Ein Blick hinter die Kulissen einer scheinbar glücklichen Familie
Dieses Buch hat mich tatsächlich eiskalt erwischt. Es ist mein erster Roman der Autorin und inhaltlich war ich sehr gespannt. Das am Ende auch 'ne Träne fließen würde, darauf war ich nicht vorbereitet 🫣! Es geht um eine scheinbar glückliche Familie: Alexander, der Vater, Oberarzt und Ehemann. Nina, die Mutter, Arzthelferin und Ehefrau. Emilia, die Tochter, 16, Gymnasiastin und zum ersten Mal verliebt und Ben, der Sohn, 19 und Student. Eigentlich haben sie alle in ihrem Leben alles, dass es ihnen gut gehen müsste, aber im Laufe des Buches stellt sich nach und nach heraus, wie es hinter der Fassade aussieht und mit welchen Problemen jede(r) einzelne zu kämpfen hat. Themen wie Jobstress, Pubertät, Selbstzweifel, Geltungsbedürfnis, Depressionen, nicht gesehen werden, Einsamkeit, falsches Rollenverständnis, Online-Spiele, Erwachsenwerden und andere lebensechte Situationen lauern hinter der scheinbar perfekten Fassade und machen ihnen das Leben schwer. Dabei sind ihnen Nähe, Vertrauen und Kommunikation innerhalb der Familie verlorengegangen. Alle sind so mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigt, dass er / sie den anderen nicht wahrnimmt mit seinen Sorgen und Nöten, so dass sich die Geschichte von Seite zu Seite mehr zuspitzt... "Alle glücklich" hält uns den Spiegel vor. Ich habe mich manchmal echt wiedererkannt, kann vielleicht aber jetzt auch meine volljährige Tochter ein Stück weit besser verstehen. Ein tolles lesenswertes Buch, die Charaktere und ihre Entwicklungen sehr gut beobachtet und wahrscheinlich nicht weit entfernt von den Lebensituationen vieler Familien...
Angenehm zu lesen und einige überraschende Momente
Mir waren es viel zu viele Themen die hier aufgegriffen wurden. Es geht um 4 Personen und hier hat wirklich jeder sein Päckchen zu tragen, aber sie reden auch nicht miteinander.
Was wissen wir eigentlich über die Menschen, die uns am nächsten stehen (sollten)? Gelungenes Familienporträt aus 4 Perspektiven, das durch detaillierte Alltagsbeobachtung besticht, sich aber in der ersten Hälfte auch ein wenig darin verliert. Die Handlung nimmt dann zunehmend Fahrt auf und gipfelt in einem dramatischen Showdown. Der Schreibstil ist flüssig, vielleicht etwas schlicht. Es gab keinen Satz, den ich mir mehrmals auf der Zunge zergehen lassen wollte.
Dieses Buch hat mich hin- und hergerissen. Zeitweise wollte ich abbrechen, weil es mich nicht wie erwartet fesseln konnte. Erzählt wird die Geschichte eines Ehepaars und ihrer (fast) erwachsenen Kinder. Was anfangs nach heiler Welt aussieht, zeigt sich immer mehr als Problem - jeder hat sein Säckchen zu tragen (und das Gewicht wird im Laufe des Buches immer schwerer). Die Erzählperspektive wechselt immer zwischen den Familienmitgliedern. Alles gut - aber irgendwie konnte mich das Buch nicht so richtig packen. Zumal es dann plötzlich zu Ende war, nee, das war nicht meins. Vielleicht gefällt es euch besser?

Ein Buch über eine scheinbar glückliche Familie. Außendarstellung vs. Wahrheit vs. Realität. Etwas ECHTES.
Ich hatte damit gerechnet, dass „Alle glücklich“ einiges bereithalten würde und wurde nicht enttäuscht. Alex, Nina, Ben und Emilia sind eine Familie, die von außen betrachtet glücklich sein könnte. Alex ist Chefarzt an einer Münchner Klinik, Nina arbeitet Teilzeit, Ben studiert und Emilia geht noch zur Schule. Doch die Familienmitglieder haben untereinander sehr unterschiedliche Verhältnisse und wissen sehr unterschiedlich viel darüber, wie es den anderen geht und was sie so beschäftigt. Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und mich zwischendurch gefragt, ob es als Buch eine TW hat. Es kommen in Summe viele Themen vor und bei einigen davon fände ich zumindest eine CN schon angebracht. Das Hörbuch hat mich sehr gefesselt, glücklicherweise hatte ich in letzter Zeit einige Autofahrten zu erledigen. Ich habe mit Nina und ihrer Familie gelebt und oft auch gelitten. Wobei der Zugang zu den einzelnen Familienmitgliedern sich sehr unterschiedlich gestaltet hat. Zu den Frauen fiel er mir relativ leicht, zu Ben habe ich ihn mit der Zeit gefunden, nur mit Alex bin ich nicht warm geworden. Das Ende kommt recht abrupt, wodurch auch einiges offen bleibt, aber gleichzeitig finde ich diese Lösung gut. Fazit: Ein Buch, das noch länger nachhallen wird von einer Autorin, deren Namen ich mir merken muss.
Vater, Mutter, Sohn und Tochter... eine perfekte Familie?
ein fabelhaftes Buch! Die Fragen der vier Charaktere zwischen den einzelnen Kapiteln fand ich besonders gut, dem Ende zu waren es für mich etwas zu viele schwere Themen. "Irgendjemand, der mich sieht, irgendjemand?"
Wow, was für eine Geschichte. Für mich ein Highlight. Themen und Gedanken, die wirklich jeder hat.

In „Alle glücklich“ geht es um Nina und Alex sowie ihre Kinder Emilia und Ben, die als Familie auseinanderdriften und ihre Probleme mit sich selbst ausmachen. Im Verlauf der Handlung bricht die Fassade immer weiter zusammen, bis nur noch ein Scherbenhaufen übrig bleibt … Vor dem Lesen wusste ich nicht wirklich, was mich erwartet, da ich bisher kaum Bücher aus dem Genre gelesen habe. Bereits die ersten Seiten haben mich positiv überrascht, da ich sofort in die Handlung gefunden habe. Obwohl in der ersten Hälfte vor allem vom Alltag der Familienmitglieder erzählt wird, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Kira Mohn schildert die alltäglichen Situationen so lebensnah, dass ich mich in Vielem wiedererkannt habe. Aufgrund dieser packenden Erzählweise sowie der kompakten Seitenanzahl konnte ich das Buch innerhalb eines Tages beenden. Erzählt wird die Geschichte abwechselnd aus den Perspektiven der vier Familienmitglieder, die jeweils mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben, jedoch alle auf ihre Art und Weise einsam sind. Vor allem der Handlungsstrang von Nina hat mich berührt, da sie als einzige für die Familie kämpft, ihr jedoch kaum Wertschätzung für ihre Care-Arbeit entgegengebracht wird. Eindruck hat bei mir zudem auch der schüchterne Ben hinterlassen, der sich im Internet radikalisiert. Obwohl mir das Buch insgesamt wirklich gut gefallen hat, sind mir nach dem Lesen noch ein paar Gedanken gekommen, die nur bedingt eine Kritik darstellen. Erstens ist es so, dass nur zwei der vier Geschichten ansatzweise zu einem Abschluss kommen. Dies hängt wahrscheinlich mit Punkt zwei zusammen: Zum Ende hin geht die Alltäglichkeit der Geschichte etwas verloren, da alle Charaktere plötzlich sehr spezifische Probleme haben. Und drittens ist Alex als Figur ziemlich offensichtlich als ‚der Böse‘ angelegt, da an keiner Stelle der Versuch unternommen wird, Sympathie für ihn zu wecken. Alles in allem ein Roman über eine scheinbar perfekte Familie, der aufgrund der realitätsnahen Erzählweise zum Nachdenken anregt.
Hinter dem perfekten Bild
Nach dem Lesen von Alle glücklich brauchte ich erst einmal einen Moment, um zu begreifen, was dieses Buch eigentlich mit mir gemacht hat. Es ist keine Geschichte, die durch große Ereignisse oder dramatische Wendungen auffällt und doch hat sie eine überraschend intensive Wirkung. Auf den ersten Blick erzählt der Roman von einer vierköpfigen Familie, deren Leben geordnet und beinahe perfekt wirkt. Nach außen hin scheint alles zu stimmen: Es geht ihnen gut, sie funktionieren als Einheit, sie wirken, wie der Titel verspricht, glücklich. Doch schnell wird klar, dass hinter dieser Fassade mehr steckt. Vielleicht müsste der Titel eher als Frage gelesen werden: Sind wirklich alle glücklich? Die Geschichte wird aus vier Perspektiven erzählt, aus der Sicht jedes Familienmitglieds. Genau darin liegt die große Stärke des Romans. Die Figuren sind unglaublich fein ausgearbeitet, bis ins Detail durchdacht und wirken dadurch sehr lebendig. Man beobachtet sie nicht nur beim Lesen, man fühlt mit ihnen. Ihre Entscheidungen sind nachvollziehbar, selbst dann, wenn man sie am liebsten aufhalten oder wachrütteln würde. Besonders beeindruckend ist, wie ehrlich und sensibel hier das Bild einer Familie gezeichnet wird. Es geht um unausgesprochene Erwartungen, um gesellschaftlichen Druck und um das, was zwischen den Zeilen bleibt. Beim Lesen beginnt man unweigerlich, auch über das eigene Umfeld nachzudenken: Was geht in den Menschen vor, die einem nahestehen? Was wird vielleicht nicht ausgesprochen? „Alle glücklich“ ist ein leiser, aber eindringlicher Roman, der einem viel zum Nachdenken gibt. Eine Geschichte, die zeigt, dass es oft die stillen Zwischentöne sind, die am meisten berühren und dass hinter einem scheinbar perfekten Leben oft viel mehr steckt, als man auf den ersten Blick sieht. 4,5/5 Sterne

Darum geht es: Es sind die leisen Risse, die man nicht sieht, wenn man von außen auf ein scheinbar gelungenes Leben blickt. Eine Mutter, die ihren Alltag zwischen Fürsorge und eigener Verlorenheit hält. Ein Vater, der als Arzt Leben rettet und darüber das eigene aus den Augen verliert. Eine Tochter, noch Schülerin, die zum ersten Mal liebt und sich dabei selbst zu verlieren droht. Und ein Sohn, Student, der sich einredet, dass es ihm gut geht, bis die Zweifel lauter werden. Mein Leseeindruck: Der Roman hat mich durch seinen flüssigen und sehr einnehmenden Schreibstil sofort erreicht. Besonders gefallen hat mir, dass alle vier Protagonisten zu Wort kommen und ihre eigenen Perspektiven bekommen. Dadurch konnte ich mich in jede einzelne Figur hineinfühlen und ihre Gedanken und Emotionen intensiv miterleben. Zwischen Verpflichtung und Erwartung, Nähe und Einsamkeit verlieren sich vier Menschen in dem, was sie sein sollten und entfernen sich dabei von dem, was sie fühlen. Jeder von ihnen trägt eine Wahrheit in sich, die keinen Platz im gemeinsamen Alltag findet. Dieser Roman erzählt von den unsichtbaren Lasten, die in Familien weitergegeben werden, von der Sehnsucht, gesehen zu werden und von der Frage, ob Glück wirklich dort entsteht, wo alles richtig wirkt oder erst dann, wenn man den Mut findet, ehrlich zu sein. Für mich hat der Roman sehr deutlich gezeigt, dass das, was von außen betrachtet glücklich und stimmig wirkt, oft nicht der inneren Realität entspricht. Ich habe die Geschichte als ehrlich und authentisch empfunden und vieles davon hat mich emotional sehr berührt. Das Geschriebene ist mir wirklich nahe gegangen und hat mich auch nach dem Lesen noch beschäftigt. Fazit: 4,5 von 5 ⭐️ Ein einfühlsamer, ehrlicher und tiefgehender Roman, der zeigt, wie nah Glück und innere Zerrissenheit beieinander liegen können und der noch lange nachhallt.
Zwischen Nähe und Abgrund – vier Perspektiven, eine Familie
In "Alle glücklich" von Kira Mohn dreht sich alles um eine Familie, deren scheinbar funktionierendes Gefüge bei näherem Hinsehen Risse bekommt. Die Geschichte wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven erzählt und eröffnet dadurch intime Einblicke in die Gedanken, Gefühle und Konflikte der einzelnen Figuren. Jede Stimme bringt ihre eigene Wahrheit mit und gemeinsam ergeben sie ein vielschichtiges Bild davon, was „glücklich sein“ eigentlich bedeutet. Der Roman liest sich angenehm flüssig und ist dabei durchweg kurzweilig. Gerade die wechselnden Blickwinkel sorgen dafür, dass keine Längen entstehen und man immer tiefer in die Dynamik der Familie hineingezogen wird. Dabei schafft es die Autorin, authentische Emotionen greifbar zu machen: Es gibt Momente, die einen innerlich aufwühlen, weil man das Verhalten mancher Figuren kaum aushält, genauso wie Szenen, die zum Fremdschämen einladen oder einen still mitfühlen lassen. Besonders stark ist, wie ehrlich und ungeschönt zwischenmenschliche Spannungen dargestellt werden. Nicht jede Reaktion ist nachvollziehbar, nicht jede Entscheidung sympathisch aber genau das macht die Geschichte so nahbar. Man erkennt, wie unterschiedlich Wahrnehmungen sein können und wie schnell Missverständnisse entstehen, selbst innerhalb einer Familie. Auch wenn manche Situationen überspitzt wirken oder man sich gelegentlich mehr Tiefe in einzelnen Entwicklungen gewünscht hätte, bleibt am Ende ein rundes Gesamtbild und ist ein emotionales, unterhaltsames Leseerlebnis, das zum Nachdenken anregt und zeigt, dass Glück oft viel komplexer ist, als es nach außen scheint. Ein kurzweiliger, vielschichtiger Familienroman mit Ecken und Kanten und lesenswert.
Oha, das Buch hat mich ziemlich mitgenommen.
Eine Vorzeige-Familie mit allem, was es zum Glücklichsein braucht - aber was macht „Glück“ eigentlich aus? Materieller Wohlstand? Anerkennung? Eine Liebesbeziehung? Oder doch etwas ganz anderes? Wir begleiten Nina, Alexander, Ben und Emilia durch ein paar Wochen, in denen sich das Leben für jedes Familienmitglied grundlegend ändert, auf ganz unterschiedliche Weisen. Beim Lesen war ich traurig, wütend, ergriffen und ich hätte die vier gerne noch länger begleitet.
Ein interessantes Familienporträt mit ernsten Themen, das mich emotional aber nicht erreichen konnte.
Kira Mohn begleitet mich schon seit vielen Jahren. Damals habe ich ihre New-Adult-Leuchtturm-Reihe wirklich geliebt, und auch „Wild Like a River“, ist mir sehr positiv in Erinnerung geblieben. Umso größer war meine Vorfreude auf dieses Buch. Diesmal bewegen wir uns allerdings eher im Bereich der Belletristik – und es hat sich für mich tatsächlich so angefühlt, als würde ich eine ganz andere Autorin lesen. Im Mittelpunkt stehen Nina, Alexander, Emilia und Ben – eine scheinbar perfekte Familie, bei der hinter der Fassade einiges bröckelt. Die Themen sind schwer, sehr familiär geprägt und durchaus relevant, aber für mich persönlich war es fast schon zu viel. Die Figuren wirkten auf mich sehr problembehaftet, und ich habe leider keinen richtigen Zugang zu ihnen gefunden. Sympathie? Eher schwierig. Auch der Schreibstil hat mich nicht komplett abgeholt. Teilweise wirkte er auf mich etwas holprig und ungewohnt – irgendwie nicht das, was ich von der Autorin kenne. Positiv hervorheben kann ich, dass sich das Buch schnell lesen lässt und ich zügig durch war. Trotzdem bleibt am Ende das Gefühl: Es konnte mich leider nicht wirklich überzeugen.

starke Charaktere, emotional, aber zu viele Klischees
Alle glücklich hat mich vor allem durch seinen zugänglichen und flüssigen Schreibstil überzeugt. Ich bin sehr leicht in die Geschichte hineingekommen und konnte mich schnell auf die Handlung und die Figuren einlassen. Die Charaktere sind differenziert und greifbar gezeichnet, sodass es leichtfällt, mit ihnen mitzufühlen. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der Mutter sowie die Perspektive der Tochter. Beide wirkten auf mich sehr nachvollziehbar und authentisch. Ihre Gedanken und Gefühle waren so beschrieben, dass ich sie gut verstehen konnte. Der Vater hingegen hat bei mir starke Emotionen ausgelöst, vor allem Wut, während mir der Sohn vor allem leidtun konnte. Diese emotionalen Reaktionen sprechen definitiv für die Intensität der Figurenzeichnung. Auch die Entwicklungen innerhalb der Geschichte waren insgesamt verständlich und klar dargestellt. Dennoch hatte ich am Ende das Gefühl, dass es etwas zu viele Klischees gab und gleichzeitig sehr viele (teils sehr wichtige) Themen angerissen wurden, die nicht alle konsequent zu Ende geführt wurden. Dadurch wirkte die Geschichte stellenweise etwas überladen. Besonders kritisch sehe ich den Schluss: Ein einschneidender Vorfall scheint vor allem darauf ausgelegt zu sein, einen schockierenden „WTF“-Moment zu erzeugen. Dabei hatte ich den Eindruck, dass psychisches Leiden und seine Folgen instrumentalisiert werden, anstatt sensibel und angemessen behandelt zu werden. Das hat bei mir einen faden Beigeschmack hinterlassen. Insgesamt ist Alle glücklich ein gut lesbarer Familien-Roman mit starken Figuren und emotionaler Tiefe, der jedoch durch erzählerische Überladung und eine fragwürdige Zuspitzung am Ende an Wirkung verliert.

"Unter jedem Dach ein 'Ach!'". Genauso fühlt sich diese Geschichte an und sie ist dabei so ehrlich und mitfühlend. Sie macht aber auch wütend. Wütend auf den Vater, der sich in seiner Bequemlichkeit zurücklehnt und die Schuld für alles und jeden bei der großen Unbekannten sucht. Eine Mutter, die versucht alles richtig zu machen, sich dabei beinahe nicht nur selbst verliert. Die Kinder, die eigentlich groß sind und die dennoch Kinder sind. Für mich überzeugt hier vor der Geschichte vor allem der Schreibstil. Wunderschön, wie die tiefsten Gefühle offengelegt werden und den Leser total in seinen Bann ziehen.
Hat mich gut unterhalten
Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, der Schreibstil war gut und flüssig zu lesen und die Kapitel, die aus verschiedenen Sichtweisen erzählt werden, hatten eine angenehme Länge. Man merkt recht schnell, dass jeder in dieser Familie seine eigenen Themen hat und alle nicht mehr glücklich sind. Nina fand ich persönlich noch am besten, da sie trotz ihrer eigenen Themen versucht die Familie zusammenzuhalten, bis sie ihre neue Arbeitskollegin Anastasia kennenlernt. Dies hat die Autorin auf den 288 Seiten sehr gut dargestellt und rübergebracht. Allerdings spricht keiner von ihnen über seine Unzufriedenheit und plötzlich scheint alles zusammenzubrechen. Das Ende hing mir noch ein bisschen länger nach. Das Buch hat mich gut unterhalten und ich vergebe 4 von 5 ⭐️. .

Ich habe im Moment wirklich ein gutes Händchen bei der Buchauswahl - so vieles hat mich zuletzt begeistert. Und 'Alle glücklich' von Kira Mohn reiht sich da absolut ein. 🥳 Wir begleiten eine scheinbar ganz normale Familie durch eine Zeit voller Veränderungen. Alex, erfolgreicher Arzt, ständig beschäftigt und Hauptverdiener. Nina, Mutter, Hausfrau, arbeitet nebenbei als MTA und zusätzlich an der Kasse - und trägt doch den Großteil der familiären Verantwortung. 🙄 Die Kinder: Emilia, die ihre erste große Liebe erlebt - mit allen Konsequenzen. Und Ben, der davon bislang nur träumt. Anfangs dachte ich noch: "Oh, harmloser als erwartet ..." - aber genau darin liegt die Stärke des Buches. Die Spannung baut sich leise, aber konstant auf, bis sich alles zuspitzt. Und am Ende wird klar: Nein, hier sind nicht alle glücklich. Ein intensives, sehr nahbares Familienporträt, das sich angenehm flüssig liest. Es passiert viel, ohne jemals konstruiert zu wirken. Besonders die Dynamik zwischen Nina und Alex fand ich spannend - gerade wegen seiner festgefahrenen, stereotypen Sichtweisen. 🙄 Und ja ... einen größeren Knall gibt es auch noch - aber dazu sage ich lieber nichts. 😉 Wer Geschichten über Familien jenseits der perfekten Fassade mag, wird hier definitiv fündig. Ich fühlte mich jedenfalls richtig gut unterhalten. 😃

✨ Rezension ✨
Alle Glücklich | Kira Mohn | Harper Collins | 288 Seiten | ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Eine Familie, vier Perspektiven und es ist ja alles ok, oder? Alle sind Glücklich, oder? Schließlich läuft es doch gut, oder? Mutter Nina, die als MTA arbeitet. Ehemann Alexander, Oberarzt im Krankenhaus. Tochter Emilia, die in der Oberstufe ist und den ersten Freund hat. Sohn Ben, Student, bei dem alles toll läuft. Kira Mohn zeichnet das Bild einer Familie, bei der auf den ersten Blick eigentlich alles gut läuft, die aber nach und nach Geheimnisse und Probleme aufzeigt. Jeder trägt sein eigenes Päckchen, jeder ist sein eigener Hauptprotagonist und so oft wollte man alle mal ernsthaft an einen Tisch bringen, damit sie reden. Hier werden so viele Probleme und Missstände deutlich und zeigen auf, wie internalisiert gesellschaftliche Erwartungen sind und wie schnell alles aus dem Ruder laufen kann. Unbedachte Worte können das schlimmste in Gang setzen. Für einen selbst ein kleines Versehen, schnell vergessen, nicht ernst gemeint. Für den anderen vielleicht der Tropfen der das Fass zum Überlaufen bringt. Das psychologische Profil einer Familie und wie schnell das Konstrukt zerfallen kann. Für mich am Ende mit bösen Überraschungen, die ich immer noch im Kopf habe. Eine große Empfehlung! Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen.
Bemerkenswertes Buch!
Auch wenn ich zu Beginn skeptisch war, haben mich die Figuren, wie auch die ganzen Ereignisse emotional so doll gefesselt, dass ich das Hörbuch gar nicht stoppen konnte.
Ein berührender Familienroman, bei dem die lesende Person hinter die Fassade einer „normalen“ Familie schaut und die Autorin aufzeigt, wie jedes einzelne Mitglied ein Päckchen zu tragen hat. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen. Am Ende blieb ich jedoch mit vielen Fragen zurück, was sicher auch so gewollt ist? Das Buch klingt nach.
Das Leben einer vierköpfigen Familie…
… läuft innen und außen doch irgendwie doch oft anders ably Ich mag den Perpektivwechsel, sodass alle Familienmitglieder mal zu Wort kommen. Der Inhalt ist irgendwie frustrierend & die Beziehungen untereinander sind irgendwie verloren gegangen über Zeit Zeit oder erst gar nicht zustande gekommen. Das ist so schade. So stelle ich mir das Konstrukt Familie nicht vor. Natürlich läuft nicht alles immer ideal ab, aber hier fehlt mir ganz klar der Familienzusammenhalt. Der Inhalt ist da schon echt irgendwie traurig. Das Ende offen.
Unauffällig, dann unerbittlich – eine Geschichte die still eskaliert und trotzdem mit Hoffnung endet.
Man wird sanft hineingezogen. Eine ganz normale Familie, jede Perspektive hautnah – und man fühlt sich schnell verbunden. Elterliche Ängste, kindliche Unsicherheiten, das übliche Familienchaos. Alles vertraut, alles nachvollziehbar. Und dann fängt es an zu kippen. Stück für Stück offenbart sich mehr. Dinge passieren, die schockieren – und plötzlich schaut man auf dieselbe Familie mit ganz anderen Augen. Besonders der Vater: Die Kluft zwischen seiner Selbstwahrnehmung und dem, was man als Leserin tatsächlich sieht, ist erschreckend. Seine Aussagen, seine Überzeugungen – ich habe selten eine Figur so sehr verachtet. Alle glücklich? Weit gefehlt. Und doch hat sich vieles davon von Anfang an angebahnt – man merkt es nur im Nachhinein. So schnell kann eine Welt aus den Fugen geraten. Was bleibt, ist trotz allem Hoffnung. Dass sie es noch finden, ihr Glück. Irgendwie.

Ein Blick hinter die Fenster in eine vermeintlich glückliche Familie
Solche Art der Storys liebe ich einfach. Eine normale Familie. Das Ehepaar über vierzig, die beiden Kinder (fast) erwachsen. Alle haben ihre eigenen Probleme und hadern mit ihrem Leben. Wir wechseln immer wieder die Protagonisten und bekommen einen Einblick in deren Leben und ins Familienleben. Mich hat die Geschichte sehr berührt. Ich habe Verständnis und Mitgefühl für alle aufgebaut. Das Ende hat mich kalt erwischt. Insgesamt wirklich sehr gelungen.
Was zunächst anmutet wie ein ‚normaler‘ Alltag in einer deutschen Durchschnittsfamilie (Vater, Mutter, 16-jährige Tochter, 19-jähriger Sohn), wurde schnell zu einem Trip in gesellschaftliche Abgründe - und für mich zu einem überraschend fesselnden Leseerlebnis. Nina, Alex, Emilia und Ben - aus ihren Perspektiven wird das Familiengefüge geschildert, das zunächst unspektakulär und durchschnittlich erscheint. Doch schon bald stellt sich beim Lesen all dieser Perspektiven ein gewisses Störgefühl ein. Nina versucht seit Langem, es zu Hause allen recht zu machen - arbeiten (in ihrem eigentlichen Beruf als Ärztin) braucht sie da natürlich nicht. Das übernimmt ihr Mann Alex, der dafür aber selbstverständlich entsprechende Anerkennung erwartet… Tochter Emilia ist zum ersten Mal verliebt und Julian tut ihr wirklich gut - oder? Ben liebt Computerspiele und könnte vielleicht etwas motivierterer an sein Studium herangehen, aber ansonsten geht es ihm ziemlich gut - oder? Kira Mohn hat bei mir mit diesem Buch einen Überraschungserfolg über Leistungs- und gesellschaftlichen Druck, Rollenbilder und insbesondere (fehlende) Kommunikation gelandet. Besonders die wechselnden Perspektiven machen die Geschichte so überzeugend. Als Lesende*r hat man so vielfach einen Wissensvorsprung vor den anderen Familienmitgliedern und sieht Missverständnisse und Unausgesprochenheiten noch einmal aus weiterer Perspektive. Auch wenn für meinen Geschmack letztlich etwas viele Klischees bedient wurden, ist das Buch absolut fesselnd geschrieben, wagt Blicke hinter Kulissen und überzeugt durch eine immer weiter zunehmende abgründige Atmosphäre. Absolut lesenswert!
Was hinter der Fassade geschieht, verpackt die Autorin fesselnd, wobei der Vaters ein wenig eindimensional erscheint.
Nina und Alexander führen eine gute Ehe. Alexander ist Arzt und Nina arbeitet teilzeit als MFA und kümmert sich um die beiden Kinder im Teenageralter und den Haushalt. Von außen ist alles in bester Ordnung. Aber hinter der Fassade beginnt es zu bröckeln Der 19- jährige Ben studiert zwar wie gewünscht, doch eigentlich beschäftigt ihn hauptsächlich die Tatsache, dass er immer noch Single ist. Im Internet findet er einen Coach, der sich als Pick-up-Artist entpuppt. Die 16- jährige Emilia hat ihren ersten Freund, der älter ist als sie und sie unter Druck setzt Nina arbeitet heimlich noch nebenher im Supermarkt, um sich eigenes Geld zu verdienen und lernt dort jemanden kennen Und Alexander hat sexuelles Interesse an seiner Assistentin. Das alles mündet nach und nach in einen dramatischen Showdown. Kira Mohn hat die Geschichts einer Familie von heute mit ganz aktuellen Problemen geschrieben, Cyber Mobbing, die Manosphere-Szene, Mental Load und Feminismus sind einige der Themen, die die Autorin gekonnt zu einer Geschichte verwebt, die sich gerade überall in Deutschland so oder so ähnlich abspielen könnte Das war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Ich habe das Hörbuch gehört, was sehr gut gelesen ist, Empfehlung also auch hier.
die ersten 100-150 S. plätschern für mich zu sehr vor sich hin, vieles wirkt klischeehaft. das ende ist wirklich gut!
Gut geschrieben, viele wichtige Themen
Das Buch an sich war gut geschrieben und es hatte auch viele wichtige Themen beinhaltet. Vier unterschiedlich Sichtweisen werden beschrieben und in jedem Kapitel springen wir in die Sichtweise eines anderen Familienmitglieds. Da ist die Mutter Nina, leistet Carearbeit, gibt sich selber auf, ohne Dank der Familie. Die Tochter Emilia, zum ersten Mal verliebt, lässt sich leiten von Ihrem Freund, ohne ihn zu hinterfragen. Der Sohn Ben, fühlt sich einsam und als Loser, sucht sich Hilfe im Internet. Als letztes der Vater Alex, Oberarzt, leitet gerne und sieht auch gerne anderen Frauen hinterher. Leider war es mir dann doch irgendwie Zuviel und nicht tief genug. Durch den jeweiligen Sprung zu den anderen Familienmitgliedern wird man immer wieder etwas rausgerissen aus der momentanen Geschichte. Auch sind mir die einzelnen Figuren zu stereotypisch beschrieben. Da ist nichts Neues, was einen überraschen könnte in der Sichtweise. Gerade den Vater fand ich eher eindimensional, da hat mir eine tiefere Sicht gefehlt. Trotzdem habe ich es gerne gehört.
Wow !! Was eine Geschichte !
Wow, dieses Buch hat mich unerwartet richtig gepackt von der ersten Seite an und ich konnte es nur schwer zur Seite legen. Obwohl sich am Ende alles sehr zugespitzt hat, fand ich es doch sehr realistisch beschrieben wie eine Familie ihren Alltag teilt, und dennoch nur nebeneinander her lebt und jeder sein eigenes Päckchen trägt ohne von denen der anderen zu wissen. Ich war direkt im Geschehen, der ständige Perspektivwechsel hat es nochmal spannender gemacht. Das Ende, puh, das hat mich dann nochmal auf eine andere Art fertig gemacht. Ich hätte so gerne noch viel mehr gelesen.
Fesselnd und beeindruckend wird der Zerfall einer deutschen Standardfamilie beschrieben: Vater Alexander ist der klassische "Gott in weiß", der sich voll und ganz der Karriere verschrieben, dabei aber seine Familie komplett aus den Augen verloren hat. Mutter Nina arbeitet neben ihrem Hauptberuf als Arzthelferin noch unbemerkt von ihrem Ehemann im Supermarkt, um eigenes Geld zu verdienen. Mit ihrem Mann verbindet sie gar nichts mehr, was ihr überdeutlich wird, als sie sich in eine Supermarktskollegin verliebt. Der 19-jährige Sohn Ben verkriecht sich als Außenseiter ohne Freunde und vor allem ohne Freundin in die Isolation seines Zimmers. Seine 16-jährige Schwester Emilia ist frisch verliebt in den Sunnyboy der Schule - eine Liaison, die sich bald als verhängnisvoll erweist. Schicht für Schicht wird der Abstieg der Familie offengelegt. Einziger Kritikpunkt an diesem Roman ist das allzu offene Ende. Weil das Hörbuch auch einfühlsam vorgetragen wurde, gebe ich trotzdem eine uneingeschränkte Empfehlung ab!
Alle Glücklich? Ich nicht.
Nach den ersten, sehr positiven Rezensionen hatte ich mit mehr Tiefgang gerechnwt. Das Buch reiht typische Klischees aneinander. Wer bisher sehr wenig Contemporary Fiction gelesen hat oder gerne Drama mag, könnte hier auf die Kosten kommen. Alle anderen werden vermutlich eher enttäuscht Spoiler: Eine gelangweilte Hausfrau, die aus ihrem Leben entfliegen will, ein Mädchen, das sich in den falschen Jungen verliebt, ein Junge, der sich isoliert fühlt und ein Mann in der Midlifecrisis. Das und wirklich genau das bekommt man. Dazu einmal alle Szenarien übertreiben und voila. Dieses Buch ist da. Ich hätte mir mehr Tiefgang oder kreativere Familienproblem gewünscht.
Kurzweiliges Hörbuch. Die Story war ungeschönt, ehrlich und echt. Auch wenn es mir etwas an Spannung fehlte, hab ich's gerne gehört.
„Alle glücklich“ ist ein intensives Familiendrama, das emotional berührt und zugleich eine leise, aber stetige Spannung aufbaut. Im Zentrum steht eine Familie, die nach außen hin perfekt erscheint – doch hinter dieser Fassade verbirgt sich eine ganz andere Realität. Jedes Familienmitglied lebt sein eigenes Leben, geprägt von individuellen Sorgen, Konflikten und unerfüllten Erwartungen. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen.

Tolles Buch
Eine Geschichte über eine Familie bei der Augenscheinlich alles perfekt ist. Doch schaut man hinter die Kulissen ist so gar nichts perfekt. Genau darum geht es in "alle Glücklich" von Kira Mohn. Eine Mutter, die versucht die Familie zusammen zu halten, Rituale beizubehalten, den Überblick nicht zu verlieren, um doch in diesem ganzen Trubel sich selbst zu verliere. Ein Vater der denkt er macht alles richtig und irgendwie auch nicht. Fehler nicht bei sich selber sucht und glaube immer das richtige für sich und seine Familie zu tun. Ein Sohn der anders ist, es aus diesem Loch alleine nicht raus schafft, es so sehr versucht und sich wünscht dazu zu gehören und scheinbar immer nur Pech hat. Eine Tochter die alles hat was sie sich wünscht und doch nichts. Freundinnen die ihr nicht glauben, ein Freund der sie liebt (oder etwa doch nicht?) Dieses Buch ist tiefgehend und schön und traurig zugleich. Wir erhalten Einblicke in alle vier Mitglieder der Familie, was es aus meiner Sicht noch interessanter macht hinter die Fassade dieser Familie zu blicken. Wer Lust auf ein vielschichtiges Familiendrama hat, welches unterhaltsam, Emotional und humorvoll zugleich ist, ist bei diesem Buch genau richtig
Darf ich mir selbst noch wichtig sein, sobald ich Kinder habe?
Alle glücklich ist ein Buch, bei dem ich direkt wusste, ich muss das so schnell wie möglich lesen. Und dieses Gefühl war absolut richtig. Die Familiendynamik hat mich so sehr mitgezogen und mir hat es so viel Spaß gemacht, die Gedanken von diesen Charakteren zu erfahren. Jeder von den Protagonisten steht an einem ganz anderem Punkt im Leben und die Gedanke unterscheiden sich so sehr. Auch wenn ich die Perspektiven der Kinder sowie von Nina sehr schnell nachempfinden konnte, wurde ich mit Dr. Holtsteins Perspektive nicht warm. Doch ich glaube das soll auch so sein, er hat eine sehr festgefahrene Meinung und kann nur schwer Gedanken und Handlungen anderer nachvollziehen. Allem in allem hat mir das Buch wirklich viel Spaß gemacht!
Alle glücklich? 🤔
Der Roman handelt von einer Familie, der es eigentlich gut geht. Aber nur eigentlich, denn die Fassade beginnt zu bröckeln. Wir lernen die vermeintlich glücklichen Familienmitglieder kennen, erfahren, was sie beschäftigt, wie sie zueinander stehen und welche Sorgen, Geheimnisse oder Unzufriedenheiten sie mit sich herumtragen. Mir hat der Roman gefallen. Er lässt sich gut und ziemlich schnell lesen bzw. hören, allerdings hat er mich im Nachhinein nicht besonders lang beschäftigt.
Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!
Erfüllst du deine Extrawünsche auch? Ich wünschte, es wäre so. Kira Mohn gehört seit dem ersten Roman, den ich von ihr gelesen habe, zu meinen Lieblingsautorinnen und daher war ich sehr erfreut ihr neues Buch in Händen zu halten. In sich wiederholender Erzähl-Reihenfolge erhalten wir LeserInnen Einblick in das Familienleben von Mutter Nina, Tochter Emilia, Sohn Ben und Vater Alexander. Er erfolgreicher Oberarzt, sie aufopfernde Mutter, die Kinder eine fleißige Schülerin und ein Jungerwachsener Student- eine perfekte Familie, also alle glücklich oder?! In ihrem familiären Alltag zeigt sich die große Gefahr der Trägheit, des nebeneinander "herleben", der fehlenden Kommunikation und Misskommunikation im turbulenten und doch so simplen Leben. Die Autorin ist dabei brutal ehrlich, gibt authentischen Einblick in die Gedanken der Charaktere und hat mich in der Einfachheit des Schreibstils so sehr gefangen, dass ich das Buch kaum weglegen konnte. Die Selbstreflexion, die unmittelbar für die LeserInnen aufkommt, wird ebenfalls in Form von psychologischen Fragen zu Beginn der kurz gehaltenen Kapitel eingefasst und zumindest für mich wirkte es wie ein bewusst gewünschtes "Spiegel vorhalten". Langsam und leise baut sich eine anspannende Beklemmung für alle Protagonisten auf, die direkt auf eine tragische Eskalation zurauscht! Definitiv machte mir der Roman sichtbar, dass es immer zwei Seiten einer Medaille gibt und das A und O in jeglicher Form von Beziehungen eine offene Kommunikation ist, damit man nicht in einer einsamen Welt verschwindet: "Damals als sie das Lächeln noch nicht verloren hatte!" Fazit: Eine kurze Geschichte, die am Ende Veränderung herauf beschwört und es der Leserschaft überlässt Positivität und Hoffnung darin zu erkennen!

Hinter der Fassade einer vermeintlich glücklichen Bilderbuchfamilie💭🧑🧑🧒🧒
Nina und Alex haben zwei Kinder - Ben und Emilia. Eine vermeintlich funktionierende, deutsche Familie, die ihren Alltag lebt. So wirkt dieses Buch zunächst, in welchem wir aus der Perspektive aller vier Familienmitglieder den eigenen Alltag erzählt bekommen. Die Frage die sich stellt ist: sind sie sie wirklich „alle glücklich“? Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Hörbuch, obwohl es die Handlung betrachtend durchaus auch hätte langweilig werden können. Das war es aber nicht. Durch die vier sich immer abwechselnden Perspektiven war ich dauerhaft gespannt, wie die Geschichte jeder der vier sich weiter entwickelt. Alle vier Perspektiven zusammen betrachtend, hat man dann auch ein Gesamtbild der ganzen Familie bekommen. Die Stimme der Vorleserin war außerdem sehr angenehm und ich habe ihr gerne zugehört. Dieses Buch zeigt wieder mal, dass man nicht hinter jede Haustür schauen kann - und dass hinter diesen oft Dinge vor sich gehen, die man von außen betrachtet nicht erwarten würde.
Eine ziemlich (un)glückliche Familie
Mit recht nüchterner Sprache lässt uns Kira Mohn hinter die Kulissen der vermeintlich heilen Welt einer vierköpfigen Familie blicken. Wir werden mit großen Problemen und harten Themen konfrontiert. Mit Spannung und hoher Ereignisdichte schreitet die Handlung schnell voran. Die für mich ziemlich stereotypischen Entwicklungen treten aber vielleicht zu geballt und zu dramatisch auf. Manches bleibt oberflächlich und ungelöst. Trotz der emotionalen Thematik konnte ich keine wirkliche Nähe zu den Figuren aufbauen.
Ich liebe den Schreibstil von Kira Mohn. Es ist mein zweites Buch von ihr und auch das habe ich an einem Tag durchgeschlungen. Ich mag den Wechsel der 4 Familienmitglieder in der immer gleichen Reihenfolge. Das baut Spannung auf und gibt gleichzeitig Sicherheit. Das gesamte Buch über baut sich dann mal mehr, mal weniger Interesse bei den einzelnen Personen auf. Im Großen und Ganzen fand ich alle Perspektiven sehr spannend. Die für Kira Mohn klassischen Sätze vor jedem Kapitel liebe ich wirklich sehr. Ich finde das einzigartig und so wertvoll. Es hat jedesmal etwas mit mir gemacht, den jeweiligen Satz zu lesen. Neben den einzelnen Perspektive, gibt es noch eine Dynamik untereinander, die sich im Laufe der Geschichte verändert. Hier hätte ich mir ein wenig mehr Fokus darauf geschwünscht. Genau so wie das Ende, das kam ziemlich plötzlich und abrupt und wirkt daher nicht ganz so rund. Außerdem habe ich persönlich etwas gegen zu offene Enden. Da das Buch nicht super lange ist, hätte man nach meinem Geschmack noch auf den Wandel der Story eingehen können. Aber ansonsten hat mir das lesen sehr Spaß gemacht. Ich wollte immer wissen wie es weitergeht. Im Gegensatz zu "die Nacht der Bärin" waren die Problemthemen eher "normal" und alltagsnah. Man konnte gut mitfühlen, ging aber nicht krass unter die Haut.
„Alle glücklich“ oder auch nicht???🤔
Ein intensives Familiendrama, das wirklich Eindruck hinterlässt. Besonders gelungen fand ich, dass jedes Familienmitglied seinen ganz eigenen Struggle und individuelle Probleme mitbringt – das macht die Geschichte sehr vielschichtig. Für meinen Geschmack war es stellenweise allerdings etwas too much, da sich die Konflikte ziemlich geballt haben und jedes Problem riiiiiiiisieg ist. Trotzdem wird eine klare „Lehre“ vermittelt, die zum Nachdenken anregt. Der Schreibstil ist super angenehm – das Buch lässt sich schnell und flüssig lesen. ⚠️ Triggerwarnung: offenes Ende. …und Leute, ich HASSE offene Enden 🤣🤣🤣🤣
Alle glücklich? Von wegen!
Auf den ersten Blick scheinen die Holtsteins ein perfektes Leben zu führen. Ein tolles Haus, erfolgreiche Jobs, gut erzogene Kinder – eben alle glücklich. Oder etwa doch nicht? In Kira Mohns neuem Roman "Alle glücklich" werfen wir einen Blick hinter die Fassade dieser scheinbar perfekten Familie. Und was soll ich sagen? Das Buch hat mich von der ersten Seite an komplett abgeholt. 😍 Erzählt wird die Geschichte aus vier verschiedenen Perspektiven: Wir begleiten die Eltern Nina und Alexander sowie die Kinder Emilia und Ben. Nach außen hin sind sie die klassische Bilderbuchfamilie, doch jeder von ihnen trägt seine eigenen Geheimnisse, Sorgen und Sehnsüchte mit sich herum, über die innerhalb der Familie kaum gesprochen wird. Dank der unterschiedlichen Sichtweisen bekommt man diese als Leser aber hautnah mit, was mir gut gefallen hat. Dadurch entsteht eine regelrechte Sogwirkung beim Lesen und ich wollte unbedingt wissen, wie es wohl weitergeht und wann die Situation eskaliert. 💥 Mohns Schreibstil ist feinfühlig, flüssig und auch intensiv, weshalb ich nur so durch die Seiten geflogen bin. Sie schafft es so gut, diese doch recht beklemmende und scheinbar aussichtslose Atmosphäre einzufangen, in der die Holtsteins nebeneinanderherleben anstatt miteinander zu reden. Alle vier Erzählstränge sind dabei auf ihre eigene Art total fesselnd, aber besonders Emilias Geschichte ist mir sehr nahegegangen. Je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat mein Herz für die 16-Jährige geblutet. 🥹 Gleichzeitig war es aber auch schön zu beobachten, wie sie und auch Nina ihr Leben in die eigenen Hände nehmen und für sich selbst einstehen, anstatt nur den schönen Schein wahren zu wollen. Insgesamt ist "Alle glücklich" ein leiser und tiefgründiger Roman, der mich Kapitel für Kapitel weiter in seinen Bann gezogen und emotional völlig gefesselt hat. Ein absolutes Jahreshighlight für mich! 🩷

Ich hab’s total geliebt und wollte garnicht, dass es endet!
Die Geschichte der Familie Holtstein wird aus vier unterschiedlichen Perspektiven, nämlich aus Sicht der vier Familienmitglieder erzählt. Dabei wechselt mit jedem Kapitel die Perspektive, die Übergänge sind hierbei fließend, fast nahtlos - sehr gelungen! Die vier Charaktere sind allesamt realistisch und nahbar dargestellt und man bekommt Einblicke in die Gedanken und das Verhalten jedes einzelnen. Außerdem spürt man wunderbar das Unausgesprochene was im Raum steht und auch dass alle eher nebeneinanderher leben als miteinander zu leben. Jede der vier Personen lebt ihr eigenes Leben und hat ihre eigenen Sorgen & Wehwehchen. Nach außen scheint die Familie perfekt - nur hinter den Vorhängen sieht man, wie alles nach und nach aus den Fugen läuft. Beim Lesen hat es sich so angefühlt, als würde ich die Familie kennen oder sogar mit ihnen beim Abendessen sitzen. Für mich eine rundum ehrliche und berührende Geschichte, die sich so oder so ähnlich hätte abspielen können. Kira Mohn hat es wieder einmal geschafft, mich von Anfang an abzuholen und mich total zu fesseln! ⛓️💥Die Familie Holtstein wird noch lange einen Platz in meinen Gedanken haben 💭 Den einzigen Abzug gibt’s von mir für das abrupte & offene Ende. Es hat sich einerseits in gewisser Weise angebahnt, war dann für mich jedoch trotzdem etwas (zu) plötzlich. Ich hätte mir eine bessere Einbettung in die Geschichte gewünscht und vielleicht auch einen kleinen Hoffnungsschimmer oder einen Blick in die Zukunft (z. B. in Form eines Epilogs). Für mich war die Geschichte außerdem gegen Ende etwas overpaced, weil alle Leben gleichzeitig entgleist sind, da wären vielleicht 50-100 Seiten mehr gar nicht verkehrt gewesen, um das ganze etwas zu entzerren und dadurch realistischer zu machen. ⭐️ F A Z I T Eine Geschichte, die Sogwirkung entfaltet, sich langsam aufbaut und immer mehr Fahrt aufnimmt - bis hin zur Eskalation. Eine berührende und tiefgründige Erzählung , die sich genau so in der Realität hätte abspielen können und zum Nachdenken anregt! Von mir gibt’s 4,5 ⭐️ !
Tolles Hörbuch, gibt einem zu Denken
Tolle Geschichte, wie gewohnt von der Autorin ♥️ Einblicke in das Alltagsleben einer Familie. Wenn auch sehr vollgepackt mit „normalen“ /gravierenden Problemen die sich hoffentlich nicht alle innerhalb einer Familie abspielen, war es sehr unterhaltsam und auch emotional. Aber ganz packen konnte es mich nicht. Dafür war es mir zu krass was jedes Familienmitglied erlebt.
Eine Familie, wie es sie sicher tausendfach da draußen gibt. Ein erfolgreicher Mann, eine berufstätige Frau, eine 16-jährige Tochter im Übergang vom Mädchen zur Frau, ein 19-jähriger Sohn, der noch nach dem richtigen Weg sucht. Wir lernen alle kennen. Zumindest glauben wir das. Alles fein, alle glücklich, oder zumindest zufrieden. Kira Mohn stellt uns in der ersten Hälfte des Romans jede Figur langsam und leise vor. Die Kapitel sind dabei immer einer der Personen gewidmet und man meint manchmal, da zwischen den Zeilen etwas zu erkennen, was nicht ganz passt. Unterschwellige Bemerkungen, die uns ahnen lassen, dass Alex, sich als Geldverdiener und Ernährer der Familie nicht genugt gewürdigt fühlt, seine Frau, nicht körperlich, aber mit Worten klein hält und gleichzeitig gern mal einen Blick auf die eigenen Kolleginnen wirft. Nina selbst hat das Gefühl, in ihrem Leben festzustecken, die emotionale Bindung zu Alex verloren zu haben. Kommt da noch was? Merkt jemand, wenn sie weg bleibt? Tochter Emilia ist verliebt, beginnt auf Parties zu gehen. Der Wunsch dazu zu gehören und die eigene Scham vor dem Erlebten lassen sie verschlossen werden. Und Sohn Ben? Abi in der Tasche, Studium begonnen, zu viel am zocken, zu viel vor dem PC. Aber die innere Leere ist raumfüllend, wünscht er sich doch nichts sehnlicher als auch endlich mal von einer Frau gemocht zu werden, Chancen zu haben. Da kommt ein Online-Guru, der Macher Adrian gerade recht mit seinen Tipps. Wie Kira Mohn die Figuren entstehen und uns ihre Köpfe schauen lässt, das hat mir gut gefallen. Sie spricht die klassischen Rollenbilder an, hinterfragt gesellschaftliche Erwartungen. Das Ende kommt jedoch ein wenig abrupt und lässt Fragen offen. Ich habe es gern gehört, an den wuchtigen Vorgänger 'Die Nacht der Bärin' kommt es für mich allerdings leider nicht ran.

















































