normale Familie durch eine Zeit voller Veränderungen. Alex, erfolgreicher Arzt, ständig beschäftigt und Hauptverdiener. Nina, Mutter, Hausfrau, arbeitet nebenbei als MTA und zusätzlich an der Kasse - und trägt doch den Großteil der familiären Verantwortung. 🙄 Die Kinder: Emilia, die ihre erste große Liebe erlebt - mit allen Konsequenzen. Und Ben, der davon bislang nur träumt. Anfangs dachte ich noch: "Oh, harmloser als erwartet ..." - aber genau darin liegt die Stärke des Buches. Die Spannung baut sich leise, aber konstant auf, bis sich alles zuspitzt. Und am Ende wird klar: Nein, hier sind nicht alle glücklich. Ein intensives, sehr nahbares Familienporträt, das sich angenehm flüssig liest. Es passiert viel, ohne jemals konstruiert zu wirken. Besonders die Dynamik zwischen Nina und Alex fand ich spannend - gerade wegen seiner festgefahrenen, stereotypen Sichtweisen. 🙄 Und ja ... einen größeren Knall gibt es auch noch - aber dazu sage ich lieber nichts. 😉 Wer Geschichten über Familien jenseits der perfekten Fassade mag, wird hier definitiv fündig. Ich fühlte mich jedenfalls richtig gut unterhalten. 😃

Das war mein zweiter Roman nach Der Nacht der Bärin von Kira Mohn. Wie immer fand ich den Schreibstil klasse und die kurzen Kapitel tun ihr übriges. Die Charaktere sind wircklich toll gelungen - authentisch, feinfühlig, lebendig Die Geschichte rund um eine Familie mit 2 Kinder wirkt sehr authentisch und realistisch. Die Geschichte hat gezeigt wie eine Mutter die Familie zusammenhält, aber was ist wenn Sie ausbricht? Dann bricht das ganze Gerüste zusammen und es gerät alles aus den Wogen. Ein wirklich tolle und Gesellschaftskritiker Roman der zum nachdenken anregt. Von mir eine klare Leseempfehlung

„Alle glücklich“ oder auch nicht???🤔
Ein intensives Familiendrama, das wirklich Eindruck hinterlässt. Besonders gelungen fand ich, dass jedes Familienmitglied seinen ganz eigenen Struggle und individuelle Probleme mitbringt – das macht die Geschichte sehr vielschichtig. Für meinen Geschmack war es stellenweise allerdings etwas too much, da sich die Konflikte ziemlich geballt haben und jedes Problem riiiiiiiisieg ist. Trotzdem wird eine klare „Lehre“ vermittelt, die zum Nachdenken anregt. Der Schreibstil ist super angenehm – das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. ⚠️ Triggerwarnung: offenes Ende. …und Leute, ich HASSE offene Enden 🤣🤣🤣🤣
ALLE GLÜCKLICH von Kira Mohn, erschienen bei Harper Collins, ET 27.01.2026, 288 Seiten 💫Große Leseempfehlung💫 Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Worum geht‘s? Sorgen und Nöte eines Ehe- und Familienlebens mit jungen Heranwachsenden, Umbruch- und Aufbruchstimmung, Achtsames Miteinander, Hinschauen, Zuhören, Präsenz Autorenportrait: KIRA MOHN hat schon die unterschiedlichsten Dinge in ihrem Leben getan. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Sie gründete eine Musikfachzeitschrift, lebte eine Zeit lang in New York und hob zusammen mit vier Freundinnen das Autorinnen-Label »Ink Rebels« aus der Taufe. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München. Mein Leseeindruck: Kira Mohn begeisterte mich im Herbst 2024 mit ihrem Buch „Die Nacht der Bärin“, umso mehr freute ich mich über diese Neuerscheinung, welche sie kurz nach der Bärin verfasste und nahtlos an den Erfolg anknüpft. Im Buch geht es um eine Akademiker-Vorzeigefamilie, Vater Alexander Oberarzt, Mutter Nina MTA, 2 Kinder, Julian, 20, Student, Schwester Emilia, 16, Gymnasiastin. Alternierend erhält jede Person im Buch eine Stimme und der Leser wird in deren Welten, Glaubenssätze, Fantasien, Gefühle und Emotionen mitgenommen. Denn: Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Sind wirklich „Alle glücklich“? Ist wirklich alles gut? Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte drin! Fazit: Psychologisch klug, mit messerscharfem, liebevollem Blick, lebensnah, echt und ehrlich schreibt Kira Mohn fesselnd und bewegend aus dem Leben und direkt ins Herz.
Tiefgründiger Familienroman
Autorin Kira Mohn zählt schon lange zu meinen Lieblingsautorinnen und ich war sehr gespannt auf ihren neuen Roman „Alle glücklich.“ Die Geschichte handelt von einer ganz normalen Familie, in der eigentlich alle glücklich sein sollten, doch ist das auch so ? Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der vier Familienmitgliedern Nina, Alexander, Emilia und Ben erzählt. So bekommt man einen guten Einblick in die aktuellen Leben und die Gefühlswelten der Vier. Der Schreibstil von Kira Mohn war durchweg angenehm und flüssig, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen. „Alle glücklich“ ist ein tiefgründiger Familienroman der zum nachdenken über die eigenen Familie anregt. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen und freue mich schon auf viele weitere Bücher von Kira Mohn.
Zwischen Nähe und Abgrund – vier Perspektiven, eine Familie
In "Alle glücklich" von Kira Mohn dreht sich alles um eine Familie, deren scheinbar funktionierendes Gefüge bei näherem Hinsehen Risse bekommt. Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt und eröffnet dadurch intime Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Konflikte der einzelnen Figuren. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und gemeinsam ergeben sie ein vielschichtiges Bild davon, was „glücklich sein“ eigentlich bedeutet. Der Roman liest sich angenehm flüssig und ist dabei durchweg kurzweilig. Gerade die wechselnden Blickwinkel sorgen dafür, dass keine Längen entstehen und man immer tiefer in die Dynamik der Familie hineingezogen wird. Dabei schafft es die Autorin, authentische Emotionen greifbar zu machen: Es gibt Momente, die einen innerlich aufwühlen, weil man das Verhalten mancher Figuren kaum aushält, genauso wie Szenen, die zum Fremdschämen einladen oder einen still mitfühlen lassen. Besonders stark ist, wie ehrlich und ungeschönt zwischenmenschliche Spannungen dargestellt werden. Nicht jede Reaktion ist nachvollziehbar, nicht jede Entscheidung sympathisch aber genau das macht die Geschichte so nahbar. Man erkennt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können und wie schnell Missverständnisse entstehen, selbst innerhalb einer Familie. Auch wenn manche Situationen überspitzt wirken oder man sich gelegentlich mehr Tiefe in einzelnen Entwicklungen gewünscht hätte, bleibt am Ende ein rundes Gesamtbild und ist ein emotionales, unterhaltsames Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass Glück oft viel komplexer ist, als es nach außen scheint. Ein kurzweiliger, vielschichtiger Familienroman mit Ecken und Kanten und lesenswert.
Hat mich gut unterhalten
Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und die Kapitel, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, hatten eine angenehme Länge. Man merkt recht schnell, dass jeder in dieser Familie seine eigenen Themen hat und alle nicht mehr glücklich sind. Nina fand ich persönlich noch am besten, da sie trotz ihrer eigenen Themen versucht die Familie zusammenzuhalten, bis sie ihre neue Arbeitskollegin Anastasia kennenlernt. Dies hat die Autorin auf den 288 Seiten sehr gut dargestellt und rübergebracht. Allerdings spricht keiner von ihnen über seine Unzufriedenheit und plötzlich scheint alles zusammenzubrechen. Das Ende hing mir noch ein bisschen länger nach. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 ⭐️. .
Sehr realistische Darstellung einer vermeintlich heilen Welt
Psychologisch sehr spannende Entwicklung der Charaktere. Mit jeder Seite nimmt die Intensität zu. Sehr gut geschrieben und das Ende war auch sehr gut gelöst. Besonders mochte ich, dass die Geschichte aus 4 Perspektiven der jeweiligen Familienmitglieder erzählt wird.
Alle glücklich? Von wegen!
Auf den ersten Blick scheinen die Holtsteins ein perfektes Leben zu führen. Ein tolles Haus, erfolgreiche Jobs, gut erzogene Kinder – eben alle glücklich. Oder etwa doch nicht? In Kira Mohns neuem Roman "Alle glücklich" werfen wir einen Blick hinter die Fassade dieser scheinbar perfekten Familie. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mich von der ersten Seite an komplett abgeholt. 😍 Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven: Wir begleiten die Eltern Nina und Alexander sowie die Kinder Emilia und Ben. Nach außen hin sind sie die klassische Bilderbuchfamilie, doch jeder von ihnen trägt seine eigenen Geheimnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit sich herum, über die innerhalb der Familie kaum gesprochen wird. Dank der unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man diese als Leser aber hautnah mit, was mir gut gefallen hat. Dadurch entsteht eine regelrechte Sogwirkung beim Lesen und ich wollte unbedingt wissen, wie es wohl weitergeht und wann die Situation eskaliert. 💥 Mohns Schreibstil ist feinfühlig, flüssig und auch intensiv, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es so gut, diese doch recht beklemmende und scheinbar aussichtslose Atmosphäre einzufangen, in der die Holtsteins nebeneinanderherleben anstatt miteinander zu reden. Alle vier Erzählstränge sind dabei auf ihre eigene Art total fesselnd, aber besonders Emilias Geschichte ist mir sehr nahegegangen. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat mein Herz für die 16-Jährige geblutet. 🥹 Gleichzeitig war es aber auch schön zu beobachten, wie sie und auch Nina ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und für sich selbst einstehen, anstatt nur den schönen Schein wahren zu wollen. Insgesamt ist "Alle glücklich" ein leiser und tiefgründiger Roman, der mich Kapitel für Kapitel weiter in seinen Bann gezogen und emotional völlig gefesselt hat. Ein absolutes Jahreshighlight für mich! 🩷
Familie Holtstein lebt in der Nähe von München. Vater Alexander ist Arzt und sichert mit seinem Einkommen ein sorgenloses Leben für seine Familie. Seine Frau Nina arbeitet halbtags und kümmert sich um den Haushalt. Ben, der 19 Jahre alt ist und die 16-jährige Emilia sind aus dem gröbsten raus und nun hätten Alexander und Nina wieder mehr Zeit für sich. Doch irgendwie driften die Familienmitglieder auseinander. Alexander arbeitet immer mehr, Emilia ist frisch verliebt, Ben sucht nach dem Sinn in seinem Leben und Nina findet eine Freundin, mit der sich besser reden kann als mit ihrem Mann. Zu Beginn zeichnet die Autorin das Bild einer idyllischen, glücklichen Familie. Doch sehr bald und spätestens nachdem jedes der vier Mitglieder der Familie Holtstein seine eigenen Kapitel bekommt, schleichen sich Zweifel ein. Die Fassade ist die einer perfekten Familie. Doch Nina, Alexander, Emilia und Ben lassen die Leser in ihre Köpfe und ihre Herzen blicken. Dabei merkt man, dass es hinter der Fassade langsam aber sicher zu brodeln beginnt. Da ist zum Beispiel Nina, die zu ihren Kindern steht! Immer und vorbehaltlos! Sie verteidigt sie gegenüber Alexander, der höhere Ansprüche an den Nachwuchs stellt. Nina verfügt, durch einen geheim gehaltenen Nebenjob, über eigenes Geld. Dies, damit sie Alexander ihre Ausgaben nicht darlegen muss. Nina ist eine etwas klischeehafte Frau Ende 40. Sie überlegt sich zudem, wie das Leben für sie weitergehen soll. Sie wächst im Laufe der Geschichte und hat mich überzeugt und mir gefallen. Alexander fand ich etwas anstrengend. Zwar liebt er seine Frau und dies beteuert er uns Lesern mehrmals, stellt aber auch etwas machohafte Ansprüche an sie. Mehr oder weniger abwesend durch seine Arbeit überliess und überlässt er Kinder und Haushalt Nina und beklagt sich, wenn etwas nicht glatt und rund läuft. Die 16-jährige Emilia ist frisch verliebt in den 18-jährigen Julian, der reich und attraktiv ist. Emilia hat mir leidgetan, denn immerzu muss sie befürchten nicht zu genügen. Es kommt dann aber noch schlimmer und sie gerät so richtig in Bedrängnis. Die Figur, die mich am meisten berührt hat, ist Ben. Ben ist 19 Jahre alt, spielt mit Leidenschaft Games und verpasst dabei das Leben. Ben verkörpert so viele junge Männer in der realen Welt, die in der künstlichen Welt von Games und Social Media ihr Leben verbringen und dabei die Fähigkeiten zu kommunizieren oder sich in Gesellschaft zu bewegen, verlernen. Er ist eine tragische Figur, mit der ich mitgefühlt habe. Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Ich empfand sie als authentisch. Durchwoben mit Träumen, Problemen, Sorgen und Erlebnissen, wie sie in einer Familie auch in der Realität an der Tagesordnung sind. Kira Mohn hat eine fesselnde und aufwühlende Geschichte geschaffen, für die ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.
Wahnsinnig gut
📖 Alle glücklich 📝 Kira Mohn 📍 Harper Collins Verlag 🔍 Inhalt: Alle glücklich von Kira Mohn erzählt von einer jungen Frau, die sich in einer Phase der Veränderung befindet und versucht herauszufinden, was sie im Leben wirklich glücklich macht. Während sie neue Menschen kennenlernt und sich mit ihren eigenen Gefühlen und Entscheidungen auseinandersetzt, beginnt sie ihr Leben und ihre Wünsche zu hinterfragen. Die Geschichte handelt von Selbstfindung, Beziehungen und davon, den eigenen Weg zu finden. 🖊️ Rezension: Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. „Alle glücklich“ liest sich unglaublich angenehm und hat eine besondere, ruhige Atmosphäre, in der man sich schnell verliert. Die Figuren wirken sehr authentisch und ich mochte besonders, wie sensibel mit den Themen und Beziehungen umgegangen wird. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, ganz nah an den Gedanken und Emotionen der Charaktere zu sein – das macht die Geschichte sehr greifbar und berührend. Ein kleiner Kritikpunkt für mich war allerdings das Ende: Es kam gefühlt etwas plötzlich und war mir persönlich ein bisschen zu offen. Nach der intensiven Reise mit den Figuren hätte ich mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, um alles etwas runder abzuschließen. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich würde es definitiv weiterempfehlen – besonders, wenn man ruhige, emotionale Geschichten mit viel Gefühl mag. Fazit: Eine einfühlsame und ruhige Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und die Suche nach dem eigenen Glück. Die authentischen Figuren und die emotionale Atmosphäre machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Auch wenn das Ende etwas schnell und offen wirkt, bleibt die Geschichte insgesamt berührend und lesenswert.
Beginnt ruhig, um konsequent zu eskalieren - tolle Lesung eines tollen Buches!
Das Jahr hat gerade begonnen und schon ein Highlight 🌟 Alle glücklich startet ganz harmlos. Fast beiläufig - eben alle glücklich gerade. Das ist natürlich trügerisch. Im Verlauf verdichtet sich die Handlung und nimmt eine Härte an, die mich KOMPLETT überrascht hat und nachwirkt. Der Bruch erfolgt nicht abrupt, sondern langsam, sehr konsequent und total stimmig: kleine Verschiebungen in Beziehungen. Ungesagte Konflikte. Emotionale Leerstellen. Super Empathisch, super menschlich, ohne zu beschönigen. Es wirkt nie konstruiert. Die einzigen spürbaren Schwachpunkte für mich: Heterofrauen, die sich scheinbar aus Langeweile in Frauen verlieben (kein Fan von diesem Trope) und die etwas zu wenig differenzierte Mann/Frau Darstellung. Die Lesung von Anne Sofie Schietzold ist herausragend. Sie verleiht den Figuren Tiefe und Gewicht. Ich wage zu behaupten, als Hörbuch entfaltet der ruhige und präzise Text zusätzliche Wirkung. Dieser Roman lädt zur Auseinandersetzung ein. Unbedingt. 5🌟 for me!
starke Charaktere, emotional, aber zu viele Klischees
Alle glücklich hat mich vor allem durch seinen zugänglichen und flüssigen Schreibstil überzeugt. Ich bin sehr leicht in die Geschichte hineingekommen und konnte mich schnell auf die Handlung und die Figuren einlassen. Die Charaktere sind differenziert und greifbar gezeichnet, sodass es leichtfällt, mit ihnen mitzufühlen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Mutter sowie die Perspektive der Tochter. Beide wirkten auf mich sehr nachvollziehbar und authentisch. Ihre Gedanken und Gefühle waren so beschrieben, dass ich sie gut verstehen konnte. Der Vater hingegen hat bei mir starke Emotionen ausgelöst, vor allem Wut, während mir der Sohn vor allem leidtun konnte. Diese emotionalen Reaktionen sprechen definitiv für die Intensität der Figurenzeichnung. Auch die Entwicklungen innerhalb der Geschichte waren insgesamt verständlich und klar dargestellt. Dennoch hatte ich am Ende das Gefühl, dass es etwas zu viele Klischees gab und gleichzeitig sehr viele (teils sehr wichtige) Themen angerissen wurden, die nicht alle konsequent zu Ende geführt wurden. Dadurch wirkte die Geschichte stellenweise etwas überladen. Besonders kritisch sehe ich den Schluss: Ein einschneidender Vorfall scheint vor allem darauf ausgelegt zu sein, einen schockierenden „WTF“-Moment zu erzeugen. Dabei hatte ich den Eindruck, dass psychisches Leiden und seine Folgen instrumentalisiert werden, anstatt sensibel und angemessen behandelt zu werden. Das hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt ist Alle glücklich ein gut lesbarer Familien-Roman mit starken Figuren und emotionaler Tiefe, der jedoch durch erzählerische Überladung und eine fragwürdige Zuspitzung am Ende an Wirkung verliert.

Das war so richtig richtig gut! Definitiv 4 - 4,5 Sterne, nur das Ende, was war das bitte?!
"Alle glücklich" hat mich persönlich total angesprochen. Vor allem mit den verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder und dann, was passiert, war wirklich so gut. Habe ganz oft beim hören so ein angespannten Gefühl gehabt. Ähnlich wie in dem Buch "die Wut die bleibt" von Mareika Fallwickel und dennoch anders. Ich kann es nur empfehlen und bitte, wenn ihr es gehört oder gelesen habt. Ich brauche jemand um über das Ende zu reden. Bitte sehr gerne melden. Für mich hätte es gerne noch länger sein gekönnt, weil ich doch noch wissen würde, was passiert da noch.
Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!
Erfüllst du deine Extrawünsche auch? Ich wünschte, es wäre so. Kira Mohn gehört seit dem ersten Roman, den ich von ihr gelesen habe, zu meinen Lieblingsautorinnen und daher war ich sehr erfreut ihr neues Buch in Händen zu halten. In sich wiederholender Erzähl-Reihenfolge erhalten wir LeserInnen Einblick in das Familienleben von Mutter Nina, Tochter Emilia, Sohn Ben und Vater Alexander. Er erfolgreicher Oberarzt, sie aufopfernde Mutter, die Kinder eine fleißige Schülerin und ein Jungerwachsener Student- eine perfekte Familie, also alle glücklich oder?! In ihrem familiären Alltag zeigt sich die große Gefahr der Trägheit, des nebeneinander "herleben", der fehlenden Kommunikation und Misskommunikation im turbulenten und doch so simplen Leben. Die Autorin ist dabei brutal ehrlich, gibt authentischen Einblick in die Gedanken der Charaktere und hat mich in der Einfachheit des Schreibstils so sehr gefangen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Die Selbstreflexion, die unmittelbar für die LeserInnen aufkommt, wird ebenfalls in Form von psychologischen Fragen zu Beginn der kurz gehaltenen Kapitel eingefasst und zumindest für mich wirkte es wie ein bewusst gewünschtes "Spiegel vorhalten". Langsam und leise baut sich eine anspannende Beklemmung für alle Protagonisten auf, die direkt auf eine tragische Eskalation zurauscht! Definitiv machte mir der Roman sichtbar, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt und das A und O in jeglicher Form von Beziehungen eine offene Kommunikation ist, damit man nicht in einer einsamen Welt verschwindet: "Damals als sie das Lächeln noch nicht verloren hatte!" Fazit: Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!
Ein Blick hinter die Fenster in eine vermeintlich glückliche Familie
Solche Art der Storys liebe ich einfach. Eine normale Familie. Das Ehepaar über vierzig, die beiden Kinder (fast) erwachsen. Alle haben ihre eigenen Probleme und hadern mit ihrem Leben. Wir wechseln immer wieder die Protagonisten und bekommen einen Einblick in deren Leben und ins Familienleben. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich habe Verständnis und Mitgefühl für alle aufgebaut. Das Ende hat mich kalt erwischt. Insgesamt wirklich sehr gelungen.

Eine psychologisch eindringliche Familiengeschichte, geschildert aus 4 Sichten, die ab der Hälfte deutlich Fahrt aufnimmt und zeigt, wie sehr man sich entfremden kann, auch wenn man sich physisch sehr nahe ist. Ich mochte die Gegenwärtigkeit und den Lesefluss, aber das Rad wurde in dem Roman nicht gebrochen oder neu erfunden.
Mit Alle glücklich zeichnet Kira Mohn das Porträt einer scheinbar perfekten Familie und legt Schicht für Schicht frei, wie brüchig dieses Ideal ist. Nina, Alexander, Emilia und Ben erfüllen ihre gesellschaftlichen Rollen tadellos: Mutter, Vater, Kinder, erfolgreich, angepasst, funktionierend. Doch hinter der Fassade verbergen sich Sehnsüchte, Überforderungen und Geheimnisse, die zunehmend Raum einnehmen. Der Roman lebt von diesem Kontrast zwischen Außenwirkung und innerer Wahrheit und von der leisen, aber stetigen Eskalation, wenn der Druck zu groß wird. Kira Mohn Stärke liegt in der Figurenzeichnung. Jede Perspektive wirkt glaubwürdig und nahbar, ohne zu entschuldigen oder zu verurteilen. Besonders eindrücklich ist, wie unterschiedlich die Figuren mit Erwartungen umgehen. Nina zwischen Selbstaufgabe und verborgenem Eigenleben, Alexander im Spannungsfeld von Verantwortung und Anerkennungsbedürfnis, Emilia auf der Suche nach Identität in der ersten Liebe, Ben mit demonstrativer Selbstversicherung, hinter der Unsicherheit aufscheint. Der Wechsel der Blickwinkel macht deutlich, wie wenig die Familienmitglieder einander wirklich sehen obwohl sie sich lieben. Stilistisch ist der Roman klar und zugänglich, mit präzisen Beobachtungen des Alltags, die lange nachhallen. Alle glücklich stellt keine einfachen Diagnosen, sondern lädt zur Selbstbefragung ein Was bedeutet Glück? Und welchen Preis zahlen wir, um den Erwartungen anderer oder unseren eigenen zu genügen? Ein stiller, eindringlicher Roman über Nähe und Distanz, über Rollenbilder und den Mut zur Wahrheit.
In Alle glücklich erzählt Kira Mohn die Geschichte einer Familie, die nach außen perfekt wirkt, innerlich jedoch langsam auseinanderdriftet. Alexander, Nina und ihre Kinder Emilia und Ben tragen alle ihre ganz eigenen Sorgen mit sich – meist unausgesprochen. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man einen tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt und erkennt, wie sehr Schweigen und kleine Risse Beziehungen belasten können. Der ruhige, klare Schreibstil wirkt äußerst authentisch und entfaltet gerade dadurch eine enorme emotionale Kraft. Ohne große Dramatik schildert Mohn alltäglichen Schmerz, der umso stärker berührt. Die Figuren sind lebensnah, ihre Gefühle nachvollziehbar, und man leidet unweigerlich mit ihnen mit. Ein leiser, intensiver Familienroman, der lange nachhallt und zeigt, wie zerbrechlich vermeintliches Glück sein kann. Absolut lesenswert.
Oha, das Buch hat mich ziemlich mitgenommen.
Eine Vorzeige-Familie mit allem, was es zum Glücklichsein braucht - aber was macht „Glück“ eigentlich aus? Materieller Wohlstand? Anerkennung? Eine Liebesbeziehung? Oder doch etwas ganz anderes? Wir begleiten Nina, Alexander, Ben und Emilia durch ein paar Wochen, in denen sich das Leben für jedes Familienmitglied grundlegend ändert, auf ganz unterschiedliche Weisen. Beim Lesen war ich traurig, wütend, ergriffen und ich hätte die vier gerne noch länger begleitet.
Ein interessantes Familienporträt mit ernsten Themen, das mich emotional aber nicht erreichen konnte.
Kira Mohn begleitet mich schon seit vielen Jahren. Damals habe ich ihre New-Adult-Leuchtturm-Reihe wirklich geliebt, und auch „Wild Like a River“, ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Umso größer war meine Vorfreude auf dieses Buch. Diesmal bewegen wir uns allerdings eher im Bereich der Belletristik – und es hat sich für mich tatsächlich so angefühlt, als würde ich eine ganz andere Autorin lesen. Im Mittelpunkt stehen Nina, Alexander, Emilia und Ben – eine scheinbar perfekte Familie, bei der hinter der Fassade einiges bröckelt. Die Themen sind schwer, sehr familiär geprägt und durchaus relevant, aber für mich persönlich war es fast schon zu viel. Die Figuren wirkten auf mich sehr problembehaftet, und ich habe leider keinen richtigen Zugang zu ihnen gefunden. Sympathie? Eher schwierig. Auch der Schreibstil hat mich nicht komplett abgeholt. Teilweise wirkte er auf mich etwas holprig und ungewohnt – irgendwie nicht das, was ich von der Autorin kenne. Positiv hervorheben kann ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und ich zügig durch war. Trotzdem bleibt am Ende das Gefühl: Es konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.
Ich habe mich auf den Roman der Autorin gefreut, bin aber etwas Zwiegespaltener Meinung, was den Inhalt angeht.
. KLAPPENTEXT Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß. Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm? Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes. Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut! Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf. MEINUNG Kira Mohn erzählt von einer Familie, Kinder im Schul- und Studienalter, Vater voll berufstätig, Mutter in Teilzeit. Erzählt wird aus der Perspektive von allen vieren. Jeder bekommt eine Stimme und jeder erzählt einen Ausschnitt des Lebensabschnitts, in dem sie jeweils gerade sind. Spannend fand ich daran, was die Autorin alles aufgezeigt hat. Wie man als Paar voneinander Dinge nicht wissen kann - z.T. weil da alte Verletzungen sind, aber auch, weil sich Routinen und Abläufe eingeschlichen haben. Wie man als Eltern nicht in den Köpfern der Kindern steckt, und vieles auch gar nicht mitbekommt. Wie die beiden Geschwister miteinander agieren. Wie jeder einzelne mit seinen Verletzungen, mit seiner Rolle in der Familie, aber auch mit seiner Rolle in der Gesellschaft kämpft und umzugehen versucht. Insbesondere mit dem Beenden des Buchs, sind mir all diese Dinge erst richtig klar geworden. Die ersten Seiten des Buchs haben mich erst gar nicht so abgeholt, weil sehr wenig passiert ist. Zwar gab es auch hier schon interessante Facetten, dennoch ist für mich das Buch noch nicht so richtig ins Rollen gekommen. Hätte ich es gelesen und nicht gehört, weiß ich nicht, ob ich es komplett geschafft hätte. Durch das Zuhören und die verschiedenen Erzählperspektiven wollte ich dann aber doch wissen, wohin das alles führt. Ich konnte mit der “Jugend” mitfühlen, ich konnte die Mutter verstehen. Dem Vater gegenüber habe ich ehrlicherweise eher Antipathie empfunden, als irgendeine Form von Verständnis oder dergleichen. Aber seine Rolle hat zu der Geschichte gepasst, die die Autorin erzählen wollte. Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet. Im ersten Moment hat es mich auch erstmal nicht abgeholt. Mit ein paar Tagen Abstand kann ich damit mehr anfangen, habe aber nach wie vor das Bedürfnis, mich darüber auszutauschen - was aber genauso gut für das Buch sprechen kann. Insgesamt war es für mich kein Buch, das man gelesen haben muss, dennoch ein Buch, das interessante Facetten des täglichen Lebens aufzeigt.

Keine leichte Geschichte. Aber eine, die bleibt.
Alle glücklich war für mich kein Buch, das man „einfach liest“. Es war eher eines, das man gefühlt zwischendurch weglegen muss, weil sich plötzlich Dinge zu vertraut anfühlen. Ich hatte ständig dieses leise Unbehagen im Bauch – nicht, weil etwas Schockierendes passiert, sondern weil alles so nah am echten Leben bleibt. Dieses ständige Funktionieren, das Schweigen, das aneinander Vorbeileben. Genau das hat mich getroffen. Es gibt so viele Momente, in denen man merkt: Eigentlich müsste jetzt jemand reden. Aber niemand tut es. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich innerlich Partei ergriffen habe, genervt war, Mitleid hatte, mich wiedererkannt habe... Manchmal alles gleichzeitig. Nina und Ben haben mich besonders beschäftigt. Nina - eine Mutter, die sich viel zu oft hinten angestellt hat und wirklich alles für die Familie opfert und Ben - ein Junger Mann, der viel Einsamkeit in sich trägt und einfach missverstanden wird. Was ich mochte: Das Buch erklärt nichts, bewertet kaum und drängt einem keine Lösungen auf. Es zeigt einfach, was passiert, wenn Nähe und Kommunikation verloren geht und jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Das fühlt sich ehrlich an aber manchmal auch unangenehm. Der Schluss? Der hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Aber vielleicht musste es genau so enden. Nicht rund, nicht tröstend, sondern offen. Wie vieles im echten Leben eben auch.

Was zunächst anmutet wie ein ‚normaler‘ Alltag in einer deutschen Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, 16-jährige Tochter, 19-jähriger Sohn), wurde schnell zu einem Trip in gesellschaftliche Abgründe - und für mich zu einem überraschend fesselnden Leseerlebnis. Nina, Alex, Emilia und Ben - aus ihren Perspektiven wird das Familiengefüge geschildert, das zunächst unspektakulär und durchschnittlich erscheint. Doch schon bald stellt sich beim Lesen all dieser Perspektiven ein gewisses Störgefühl ein. Nina versucht seit Langem, es zu Hause allen recht zu machen - arbeiten (in ihrem eigentlichen Beruf als Ärztin) braucht sie da natürlich nicht. Das übernimmt ihr Mann Alex, der dafür aber selbstverständlich entsprechende Anerkennung erwartet… Tochter Emilia ist zum ersten Mal verliebt und Julian tut ihr wirklich gut - oder? Ben liebt Computerspiele und könnte vielleicht etwas motivierterer an sein Studium herangehen, aber ansonsten geht es ihm ziemlich gut - oder? Kira Mohn hat bei mir mit diesem Buch einen Überraschungserfolg über Leistungs- und gesellschaftlichen Druck, Rollenbilder und insbesondere (fehlende) Kommunikation gelandet. Besonders die wechselnden Perspektiven machen die Geschichte so überzeugend. Als Lesende*r hat man so vielfach einen Wissensvorsprung vor den anderen Familienmitgliedern und sieht Missverständnisse und Unausgesprochenheiten noch einmal aus weiterer Perspektive. Auch wenn für meinen Geschmack letztlich etwas viele Klischees bedient wurden, ist das Buch absolut fesselnd geschrieben, wagt Blicke hinter Kulissen und überzeugt durch eine immer weiter zunehmende abgründige Atmosphäre. Absolut lesenswert!
Eine scheinbar perfekte Familie!
Was bedeutet es, wirklich glücklich zu sein? Kira Mohn erzählt in ihrem Roman "Alle glücklich" von Familie, Liebe und den Herausforderungen des Lebens. Im Fokus des Romans steht die Familie Holtstein: Mutter Nina, Vater Alexander, Sohn Ben (19) und Tochter Emilia (16). Die Geschichte wird aus allen vier Perspektiven erzählt, wodurch ich als Leser tief in die Gedanken, Gefühle und Konflikte jeder Figur eintauche und die familiären Dynamiken aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erlebe. Die Holtsteins sind nach außen hin eine scheinbar perfekte Familie. Hinter der Fassade verbergen sich aber innere Konflikte, persönliche Sorgen und zerbrechliche Beziehungen, die jede Figur auf ihre eigene Weise prägen. Unausgesprochene Erwartungen und alte Wunden kommen zum Vorschein, Zerreißproben, die Beziehungen mit sich bringen. "Alle glücklich" ist aber mehr als nur eine Familiengeschichte. Es geht um persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und den Mut, eigene Wünsche und Bedürfnisse nicht hintenanzustellen. Meiner Meinung nach ist es Kira Mohn gelungen, die Dynamiken innerhalb einer Familie realistisch darzustellen. Der Roman überzeugt durch seine emotionale Tiefe und die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Familie" und dem oft trügerischen Ideal nach außen, dass doch alle glücklich sein müssten. Kira Mohn zeigt in dem Roman, wie komplex familiäre Beziehungen sein können, die geprägt sind von Verantwortung, Erwartungen und dem Wunsch, gesehen zu werden. Besonders spannend und realistisch ist die Beziehung zwischen Emilia und ihrer Freundin Alina, die den Kontakt abbricht. Dieser Moment zeigt, wie verletzlich Beziehungen sein können. Berührend finde ich vor allem Bens Schicksal. Seine große Einsamkeit und sein Kampf, seinen Platz im Leben zu finden, machen ihn zu einer besonders nahbaren und mitfühlenswerten Figur. Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass an einigen Stellen die Handlung etwas vorhersehbar ist. Das Ende jedoch hat mich wiederum überrascht. "Alle glücklich" ist ein Roman, der zum Nachdenken über Familie und eigenes Glück anregt.
Tiefgründig und unfassbar wichtig
Haben wir nicht alle schon einmal gedacht, dass wir „alle glücklich“ sind, während wir in Wirklichkeit den Blick für die Menschen, die uns wichtig sind, und vor allem für unsere eigenen Bedürfnisse immer mehr außer Acht lassen? Im alltäglichen Trott festzustecken und dann plötzlich durch einen Moment, eine andere Person oder eine bestimmte Situation zu erkennen, dass da noch so viel mehr für uns sein könnte – genau davon handelt dieses Buch. Ich habe mich so oft in diesem Buch verloren und gleichzeitig wiedergefunden. Teilweise habe ich ganze Seiten markiert, weil mich die Gedanken und Gefühle darin so sehr berührt haben. Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen. Mich hat es definitiv dazu gebracht, mein eigenes Leben noch einmal zu überdenken.
Wow
'Alle glücklich' war mein erstes Buch von der Autorin, ich kenne aber schon ihren SoMe Auftritt und bin schwer begeistert. Deswegen bin ich mit hohen Erwartungen an das buch gegangen und wurde nicht enttäuscht. Da ich sonst eher Romance, Romantasy usw lese, war der Schreibstil, die Sichtweise und der Pace erstmal gewöhnungsbedürftig. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit der unemotionalen, fast sachlichen Erzählweise klar zu kommen, kann das Buch aber auf jeden Fall sehr empfehlen! Habe es fast an einem Stück durchgehört, weil es mich so gepackt hat. Ich würde es auf jeden Fall als Buddyread, für den Buchclub und vielleicht sogar als Schullektüre empfehlen, weil der Inhalt wirklich sehr viel Gesprächsstoff liefert! Großartig :)
Das ist die Realität
Es geht um eine Familie, die aus Nina, Alexander, Ben und Emilia besteht. Von außen ganz „normal“ aber im inneren hat jede einzelne Person mit ihren Problemen zu kämpfen. Das Buch ist ehrlich, voller Emotionen und das Ende hat mich echt mitgerissen… Ich habe es in 24h durchgelesen. Der Schreibstil war sehr flüssig, einfach geschrieben und mit den kurzen Kapiteln über die einzelnen Gedanken der Familienangehörigen einfacher fesselnd.
Characteristics
3 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt?
Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß.
Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm?
Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes.
Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut!
Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf.
Bestsellerautorin Kira Mohns Roman besticht mit dem scharfen und dennoch liebevollen Blick auf die Psychologie einer Familie.
Book Information
Author Description
Kira Mohn, 1972 geboren, ist eine deutsche Bestsellerautorin. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München.
Posts
Eingesogen
Der Anfang ist so packend, dass es mir total schwer fiel, nicht das ganze Buch in einem Rutsch zu verschlingen. Die Sogwirkung bleibt bis zum Ende, die Eskalation der Konflikte dramatisch. Nur hat mich beim Lesen etwas irritiert, dass alle Protagonisten zur gleichen Zeit ihren Tiefpunkt erleben. Deswegen nicht ganz perfekt, aber nah dran
,,Eine glückliche Familie…oder doch nicht“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Kira Mohn gibt uns einen Einblick in eine scheinbar glückliche Familie. Die Geschichte wird aus Sicht aller 4 Familienmitglieder erzählt und der Leser taucht dabei tief in die Gedanken- und Gefühlswelt der Protagonisten ein. Alle 4 leben unter einem Dach und ahnen doch nicht mit welchen Problemen oder Gefühlen sich die anderen rumschlagen. Sie sind sich erschreckend fremd, haben vordergründig alles und sind trotzdem nicht glücklich. Ich kenne nur wenige deutsche Autorinnen die eine vermeintlich ,,profane“ Familiengeschichte so spannend, mitreißend und berührend schreiben kann. Dies ist eins dieser Bücher, die einen zum Nachdenken anregen und man während des Lesens anfängt sich Fragen zu stellen und genau wie die Protagonisten Antworten zu suchen. Ein unglaublich gutes und tiefgründiges Buch! Für mich ein Highlight!
Letzte Februar Rezi 💛
✨Rezensionsexemplar✨ Das war mein 3. Buch der Autorin und jetzt ist für mich wirklich alles dabei. Ein Highlight („Die Nacht der Bärin“), ein Flop („Note to myself“) und mit „Alle glücklich“ auch ein solider Roman, der mir gut gefallen, aber mich nicht vollständig überzeugt hat. Ich habe auch noch einiges von ihr auf dem SuB, allerdings keine Gegenwartsliteratur, sondern eher so New Adult 🫠🫠 das fällt mir aktuell eher schwer, mich da ranzumachen. Aber es wird passieren!! Ihr wisst es schon, dieses Jahr wird sich nicht beschwert, es wird angepackt! 😅😅 ✨Inhalt Mutter Nina, Vater Alexander, Sohn Ben und Tochter Emilia sind eine glückliche Familie oder doch nicht? Hinter der Fassade brodelt es… ✨Meinung Kira Mohn hat von Anfang an eine Atmosphäre kreiert, die nichts Gutes verhieß. Man spürt in den alltäglichen Situationen und den kleinsten Interaktionen der Familienmitglieder, dass Vieles im Verborgenen nicht (mehr) stimmt. Das fand ich richtig toll und muss auch sagen, dass das Buch ein pageturner war. Es war spannend und toll geschrieben mit vielen für sich genommen wichtigen und schweren Themen. Evtl. zu viele wichtige und schwere Themen? Während sich „Die Nacht der Bärin“ auf ein einziges Gebiet fokussiert hat (häusliche Gewalt), werden wir in „Alle glücklich“ mit wirklich allem konfrontiert. Alles, was man sich nur ausdenken kann, passiert und geht schief. Dadurch fehlt teilweise Tiefe in der Diskussion der einzelnen Ereignisse. Dadurch war es aber auch ein leicht und schnell zu lesendes Buch, einfach weil permanent etwas Neues los war. Es gab viele „aha, das jetzt auch noch, oh je, die arme Familie / Frau / der arme Junge“ Momente. Nachhallen tut hingegen nicht allzu viel. Leider bricht es am Ende auch komplett abrupt ab, so dass gefühlt mindestens ein Drittel der Geschichte fehlt. Manchmal mag ich offene Enden und manchmal nicht so sehr. Vieles ist sicherlich wie immer Geschmacks- und Auslegungssache. ✨Fazit Ein unerwartet schnelles Buch mit pageturner Qualität und durchaus schockierenden Ereignissen, das mich persönlich nicht so berührt hat wie evtl. erwartet. Eine Familie fällt auseinander und verliert den Blick für‘s Wesentliche, aber wie werden die Scherben aufgesammelt? Let me be very clear: Die Geschichte ist auf jeden Fall lesenswert und ich hoffe, dass viele sich ein eigenes Bild machen werden, früher oder später. Es lohnt sich. Ich kann ein Buch gut finden und es trotzdem kritisch hinterfragen, diese beiden Gesichtspunkte schließen sich nicht aus! 3,5/5⭐️⭐️⭐️

Wenn man hinter die Fassade blickt
Ohne laut und aufdringlich zu sein zeigt Kira Mohn in dem Roman auf wie weit sich eine Familie voneinander entfernt hat und nebeneinander her lebt. Wir begleiten die Mutter Nina, ihren Mann Alex und die Kinder Emilia und Ben. Nach außen scheint alles perfekt, nur ist es das nicht. Dadurch, dass alle Charaktere die Geschichte erzählen bekommen wir Einblicke in alle 4 Leben und Denkweisen. Für mich gibt es nicht viele Autor:innen die es schaffen so gut die Charaktere zu zeichnen. Beim Lesen fühlte es sich an, als ob man von einer Familie nebenan liest. Sehr echt, ehrlich und ohne Wertung. Nicht nur, dass mir die einzelnen Leben sehr nah gingen, auch habe ich mich gefragt in wie vielen Familien das genau so ist. Jeder lebt sein Leben, nicht als Familie zusammen. Mich hat das Buch sehr nachdenklich zurück gelassen und ich würde gerne noch wissen wie das Leben der 4 in 1,2 oder 5 Jahren aussieht. Jede Familie ist anders und jedes Familienleben sieht anders aus und auch jeder definiert sein persönliches Glück anders, nur frag ich mich ist manches glücklich wirklich glücklich , oder nur Gewohnheit?! Kira Mohn hat mich wieder sehr berührt und mit dem Buch bleibend Eindruck hinterlassen. Ich weiß jetzt schon dass ich immer mal wieder an Familie Holtstein denken werde. 5⭐️
Ein berührender Familienroman, bei dem die lesende Person hinter die Fassade einer „normalen“ Familie schaut und die Autorin aufzeigt, wie jedes einzelne Mitglied ein Päckchen zu tragen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Am Ende blieb ich jedoch mit vielen Fragen zurück, was sicher auch so gewollt ist? Das Buch klingt nach.
"Unter jedem Dach ein 'Ach!'". Genauso fühlt sich diese Geschichte an und sie ist dabei so ehrlich und mitfühlend. Sie macht aber auch wütend. Wütend auf den Vater, der sich in seiner Bequemlichkeit zurücklehnt und die Schuld für alles und jeden bei der großen Unbekannten sucht. Eine Mutter, die versucht alles richtig zu machen, sich dabei beinahe nicht nur selbst verliert. Die Kinder, die eigentlich groß sind und die dennoch Kinder sind. Für mich überzeugt hier vor der Geschichte vor allem der Schreibstil. Wunderschön, wie die tiefsten Gefühle offengelegt werden und den Leser total in seinen Bann ziehen.

Nina und Alexander führen eine gute Ehe. Alexander ist Arzt und Nina arbeitet teilzeit als MFA und kümmert sich um die beiden Kinder im Teenageralter und den Haushalt. Von außen ist alles in bester Ordnung. Aber hinter der Fassade beginnt es zu bröckeln Der 19- jährige Ben studiert zwar wie gewünscht, doch eigentlich beschäftigt ihn hauptsächlich die Tatsache, dass er immer noch Single ist. Im Internet findet er einen Coach, der sich als Pick-up-Artist entpuppt. Die 16- jährige Emilia hat ihren ersten Freund, der älter ist als sie und sie unter Druck setzt Nina arbeitet heimlich noch nebenher im Supermarkt, um sich eigenes Geld zu verdienen und lernt dort jemanden kennen Und Alexander hat sexuelles Interesse an seiner Assistentin. Das alles mündet nach und nach in einen dramatischen Showdown. Kira Mohn hat die Geschichts einer Familie von heute mit ganz aktuellen Problemen geschrieben, Cyber Mobbing, die Manosphere-Szene, Mental Load und Feminismus sind einige der Themen, die die Autorin gekonnt zu einer Geschichte verwebt, die sich gerade überall in Deutschland so oder so ähnlich abspielen könnte Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Ich habe das Hörbuch gehört, was sehr gut gelesen ist, Empfehlung also auch hier.
Dieses Buch hat mich tatsächlich eiskalt erwischt. Es ist mein erster Roman der Autorin und inhaltlich war ich sehr gespannt. Das am Ende auch 'ne Träne fließen würde, darauf war ich nicht vorbereitet 🫣! Es geht um eine scheinbar glückliche Familie: Alexander, der Vater, Oberarzt und Ehemann. Nina, die Mutter, Arzthelferin und Ehefrau. Emilia, die Tochter, 16, Gymnasiastin und zum ersten Mal verliebt und Ben, der Sohn, 19 und Student. Eigentlich haben sie alle in ihrem Leben alles, dass es ihnen gut gehen müsste, aber im Laufe des Buches stellt sich nach und nach heraus, wie es hinter der Fassade aussieht und mit welchen Problemen jede(r) einzelne zu kämpfen hat. Themen wie Jobstress, Pubertät, Selbstzweifel, Geltungsbedürfnis, Depressionen, nicht gesehen werden, Einsamkeit, falsches Rollenverständnis, Online-Spiele, Erwachsenwerden und andere lebensechte Situationen lauern hinter der scheinbar perfekten Fassade und machen ihnen das Leben schwer. Dabei sind ihnen Nähe, Vertrauen und Kommunikation innerhalb der Familie verlorengegangen. Alle sind so mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigt, dass er / sie den anderen nicht wahrnimmt mit seinen Sorgen und Nöten, so dass sich die Geschichte von Seite zu Seite mehr zuspitzt... "Alle glücklich" hält uns den Spiegel vor. Ich habe mich manchmal echt wiedererkannt, kann vielleicht aber jetzt auch meine volljährige Tochter ein Stück weit besser verstehen. Ein tolles lesenswertes Buch, die Charaktere und ihre Entwicklungen sehr gut beobachtet und wahrscheinlich nicht weit entfernt von den Lebensituationen vieler Familien...
Alle glücklich? (SPOILER enthalten)
📖 Klappentext: Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß. Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt - und wer dankt es ihm? Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes. Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut! Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratende Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf. 📖 Meinung: Ich habe das Hörbuch gehört und die Sprecherin war einfach toll! Ruhige, angenehme Stimme. Man konnte locker jeden Protagonisten unterscheiden. Nun zu der Geschichte. Ja sind denn alle glücklich? Von wegen... Am Anfang fand ich es toll mal ein Familienleben aus jeder Sicht eines Familienmitgliedes zu betrachten. Die Kapitel sind immer jeweils abwechselnd aus der Sicht von Nina, Alex, Emilia und Ben. Man erlebt einfach den Alltag aber auch wie sich z.B. eine Ehe verändert wenn Kinder auf der Welt sind oder man schon lange verheiratet ist. Aber die fehlende Kommunikation in der Familie war echt zu viel. Ab der Mitte circa fand ich geht es ins Extreme. Plötzlich wird alles auf den Kopf gestellt. Nina ist plötzlich lesbisch und verliebt sich meiner Meinung nach viel zu schnell. Alex ist einfach Alex. Arbeitet zu viel. Belästigt Mitarbeiterinnen und gibt seiner Ehefrau die Schuld für alles. Richtig unsympathisch. Emilia erlebt ihre erste große Liebe und lässt sich gefühlt nur manipulieren und macht Sachen die ihr eigentlich nicht gefallen. Ben gerät in irgendeinen Stream wo mehr oder weniger erzählt wird, dass ein "Nein" von einer Frau nicht zählt weil sie meinen eigentlich doch "Ja". Ähm hallo? Auch das Ende war etwas abrupt. Es ist eigentlich noch vieles offen. Ich hatte das Gefühl, dass das Buch nur schnell zu Ende geschrieben werden musste. Schade!

Gut geschrieben, viele wichtige Themen
Das Buch an sich war gut geschrieben und es hatte auch viele wichtige Themen beinhaltet. Vier unterschiedlich Sichtweisen werden beschrieben und in jedem Kapitel springen wir in die Sichtweise eines anderen Familienmitglieds. Da ist die Mutter Nina, leistet Carearbeit, gibt sich selber auf, ohne Dank der Familie. Die Tochter Emilia, zum ersten Mal verliebt, lässt sich leiten von Ihrem Freund, ohne ihn zu hinterfragen. Der Sohn Ben, fühlt sich einsam und als Loser, sucht sich Hilfe im Internet. Als letztes der Vater Alex, Oberarzt, leitet gerne und sieht auch gerne anderen Frauen hinterher. Leider war es mir dann doch irgendwie Zuviel und nicht tief genug. Durch den jeweiligen Sprung zu den anderen Familienmitgliedern wird man immer wieder etwas rausgerissen aus der momentanen Geschichte. Auch sind mir die einzelnen Figuren zu stereotypisch beschrieben. Da ist nichts Neues, was einen überraschen könnte in der Sichtweise. Gerade den Vater fand ich eher eindimensional, da hat mir eine tiefere Sicht gefehlt. Trotzdem habe ich es gerne gehört.
✨ Rezension ✨
Alle Glücklich | Kira Mohn | Harper Collins | 288 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Eine Familie, vier Perspektiven und es ist ja alles ok, oder? Alle sind Glücklich, oder? Schließlich läuft es doch gut, oder? Mutter Nina, die als MTA arbeitet. Ehemann Alexander, Oberarzt im Krankenhaus. Tochter Emilia, die in der Oberstufe ist und den ersten Freund hat. Sohn Ben, Student, bei dem alles toll läuft. Kira Mohn zeichnet das Bild einer Familie, bei der auf den ersten Blick eigentlich alles gut läuft, die aber nach und nach Geheimnisse und Probleme aufzeigt. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, jeder ist sein eigener Hauptprotagonist und so oft wollte man alle mal ernsthaft an einen Tisch bringen, damit sie reden. Hier werden so viele Probleme und Missstände deutlich und zeigen auf, wie internalisiert gesellschaftliche Erwartungen sind und wie schnell alles aus dem Ruder laufen kann. Unbedachte Worte können das schlimmste in Gang setzen. Für einen selbst ein kleines Versehen, schnell vergessen, nicht ernst gemeint. Für den anderen vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Das psychologische Profil einer Familie und wie schnell das Konstrukt zerfallen kann. Für mich am Ende mit bösen Überraschungen, die ich immer noch im Kopf habe. Eine große Empfehlung! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.

Nina, Alexander, Emilia und Ben (oder Mutter, Vater, Tochter und Sohn) sind eigentlich eine glückliche Familie und haben alles was man zum Leben braucht. Und trotzdem hat jeder seine Geheimnisse, Bedürfnisse und Konflikte zu bewältigen. Abwechselnd wird die Geschichte jedes Familienmitgliedes erzählt und förmlich auseinander genommen. Es wird aus der Gedankenwelt des Einzelnen erzählt und dies in einem besonders feinen Stil. Im Buch wird klasse dargestellt wie Nähe und Distanz in einer Familie sich sehr nahe sein können. Das Buch regt sehr zum Nachdenken an, da dies wahrscheinlich in fast jeder Familie ähnlich aussieht. Die perfekte Familie gibt es nicht. Der Schreibstil von der Autorin ist packend und flüssig. Die Charaktere sind toll dargestellt. Mir hat es als eigentlicher Thriller-Fan richtig Spaß gemacht in dieses Buch abzutauchen und es förmlich zu verschlingen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.
🎧Hörbuch-Rezension: Alle glücklich von Kira Mohn 📖
🎧 Auf den ersten Blick scheint alles perfekt. Eine scheinbar glückliche Familie 👨👩👧👦 – ein Vater, der als Arzt arbeitet 🩺, zwei gesunde Kinder und eine Mutter, die den gesamten Familienalltag zusammenhält. Doch sind wirklich alle glücklich? 🤍 Genau dieser Frage geht Kira Mohn in Alle glücklich nach. Nach und nach eröffnet die Geschichte die Perspektiven der einzelnen Familienmitglieder und macht deutlich, wie sehr sie eigentlich aneinander vorbeileben. Hinter der gut funktionierenden Fassade verbergen sich unausgesprochene Wünsche, innere Konflikte und ein leises Unbehagen, dass sich Stück für Stück entfaltet. Durch die wechselnden Point-of-View-Kapitel gewinnt das Buch spürbar an Tiefe und entwickelt eine ruhige, aber stetige Spannung ✨. Besonders hervorzuheben ist das Hörbuch selbst. Die Sprecherleistung ist durchweg top 🎙️, sehr angenehm, ruhig und klar, sodass man der Geschichte auch gut nebenbei folgen kann. Die unterschiedlichen Perspektiven werden gut gelesen und tragen viel zur Atmosphäre bei. Emotional reicht Alle glücklich für mich nicht ganz an Die Nacht der Bärin heran 💔. Die Geschichte ist insgesamt deutlich leiser und zurückhaltender, an manchen Stellen wirkte die Handlung etwas konstruiert. Trotzdem hatte ich insgesamt eine schöne Hörzeit 🌿. Das Buch regt zum Nachdenken an und zeigt auf realistische Weise, wie komplex Familienleben sein kann. ⭐ Fazit: Ein ruhiges, tiefgründiges Hörbuch mit starken Sprechern und interessanten Perspektiven. ⭐ 4 von 5 Sternen ⭐

Alle glücklich. Oder so...
Oha, ich weiß nicht ganz, was ich erwartet habe, aber das irgendwie nicht. Im absolut positiven Sinne! Die Familie Holtstein, bestehend aus Mama Nina (Anfang 40 und Arzthelferin), Papa Alex (ebenfalls Anfang 40, Oberarzt), Sohn Ben (18, Student) und Tochter Emilia (16, Schülerin), führt ein ganz normales Leben. Alle sind glücklich. Oder so... Psychologisch dicht erzählt Kira Mohn in ihrem neuen Roman abwechselnd aus vier Perspektiven und wie jede der Personen mit ihren eigenen Gedanken und Situationen zu kämpfen hat. Der Autorin gelingt es super, eine unterschwellige Spannung aufzubauen, sodass man immer das Gefühl hat, dass etwas eskaliert. Bei wem der vier, lässt sich lange nicht sagen, denn jeder hat seine eigenen Probleme und Sorgen. Mehr kann und mag ich gar nicht erzählen, ohne zu spoilern. Super spannend und total alltagsnah erzählt. Hat mir richtig gut gefallen!
Tolle Geschichte, wie gewohnt von der Autorin ♥️ Einblicke in das Alltagsleben einer Familie. Wenn auch sehr vollgepackt mit „normalen“ /gravierenden Problemen die sich hoffentlich nicht alle innerhalb einer Familie abspielen, war es sehr unterhaltsam und auch emotional. Aber ganz packen konnte es mich nicht. Dafür war es mir zu krass was jedes Familienmitglied erlebt.
Ich habe im Moment wirklich ein gutes Händchen bei der Buchauswahl - so vieles hat mich zuletzt begeistert. Und 'Alle glücklich' von Kira Mohn reiht sich da absolut ein. 🥳 Wir begleiten eine scheinbar ganz normale Familie durch eine Zeit voller Veränderungen. Alex, erfolgreicher Arzt, ständig beschäftigt und Hauptverdiener. Nina, Mutter, Hausfrau, arbeitet nebenbei als MTA und zusätzlich an der Kasse - und trägt doch den Großteil der familiären Verantwortung. 🙄 Die Kinder: Emilia, die ihre erste große Liebe erlebt - mit allen Konsequenzen. Und Ben, der davon bislang nur träumt. Anfangs dachte ich noch: "Oh, harmloser als erwartet ..." - aber genau darin liegt die Stärke des Buches. Die Spannung baut sich leise, aber konstant auf, bis sich alles zuspitzt. Und am Ende wird klar: Nein, hier sind nicht alle glücklich. Ein intensives, sehr nahbares Familienporträt, das sich angenehm flüssig liest. Es passiert viel, ohne jemals konstruiert zu wirken. Besonders die Dynamik zwischen Nina und Alex fand ich spannend - gerade wegen seiner festgefahrenen, stereotypen Sichtweisen. 🙄 Und ja ... einen größeren Knall gibt es auch noch - aber dazu sage ich lieber nichts. 😉 Wer Geschichten über Familien jenseits der perfekten Fassade mag, wird hier definitiv fündig. Ich fühlte mich jedenfalls richtig gut unterhalten. 😃

Das war mein zweiter Roman nach Der Nacht der Bärin von Kira Mohn. Wie immer fand ich den Schreibstil klasse und die kurzen Kapitel tun ihr übriges. Die Charaktere sind wircklich toll gelungen - authentisch, feinfühlig, lebendig Die Geschichte rund um eine Familie mit 2 Kinder wirkt sehr authentisch und realistisch. Die Geschichte hat gezeigt wie eine Mutter die Familie zusammenhält, aber was ist wenn Sie ausbricht? Dann bricht das ganze Gerüste zusammen und es gerät alles aus den Wogen. Ein wirklich tolle und Gesellschaftskritiker Roman der zum nachdenken anregt. Von mir eine klare Leseempfehlung

„Alle glücklich“ oder auch nicht???🤔
Ein intensives Familiendrama, das wirklich Eindruck hinterlässt. Besonders gelungen fand ich, dass jedes Familienmitglied seinen ganz eigenen Struggle und individuelle Probleme mitbringt – das macht die Geschichte sehr vielschichtig. Für meinen Geschmack war es stellenweise allerdings etwas too much, da sich die Konflikte ziemlich geballt haben und jedes Problem riiiiiiiisieg ist. Trotzdem wird eine klare „Lehre“ vermittelt, die zum Nachdenken anregt. Der Schreibstil ist super angenehm – das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. ⚠️ Triggerwarnung: offenes Ende. …und Leute, ich HASSE offene Enden 🤣🤣🤣🤣
ALLE GLÜCKLICH von Kira Mohn, erschienen bei Harper Collins, ET 27.01.2026, 288 Seiten 💫Große Leseempfehlung💫 Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Worum geht‘s? Sorgen und Nöte eines Ehe- und Familienlebens mit jungen Heranwachsenden, Umbruch- und Aufbruchstimmung, Achtsames Miteinander, Hinschauen, Zuhören, Präsenz Autorenportrait: KIRA MOHN hat schon die unterschiedlichsten Dinge in ihrem Leben getan. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Sie gründete eine Musikfachzeitschrift, lebte eine Zeit lang in New York und hob zusammen mit vier Freundinnen das Autorinnen-Label »Ink Rebels« aus der Taufe. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München. Mein Leseeindruck: Kira Mohn begeisterte mich im Herbst 2024 mit ihrem Buch „Die Nacht der Bärin“, umso mehr freute ich mich über diese Neuerscheinung, welche sie kurz nach der Bärin verfasste und nahtlos an den Erfolg anknüpft. Im Buch geht es um eine Akademiker-Vorzeigefamilie, Vater Alexander Oberarzt, Mutter Nina MTA, 2 Kinder, Julian, 20, Student, Schwester Emilia, 16, Gymnasiastin. Alternierend erhält jede Person im Buch eine Stimme und der Leser wird in deren Welten, Glaubenssätze, Fantasien, Gefühle und Emotionen mitgenommen. Denn: Was ist, wenn man glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Sind wirklich „Alle glücklich“? Ist wirklich alles gut? Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte drin! Fazit: Psychologisch klug, mit messerscharfem, liebevollem Blick, lebensnah, echt und ehrlich schreibt Kira Mohn fesselnd und bewegend aus dem Leben und direkt ins Herz.
Tiefgründiger Familienroman
Autorin Kira Mohn zählt schon lange zu meinen Lieblingsautorinnen und ich war sehr gespannt auf ihren neuen Roman „Alle glücklich.“ Die Geschichte handelt von einer ganz normalen Familie, in der eigentlich alle glücklich sein sollten, doch ist das auch so ? Die Kapitel werden abwechselnd aus den Perspektiven der vier Familienmitgliedern Nina, Alexander, Emilia und Ben erzählt. So bekommt man einen guten Einblick in die aktuellen Leben und die Gefühlswelten der Vier. Der Schreibstil von Kira Mohn war durchweg angenehm und flüssig, ich bin nur so durch die Seiten geflogen und hatte das Buch innerhalb weniger Stunden gelesen. „Alle glücklich“ ist ein tiefgründiger Familienroman der zum nachdenken über die eigenen Familie anregt. Ich kann euch das Buch sehr empfehlen und freue mich schon auf viele weitere Bücher von Kira Mohn.
Zwischen Nähe und Abgrund – vier Perspektiven, eine Familie
In "Alle glücklich" von Kira Mohn dreht sich alles um eine Familie, deren scheinbar funktionierendes Gefüge bei näherem Hinsehen Risse bekommt. Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt und eröffnet dadurch intime Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Konflikte der einzelnen Figuren. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und gemeinsam ergeben sie ein vielschichtiges Bild davon, was „glücklich sein“ eigentlich bedeutet. Der Roman liest sich angenehm flüssig und ist dabei durchweg kurzweilig. Gerade die wechselnden Blickwinkel sorgen dafür, dass keine Längen entstehen und man immer tiefer in die Dynamik der Familie hineingezogen wird. Dabei schafft es die Autorin, authentische Emotionen greifbar zu machen: Es gibt Momente, die einen innerlich aufwühlen, weil man das Verhalten mancher Figuren kaum aushält, genauso wie Szenen, die zum Fremdschämen einladen oder einen still mitfühlen lassen. Besonders stark ist, wie ehrlich und ungeschönt zwischenmenschliche Spannungen dargestellt werden. Nicht jede Reaktion ist nachvollziehbar, nicht jede Entscheidung sympathisch aber genau das macht die Geschichte so nahbar. Man erkennt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können und wie schnell Missverständnisse entstehen, selbst innerhalb einer Familie. Auch wenn manche Situationen überspitzt wirken oder man sich gelegentlich mehr Tiefe in einzelnen Entwicklungen gewünscht hätte, bleibt am Ende ein rundes Gesamtbild und ist ein emotionales, unterhaltsames Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass Glück oft viel komplexer ist, als es nach außen scheint. Ein kurzweiliger, vielschichtiger Familienroman mit Ecken und Kanten und lesenswert.
Hat mich gut unterhalten
Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und die Kapitel, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, hatten eine angenehme Länge. Man merkt recht schnell, dass jeder in dieser Familie seine eigenen Themen hat und alle nicht mehr glücklich sind. Nina fand ich persönlich noch am besten, da sie trotz ihrer eigenen Themen versucht die Familie zusammenzuhalten, bis sie ihre neue Arbeitskollegin Anastasia kennenlernt. Dies hat die Autorin auf den 288 Seiten sehr gut dargestellt und rübergebracht. Allerdings spricht keiner von ihnen über seine Unzufriedenheit und plötzlich scheint alles zusammenzubrechen. Das Ende hing mir noch ein bisschen länger nach. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 ⭐️. .
Sehr realistische Darstellung einer vermeintlich heilen Welt
Psychologisch sehr spannende Entwicklung der Charaktere. Mit jeder Seite nimmt die Intensität zu. Sehr gut geschrieben und das Ende war auch sehr gut gelöst. Besonders mochte ich, dass die Geschichte aus 4 Perspektiven der jeweiligen Familienmitglieder erzählt wird.
Alle glücklich? Von wegen!
Auf den ersten Blick scheinen die Holtsteins ein perfektes Leben zu führen. Ein tolles Haus, erfolgreiche Jobs, gut erzogene Kinder – eben alle glücklich. Oder etwa doch nicht? In Kira Mohns neuem Roman "Alle glücklich" werfen wir einen Blick hinter die Fassade dieser scheinbar perfekten Familie. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mich von der ersten Seite an komplett abgeholt. 😍 Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven: Wir begleiten die Eltern Nina und Alexander sowie die Kinder Emilia und Ben. Nach außen hin sind sie die klassische Bilderbuchfamilie, doch jeder von ihnen trägt seine eigenen Geheimnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit sich herum, über die innerhalb der Familie kaum gesprochen wird. Dank der unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man diese als Leser aber hautnah mit, was mir gut gefallen hat. Dadurch entsteht eine regelrechte Sogwirkung beim Lesen und ich wollte unbedingt wissen, wie es wohl weitergeht und wann die Situation eskaliert. 💥 Mohns Schreibstil ist feinfühlig, flüssig und auch intensiv, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es so gut, diese doch recht beklemmende und scheinbar aussichtslose Atmosphäre einzufangen, in der die Holtsteins nebeneinanderherleben anstatt miteinander zu reden. Alle vier Erzählstränge sind dabei auf ihre eigene Art total fesselnd, aber besonders Emilias Geschichte ist mir sehr nahegegangen. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat mein Herz für die 16-Jährige geblutet. 🥹 Gleichzeitig war es aber auch schön zu beobachten, wie sie und auch Nina ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und für sich selbst einstehen, anstatt nur den schönen Schein wahren zu wollen. Insgesamt ist "Alle glücklich" ein leiser und tiefgründiger Roman, der mich Kapitel für Kapitel weiter in seinen Bann gezogen und emotional völlig gefesselt hat. Ein absolutes Jahreshighlight für mich! 🩷
Familie Holtstein lebt in der Nähe von München. Vater Alexander ist Arzt und sichert mit seinem Einkommen ein sorgenloses Leben für seine Familie. Seine Frau Nina arbeitet halbtags und kümmert sich um den Haushalt. Ben, der 19 Jahre alt ist und die 16-jährige Emilia sind aus dem gröbsten raus und nun hätten Alexander und Nina wieder mehr Zeit für sich. Doch irgendwie driften die Familienmitglieder auseinander. Alexander arbeitet immer mehr, Emilia ist frisch verliebt, Ben sucht nach dem Sinn in seinem Leben und Nina findet eine Freundin, mit der sich besser reden kann als mit ihrem Mann. Zu Beginn zeichnet die Autorin das Bild einer idyllischen, glücklichen Familie. Doch sehr bald und spätestens nachdem jedes der vier Mitglieder der Familie Holtstein seine eigenen Kapitel bekommt, schleichen sich Zweifel ein. Die Fassade ist die einer perfekten Familie. Doch Nina, Alexander, Emilia und Ben lassen die Leser in ihre Köpfe und ihre Herzen blicken. Dabei merkt man, dass es hinter der Fassade langsam aber sicher zu brodeln beginnt. Da ist zum Beispiel Nina, die zu ihren Kindern steht! Immer und vorbehaltlos! Sie verteidigt sie gegenüber Alexander, der höhere Ansprüche an den Nachwuchs stellt. Nina verfügt, durch einen geheim gehaltenen Nebenjob, über eigenes Geld. Dies, damit sie Alexander ihre Ausgaben nicht darlegen muss. Nina ist eine etwas klischeehafte Frau Ende 40. Sie überlegt sich zudem, wie das Leben für sie weitergehen soll. Sie wächst im Laufe der Geschichte und hat mich überzeugt und mir gefallen. Alexander fand ich etwas anstrengend. Zwar liebt er seine Frau und dies beteuert er uns Lesern mehrmals, stellt aber auch etwas machohafte Ansprüche an sie. Mehr oder weniger abwesend durch seine Arbeit überliess und überlässt er Kinder und Haushalt Nina und beklagt sich, wenn etwas nicht glatt und rund läuft. Die 16-jährige Emilia ist frisch verliebt in den 18-jährigen Julian, der reich und attraktiv ist. Emilia hat mir leidgetan, denn immerzu muss sie befürchten nicht zu genügen. Es kommt dann aber noch schlimmer und sie gerät so richtig in Bedrängnis. Die Figur, die mich am meisten berührt hat, ist Ben. Ben ist 19 Jahre alt, spielt mit Leidenschaft Games und verpasst dabei das Leben. Ben verkörpert so viele junge Männer in der realen Welt, die in der künstlichen Welt von Games und Social Media ihr Leben verbringen und dabei die Fähigkeiten zu kommunizieren oder sich in Gesellschaft zu bewegen, verlernen. Er ist eine tragische Figur, mit der ich mitgefühlt habe. Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Ich empfand sie als authentisch. Durchwoben mit Träumen, Problemen, Sorgen und Erlebnissen, wie sie in einer Familie auch in der Realität an der Tagesordnung sind. Kira Mohn hat eine fesselnde und aufwühlende Geschichte geschaffen, für die ich gerne eine Leseempfehlung ausspreche.
Wahnsinnig gut
📖 Alle glücklich 📝 Kira Mohn 📍 Harper Collins Verlag 🔍 Inhalt: Alle glücklich von Kira Mohn erzählt von einer jungen Frau, die sich in einer Phase der Veränderung befindet und versucht herauszufinden, was sie im Leben wirklich glücklich macht. Während sie neue Menschen kennenlernt und sich mit ihren eigenen Gefühlen und Entscheidungen auseinandersetzt, beginnt sie ihr Leben und ihre Wünsche zu hinterfragen. Die Geschichte handelt von Selbstfindung, Beziehungen und davon, den eigenen Weg zu finden. 🖊️ Rezension: Dieses Buch hat mich wirklich positiv überrascht. „Alle glücklich“ liest sich unglaublich angenehm und hat eine besondere, ruhige Atmosphäre, in der man sich schnell verliert. Die Figuren wirken sehr authentisch und ich mochte besonders, wie sensibel mit den Themen und Beziehungen umgegangen wird. Beim Lesen hatte ich oft das Gefühl, ganz nah an den Gedanken und Emotionen der Charaktere zu sein – das macht die Geschichte sehr greifbar und berührend. Ein kleiner Kritikpunkt für mich war allerdings das Ende: Es kam gefühlt etwas plötzlich und war mir persönlich ein bisschen zu offen. Nach der intensiven Reise mit den Figuren hätte ich mir vielleicht noch ein paar Seiten mehr gewünscht, um alles etwas runder abzuschließen. Trotzdem hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen und ich würde es definitiv weiterempfehlen – besonders, wenn man ruhige, emotionale Geschichten mit viel Gefühl mag. Fazit: Eine einfühlsame und ruhige Geschichte über Selbstfindung, Beziehungen und die Suche nach dem eigenen Glück. Die authentischen Figuren und die emotionale Atmosphäre machen das Buch sehr angenehm zu lesen. Auch wenn das Ende etwas schnell und offen wirkt, bleibt die Geschichte insgesamt berührend und lesenswert.
Beginnt ruhig, um konsequent zu eskalieren - tolle Lesung eines tollen Buches!
Das Jahr hat gerade begonnen und schon ein Highlight 🌟 Alle glücklich startet ganz harmlos. Fast beiläufig - eben alle glücklich gerade. Das ist natürlich trügerisch. Im Verlauf verdichtet sich die Handlung und nimmt eine Härte an, die mich KOMPLETT überrascht hat und nachwirkt. Der Bruch erfolgt nicht abrupt, sondern langsam, sehr konsequent und total stimmig: kleine Verschiebungen in Beziehungen. Ungesagte Konflikte. Emotionale Leerstellen. Super Empathisch, super menschlich, ohne zu beschönigen. Es wirkt nie konstruiert. Die einzigen spürbaren Schwachpunkte für mich: Heterofrauen, die sich scheinbar aus Langeweile in Frauen verlieben (kein Fan von diesem Trope) und die etwas zu wenig differenzierte Mann/Frau Darstellung. Die Lesung von Anne Sofie Schietzold ist herausragend. Sie verleiht den Figuren Tiefe und Gewicht. Ich wage zu behaupten, als Hörbuch entfaltet der ruhige und präzise Text zusätzliche Wirkung. Dieser Roman lädt zur Auseinandersetzung ein. Unbedingt. 5🌟 for me!
starke Charaktere, emotional, aber zu viele Klischees
Alle glücklich hat mich vor allem durch seinen zugänglichen und flüssigen Schreibstil überzeugt. Ich bin sehr leicht in die Geschichte hineingekommen und konnte mich schnell auf die Handlung und die Figuren einlassen. Die Charaktere sind differenziert und greifbar gezeichnet, sodass es leichtfällt, mit ihnen mitzufühlen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Mutter sowie die Perspektive der Tochter. Beide wirkten auf mich sehr nachvollziehbar und authentisch. Ihre Gedanken und Gefühle waren so beschrieben, dass ich sie gut verstehen konnte. Der Vater hingegen hat bei mir starke Emotionen ausgelöst, vor allem Wut, während mir der Sohn vor allem leidtun konnte. Diese emotionalen Reaktionen sprechen definitiv für die Intensität der Figurenzeichnung. Auch die Entwicklungen innerhalb der Geschichte waren insgesamt verständlich und klar dargestellt. Dennoch hatte ich am Ende das Gefühl, dass es etwas zu viele Klischees gab und gleichzeitig sehr viele (teils sehr wichtige) Themen angerissen wurden, die nicht alle konsequent zu Ende geführt wurden. Dadurch wirkte die Geschichte stellenweise etwas überladen. Besonders kritisch sehe ich den Schluss: Ein einschneidender Vorfall scheint vor allem darauf ausgelegt zu sein, einen schockierenden „WTF“-Moment zu erzeugen. Dabei hatte ich den Eindruck, dass psychisches Leiden und seine Folgen instrumentalisiert werden, anstatt sensibel und angemessen behandelt zu werden. Das hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt ist Alle glücklich ein gut lesbarer Familien-Roman mit starken Figuren und emotionaler Tiefe, der jedoch durch erzählerische Überladung und eine fragwürdige Zuspitzung am Ende an Wirkung verliert.

Das war so richtig richtig gut! Definitiv 4 - 4,5 Sterne, nur das Ende, was war das bitte?!
"Alle glücklich" hat mich persönlich total angesprochen. Vor allem mit den verschiedenen Perspektiven der Familienmitglieder und dann, was passiert, war wirklich so gut. Habe ganz oft beim hören so ein angespannten Gefühl gehabt. Ähnlich wie in dem Buch "die Wut die bleibt" von Mareika Fallwickel und dennoch anders. Ich kann es nur empfehlen und bitte, wenn ihr es gehört oder gelesen habt. Ich brauche jemand um über das Ende zu reden. Bitte sehr gerne melden. Für mich hätte es gerne noch länger sein gekönnt, weil ich doch noch wissen würde, was passiert da noch.
Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!
Erfüllst du deine Extrawünsche auch? Ich wünschte, es wäre so. Kira Mohn gehört seit dem ersten Roman, den ich von ihr gelesen habe, zu meinen Lieblingsautorinnen und daher war ich sehr erfreut ihr neues Buch in Händen zu halten. In sich wiederholender Erzähl-Reihenfolge erhalten wir LeserInnen Einblick in das Familienleben von Mutter Nina, Tochter Emilia, Sohn Ben und Vater Alexander. Er erfolgreicher Oberarzt, sie aufopfernde Mutter, die Kinder eine fleißige Schülerin und ein Jungerwachsener Student- eine perfekte Familie, also alle glücklich oder?! In ihrem familiären Alltag zeigt sich die große Gefahr der Trägheit, des nebeneinander "herleben", der fehlenden Kommunikation und Misskommunikation im turbulenten und doch so simplen Leben. Die Autorin ist dabei brutal ehrlich, gibt authentischen Einblick in die Gedanken der Charaktere und hat mich in der Einfachheit des Schreibstils so sehr gefangen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Die Selbstreflexion, die unmittelbar für die LeserInnen aufkommt, wird ebenfalls in Form von psychologischen Fragen zu Beginn der kurz gehaltenen Kapitel eingefasst und zumindest für mich wirkte es wie ein bewusst gewünschtes "Spiegel vorhalten". Langsam und leise baut sich eine anspannende Beklemmung für alle Protagonisten auf, die direkt auf eine tragische Eskalation zurauscht! Definitiv machte mir der Roman sichtbar, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt und das A und O in jeglicher Form von Beziehungen eine offene Kommunikation ist, damit man nicht in einer einsamen Welt verschwindet: "Damals als sie das Lächeln noch nicht verloren hatte!" Fazit: Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!
Ein Blick hinter die Fenster in eine vermeintlich glückliche Familie
Solche Art der Storys liebe ich einfach. Eine normale Familie. Das Ehepaar über vierzig, die beiden Kinder (fast) erwachsen. Alle haben ihre eigenen Probleme und hadern mit ihrem Leben. Wir wechseln immer wieder die Protagonisten und bekommen einen Einblick in deren Leben und ins Familienleben. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich habe Verständnis und Mitgefühl für alle aufgebaut. Das Ende hat mich kalt erwischt. Insgesamt wirklich sehr gelungen.

Eine psychologisch eindringliche Familiengeschichte, geschildert aus 4 Sichten, die ab der Hälfte deutlich Fahrt aufnimmt und zeigt, wie sehr man sich entfremden kann, auch wenn man sich physisch sehr nahe ist. Ich mochte die Gegenwärtigkeit und den Lesefluss, aber das Rad wurde in dem Roman nicht gebrochen oder neu erfunden.
Mit Alle glücklich zeichnet Kira Mohn das Porträt einer scheinbar perfekten Familie und legt Schicht für Schicht frei, wie brüchig dieses Ideal ist. Nina, Alexander, Emilia und Ben erfüllen ihre gesellschaftlichen Rollen tadellos: Mutter, Vater, Kinder, erfolgreich, angepasst, funktionierend. Doch hinter der Fassade verbergen sich Sehnsüchte, Überforderungen und Geheimnisse, die zunehmend Raum einnehmen. Der Roman lebt von diesem Kontrast zwischen Außenwirkung und innerer Wahrheit und von der leisen, aber stetigen Eskalation, wenn der Druck zu groß wird. Kira Mohn Stärke liegt in der Figurenzeichnung. Jede Perspektive wirkt glaubwürdig und nahbar, ohne zu entschuldigen oder zu verurteilen. Besonders eindrücklich ist, wie unterschiedlich die Figuren mit Erwartungen umgehen. Nina zwischen Selbstaufgabe und verborgenem Eigenleben, Alexander im Spannungsfeld von Verantwortung und Anerkennungsbedürfnis, Emilia auf der Suche nach Identität in der ersten Liebe, Ben mit demonstrativer Selbstversicherung, hinter der Unsicherheit aufscheint. Der Wechsel der Blickwinkel macht deutlich, wie wenig die Familienmitglieder einander wirklich sehen obwohl sie sich lieben. Stilistisch ist der Roman klar und zugänglich, mit präzisen Beobachtungen des Alltags, die lange nachhallen. Alle glücklich stellt keine einfachen Diagnosen, sondern lädt zur Selbstbefragung ein Was bedeutet Glück? Und welchen Preis zahlen wir, um den Erwartungen anderer oder unseren eigenen zu genügen? Ein stiller, eindringlicher Roman über Nähe und Distanz, über Rollenbilder und den Mut zur Wahrheit.
In Alle glücklich erzählt Kira Mohn die Geschichte einer Familie, die nach außen perfekt wirkt, innerlich jedoch langsam auseinanderdriftet. Alexander, Nina und ihre Kinder Emilia und Ben tragen alle ihre ganz eigenen Sorgen mit sich – meist unausgesprochen. Durch die wechselnden Perspektiven erhält man einen tiefen Einblick in ihre Gedankenwelt und erkennt, wie sehr Schweigen und kleine Risse Beziehungen belasten können. Der ruhige, klare Schreibstil wirkt äußerst authentisch und entfaltet gerade dadurch eine enorme emotionale Kraft. Ohne große Dramatik schildert Mohn alltäglichen Schmerz, der umso stärker berührt. Die Figuren sind lebensnah, ihre Gefühle nachvollziehbar, und man leidet unweigerlich mit ihnen mit. Ein leiser, intensiver Familienroman, der lange nachhallt und zeigt, wie zerbrechlich vermeintliches Glück sein kann. Absolut lesenswert.
Oha, das Buch hat mich ziemlich mitgenommen.
Eine Vorzeige-Familie mit allem, was es zum Glücklichsein braucht - aber was macht „Glück“ eigentlich aus? Materieller Wohlstand? Anerkennung? Eine Liebesbeziehung? Oder doch etwas ganz anderes? Wir begleiten Nina, Alexander, Ben und Emilia durch ein paar Wochen, in denen sich das Leben für jedes Familienmitglied grundlegend ändert, auf ganz unterschiedliche Weisen. Beim Lesen war ich traurig, wütend, ergriffen und ich hätte die vier gerne noch länger begleitet.
Ein interessantes Familienporträt mit ernsten Themen, das mich emotional aber nicht erreichen konnte.
Kira Mohn begleitet mich schon seit vielen Jahren. Damals habe ich ihre New-Adult-Leuchtturm-Reihe wirklich geliebt, und auch „Wild Like a River“, ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Umso größer war meine Vorfreude auf dieses Buch. Diesmal bewegen wir uns allerdings eher im Bereich der Belletristik – und es hat sich für mich tatsächlich so angefühlt, als würde ich eine ganz andere Autorin lesen. Im Mittelpunkt stehen Nina, Alexander, Emilia und Ben – eine scheinbar perfekte Familie, bei der hinter der Fassade einiges bröckelt. Die Themen sind schwer, sehr familiär geprägt und durchaus relevant, aber für mich persönlich war es fast schon zu viel. Die Figuren wirkten auf mich sehr problembehaftet, und ich habe leider keinen richtigen Zugang zu ihnen gefunden. Sympathie? Eher schwierig. Auch der Schreibstil hat mich nicht komplett abgeholt. Teilweise wirkte er auf mich etwas holprig und ungewohnt – irgendwie nicht das, was ich von der Autorin kenne. Positiv hervorheben kann ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und ich zügig durch war. Trotzdem bleibt am Ende das Gefühl: Es konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.
Ich habe mich auf den Roman der Autorin gefreut, bin aber etwas Zwiegespaltener Meinung, was den Inhalt angeht.
. KLAPPENTEXT Was ist, wenn man doch glücklich sein sollte, es aber nicht fühlt? Nina: Mutter, Ehefrau, MTA. Erfüllt alle Rollen, doch daneben gibt es eine, von der niemand etwas weiß. Alexander: Oberarzt, Ehemann, Vater. Tut alles für seine Familie, opfert sich auf als Arzt – und wer dankt es ihm? Emilia: Gymnasiastin. Zum ersten Mal richtig verliebt. Sucht ihren eigenen Weg, geht aber den des Freundes. Ben: Student. Es geht ihm gut. Es geht ihm wirklich gut. Verdammt noch mal, es geht ihm gut! Nina, Alexander, Emilia und Ben. Eine liebevolle Mutter, ein beruflich erfolgreicher Vater, zwei wohlgeratene Kinder. Doch wenn der Druck steigt, reißt die Fassade auf. MEINUNG Kira Mohn erzählt von einer Familie, Kinder im Schul- und Studienalter, Vater voll berufstätig, Mutter in Teilzeit. Erzählt wird aus der Perspektive von allen vieren. Jeder bekommt eine Stimme und jeder erzählt einen Ausschnitt des Lebensabschnitts, in dem sie jeweils gerade sind. Spannend fand ich daran, was die Autorin alles aufgezeigt hat. Wie man als Paar voneinander Dinge nicht wissen kann - z.T. weil da alte Verletzungen sind, aber auch, weil sich Routinen und Abläufe eingeschlichen haben. Wie man als Eltern nicht in den Köpfern der Kindern steckt, und vieles auch gar nicht mitbekommt. Wie die beiden Geschwister miteinander agieren. Wie jeder einzelne mit seinen Verletzungen, mit seiner Rolle in der Familie, aber auch mit seiner Rolle in der Gesellschaft kämpft und umzugehen versucht. Insbesondere mit dem Beenden des Buchs, sind mir all diese Dinge erst richtig klar geworden. Die ersten Seiten des Buchs haben mich erst gar nicht so abgeholt, weil sehr wenig passiert ist. Zwar gab es auch hier schon interessante Facetten, dennoch ist für mich das Buch noch nicht so richtig ins Rollen gekommen. Hätte ich es gelesen und nicht gehört, weiß ich nicht, ob ich es komplett geschafft hätte. Durch das Zuhören und die verschiedenen Erzählperspektiven wollte ich dann aber doch wissen, wohin das alles führt. Ich konnte mit der “Jugend” mitfühlen, ich konnte die Mutter verstehen. Dem Vater gegenüber habe ich ehrlicherweise eher Antipathie empfunden, als irgendeine Form von Verständnis oder dergleichen. Aber seine Rolle hat zu der Geschichte gepasst, die die Autorin erzählen wollte. Mit dem Ende habe ich so nicht gerechnet. Im ersten Moment hat es mich auch erstmal nicht abgeholt. Mit ein paar Tagen Abstand kann ich damit mehr anfangen, habe aber nach wie vor das Bedürfnis, mich darüber auszutauschen - was aber genauso gut für das Buch sprechen kann. Insgesamt war es für mich kein Buch, das man gelesen haben muss, dennoch ein Buch, das interessante Facetten des täglichen Lebens aufzeigt.

Keine leichte Geschichte. Aber eine, die bleibt.
Alle glücklich war für mich kein Buch, das man „einfach liest“. Es war eher eines, das man gefühlt zwischendurch weglegen muss, weil sich plötzlich Dinge zu vertraut anfühlen. Ich hatte ständig dieses leise Unbehagen im Bauch – nicht, weil etwas Schockierendes passiert, sondern weil alles so nah am echten Leben bleibt. Dieses ständige Funktionieren, das Schweigen, das aneinander Vorbeileben. Genau das hat mich getroffen. Es gibt so viele Momente, in denen man merkt: Eigentlich müsste jetzt jemand reden. Aber niemand tut es. Ich habe mich dabei ertappt, wie ich innerlich Partei ergriffen habe, genervt war, Mitleid hatte, mich wiedererkannt habe... Manchmal alles gleichzeitig. Nina und Ben haben mich besonders beschäftigt. Nina - eine Mutter, die sich viel zu oft hinten angestellt hat und wirklich alles für die Familie opfert und Ben - ein Junger Mann, der viel Einsamkeit in sich trägt und einfach missverstanden wird. Was ich mochte: Das Buch erklärt nichts, bewertet kaum und drängt einem keine Lösungen auf. Es zeigt einfach, was passiert, wenn Nähe und Kommunikation verloren geht und jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Das fühlt sich ehrlich an aber manchmal auch unangenehm. Der Schluss? Der hat mich ein bisschen ratlos zurückgelassen. Aber vielleicht musste es genau so enden. Nicht rund, nicht tröstend, sondern offen. Wie vieles im echten Leben eben auch.

Was zunächst anmutet wie ein ‚normaler‘ Alltag in einer deutschen Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, 16-jährige Tochter, 19-jähriger Sohn), wurde schnell zu einem Trip in gesellschaftliche Abgründe - und für mich zu einem überraschend fesselnden Leseerlebnis. Nina, Alex, Emilia und Ben - aus ihren Perspektiven wird das Familiengefüge geschildert, das zunächst unspektakulär und durchschnittlich erscheint. Doch schon bald stellt sich beim Lesen all dieser Perspektiven ein gewisses Störgefühl ein. Nina versucht seit Langem, es zu Hause allen recht zu machen - arbeiten (in ihrem eigentlichen Beruf als Ärztin) braucht sie da natürlich nicht. Das übernimmt ihr Mann Alex, der dafür aber selbstverständlich entsprechende Anerkennung erwartet… Tochter Emilia ist zum ersten Mal verliebt und Julian tut ihr wirklich gut - oder? Ben liebt Computerspiele und könnte vielleicht etwas motivierterer an sein Studium herangehen, aber ansonsten geht es ihm ziemlich gut - oder? Kira Mohn hat bei mir mit diesem Buch einen Überraschungserfolg über Leistungs- und gesellschaftlichen Druck, Rollenbilder und insbesondere (fehlende) Kommunikation gelandet. Besonders die wechselnden Perspektiven machen die Geschichte so überzeugend. Als Lesende*r hat man so vielfach einen Wissensvorsprung vor den anderen Familienmitgliedern und sieht Missverständnisse und Unausgesprochenheiten noch einmal aus weiterer Perspektive. Auch wenn für meinen Geschmack letztlich etwas viele Klischees bedient wurden, ist das Buch absolut fesselnd geschrieben, wagt Blicke hinter Kulissen und überzeugt durch eine immer weiter zunehmende abgründige Atmosphäre. Absolut lesenswert!
Eine scheinbar perfekte Familie!
Was bedeutet es, wirklich glücklich zu sein? Kira Mohn erzählt in ihrem Roman "Alle glücklich" von Familie, Liebe und den Herausforderungen des Lebens. Im Fokus des Romans steht die Familie Holtstein: Mutter Nina, Vater Alexander, Sohn Ben (19) und Tochter Emilia (16). Die Geschichte wird aus allen vier Perspektiven erzählt, wodurch ich als Leser tief in die Gedanken, Gefühle und Konflikte jeder Figur eintauche und die familiären Dynamiken aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln erlebe. Die Holtsteins sind nach außen hin eine scheinbar perfekte Familie. Hinter der Fassade verbergen sich aber innere Konflikte, persönliche Sorgen und zerbrechliche Beziehungen, die jede Figur auf ihre eigene Weise prägen. Unausgesprochene Erwartungen und alte Wunden kommen zum Vorschein, Zerreißproben, die Beziehungen mit sich bringen. "Alle glücklich" ist aber mehr als nur eine Familiengeschichte. Es geht um persönliche Entwicklung, Selbstreflexion und den Mut, eigene Wünsche und Bedürfnisse nicht hintenanzustellen. Meiner Meinung nach ist es Kira Mohn gelungen, die Dynamiken innerhalb einer Familie realistisch darzustellen. Der Roman überzeugt durch seine emotionale Tiefe und die ehrliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Familie" und dem oft trügerischen Ideal nach außen, dass doch alle glücklich sein müssten. Kira Mohn zeigt in dem Roman, wie komplex familiäre Beziehungen sein können, die geprägt sind von Verantwortung, Erwartungen und dem Wunsch, gesehen zu werden. Besonders spannend und realistisch ist die Beziehung zwischen Emilia und ihrer Freundin Alina, die den Kontakt abbricht. Dieser Moment zeigt, wie verletzlich Beziehungen sein können. Berührend finde ich vor allem Bens Schicksal. Seine große Einsamkeit und sein Kampf, seinen Platz im Leben zu finden, machen ihn zu einer besonders nahbaren und mitfühlenswerten Figur. Ein kleiner Kritikpunkt von meiner Seite ist, dass an einigen Stellen die Handlung etwas vorhersehbar ist. Das Ende jedoch hat mich wiederum überrascht. "Alle glücklich" ist ein Roman, der zum Nachdenken über Familie und eigenes Glück anregt.
Tiefgründig und unfassbar wichtig
Haben wir nicht alle schon einmal gedacht, dass wir „alle glücklich“ sind, während wir in Wirklichkeit den Blick für die Menschen, die uns wichtig sind, und vor allem für unsere eigenen Bedürfnisse immer mehr außer Acht lassen? Im alltäglichen Trott festzustecken und dann plötzlich durch einen Moment, eine andere Person oder eine bestimmte Situation zu erkennen, dass da noch so viel mehr für uns sein könnte – genau davon handelt dieses Buch. Ich habe mich so oft in diesem Buch verloren und gleichzeitig wiedergefunden. Teilweise habe ich ganze Seiten markiert, weil mich die Gedanken und Gefühle darin so sehr berührt haben. Ich kann dieses Buch von Herzen empfehlen. Mich hat es definitiv dazu gebracht, mein eigenes Leben noch einmal zu überdenken.
Wow
'Alle glücklich' war mein erstes Buch von der Autorin, ich kenne aber schon ihren SoMe Auftritt und bin schwer begeistert. Deswegen bin ich mit hohen Erwartungen an das buch gegangen und wurde nicht enttäuscht. Da ich sonst eher Romance, Romantasy usw lese, war der Schreibstil, die Sichtweise und der Pace erstmal gewöhnungsbedürftig. Ich habe eine Weile gebraucht, um mit der unemotionalen, fast sachlichen Erzählweise klar zu kommen, kann das Buch aber auf jeden Fall sehr empfehlen! Habe es fast an einem Stück durchgehört, weil es mich so gepackt hat. Ich würde es auf jeden Fall als Buddyread, für den Buchclub und vielleicht sogar als Schullektüre empfehlen, weil der Inhalt wirklich sehr viel Gesprächsstoff liefert! Großartig :)
Das ist die Realität
Es geht um eine Familie, die aus Nina, Alexander, Ben und Emilia besteht. Von außen ganz „normal“ aber im inneren hat jede einzelne Person mit ihren Problemen zu kämpfen. Das Buch ist ehrlich, voller Emotionen und das Ende hat mich echt mitgerissen… Ich habe es in 24h durchgelesen. Der Schreibstil war sehr flüssig, einfach geschrieben und mit den kurzen Kapiteln über die einzelnen Gedanken der Familienangehörigen einfacher fesselnd.





















































