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Nun, gehört hatte ich von diesem Buch schon vor einiger Zeit, richtig darauf aufmerksam wurde ich erst, als ich den Trailer zur Buchverfilmung im Fernsehen gesehen habe. "Warm Bodies" ist das erste Zombie Buch, dass ich mir zu Gemüte geführt habe. Bis vor kurzem hatte ich noch sehr wenig für diese unheimlichen Wesen übrig, bis schließlich die Serie "The Walking Dead" kam. Zwar bedarf es einiger Zeit, bis man sich an diese Untoten gewöhnt hat, doch entstand meinerseits immer mehr Interesse für diese Kreaturen. Als mir klar wurde, dass es sich bei diesem Buch um eine Liebesgeschichte zwischen einem Zombie und einem Mensch handelt wurde mir klar, dass es viel Rafinesse bedarf, um eine solche Geschichte zu Papier zu bringen, denn wie uns sicherlich allen bewusst ist, ist eine Geschichte über Zombies ohne makabere, unheimliche, blutige und teils ekelerregende Szenen nicht möglich. Wie beschreibt man also eine Liebesgeschichte zwischen einem Untoten, der sich von menschlichen Gehirnen ernährt und einem menschlichen Mädchen, dass versucht die Welt zu retten, gerade indem sie diese Kreaturen tötet. Ich muss sagen, ich bin sehr vorsichtig an dieses Buch heran gegangen. Ich war fest davon überzeugt, dass mir einige der Szenen in diesem Buch den Magen umdrehen würden. Aber so war es nicht. Die Geschichte, die hier von Isaac Marion erzählt wird, ist auf merkwürdige und kranke Art und Weise unglaublich romantisch und liebevoll; irgendwie sogar symphatisch und trotz allem unheimlich und makaber. Erzählt wird das Buch aus der Sicht von "R", einem Zombie der uns nicht nur an seinem Leben als "Leiche" teil haben lässt, sondern auch an seinen Gedanken. Je länger die Toten tot sind und je weiter sie sich bereits im Stadium der Verwesung befinden, desto mehr vergessen sie. Sie vergessen wer sie waren, wie sie heißen ... so auch R. Er kann sich nur noch an den Anfangsbuchstaben seines Namens erinnern und ihm fällt es unglaublich schwer, sich mit Worten auszudrücken. Untereinander verständigen sich die Zombies bloß mit Stöhnen, Grunzen und Knurren. Hin und wieder jedoch fällt auch das ein oder andere Wort. Wenn R spricht, klingen seine Sätze immer sehr abgehackt was der Autor in der wörtlichen Rede mit vielen Punktierungen, Pausen und abgehackten Sätzen zeigt. Manchmal sind es nur einzelne Worte, die vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen sind. Wenn R denkt jedoch, denkt er wie ein normaler Mensch. Manchmal kommt es einem vor, als wäre es eine Qual für ihn, zwar flüssig und normal denken zu können, manchmal sogar viel tiefsinniger wie ein normaler Mensch es tut, seine Gedanken aber nicht in Worte fassen kann. Alles was raus kommt sind einzelne Silben, die er kaum unter Kontrolle hat. Erst als er die hübsche und selbstbewusste Julie kennen lernt, verändert er sich. Nicht nur seine Sprache verbessert sich, auch seine Bewegungen werden menschlicher. Er kann wieder etwas fühlen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Er verspürt nicht länger den Drang, Menschen die Kehle raus zu reißen und deren Gehirn zu verspeisen. Julie hat etwas unbeschreibliches in ihm ausgelöst, dass selbst er zu Anfang nicht versteht. Es ist ihm ein Rätsel, wieso er auf einmal wieder Träumen kann; er versteht nicht, wieso er sich so merkwürdig fühlt, wenn Julie in seiner Nähe ist und wieso auf einmal wieder Freude empfindet. Freunde am Leben. Anfangs erfährt man nicht, wie es zu dieser Seuche kam; was geschah, dass sich Menschen plötzlich in Zombies verwandelten. Doch das ist auch nicht nötig. Die Geschichte ist so unglaublich gut durchdacht und wundervoll beschrieben, dass die ganze Szenerie, die Charaktere und die Geschichte an sich ausreichen, um den Leser in dieser verrückt kranken Welt gefangen zu halten. Das Buch strotzt vor Romantik, makaberen Situationen und Humor. Ich hätte niemals geglaubt, dass es so amüsant sein kann, einem Zombie beim Denken zuzuhören. Es ist verrückt, wie lebendig R in seinem Inneren noch ist, obwohl er von Außen wie ein Toter erscheint ... er steht nur rum, bewegt sich merkwürdig und stöhnt. Das Buch hat mein Leserherz gleich von der ersten Seite an erobert. Ich bin so begeistert von dieser Geschichte, dass ich es bereue, es nicht vorher schon gelesen zu haben. Ich habe mich nicht nur in diese wundervolle Liebesgeschichte verliebt, sondern auch in R - was irgendwie abschreckend und unheimlich ist - aber Isaac Marion beschreibt seine Charaktere einfach so wundervoll und interessant, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sein Herz an sie zu verlieren. Vergleich zum Film: Ich konnte natürlich nicht anders, und habe mir sofort den Film im Kino dazu angesehen. Und ich bin begeistert. Die Umsetzung fand ich hervorragend. Der Film ist unglaublich nahe am Buch geblieben, die Schauspieler sind einfach wunderbar und haben die einzelnen Charaktere unglaublich gut umgesetzt und in Szene gestellt und die Szenerie ist einfach klasse. Selbst die Darstellung der Knochen, selbst wenn ich sie mir beim Lesen ganz anders vorgestellt habe, ist wahnsinnig gut und unglaublich unheimlich und ekelerregend. Der Film ist ebenso wie das Buch herzerwärmend, mein Auge blieb nicht immer trocken. Der Film ist meiner Meinung nach sehr gelungen und ich könnte nicht sagen, dass er viel schlechter ist als das Buch. Natürlich ist es meist so, dass das Buch einfach besser ist, keine Frage, aber der Film ist richtig gut gemacht. Womöglich kein Diamant in Hollywoods Geschichte, aber er ist es auf jeden Fall wert, ihn sich anzusehen. Fazit: Warm Bodies ist eine sehr gelungene und interessante Geschichte, die auf jeden Fall in keinem Bücherregal stehen darf. Dieser Roman ist nicht nur etwas für Fans von Zombies; diese Geschichte erwärmt einfach jedes Leseherz und ist es Wert gekauft zu werden. Ich kann dieses Buch nur wärmsten empfehlen und werde mit Sicherheit noch nach mehr solcher Bücher Ausschau halten. Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen "Personal Bests".
Dec 21, 2023
Nun, gehört hatte ich von diesem Buch schon vor einiger Zeit, richtig darauf aufmerksam wurde ich erst, als ich den Trailer zur Buchverfilmung im Fernsehen gesehen habe. "Warm Bodies" ist das erste Zombie Buch, dass ich mir zu Gemüte geführt habe. Bis vor kurzem hatte ich noch sehr wenig für diese unheimlichen Wesen übrig, bis schließlich die Serie "The Walking Dead" kam. Zwar bedarf es einiger Zeit, bis man sich an diese Untoten gewöhnt hat, doch entstand meinerseits immer mehr Interesse für diese Kreaturen. Als mir klar wurde, dass es sich bei diesem Buch um eine Liebesgeschichte zwischen einem Zombie und einem Mensch handelt wurde mir klar, dass es viel Rafinesse bedarf, um eine solche Geschichte zu Papier zu bringen, denn wie uns sicherlich allen bewusst ist, ist eine Geschichte über Zombies ohne makabere, unheimliche, blutige und teils ekelerregende Szenen nicht möglich. Wie beschreibt man also eine Liebesgeschichte zwischen einem Untoten, der sich von menschlichen Gehirnen ernährt und einem menschlichen Mädchen, dass versucht die Welt zu retten, gerade indem sie diese Kreaturen tötet. Ich muss sagen, ich bin sehr vorsichtig an dieses Buch heran gegangen. Ich war fest davon überzeugt, dass mir einige der Szenen in diesem Buch den Magen umdrehen würden. Aber so war es nicht. Die Geschichte, die hier von Isaac Marion erzählt wird, ist auf merkwürdige und kranke Art und Weise unglaublich romantisch und liebevoll; irgendwie sogar symphatisch und trotz allem unheimlich und makaber. Erzählt wird das Buch aus der Sicht von "R", einem Zombie der uns nicht nur an seinem Leben als "Leiche" teil haben lässt, sondern auch an seinen Gedanken. Je länger die Toten tot sind und je weiter sie sich bereits im Stadium der Verwesung befinden, desto mehr vergessen sie. Sie vergessen wer sie waren, wie sie heißen ... so auch R. Er kann sich nur noch an den Anfangsbuchstaben seines Namens erinnern und ihm fällt es unglaublich schwer, sich mit Worten auszudrücken. Untereinander verständigen sich die Zombies bloß mit Stöhnen, Grunzen und Knurren. Hin und wieder jedoch fällt auch das ein oder andere Wort. Wenn R spricht, klingen seine Sätze immer sehr abgehackt was der Autor in der wörtlichen Rede mit vielen Punktierungen, Pausen und abgehackten Sätzen zeigt. Manchmal sind es nur einzelne Worte, die vollkommen aus dem Zusammenhang gerissen sind. Wenn R denkt jedoch, denkt er wie ein normaler Mensch. Manchmal kommt es einem vor, als wäre es eine Qual für ihn, zwar flüssig und normal denken zu können, manchmal sogar viel tiefsinniger wie ein normaler Mensch es tut, seine Gedanken aber nicht in Worte fassen kann. Alles was raus kommt sind einzelne Silben, die er kaum unter Kontrolle hat. Erst als er die hübsche und selbstbewusste Julie kennen lernt, verändert er sich. Nicht nur seine Sprache verbessert sich, auch seine Bewegungen werden menschlicher. Er kann wieder etwas fühlen, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind. Er verspürt nicht länger den Drang, Menschen die Kehle raus zu reißen und deren Gehirn zu verspeisen. Julie hat etwas unbeschreibliches in ihm ausgelöst, dass selbst er zu Anfang nicht versteht. Es ist ihm ein Rätsel, wieso er auf einmal wieder Träumen kann; er versteht nicht, wieso er sich so merkwürdig fühlt, wenn Julie in seiner Nähe ist und wieso auf einmal wieder Freude empfindet. Freunde am Leben. Anfangs erfährt man nicht, wie es zu dieser Seuche kam; was geschah, dass sich Menschen plötzlich in Zombies verwandelten. Doch das ist auch nicht nötig. Die Geschichte ist so unglaublich gut durchdacht und wundervoll beschrieben, dass die ganze Szenerie, die Charaktere und die Geschichte an sich ausreichen, um den Leser in dieser verrückt kranken Welt gefangen zu halten. Das Buch strotzt vor Romantik, makaberen Situationen und Humor. Ich hätte niemals geglaubt, dass es so amüsant sein kann, einem Zombie beim Denken zuzuhören. Es ist verrückt, wie lebendig R in seinem Inneren noch ist, obwohl er von Außen wie ein Toter erscheint ... er steht nur rum, bewegt sich merkwürdig und stöhnt. Das Buch hat mein Leserherz gleich von der ersten Seite an erobert. Ich bin so begeistert von dieser Geschichte, dass ich es bereue, es nicht vorher schon gelesen zu haben. Ich habe mich nicht nur in diese wundervolle Liebesgeschichte verliebt, sondern auch in R - was irgendwie abschreckend und unheimlich ist - aber Isaac Marion beschreibt seine Charaktere einfach so wundervoll und interessant, dass einem nichts anderes übrig bleibt, als sein Herz an sie zu verlieren. Vergleich zum Film: Ich konnte natürlich nicht anders, und habe mir sofort den Film im Kino dazu angesehen. Und ich bin begeistert. Die Umsetzung fand ich hervorragend. Der Film ist unglaublich nahe am Buch geblieben, die Schauspieler sind einfach wunderbar und haben die einzelnen Charaktere unglaublich gut umgesetzt und in Szene gestellt und die Szenerie ist einfach klasse. Selbst die Darstellung der Knochen, selbst wenn ich sie mir beim Lesen ganz anders vorgestellt habe, ist wahnsinnig gut und unglaublich unheimlich und ekelerregend. Der Film ist ebenso wie das Buch herzerwärmend, mein Auge blieb nicht immer trocken. Der Film ist meiner Meinung nach sehr gelungen und ich könnte nicht sagen, dass er viel schlechter ist als das Buch. Natürlich ist es meist so, dass das Buch einfach besser ist, keine Frage, aber der Film ist richtig gut gemacht. Womöglich kein Diamant in Hollywoods Geschichte, aber er ist es auf jeden Fall wert, ihn sich anzusehen. Fazit: Warm Bodies ist eine sehr gelungene und interessante Geschichte, die auf jeden Fall in keinem Bücherregal stehen darf. Dieser Roman ist nicht nur etwas für Fans von Zombies; diese Geschichte erwärmt einfach jedes Leseherz und ist es Wert gekauft zu werden. Ich kann dieses Buch nur wärmsten empfehlen und werde mit Sicherheit noch nach mehr solcher Bücher Ausschau halten. Dieses Buch gehört eindeutig zu meinen "Personal Bests".
Dec 21, 2023






