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It‘s Manga Sunday 🍂
»In the distance hear her laughter Of the Last Unicorn I'm alive« Kennt jemand von euch den Zeichentrickfilm „Das letzte Einhorn“ von 1982 (das ist einfach mal über 40 Jahre her. Wahnsinn 🤯)? Ich habe ihn als Kind geliebt – vor allem wegen des Liedes „The Last Unicorn“. Lange wusste ich gar nicht, dass der Film auf einem Roman von Peter S. Beagle basiert. Umso neugieriger war ich, als ich die Graphic Novel entdeckte. Nach Monaten auf meinem SuB habe ich sie nun gelesen und war sofort von den Illustrationen beeindruckt: wunderschön, emotional, voller Liebe zum Detail. Dieses Gefühl teilte ich mit den Zeichner:innen – umso schwerer fällt es mir, die Geschichte kritischer zu bewerten, als ich es ursprünglich wollte. Denn so sehr ich den Film früher geliebt habe, so schwer fiel es mir diesmal, in die Handlung einzutauchen. Die Graphic Novel wirkte für mich oft gehetzt und bruchstückhaft. Gerade am Anfang war ich noch gefesselt – das Einhorn, seine Einsamkeit, die Begegnung mit dem Zauberer. Doch je weiter ich las, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass wichtige Szenen gekürzt wurden. Besonders schade fand ich, dass das Einhorn selbst zu wenig Raum bekam, während der Fokus mehr auf dem Zauberer lag. Ob das auch im Roman so ist, kann ich nicht sagen. Inhaltlich habe ich die Graphic Novel als eine Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und Weggefährten gelesen – Themen, die sicher auch in der Romanvorlage wichtig sind, die ich aber nur aus dieser Adaption kenne. Leider blieb die Sprache für mich zu verkünstelte und schwer zugänglich, und das Ende war weniger emotional, als ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung hatte. Als Bonus gab es noch Illustrationen und Interviews – eine schöne Idee, aber lieber hätte ich mir mehr Raum für die eigentliche Geschichte gewünscht. Unterm Strich bin ich mit hohen Erwartungen gestartet und wurde nur teilweise abgeholt. Nostalgie konnte das nicht ausgleichen. Den Roman möchte ich nicht mehr lesen – mir ist die Erinnerung an den Film als Kind zu wertvoll, und ich möchte sie mir nicht durch eine andere Version kaputt machen lassen. Stattdessen werde ich mir den Film wieder anschauen. Er hat mich als Kind verzaubert und wird mich bestimmt auch heute noch für einen Moment dorthin zurückversetzen.
Oct 5, 2025
It‘s Manga Sunday 🍂
»In the distance hear her laughter Of the Last Unicorn I'm alive« Kennt jemand von euch den Zeichentrickfilm „Das letzte Einhorn“ von 1982 (das ist einfach mal über 40 Jahre her. Wahnsinn 🤯)? Ich habe ihn als Kind geliebt – vor allem wegen des Liedes „The Last Unicorn“. Lange wusste ich gar nicht, dass der Film auf einem Roman von Peter S. Beagle basiert. Umso neugieriger war ich, als ich die Graphic Novel entdeckte. Nach Monaten auf meinem SuB habe ich sie nun gelesen und war sofort von den Illustrationen beeindruckt: wunderschön, emotional, voller Liebe zum Detail. Dieses Gefühl teilte ich mit den Zeichner:innen – umso schwerer fällt es mir, die Geschichte kritischer zu bewerten, als ich es ursprünglich wollte. Denn so sehr ich den Film früher geliebt habe, so schwer fiel es mir diesmal, in die Handlung einzutauchen. Die Graphic Novel wirkte für mich oft gehetzt und bruchstückhaft. Gerade am Anfang war ich noch gefesselt – das Einhorn, seine Einsamkeit, die Begegnung mit dem Zauberer. Doch je weiter ich las, desto stärker hatte ich das Gefühl, dass wichtige Szenen gekürzt wurden. Besonders schade fand ich, dass das Einhorn selbst zu wenig Raum bekam, während der Fokus mehr auf dem Zauberer lag. Ob das auch im Roman so ist, kann ich nicht sagen. Inhaltlich habe ich die Graphic Novel als eine Geschichte über Einsamkeit, Freundschaft und Weggefährten gelesen – Themen, die sicher auch in der Romanvorlage wichtig sind, die ich aber nur aus dieser Adaption kenne. Leider blieb die Sprache für mich zu verkünstelte und schwer zugänglich, und das Ende war weniger emotional, als ich es aus meiner Kindheit in Erinnerung hatte. Als Bonus gab es noch Illustrationen und Interviews – eine schöne Idee, aber lieber hätte ich mir mehr Raum für die eigentliche Geschichte gewünscht. Unterm Strich bin ich mit hohen Erwartungen gestartet und wurde nur teilweise abgeholt. Nostalgie konnte das nicht ausgleichen. Den Roman möchte ich nicht mehr lesen – mir ist die Erinnerung an den Film als Kind zu wertvoll, und ich möchte sie mir nicht durch eine andere Version kaputt machen lassen. Stattdessen werde ich mir den Film wieder anschauen. Er hat mich als Kind verzaubert und wird mich bestimmt auch heute noch für einen Moment dorthin zurückversetzen.
Oct 5, 2025







