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Düster, intensiv und psychologisch nachhallend
„Cry Baby“ hat mich wirklich beeindruckt. Das Buch ist unglaublich atmosphärisch dicht. Ich habe mich beim Lesen selbst bedrückt und stellenweise fast ängstlich gefühlt. Diese beklemmende Stimmung zieht sich konsequent durch die Geschichte und bleibt auch nach dem Zuklappen noch lange im Kopf. Sprachlich ist der Roman sehr direkt, klar und schnörkellos, was ich als große Stärke empfunden habe. Es lässt sich flüssig lesen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders mochte ich das Setting der amerikanischen Kleinstadt, das der Geschichte eine zusätzliche Enge und Intensität verleiht. Die Figuren, allen voran die kleine Schwester mit ihrer extremen, beinahe verstörenden Persönlichkeit, sind stark gezeichnet und vielschichtig. Auch die Protagonistin, die in anderen Bewertungen oft als unsympathisch beschrieben wird, habe ich persönlich ganz anders wahrgenommen: Ich fand sie authentisch und greifbar. Gerade ihre Ecken und Kanten haben es mir leicht gemacht, mich in sie hineinzuversetzen. Einen halben Stern ziehe ich dennoch ab, weil die Handlung für mich stellenweise etwas vorhersehbar war. Ab etwa der Mitte war mir relativ klar, in welche Richtung sich alles entwickeln würde, was sich letztlich auch bestätigt hat. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte trotz ihrer überschaubaren Länge noch etwas straffer hätte erzählt werden können. Richtig gepackt hat es mich erst im zweiten Teil, als ich unbedingt wissen wollte, ob meine Vermutung stimmt. Trotzdem: ein tiefgehender, psychologisch intensiver und sehr düsterer Roman, der nachhallt. Sprachlich stark, atmosphärisch überzeugend und definitiv eine Leseempfehlung.
Feb 15, 2026
Düster, intensiv und psychologisch nachhallend
„Cry Baby“ hat mich wirklich beeindruckt. Das Buch ist unglaublich atmosphärisch dicht. Ich habe mich beim Lesen selbst bedrückt und stellenweise fast ängstlich gefühlt. Diese beklemmende Stimmung zieht sich konsequent durch die Geschichte und bleibt auch nach dem Zuklappen noch lange im Kopf. Sprachlich ist der Roman sehr direkt, klar und schnörkellos, was ich als große Stärke empfunden habe. Es lässt sich flüssig lesen, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Besonders mochte ich das Setting der amerikanischen Kleinstadt, das der Geschichte eine zusätzliche Enge und Intensität verleiht. Die Figuren, allen voran die kleine Schwester mit ihrer extremen, beinahe verstörenden Persönlichkeit, sind stark gezeichnet und vielschichtig. Auch die Protagonistin, die in anderen Bewertungen oft als unsympathisch beschrieben wird, habe ich persönlich ganz anders wahrgenommen: Ich fand sie authentisch und greifbar. Gerade ihre Ecken und Kanten haben es mir leicht gemacht, mich in sie hineinzuversetzen. Einen halben Stern ziehe ich dennoch ab, weil die Handlung für mich stellenweise etwas vorhersehbar war. Ab etwa der Mitte war mir relativ klar, in welche Richtung sich alles entwickeln würde, was sich letztlich auch bestätigt hat. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte trotz ihrer überschaubaren Länge noch etwas straffer hätte erzählt werden können. Richtig gepackt hat es mich erst im zweiten Teil, als ich unbedingt wissen wollte, ob meine Vermutung stimmt. Trotzdem: ein tiefgehender, psychologisch intensiver und sehr düsterer Roman, der nachhallt. Sprachlich stark, atmosphärisch überzeugend und definitiv eine Leseempfehlung.
Feb 15, 2026







