Die Riesinnen
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Description
»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«
Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.
In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.
»Hier schreibt zweifellos jemand, der Sprache liebt, auch ihre regionale Färbung.« Amonte Schröder-Jürss, ZEIT-Online
»Der zauberhafte Roman ›Die Riesinnen‹ von Hannah Häffner wird für Furore sorgen.« Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung
»Neue deutsche Heimatliteratur auf den Spuren Dörte Hansens.« Denis Scheck
Book Information
Author Description
Hannah Häffner wurde 1985 in Heidelberg geboren. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften begann sie, als Werbetexterin zu arbeiten und sich parallel dazu verstärkt dem Schreiben zu widmen. Heute lebt sie mit ihrer Familie als freie Texterin und Schriftstellerin in der Nähe von Stuttgart.
Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Posts
Ganz toll!
„Ich hab sie lang vermisst“, sagt er dann „aber irgendwann vergeht es, es hört einfach auf. Das ist dann das Schlimmste, wenn es nicht mehr wehtut. Dann ist es doch erst vorbei.“ So ein wertvolles Buch mit ganz tollen, starken Frauen. Ich mochte die einzelnen Geschichten der drei so gerne, aber auch ihre gemeinsame war total beeindruckend. Das Buch ist ruhig und total atmosphärisch. Kennt ihr das, wenn ihr euch einfach wohl fühlt beim lesen? So ging es mir die ganze Zeit.🥺 Ich kann das Buch nur empfehlen!

Mir hat es gefallen 🤍
✨Rezensionsexemplar✨ Heute habe ich eine „ältere“ Rezension für Euch, denn das Buch habe ich im Vormonat gelesen. Diese Geschichte hatte augenblicklich (okay nach 3 Seiten 🫠) eine Sogwirkung auf mich und Protagonistin Liese werde ich niemals vergessen können. Das ist kein Buch für zwischendurch und ich empfehle definitiv, in die Leseprobe reinzuschauen. ✨Zitate: „Dieser Wald, der von den Flanken ewig heranrollt, in einem Schwarz, das seinen Launen folgt. Mal ist es dunkelgrün, mal schmutzig grau, mal reines, abgrundtiefes Schwarz, die Abwesenheit aller Farben. Dieser Wald, den man nicht aus sich herausbekommt, auch wenn man ihn verlässt. Der wurzelt, unter dem Herzen, hinter den Lungen, und man hört ihn deiner Sprache an und sieht ihn in deinen Augen.“ „Auf dem Weg zur Schule hält Cora ihre Hand fest umklammert. Der Ranzen sieht riesig aus, steht links und rechts weit über.“ ✨Inhalt: Liese, Cora und Eva. Sie sind größer als andere und dünner. Ihre Heimat ist der Schwarzwald. Ihre Geschichte ist dort tief verwurzelt. Man kennt sie in Wittenmoos, aber für Akzeptanz mussten sie lange kämpfen… ✨Meinung Die Geschichte erstreckt sich über drei Generationen, beginnend in den 60er Jahren, mit mini Rückblicken in die 50er und reicht bis in die Gegenwart. Das Setting Wittenmoos liegt tief im Schwarzwald (eines meiner liebsten Settings für Thriller oder auch Familiendramen) und überzeugt zu 100%. Wir begleiten die drei Frauen, beginnend mit Liese, die die Weichen stellt für ihre Tochter Cora und ihre Enkelin Eva. Allen Frauen sind ihre roten Locken und eine dünne und lange Körpergröße gemein, dafür sind die berühmt, die Riesinnen eben… Die ersten paar Seiten muß man überwinden, Es fängt sehr poetisch an... Aber danach, ich schwöre es, habe ich mich in den Schreibstil und die „erste“ der drei Protagonistinnen VERLIEBT. Mein erstes Buch der Autorin ist daher eine absolute Bereicherung für mich gewesen! Viele Situationen haben mich zu Tränen gerührt, die Geschichte an sich ist vielleicht nicht neu, aber die Erzählweise der Autorin ist besonders und mitreißend. Ich habe kaum bis wenig Kritik, aber wenn ich etwas benennen müsste, dann würde ich sagen, dass für mich der Übergang von Cora als Kind zu Cora als junge Frau sehr schnell gegangen ist (zu schnell), da bin ich emotional nicht ganz mitgekommen und habe erst später wieder Anschluss gekriegt, als Eva dann auch schon da war. Zwischendurch gab es auch immer mal kleinere Situationen über die „zu einfach“ drüber weggegangen wurde, aber die meisten finden gegen Ende noch Erwähnung und werden noch aufgeklärt, so dass ich insgesamt absolut zufrieden bin. ✨Fazit Das ist ein ganz wunderbares Buch, zu dem es viel zu sagen gibt. Ich habe es sehr gern gelesen und habe insbesondere zu Liese ein enges Verhältnis aufbauen können. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4,5/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Puh, mal wieder so ein Buch das von allen gehyped wird und von dem man nur 5-Sterne-Bewertungen liest. Oft wird die tolle Sprache gelobt. Ja, die ist sehr atmosphärisch aber dafür fehlt es mir meiner Meinung nach ganz schön an Handlung. Mir ist eine spannende Geschichte auf jeden Fall hundertmal lieber als eine schöne Sprache. 🙄 Aber das ist ja Geschmacksache.
Bestes Buch in diesem Jahr!
Ich habs sehr genossen und ich hatte für mich eine neue Eingebung. Die Geschichte hat mich selbst wachsen lassen und den Wunsch nach mehr Langsamkeit und Genügsamkeit in dieser schelllebigen und konsumgeprägten Welt verstärkt. Ich liebe alle 3 Riesinnen gleich viel. Das Buch hats unter den Top 10 Büchern die ich jemals gelesen habe geschafft.
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Die Riesinnen ist ein Buch, das vor allem durch seine Sprache auffällt. Hannah Häffner schreibt sehr poetisch und schafft immer wieder schöne, fast märchenhafte Bilder. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen und sorgt für eine besondere Atmosphäre. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung stellenweise zu sehr in die Länge, sodass ich beim Lesen manchmal das Gefühl hatte, nicht richtig voranzukommen. Dadurch hat das Buch für mich etwas an Spannung verloren. Insgesamt fand ich Die Riesinnen okay: sprachlich sehr schön, aber erzählerisch für mich etwas zu langatmig. Deshalb war es für mich kein Jahreshighlight, auch wenn ich den poetischen Stil der Autorin durchaus schätzen konnte.

Ein klar komponierter Generationenroman über drei Frauen, deren Lebensläufe enger ineinandergreifen, als es zunächst scheint. Liese, Cora und Eva – drei Riesbergerinnen, drei sehr unterschiedliche Strategien, mit den Zumutungen ihrer Zeit umzugehen. Liese verkörpert eine Haltung des Annehmens: kein Ausbruch, kein offener Widerstand – und doch eine leise, stetige Selbstüberschreitung. Cora steht für den Versuch des Bruchs. Sie wollte weg, ist zurückgekehrt, und ringt sich ihre Stärke auf einem härteren Weg ab. Eva schließlich gehört zu einer Generation mit mehr Möglichkeiten, aber weniger Gewissheiten. Gerade diese Offenheit überfordert sie; die Endgültigkeit von Entscheidungen trifft sie stärker als ihre Vorgängerinnen. Anders als Liese und Cora hatte sie nie den Drang zu gehen – und genau darin liegt ihr Konflikt. Die große Stärke des Romans liegt in der dichten Verwebung dieser drei Biografien. Die Übergänge sind fließend, die Bindungen so eng, dass kaum Raum für Außenstehende bleibt. Das erzeugt Nähe, aber auch Reibung: Als Leser möchte man die Figuren bisweilen schütteln, hinterfragt gleichzeitig die eigenen Kompromisse und misst die eigene Standfestigkeit an ihrer. Stilistisch ist das Buch bemerkenswert geradlinig: klar, schnörkellos, nüchtern – und gerade dadurch wirkungsvoll. Es verzichtet auf Pathos und gewinnt daraus Präzision. Thematisch greift es die Lebensrealitäten von Frauen über drei Generationen hinweg auf: Zeiten eingeschränkter Rechte, männliches Fehlverhalten, das oft hingenommen werden musste – und dennoch eine Form von Liebe, die weitergegeben wird, trotz allem. Ein leises, aber nachhaltiges Buch. Kein großes Auftrumpfen, sondern ein präzises Erzählen über Stärke, Anpassung und Weitergabe. Eines der eindrücklichsten Leseerlebnisse der letzten Zeit.
"Er sagt, dass es nur etwas Gutes sein könne, wenn Heimat etwas ist, wofür man sich entscheidet."
Ein sehr stilles und atmosphärisches Buch. Man begleitet drei Frauen über drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten in ihren Voraussetzungen und Wesen und die trotzdem eines eint: die Suche nach Freiheit und Zuhause. Die drei Frauen haben mich schwer beeindruckt, jede auf ihre Weise. Jeder neue Generationenabschnitt hatte wieder seinen eigenen Charakter und seine eigene Rolle in der Handlung. Sprachlich ein absolutes Meisterwerk. Hallt noch lange nach und hat es in meine oberste Bücherriege geschafft. Für mich ein Highlight.
So tief und still wie ein Wald sein kann, entfaltet diese Geschichte von den Riesbergerinnen auf leisen Sohlen eine enorme Kraft. Hannah Häffner gelingt es mit einer von gedrungenen Sätzen und lebensechten Bildern durchzogenen Sprachgewalt gleichzeitig poetisch und prägnant Wahrheiten zu erzählen, die nachhaltig leuchten wie ihre Protagonistinnen Liese, Cora und Eva. 3 Frauen, die sich fragen, ob sie dem Heimatdorf Wittenmoos entwachsen sollen, das spröde und sperrig ihr Leben im Schwarzwald drückt. Sie kämpfen sich durch, müssen immer wieder ungeplante Wege wie Schneisen schlagen und verlieren dabei doch nie den Mut. Unglaublich kraftvolles, tränentreibendes und beglückendes Leseerlebnis, ganz klar: 6 Sterne ;-)
Jahreshighlight
„Das Dorf sitzt in den Wiesen, schön wie für eine Postkarte, man sieht die Lügen nicht, nicht die Wunden, man sieht nur, wie hübsch alles ist, wie hübsch es immer war.“ (Die Riesinnen) Es ist Anfang Mai und ich bin mir sicher, dass dies eines meiner Jahreshighlights sein wird. Was macht dieses Buch für mich so besonders? Im Mittelpunkt von Die Riesinnen stehen drei Frauen aus drei Generationen: Liese, Cora und Eva. Ihre Lebenswege könnten kaum unterschiedlicher sein und sind doch auf eine stille, tief verwurzelte Weise miteinander verflochten. Liese wächst in einer rauen Nachkriegszeit auf und muss sich in einer Welt behaupten, die wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Sie hält durch, trägt, funktioniert und macht vor allem weiter. Ihre Tochter Cora will raus aus der Enge, weg aus dem Dorf, weg aus dem, was sie einengt. Sie bricht auf, sucht Freiheit, nur um irgendwann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Ankommen bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Frauen aufwächst, zwischen Pflicht und Aufbruch, Vergangenheit und Zukunft, und versucht, ihren eigenen Weg zu finden. Ohne große äußere Dramatik entfaltet sich das Leben dieser drei Frauen. Gerade diese Zurückhaltung macht den Roman so intensiv. Man rückt nah an die Figuren heran, versteht ihre Entscheidungen, fühlt ihre Brüche und ihren Zusammenhalt. Besonders eindrücklich ist, wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Generationen nebeneinanderstehen. Was Die Riesinnen besonders auszeichnet, ist die Sprache. Hannah Häffner schreibt ruhig, feinfühlig und mit einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe. Immer wieder bleibt man an einzelnen Sätzen hängen, weil sie so präzise und zugleich poetisch sind. Die Sprache ist leicht und gleichzeitig rau, kantig und schön. Ganz große Leseempfehlung!
Ich habe den Roman von Hannah Häffner gelesen und war ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt davon, wie intensiv und gleichzeitig ruhig diese Geschichte erzählt wird. Es ist kein lautes Buch, aber eines, das lange nachwirkt. Schon die Sprache hat mich sofort gepackt. Sie ist dicht, poetisch und manchmal fast rau, dann wieder überraschend zart. Besonders die Beschreibungen des Schwarzwald sind unglaublich atmosphärisch. Der Wald wirkt nicht nur wie eine Kulisse, sondern wie etwas Lebendiges etwas, das die Figuren prägt, formt und festhält. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen von Frauen, die alle auf ihre eigene Weise zu groß für ihr Umfeld sind körperlich, emotional, innerlich. Genau dieses Nicht Dazugehören zieht sich durch das ganze Buch. Ich mochte besonders, wie unterschiedlich Liese, Cora und Eva gezeichnet sind und wie sich ihre Lebenswege trotzdem spiegeln. Es geht viel um Herkunft, um das Weggehen und Wiederkommen, um das Gefühl, gleichzeitig verwurzelt und gefangen zu sein. Was mich am meisten berührt hat, ist die Art, wie das Buch über Mütter und Töchter spricht nicht sentimental, sondern ehrlich, manchmal hart, aber immer sehr genau beobachtet. Auch die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet, zieht sich leise, aber konsequent durch alles hindurch.
Von willensstarken Aussenseiterinnen und Heimatgefühl
Wittenmoos im Schwarzwald, dort leben sie, „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner. Drei Generationen dürrer, hochgewachsener, starker Frauen mit kupferrotem Haar. Mütter und Töchter zwischen tiefsitzendem Heimatgefühl inmitten eines Dorflebens, in das sie so gar nicht passen wollen, dunklen Wäldern und einem tiefen Wunsch nach Freiheit. In fesselndem, poetischen und gleichzeitig klarem Schreibstil begleitet die Geschichte drei Generationen Frauen. Angefangen mit Außenseitern Liese, die von Mann und Gesellschaft kleingehalten wird, während sie sich den gesellschaftlichen Zwängen unterwirft, über Tochter Cora mit ihrem tiefsitzenden Wunsch nach Freiheit und Enkelin Eva, die schlussendlich alle Muster der vorigen Generationen durchbricht. Die Protagonistinnen sind so ausdrucksstark und authentisch gezeichnet, dass es die reinste Freude ist, ihre Willensstärke und die, von Generation zu Generation fortschreitende, Entwicklung mitzuerleben. Die Beschreibungen sind atmosphärisch, fesselnd und voller Gefühl. Lediglich am Ende ist letzteres, für meinen Geschmack, ein wenig zu kurz gekommen. Fazit: Ein berührender, kraftvoller und ebenso tragischer, wie ehrlicher Roman, der an vielen Stellen zum Innehalten einlädt. Auf jeden Fall lesenswert!
Ich hatte mich auf den Roman wirklich sehr gefreut. Leider hat er mich nicht so abgeholt und begeistert wie ich dachte. Ob es an der sehr poetischen Sprache lag oder einfach daran, dass ich mir die Geschichte völlig anders vorgestellt habe? Ich weiß nicht… Ich fand es zäh und langatmig, es passiert einfach nicht viel. Ich hatte mir die Geschichte auch irgendwie altmodischer vorgestellt … kann ich gar nicht in Worte fassen , anders halt. Aufgrund des Klappentextes dachte ich auch, dass alle drei Protagonisten von Anfang an die Geschichte bestimmen… aber nun- Auf zum nächsten Werk!
Eine Geschichte von Großmutter, Tochter und Enkelin, groß gewachsen, dünn und rote Haare, aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Worttag, eigensinnig, manchmal stur entsprechen sie nicht unbedingt den traditionellen Normen und Vorstellungen und werden daher genau beobachtet. Sie sind selbstbewusst, manchmal zweifelnd-aber die Liebe zur Natur ist ihnen allen in die Wiege gelegt und sie verbiegen sich nicht, bleiben sich selber treu. Drei Leben, drei Teile einer Geschichte. Wunderbar zu lesen, mich hat das Buch absolut überzeugt.
Und das nächste wundervolle Buch gesellt sich zu meinen allerliebsten Lieblingsbüchern. ❤️
"Die Farben fallen von den Wänden. Erst die dunklen, dann die kräftigen, dann die blassen, bis nur noch Weiß über ist. Fallen zu Boden und zerbrechen. " ❤️ Wieviel Poesie kann man in einen Schockmoment packen? Ich bin ganz verliebt Hannah Häffners Kunst mit Worten umzugehen. Dieses Buch ist so voll von wunderschönen Sätzen, dass sich die gesamte Lesedauer für mich angefühlt hat wie eine riesige, liebevolle Umarmung voller Herz und Wärme. Es lässt mich glücklich zurück. ❤️
„Vielleicht wird jetzt alles anders. Ganz selten wird wirklich alles anders, dafür ist die Welt schon zu alt, aber manchmal passiert es eben doch.“ Eine wunderbare Geschichte, die manchmal ihre Längen hat, aber doch immer berührt. Ich liebe den Schreibstil und konnte mich zwischen den ganzen schönen Textstellen kaum entscheiden. ☺️🌲
Bewegend ✨🤍
Die Riesinnen von Hannah Häffner Die „Riesinnen“ zählt für mich definitiv zu meinen Jahreshighlights ✨. Es ist kein Buch, das man nebenbei oder schnell wegliest – dafür ist die Sprache zu dicht, zu poetisch und zu vielschichtig 🤍 Besonders schön fand ich die fließenden Übergänge zwischen den einzelnen Riessbergerinnen in den Kapiteln. Dadurch konnte ich mich tief hineinfühlen, fast so, als würde aus mir selbst heraus gefühlt. Mit großer Feinheit erkundet Hannah Häffner, was es bedeutet, ein Kind zu lieben, ohne sich selbst darin zu verlieren. Auch die Idee von Heimat wird hier auf berührende Weise erweitert: Sie ist so viel mehr als nur ein Ort, an dem man lebt oder herkommt. Große Liebe für Eva, Cora und Liese! „Man muss einen Ort nicht lieben, um ihn nicht loszuwerden; wohin man gehört, entscheidet man schließlich nicht selbst. Man steuert seine Wurzeln nicht, sie suchen sich selbst ihr Stück Erde, und man muss dann damit leben.“

Sprachliche Wucht und Schwarzwald
Ein Buch, was mich vor allem durch seine Sprache erreicht und daran erinnert hat, warum ich Sprache und Literatur liebe - atmosphärisch dicht, poetisch, üppig, anregend und mit Meta-Ebenen, hier war einfach alles dabei, inklusive purer Lebensweisheit, die alles andere als wandtattoo-mäßig wirkt. Außerdem erzählt es die Geschichte von drei unabhängigen Frauen, die nach Autonomie streben und mit jeder Generation ein bisschen freier sein dürfen. Besonders toll fand ich, dass Liebe hier als innerfamiliäre Kraft wirkt und nicht von einer romantischen Beziehung abhängig ist. (Bonus: sie könnten nahezu meine Nachbarinnen sein, das Buch hat ein bisschen Lokalpatriotismus-Vorschub bei mir und ich hab die Andeutungen des Dialekts im Text wahrgenommen, wie etwa Artikel vor Namen, i appreciate 😂❤️)
Prädikat SUMPFBUCH! Habe es an 2 Tagen durchgesuchtet, weil es so gut ist. Sprachlich manchmal ein bisschen zu blumig, aber dann auch wieder ganz schön toll poetisch 🫶 An die Riesinnen werde ich noch lange denken müssen. Was für eine Kunst, so eine Familie, so eine Stimmung und so einen Ort in Worte zu packen. Ein ganz, ganz toller Text mit großartigen Figuren.
Lesehighlight 💙
Die Riesinnen – was soll ich sagen? Für mich ein absolutes Highlight und wirklich ein Must-read. Die Geschichte rund um die drei Frauen einer Schwarzwälder Familie hat mich total gepackt. Ich habe das Buch komplett verschlungen. Hannah Häffner schreibt so poetisch und gleichzeitig unglaublich nahbar – manche Sätze wollte ich direkt nochmal lesen. Dieser besondere Schreibstil hat mich total fasziniert. Vor allem die Frauenfiguren sind so stark und vielschichtig geschrieben, dass man richtig mit ihnen lebt und fühlt 😍 Große Empfehlung 🫶🏻

❲ Sie sind voneinander fort gewachsen und was bleibt ist die Gewohnheit Freunde zu sein. Sich einmal im Jahr zu treffen und sich Dinge zu erzählen die auch Punkte auf einer Liste sein könnten. Die wirklich wichtigen Dinge aber geschehen abseits davon. Bevor man es merkt weiß man nicht mehr was der Andere denkt und fühlt. Erzählt selbst nicht mehr was man denkt und fühlt. ❳ ❲ Was auch immer man erreicht hat im Leben, man hat es im Leben erreicht, nicht im Tod. Dort drüben zählt es nicht. Interessiert keinen und das ist gut so. Denn wie deprimierend wäre es zu wissen, dass man auch dort noch an den Dingen gemessen wird die man geschafft hat oder eben nicht. ❳
Atmosphärischer, poetischer Roman über drei starke Frauen im Schwarzwald, der berührt, mitreißt und lange nachklingt.
„Die Riesinnen“ ist ein zutiefst berührender und atmosphärisch dichter Roman über drei Generationen von Frauen, deren Leben untrennbar miteinander verwoben ist. Im Mittelpunkt stehen Lise, ihre Tochter Cora und ihre Enkelin Eva – drei Frauen, die im kleinen Schwarzwalddorf Wittenmoos leben und lernen müssen, ihr Leben aus eigener Kraft zu gestalten. Die Geschichte beginnt mit Lise, die unerwartet zur Witwe wird und sich plötzlich in einer Welt zurechtfinden muss, in der sie auf sich allein gestellt ist. Mit großer innerer Stärke nimmt sie ihr Schicksal an – ein Mut, der sich wie ein leiser roter Faden durch die folgenden Generationen zieht. Auch Cora und später Eva stehen vor eigenen Herausforderungen, wachsen über sich hinaus und zeigen, was es bedeutet, trotz aller Hürden weiterzugehen. Was diesen Roman besonders macht, ist die intensive Verbindung zwischen den drei Frauen. Es ist ein unsichtbares Band, das sie über die Jahre hinweg zusammenhält – geprägt von Liebe, Erfahrung und einem tiefen Verständnis füreinander. Gleichzeitig erzählt das Buch eindrucksvoll von Heimat und Wurzeln, von Dingen, die sich nicht einfach abschütteln lassen, egal wohin das Leben einen führt. Sprachlich überzeugt „Die Riesinnen“ durch eine poetische und zugleich eindringliche Erzählweise. Die Natur des Schwarzwalds wird so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mitten im Wald zu stehen, das Rascheln der Blätter zu hören und die Atmosphäre des kleinen Dorfes unmittelbar zu erleben. Diese dichte Stimmung macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen und sich vollkommen darin zu verlieren. Der Roman vereint viele Facetten des Lebens: Freude und Schmerz, Verlust und Hoffnung, Scheitern und Wachstum. Man lacht und leidet mit den Figuren, erkennt sich in ihren Gedanken wieder und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt. Besonders bewegend ist die emotionale Tiefe – ein Buch, das nicht nur erzählt, sondern spürbar macht. „Die Riesinnen“ ist ein stilles, aber kraftvolles Werk über das Leben, die weibliche Stärke und die Bedeutung von Zusammenhalt. Ein Buch, das lange nachwirkt – und bei dem man durchaus auch die ein oder andere Träne vergießt. Fazit: Ein außergewöhnlich schönes, tiefgründiges und poetisches Buch, das ich von Herzen empfehlen kann. ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5 Sterne)
Ein Generationenroman über drei Frauen, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen. Dabei wird von der Autorin die Unterschiede in diesen Generationen sehr gut beschrieben. Auch wie sich das Leben für Frauen über die Jahre verändert hat. Ein Roman, der zwar wenig Handlung bereithält und leise daherkommt, aber trotzdem Spaß macht zu lesen
Die Riesinnen Hannah Häffner Was für ein ungewöhnliches, kraftvolles Buch. Die Riesinnen ist nichts, was man „mal eben so“ liest – es ist eher ein Text, den man erlebt. Hannah Häffner erschafft eine Welt für uns, die gleichzeitig fremd und erschreckend nah wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauenkörper, Machtverhältnisse und das Gefühl, sich selbst und den eigenen Platz in der Welt neu definieren zu müssen. Die „Riesinnen“ sind dabei mehr als nur ein Bild – sie stehen für Stärke, Anderssein und auch für das Unbehagen, das entsteht, wenn Frauen sich emanzipieren und nicht mehr klein machen (lassen). Der Schreibstil ist intensiv, stellenweise fast poetisch, andererseits oft roh und direkt. Man muss sich darauf einlassen, denn die Geschichte folgt keiner klassischen Erzählstruktur. Genau das passt aber ganz hervorragend zu dieser Generationengeschichte und hat mich mitgenommen in das Leben der Frauen. 💭 Was mir besonders gefallen hat: Die Atmosphäre. Dieses unterschwellige Gefühl von Bedrohung und Aufbruch zieht sich durch das ganze Buch. Es ist unbequem, aber genau deshalb so eindrücklich. 🤔 Was man wissen sollte: Wer klare Handlungsstränge und schnelle Spannung sucht, könnte hier ins Straucheln geraten. ✨ Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein mutiges, eigenwilliges Buch über Körper, Identität und weibliche Selbstermächtigung. Nichts für zwischendurch – aber definitiv etwas, das im Kopf bleibt.
Ein Buch als Metapher in sich...
Vorsicht - die Rezension könnte evtl. Erwartungen vorwegnehmen, spoilern. „Die Rieseninnen“ lebt für mich weniger von einer klaren Handlung als von seiner Sprache. Von Umschreibungen, Metaphern, einzigartigen Ideen, Worte zu verwenden und malerisch Dinge auf den Punkt zu bringen (..."als hätte sie immer hierhin gehört. Als hätte sie irgendwann jemand vorsichtig aus dem Grün gelöst, aber an den Wurzeln war noch Erde, die ganze Zeit.") Die Handlung ist eher ruhig, so offen, dass ich zwischendurch nicht genau wusste, worauf es eigentlich hinauswill. Und genau das ist dann irgendwie der Punkt: Nicht alles muss irgendwohin führen. Nicht jede Geschichte braucht ein klares Ziel. Am Ende schließt sich der Kreis. Und plötzlich wirkt das Ganze wie eine Metapher in sich selbst. Für mich ist "Die Riesinnen" vor allem eines: ein Buch, das durch seine wunderschöne Sprache lebt, mit der es Sehnsucht weckt nach Fortgehen und Ankommen, nach Heimat, Daheim, Zuhause, wie auch immer wir es nennen, da wo wir herkommen.
DIE RIESINNEN Hannah Häffner ET: 25.02.26 Hannah Häffner erzählt die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen, die ihr Leben im kleinen Dorf Wittenmoor im Schwarzwald verbringen. Die Riessberger Frauen gleichen sich äußerlich sehr – groß wie Riesinnen, schmal, mit rostblonden Locken – und könnten doch unterschiedlicher kaum sein. Jede von ihnen sehnt sich nach etwas anderem, jede versucht auf ihre Weise auszubrechen und bleibt doch mit dem Dorf und seiner Enge verbunden. In den 1950er Jahren wird Liese geboren. Später heiratet sie den Metzger-Erben Bernhard. Doch glücklich wird sie nie. Sie fühlt sich im Dorf fremd, wird eher geduldet als wirklich akzeptiert und träumt immer wieder davon fortzugehen. Als sie schwanger wird und ihre Tochter Cora zur Welt bringt, scheint dieser Traum endgültig zu zerbrechen. Und selbst als ihr Mann verunglückt, bleibt weniger Trauer als vielmehr die Angst davor, wie sie nun überleben soll. Auch Cora wächst als Außenseiterin auf. Sie passt weder in die Dorfgemeinschaft noch zu den Kindern auf dem Schulhof. Doch in ihr steckt eine Wut, die sie antreibt, auszubrechen und nach einem anderen Leben zu suchen. Jahre später kehrt sie zurück – ohne das Glück gefunden zu haben, aber mit einem Kind im Bauch. Und so setzt sich die Geschichte der Riessberger Frauen fort. Hannah Häffner hat einen atmosphärischen und eindringlichen Mehrgenerationenroman geschrieben. Mit einer besonderen, beinahe poetischen Sprache erzählt sie von weiblichen Lebenswegen, von Enge, Sehnsucht und dem Wunsch nach Freiheit. Dabei entstehen starke Bilder, die sich beim Lesen festsetzen und den Roman lange nachhallen lassen. Fazit: Ein eindrücklicher, atmosphärischer und bildgewaltiger Roman über drei Frauen aus drei Generationen, die versuchen, ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen – auch wenn ich gefühlt die Letzte von euch Bookies war. 4,5/5

Zu Beginn musste ich mich kurz mit dem Schreibstil anfreunden, aber danach habe ich mir so viele tolle Stellen markiert und so geliebt. Die drei Frauen, die wir über die Jahre begleiten, sind sehr unterschiedlich und haben mit sehr verschiedenen Umständen und eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich muss sagen, dass mit der ersten Teil wirklich am besten gefallen hat. Cora hat mich manchmal wirklich geärgert und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Fand es aber insgesamt rund und stimmig.
Mein Highlight.
Ich muss gestehen, dass ich zunächst skeptisch war. Aber bereits nach den ersten Seiten wusste ich, dass ich ein tolles Buch gefunden habe. Ich habe alle drei Frauen in mein Herz geschlossen. Alle drei Frauen ihrer Zeit. Liese, die zu einer Zeit lebte, in der die Frauen nicht selbst entscheiden durften, in der die Männer das Sagen hatten und alles entschieden haben. Sie hat sich in der Geschichte entwickelt und ist ihren Weg gegangen. Sie war mir die Liebste der drei Frauen. Ihre Lebensklugheit hat mich beeindruckt. Zusammen mit ihrer Ruhe und Weitsicht eine tolle Frau. Cora, die Tochter, wild und oft unglücklich. Auch, wenn sich ihr Leben anders als erhofft und erträumt entwickelt hat, war sie ein starker Charakter. Und Eva, die Enkelin, war wieder sanfter als die Mutter und hat ihren Weg gemacht. Obwohl die Mutter andere Vorstellungen für das Leben ihres Kindes hatte. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise im Buch war genauso karg und manchmal kurz wie das Verhalten der Frauen. Aber genau das macht das Buch aus. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde auch mehr Sterne vergeben. Ein Highlight, das noch lange in mir nachhallt.
Ruhig und kraftvoll - wie der Wald selbst
Der berührende Generationenroman besticht durch seine besondere, klare Sprache, In meist kurzen aber aussagekräftigen Sätzen werden die Lebensgeschichten der drei Riesinnen erzählt. Es geht um die Naturverbundenheit, um das Streben nach Freiheit, um die Selbstfindung, Zugehörigkeit und Stärke. Auch wegen der besonderen Atmosphäre, der tiefen Emotionen, der sensibel herausgearbeiteten. Charaktere und der ineinander verwobenen Handlungsstränge ist dieser kraftvolle Roman absolut lesenswert.
„Die Riesinnen“ führt in das fiktive Schwarzwalddorf Wittenmoos. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei große, kantige, starke Frauen aus drei Generationen: Liese, Cora und Eva. Großmutter, Mutter und Tochter - alle verwurzelt im Schwarzwalddorf und doch ebenso sehnsüchtig nach Freiheit und Unabhängigkeit. In atmosphärischer, dichter Sprache entfaltet Hannah Häffner über drei Generationen eine Geschichte von Müttern und Töchtern, von Nähe und Distanz, von Heimat und Freiheit. Liese setzt sich nach dem Tod des Ehemannes, der ihr das Leben nicht allzu leicht gemacht hat, gegen ihre Schwiegereltern durch und übernimmt die Metzgerei der Familie. So will sie unabhängig für sich und ihre Tochter Cora sorgen. Und trotz aller Anfeindungen, Hürden und Zweifel am Weitermachen und Bleiben, bleibt sie ihrer Heimat treu. Cora wächst unabhängig, mit Neugier und Freiheitsdrang im Umfeld der Metzgerei auf. Und so sehr ihr Wunsch nach Freiheit sie in die Welt zieht, so sehr zieht es sie auch wieder zurück nach Wittenmoos. Im Gepäck hat sie eine Tochter - Eva. Wer der Vater ist, ist unerheblich. Und auch Eva ist ausgestattet mit einer Mischung aus Freiheitsdrang und Heimatverbundenheit und liebt - ebenso wie schon ihre Mutter und Großmutter - den Wald. Hannah Häffners ist ein intensiver, poetischer Roman, der konsequent Frauen in den Mittelpunkt stellt, gelungen. Besonders eindringlich sind die stillen Momente, in denen Schmerz und Sehnsucht spürbar werden: „Sie müsste weinen. Sie müsste so viel weinen, dass sie sich gar nicht traut, damit anzufangen. Morgen vielleicht.“ (S. 55) Ein wirklich tolles Buch, das mich atmosphärisch, inhaltlich und sprachlich überzeugt hat.
"Zu Hause ist schließlich etwas anderes wie daheim. Zuhause kann sich ändern, daheim bleibt." Groß und dünn sind sie, die Riessberger Mädchen und wilde rote Haare haben sie. Liese und ihre Tochter Cora, die eigentlich Cornelia heißen sollte, aber der Name war zu sanft für dieses kleine, wütende Kind. Ein Kind das der Vater nicht lieben kann, genauso wenig, wie er die Liese nicht liebt, die so groß und so dünn ist und bei der er sich wohl immer zu klein fühlt. Als er anfängt auch seine Wut an den beiden auszulassen, geht Lieses größter Wunsch in Erfüllung. Er stirbt bei einem Unfall. Was nun folgt sind Jahre der harten Arbeit, an einem Ort, an dem Liese immer nur der Mißmut der Mitmenschen entgegen kommt. Ein Ort der sie nie wirklich willkommen geheißen hat. Nur der Wald schenkt ab und an Ruhe. Cora sucht ihr Heil in der Ferne. Reist nach Paris und nach Italien. "Sie fragt sich, ob sie, wenn alles anders gekommen wäre, eine neue Heimat gefunden hätte, irgendwo, oder ob die Heimat hier geblieben wäre, etwas, das man nicht loswird, das am Schuh klebt oder an der Seele." Sätze wie Kunstwerke durchziehen diesen Roman, nein, bilden diesen Roman. Lassen einen nicht los und zwingen einen, auch über die eigene Heimat nachzudenken, das eigene Zuhause. Als Eva geboren wird, erblickt ein neues Riessberger Mädchen die Welt. Ebenso groß und dünn und rothaarig und doch so anders. Und wir dürfen die nächste Generation auf ihrem Weg begleiten. Dieses Buch ist pure Poesie und harte Wirklichkeit. Es ist ein Heimatroman und ein Generationenportrait, aber vor allem ist es das Portrait dreier Frauen, die alle ihren eigenen Weg finden mussten, ihr Leben zu leben und "...das es nur etwas Gutes sein könne, wenn Heimat etwas ist, wofür man sich entscheidet." Sehr große Leseempfehlung für alle, die die besondere Sprache lieben, denn die ist großartig 🩷 Eine klitzekleine Länge zu Beginn des letzten Drittels, hat mich einen halben Stern abziehen lassen.
Ein kluges Buch über das Leben, 3 starke Frauen,, tief verwurzelt in einem Dorf mit konservativen, einengenden Konventionen, die sie hinnehmen und trotzdem ihren eigenen Weg selbstbewusst und mutig gehen - jede auf ihre Weise. Die Kraft von Familie, Natur und Ruhe leitet durch die Geschichte, eine Rückbesinnung auf wirklich wichtige Werte.
Drei Frauen, drei Generationen, eine Familie. Ein durchaus feministisch geprägter Roman der leicht zu lesen ist.
Ich habe Die Riesinnen als angenehm ruhige und stimmigen Roman erlebt. Der Einstieg war für mich etwas ungewohnt, weil der Schreibstil eine eigene Note hat, aber nach kurzer Zeit liest sich das Buch sehr flüssig. Was ich gut gelungen fand war die Verknüpfung von drei Generationen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Perspektiven sind sanft und wirken natürlich, sodass die Geschichten sich fließend anfühlen. Die Figuren und ihre Emotionen wirken dabei authentisch und nahbar. Ich finde das dem Buch an manchen Stellen die Intensität fehlt. Es bleibt eher leise und verzichtet auf große dramatische Zuspitzungen. Für mich war genau das aber auch ein Pluspunkt, eine leichte, gut lesbare Geschichte mit einem soliden, eher subtilen Spannungsbogen.

Ein Kunstwerk!
Ich habe ein Jahreshighlight gefunden. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, es hat mich mit seiner Atmosphäre umsponnen und mit einer außerordentlichen Sprache schlicht umgehauen! "Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist ein Roman, der sich leise anschleicht und dann lange nachhallt. Im Zentrum stehen drei Frauen aus verschiedenen Generationen, die in einem abgelegenen Dorf im Schwarzwald leben, einen Ort, der ebenso Schutzraum wie Begrenzung ist. Häffner erzählt keine laute Geschichte, sondern eine, die sich über Stimmungen, Bilder und innere Bewegungen entfaltet. Was sofort auffällt, ist die Sprache: Sie ist so leicht dabei gleichzeitig rau und kantig und wunderschön! Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Romans aus. Häffner findet einen Ton, der schwebt und zugleich erdet. Bildhaft, präzise und manchmal überraschend roh zieht sich der Stil durch die gesamte Erzählung und verleiht ihr eine ganz eigene Intensität. Naturbeschreibungen und innere Zustände greifen dabei ineinander und verstärken sich gegenseitig, sodass eine dichte, atmosphärische Welt entsteht. Die Figuren sind das eigentliche Herz des Romans. Jede der drei Frauen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und Sehnsüchte. Dabei geht es weniger um spektakuläre Handlung als um das Ringen mit dem eigenen Platz in der Welt und mit den Erwartungen, die von außen kommen oder in der Familie weitergegeben werden. Diese leisen Konflikte werden mit viel Sensibilität dargestellt. Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ziehen sich durch das ganze Buch. Häffner stellt dabei immer wieder die Frage, ob Herkunft Halt gibt oder eher einengend wirkt. Besonders spannend ist, wie sich die Beziehungen zwischen den Generationen entwickeln,geprägt von Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen. Insgesamt ist Die Riesinnen ein stiller, aber kraftvoller Roman, der weniger über Handlung als über Gefühl und Atmosphäre funktioniert. Er bleibt im Kopf, gerade weil er nicht versucht, sich aufzudrängen, sondern langsam, fast behutsam eine Wirkung entfaltet, die mit Wucht nachhallt! Ein Kunstwerk!

Abbruch - Rezension (25 Prozent) Weil ich den Roman nicht zu Ende gelesen habe und fair bleiben möchte, eine Rezension ohne Sterne-Bewertung ⭐
Ich hatte mich wirklich sehr auf diesen Roman gefreut, die durchweg begeisterten Rezensionen und meine Vorliebe für Generationenromane haben meine Erwartungen entsprechend hoch angesetzt 📚✨. Leider konnte mich „Die Riesinnen“ überhaupt nicht erreichen. Besonders die Sprache war für mich eine große Hürde. Sie wirkt sehr hochtrabend und stark poetisch, was zwar sicher bewusst gewählt ist, für mich aber eher distanziert als mitreißend war 📝😕. Ich hatte ständig das Gefühl, mehr mit der Form als mit dem Inhalt beschäftigt zu sein. Auch die Geschichte selbst hat mich leider nicht gepackt. Statt einer fesselnden Entwicklung plätschert die Handlung für mein Empfinden eher dahin 🌊, ohne dass sich Spannung oder echtes Interesse aufbaut. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den Figuren oder zur erzählten Welt herzustellen. Nach etwa 25 Prozent habe ich das Buch schließlich abgebrochen 🚫📖. Da ich es nicht zu Ende gelesen habe, vergebe ich neutral keine Sterne – aber insgesamt war es für mich eine klare Enttäuschung.

Jetzt schon ein Jahreshighlight!
,,Die Riesinnen‘‘ von Hannah Häffner haben mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Zu Beginn begleiten wir Liese, später dann ihre Tochter Cora, bis der Fokus dann auf deren Tochter Eva schwenkt. Drei starke Frauen die gegen alle Widrigkeiten versuchen ihren Platz im Leben zu finden, die immer wieder neue Wege gehen (müssen), sich behaupten und füreinander einstehen. All das vor der Kulisse des kleinen Dorfes Wittenmoos im Schwarzwald. Der Roman war so wunderbar atmosphärisch geschrieben, dass ich das Gefühl hatte mit den ,,Riesinnen‘‘ gemeinsam durch den Wald, das Dorf, die Fleischerei und all die anderen Orte zu streifen, weil ich es mir so bildhaft vorstellen konnte beim Lesen. Auch in die Charaktere habe ich mich von Anfang an verliebt und wollte sie am Ende gar nicht mehr loslassen, ja selbst den mürrischen Fischel hab ich in mein Herz geschlossen. Der Roman selbst besticht nicht durch rasante Handlung und raffinierte Plots. Das Erzähltempo ist eher langsam, sodass man ganz in Ruhe den Lebenssträngen der Protagonistinnen folgen und ganz tief in die Geschichte eintauchen kann. Ich selbst habe mich beim Lesen das ein oder andere Mal daran erinnert gefühlt wie meine Oma mir als Kind Geschichten aus ihrer Kindheit und ihrem Leben erzählt hat. Alles in allem ein wirklich fantastisches Buch und den Hype definitiv wert! Wenn ihr es noch nicht gelesen habt-worauf wartet ihr dann?
„… über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.“
„ Die Riesinnen“ werden sie im Dorf genannt, denn schon ihr Erscheinungsbild erfüllt die Dörfler mit Unbehagen. „Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen…“ So lernen wir die Liese kennen und im Laufe der Jahrzehnte ihre Tochter Cora und ihre Enkeltochter Eva. Sie sehen sich nicht nur äußerlich ähnlich. Sie alle drei zeigen Rückrad, Durchhaltevermögen und trauen sich im richtigen Moment, das Passende zu sagen. Sie arbeiten hart für ihre Unabhängigkeit und geben sich gegenseitig Halt und Zuversicht. Sie haben es nicht immer leicht miteinander und doch haben sie die Gewissheit, sich in schwierigen Situationen bedingungslos aufeinander verlassen zu können. Dabei bewahrt sich jede einzelne eine gewisse Freiheit, zu tun, was ihr für den Moment richtig erscheint. Beispielsweise den Aufbruch in die große weite Welt, um der Engstirnigkeit des Dorfes zu entfliehen. Und doch kehren sie zurück, so tief sind sie verwurzelt mit der Natur des Ortes. Es handelt sich um einen Generationsroman, der so viele Themen beinhaltet: Bedeutung von Heimat, Identitätsfindung und Coming- of-Age, der kritische Blick auf die Rolle der Frau im Wandel der Zeit. Ich habe den Roman sehr genossen, mit seiner ganz besonderen, sehr poetischen Sprache, die so bildhaft und federleicht schwierigste Themen beschreibt. Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, mich von alten Bekannten verabschieden zu müssen und wäre gern noch ein bisschen geblieben, in ihrer Gemeinschaft, im schönen Schwarzwald. Das Ende war für mich rund und doch noch nicht auserzählt… Ganz große Leseempfehlung von mir🌟

Ein leises Meisterwerk
Eigentlich hatte ich „Die Riesinnen“ gar nicht auf dem Schirm, doch die vielen positiven Rezensionen haben mich neugierig gemacht. Als ich dann gesehen habe, dass das Hörbuch von Jördis Triebel eingelesen wurde, war die Entscheidung gefallen. Eine absolute Bestwahl. Das Buch erzählt die kraftvolle Geschichte dreier Frauen über verschiedene Generationen hinweg. Liese, die in einer Zeit, die noch gar nicht für moderne Frauenrollen bereit war, unglaublich stark für sich und ihre Tochter einsteht. Cora und Eva führen diese Linie fort, jede mit ihren eigenen größeren und kleineren Kämpfen, aber alle verbunden durch das unsichtbare Band der Familie. Es ist ein sehr stilles, leises Buch, ohne Knalleffekt. Wenn man am Ende zurückblickt, erkennt man, dass aber wahnsinnig viel passiert ist, nämlich das Leben. Diese Frauen gehen ihren Weg, stehen für sich und ihre Kinder ein und bewahren den Zusammenhalt. Beeindruckt hat mich auch die Darstellung der Heimat in Wittenmoos – dieses teils ambivalente Gefühl einer Hassliebe zum Ort. Die Liebe zur Natur im Kontrast zur teils sozialen Enge, in der man nie unbeobachtet bleibt und die Leute reden, aber auch der Zusammenhalt einiger. „Die Riesinnen“ ist eine wundervolle Hommage an Frauen, die sich ihren Platz in der Welt behaupten.
Das Buch konnte mich schon auf den ersten Seiten durch die wunderschöne Sprache für sich einnehmen. Unfassbar, wie die Autorin entsprechende Worte findet. Letztendlich ist das Buch zu einem großen Highlight für mich geworden, obwohl die Geschichte eben nicht unbedingt sehr außergewöhnlich ist. Es geht um 3 Frauen (Mutter, Tochter, Enkeltochter) und ihre Leben, ihre Verwurzelung mit ihrer Heimat, ihre Schicksale und ihre unterschiedlichen Arten, mit dem Leben umzugehen. Ich fühlte mich den Figuren so nah, habe alles gespürt und mitgelitten. Eine ganz große Empfehlung! 💚
Gefühl, Poesie und Wurzeln
Dieses Buch zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Denn es besticht nicht durch seine herausragende Geschichte. Denn es passieren keine ungeahnten Dinge - sondern einfach das Leben selbst: Geboren werden und gebären, sterben, Sehnsüchte und stille Lieben, Niederlagen und tiefe Täler. Und all das macht die Stimmung dieses Buches einfach aus. Ich habe es bewusst ganz langsam und zart gelesen. Denn die Worte der Autorin sind einfach oft so wunderschön und so voller Poesie, dass ich viele Sätze und Abschnitte einfach immer wieder lesen musste. Jede der drei Riesinnen ist ganz anders und besonders. Und dabei verändert sich auch der Sprachstil im Buch. Das ist total klug und raffiniert gelöst, weil es mich als Leserin so einfach völlig in den Bann des Buches und in das Leben der Frauen gezogen hat. Ein wunderschönes Buch. Und wie traumhaft ist eigentlich dieses Cover?!

Characteristics
5 reviews
Mood
Protagonist(s)
Pace
Writing Style
Description
»Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht, und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen. Wer sie sieht, weiß, wer sie ist, man weiß es sofort, und sie hasst es, hasst es, hasst es. Vielleicht hätte sie es, an einem anderen Ort, zu einer anderen Zeit, auch lieben können, aber das geht nicht, nicht hier.«
Wittenmoos, ein kleines Dorf im Schwarzwald, ist die Heimat dreier Frauen. Groß und dünn überragen sie alle anderen und wollen so gar nicht in die Dorfgemeinschaft passen. Und doch sind sie hier verwurzelt und müssen ihren eigenen Weg in den engen Grenzen des Dorfes finden. Liese, die still und unerbittlich die Metzgerei führt. Cora, ihre Tochter, die Wütende, die ausbrechen wird und lernen muss, dass Heimkehr keine Niederlage ist. Und Eva, Coras Tochter, die den Wald so sehr liebt und sich dessen erst bewusst werden muss.
In dunkler, satter, aber auch zarter Poesie erzählt Hannah Häffner mit stilistischer Präzision, feinem Humor und einer subtilen Beobachtungsgabe die Geschichte dreier Frauen, die sich von den 60-er Jahren bis in unsere Zeit spannt. Ein lange nachhallender Roman über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.
»Hier schreibt zweifellos jemand, der Sprache liebt, auch ihre regionale Färbung.« Amonte Schröder-Jürss, ZEIT-Online
»Der zauberhafte Roman ›Die Riesinnen‹ von Hannah Häffner wird für Furore sorgen.« Peer Teuwsen, Neue Zürcher Zeitung
»Neue deutsche Heimatliteratur auf den Spuren Dörte Hansens.« Denis Scheck
Book Information
Author Description
Hannah Häffner wurde 1985 in Heidelberg geboren. Nach ihrem Studium der Politikwissenschaften begann sie, als Werbetexterin zu arbeiten und sich parallel dazu verstärkt dem Schreiben zu widmen. Heute lebt sie mit ihrer Familie als freie Texterin und Schriftstellerin in der Nähe von Stuttgart.
Posts
Ganz toll!
„Ich hab sie lang vermisst“, sagt er dann „aber irgendwann vergeht es, es hört einfach auf. Das ist dann das Schlimmste, wenn es nicht mehr wehtut. Dann ist es doch erst vorbei.“ So ein wertvolles Buch mit ganz tollen, starken Frauen. Ich mochte die einzelnen Geschichten der drei so gerne, aber auch ihre gemeinsame war total beeindruckend. Das Buch ist ruhig und total atmosphärisch. Kennt ihr das, wenn ihr euch einfach wohl fühlt beim lesen? So ging es mir die ganze Zeit.🥺 Ich kann das Buch nur empfehlen!

Mir hat es gefallen 🤍
✨Rezensionsexemplar✨ Heute habe ich eine „ältere“ Rezension für Euch, denn das Buch habe ich im Vormonat gelesen. Diese Geschichte hatte augenblicklich (okay nach 3 Seiten 🫠) eine Sogwirkung auf mich und Protagonistin Liese werde ich niemals vergessen können. Das ist kein Buch für zwischendurch und ich empfehle definitiv, in die Leseprobe reinzuschauen. ✨Zitate: „Dieser Wald, der von den Flanken ewig heranrollt, in einem Schwarz, das seinen Launen folgt. Mal ist es dunkelgrün, mal schmutzig grau, mal reines, abgrundtiefes Schwarz, die Abwesenheit aller Farben. Dieser Wald, den man nicht aus sich herausbekommt, auch wenn man ihn verlässt. Der wurzelt, unter dem Herzen, hinter den Lungen, und man hört ihn deiner Sprache an und sieht ihn in deinen Augen.“ „Auf dem Weg zur Schule hält Cora ihre Hand fest umklammert. Der Ranzen sieht riesig aus, steht links und rechts weit über.“ ✨Inhalt: Liese, Cora und Eva. Sie sind größer als andere und dünner. Ihre Heimat ist der Schwarzwald. Ihre Geschichte ist dort tief verwurzelt. Man kennt sie in Wittenmoos, aber für Akzeptanz mussten sie lange kämpfen… ✨Meinung Die Geschichte erstreckt sich über drei Generationen, beginnend in den 60er Jahren, mit mini Rückblicken in die 50er und reicht bis in die Gegenwart. Das Setting Wittenmoos liegt tief im Schwarzwald (eines meiner liebsten Settings für Thriller oder auch Familiendramen) und überzeugt zu 100%. Wir begleiten die drei Frauen, beginnend mit Liese, die die Weichen stellt für ihre Tochter Cora und ihre Enkelin Eva. Allen Frauen sind ihre roten Locken und eine dünne und lange Körpergröße gemein, dafür sind die berühmt, die Riesinnen eben… Die ersten paar Seiten muß man überwinden, Es fängt sehr poetisch an... Aber danach, ich schwöre es, habe ich mich in den Schreibstil und die „erste“ der drei Protagonistinnen VERLIEBT. Mein erstes Buch der Autorin ist daher eine absolute Bereicherung für mich gewesen! Viele Situationen haben mich zu Tränen gerührt, die Geschichte an sich ist vielleicht nicht neu, aber die Erzählweise der Autorin ist besonders und mitreißend. Ich habe kaum bis wenig Kritik, aber wenn ich etwas benennen müsste, dann würde ich sagen, dass für mich der Übergang von Cora als Kind zu Cora als junge Frau sehr schnell gegangen ist (zu schnell), da bin ich emotional nicht ganz mitgekommen und habe erst später wieder Anschluss gekriegt, als Eva dann auch schon da war. Zwischendurch gab es auch immer mal kleinere Situationen über die „zu einfach“ drüber weggegangen wurde, aber die meisten finden gegen Ende noch Erwähnung und werden noch aufgeklärt, so dass ich insgesamt absolut zufrieden bin. ✨Fazit Das ist ein ganz wunderbares Buch, zu dem es viel zu sagen gibt. Ich habe es sehr gern gelesen und habe insbesondere zu Liese ein enges Verhältnis aufbauen können. Macht Euch gern ein eigenes Bild! 4,5/5⭐️⭐️⭐️⭐️

Puh, mal wieder so ein Buch das von allen gehyped wird und von dem man nur 5-Sterne-Bewertungen liest. Oft wird die tolle Sprache gelobt. Ja, die ist sehr atmosphärisch aber dafür fehlt es mir meiner Meinung nach ganz schön an Handlung. Mir ist eine spannende Geschichte auf jeden Fall hundertmal lieber als eine schöne Sprache. 🙄 Aber das ist ja Geschmacksache.
Bestes Buch in diesem Jahr!
Ich habs sehr genossen und ich hatte für mich eine neue Eingebung. Die Geschichte hat mich selbst wachsen lassen und den Wunsch nach mehr Langsamkeit und Genügsamkeit in dieser schelllebigen und konsumgeprägten Welt verstärkt. Ich liebe alle 3 Riesinnen gleich viel. Das Buch hats unter den Top 10 Büchern die ich jemals gelesen habe geschafft.
Die Riesinnen von Hannah Häffner
Die Riesinnen ist ein Buch, das vor allem durch seine Sprache auffällt. Hannah Häffner schreibt sehr poetisch und schafft immer wieder schöne, fast märchenhafte Bilder. Der Schreibstil hat mir wirklich gut gefallen und sorgt für eine besondere Atmosphäre. Trotzdem konnte mich die Geschichte nicht komplett überzeugen. Für meinen Geschmack zieht sich die Handlung stellenweise zu sehr in die Länge, sodass ich beim Lesen manchmal das Gefühl hatte, nicht richtig voranzukommen. Dadurch hat das Buch für mich etwas an Spannung verloren. Insgesamt fand ich Die Riesinnen okay: sprachlich sehr schön, aber erzählerisch für mich etwas zu langatmig. Deshalb war es für mich kein Jahreshighlight, auch wenn ich den poetischen Stil der Autorin durchaus schätzen konnte.

Ein klar komponierter Generationenroman über drei Frauen, deren Lebensläufe enger ineinandergreifen, als es zunächst scheint. Liese, Cora und Eva – drei Riesbergerinnen, drei sehr unterschiedliche Strategien, mit den Zumutungen ihrer Zeit umzugehen. Liese verkörpert eine Haltung des Annehmens: kein Ausbruch, kein offener Widerstand – und doch eine leise, stetige Selbstüberschreitung. Cora steht für den Versuch des Bruchs. Sie wollte weg, ist zurückgekehrt, und ringt sich ihre Stärke auf einem härteren Weg ab. Eva schließlich gehört zu einer Generation mit mehr Möglichkeiten, aber weniger Gewissheiten. Gerade diese Offenheit überfordert sie; die Endgültigkeit von Entscheidungen trifft sie stärker als ihre Vorgängerinnen. Anders als Liese und Cora hatte sie nie den Drang zu gehen – und genau darin liegt ihr Konflikt. Die große Stärke des Romans liegt in der dichten Verwebung dieser drei Biografien. Die Übergänge sind fließend, die Bindungen so eng, dass kaum Raum für Außenstehende bleibt. Das erzeugt Nähe, aber auch Reibung: Als Leser möchte man die Figuren bisweilen schütteln, hinterfragt gleichzeitig die eigenen Kompromisse und misst die eigene Standfestigkeit an ihrer. Stilistisch ist das Buch bemerkenswert geradlinig: klar, schnörkellos, nüchtern – und gerade dadurch wirkungsvoll. Es verzichtet auf Pathos und gewinnt daraus Präzision. Thematisch greift es die Lebensrealitäten von Frauen über drei Generationen hinweg auf: Zeiten eingeschränkter Rechte, männliches Fehlverhalten, das oft hingenommen werden musste – und dennoch eine Form von Liebe, die weitergegeben wird, trotz allem. Ein leises, aber nachhaltiges Buch. Kein großes Auftrumpfen, sondern ein präzises Erzählen über Stärke, Anpassung und Weitergabe. Eines der eindrücklichsten Leseerlebnisse der letzten Zeit.
"Er sagt, dass es nur etwas Gutes sein könne, wenn Heimat etwas ist, wofür man sich entscheidet."
Ein sehr stilles und atmosphärisches Buch. Man begleitet drei Frauen über drei Generationen, die unterschiedlicher nicht sein könnten in ihren Voraussetzungen und Wesen und die trotzdem eines eint: die Suche nach Freiheit und Zuhause. Die drei Frauen haben mich schwer beeindruckt, jede auf ihre Weise. Jeder neue Generationenabschnitt hatte wieder seinen eigenen Charakter und seine eigene Rolle in der Handlung. Sprachlich ein absolutes Meisterwerk. Hallt noch lange nach und hat es in meine oberste Bücherriege geschafft. Für mich ein Highlight.
So tief und still wie ein Wald sein kann, entfaltet diese Geschichte von den Riesbergerinnen auf leisen Sohlen eine enorme Kraft. Hannah Häffner gelingt es mit einer von gedrungenen Sätzen und lebensechten Bildern durchzogenen Sprachgewalt gleichzeitig poetisch und prägnant Wahrheiten zu erzählen, die nachhaltig leuchten wie ihre Protagonistinnen Liese, Cora und Eva. 3 Frauen, die sich fragen, ob sie dem Heimatdorf Wittenmoos entwachsen sollen, das spröde und sperrig ihr Leben im Schwarzwald drückt. Sie kämpfen sich durch, müssen immer wieder ungeplante Wege wie Schneisen schlagen und verlieren dabei doch nie den Mut. Unglaublich kraftvolles, tränentreibendes und beglückendes Leseerlebnis, ganz klar: 6 Sterne ;-)
Jahreshighlight
„Das Dorf sitzt in den Wiesen, schön wie für eine Postkarte, man sieht die Lügen nicht, nicht die Wunden, man sieht nur, wie hübsch alles ist, wie hübsch es immer war.“ (Die Riesinnen) Es ist Anfang Mai und ich bin mir sicher, dass dies eines meiner Jahreshighlights sein wird. Was macht dieses Buch für mich so besonders? Im Mittelpunkt von Die Riesinnen stehen drei Frauen aus drei Generationen: Liese, Cora und Eva. Ihre Lebenswege könnten kaum unterschiedlicher sein und sind doch auf eine stille, tief verwurzelte Weise miteinander verflochten. Liese wächst in einer rauen Nachkriegszeit auf und muss sich in einer Welt behaupten, die wenig Raum für eigene Wünsche lässt. Sie hält durch, trägt, funktioniert und macht vor allem weiter. Ihre Tochter Cora will raus aus der Enge, weg aus dem Dorf, weg aus dem, was sie einengt. Sie bricht auf, sucht Freiheit, nur um irgendwann zu erkennen, dass Flucht nicht automatisch Ankommen bedeutet. Und schließlich Eva, die zwischen diesen beiden Frauen aufwächst, zwischen Pflicht und Aufbruch, Vergangenheit und Zukunft, und versucht, ihren eigenen Weg zu finden. Ohne große äußere Dramatik entfaltet sich das Leben dieser drei Frauen. Gerade diese Zurückhaltung macht den Roman so intensiv. Man rückt nah an die Figuren heran, versteht ihre Entscheidungen, fühlt ihre Brüche und ihren Zusammenhalt. Besonders eindrücklich ist, wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten der Generationen nebeneinanderstehen. Was Die Riesinnen besonders auszeichnet, ist die Sprache. Hannah Häffner schreibt ruhig, feinfühlig und mit einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe. Immer wieder bleibt man an einzelnen Sätzen hängen, weil sie so präzise und zugleich poetisch sind. Die Sprache ist leicht und gleichzeitig rau, kantig und schön. Ganz große Leseempfehlung!
Ich habe den Roman von Hannah Häffner gelesen und war ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt davon, wie intensiv und gleichzeitig ruhig diese Geschichte erzählt wird. Es ist kein lautes Buch, aber eines, das lange nachwirkt. Schon die Sprache hat mich sofort gepackt. Sie ist dicht, poetisch und manchmal fast rau, dann wieder überraschend zart. Besonders die Beschreibungen des Schwarzwald sind unglaublich atmosphärisch. Der Wald wirkt nicht nur wie eine Kulisse, sondern wie etwas Lebendiges etwas, das die Figuren prägt, formt und festhält. Im Mittelpunkt stehen drei Generationen von Frauen, die alle auf ihre eigene Weise zu groß für ihr Umfeld sind körperlich, emotional, innerlich. Genau dieses Nicht Dazugehören zieht sich durch das ganze Buch. Ich mochte besonders, wie unterschiedlich Liese, Cora und Eva gezeichnet sind und wie sich ihre Lebenswege trotzdem spiegeln. Es geht viel um Herkunft, um das Weggehen und Wiederkommen, um das Gefühl, gleichzeitig verwurzelt und gefangen zu sein. Was mich am meisten berührt hat, ist die Art, wie das Buch über Mütter und Töchter spricht nicht sentimental, sondern ehrlich, manchmal hart, aber immer sehr genau beobachtet. Auch die Frage, was Heimat eigentlich bedeutet, zieht sich leise, aber konsequent durch alles hindurch.
Von willensstarken Aussenseiterinnen und Heimatgefühl
Wittenmoos im Schwarzwald, dort leben sie, „Die Riesinnen“ von Hannah Häffner. Drei Generationen dürrer, hochgewachsener, starker Frauen mit kupferrotem Haar. Mütter und Töchter zwischen tiefsitzendem Heimatgefühl inmitten eines Dorflebens, in das sie so gar nicht passen wollen, dunklen Wäldern und einem tiefen Wunsch nach Freiheit. In fesselndem, poetischen und gleichzeitig klarem Schreibstil begleitet die Geschichte drei Generationen Frauen. Angefangen mit Außenseitern Liese, die von Mann und Gesellschaft kleingehalten wird, während sie sich den gesellschaftlichen Zwängen unterwirft, über Tochter Cora mit ihrem tiefsitzenden Wunsch nach Freiheit und Enkelin Eva, die schlussendlich alle Muster der vorigen Generationen durchbricht. Die Protagonistinnen sind so ausdrucksstark und authentisch gezeichnet, dass es die reinste Freude ist, ihre Willensstärke und die, von Generation zu Generation fortschreitende, Entwicklung mitzuerleben. Die Beschreibungen sind atmosphärisch, fesselnd und voller Gefühl. Lediglich am Ende ist letzteres, für meinen Geschmack, ein wenig zu kurz gekommen. Fazit: Ein berührender, kraftvoller und ebenso tragischer, wie ehrlicher Roman, der an vielen Stellen zum Innehalten einlädt. Auf jeden Fall lesenswert!
Ich hatte mich auf den Roman wirklich sehr gefreut. Leider hat er mich nicht so abgeholt und begeistert wie ich dachte. Ob es an der sehr poetischen Sprache lag oder einfach daran, dass ich mir die Geschichte völlig anders vorgestellt habe? Ich weiß nicht… Ich fand es zäh und langatmig, es passiert einfach nicht viel. Ich hatte mir die Geschichte auch irgendwie altmodischer vorgestellt … kann ich gar nicht in Worte fassen , anders halt. Aufgrund des Klappentextes dachte ich auch, dass alle drei Protagonisten von Anfang an die Geschichte bestimmen… aber nun- Auf zum nächsten Werk!
Eine Geschichte von Großmutter, Tochter und Enkelin, groß gewachsen, dünn und rote Haare, aufgewachsen in einem kleinen Dorf im Schwarzwald. Worttag, eigensinnig, manchmal stur entsprechen sie nicht unbedingt den traditionellen Normen und Vorstellungen und werden daher genau beobachtet. Sie sind selbstbewusst, manchmal zweifelnd-aber die Liebe zur Natur ist ihnen allen in die Wiege gelegt und sie verbiegen sich nicht, bleiben sich selber treu. Drei Leben, drei Teile einer Geschichte. Wunderbar zu lesen, mich hat das Buch absolut überzeugt.
Und das nächste wundervolle Buch gesellt sich zu meinen allerliebsten Lieblingsbüchern. ❤️
"Die Farben fallen von den Wänden. Erst die dunklen, dann die kräftigen, dann die blassen, bis nur noch Weiß über ist. Fallen zu Boden und zerbrechen. " ❤️ Wieviel Poesie kann man in einen Schockmoment packen? Ich bin ganz verliebt Hannah Häffners Kunst mit Worten umzugehen. Dieses Buch ist so voll von wunderschönen Sätzen, dass sich die gesamte Lesedauer für mich angefühlt hat wie eine riesige, liebevolle Umarmung voller Herz und Wärme. Es lässt mich glücklich zurück. ❤️
„Vielleicht wird jetzt alles anders. Ganz selten wird wirklich alles anders, dafür ist die Welt schon zu alt, aber manchmal passiert es eben doch.“ Eine wunderbare Geschichte, die manchmal ihre Längen hat, aber doch immer berührt. Ich liebe den Schreibstil und konnte mich zwischen den ganzen schönen Textstellen kaum entscheiden. ☺️🌲
Bewegend ✨🤍
Die Riesinnen von Hannah Häffner Die „Riesinnen“ zählt für mich definitiv zu meinen Jahreshighlights ✨. Es ist kein Buch, das man nebenbei oder schnell wegliest – dafür ist die Sprache zu dicht, zu poetisch und zu vielschichtig 🤍 Besonders schön fand ich die fließenden Übergänge zwischen den einzelnen Riessbergerinnen in den Kapiteln. Dadurch konnte ich mich tief hineinfühlen, fast so, als würde aus mir selbst heraus gefühlt. Mit großer Feinheit erkundet Hannah Häffner, was es bedeutet, ein Kind zu lieben, ohne sich selbst darin zu verlieren. Auch die Idee von Heimat wird hier auf berührende Weise erweitert: Sie ist so viel mehr als nur ein Ort, an dem man lebt oder herkommt. Große Liebe für Eva, Cora und Liese! „Man muss einen Ort nicht lieben, um ihn nicht loszuwerden; wohin man gehört, entscheidet man schließlich nicht selbst. Man steuert seine Wurzeln nicht, sie suchen sich selbst ihr Stück Erde, und man muss dann damit leben.“

Sprachliche Wucht und Schwarzwald
Ein Buch, was mich vor allem durch seine Sprache erreicht und daran erinnert hat, warum ich Sprache und Literatur liebe - atmosphärisch dicht, poetisch, üppig, anregend und mit Meta-Ebenen, hier war einfach alles dabei, inklusive purer Lebensweisheit, die alles andere als wandtattoo-mäßig wirkt. Außerdem erzählt es die Geschichte von drei unabhängigen Frauen, die nach Autonomie streben und mit jeder Generation ein bisschen freier sein dürfen. Besonders toll fand ich, dass Liebe hier als innerfamiliäre Kraft wirkt und nicht von einer romantischen Beziehung abhängig ist. (Bonus: sie könnten nahezu meine Nachbarinnen sein, das Buch hat ein bisschen Lokalpatriotismus-Vorschub bei mir und ich hab die Andeutungen des Dialekts im Text wahrgenommen, wie etwa Artikel vor Namen, i appreciate 😂❤️)
Prädikat SUMPFBUCH! Habe es an 2 Tagen durchgesuchtet, weil es so gut ist. Sprachlich manchmal ein bisschen zu blumig, aber dann auch wieder ganz schön toll poetisch 🫶 An die Riesinnen werde ich noch lange denken müssen. Was für eine Kunst, so eine Familie, so eine Stimmung und so einen Ort in Worte zu packen. Ein ganz, ganz toller Text mit großartigen Figuren.
Lesehighlight 💙
Die Riesinnen – was soll ich sagen? Für mich ein absolutes Highlight und wirklich ein Must-read. Die Geschichte rund um die drei Frauen einer Schwarzwälder Familie hat mich total gepackt. Ich habe das Buch komplett verschlungen. Hannah Häffner schreibt so poetisch und gleichzeitig unglaublich nahbar – manche Sätze wollte ich direkt nochmal lesen. Dieser besondere Schreibstil hat mich total fasziniert. Vor allem die Frauenfiguren sind so stark und vielschichtig geschrieben, dass man richtig mit ihnen lebt und fühlt 😍 Große Empfehlung 🫶🏻

❲ Sie sind voneinander fort gewachsen und was bleibt ist die Gewohnheit Freunde zu sein. Sich einmal im Jahr zu treffen und sich Dinge zu erzählen die auch Punkte auf einer Liste sein könnten. Die wirklich wichtigen Dinge aber geschehen abseits davon. Bevor man es merkt weiß man nicht mehr was der Andere denkt und fühlt. Erzählt selbst nicht mehr was man denkt und fühlt. ❳ ❲ Was auch immer man erreicht hat im Leben, man hat es im Leben erreicht, nicht im Tod. Dort drüben zählt es nicht. Interessiert keinen und das ist gut so. Denn wie deprimierend wäre es zu wissen, dass man auch dort noch an den Dingen gemessen wird die man geschafft hat oder eben nicht. ❳
Atmosphärischer, poetischer Roman über drei starke Frauen im Schwarzwald, der berührt, mitreißt und lange nachklingt.
„Die Riesinnen“ ist ein zutiefst berührender und atmosphärisch dichter Roman über drei Generationen von Frauen, deren Leben untrennbar miteinander verwoben ist. Im Mittelpunkt stehen Lise, ihre Tochter Cora und ihre Enkelin Eva – drei Frauen, die im kleinen Schwarzwalddorf Wittenmoos leben und lernen müssen, ihr Leben aus eigener Kraft zu gestalten. Die Geschichte beginnt mit Lise, die unerwartet zur Witwe wird und sich plötzlich in einer Welt zurechtfinden muss, in der sie auf sich allein gestellt ist. Mit großer innerer Stärke nimmt sie ihr Schicksal an – ein Mut, der sich wie ein leiser roter Faden durch die folgenden Generationen zieht. Auch Cora und später Eva stehen vor eigenen Herausforderungen, wachsen über sich hinaus und zeigen, was es bedeutet, trotz aller Hürden weiterzugehen. Was diesen Roman besonders macht, ist die intensive Verbindung zwischen den drei Frauen. Es ist ein unsichtbares Band, das sie über die Jahre hinweg zusammenhält – geprägt von Liebe, Erfahrung und einem tiefen Verständnis füreinander. Gleichzeitig erzählt das Buch eindrucksvoll von Heimat und Wurzeln, von Dingen, die sich nicht einfach abschütteln lassen, egal wohin das Leben einen führt. Sprachlich überzeugt „Die Riesinnen“ durch eine poetische und zugleich eindringliche Erzählweise. Die Natur des Schwarzwalds wird so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, selbst mitten im Wald zu stehen, das Rascheln der Blätter zu hören und die Atmosphäre des kleinen Dorfes unmittelbar zu erleben. Diese dichte Stimmung macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen und sich vollkommen darin zu verlieren. Der Roman vereint viele Facetten des Lebens: Freude und Schmerz, Verlust und Hoffnung, Scheitern und Wachstum. Man lacht und leidet mit den Figuren, erkennt sich in ihren Gedanken wieder und wird immer wieder zum Nachdenken angeregt. Besonders bewegend ist die emotionale Tiefe – ein Buch, das nicht nur erzählt, sondern spürbar macht. „Die Riesinnen“ ist ein stilles, aber kraftvolles Werk über das Leben, die weibliche Stärke und die Bedeutung von Zusammenhalt. Ein Buch, das lange nachwirkt – und bei dem man durchaus auch die ein oder andere Träne vergießt. Fazit: Ein außergewöhnlich schönes, tiefgründiges und poetisches Buch, das ich von Herzen empfehlen kann. ⭐⭐⭐⭐⭐ (5/5 Sterne)
Ein Generationenroman über drei Frauen, mit ihren unterschiedlichen Lebensentwürfen. Dabei wird von der Autorin die Unterschiede in diesen Generationen sehr gut beschrieben. Auch wie sich das Leben für Frauen über die Jahre verändert hat. Ein Roman, der zwar wenig Handlung bereithält und leise daherkommt, aber trotzdem Spaß macht zu lesen
Die Riesinnen Hannah Häffner Was für ein ungewöhnliches, kraftvolles Buch. Die Riesinnen ist nichts, was man „mal eben so“ liest – es ist eher ein Text, den man erlebt. Hannah Häffner erschafft eine Welt für uns, die gleichzeitig fremd und erschreckend nah wirkt. Im Mittelpunkt stehen Frauenkörper, Machtverhältnisse und das Gefühl, sich selbst und den eigenen Platz in der Welt neu definieren zu müssen. Die „Riesinnen“ sind dabei mehr als nur ein Bild – sie stehen für Stärke, Anderssein und auch für das Unbehagen, das entsteht, wenn Frauen sich emanzipieren und nicht mehr klein machen (lassen). Der Schreibstil ist intensiv, stellenweise fast poetisch, andererseits oft roh und direkt. Man muss sich darauf einlassen, denn die Geschichte folgt keiner klassischen Erzählstruktur. Genau das passt aber ganz hervorragend zu dieser Generationengeschichte und hat mich mitgenommen in das Leben der Frauen. 💭 Was mir besonders gefallen hat: Die Atmosphäre. Dieses unterschwellige Gefühl von Bedrohung und Aufbruch zieht sich durch das ganze Buch. Es ist unbequem, aber genau deshalb so eindrücklich. 🤔 Was man wissen sollte: Wer klare Handlungsstränge und schnelle Spannung sucht, könnte hier ins Straucheln geraten. ✨ Fazit: ⭐️⭐️⭐️⭐️ Ein mutiges, eigenwilliges Buch über Körper, Identität und weibliche Selbstermächtigung. Nichts für zwischendurch – aber definitiv etwas, das im Kopf bleibt.
Ein Buch als Metapher in sich...
Vorsicht - die Rezension könnte evtl. Erwartungen vorwegnehmen, spoilern. „Die Rieseninnen“ lebt für mich weniger von einer klaren Handlung als von seiner Sprache. Von Umschreibungen, Metaphern, einzigartigen Ideen, Worte zu verwenden und malerisch Dinge auf den Punkt zu bringen (..."als hätte sie immer hierhin gehört. Als hätte sie irgendwann jemand vorsichtig aus dem Grün gelöst, aber an den Wurzeln war noch Erde, die ganze Zeit.") Die Handlung ist eher ruhig, so offen, dass ich zwischendurch nicht genau wusste, worauf es eigentlich hinauswill. Und genau das ist dann irgendwie der Punkt: Nicht alles muss irgendwohin führen. Nicht jede Geschichte braucht ein klares Ziel. Am Ende schließt sich der Kreis. Und plötzlich wirkt das Ganze wie eine Metapher in sich selbst. Für mich ist "Die Riesinnen" vor allem eines: ein Buch, das durch seine wunderschöne Sprache lebt, mit der es Sehnsucht weckt nach Fortgehen und Ankommen, nach Heimat, Daheim, Zuhause, wie auch immer wir es nennen, da wo wir herkommen.
DIE RIESINNEN Hannah Häffner ET: 25.02.26 Hannah Häffner erzählt die Geschichte von drei Frauen aus drei Generationen, die ihr Leben im kleinen Dorf Wittenmoor im Schwarzwald verbringen. Die Riessberger Frauen gleichen sich äußerlich sehr – groß wie Riesinnen, schmal, mit rostblonden Locken – und könnten doch unterschiedlicher kaum sein. Jede von ihnen sehnt sich nach etwas anderem, jede versucht auf ihre Weise auszubrechen und bleibt doch mit dem Dorf und seiner Enge verbunden. In den 1950er Jahren wird Liese geboren. Später heiratet sie den Metzger-Erben Bernhard. Doch glücklich wird sie nie. Sie fühlt sich im Dorf fremd, wird eher geduldet als wirklich akzeptiert und träumt immer wieder davon fortzugehen. Als sie schwanger wird und ihre Tochter Cora zur Welt bringt, scheint dieser Traum endgültig zu zerbrechen. Und selbst als ihr Mann verunglückt, bleibt weniger Trauer als vielmehr die Angst davor, wie sie nun überleben soll. Auch Cora wächst als Außenseiterin auf. Sie passt weder in die Dorfgemeinschaft noch zu den Kindern auf dem Schulhof. Doch in ihr steckt eine Wut, die sie antreibt, auszubrechen und nach einem anderen Leben zu suchen. Jahre später kehrt sie zurück – ohne das Glück gefunden zu haben, aber mit einem Kind im Bauch. Und so setzt sich die Geschichte der Riessberger Frauen fort. Hannah Häffner hat einen atmosphärischen und eindringlichen Mehrgenerationenroman geschrieben. Mit einer besonderen, beinahe poetischen Sprache erzählt sie von weiblichen Lebenswegen, von Enge, Sehnsucht und dem Wunsch nach Freiheit. Dabei entstehen starke Bilder, die sich beim Lesen festsetzen und den Roman lange nachhallen lassen. Fazit: Ein eindrücklicher, atmosphärischer und bildgewaltiger Roman über drei Frauen aus drei Generationen, die versuchen, ihren eigenen Platz im Leben zu finden. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen – auch wenn ich gefühlt die Letzte von euch Bookies war. 4,5/5

Zu Beginn musste ich mich kurz mit dem Schreibstil anfreunden, aber danach habe ich mir so viele tolle Stellen markiert und so geliebt. Die drei Frauen, die wir über die Jahre begleiten, sind sehr unterschiedlich und haben mit sehr verschiedenen Umständen und eigenen Dämonen zu kämpfen. Ich muss sagen, dass mit der ersten Teil wirklich am besten gefallen hat. Cora hat mich manchmal wirklich geärgert und ich konnte ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen. Fand es aber insgesamt rund und stimmig.
Mein Highlight.
Ich muss gestehen, dass ich zunächst skeptisch war. Aber bereits nach den ersten Seiten wusste ich, dass ich ein tolles Buch gefunden habe. Ich habe alle drei Frauen in mein Herz geschlossen. Alle drei Frauen ihrer Zeit. Liese, die zu einer Zeit lebte, in der die Frauen nicht selbst entscheiden durften, in der die Männer das Sagen hatten und alles entschieden haben. Sie hat sich in der Geschichte entwickelt und ist ihren Weg gegangen. Sie war mir die Liebste der drei Frauen. Ihre Lebensklugheit hat mich beeindruckt. Zusammen mit ihrer Ruhe und Weitsicht eine tolle Frau. Cora, die Tochter, wild und oft unglücklich. Auch, wenn sich ihr Leben anders als erhofft und erträumt entwickelt hat, war sie ein starker Charakter. Und Eva, die Enkelin, war wieder sanfter als die Mutter und hat ihren Weg gemacht. Obwohl die Mutter andere Vorstellungen für das Leben ihres Kindes hatte. Der Schreibstil und die Ausdrucksweise im Buch war genauso karg und manchmal kurz wie das Verhalten der Frauen. Aber genau das macht das Buch aus. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und würde auch mehr Sterne vergeben. Ein Highlight, das noch lange in mir nachhallt.
Ruhig und kraftvoll - wie der Wald selbst
Der berührende Generationenroman besticht durch seine besondere, klare Sprache, In meist kurzen aber aussagekräftigen Sätzen werden die Lebensgeschichten der drei Riesinnen erzählt. Es geht um die Naturverbundenheit, um das Streben nach Freiheit, um die Selbstfindung, Zugehörigkeit und Stärke. Auch wegen der besonderen Atmosphäre, der tiefen Emotionen, der sensibel herausgearbeiteten. Charaktere und der ineinander verwobenen Handlungsstränge ist dieser kraftvolle Roman absolut lesenswert.
„Die Riesinnen“ führt in das fiktive Schwarzwalddorf Wittenmoos. Im Mittelpunkt der Geschichte stehen drei große, kantige, starke Frauen aus drei Generationen: Liese, Cora und Eva. Großmutter, Mutter und Tochter - alle verwurzelt im Schwarzwalddorf und doch ebenso sehnsüchtig nach Freiheit und Unabhängigkeit. In atmosphärischer, dichter Sprache entfaltet Hannah Häffner über drei Generationen eine Geschichte von Müttern und Töchtern, von Nähe und Distanz, von Heimat und Freiheit. Liese setzt sich nach dem Tod des Ehemannes, der ihr das Leben nicht allzu leicht gemacht hat, gegen ihre Schwiegereltern durch und übernimmt die Metzgerei der Familie. So will sie unabhängig für sich und ihre Tochter Cora sorgen. Und trotz aller Anfeindungen, Hürden und Zweifel am Weitermachen und Bleiben, bleibt sie ihrer Heimat treu. Cora wächst unabhängig, mit Neugier und Freiheitsdrang im Umfeld der Metzgerei auf. Und so sehr ihr Wunsch nach Freiheit sie in die Welt zieht, so sehr zieht es sie auch wieder zurück nach Wittenmoos. Im Gepäck hat sie eine Tochter - Eva. Wer der Vater ist, ist unerheblich. Und auch Eva ist ausgestattet mit einer Mischung aus Freiheitsdrang und Heimatverbundenheit und liebt - ebenso wie schon ihre Mutter und Großmutter - den Wald. Hannah Häffners ist ein intensiver, poetischer Roman, der konsequent Frauen in den Mittelpunkt stellt, gelungen. Besonders eindringlich sind die stillen Momente, in denen Schmerz und Sehnsucht spürbar werden: „Sie müsste weinen. Sie müsste so viel weinen, dass sie sich gar nicht traut, damit anzufangen. Morgen vielleicht.“ (S. 55) Ein wirklich tolles Buch, das mich atmosphärisch, inhaltlich und sprachlich überzeugt hat.
"Zu Hause ist schließlich etwas anderes wie daheim. Zuhause kann sich ändern, daheim bleibt." Groß und dünn sind sie, die Riessberger Mädchen und wilde rote Haare haben sie. Liese und ihre Tochter Cora, die eigentlich Cornelia heißen sollte, aber der Name war zu sanft für dieses kleine, wütende Kind. Ein Kind das der Vater nicht lieben kann, genauso wenig, wie er die Liese nicht liebt, die so groß und so dünn ist und bei der er sich wohl immer zu klein fühlt. Als er anfängt auch seine Wut an den beiden auszulassen, geht Lieses größter Wunsch in Erfüllung. Er stirbt bei einem Unfall. Was nun folgt sind Jahre der harten Arbeit, an einem Ort, an dem Liese immer nur der Mißmut der Mitmenschen entgegen kommt. Ein Ort der sie nie wirklich willkommen geheißen hat. Nur der Wald schenkt ab und an Ruhe. Cora sucht ihr Heil in der Ferne. Reist nach Paris und nach Italien. "Sie fragt sich, ob sie, wenn alles anders gekommen wäre, eine neue Heimat gefunden hätte, irgendwo, oder ob die Heimat hier geblieben wäre, etwas, das man nicht loswird, das am Schuh klebt oder an der Seele." Sätze wie Kunstwerke durchziehen diesen Roman, nein, bilden diesen Roman. Lassen einen nicht los und zwingen einen, auch über die eigene Heimat nachzudenken, das eigene Zuhause. Als Eva geboren wird, erblickt ein neues Riessberger Mädchen die Welt. Ebenso groß und dünn und rothaarig und doch so anders. Und wir dürfen die nächste Generation auf ihrem Weg begleiten. Dieses Buch ist pure Poesie und harte Wirklichkeit. Es ist ein Heimatroman und ein Generationenportrait, aber vor allem ist es das Portrait dreier Frauen, die alle ihren eigenen Weg finden mussten, ihr Leben zu leben und "...das es nur etwas Gutes sein könne, wenn Heimat etwas ist, wofür man sich entscheidet." Sehr große Leseempfehlung für alle, die die besondere Sprache lieben, denn die ist großartig 🩷 Eine klitzekleine Länge zu Beginn des letzten Drittels, hat mich einen halben Stern abziehen lassen.
Ein kluges Buch über das Leben, 3 starke Frauen,, tief verwurzelt in einem Dorf mit konservativen, einengenden Konventionen, die sie hinnehmen und trotzdem ihren eigenen Weg selbstbewusst und mutig gehen - jede auf ihre Weise. Die Kraft von Familie, Natur und Ruhe leitet durch die Geschichte, eine Rückbesinnung auf wirklich wichtige Werte.
Drei Frauen, drei Generationen, eine Familie. Ein durchaus feministisch geprägter Roman der leicht zu lesen ist.
Ich habe Die Riesinnen als angenehm ruhige und stimmigen Roman erlebt. Der Einstieg war für mich etwas ungewohnt, weil der Schreibstil eine eigene Note hat, aber nach kurzer Zeit liest sich das Buch sehr flüssig. Was ich gut gelungen fand war die Verknüpfung von drei Generationen. Die Übergänge zwischen den einzelnen Perspektiven sind sanft und wirken natürlich, sodass die Geschichten sich fließend anfühlen. Die Figuren und ihre Emotionen wirken dabei authentisch und nahbar. Ich finde das dem Buch an manchen Stellen die Intensität fehlt. Es bleibt eher leise und verzichtet auf große dramatische Zuspitzungen. Für mich war genau das aber auch ein Pluspunkt, eine leichte, gut lesbare Geschichte mit einem soliden, eher subtilen Spannungsbogen.

Ein Kunstwerk!
Ich habe ein Jahreshighlight gefunden. Das Buch hat mich nachdenklich gemacht, es hat mich mit seiner Atmosphäre umsponnen und mit einer außerordentlichen Sprache schlicht umgehauen! "Die Riesinnen" von Hannah Häffner ist ein Roman, der sich leise anschleicht und dann lange nachhallt. Im Zentrum stehen drei Frauen aus verschiedenen Generationen, die in einem abgelegenen Dorf im Schwarzwald leben, einen Ort, der ebenso Schutzraum wie Begrenzung ist. Häffner erzählt keine laute Geschichte, sondern eine, die sich über Stimmungen, Bilder und innere Bewegungen entfaltet. Was sofort auffällt, ist die Sprache: Sie ist so leicht dabei gleichzeitig rau und kantig und wunderschön! Genau diese Mischung macht den besonderen Reiz des Romans aus. Häffner findet einen Ton, der schwebt und zugleich erdet. Bildhaft, präzise und manchmal überraschend roh zieht sich der Stil durch die gesamte Erzählung und verleiht ihr eine ganz eigene Intensität. Naturbeschreibungen und innere Zustände greifen dabei ineinander und verstärken sich gegenseitig, sodass eine dichte, atmosphärische Welt entsteht. Die Figuren sind das eigentliche Herz des Romans. Jede der drei Frauen trägt ihre eigene Geschichte, ihre eigenen Verletzungen und Sehnsüchte. Dabei geht es weniger um spektakuläre Handlung als um das Ringen mit dem eigenen Platz in der Welt und mit den Erwartungen, die von außen kommen oder in der Familie weitergegeben werden. Diese leisen Konflikte werden mit viel Sensibilität dargestellt. Themen wie Heimat, Zugehörigkeit und Selbstbestimmung ziehen sich durch das ganze Buch. Häffner stellt dabei immer wieder die Frage, ob Herkunft Halt gibt oder eher einengend wirkt. Besonders spannend ist, wie sich die Beziehungen zwischen den Generationen entwickeln,geprägt von Nähe, Distanz und unausgesprochenen Spannungen. Insgesamt ist Die Riesinnen ein stiller, aber kraftvoller Roman, der weniger über Handlung als über Gefühl und Atmosphäre funktioniert. Er bleibt im Kopf, gerade weil er nicht versucht, sich aufzudrängen, sondern langsam, fast behutsam eine Wirkung entfaltet, die mit Wucht nachhallt! Ein Kunstwerk!

Abbruch - Rezension (25 Prozent) Weil ich den Roman nicht zu Ende gelesen habe und fair bleiben möchte, eine Rezension ohne Sterne-Bewertung ⭐
Ich hatte mich wirklich sehr auf diesen Roman gefreut, die durchweg begeisterten Rezensionen und meine Vorliebe für Generationenromane haben meine Erwartungen entsprechend hoch angesetzt 📚✨. Leider konnte mich „Die Riesinnen“ überhaupt nicht erreichen. Besonders die Sprache war für mich eine große Hürde. Sie wirkt sehr hochtrabend und stark poetisch, was zwar sicher bewusst gewählt ist, für mich aber eher distanziert als mitreißend war 📝😕. Ich hatte ständig das Gefühl, mehr mit der Form als mit dem Inhalt beschäftigt zu sein. Auch die Geschichte selbst hat mich leider nicht gepackt. Statt einer fesselnden Entwicklung plätschert die Handlung für mein Empfinden eher dahin 🌊, ohne dass sich Spannung oder echtes Interesse aufbaut. Dadurch fiel es mir schwer, eine Verbindung zu den Figuren oder zur erzählten Welt herzustellen. Nach etwa 25 Prozent habe ich das Buch schließlich abgebrochen 🚫📖. Da ich es nicht zu Ende gelesen habe, vergebe ich neutral keine Sterne – aber insgesamt war es für mich eine klare Enttäuschung.

Jetzt schon ein Jahreshighlight!
,,Die Riesinnen‘‘ von Hannah Häffner haben mich von der ersten Seite an in ihren Bann gezogen. Zu Beginn begleiten wir Liese, später dann ihre Tochter Cora, bis der Fokus dann auf deren Tochter Eva schwenkt. Drei starke Frauen die gegen alle Widrigkeiten versuchen ihren Platz im Leben zu finden, die immer wieder neue Wege gehen (müssen), sich behaupten und füreinander einstehen. All das vor der Kulisse des kleinen Dorfes Wittenmoos im Schwarzwald. Der Roman war so wunderbar atmosphärisch geschrieben, dass ich das Gefühl hatte mit den ,,Riesinnen‘‘ gemeinsam durch den Wald, das Dorf, die Fleischerei und all die anderen Orte zu streifen, weil ich es mir so bildhaft vorstellen konnte beim Lesen. Auch in die Charaktere habe ich mich von Anfang an verliebt und wollte sie am Ende gar nicht mehr loslassen, ja selbst den mürrischen Fischel hab ich in mein Herz geschlossen. Der Roman selbst besticht nicht durch rasante Handlung und raffinierte Plots. Das Erzähltempo ist eher langsam, sodass man ganz in Ruhe den Lebenssträngen der Protagonistinnen folgen und ganz tief in die Geschichte eintauchen kann. Ich selbst habe mich beim Lesen das ein oder andere Mal daran erinnert gefühlt wie meine Oma mir als Kind Geschichten aus ihrer Kindheit und ihrem Leben erzählt hat. Alles in allem ein wirklich fantastisches Buch und den Hype definitiv wert! Wenn ihr es noch nicht gelesen habt-worauf wartet ihr dann?
„… über die Sehnsucht nach Freiheit und Wurzeln, über Mütter und Töchter und über die Kraft der Natur.“
„ Die Riesinnen“ werden sie im Dorf genannt, denn schon ihr Erscheinungsbild erfüllt die Dörfler mit Unbehagen. „Mager ist sie, wie ein Kleiderhaken, zurechtgebogen zu Menschenform. Dünn und stark und langgestreckt: Keine ist größer als sie, im Dorf nicht und auch nicht im nächsten. Dazu die Kupferwollehaare, die wütend nach dem Himmel greifen…“ So lernen wir die Liese kennen und im Laufe der Jahrzehnte ihre Tochter Cora und ihre Enkeltochter Eva. Sie sehen sich nicht nur äußerlich ähnlich. Sie alle drei zeigen Rückrad, Durchhaltevermögen und trauen sich im richtigen Moment, das Passende zu sagen. Sie arbeiten hart für ihre Unabhängigkeit und geben sich gegenseitig Halt und Zuversicht. Sie haben es nicht immer leicht miteinander und doch haben sie die Gewissheit, sich in schwierigen Situationen bedingungslos aufeinander verlassen zu können. Dabei bewahrt sich jede einzelne eine gewisse Freiheit, zu tun, was ihr für den Moment richtig erscheint. Beispielsweise den Aufbruch in die große weite Welt, um der Engstirnigkeit des Dorfes zu entfliehen. Und doch kehren sie zurück, so tief sind sie verwurzelt mit der Natur des Ortes. Es handelt sich um einen Generationsroman, der so viele Themen beinhaltet: Bedeutung von Heimat, Identitätsfindung und Coming- of-Age, der kritische Blick auf die Rolle der Frau im Wandel der Zeit. Ich habe den Roman sehr genossen, mit seiner ganz besonderen, sehr poetischen Sprache, die so bildhaft und federleicht schwierigste Themen beschreibt. Am Ende des Buches hatte ich das Gefühl, mich von alten Bekannten verabschieden zu müssen und wäre gern noch ein bisschen geblieben, in ihrer Gemeinschaft, im schönen Schwarzwald. Das Ende war für mich rund und doch noch nicht auserzählt… Ganz große Leseempfehlung von mir🌟

Ein leises Meisterwerk
Eigentlich hatte ich „Die Riesinnen“ gar nicht auf dem Schirm, doch die vielen positiven Rezensionen haben mich neugierig gemacht. Als ich dann gesehen habe, dass das Hörbuch von Jördis Triebel eingelesen wurde, war die Entscheidung gefallen. Eine absolute Bestwahl. Das Buch erzählt die kraftvolle Geschichte dreier Frauen über verschiedene Generationen hinweg. Liese, die in einer Zeit, die noch gar nicht für moderne Frauenrollen bereit war, unglaublich stark für sich und ihre Tochter einsteht. Cora und Eva führen diese Linie fort, jede mit ihren eigenen größeren und kleineren Kämpfen, aber alle verbunden durch das unsichtbare Band der Familie. Es ist ein sehr stilles, leises Buch, ohne Knalleffekt. Wenn man am Ende zurückblickt, erkennt man, dass aber wahnsinnig viel passiert ist, nämlich das Leben. Diese Frauen gehen ihren Weg, stehen für sich und ihre Kinder ein und bewahren den Zusammenhalt. Beeindruckt hat mich auch die Darstellung der Heimat in Wittenmoos – dieses teils ambivalente Gefühl einer Hassliebe zum Ort. Die Liebe zur Natur im Kontrast zur teils sozialen Enge, in der man nie unbeobachtet bleibt und die Leute reden, aber auch der Zusammenhalt einiger. „Die Riesinnen“ ist eine wundervolle Hommage an Frauen, die sich ihren Platz in der Welt behaupten.
Das Buch konnte mich schon auf den ersten Seiten durch die wunderschöne Sprache für sich einnehmen. Unfassbar, wie die Autorin entsprechende Worte findet. Letztendlich ist das Buch zu einem großen Highlight für mich geworden, obwohl die Geschichte eben nicht unbedingt sehr außergewöhnlich ist. Es geht um 3 Frauen (Mutter, Tochter, Enkeltochter) und ihre Leben, ihre Verwurzelung mit ihrer Heimat, ihre Schicksale und ihre unterschiedlichen Arten, mit dem Leben umzugehen. Ich fühlte mich den Figuren so nah, habe alles gespürt und mitgelitten. Eine ganz große Empfehlung! 💚
Gefühl, Poesie und Wurzeln
Dieses Buch zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Denn es besticht nicht durch seine herausragende Geschichte. Denn es passieren keine ungeahnten Dinge - sondern einfach das Leben selbst: Geboren werden und gebären, sterben, Sehnsüchte und stille Lieben, Niederlagen und tiefe Täler. Und all das macht die Stimmung dieses Buches einfach aus. Ich habe es bewusst ganz langsam und zart gelesen. Denn die Worte der Autorin sind einfach oft so wunderschön und so voller Poesie, dass ich viele Sätze und Abschnitte einfach immer wieder lesen musste. Jede der drei Riesinnen ist ganz anders und besonders. Und dabei verändert sich auch der Sprachstil im Buch. Das ist total klug und raffiniert gelöst, weil es mich als Leserin so einfach völlig in den Bann des Buches und in das Leben der Frauen gezogen hat. Ein wunderschönes Buch. Und wie traumhaft ist eigentlich dieses Cover?!
























































