Die Nacht der Bärin
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Description
Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir leid.
Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten.
Eine packende und bildgewaltige Erzählung, die nachhallt.
Book Information
Author Description
Kira Mohn, 1972 geboren, ist eine deutsche Bestsellerautorin. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Unglaublich gut geschrieben. Unerträglich schmerzhaft. Unfassbar packend.
Mein erster Buch von Kira Mohn und gleich ein Highlight! Die vielen guten Rezensionen habe ich natürlich vor ab wahrgenommen und trotzdem habe ich nicht mit so einem starken Roman gerechnet. Sehr Tiefgründig, Aussagestark und Berührend. Man muss wissen das es hier um häusliche Gewalt geht, deshalb auch mit Vorsicht zu genießen. Wenn man sich aber Mental stark fühlt ist es ein Buch das man sich nicht entgehen lassen sollte.

"Als die Bärin über die graue Wasseroberfläche in ihre Richtung sah, wandte Maja den Blick nicht ab. Freunde, dachte sie. Wir sind deine Freunde, du musst keine Angst vor uns haben."
Kein Wohlfühlbuch, da es aneckt und mitunter auch bei den Lesenden blaue Flecken hinterlässt. Dieses Buch macht häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Kindesmissbrauch, Kindeswohlgefährdung und auch Selbstjustiz zum Thema. Ich kann und möchte darüber keine übliche Rezension schreiben. Der Schreibstil war meins, einfühlsam und voller sprachlicher Bilder. Die Flucht der beschriebenen Schwestern in ihre ganz eigene Fantasiewelt hat mich Beklommenheit spüren lassen, weil sich hinter der nächsten Ecke unfassbares Grauen offenbart. Der Buchtitel ist für mich ein kleines Meisterwerk. Es werden so viele, auch philosophisch zu diskutierende, Fragen aufgeworfen. Was kann ein einzelner Mensch tragen? Wann macht man sich an einem anderen Menschen schuldig? Wer trägt die Schuld? Was ist man bereit zu verzeihen? Kann Mord/ Totschlag Notwehr sein? Jeder Lesende muss sich hier sein eigenes Bild machen. ~Hilfetelefon >Gewalt gegen Frauen< unter der Rufnummer: 116 016. Das Beratungsangebot ist anonym, kostenfrei, barrierefrei und in derzeit 18 Sprachen verfügbar. Rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. "Die Bärin bewegte sich nicht, doch Maja meinte ganz deutlich, eine Antwort in ihrem Kopf zu fühlen, wie einen dunklen, warmen Ton, bei dem sich alle Sinne entspannten."

Dies war mein erstes Buch von Kira Mohn und gleich mit einer tiefsinnig, beeindruckenden Geschichte. Aufmerksam wurde ich auf den Roman bei reado zuerst nur wegen des hübschen Covers. Aber dann war da so viel mehr. Warum zerfällt eine Familie? Jules Freund Japer wurde im Streit gewalttätig. Erschrocken, erschüttert und verletzt fährt sie in ihrer Elternhaus um darüber nachzudenken. Sie sucht den richtigen Weg für oder gegen eine gemeinsame Zukunft. Was sie dann von ihrer Mutter erfährt, ist erschütternd und verstörend. Ich habe nicht gedacht, dass sich mir hier so eine tiefgehende Geschichte auftut. Erschreckend, berührend. Die Auswirkungen von Femizid in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das hat mich sehr bewegt. Vergebung, Verdrängung, Verarbeitung und Hoffnung. Über all dies erzählt die Autorin in dieser Geschichte. Es gelingt ihr, dies so anrühren zu tun, dass ich das Buch kaum unterbrechen konnte. Interessant auch die allein stehenden Sätze zwischen den kurzen Kapiteln, die abwechselnd und fortlaufend aus Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Auch ihr Schreibstil, die Charaktere und das Setting haben mir ausgezeichnet gefallen. Ich werde nach mehr Literatur von Kira Mohn Ausschau halten.
Verstörend und sehr traurig 😢
Zu diesem Buch fehlt eindeutig eine Triggerwarnung ‼️❌ Bitte lest es nicht, wenn ihr mit häuslicher und familiärer Gewalt nicht umgehen könnt oder ihr sowas einfach nicht lesen möchtet ‼️ Ich bin zutiefst schockiert, traurig und wütend, welche Geschichte uns Kira Mohn hier erzählt hat 😭 Es war ein extrem guter Schreibstil und authentisch, greifbar, ehrlich und unfassbar spannend bis zum Schluss 🥺 Ein sehr wichtiges Buch, über ein sehr sensibles und traumatisches Thema und trotzdem absolut richtig und wichtig 🙏 Ich bin irgendwie immer noch sprachlos und es regt sehr zum Nachdenken an. Ein Buch was lange nachhallen wird 😮💨
Nachdem ich in letzter Zeit viele lange Bücher gelesen habe, habe ich zu diesem Buch gegriffen, weil ich dachte mit unter 300 Seiten wäre es ein kleiner Snack für zwischendurch. 📚🍿 Ich war sowas von nicht vorbereitet auf all das, was da an Gefühlen und Tiefe drinsteckt! Ich hab das Buch gestern Abend angefangen und nachts komplett durchgelesen. Das war eine emotionale Reise. Ich war stellenweise so wütend! 🌙🖤 Die Erzählweise in zwei Zeitebenen habe ich sehr gemocht. Die Vergangenheit ist wirklich schwer, roh und erschütternd. Die Autorin scheut sich nicht vor schwierigen, ernsthaften Themen wie häuslicher Gewalt, Trauma und Familientabus und macht daraus eine Geschichte über Schmerz, Mut und der Frage, wie sich Vergangenheit auf die Gegenwart auswirkt. Es war für nicht leicht zu lesen, aber gerade deswegen bleibt es mir im Kopf und im Herzen. 🩹💔

Krass gutes Buch über ein sehr wichtiges Thema.
Warum bin ich bei diesem Buch gelandet? Ich weiß es ehrlicherweise gar nicht so richtig und es steht in totalem Gegensatz zu der cosy Wohlfühlromance, die ich in letzter Zeit so gelesen habe. Aber es behandelt ein so unendlich wichtiges Thema und ist dabei so packend und mitreißend geschrieben, dass ich es - kaum dass ich einmal angefangen hatte - nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es geht um häusliche Gewalt, nicht nur an Frauen, sondern auch an Kindern. Trotz des schweren Themas ist es phasenweise sehr poetisch, immer einfühlsam und teilweise aus der Sichtweise eines 12jährigen Mädchens erzählt. Ich finde es super wichtig, dass über diese Thematik gesprochen und geschrieben wird. Und kann daher nur sagen: lest dieses Buch! Es ist düster und hart und sicherlich eher nicht das, was man am 10. Geburtstag seiner Tochter so nebenbei lesen sollte: oder vielleicht doch! Weil es so unglaublich wichtig ist gerade auch Töchter für dieses Thema zu sensibilisieren. Und deshalb muss man vielleicht manchmal selbst in den glücklichen Momenten des Lebens daran erinnert werden, dass es auch komplett anders laufen könnte.
*Highlight auch wenn es weh tut*
Jules Leben gerät aus dem Gleichgewicht und sie zieht sich in ihr Elternhaus zurück. Als ihre Großmutter stirbt, wird sie mit der Familiengeschichte ihrer Mutter konfrontiert – einer Vergangenheit, deren Grausamkeit sie lange nicht kannte. Was folgt, ist keine Flucht, sondern eine Auseinandersetzung mit dem, was verschwiegen wurde. Der Roman verhandelt innere Zerrissenheit, traumatische Erfahrungen und den Prozess der Selbstermächtigung. Im Zentrum steht eine junge Frau, die sich belastenden Erinnerungen, Schuldgefühlen und existenziellen Ängsten stellen muss. Die äußere Handlung verbindet sich mit einer symbolischen Ebene – besonders im Motiv der Bärin. Sie steht für Stärke und Gefahr, für Schutz und Wildheit. Für das, was man in sich trägt. Der bildhafte, klare Schreibstil von Kira Mohn hat mich sofort erreicht. Die Geschichte hat mich so hineingezogen, dass ich den Roman in eineinhalb Tagen gelesen habe. Es gab Szenen, die weh getan haben. Die grausam waren. Und trotzdem – oder gerade deshalb – gehört dieses Buch für mich zu meinen Highlights. Es zeigt Schwäche und Stärke nebeneinander. Das Wegrennen. Und das Bleiben. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil dieser Roman nicht beschönigt – aber Hoffnung zulässt. #DieNachtDerBärin #KiraMohn #Highlight #SchmerzUndStärke #BleibenStattFliehen

Ruhig, spannend, tragisch und authentisch
Die Autorin schafft es in einem Buch so viele Emotionen und Stimmungen zu erzeugen, das ist unglaublich faszinierend. Obwohl das Buch insgesamt, allein aufgrund der Thematik, eher ruhig und düster ist, hat sich in mir trotzdem ein Gemisch aus Neugier, Spannung und Anspannung aufgebaut. Es war beinahe erlösend, zu erfahren, wie es in der Vergangenheit weiterging, was wirklich passiert und das so lange gehütete Familiengeheimnis ist… Völlig unvorhergesehen kamen so einige Entwicklungen nicht. Andere Momente im Buch haben mich dagegen enorm schockiert und sprachlos zurückgelassen - und ich muss sagen: Ich bin froh, dass mich solche Familiengeschichten jedes Mal aufs Neue so sehr bewegen, denn beruflich habe ich sehr oft schon Ähnliches, zum Teil noch viel detaillierter, gehört…es wäre schlimm, daran abzustumpfen, denn jedes Schicksal ist einzigartig und wichtig. Der Schreibstil ist toll, die Protagonistin sympathisch, sodass ich schnell abgetaucht bin und das Buch an einem Nachmittag verschlungen habe. Auch der Wechsel aus Heute und Damals (nicht explizit gekennzeichnet) war sehr angenehm, trug sicher zur ansteigenden Spannung mit bei. Und auch, wenn vieles recht implizit und eher vage blieb, habe ich als Leserin doch schnell eine sehr deutliche Vorstellung erhalten, was in der Vergangenheit innerhalb der Familie passiert ist. An der Stelle kann ich den Wunsch nach Triggerwarnungen also sehr gut nachvollziehen. Insgesamt ein unheimlich authentisches Werk. 4,5/5 ⭐️ sehr lesenswertes, wenn auch bedrückendes Buch - ich kann es nur empfehlen!
„Es war ein interessanter Gedanke, nur einen Satz vom sicheren Tod entfernt zu sein.“ 💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔
"DIE NACHT DER BÄRIN" ist eine tief berührende und zugleich schockierende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Zum einen treffen wir in der Gegenwart auf Jule, die zutiefst schockiert ist von dem jüngsten Geschehnissen in ihrer doch eigentlich glücklichen Beziehung. Und gleichzeitig kommt die tragische Vergangenheit ihrer Mutter ans Licht. Jule flieht aus ihrer Wohnung und sucht Zuflucht bei ihren Eltern. Im Schutz ihres liebevollen Elternhauses, will sie sich über einige Dinge klar werden und genau dort beginn des ersten Erzählstrang. Im zweiten Erzählstrang, vor über 30 Jahren, erleben wir die Kindheit von Jules Mutter und deren Schwester. Die Kindheit der beiden Schwestern, war von heftiger familiärer Gewalt geprägt. Kira Mohn schreibt hier sehr detailliert und authentisch. Schnell ist man mitten im Geschehen und wird zum stillen Beobachte der Gewaltexzesse des Vaters und dies muss man aushalten können. Weshalb eine Triggerwarnungen sicher angebracht wäre. Der Autorin gelingt es nämlich ziemlich gut die Brutalität dieser Übergriffe deutlich, beinahe spürbar zu machen. Jedes einzelne Kapitel hat mich fassungslos zurückgelassen und Wut war mein ständiger Begleiter in diesem Buch. Ich kann die Nacht der Bärin absolut jedem empfehlen, der Themen wie sexuellen Missbrauch und brutalste Gewalt in der Familie aushalten kann. Dennoch weiß ich nicht, wie ich Jules Verhalten letztlich empfinde soll. Denn so nachvollziehbar der Drang ist, die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter verstehen zu wollen, so übergriffig ist auch ihr Verhalten. Denn Jules Mutter möchte aus gutem Grund die Vergangenheit ruhen lassen. Dennoch, trotz diesem kleinen Kritikpunkt, ist das Buch von höchster Dringlichkeit und beinhaltet eine unglaublich wichtige Massage. Denn, wer einmal die Grenze überschreitet, die Hand erhebt, wird es immer wieder tun! Deshalb 4,5 🌟 für diesen unsagbar guten Roman.

"Die Kinder treiben mich in den Wahnsinn." Nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund, flüchtet sich Jule zu ihren Eltern um Abstand zu gewinnen, denn es blieb nicht bei einer verbalen Auseinandersetzung. Jasper ist handgreiflich geworden, hat Jule sogar getreten. Die Eltern, besonders der Vater bedeuten Geborgenheit und Heimat. Doch an diesem Tag klingelt das Telefon und ihre Mutter ist erschüttert, Jules Oma ist gestorben. Eine Oma, die Jule nie kennengelernt hat. "Du tust was ich dir sage." Jule fährt mit ihrer Mutter zu deren Elternhaus und hofft ihrer Mutter ein paar Informationen entlocken zu können. Wer waren die Großeltern und warum wurde der Kontakt komplett abgebrochen? Nach und nach kommt eine erschütternde Geschichte ans Licht. Der Vater gewalttätig und boshaft. Die Mutter hilf- und machtlos. Die Kinder Anna und Maja verängstigt und verprügelt, auch psychisch. Flucht bietet den Mädchen der Wald und seine Märchen von Feen und einer starken, schützenden Bärin, die sie sich ausdenken. "Hab ich dir das erlaubt?" Jedem Kapitel, abwechselnd von der 12-jährigen Maja und der erwachsenen Jule erzählt, steht ein Satz vor. Ein knapper Vorwurf, der unter die Haut geht. Warum hatte die Großmutter ihren Kindern nicht beigestanden? Warum sich nicht gewehrt? Und auch Jule muss darüber entscheiden, ob sie zu Jasper zurückkehren möchte. Es war doch schließlich nur einmal passiert, ein Ausrutscher. "Du treibst mich doch dazu." Toll zu lesende harte Kost. Ein wichtiges Thema schonungslos erzählt und bitter in seiner Realität. Wer das lesen kann, unbedingt lesen!
Ein Buch, das mich länger begleiten wird
Zuerst möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen: Bitte lest es nicht wenn ihr mit Gewalt im häuslichen und familiären Setting getriggert seit oder es einfach nicht ertragen könnt. Also das Buch hat mich echt fassungslos, wütend, traurig und schmerzerfüllt zurückgelassen. Es macht deutlich das manche Frauen einfach nicht die Kraft oder auch den Mut haben, sich von einem Psychopathen als Mann zu trennen. Und noch schlimmer finde ich es, das meistens auch die Kinder darunter leiden müssen und das ihr ganzen Leben lang. Der Schreibstil phänomenal, flüssig und sehr realitätsnah. Die kurzen Kapitel gefallen mir richtig gut. Das Cover mega schön.🐻💜 Der Inhalt tut sein übriges und muss unbedingt raus in die Welt geteagen werden. Klare Leseempfehlung von mir✨

Kein einfaches Thema, dennoch war das Buch packend und grandios!
Puuuuh. Die "Nacht der Bärin" war definitiv keine einfache Kost... Die Geschichte selbst ist mega gut, ausdrucksstark und flüssig geschrieben, mit den immer passenden Rückblickend am rechten Ort. Dadurch konnte man sich jederzeit in die jeweilige Situation reinversetzen, mitfühlen, mitleiden und auch absolut wütend werden. Irgendwie konnte man auch erahnen, wo die Reise hingehen würde - bis zu einem bestimmten Moment, der einem den Boden unter den Füßen wegzieht und einen Fassungslos und mit Tränen auf die Seite blicken lässt. Lesenswerte und wichtige Geschichte, denn häusliche Gewalt ist nix was man unter den Teppich kehren darf! Man muss es aber auch aushalten können und sich der Thematik gewachsen fühlen.
,,Du verdienst es, geliebt zu werden."
Ein unglaubliches realistisches und herzzerreißendes Buch, dass einen mehr als einmal zum Weinen bringt. Für mich ist es eigentlich ein 6 Sterne Buch. Wir folgen hier zwei Zeitlinen. Einmal Jule, die bei ihren Eltern zu Besuch ist, nachdem sie sich mit ihren Freund gestritten hat und vom Tod ihrer Oma erfährt. Diese hat sie jedoch nie kennengelernt und möchte dies nun im Haus ihrer Oma tun, wobei sich ihre Mutter dabei sehr seltsam verhält. Zudem folgen wir der 12 Jährigen Maya. Diese lebt mit ihrer Familie in einem Haus mit Wald und See. Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie bis hin zum dramatischen Ende. Das Hörbuch hat mir unglaublich gut gefallen. Die Gefühle und die Atmosphäre wurde sehr gut rübergebracht. Vorallem die Sicht von Maya ist so viel schockierender. ,,Die Nacht der Bärin" ist unglaublich tiefgründig und zeigt wie viel hinter geschlossenen Türen passiert. Allein die Zitate bzw. Sätze, die man vor jeden Kapitel sieht, zeigt was für ein schleichenden Prozess häusliche Gewalt ist. Ich kann auch jeden empfehlen das Nachwort zu lesen, damit man ebenfalls seine Gedankengänge und die eigene Einstellung zu dem Thema reflektieren kann.
Jule fährt nach einem handgreiflich gewordenen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Dort möchte sie erstmal zur Ruhe kommen und überlegen wie es weitergeht. Als ein unerwarteter Anruf für ihre Mutter kommt, bröckelt die sonst so gut aufrecht erhaltene Fassade und die Mutter bekommt eine Nachricht, die sie nicht so recht verarbeiten kann. Jule begibt sich zusammen mit ihrer Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit und versucht Antworten zu finden auf die immer mehr werdenden Fragen. Wir tauchen ein in ein Leben voller Gewalt, Schmerz und Demütigungen verbunden mit Sprach- und Hilflosigkeit. Dieses Buch hat es in sich! Ein schweres Thema aber so toll umgesetzt, dass ich immer weiter lesen musste. Es war spannend, fesselnd und emotional. Die Autorin erschafft authentische und nachvollziehbare Charaktere. Die Mädchen so verschieden aber jede für sich so liebenswert, die Mutter wirkte immer etwas abwesend und unnahbar und der Vater ist ein Mensch, dem man sich unterordnen musste. Die Wut und Hilflosigkeit der beiden Mädchen war so deutlich spürbar. Man ist als Leser einfach nur fassungslos, weil es diese und ähnliche Situationen leider viel zu oft gibt. Irgendwann sind bei mir dann auch alle Dämme gebrochen und die Tränen liefen nur so. Das Buch hat mich komplett auseinandergenommen. Ein großes Dankeschön auch an Kira Mohn für das Nachwort. Da ist sehr gut beschrieben warum Frauen meistens nicht einfach so gehen. Lest dieses Buch!!!
Auch mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ein sehr schwieriges und für Betroffene oftmals schambehaftetes Thema, das die Geschichte hier beinhaltet. Hier wird mal wieder sehr deutlich wie sehr Kinder unter gewaltvollem Verhalten leiden ( sei es das aktive, in dem Fall der Vater, oder das passive, in dem Fall die Mutter) und sich Schutzmechanismen entwickeln, die als solches oftmals gar nicht erkannt werden. Wichtige Thematik die hier sehr eindrücklich erzählt wird.
Diese Geschichte hat mich eiskalt erwischt und beim Lesen für einen sehr festen Kloß im Hals gesorgt, der sich auch mit der letzten Seite nicht befreien konnte. Man kann von Triggerwarnungen halten was man will aber ich denke hier wäre diese nicht nur angebracht, sondern Pflicht! Vergebe dennoch 5 Sterne, da mich die dargestellten Schicksale sehr ergriffen haben und ich die Metapher der Bärin sehr gut dargestellt empfand.
"Die Nacht der Bärin" ist eine düstere und tragische Familiengeschichte, die mir unter die Haut ging. Es ist ein schwieriges Thema. Die Geschichte wirkt sehr authentisch und regt zum Nachdenken an. Leider gibt es häusliche Gewalt und Gewalt gegen Kinder viel zu oft auch in der realen Welt. Das Nachwort fand ich ich auch sehr gut, viele urteilen und verstehen nicht, warum Frauen in solchen Verhältnissen bleiben. Doch man steckt da nicht drin. Ein sehr gutes Buch das nachhallt.
Ein sehr wichtiges Buch welches mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird.
Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war geschockt von dem was ich gelesen habe. Vorweg muß einmal gesagt werden, es geht in dem Buch im häusliche Gewalt auch den eigenen Kindern gegenüber und eine Triggerwarnung wäre bei diesem Buch notwendig gewesen. Leider fehlt diese. Das Buch ist nicht für schwache Nerven und das was man hier liest muss erst verarbeitet werden. Die Autorin schafft es die Geschichte im zwei Zeitebenen so authentisch aber auch bildlich zu erzählen und sie schreckt vor nichts zurück. Lest dieses Buch, aber bitte nicht wenn Ihr mit dem Thema nicht so gut umgehen könnt. Mich hat es definitiv sehr aufgewühlt und zum nachdenken gebracht. Das Nachwort der Autorin ist sehr wichtig, denn würde mir so etwas passieren ... Ich wäre definitiv sofort weg. 📚💞
Highlight!
Triggerwarnung- Häusliche Gewalt Der Titel kommt banal daher, dahinter verbirgt sich eine stark erzählte Geschichte zweier Schwestern, deren Vater ein Tyrann ist. In der zweiten Erzählebene wird Jule begleitet, deren Freund sie geschlagen hat und sie um Vergebung anbettelt. Sprachlich gewaltig und subtil erzähltKira Mohn von Gewalt und dem Schrecken der Angst. Absolut stark!
Krasses Buch
Mir würde das nicht so gehen. Ich würde mich befreien.. das sind wohl die Gedanken, die man als „normale „ Person hat.. aber jeder der mal Gewalt erlebt hat, weiß, so einfach ist die Geschichte nicht.. Dieses Buch ist echt harte Kost. Aber wenn es nur einer Seele hilft, sich vielleicht doch zu befreien und irgendwie um Hilfe zu bitten.. ist es doch was wert.. Vielleicht hilft so ein Buch auch, dass man etwas genauer hin sieht und Hilfe anbietet.. ein sehr wichtiges Thema..
Darum geht es: Nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund flüchtet die 26-jährige Jule zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Die junge Frau braucht dringend Abstand, Ruhe und Zeit, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Als eine Nachricht vom Tod Jules Großmutter mütterlicherseits eintrifft, die sie nur von den jährlichen Geburtstagskarten kennt, ist Jule verwundert über die schockierte, aber dennoch abgeklärte Reaktion ihrer Mutter. Plötzlich wird ihr auch bewusst, dass ihre Mutter nie von ihrer Kindheit, geschweige denn von ihrer Großmutter erzählt hat. Gemeinsam mit ihrer Mutter sucht sie das Haus der verstorbenen alten Frau auf, um den Nachlass zu regeln und zu ordnen. Dabei stößt Jule auf ein dunkles und erschütterndes Geheimnis. Mein Leseeindruck: Die Autorin Kira Mohn hat einen schonungslosen, ehrlichen und bildgewaltigen Schreibstil. Der Roman hat mich von Beginn an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. „Die Nacht der Bärin" wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart lernen wir Jule kennen, die nach dem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern flieht. Und in der Vergangenheit erfahren wir, was Jules Mutter Anna in ihren Kinder- und Jugendjahren erleben und aushalten musste. Der Roman hat mich eiskalt erwischt, weil ich nie mit einer so heftigen, brutalen Geschichte gerechnet hatte. Die Autorin hat mich an meine Schmerzgrenze gebracht. Sie hat den Geschehnissen eine laute, starke Stimme gegeben. Bei vielen Szenen musste ich innehalten und durchatmen. Gerne hätte ich Jules Mutter in ihrer Kindheit aus der einen oder anderen Situation gerettet. Gewalt und Missbrauch in der Familie sind ein ungemütliches, aber sehr wichtiges Thema. Eine nicht leichte Lektüre, dennoch absolut lesenswert! Fazit: 5/5 ⭐️ Eine Geschichte, die mich an meine Schmerzgrenze gebracht hat. Eine Lektüre, die jeder lesen sollte. Empfehlung von Herzen ♥️

Wenn ich 10 Sterne vergeben könnte, würde ich es tun!
Dieses Buch hat mich sämtliche Emotionen durchleben lassen. Irre! Weltklasse! Es geht um Gewalt in der Familie, kindeswohlgefährdung im vollen Ausmaß. Schwierig zu lesen, wenn man selbst insofern erfahrene Fachkraft ist - und sich Kinderschutz auf die Fahne schreibe. Wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, tut es das. Wut, Traurigkeit und Fassungslosigkeit. Aber auch unglaubliche Erleichterung als das Buch zum Ende war!
In Die Nacht der Bärin steht die junge Jule im Mittelpunkt, deren Leben durch den Tod ihrer Großmutter eine dramatische Wendung nimmt. Jule reist in das alte Heimatdorf der Mutter, um sich von ihrer Oma verabschieden, und wird dort mit ihrer komplizierten Familiengeschichte konfrontiert. Besonders die Beziehung zwischen Jule und ihrer Mutter ist schwierig, denn sie hat Jule nie viel über ihre eigene Vergangenheit erzählt. Als Jule nach und nach in die Geschichte ihrer Mutter eintaucht, kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. Sie erfährt von den schweren Misshandlungen, die ihre Mutter in ihrer Jugend durchlebt hat, und versteht dadurch mehr über das schwierige Verhältnis zwischen ihnen. Diese Enthüllungen zwingen Jule, sich nicht nur mit der Vergangenheit ihrer Mutter, sondern auch mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Parallel zu dieser emotionalen Reise bietet die raue Natur des ländlichen Dorfes eine atmosphärische Kulisse, die das Gefühl von Isolation und Entfremdung verstärkt, aber auch einen Raum für Heilung und Selbstfindung eröffnet. Das Buch behandelt schwierige Themen wie familiäre Traumata, Missbrauch und den Umgang mit Schmerz, während es gleichzeitig aufzeigt, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu verstehen, um in der Gegenwart Frieden zu finden. Insgesamt ist *"Die Nacht der Bärin"* eine berührende Geschichte über die komplexe Beziehung zwischen Müttern und Töchtern, das Aufdecken schmerzhafter Wahrheiten und den langen Weg zur Heilung.
Gibt es eigentlich etwas, das Kira Mohn nicht schreiben kann??? Erst kürzlich ihre RomCom gelesen & geliebt, jetzt dieses Werk, das mich ebenfalls überzeugen konnte. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich diese Art der Geschichten nicht immer ganz greifen kann, aber Kira Mohn ist es gelungen, mich zu packen. Die Geschichte war roh, emotional, eindringlich und sehr besonders. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es eine sehr schwere Thematik aufgreift, die ich von der Autorin super umgesetzt fand, aber man wird nicht durch eine TW vorgewarnt, was ich schade vom Verlag und in Anbetracht des Themas problematisch finde… Vielleicht kann man dies in einer weiteren Auflage noch hinzufügen. Trotzdem muss ich zugeben, dass es mir persönlich- ich habe aber auch keine trigger (!) - sehr gut gefallen hat, völlig ahnungslos in dieses Buch zu starten. Es hat mich bewegt, wie die Autorin diese Geschichte erzählt, wie sie sie durch Atmosphäre sowie Sprache wirken lässt. Sowieso halte ich Kira Mohn für die Königin der Atmosphäre- und was im Bereich Wohlfühlen kann, kann sie auch in die andere Richtung. Es war beklemmend, trotzdem an einigen Stellen schön. Es tat weh, war traurig & wütend machend, aber auch berührend. Keine leichte Kost, wie gesagt, aber das behandelte Thema ist unglaublich eindringlich beschrieben, wichtig & wirkte auf mich sehr authentisch. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der zwei Zeitebenen, dessen Zusammenhang sich erst nach und nach erschließt. Die Handlung war für mich zwar relativ vorhersehbar, hatte aber dennoch eine sehr intensive Wirkung auf mich. Die Charaktere gefielen mir ebenfalls, wobei ich hier sagen muss, dass mir der letzte Funke Verbundenheit gefehlt hat. Das kann aber daran liegen, dass das Genre für mich noch ‚neu‘ ist. Vielleicht ist das auch so ein Buch, das man mehrmals lesen müsste, um es ganz zu durchdringen. Emotional erwischt hat es mich dennoch, nur eben nicht ganz so doll wie gedacht. Alles in allem eine große Leseempfehlung, falls ihr über das Thema lesen könnt!🫶🏼 4,5/5⭐️
„Na wenn ich das wäre, ich würde mich sofort trennen“ …. So leicht gesagt … Schwer - schlimm und so nahe an der Realität von vielen vielen Frauen und Kindern
In diesem Buch schreibt Kira Mohn über eine Familiengeschichte die mehr als schwer zu verdauen ist. Das Buch hat eine unfassbar detaillierte und sehr teilweise poetische Sprache. Gerade diese steht oft in sehr angenehmer Weise im Kontrast zu den vielen schweren Themen, die darin vorkommen. Jule erforscht durch den Tod ihrer Oma, die Geschichte ihrer Mutter und ihrer Tante. Dabei lesen wir aus der Perspektive von Jule in der Gegenwart, sowie aus der Perspektive ihrer Tante vor vielen Jahren. Dabei stößt man als Leserin/Leser auf ganz viele unangenehme Situationen, die teilweise wirklich schwer auszuhalten sind. Und dennoch finde ich dieses Buch extrem wertvoll und aktueller denn je! Wir sprechen in diesem Buch von körperlicher Gewalt psychischer Gewalt und noch viel mehr. Ich als Betroffene einer sehr ähnlichen Kindheit, hätte mir tatsächlich gewünscht, dass ein paar Worte mehr als kleine Warnung darin stehen. Daher einen halben Stern Abzug.
Eine Familiengeschichte die unter die Haut geht.
Ich habe dieses tolle Buch bei einer Verlosung auf Instagram gewonnen und zusammen mit meiner Freundin im Rahmen eines Buddyreads gelesen. „Du verdienst es, geliebt zu werden“ Diese Zeile geht mir besonders nah, da ich selbst oft mit mir kämpfe und sie perfekt zu diesem Buch passt. Es ist mein erstes Buch von der Autorin Kira Mohn, und ich bin einfach fasziniert. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn ich in den ersten Kapiteln etwas durcheinander kam. Dann begriff ich, dass es sich um Zeitsprünge handelte. Ab diesem Punkt flog ich durch die Kapitel, auch wenn sich mir zunehmend mehr Fragen stellten, wohin die Geschichte eigentlich führt. Je mehr ich las, desto interessanter und emotionaler wurde es. Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Jule und ihrer Mutter Anna war so authentisch und realistisch geschrieben, dass ich die gleiche Verbindung auch zu meiner eigenen Mutter spürte – es traf mich direkt ins Herz. Jule möchte die Geschichte ihrer Mutter besser verstehen, doch da Anna sich so sehr in sich selbst verschließt, kann ich Jules Neugier sehr gut nachvollziehen. Jules Neugier ist auch meine. Ich hätte mich genauso wie sie verhalten und versucht, alles über die Vergangenheit herauszufinden: Was ist passiert? Warum? Weshalb? Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, aber bitte seid euch bewusst, dass es schwierige Themen behandelt. Überlegt gut, ob ihr emotional bereit dafür seid, es zu lesen. Es hat mich persönlich tief berührt, und ich musste meine Tränen zurückhalten.
Absolute Leseempfehlung.
Diese Geschichte wühlt auf, geht tief und lässt einen lange nicht los. Wer Kira Mohn von ihren New Adult Romanen kennt und eine leichte Geschichte erwartet, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Auf diese Geschichte muss man sich einlassen. Sie verstehen. Thematisch schwere Kost, die täglich in der Gesellschaft stattfindet. Die Autorin schafft es auf kurzen, knappen 300 Seiten den Leser eine Bindung zu den Protagonisten aufbauen zu lassen, die jegliche Emotionen hervorruft. Trauer, Angst, Wut, aber vor allem Hilflosigkeit. Wer bis zum Nachwort die Tragweite der Problematik nicht verstanden hat, wird es spätestens hier tun. Auf zwei Zeitebenen verwebt die Autorin eine Familiengeschichte, die wirklich bildgewaltig ist und kaum Zeit zum Luftholen lässt. Ruhepol ist der Wald, der Anna und ihrer Schwester Maja in der Vergangenheit eine Stütze ist, und eine wichtige Rolle in der Geschichte einnimmt. Was es mit der Bärin eigentlich wirklich auf sich hat, begreift man erst am Schluss so richtig, aber dann mit allen Emotionen. Die kurzen Zitate vor jedem Kapitel führen dem Leser nochmal vor Augen wie dramatisch das Thema ist und wie leise es anfängt. Was hier aber leider gänzlich fehlt, und in meinen Augen aber zwingend benötigt wird, ist eine Triggerwarnung. Für mich war dieses Buch mit eines der besten, welches ich dieses Jahr gelesen habe.
Ich bin immer noch ein wenig sprachlos und weiß nicht recht wie ich eineRezession schreiben soll ohne zu Spoilern. Nur so viel, es geht um zwei Schwestern welche ungeschützt durch ihre hilflose Mutter mit einem gewalttätigen, übergriffigem Vater aufwachsen. Ich hab beim lesen teilweise richtigen Hass auf diesen Mann empfunden und auch die Untätigkeit der Mutter hat mich fertig gemacht.
Heftig und mit Nachhall
Diesem Buch fehlt eindeutig eine Triggerwarnung: ‼️⚠️ Häusliche/Familiäre Gewalt/Missbrauch wer darauf sensibel reagiert sollte das Buch evtl nicht lesen. Ansonsten ist es wahnsinnig gut geschrieben und veranschaulicht sehr deutlich was verbale und körperliche Gewalt in der Familie mit den Beteiligten anrichten.
Vielen Dank an @sagaegmontdeutschland und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Hörbuchs Inhalt Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. In dem Haus am Dorfrand will sie jetzt bleiben und in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Doch dann ereilt die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter die Familie, und Jule stutzt. Warum hat ihre Mutter nie von der Großmutter oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam das Haus der Großmutter aufräumen, findet Jule Hinweise auf lang zurückliegende Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten. Meinung Das Buch ist in zwei Zeitabschnitte gegliedert. In der Gegenwart lernen wir jule kennen die, nach einem Streit zu ihren Eltern flieht. In der Vergangenheit, erleben wir zwei Mädchen Anna und Marie. Es wird abwechselnd erzählt, die Geschichte verbindet sich an einem bestimmten Zeitpunkt. Das Buch ist teilweise sehr erschütternt, es handelt von Häusliche Gewalt, Erniedrigung, Demütigung gegenüber Partnern und Kindern. Brutal erzählt die Autorin, der schreibstil ist hierbei Leicht. Die Sprache bildhaft. Die vertonung fand ich sehr gelungen. Betroffene rate ich dieses Buch ab, wegen potentiell Triggernde inhalte. Große Lese Empfehlung
Wahnsinnig packend geschrieben, aber definitiv harte Kost. Das Thema muss man schon lesen mögen, ich habe vom Klappentext her weniger erwartet, war aber sehr beeindruckt. Wer vor Themen der häuslichen Gewalt nickt zurückschreckt: Bitte lesen.
. HANDLUNG Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir leid. Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten. MEINUNG Wow! Was für ein Buch. Harte Kost, die mich aber durch den Schreibstil unglaublich in ihren Bann gezogen hat! Es gab immer wieder Stellen, wo ich kurz dachte, dass ich nicht weiterlesen kann. In denen ich mich irgendwie auch gegruselt habe. Aber durch die Erzählweise und den Schreibstil war es so in der Spannung gefangen, dass ich gar nicht anders konnte, als immer weiter zu lesen. Ich mochte, dass die Kapitel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt haben. Ich mochte, dass die Vergangenheit aus Majas Sicht beschrieben war. Ich mochte, wie Kira Mohn ihre Charaktere geformt hat. Sie hatten Tiefe und Authentizität. Sie hatten alles, was es gebraucht hat, um diese Geschichte zu erzählen. Um das Geschehene zu begreifen und auch nicht zu begreifen. Und in Entsetzen zu erstarren, um zu bangen, um mitzufühlen, um zu hoffen. Ein unglaubliches Buch. Ein Buch, das man nicht mal so schnell lesen kann, weil es auch danach noch beschäftigt. Ein Buch, das nicht unterhält, aber wichtiges erzählt. Ein Buch, das bewegt, trotz der Schokmomente und der inneren Anspannung, die ich gefühlt habe. Es ist aber auch ein Buch, für das und dessen Ernsthafigkeit man bereit sein muss. Auch wenn der Klappentext das nicht verschweigt, hatte ich es nicht ganz so "krass" erwartet. Aber genau das, hat es auch so gut gemacht. Wer sich darauf einlassen kann und Bücher dieser Art mag, sollte es unbedingt lesen. 5 ⭐

Eine laute und wichtige Botschaft!
**** Worum geht es? **** Wie schlimm muss ein Streit eskalieren, damit man davonläuft? Jule findet Zuflucht bei ihren Eltern und erfährt so einiges aus der Vergangenheit ihrer Mutter und Großmutter. Wird sich das Schicksal über Generationen hinweg wiederholen? **** Mein Eindruck **** Ich habe das Buch mit Tränen geschlossen. Vor Freude, vor Schmerz – einfach weil ich mich bewegt und als Teil des Ganzen gefühlt habe. Die Botschaft brilliert auf der letzten Seite, und das Ende hätte nicht treffender formuliert sein können. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin ein Fan von ihrem feinen Gespür für die Figuren und dem nach und nach Entfalten einer Geschichte. Trotzdem hatte ich zu Beginn ein Problem mit den zwei Zeitebenen. Zum einen fand ich es nicht gut kenntlich gemacht im Printexemplar, und zum anderen konnte mich die Vergangenheit zunächst nicht packen. Das erledigte sich bald, und der Zusammenhang wurde ersichtlich, doch ein anderer Einstieg wäre angenehmer gewesen. Basierend darauf würde ich dem Buch normalerweise 3 Sterne geben, aber wie zu Beginn eingeleitet, flossen die Emotionen am Ende ganz und gar über, und es ist und bleibt schlichtweg etwas Besonderes, wenn ein Buch das schafft. **** Empfehlung? **** Im Sinne der Botschaft – dass man es verdient, geliebt zu werden, und Gewalt niemals richtig ist – lohnt es sich, die Geschichte unter Beachtung der Trigger zu lesen. Die Geschichte bestärkt und ist damit etwas sehr Wertvolles!
Ein literarisches Meisterwerk das an die Nieren geht
Stundenlang am Tisch sitzen Keine eigene Meinung haben dürfen Gehorchen Lieb sein Nichts falsch machen Einschätzen können Aushalten Still sein Das ist der Alltag dieser beiden Kinder. Es ist eine verdammt traurige aber realistische Geschichte, die tief bewegt. Mit einem Schreibstil, Metaphern und schriftlichen Bildern, die ich selten heute noch so finde. Ein Buch welches wirklich Potenzial hat ein Klassiker zu werden. Und ich hoffe es so sehr, dass es das einmal wird. Den solche Geschichten sind wichtig. Solche Geschichten müssen gelesen werden. Aber bitte passt immer beim lesen auf euch auf. Auch wenn die Szenen nicht explizit beschrieben sind, ist die Stimmung dunkel und man weiß was in diesem Haus passiert und das ist nichts was ein Kind verdient hat
Ein so wichtiges und gutes Buch, aber es braucht dringend eine Triggerwarnung....
...es ist mir ein Rätsel, dass dies Buch keine Triggerwarnung hat. Nichtsdestotrotz: was für ein unfassbar gutes Buch!!! Lest es... alle sollten es lesen, aber VORSICHT, denn das Thema häusliche Gewalt ist hier, trotz wunderschöner poetischer Sprache, schonungslos!
”Die Nacht der Bärin” von Kira Mohn handelt von Jule, die, nachdem ihr Freund sie in einem Streit misshandelt hat, zu ihren Eltern in ihr altes Zuhause flieht. Dort werden sie über den Tod ihrer Großmutter, zu der Jules Familie keinen Kontakt mehr hat, informiert, was ihre Mutter völlig aus der Bahn wirft. Jule kann sie überreden, in ihr altes Elternhaus zu fahren, um den Nachlass zu sichten, und erfährt dabei Erschreckendes über ihre Familie und reflektiert auch ihre eigene Beziehung. Der Autorin gelingt hier eine einfühlsame Familiengeschichte, die spannend und aufrüttelnd von Misshandlung, Missbrauch und Abhängigkeit erzählt. Als Leser*in ist man dicht am emotionalen Kern der Protagonistinnen, die Teilung in zwei Zeitebenen deckt nach und nach die Geschehnisse sowohl für Jule als auch das Publikum auf. Besonders die ambivalente Beziehung der beiden Schwestern hat Mohn sehr nachvollziehbar und glaubwürdig gestaltet, ebenso die Folgen, die häusliche Gewalt auf Kinder hat. Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema! *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.
„Du verdienst es, geliebt zu werden.“ ⭐
Die Nacht der Bärin ist kein leichtes Buch – im Gegenteil: Ein emotionales und an manchen Stellen schwere Kost. Besonders die Triggerwarnung rund um häusliche Gewalt sollte unbedingt ernst genommen werden. Die letzten Kapitel haben mir wirklich Tränen in die Augen getrieben. Das Buch erzählt nicht einfach nur eine Geschichte – es öffnet den Blick für Themen, über die oft geschwiegen wird. Es zeigt, wie schwer es ist, zu gehen, und dass man niemals von außen beurteilen kann, was in jemandem vorgeht. Gerade deshalb finde ich, sollte jeder dieses Buch einmal gelesen haben – um besser zu verstehen, wie komplex solche Situationen wirklich sind. Es ist eine berührende, wichtige Geschichte, die zeigt, wie stark Frauen sein können – aber auch, wie tief die Wunden gehen. Und sie tut das ehrlich, sensibel und ohne zu beschönigen.
Du verdienst es geliebt zu werden!
⚠️Wichtig: Das Buch enthält mehrere mögliche Trigger – leider gibt es dazu keine Triggerwarnungen im Buch selbst. Kira Mohn schafft mit “Die Nacht der Bärin” einen echten Pageturner, der von der ersten Seite an fesselt. Der großartige Schreibstil, kombiniert mit kurzen Kapiteln, sorgt für ein angenehmes Tempo. Besonders gelungen ist der Perspektivwechsel: Die Gegenwart wird aus Jules Sicht erzählt, während Rückblicke nach und nach die schmerzhafte Vergangenheit ihrer Mutter offenbaren. Die Handlung beginnt, als Jule nach einem Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern fährt. Am nächsten Morgen erfährt ihre Mutter vom Tod von Jules Großmutter – einer Frau, die für Jule kaum existiert hat. Warum nimmt das ihre Mutter so mit? Jules Neugier wächst: Was steckt hinter all dem? Während sie versucht, die Geheimnisse der Vergangenheit zu verstehen, geht es gleichzeitig darum, ihrer Mutter vielleicht ein Stück Heilung zu ermöglichen. Der Roman erzählt die Geschichte mehrerer Frauen einer Familie, die schreckliche Dinge erlebt haben – Erlebnisse, die in unserer Gesellschaft leider oft verdrängt werden. Das Buch ist emotional packend und regt dazu an, über solche oft tabuisierten Themen nachzudenken.
Psychische, physische und sexuelle häusliche Gewalt. Gegen Außen hin scheint alles in bester Ordnung, hinter verschlossener Tür öffnet sich für die Opfer die Hölle auf Erden. So auch bei Jule, deren Freund sie zum ersten Mal tätlich angegriffen hat. Sie kommt bei ihren Eltern unter und erfährt dort, dass ihre Mutter eine Kindheit und Jugend in den gewaltsamen Händen ihres Vaters verbracht hat. Ist dies der Grund warum Anna, Jules Mutter, eine eher zurückhaltende, unnahbare Person ist und warum hat Jule ihre Großmutter nie kennen gelernt und bisher von der Existenz ihrer Tante nichts gewusst? Wird Jule nach all diesen schrecklichen Erkenntnissen zu ihrem Freund zurückkehren? Fazit: Ein sehr aufwühlendes, emotionales und auch tiefgründiges, trauriges und schockierendes Buch. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart durch Jule und in der gewaltsamen Vergangenheit aus Sicht von Maja, Jules Tante. Die Autorin hat diese schweren Themen in ein Buch verpackt, das durch die schönen Beschreibungen des Waldes, in welchem die Protagonisten immer wieder vor dem Alltag fliehen, einem immer wieder Platz zum Atmen macht. Ein Buch das wachrüttelt, ein Buch das zeigt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint und dass Menschen zum Bösen mutieren können. Ein Buch das zeigt wie schwer es für Betroffene ist, aus solchen Situationen zu entkommen und wie die Opfer ein Leben lang unter diesen gewaltsamen Zeiten leiden. Ein Buch, das ich empfehlen kann, wenn mit expliziten Gewaltszenen umgegangen werden kann. Eine Geschichte, die in mir noch länger nachhallen wird.

Ein Roman über ein unbequemes, aber sehr wichtiges Thema, der nachhallt.
Diese Geschichte hat mich sehr aufgewühlt und bewegt. Ab der ersten Seite liegt eine Schwere in jedem Wort und eine leichte Anspannung überkam mich. Der Roman ist einmal in der Gegenwart und in der Vergangenheit. In der Gegenwart lernt man Jule kennen, die liebevolle Eltern hat ,bei denen sie unterkommt, als ihr Freund gewalttätig wurde. Eines Tages wird die Mutter angerufen. Nachricht: ihre Mutter ist gestorben. Die Vergangenheit holt die Familie ein und Jule versucht zu verstehen, was dort alles passiert ist. In der Vergangenheit lernen wir Anna, ihre Schwester und deren Eltern kennen. Anna ist die Mutter von Jule. In diesen Kapiteln erfahren wir Stück für Stück was die dunkle Vergangenheit ist, die Anna mit sich herumträgt. Diese Dynamik macht die Geschichte zu etwas besonderem. Und ich sage euch, die haben mich fertig gemacht. Es wird nichts explizit erzählt, aber man weiss genau,was da abgeht und es ist schrecklich. Das Ende kam für mich nicht sonderlich überraschend, dennoch war es heftig. Auch hier wieder, nicht explizites, aber die Sprache und die Bilder, die verwendet wurden, haben mich kurz erschrocken. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie Kira Mohn es schafft, ohne viel Dramatik, soviel in einem auslösen zu können. Wahrscheinlich,weil vieles im eigenen Kopf passiert. Absolute Kaufempfehlung. Vll mit Triggerwarnung, falls man selbst Opfer von häuslicher Gewalt war.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir leid.
Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten.
Eine packende und bildgewaltige Erzählung, die nachhallt.
Book Information
Author Description
Kira Mohn, 1972 geboren, ist eine deutsche Bestsellerautorin. Bevor sie als freie Journalistin und Texterin arbeitete, hat sie Psychologie und Pädagogik studiert. Heute widmet sie sich ganz ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin und lebt mit ihren Kindern in München.
Posts
Unglaublich gut geschrieben. Unerträglich schmerzhaft. Unfassbar packend.
Mein erster Buch von Kira Mohn und gleich ein Highlight! Die vielen guten Rezensionen habe ich natürlich vor ab wahrgenommen und trotzdem habe ich nicht mit so einem starken Roman gerechnet. Sehr Tiefgründig, Aussagestark und Berührend. Man muss wissen das es hier um häusliche Gewalt geht, deshalb auch mit Vorsicht zu genießen. Wenn man sich aber Mental stark fühlt ist es ein Buch das man sich nicht entgehen lassen sollte.

"Als die Bärin über die graue Wasseroberfläche in ihre Richtung sah, wandte Maja den Blick nicht ab. Freunde, dachte sie. Wir sind deine Freunde, du musst keine Angst vor uns haben."
Kein Wohlfühlbuch, da es aneckt und mitunter auch bei den Lesenden blaue Flecken hinterlässt. Dieses Buch macht häusliche Gewalt, sexualisierte Gewalt, Kindesmissbrauch, Kindeswohlgefährdung und auch Selbstjustiz zum Thema. Ich kann und möchte darüber keine übliche Rezension schreiben. Der Schreibstil war meins, einfühlsam und voller sprachlicher Bilder. Die Flucht der beschriebenen Schwestern in ihre ganz eigene Fantasiewelt hat mich Beklommenheit spüren lassen, weil sich hinter der nächsten Ecke unfassbares Grauen offenbart. Der Buchtitel ist für mich ein kleines Meisterwerk. Es werden so viele, auch philosophisch zu diskutierende, Fragen aufgeworfen. Was kann ein einzelner Mensch tragen? Wann macht man sich an einem anderen Menschen schuldig? Wer trägt die Schuld? Was ist man bereit zu verzeihen? Kann Mord/ Totschlag Notwehr sein? Jeder Lesende muss sich hier sein eigenes Bild machen. ~Hilfetelefon >Gewalt gegen Frauen< unter der Rufnummer: 116 016. Das Beratungsangebot ist anonym, kostenfrei, barrierefrei und in derzeit 18 Sprachen verfügbar. Rund um die Uhr, auch an Wochenenden und Feiertagen. "Die Bärin bewegte sich nicht, doch Maja meinte ganz deutlich, eine Antwort in ihrem Kopf zu fühlen, wie einen dunklen, warmen Ton, bei dem sich alle Sinne entspannten."

Dies war mein erstes Buch von Kira Mohn und gleich mit einer tiefsinnig, beeindruckenden Geschichte. Aufmerksam wurde ich auf den Roman bei reado zuerst nur wegen des hübschen Covers. Aber dann war da so viel mehr. Warum zerfällt eine Familie? Jules Freund Japer wurde im Streit gewalttätig. Erschrocken, erschüttert und verletzt fährt sie in ihrer Elternhaus um darüber nachzudenken. Sie sucht den richtigen Weg für oder gegen eine gemeinsame Zukunft. Was sie dann von ihrer Mutter erfährt, ist erschütternd und verstörend. Ich habe nicht gedacht, dass sich mir hier so eine tiefgehende Geschichte auftut. Erschreckend, berührend. Die Auswirkungen von Femizid in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Das hat mich sehr bewegt. Vergebung, Verdrängung, Verarbeitung und Hoffnung. Über all dies erzählt die Autorin in dieser Geschichte. Es gelingt ihr, dies so anrühren zu tun, dass ich das Buch kaum unterbrechen konnte. Interessant auch die allein stehenden Sätze zwischen den kurzen Kapiteln, die abwechselnd und fortlaufend aus Vergangenheit und Gegenwart erzählen. Auch ihr Schreibstil, die Charaktere und das Setting haben mir ausgezeichnet gefallen. Ich werde nach mehr Literatur von Kira Mohn Ausschau halten.
Verstörend und sehr traurig 😢
Zu diesem Buch fehlt eindeutig eine Triggerwarnung ‼️❌ Bitte lest es nicht, wenn ihr mit häuslicher und familiärer Gewalt nicht umgehen könnt oder ihr sowas einfach nicht lesen möchtet ‼️ Ich bin zutiefst schockiert, traurig und wütend, welche Geschichte uns Kira Mohn hier erzählt hat 😭 Es war ein extrem guter Schreibstil und authentisch, greifbar, ehrlich und unfassbar spannend bis zum Schluss 🥺 Ein sehr wichtiges Buch, über ein sehr sensibles und traumatisches Thema und trotzdem absolut richtig und wichtig 🙏 Ich bin irgendwie immer noch sprachlos und es regt sehr zum Nachdenken an. Ein Buch was lange nachhallen wird 😮💨
Nachdem ich in letzter Zeit viele lange Bücher gelesen habe, habe ich zu diesem Buch gegriffen, weil ich dachte mit unter 300 Seiten wäre es ein kleiner Snack für zwischendurch. 📚🍿 Ich war sowas von nicht vorbereitet auf all das, was da an Gefühlen und Tiefe drinsteckt! Ich hab das Buch gestern Abend angefangen und nachts komplett durchgelesen. Das war eine emotionale Reise. Ich war stellenweise so wütend! 🌙🖤 Die Erzählweise in zwei Zeitebenen habe ich sehr gemocht. Die Vergangenheit ist wirklich schwer, roh und erschütternd. Die Autorin scheut sich nicht vor schwierigen, ernsthaften Themen wie häuslicher Gewalt, Trauma und Familientabus und macht daraus eine Geschichte über Schmerz, Mut und der Frage, wie sich Vergangenheit auf die Gegenwart auswirkt. Es war für nicht leicht zu lesen, aber gerade deswegen bleibt es mir im Kopf und im Herzen. 🩹💔

Krass gutes Buch über ein sehr wichtiges Thema.
Warum bin ich bei diesem Buch gelandet? Ich weiß es ehrlicherweise gar nicht so richtig und es steht in totalem Gegensatz zu der cosy Wohlfühlromance, die ich in letzter Zeit so gelesen habe. Aber es behandelt ein so unendlich wichtiges Thema und ist dabei so packend und mitreißend geschrieben, dass ich es - kaum dass ich einmal angefangen hatte - nicht mehr aus der Hand legen konnte. Es geht um häusliche Gewalt, nicht nur an Frauen, sondern auch an Kindern. Trotz des schweren Themas ist es phasenweise sehr poetisch, immer einfühlsam und teilweise aus der Sichtweise eines 12jährigen Mädchens erzählt. Ich finde es super wichtig, dass über diese Thematik gesprochen und geschrieben wird. Und kann daher nur sagen: lest dieses Buch! Es ist düster und hart und sicherlich eher nicht das, was man am 10. Geburtstag seiner Tochter so nebenbei lesen sollte: oder vielleicht doch! Weil es so unglaublich wichtig ist gerade auch Töchter für dieses Thema zu sensibilisieren. Und deshalb muss man vielleicht manchmal selbst in den glücklichen Momenten des Lebens daran erinnert werden, dass es auch komplett anders laufen könnte.
*Highlight auch wenn es weh tut*
Jules Leben gerät aus dem Gleichgewicht und sie zieht sich in ihr Elternhaus zurück. Als ihre Großmutter stirbt, wird sie mit der Familiengeschichte ihrer Mutter konfrontiert – einer Vergangenheit, deren Grausamkeit sie lange nicht kannte. Was folgt, ist keine Flucht, sondern eine Auseinandersetzung mit dem, was verschwiegen wurde. Der Roman verhandelt innere Zerrissenheit, traumatische Erfahrungen und den Prozess der Selbstermächtigung. Im Zentrum steht eine junge Frau, die sich belastenden Erinnerungen, Schuldgefühlen und existenziellen Ängsten stellen muss. Die äußere Handlung verbindet sich mit einer symbolischen Ebene – besonders im Motiv der Bärin. Sie steht für Stärke und Gefahr, für Schutz und Wildheit. Für das, was man in sich trägt. Der bildhafte, klare Schreibstil von Kira Mohn hat mich sofort erreicht. Die Geschichte hat mich so hineingezogen, dass ich den Roman in eineinhalb Tagen gelesen habe. Es gab Szenen, die weh getan haben. Die grausam waren. Und trotzdem – oder gerade deshalb – gehört dieses Buch für mich zu meinen Highlights. Es zeigt Schwäche und Stärke nebeneinander. Das Wegrennen. Und das Bleiben. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Weil dieser Roman nicht beschönigt – aber Hoffnung zulässt. #DieNachtDerBärin #KiraMohn #Highlight #SchmerzUndStärke #BleibenStattFliehen

Ruhig, spannend, tragisch und authentisch
Die Autorin schafft es in einem Buch so viele Emotionen und Stimmungen zu erzeugen, das ist unglaublich faszinierend. Obwohl das Buch insgesamt, allein aufgrund der Thematik, eher ruhig und düster ist, hat sich in mir trotzdem ein Gemisch aus Neugier, Spannung und Anspannung aufgebaut. Es war beinahe erlösend, zu erfahren, wie es in der Vergangenheit weiterging, was wirklich passiert und das so lange gehütete Familiengeheimnis ist… Völlig unvorhergesehen kamen so einige Entwicklungen nicht. Andere Momente im Buch haben mich dagegen enorm schockiert und sprachlos zurückgelassen - und ich muss sagen: Ich bin froh, dass mich solche Familiengeschichten jedes Mal aufs Neue so sehr bewegen, denn beruflich habe ich sehr oft schon Ähnliches, zum Teil noch viel detaillierter, gehört…es wäre schlimm, daran abzustumpfen, denn jedes Schicksal ist einzigartig und wichtig. Der Schreibstil ist toll, die Protagonistin sympathisch, sodass ich schnell abgetaucht bin und das Buch an einem Nachmittag verschlungen habe. Auch der Wechsel aus Heute und Damals (nicht explizit gekennzeichnet) war sehr angenehm, trug sicher zur ansteigenden Spannung mit bei. Und auch, wenn vieles recht implizit und eher vage blieb, habe ich als Leserin doch schnell eine sehr deutliche Vorstellung erhalten, was in der Vergangenheit innerhalb der Familie passiert ist. An der Stelle kann ich den Wunsch nach Triggerwarnungen also sehr gut nachvollziehen. Insgesamt ein unheimlich authentisches Werk. 4,5/5 ⭐️ sehr lesenswertes, wenn auch bedrückendes Buch - ich kann es nur empfehlen!
„Es war ein interessanter Gedanke, nur einen Satz vom sicheren Tod entfernt zu sein.“ 💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔🖤💔
"DIE NACHT DER BÄRIN" ist eine tief berührende und zugleich schockierende Geschichte, die auf zwei Zeitebenen spielt. Zum einen treffen wir in der Gegenwart auf Jule, die zutiefst schockiert ist von dem jüngsten Geschehnissen in ihrer doch eigentlich glücklichen Beziehung. Und gleichzeitig kommt die tragische Vergangenheit ihrer Mutter ans Licht. Jule flieht aus ihrer Wohnung und sucht Zuflucht bei ihren Eltern. Im Schutz ihres liebevollen Elternhauses, will sie sich über einige Dinge klar werden und genau dort beginn des ersten Erzählstrang. Im zweiten Erzählstrang, vor über 30 Jahren, erleben wir die Kindheit von Jules Mutter und deren Schwester. Die Kindheit der beiden Schwestern, war von heftiger familiärer Gewalt geprägt. Kira Mohn schreibt hier sehr detailliert und authentisch. Schnell ist man mitten im Geschehen und wird zum stillen Beobachte der Gewaltexzesse des Vaters und dies muss man aushalten können. Weshalb eine Triggerwarnungen sicher angebracht wäre. Der Autorin gelingt es nämlich ziemlich gut die Brutalität dieser Übergriffe deutlich, beinahe spürbar zu machen. Jedes einzelne Kapitel hat mich fassungslos zurückgelassen und Wut war mein ständiger Begleiter in diesem Buch. Ich kann die Nacht der Bärin absolut jedem empfehlen, der Themen wie sexuellen Missbrauch und brutalste Gewalt in der Familie aushalten kann. Dennoch weiß ich nicht, wie ich Jules Verhalten letztlich empfinde soll. Denn so nachvollziehbar der Drang ist, die Wahrheit über die Vergangenheit ihrer Mutter verstehen zu wollen, so übergriffig ist auch ihr Verhalten. Denn Jules Mutter möchte aus gutem Grund die Vergangenheit ruhen lassen. Dennoch, trotz diesem kleinen Kritikpunkt, ist das Buch von höchster Dringlichkeit und beinhaltet eine unglaublich wichtige Massage. Denn, wer einmal die Grenze überschreitet, die Hand erhebt, wird es immer wieder tun! Deshalb 4,5 🌟 für diesen unsagbar guten Roman.

"Die Kinder treiben mich in den Wahnsinn." Nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund, flüchtet sich Jule zu ihren Eltern um Abstand zu gewinnen, denn es blieb nicht bei einer verbalen Auseinandersetzung. Jasper ist handgreiflich geworden, hat Jule sogar getreten. Die Eltern, besonders der Vater bedeuten Geborgenheit und Heimat. Doch an diesem Tag klingelt das Telefon und ihre Mutter ist erschüttert, Jules Oma ist gestorben. Eine Oma, die Jule nie kennengelernt hat. "Du tust was ich dir sage." Jule fährt mit ihrer Mutter zu deren Elternhaus und hofft ihrer Mutter ein paar Informationen entlocken zu können. Wer waren die Großeltern und warum wurde der Kontakt komplett abgebrochen? Nach und nach kommt eine erschütternde Geschichte ans Licht. Der Vater gewalttätig und boshaft. Die Mutter hilf- und machtlos. Die Kinder Anna und Maja verängstigt und verprügelt, auch psychisch. Flucht bietet den Mädchen der Wald und seine Märchen von Feen und einer starken, schützenden Bärin, die sie sich ausdenken. "Hab ich dir das erlaubt?" Jedem Kapitel, abwechselnd von der 12-jährigen Maja und der erwachsenen Jule erzählt, steht ein Satz vor. Ein knapper Vorwurf, der unter die Haut geht. Warum hatte die Großmutter ihren Kindern nicht beigestanden? Warum sich nicht gewehrt? Und auch Jule muss darüber entscheiden, ob sie zu Jasper zurückkehren möchte. Es war doch schließlich nur einmal passiert, ein Ausrutscher. "Du treibst mich doch dazu." Toll zu lesende harte Kost. Ein wichtiges Thema schonungslos erzählt und bitter in seiner Realität. Wer das lesen kann, unbedingt lesen!
Ein Buch, das mich länger begleiten wird
Zuerst möchte ich eine Triggerwarnung aussprechen: Bitte lest es nicht wenn ihr mit Gewalt im häuslichen und familiären Setting getriggert seit oder es einfach nicht ertragen könnt. Also das Buch hat mich echt fassungslos, wütend, traurig und schmerzerfüllt zurückgelassen. Es macht deutlich das manche Frauen einfach nicht die Kraft oder auch den Mut haben, sich von einem Psychopathen als Mann zu trennen. Und noch schlimmer finde ich es, das meistens auch die Kinder darunter leiden müssen und das ihr ganzen Leben lang. Der Schreibstil phänomenal, flüssig und sehr realitätsnah. Die kurzen Kapitel gefallen mir richtig gut. Das Cover mega schön.🐻💜 Der Inhalt tut sein übriges und muss unbedingt raus in die Welt geteagen werden. Klare Leseempfehlung von mir✨

Kein einfaches Thema, dennoch war das Buch packend und grandios!
Puuuuh. Die "Nacht der Bärin" war definitiv keine einfache Kost... Die Geschichte selbst ist mega gut, ausdrucksstark und flüssig geschrieben, mit den immer passenden Rückblickend am rechten Ort. Dadurch konnte man sich jederzeit in die jeweilige Situation reinversetzen, mitfühlen, mitleiden und auch absolut wütend werden. Irgendwie konnte man auch erahnen, wo die Reise hingehen würde - bis zu einem bestimmten Moment, der einem den Boden unter den Füßen wegzieht und einen Fassungslos und mit Tränen auf die Seite blicken lässt. Lesenswerte und wichtige Geschichte, denn häusliche Gewalt ist nix was man unter den Teppich kehren darf! Man muss es aber auch aushalten können und sich der Thematik gewachsen fühlen.
,,Du verdienst es, geliebt zu werden."
Ein unglaubliches realistisches und herzzerreißendes Buch, dass einen mehr als einmal zum Weinen bringt. Für mich ist es eigentlich ein 6 Sterne Buch. Wir folgen hier zwei Zeitlinen. Einmal Jule, die bei ihren Eltern zu Besuch ist, nachdem sie sich mit ihren Freund gestritten hat und vom Tod ihrer Oma erfährt. Diese hat sie jedoch nie kennengelernt und möchte dies nun im Haus ihrer Oma tun, wobei sich ihre Mutter dabei sehr seltsam verhält. Zudem folgen wir der 12 Jährigen Maya. Diese lebt mit ihrer Familie in einem Haus mit Wald und See. Sie erzählt die Geschichte ihrer Familie bis hin zum dramatischen Ende. Das Hörbuch hat mir unglaublich gut gefallen. Die Gefühle und die Atmosphäre wurde sehr gut rübergebracht. Vorallem die Sicht von Maya ist so viel schockierender. ,,Die Nacht der Bärin" ist unglaublich tiefgründig und zeigt wie viel hinter geschlossenen Türen passiert. Allein die Zitate bzw. Sätze, die man vor jeden Kapitel sieht, zeigt was für ein schleichenden Prozess häusliche Gewalt ist. Ich kann auch jeden empfehlen das Nachwort zu lesen, damit man ebenfalls seine Gedankengänge und die eigene Einstellung zu dem Thema reflektieren kann.
Jule fährt nach einem handgreiflich gewordenen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Dort möchte sie erstmal zur Ruhe kommen und überlegen wie es weitergeht. Als ein unerwarteter Anruf für ihre Mutter kommt, bröckelt die sonst so gut aufrecht erhaltene Fassade und die Mutter bekommt eine Nachricht, die sie nicht so recht verarbeiten kann. Jule begibt sich zusammen mit ihrer Mutter auf eine Reise in die Vergangenheit und versucht Antworten zu finden auf die immer mehr werdenden Fragen. Wir tauchen ein in ein Leben voller Gewalt, Schmerz und Demütigungen verbunden mit Sprach- und Hilflosigkeit. Dieses Buch hat es in sich! Ein schweres Thema aber so toll umgesetzt, dass ich immer weiter lesen musste. Es war spannend, fesselnd und emotional. Die Autorin erschafft authentische und nachvollziehbare Charaktere. Die Mädchen so verschieden aber jede für sich so liebenswert, die Mutter wirkte immer etwas abwesend und unnahbar und der Vater ist ein Mensch, dem man sich unterordnen musste. Die Wut und Hilflosigkeit der beiden Mädchen war so deutlich spürbar. Man ist als Leser einfach nur fassungslos, weil es diese und ähnliche Situationen leider viel zu oft gibt. Irgendwann sind bei mir dann auch alle Dämme gebrochen und die Tränen liefen nur so. Das Buch hat mich komplett auseinandergenommen. Ein großes Dankeschön auch an Kira Mohn für das Nachwort. Da ist sehr gut beschrieben warum Frauen meistens nicht einfach so gehen. Lest dieses Buch!!!
Auch mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ein sehr schwieriges und für Betroffene oftmals schambehaftetes Thema, das die Geschichte hier beinhaltet. Hier wird mal wieder sehr deutlich wie sehr Kinder unter gewaltvollem Verhalten leiden ( sei es das aktive, in dem Fall der Vater, oder das passive, in dem Fall die Mutter) und sich Schutzmechanismen entwickeln, die als solches oftmals gar nicht erkannt werden. Wichtige Thematik die hier sehr eindrücklich erzählt wird.
Diese Geschichte hat mich eiskalt erwischt und beim Lesen für einen sehr festen Kloß im Hals gesorgt, der sich auch mit der letzten Seite nicht befreien konnte. Man kann von Triggerwarnungen halten was man will aber ich denke hier wäre diese nicht nur angebracht, sondern Pflicht! Vergebe dennoch 5 Sterne, da mich die dargestellten Schicksale sehr ergriffen haben und ich die Metapher der Bärin sehr gut dargestellt empfand.
"Die Nacht der Bärin" ist eine düstere und tragische Familiengeschichte, die mir unter die Haut ging. Es ist ein schwieriges Thema. Die Geschichte wirkt sehr authentisch und regt zum Nachdenken an. Leider gibt es häusliche Gewalt und Gewalt gegen Kinder viel zu oft auch in der realen Welt. Das Nachwort fand ich ich auch sehr gut, viele urteilen und verstehen nicht, warum Frauen in solchen Verhältnissen bleiben. Doch man steckt da nicht drin. Ein sehr gutes Buch das nachhallt.
Ein sehr wichtiges Buch welches mir definitiv im Gedächtnis bleiben wird.
Es war mein erstes Buch der Autorin und ich war geschockt von dem was ich gelesen habe. Vorweg muß einmal gesagt werden, es geht in dem Buch im häusliche Gewalt auch den eigenen Kindern gegenüber und eine Triggerwarnung wäre bei diesem Buch notwendig gewesen. Leider fehlt diese. Das Buch ist nicht für schwache Nerven und das was man hier liest muss erst verarbeitet werden. Die Autorin schafft es die Geschichte im zwei Zeitebenen so authentisch aber auch bildlich zu erzählen und sie schreckt vor nichts zurück. Lest dieses Buch, aber bitte nicht wenn Ihr mit dem Thema nicht so gut umgehen könnt. Mich hat es definitiv sehr aufgewühlt und zum nachdenken gebracht. Das Nachwort der Autorin ist sehr wichtig, denn würde mir so etwas passieren ... Ich wäre definitiv sofort weg. 📚💞
Highlight!
Triggerwarnung- Häusliche Gewalt Der Titel kommt banal daher, dahinter verbirgt sich eine stark erzählte Geschichte zweier Schwestern, deren Vater ein Tyrann ist. In der zweiten Erzählebene wird Jule begleitet, deren Freund sie geschlagen hat und sie um Vergebung anbettelt. Sprachlich gewaltig und subtil erzähltKira Mohn von Gewalt und dem Schrecken der Angst. Absolut stark!
Krasses Buch
Mir würde das nicht so gehen. Ich würde mich befreien.. das sind wohl die Gedanken, die man als „normale „ Person hat.. aber jeder der mal Gewalt erlebt hat, weiß, so einfach ist die Geschichte nicht.. Dieses Buch ist echt harte Kost. Aber wenn es nur einer Seele hilft, sich vielleicht doch zu befreien und irgendwie um Hilfe zu bitten.. ist es doch was wert.. Vielleicht hilft so ein Buch auch, dass man etwas genauer hin sieht und Hilfe anbietet.. ein sehr wichtiges Thema..
Darum geht es: Nach einem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund flüchtet die 26-jährige Jule zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Die junge Frau braucht dringend Abstand, Ruhe und Zeit, darüber nachzudenken, wie es weitergehen soll. Als eine Nachricht vom Tod Jules Großmutter mütterlicherseits eintrifft, die sie nur von den jährlichen Geburtstagskarten kennt, ist Jule verwundert über die schockierte, aber dennoch abgeklärte Reaktion ihrer Mutter. Plötzlich wird ihr auch bewusst, dass ihre Mutter nie von ihrer Kindheit, geschweige denn von ihrer Großmutter erzählt hat. Gemeinsam mit ihrer Mutter sucht sie das Haus der verstorbenen alten Frau auf, um den Nachlass zu regeln und zu ordnen. Dabei stößt Jule auf ein dunkles und erschütterndes Geheimnis. Mein Leseeindruck: Die Autorin Kira Mohn hat einen schonungslosen, ehrlichen und bildgewaltigen Schreibstil. Der Roman hat mich von Beginn an gepackt und bis zum Ende nicht mehr losgelassen. „Die Nacht der Bärin" wird auf zwei Zeitebenen erzählt. In der Gegenwart lernen wir Jule kennen, die nach dem gewalttätigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern flieht. Und in der Vergangenheit erfahren wir, was Jules Mutter Anna in ihren Kinder- und Jugendjahren erleben und aushalten musste. Der Roman hat mich eiskalt erwischt, weil ich nie mit einer so heftigen, brutalen Geschichte gerechnet hatte. Die Autorin hat mich an meine Schmerzgrenze gebracht. Sie hat den Geschehnissen eine laute, starke Stimme gegeben. Bei vielen Szenen musste ich innehalten und durchatmen. Gerne hätte ich Jules Mutter in ihrer Kindheit aus der einen oder anderen Situation gerettet. Gewalt und Missbrauch in der Familie sind ein ungemütliches, aber sehr wichtiges Thema. Eine nicht leichte Lektüre, dennoch absolut lesenswert! Fazit: 5/5 ⭐️ Eine Geschichte, die mich an meine Schmerzgrenze gebracht hat. Eine Lektüre, die jeder lesen sollte. Empfehlung von Herzen ♥️

Wenn ich 10 Sterne vergeben könnte, würde ich es tun!
Dieses Buch hat mich sämtliche Emotionen durchleben lassen. Irre! Weltklasse! Es geht um Gewalt in der Familie, kindeswohlgefährdung im vollen Ausmaß. Schwierig zu lesen, wenn man selbst insofern erfahrene Fachkraft ist - und sich Kinderschutz auf die Fahne schreibe. Wenn man denkt, es kann nicht noch schlimmer kommen, tut es das. Wut, Traurigkeit und Fassungslosigkeit. Aber auch unglaubliche Erleichterung als das Buch zum Ende war!
In Die Nacht der Bärin steht die junge Jule im Mittelpunkt, deren Leben durch den Tod ihrer Großmutter eine dramatische Wendung nimmt. Jule reist in das alte Heimatdorf der Mutter, um sich von ihrer Oma verabschieden, und wird dort mit ihrer komplizierten Familiengeschichte konfrontiert. Besonders die Beziehung zwischen Jule und ihrer Mutter ist schwierig, denn sie hat Jule nie viel über ihre eigene Vergangenheit erzählt. Als Jule nach und nach in die Geschichte ihrer Mutter eintaucht, kommen dunkle Geheimnisse ans Licht. Sie erfährt von den schweren Misshandlungen, die ihre Mutter in ihrer Jugend durchlebt hat, und versteht dadurch mehr über das schwierige Verhältnis zwischen ihnen. Diese Enthüllungen zwingen Jule, sich nicht nur mit der Vergangenheit ihrer Mutter, sondern auch mit ihrer eigenen Identität auseinanderzusetzen. Parallel zu dieser emotionalen Reise bietet die raue Natur des ländlichen Dorfes eine atmosphärische Kulisse, die das Gefühl von Isolation und Entfremdung verstärkt, aber auch einen Raum für Heilung und Selbstfindung eröffnet. Das Buch behandelt schwierige Themen wie familiäre Traumata, Missbrauch und den Umgang mit Schmerz, während es gleichzeitig aufzeigt, wie wichtig es ist, die Vergangenheit zu verstehen, um in der Gegenwart Frieden zu finden. Insgesamt ist *"Die Nacht der Bärin"* eine berührende Geschichte über die komplexe Beziehung zwischen Müttern und Töchtern, das Aufdecken schmerzhafter Wahrheiten und den langen Weg zur Heilung.
Gibt es eigentlich etwas, das Kira Mohn nicht schreiben kann??? Erst kürzlich ihre RomCom gelesen & geliebt, jetzt dieses Werk, das mich ebenfalls überzeugen konnte. Tatsächlich muss ich gestehen, dass ich diese Art der Geschichten nicht immer ganz greifen kann, aber Kira Mohn ist es gelungen, mich zu packen. Die Geschichte war roh, emotional, eindringlich und sehr besonders. Allerdings muss dazu gesagt werden, dass es eine sehr schwere Thematik aufgreift, die ich von der Autorin super umgesetzt fand, aber man wird nicht durch eine TW vorgewarnt, was ich schade vom Verlag und in Anbetracht des Themas problematisch finde… Vielleicht kann man dies in einer weiteren Auflage noch hinzufügen. Trotzdem muss ich zugeben, dass es mir persönlich- ich habe aber auch keine trigger (!) - sehr gut gefallen hat, völlig ahnungslos in dieses Buch zu starten. Es hat mich bewegt, wie die Autorin diese Geschichte erzählt, wie sie sie durch Atmosphäre sowie Sprache wirken lässt. Sowieso halte ich Kira Mohn für die Königin der Atmosphäre- und was im Bereich Wohlfühlen kann, kann sie auch in die andere Richtung. Es war beklemmend, trotzdem an einigen Stellen schön. Es tat weh, war traurig & wütend machend, aber auch berührend. Keine leichte Kost, wie gesagt, aber das behandelte Thema ist unglaublich eindringlich beschrieben, wichtig & wirkte auf mich sehr authentisch. Besonders gelungen fand ich die Darstellung der zwei Zeitebenen, dessen Zusammenhang sich erst nach und nach erschließt. Die Handlung war für mich zwar relativ vorhersehbar, hatte aber dennoch eine sehr intensive Wirkung auf mich. Die Charaktere gefielen mir ebenfalls, wobei ich hier sagen muss, dass mir der letzte Funke Verbundenheit gefehlt hat. Das kann aber daran liegen, dass das Genre für mich noch ‚neu‘ ist. Vielleicht ist das auch so ein Buch, das man mehrmals lesen müsste, um es ganz zu durchdringen. Emotional erwischt hat es mich dennoch, nur eben nicht ganz so doll wie gedacht. Alles in allem eine große Leseempfehlung, falls ihr über das Thema lesen könnt!🫶🏼 4,5/5⭐️
„Na wenn ich das wäre, ich würde mich sofort trennen“ …. So leicht gesagt … Schwer - schlimm und so nahe an der Realität von vielen vielen Frauen und Kindern
In diesem Buch schreibt Kira Mohn über eine Familiengeschichte die mehr als schwer zu verdauen ist. Das Buch hat eine unfassbar detaillierte und sehr teilweise poetische Sprache. Gerade diese steht oft in sehr angenehmer Weise im Kontrast zu den vielen schweren Themen, die darin vorkommen. Jule erforscht durch den Tod ihrer Oma, die Geschichte ihrer Mutter und ihrer Tante. Dabei lesen wir aus der Perspektive von Jule in der Gegenwart, sowie aus der Perspektive ihrer Tante vor vielen Jahren. Dabei stößt man als Leserin/Leser auf ganz viele unangenehme Situationen, die teilweise wirklich schwer auszuhalten sind. Und dennoch finde ich dieses Buch extrem wertvoll und aktueller denn je! Wir sprechen in diesem Buch von körperlicher Gewalt psychischer Gewalt und noch viel mehr. Ich als Betroffene einer sehr ähnlichen Kindheit, hätte mir tatsächlich gewünscht, dass ein paar Worte mehr als kleine Warnung darin stehen. Daher einen halben Stern Abzug.
Eine Familiengeschichte die unter die Haut geht.
Ich habe dieses tolle Buch bei einer Verlosung auf Instagram gewonnen und zusammen mit meiner Freundin im Rahmen eines Buddyreads gelesen. „Du verdienst es, geliebt zu werden“ Diese Zeile geht mir besonders nah, da ich selbst oft mit mir kämpfe und sie perfekt zu diesem Buch passt. Es ist mein erstes Buch von der Autorin Kira Mohn, und ich bin einfach fasziniert. Ihr Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, auch wenn ich in den ersten Kapiteln etwas durcheinander kam. Dann begriff ich, dass es sich um Zeitsprünge handelte. Ab diesem Punkt flog ich durch die Kapitel, auch wenn sich mir zunehmend mehr Fragen stellten, wohin die Geschichte eigentlich führt. Je mehr ich las, desto interessanter und emotionaler wurde es. Die Mutter-Tochter-Beziehung zwischen Jule und ihrer Mutter Anna war so authentisch und realistisch geschrieben, dass ich die gleiche Verbindung auch zu meiner eigenen Mutter spürte – es traf mich direkt ins Herz. Jule möchte die Geschichte ihrer Mutter besser verstehen, doch da Anna sich so sehr in sich selbst verschließt, kann ich Jules Neugier sehr gut nachvollziehen. Jules Neugier ist auch meine. Ich hätte mich genauso wie sie verhalten und versucht, alles über die Vergangenheit herauszufinden: Was ist passiert? Warum? Weshalb? Ich kann dieses Buch nur jedem empfehlen, aber bitte seid euch bewusst, dass es schwierige Themen behandelt. Überlegt gut, ob ihr emotional bereit dafür seid, es zu lesen. Es hat mich persönlich tief berührt, und ich musste meine Tränen zurückhalten.
Absolute Leseempfehlung.
Diese Geschichte wühlt auf, geht tief und lässt einen lange nicht los. Wer Kira Mohn von ihren New Adult Romanen kennt und eine leichte Geschichte erwartet, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Auf diese Geschichte muss man sich einlassen. Sie verstehen. Thematisch schwere Kost, die täglich in der Gesellschaft stattfindet. Die Autorin schafft es auf kurzen, knappen 300 Seiten den Leser eine Bindung zu den Protagonisten aufbauen zu lassen, die jegliche Emotionen hervorruft. Trauer, Angst, Wut, aber vor allem Hilflosigkeit. Wer bis zum Nachwort die Tragweite der Problematik nicht verstanden hat, wird es spätestens hier tun. Auf zwei Zeitebenen verwebt die Autorin eine Familiengeschichte, die wirklich bildgewaltig ist und kaum Zeit zum Luftholen lässt. Ruhepol ist der Wald, der Anna und ihrer Schwester Maja in der Vergangenheit eine Stütze ist, und eine wichtige Rolle in der Geschichte einnimmt. Was es mit der Bärin eigentlich wirklich auf sich hat, begreift man erst am Schluss so richtig, aber dann mit allen Emotionen. Die kurzen Zitate vor jedem Kapitel führen dem Leser nochmal vor Augen wie dramatisch das Thema ist und wie leise es anfängt. Was hier aber leider gänzlich fehlt, und in meinen Augen aber zwingend benötigt wird, ist eine Triggerwarnung. Für mich war dieses Buch mit eines der besten, welches ich dieses Jahr gelesen habe.
Ich bin immer noch ein wenig sprachlos und weiß nicht recht wie ich eineRezession schreiben soll ohne zu Spoilern. Nur so viel, es geht um zwei Schwestern welche ungeschützt durch ihre hilflose Mutter mit einem gewalttätigen, übergriffigem Vater aufwachsen. Ich hab beim lesen teilweise richtigen Hass auf diesen Mann empfunden und auch die Untätigkeit der Mutter hat mich fertig gemacht.
Heftig und mit Nachhall
Diesem Buch fehlt eindeutig eine Triggerwarnung: ‼️⚠️ Häusliche/Familiäre Gewalt/Missbrauch wer darauf sensibel reagiert sollte das Buch evtl nicht lesen. Ansonsten ist es wahnsinnig gut geschrieben und veranschaulicht sehr deutlich was verbale und körperliche Gewalt in der Familie mit den Beteiligten anrichten.
Vielen Dank an @sagaegmontdeutschland und @netgalleyde für die zur Verfügungsstellung des Hörbuchs Inhalt Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. In dem Haus am Dorfrand will sie jetzt bleiben und in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Doch dann ereilt die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter die Familie, und Jule stutzt. Warum hat ihre Mutter nie von der Großmutter oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam das Haus der Großmutter aufräumen, findet Jule Hinweise auf lang zurückliegende Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten. Meinung Das Buch ist in zwei Zeitabschnitte gegliedert. In der Gegenwart lernen wir jule kennen die, nach einem Streit zu ihren Eltern flieht. In der Vergangenheit, erleben wir zwei Mädchen Anna und Marie. Es wird abwechselnd erzählt, die Geschichte verbindet sich an einem bestimmten Zeitpunkt. Das Buch ist teilweise sehr erschütternt, es handelt von Häusliche Gewalt, Erniedrigung, Demütigung gegenüber Partnern und Kindern. Brutal erzählt die Autorin, der schreibstil ist hierbei Leicht. Die Sprache bildhaft. Die vertonung fand ich sehr gelungen. Betroffene rate ich dieses Buch ab, wegen potentiell Triggernde inhalte. Große Lese Empfehlung
Wahnsinnig packend geschrieben, aber definitiv harte Kost. Das Thema muss man schon lesen mögen, ich habe vom Klappentext her weniger erwartet, war aber sehr beeindruckt. Wer vor Themen der häuslichen Gewalt nickt zurückschreckt: Bitte lesen.
. HANDLUNG Es tut mir leid. Es tut mir leid. Es tut mir leid. Die sechsundzwanzigjährige Jule flüchtet nach einem heftigen Streit mit ihrem Freund aus der gemeinsamen Wohnung. Niemals hätte geschehen dürfen, was geschehen ist. Bei ihren Eltern will sie in Ruhe entscheiden, wie es weitergehen soll. Dann trifft die Nachricht vom Tod ihrer Großmutter ein, und damit tun sich Abgründe auf. Warum hat Jules Mutter nie von ihr oder der eigenen Kindheit erzählt? Als sie gemeinsam den Nachlass der Großmutter in dem Haus am Waldrand ordnen, findet Jule Spuren lang zurückliegender Ereignisse, die bis in die Gegenwart hinein ihre zerstörerische Macht entfalten. MEINUNG Wow! Was für ein Buch. Harte Kost, die mich aber durch den Schreibstil unglaublich in ihren Bann gezogen hat! Es gab immer wieder Stellen, wo ich kurz dachte, dass ich nicht weiterlesen kann. In denen ich mich irgendwie auch gegruselt habe. Aber durch die Erzählweise und den Schreibstil war es so in der Spannung gefangen, dass ich gar nicht anders konnte, als immer weiter zu lesen. Ich mochte, dass die Kapitel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit gewechselt haben. Ich mochte, dass die Vergangenheit aus Majas Sicht beschrieben war. Ich mochte, wie Kira Mohn ihre Charaktere geformt hat. Sie hatten Tiefe und Authentizität. Sie hatten alles, was es gebraucht hat, um diese Geschichte zu erzählen. Um das Geschehene zu begreifen und auch nicht zu begreifen. Und in Entsetzen zu erstarren, um zu bangen, um mitzufühlen, um zu hoffen. Ein unglaubliches Buch. Ein Buch, das man nicht mal so schnell lesen kann, weil es auch danach noch beschäftigt. Ein Buch, das nicht unterhält, aber wichtiges erzählt. Ein Buch, das bewegt, trotz der Schokmomente und der inneren Anspannung, die ich gefühlt habe. Es ist aber auch ein Buch, für das und dessen Ernsthafigkeit man bereit sein muss. Auch wenn der Klappentext das nicht verschweigt, hatte ich es nicht ganz so "krass" erwartet. Aber genau das, hat es auch so gut gemacht. Wer sich darauf einlassen kann und Bücher dieser Art mag, sollte es unbedingt lesen. 5 ⭐

Eine laute und wichtige Botschaft!
**** Worum geht es? **** Wie schlimm muss ein Streit eskalieren, damit man davonläuft? Jule findet Zuflucht bei ihren Eltern und erfährt so einiges aus der Vergangenheit ihrer Mutter und Großmutter. Wird sich das Schicksal über Generationen hinweg wiederholen? **** Mein Eindruck **** Ich habe das Buch mit Tränen geschlossen. Vor Freude, vor Schmerz – einfach weil ich mich bewegt und als Teil des Ganzen gefühlt habe. Die Botschaft brilliert auf der letzten Seite, und das Ende hätte nicht treffender formuliert sein können. Ich habe schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin ein Fan von ihrem feinen Gespür für die Figuren und dem nach und nach Entfalten einer Geschichte. Trotzdem hatte ich zu Beginn ein Problem mit den zwei Zeitebenen. Zum einen fand ich es nicht gut kenntlich gemacht im Printexemplar, und zum anderen konnte mich die Vergangenheit zunächst nicht packen. Das erledigte sich bald, und der Zusammenhang wurde ersichtlich, doch ein anderer Einstieg wäre angenehmer gewesen. Basierend darauf würde ich dem Buch normalerweise 3 Sterne geben, aber wie zu Beginn eingeleitet, flossen die Emotionen am Ende ganz und gar über, und es ist und bleibt schlichtweg etwas Besonderes, wenn ein Buch das schafft. **** Empfehlung? **** Im Sinne der Botschaft – dass man es verdient, geliebt zu werden, und Gewalt niemals richtig ist – lohnt es sich, die Geschichte unter Beachtung der Trigger zu lesen. Die Geschichte bestärkt und ist damit etwas sehr Wertvolles!
Ein literarisches Meisterwerk das an die Nieren geht
Stundenlang am Tisch sitzen Keine eigene Meinung haben dürfen Gehorchen Lieb sein Nichts falsch machen Einschätzen können Aushalten Still sein Das ist der Alltag dieser beiden Kinder. Es ist eine verdammt traurige aber realistische Geschichte, die tief bewegt. Mit einem Schreibstil, Metaphern und schriftlichen Bildern, die ich selten heute noch so finde. Ein Buch welches wirklich Potenzial hat ein Klassiker zu werden. Und ich hoffe es so sehr, dass es das einmal wird. Den solche Geschichten sind wichtig. Solche Geschichten müssen gelesen werden. Aber bitte passt immer beim lesen auf euch auf. Auch wenn die Szenen nicht explizit beschrieben sind, ist die Stimmung dunkel und man weiß was in diesem Haus passiert und das ist nichts was ein Kind verdient hat
Ein so wichtiges und gutes Buch, aber es braucht dringend eine Triggerwarnung....
...es ist mir ein Rätsel, dass dies Buch keine Triggerwarnung hat. Nichtsdestotrotz: was für ein unfassbar gutes Buch!!! Lest es... alle sollten es lesen, aber VORSICHT, denn das Thema häusliche Gewalt ist hier, trotz wunderschöner poetischer Sprache, schonungslos!
”Die Nacht der Bärin” von Kira Mohn handelt von Jule, die, nachdem ihr Freund sie in einem Streit misshandelt hat, zu ihren Eltern in ihr altes Zuhause flieht. Dort werden sie über den Tod ihrer Großmutter, zu der Jules Familie keinen Kontakt mehr hat, informiert, was ihre Mutter völlig aus der Bahn wirft. Jule kann sie überreden, in ihr altes Elternhaus zu fahren, um den Nachlass zu sichten, und erfährt dabei Erschreckendes über ihre Familie und reflektiert auch ihre eigene Beziehung. Der Autorin gelingt hier eine einfühlsame Familiengeschichte, die spannend und aufrüttelnd von Misshandlung, Missbrauch und Abhängigkeit erzählt. Als Leser*in ist man dicht am emotionalen Kern der Protagonistinnen, die Teilung in zwei Zeitebenen deckt nach und nach die Geschehnisse sowohl für Jule als auch das Publikum auf. Besonders die ambivalente Beziehung der beiden Schwestern hat Mohn sehr nachvollziehbar und glaubwürdig gestaltet, ebenso die Folgen, die häusliche Gewalt auf Kinder hat. Ein tolles Buch zu einem wichtigen Thema! *Das Hörbuch wurde mir kostenfrei von netgalley zur Verfügung gestellt.
„Du verdienst es, geliebt zu werden.“ ⭐
Die Nacht der Bärin ist kein leichtes Buch – im Gegenteil: Ein emotionales und an manchen Stellen schwere Kost. Besonders die Triggerwarnung rund um häusliche Gewalt sollte unbedingt ernst genommen werden. Die letzten Kapitel haben mir wirklich Tränen in die Augen getrieben. Das Buch erzählt nicht einfach nur eine Geschichte – es öffnet den Blick für Themen, über die oft geschwiegen wird. Es zeigt, wie schwer es ist, zu gehen, und dass man niemals von außen beurteilen kann, was in jemandem vorgeht. Gerade deshalb finde ich, sollte jeder dieses Buch einmal gelesen haben – um besser zu verstehen, wie komplex solche Situationen wirklich sind. Es ist eine berührende, wichtige Geschichte, die zeigt, wie stark Frauen sein können – aber auch, wie tief die Wunden gehen. Und sie tut das ehrlich, sensibel und ohne zu beschönigen.
Du verdienst es geliebt zu werden!
⚠️Wichtig: Das Buch enthält mehrere mögliche Trigger – leider gibt es dazu keine Triggerwarnungen im Buch selbst. Kira Mohn schafft mit “Die Nacht der Bärin” einen echten Pageturner, der von der ersten Seite an fesselt. Der großartige Schreibstil, kombiniert mit kurzen Kapiteln, sorgt für ein angenehmes Tempo. Besonders gelungen ist der Perspektivwechsel: Die Gegenwart wird aus Jules Sicht erzählt, während Rückblicke nach und nach die schmerzhafte Vergangenheit ihrer Mutter offenbaren. Die Handlung beginnt, als Jule nach einem Streit mit ihrem Freund zu ihren Eltern fährt. Am nächsten Morgen erfährt ihre Mutter vom Tod von Jules Großmutter – einer Frau, die für Jule kaum existiert hat. Warum nimmt das ihre Mutter so mit? Jules Neugier wächst: Was steckt hinter all dem? Während sie versucht, die Geheimnisse der Vergangenheit zu verstehen, geht es gleichzeitig darum, ihrer Mutter vielleicht ein Stück Heilung zu ermöglichen. Der Roman erzählt die Geschichte mehrerer Frauen einer Familie, die schreckliche Dinge erlebt haben – Erlebnisse, die in unserer Gesellschaft leider oft verdrängt werden. Das Buch ist emotional packend und regt dazu an, über solche oft tabuisierten Themen nachzudenken.
Psychische, physische und sexuelle häusliche Gewalt. Gegen Außen hin scheint alles in bester Ordnung, hinter verschlossener Tür öffnet sich für die Opfer die Hölle auf Erden. So auch bei Jule, deren Freund sie zum ersten Mal tätlich angegriffen hat. Sie kommt bei ihren Eltern unter und erfährt dort, dass ihre Mutter eine Kindheit und Jugend in den gewaltsamen Händen ihres Vaters verbracht hat. Ist dies der Grund warum Anna, Jules Mutter, eine eher zurückhaltende, unnahbare Person ist und warum hat Jule ihre Großmutter nie kennen gelernt und bisher von der Existenz ihrer Tante nichts gewusst? Wird Jule nach all diesen schrecklichen Erkenntnissen zu ihrem Freund zurückkehren? Fazit: Ein sehr aufwühlendes, emotionales und auch tiefgründiges, trauriges und schockierendes Buch. Das Buch wird auf zwei Zeitebenen erzählt, in der Gegenwart durch Jule und in der gewaltsamen Vergangenheit aus Sicht von Maja, Jules Tante. Die Autorin hat diese schweren Themen in ein Buch verpackt, das durch die schönen Beschreibungen des Waldes, in welchem die Protagonisten immer wieder vor dem Alltag fliehen, einem immer wieder Platz zum Atmen macht. Ein Buch das wachrüttelt, ein Buch das zeigt, dass nicht immer alles so ist, wie es scheint und dass Menschen zum Bösen mutieren können. Ein Buch das zeigt wie schwer es für Betroffene ist, aus solchen Situationen zu entkommen und wie die Opfer ein Leben lang unter diesen gewaltsamen Zeiten leiden. Ein Buch, das ich empfehlen kann, wenn mit expliziten Gewaltszenen umgegangen werden kann. Eine Geschichte, die in mir noch länger nachhallen wird.

Ein Roman über ein unbequemes, aber sehr wichtiges Thema, der nachhallt.
Diese Geschichte hat mich sehr aufgewühlt und bewegt. Ab der ersten Seite liegt eine Schwere in jedem Wort und eine leichte Anspannung überkam mich. Der Roman ist einmal in der Gegenwart und in der Vergangenheit. In der Gegenwart lernt man Jule kennen, die liebevolle Eltern hat ,bei denen sie unterkommt, als ihr Freund gewalttätig wurde. Eines Tages wird die Mutter angerufen. Nachricht: ihre Mutter ist gestorben. Die Vergangenheit holt die Familie ein und Jule versucht zu verstehen, was dort alles passiert ist. In der Vergangenheit lernen wir Anna, ihre Schwester und deren Eltern kennen. Anna ist die Mutter von Jule. In diesen Kapiteln erfahren wir Stück für Stück was die dunkle Vergangenheit ist, die Anna mit sich herumträgt. Diese Dynamik macht die Geschichte zu etwas besonderem. Und ich sage euch, die haben mich fertig gemacht. Es wird nichts explizit erzählt, aber man weiss genau,was da abgeht und es ist schrecklich. Das Ende kam für mich nicht sonderlich überraschend, dennoch war es heftig. Auch hier wieder, nicht explizites, aber die Sprache und die Bilder, die verwendet wurden, haben mich kurz erschrocken. Ich finde es wirklich bemerkenswert, wie Kira Mohn es schafft, ohne viel Dramatik, soviel in einem auslösen zu können. Wahrscheinlich,weil vieles im eigenen Kopf passiert. Absolute Kaufempfehlung. Vll mit Triggerwarnung, falls man selbst Opfer von häuslicher Gewalt war.























































