Swift River
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Description
'Told with warmth and humor by a memorable, irrepressible heroine.' - Rumaan Alam, author of LEAVE THE WORLD BEHIND
What if the price of moving forward is losing the only family you've ever known?
Summer, 1987. On the sweltering streets of the dying New England mill town of Swift River, sixteen-year-old Diamond Newbury is desperately lonely. It's been seven years since her father disappeared, and while her mother is determined to move on, Diamond can't distance herself from his memory. When Diamond receives a letter from a relative she has never met, she unearths long-buried secrets of her family's past and discovers a legacy she never knew she was missing. The more she learns, however, the harder it becomes to reconcile her old life with the one she wants to lead.
So begins an epic story spanning the twentieth century that reveals a much larger picture of prejudice and love, of devotion and abandonment - and will change Diamond's life forever.
'Swift River broke my heart, and then offered me hope.' - Ann Napolitano, author of HELLO BEAUTIFUL
'Infused with that satisfying feeling one gets when you realize the missing piece to the puzzle is a sense of self . . . a sensational debut.' - Paul Beatty, author of THE SELLOUT
Book Information
Posts
Es war leider kein Buch nach meinem Geschmack.
Ich wollte es so sehr lieben, weil es erstens wunderschön aussieht und der Klappentext mir Gänsehaut verursacht hat. Es hat sich so gut angehört, meine Erwartungen haben sich leider nicht bestätigt. Ich habe mich teilweise gelangweilt, es konnte mich emotional nicht erreichen und nichts geben. Schade dabei finde ich die Thematik rund um Rassismus so wichtig und richtig mehr darüber zu erfahren, auch mag ich "coming of age" Romane. Es gab ein paar Stellen die habe ich gerne gelesen z.B wenn es um die Beziehung und Erlebnisse zwischen Vater und Tochter ging einige Erlebnisse von Diamond. Die Briefe fand ich schrecklich langweilig verfasst, bin oft gedanklich abgeschweift. Kann dieses Buch nicht weiter empfehlen 😏

SWIFT RIVER Essie Chambers Sommer 1987: An ihrem 16. Geburtstag wiegt Diamond so viel, dass kein Fahrrad sie mehr tragen kann. Ihre Beine, Gelenke und Knie schmerzen. Auf dem Weg ins Dorf versteckt sie sich in einer Telefonzelle, um heimlich eine Pause zu machen. Doch das ist nicht ihr einziges Problem: Diamond ist die einzige Schwarze in einer rassistischen Kleinstadt. Ihr Vater verschwand vor sieben Jahren spurlos – zurück blieben nur seine Turnschuhe am Ufer des Swift Rivers. Gemeinsam mit ihrer weißen Mutter lebt sie am Rand der Armutsgrenze. Diskriminierungen versucht sie schon lange zu ignorieren. Verwandte ihres Vaters hat sie nie kennengelernt. Umso größer ist die Überraschung, als plötzlich ein Brief von der älteren Schwester ihres Vaters eintrifft – einer Frau, von deren Existenz sie nichts wusste. Langsam, ganz langsam, entsteht eine zarte Freundschaft zwischen den beiden. Klingt gut, oder? Dachte ich auch. Und das wunderschöne Cover hat mich zusätzlich angesprochen. Doch leider konnte mich das Buch nicht wirklich packen – es zog sich endlos in die Länge. Es lag nicht am Schreibstil, der lässt sich wirklich angenehm lesen, sondern vermutlich an der sehr langsamen Handlung. Wie schade. Ich wollte dieses Buch so gern mögen. Dieses Mal gibt es von mir leider keine Leseempfehlung.

Starke Persönlichkeit, geht ihren Weg
Diamond wächst als einzige schwarze Person in „Swift River“ auf. Ihr Vater ist verschwunden, ihre Mutter teilweise selbst eher Kind als Erwachsene. Verwandtschaft ist bis auf ihre weiße Großmutter niemand vorhanden. Schon früh begegnet Diamond Rassismus, Ablehnung, Gemeinheiten. Sie lernt trotz aller Widrigkeiten ihren Weg zu gehen. Als plötzlich eine Tante mit ihr Kontakt aufnimmt, beginnt sie auch die Seite ihres Vaters zu verstehen und langsam kennenzulernen. Für ihr Debüt hat sich Essie Chambers ein schweres Thema gewählt, aber sehr gut gemeistert. Es wirkt nicht deprimierend oder schwer, auch wenn die Handlungen oft nicht einfach auszuhalten sind. Gerade mit dem Wissen, dass die Zeit noch nicht lange vorbei ist, beziehungsweise manches Verhalten immer noch andauert. Einzig hätte ich mir bei manchen Abschnitten ein schnelleres Vorwärtskommen gewünscht. Hin und wieder zog sich die Geschichte etwas, diese Stellen hätte man getrost kürzen können. Aber ansonsten finde ich das Buch gelungen und lesenswert.
Eine Geschichte über Sundown Towns, Depressionen und verpasste Kindheiten
Zurück in die 80er und rein in die Sundown Towns. Den Begriff kannte ich bisher nicht, den Fakt aber schon. Gemeinden in den USA, in denen die Bevölkerung vorwiegend weiß sind und die afroamerikanische Bevölkerung durch Bedrohungen, Anfeindungen, Restriktionen nach und nach vertrieben werden. Der Begriff Sundown Towns ist in Anlehnung daran entstanden, dass sich Schwarze nach Sonnenuntergang nicht mehr draußen aufhalten sollten. Swift River ist einer dieser Städte. Dort wächst Diamond auf. Mit weißer Mutter und schwarzem Vater. Pop, der Vater, verschwindet 1980 spurlos. Aus zwei Zeitperspektiven berichtet Diamond zum einen über die Zeit vor dem Verschwinden, sowie soeben Jahre später. Dazu kommen Briefe von einer Tante und einer Großtante. Letztere schreibt um 1915, also viele viele Jahre zuvor. Diamond ist 17 und noch dabei, ihren Platz in der Welt zu finden, was ihr in der rassistisch geprägten Umgebung sehr schwer gemacht wird. Ihre Mutter ist noch viel mit sich selbst beschäftigt und findet gar keinen Raum wirklich für Diamond da zu sein. Diamond als Außenstehende zu betrachten ist teilweise kaum aushaltbar und man möchte die Leute anschreien und schütteln: Seht ihr nicht, was ihr dieser jungen Seele antut? Die Frage um Pops Verschwinden zieht sich lange durch das Buch und am Ende gibt es zwar nicht DIE Auflösung aber ein nach und nach Verstehen. Teilweise etwas träge, wie ein heißer, schwüler Sommertag kommt das Buch daher. Ich konnte mich gut in die Zeit einfühlen, hatte Kulissen und Outfits vor Augen. Essie Chambers schreibt ruhig aber bildstark. Ein Roman, der vielleicht nicht wachrüttelt, aber mich zum recherchieren anregt. Ich bin dankbar dass Essie Chambers im Nachwort eine kurze Erklärung und Einordnung liefert. Kein Spannungsroman im klassischen Sinne und auch kein typischer Coming-of-age Roman. Irgendwas dazwischen und vielleicht gerade deshalb gut zu lesen.
Das war Nix
Ach Mensch, thematisch habe ich hier ein wirklich gutes Buch erwartet aber leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Es hätte eine so fesselnde Geschichte werden können. Rassismus in einer Sundown Town, mit dem Diamond täglich zu kämpfen hat, die zudem unter schwierigen Familienverhältnissen lebt und gleichzeitig auch noch Erwachsen werden muss. Und auch wenn manche Momente an die Nieren gehen und auch die Coming-of-Age-Geschichte funktioniert, so konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Zum einen lag es an den Protagonisten, selbst Diamond, mit denen ich nicht warm geworden bin. Für mich waren sie selten nahrbar und ich habe selten mit Diamon mitgefühlt. Zum anderen wurde die Geschichte einfach schleppend erzählt. So war es für mich leider ein zähes Unterfangen und hat mich emotional leider überhaupt nicht gekriegt. Dabei waren die Briefe von Diamonds Tante und Einblicke in die Vergangenheit sowie ihr Wille, mehr im Leben zu erreichen, sehr interessant erzählt. Aber irgendwie... Ich weiß nicht. Auch den Schreibstil fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig und arg nüchtern, später aber deutlich angenehmer. Was bleibt? Ich habe eine emotionale Reise erwartet bei Themen wie Rassismus, Trauer, Isolation, Familie und Erwachsenwerden... bekommen habe ich sie nicht, vielmehr ein Coming-of-Age-Roman mit wichtigen und interessanten Themen, der mich aber leider nicht erreichen oder fesseln könnte. Schade.

CoA-Roman x History im Setting einer Sundown Town ist an sich eine spannende Idee für eine Geschichte die für mich leider nur zum Teil funktioniert hat. Die Protagonistin Diamond ist ganz cool, hat aber für meinen Geschmack zu wenig 'Screentime', da sie sich die Seiten mit drei anderen Handlungssträngen in verschiedenen Zeiten teilen muss. Darin liegt für mich auch das größte Problem; das Buch erzählt seine Geschichte leider sehr umständlich. Mit vier verschiedenen Zeitsträngen, wovon zwei in Briefform und zwei die Perspektive von Diamond in verschiedenen Altersstufen zeigen. Sprachlich schwankt das Buch ebenfalls stark. Die meiste Handlung wird okay runtergeschrieben. Öfter als (für meinen Geschmack) nötig driftet die Erzählung in eine sehr sehr ekelhafte bildliche Sprache ab. Damit sind nicht die rassistischen Bemerkungen der Stadtbewohner gemeint, die natürlich auch widerlich sind, aber leider ja zum historischen Kontext gehören! Hauptsächlich meine ich Beschreibungen von Personen, Körperfunktionen, Sexszenen, Leichen ect. Für mich hat es sich so angefühlt, als ob der Plan war, die Geschichte dadurch schockierender, krasser und ?edgy? (Sagen die Kids das heute so? :D) zu machen, damit gezeigt wird wie schlimm schlimm alles ist. Leider gelingt die Landung nur bedingt und oftmals liest es sich irgendwo auf der Skala zwischen Ekel und Cringe. Dennoch gibt es vereinzelt auch sprachliche Glanzmonente. Tolle Idee, umständlich erzählt, merkwürdige Sprache, starke Protagonistin, unbedeutende Charaktere - A wild ride without lasting impact.
Auch wenn es wahrscheinlich leider ein Leben ist, dass viele leben mussten, war es mir zu viel...
Das Cover gefällt mir gut. Es passt auch zur Geschichte und ich mag die Stimmung, die es ausstrahlt. Mit dem Schreibstil bin ich nicht immer gut klar gekommen. Er ist zwar flüssig zu lesen, aber es fiel mir schwer richtig einzutauchen. Vielleicht bin ich auch deswegen mit Protagonistin Diamond nicht richtig warm geworden. Sie ist ein unglaublich starkes und auch spannendes Mädchen, doch richtig die Verbindung zu spüren hat bei mir nicht geklappt. Ich habe außerdem viele Charaktere des Buches als nervig empfunden. Sei es ihre Mutter oder auch der Fahrlehrer. Diese hatten für mich nicht viel einer Erwachsenen Person an sich. Am spannendsten waren für mich die Briefe von Diamonds Tante und die damit einhergehenden Rückblicke in die Vergangenheit, die auch das allgemeine Verständnis der Familiensituation etwas besser konnten. Die Geschichte beruht natürlich (leider) auf wahren Begebenheiten, weswegen es mir natürlich schwer fällt eine solche Bewertung zu geben. Ich verschließe meine Augen nicht vor der Vergangenheit, aber dieses Buch konnte mich leider einfach nicht ganz abholen.
Eine Kleinstadt, ein Fluss und ein großes Schweigen: Swift River von Essie Chambers erzählt vom Aufwachsen als schwarzes Mädchen im ländlichen Massachusetts. Nach dem Verschwinden des Vaters bleiben Fragen, Schuldzuweisungen und Ausgrenzung. Still, eindringlich und voller Zwischentöne legt der Roman frei, was Gemeinschaften lieber verdrängen.
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'Told with warmth and humor by a memorable, irrepressible heroine.' - Rumaan Alam, author of LEAVE THE WORLD BEHIND
What if the price of moving forward is losing the only family you've ever known?
Summer, 1987. On the sweltering streets of the dying New England mill town of Swift River, sixteen-year-old Diamond Newbury is desperately lonely. It's been seven years since her father disappeared, and while her mother is determined to move on, Diamond can't distance herself from his memory. When Diamond receives a letter from a relative she has never met, she unearths long-buried secrets of her family's past and discovers a legacy she never knew she was missing. The more she learns, however, the harder it becomes to reconcile her old life with the one she wants to lead.
So begins an epic story spanning the twentieth century that reveals a much larger picture of prejudice and love, of devotion and abandonment - and will change Diamond's life forever.
'Swift River broke my heart, and then offered me hope.' - Ann Napolitano, author of HELLO BEAUTIFUL
'Infused with that satisfying feeling one gets when you realize the missing piece to the puzzle is a sense of self . . . a sensational debut.' - Paul Beatty, author of THE SELLOUT
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Es war leider kein Buch nach meinem Geschmack.
Ich wollte es so sehr lieben, weil es erstens wunderschön aussieht und der Klappentext mir Gänsehaut verursacht hat. Es hat sich so gut angehört, meine Erwartungen haben sich leider nicht bestätigt. Ich habe mich teilweise gelangweilt, es konnte mich emotional nicht erreichen und nichts geben. Schade dabei finde ich die Thematik rund um Rassismus so wichtig und richtig mehr darüber zu erfahren, auch mag ich "coming of age" Romane. Es gab ein paar Stellen die habe ich gerne gelesen z.B wenn es um die Beziehung und Erlebnisse zwischen Vater und Tochter ging einige Erlebnisse von Diamond. Die Briefe fand ich schrecklich langweilig verfasst, bin oft gedanklich abgeschweift. Kann dieses Buch nicht weiter empfehlen 😏

SWIFT RIVER Essie Chambers Sommer 1987: An ihrem 16. Geburtstag wiegt Diamond so viel, dass kein Fahrrad sie mehr tragen kann. Ihre Beine, Gelenke und Knie schmerzen. Auf dem Weg ins Dorf versteckt sie sich in einer Telefonzelle, um heimlich eine Pause zu machen. Doch das ist nicht ihr einziges Problem: Diamond ist die einzige Schwarze in einer rassistischen Kleinstadt. Ihr Vater verschwand vor sieben Jahren spurlos – zurück blieben nur seine Turnschuhe am Ufer des Swift Rivers. Gemeinsam mit ihrer weißen Mutter lebt sie am Rand der Armutsgrenze. Diskriminierungen versucht sie schon lange zu ignorieren. Verwandte ihres Vaters hat sie nie kennengelernt. Umso größer ist die Überraschung, als plötzlich ein Brief von der älteren Schwester ihres Vaters eintrifft – einer Frau, von deren Existenz sie nichts wusste. Langsam, ganz langsam, entsteht eine zarte Freundschaft zwischen den beiden. Klingt gut, oder? Dachte ich auch. Und das wunderschöne Cover hat mich zusätzlich angesprochen. Doch leider konnte mich das Buch nicht wirklich packen – es zog sich endlos in die Länge. Es lag nicht am Schreibstil, der lässt sich wirklich angenehm lesen, sondern vermutlich an der sehr langsamen Handlung. Wie schade. Ich wollte dieses Buch so gern mögen. Dieses Mal gibt es von mir leider keine Leseempfehlung.

Starke Persönlichkeit, geht ihren Weg
Diamond wächst als einzige schwarze Person in „Swift River“ auf. Ihr Vater ist verschwunden, ihre Mutter teilweise selbst eher Kind als Erwachsene. Verwandtschaft ist bis auf ihre weiße Großmutter niemand vorhanden. Schon früh begegnet Diamond Rassismus, Ablehnung, Gemeinheiten. Sie lernt trotz aller Widrigkeiten ihren Weg zu gehen. Als plötzlich eine Tante mit ihr Kontakt aufnimmt, beginnt sie auch die Seite ihres Vaters zu verstehen und langsam kennenzulernen. Für ihr Debüt hat sich Essie Chambers ein schweres Thema gewählt, aber sehr gut gemeistert. Es wirkt nicht deprimierend oder schwer, auch wenn die Handlungen oft nicht einfach auszuhalten sind. Gerade mit dem Wissen, dass die Zeit noch nicht lange vorbei ist, beziehungsweise manches Verhalten immer noch andauert. Einzig hätte ich mir bei manchen Abschnitten ein schnelleres Vorwärtskommen gewünscht. Hin und wieder zog sich die Geschichte etwas, diese Stellen hätte man getrost kürzen können. Aber ansonsten finde ich das Buch gelungen und lesenswert.
Eine Geschichte über Sundown Towns, Depressionen und verpasste Kindheiten
Zurück in die 80er und rein in die Sundown Towns. Den Begriff kannte ich bisher nicht, den Fakt aber schon. Gemeinden in den USA, in denen die Bevölkerung vorwiegend weiß sind und die afroamerikanische Bevölkerung durch Bedrohungen, Anfeindungen, Restriktionen nach und nach vertrieben werden. Der Begriff Sundown Towns ist in Anlehnung daran entstanden, dass sich Schwarze nach Sonnenuntergang nicht mehr draußen aufhalten sollten. Swift River ist einer dieser Städte. Dort wächst Diamond auf. Mit weißer Mutter und schwarzem Vater. Pop, der Vater, verschwindet 1980 spurlos. Aus zwei Zeitperspektiven berichtet Diamond zum einen über die Zeit vor dem Verschwinden, sowie soeben Jahre später. Dazu kommen Briefe von einer Tante und einer Großtante. Letztere schreibt um 1915, also viele viele Jahre zuvor. Diamond ist 17 und noch dabei, ihren Platz in der Welt zu finden, was ihr in der rassistisch geprägten Umgebung sehr schwer gemacht wird. Ihre Mutter ist noch viel mit sich selbst beschäftigt und findet gar keinen Raum wirklich für Diamond da zu sein. Diamond als Außenstehende zu betrachten ist teilweise kaum aushaltbar und man möchte die Leute anschreien und schütteln: Seht ihr nicht, was ihr dieser jungen Seele antut? Die Frage um Pops Verschwinden zieht sich lange durch das Buch und am Ende gibt es zwar nicht DIE Auflösung aber ein nach und nach Verstehen. Teilweise etwas träge, wie ein heißer, schwüler Sommertag kommt das Buch daher. Ich konnte mich gut in die Zeit einfühlen, hatte Kulissen und Outfits vor Augen. Essie Chambers schreibt ruhig aber bildstark. Ein Roman, der vielleicht nicht wachrüttelt, aber mich zum recherchieren anregt. Ich bin dankbar dass Essie Chambers im Nachwort eine kurze Erklärung und Einordnung liefert. Kein Spannungsroman im klassischen Sinne und auch kein typischer Coming-of-age Roman. Irgendwas dazwischen und vielleicht gerade deshalb gut zu lesen.
Das war Nix
Ach Mensch, thematisch habe ich hier ein wirklich gutes Buch erwartet aber leider konnte es mich nicht wirklich überzeugen. Es hätte eine so fesselnde Geschichte werden können. Rassismus in einer Sundown Town, mit dem Diamond täglich zu kämpfen hat, die zudem unter schwierigen Familienverhältnissen lebt und gleichzeitig auch noch Erwachsen werden muss. Und auch wenn manche Momente an die Nieren gehen und auch die Coming-of-Age-Geschichte funktioniert, so konnte mich das Buch leider nicht fesseln. Zum einen lag es an den Protagonisten, selbst Diamond, mit denen ich nicht warm geworden bin. Für mich waren sie selten nahrbar und ich habe selten mit Diamon mitgefühlt. Zum anderen wurde die Geschichte einfach schleppend erzählt. So war es für mich leider ein zähes Unterfangen und hat mich emotional leider überhaupt nicht gekriegt. Dabei waren die Briefe von Diamonds Tante und Einblicke in die Vergangenheit sowie ihr Wille, mehr im Leben zu erreichen, sehr interessant erzählt. Aber irgendwie... Ich weiß nicht. Auch den Schreibstil fand ich zunächst gewöhnungsbedürftig und arg nüchtern, später aber deutlich angenehmer. Was bleibt? Ich habe eine emotionale Reise erwartet bei Themen wie Rassismus, Trauer, Isolation, Familie und Erwachsenwerden... bekommen habe ich sie nicht, vielmehr ein Coming-of-Age-Roman mit wichtigen und interessanten Themen, der mich aber leider nicht erreichen oder fesseln könnte. Schade.

CoA-Roman x History im Setting einer Sundown Town ist an sich eine spannende Idee für eine Geschichte die für mich leider nur zum Teil funktioniert hat. Die Protagonistin Diamond ist ganz cool, hat aber für meinen Geschmack zu wenig 'Screentime', da sie sich die Seiten mit drei anderen Handlungssträngen in verschiedenen Zeiten teilen muss. Darin liegt für mich auch das größte Problem; das Buch erzählt seine Geschichte leider sehr umständlich. Mit vier verschiedenen Zeitsträngen, wovon zwei in Briefform und zwei die Perspektive von Diamond in verschiedenen Altersstufen zeigen. Sprachlich schwankt das Buch ebenfalls stark. Die meiste Handlung wird okay runtergeschrieben. Öfter als (für meinen Geschmack) nötig driftet die Erzählung in eine sehr sehr ekelhafte bildliche Sprache ab. Damit sind nicht die rassistischen Bemerkungen der Stadtbewohner gemeint, die natürlich auch widerlich sind, aber leider ja zum historischen Kontext gehören! Hauptsächlich meine ich Beschreibungen von Personen, Körperfunktionen, Sexszenen, Leichen ect. Für mich hat es sich so angefühlt, als ob der Plan war, die Geschichte dadurch schockierender, krasser und ?edgy? (Sagen die Kids das heute so? :D) zu machen, damit gezeigt wird wie schlimm schlimm alles ist. Leider gelingt die Landung nur bedingt und oftmals liest es sich irgendwo auf der Skala zwischen Ekel und Cringe. Dennoch gibt es vereinzelt auch sprachliche Glanzmonente. Tolle Idee, umständlich erzählt, merkwürdige Sprache, starke Protagonistin, unbedeutende Charaktere - A wild ride without lasting impact.
Auch wenn es wahrscheinlich leider ein Leben ist, dass viele leben mussten, war es mir zu viel...
Das Cover gefällt mir gut. Es passt auch zur Geschichte und ich mag die Stimmung, die es ausstrahlt. Mit dem Schreibstil bin ich nicht immer gut klar gekommen. Er ist zwar flüssig zu lesen, aber es fiel mir schwer richtig einzutauchen. Vielleicht bin ich auch deswegen mit Protagonistin Diamond nicht richtig warm geworden. Sie ist ein unglaublich starkes und auch spannendes Mädchen, doch richtig die Verbindung zu spüren hat bei mir nicht geklappt. Ich habe außerdem viele Charaktere des Buches als nervig empfunden. Sei es ihre Mutter oder auch der Fahrlehrer. Diese hatten für mich nicht viel einer Erwachsenen Person an sich. Am spannendsten waren für mich die Briefe von Diamonds Tante und die damit einhergehenden Rückblicke in die Vergangenheit, die auch das allgemeine Verständnis der Familiensituation etwas besser konnten. Die Geschichte beruht natürlich (leider) auf wahren Begebenheiten, weswegen es mir natürlich schwer fällt eine solche Bewertung zu geben. Ich verschließe meine Augen nicht vor der Vergangenheit, aber dieses Buch konnte mich leider einfach nicht ganz abholen.












