Yellowface: Rebecca F. Kuang
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Description
Authors June Hayward and Athena Liu were supposed to be twin rising stars: same year at Yale, same debut year in publishing. But Athena's a cross-genre literary darling, and June didn't even get a paperback release. Nobody wants stories about basic white girls, June thinks.
So when June witnesses Athena's death in a freak accident, she acts on impulse: she steals Athena's just-finished masterpiece, an experimental novel about the unsung contributions of Chinese laborers to the British and French war efforts during World War I.
So what if June edits Athena's novel and sends it to her agent as her own work? So what if she lets her new publisher rebrand her as Juniper Song--complete with an ambiguously ethnic author photo? Doesn't this piece of history deserve to be told, whoever the teller? That's what June claims, and the New York Times bestseller list seems to agree.
But June can't get away from Athena's shadow, and emerging evidence threatens to bring June's (stolen) success down around her. As June races to protect her secret, she discovers exactly how far she will go to keep what she thinks she deserves.
With its totally immersive first-person voice, Yellowface takes on questions of diversity, racism, and cultural appropriation not only in the publishing industry but the persistent erasure of Asian-American voices and history by Western white society. R. F. Kuang's novel is timely, razor-sharp, and eminently readable.
Book Information
Posts
Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

Und wieder ein "Hype" der mich nicht gepackt hat. Kam kaum in die Geschichte rein, zog sich elendig in die Länge , sodass ich Passagen nochmal lesen musste,da ich gedanklich abgeschweift bin . Die 2. Hälfte war leicht spannend , hat aber für mich persönlich nicht funktioniert. Hab versucht es als Hörbuch zu beenden, leider war die Sprecherin auch sehr monoton. Daher hab ich es mehr überflogen.
Ganz anders als Babel, trotzdem ein gelungenes Buch! 📚S.97: sind erfolgreiche Bücher nur so erfolgreich, weil irgendwann alle ohne ersichtlichen Grund beschlossen haben, sie zum Titel der Stunde zu küren?
♦️TW: Tod, Trauer, Verlust, Rassismus♦️ ✨ Der Schreibstil überzeugt durch seine Leichtigkeit und Zugänglichkeit, die das Eintauchen in die Geschichte zu einem fliessenden Erlebnis macht. Die anfängliche Skepsis wich rasch der steigenden Spannung, sodass ich das Buch in nur zwei Tagen ausgelesen habe. ✨ 'Yellowface' erzählt zu grossen Teilen eine Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche (Zitat Rebecca F. Kuang), was dem Buch eine düstere Note verleiht. Die Themen Neid, Angst vor dem eigenen Versagen und Konkurrenz unter Freunden:innen werden realistisch behandelt. ✨ Obwohl mir das Ende persönlich nicht zusagt und ich gerne mehr über Junies Schicksal erfahren hätte, bleibt 'Yellowface' ein starkes Buch. ✨ Besonders hervorzuheben ist die gelungene Übersetzung von Jasmin Humbug, die den Charakter des Originals hervorragend einfängt. Empfehlenswert für alle, die sich gerne aus der Comfy-Zone lehnen möchten. ----- Mein Gesamteindruck: 4⭐ Protagonisten:innen: 4.5⭐ Spannung /Unterhaltung: 4⭐ Geschichte: 4⭐ Cover: 5⭐ ich liebe es! Schreibstil: 5⭐ -----

Ein Einblick in die Buchbranche
Der Schreibstil der Autoren war super. In diesem Buch sind viele Themen vertreten, die zum Nachdenken anregen und gut in die heutige Zeit passen. Es geht um Neid, Diebstahl geistigen Eigentums, Privilegien der weißen Bevölkerung und um die heutige Cancel culture. Es geht um eine junge Autorin, die bisher kein Erfolg mit ihren Werken erzielt hat. Durch einen tragischen Vorfall, bekommt sie die Möglichkeit auf einen Bestseller. Doch ist die Thematik im Buch angemessen für die Autorin? Darf sie über die fremde Kultur so schreiben oder ist dieses Werk ein Grund sie zu canceln? Sie verstrickt sich in immer mehr Lügen und droht aufgeflogen zu werden. "Hochmut kommt vor dem Fall"
Ist hier ein geistiger Diebstahl oder ist es ein Plagiat ?
Dieses Buch ist ergreifend, vielschichtig, spannend, aber auch anstrengend manchmal langwierig und unlogisch. Braucht es die „richtige“ Hautfarbe um Politik in Romane aufzunehmen!? Wie sehr versuchen sich bekannte Autorinnen sich gegenseitig auszustechen? Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft? 5 Sterne für diese Themenwahl. Leider konnte ich trotz der guten Thematik keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen, sie wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. Man bekommt ihr Wesen einfach nicht richtig zu fassen, zu schwankend und zwiespältig verhält sie sich in diversen Situationen. Wie Realistisch ist es ob man wirklich „heimlich“ einen Roman schreiben kann ohne Rücksprache mit seinem Verlag zu halten

Tolles Buch auf allen Ebenen
"Yellowface" gehört nicht zu den Genres, die ich sonst präferiere, aber nachdem das Buch überall sehr gut bewertet wurde, war ich doch neugierig. Ich kann die ganzen Empfehlungen verstehen. Die Story weißt eine ganz eigene Dynamik und Spannung auf. Für mich entstanden keinerlei Längen, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Durch die Geschichte getragen wird man von einer eher unsympathischen Protagonistin, an deren Gefühlserleben und Gedankenwelt wir teilhaben. Bei mir weckte sie sehr ambivalente Emotionen, von Mitleid über Scham bis zu Verachtung war alles mal dabei. Und immer wieder stellte ich mir die Frage: Wie würde ich handeln? Wie würde ich mich fühlen? Dabei bekommt man als Leser auch ungewohnte Einblicke in das Verlagswesen, wodurch die Metaebene des Buches zusätzlich unterstrichen wird. Ich bin sehr froh, den Bewertungen meiner Vorgänger gefolgt zu sein. Klare Leseempfehlung!

Eine spannende Geschichte mit interessantem Einblick in die Verlagswelt – aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Mir waren schlicht alle Figuren unsympathisch. Allen voran June, die Hauptfigur: eine egozentrische, pathologische Lügnerin, die mit Neid und Wut auf die Welt blickt, als würde ihr etwas zustehen. Sie sieht sich ständig als Opfer – und entwickelt sich über fast 400 Seiten hinweg kein Stück weiter. Das macht die Geschichte für mich am Ende überflüssig. Das Ende selbst ist zudem vorhersehbar und unzufriedenstellend. Was mich zusätzlich gestört hat: Zum ersten Mal überhaupt hat mich das Gendern in einem Buch wirklich genervt. Normalerweise ist mir das egal, aber hier wurde selbst bei Anglizismen gegendert, z.B. „Follower:innen“. Das wirkt einfach albern. Dazu kommt, dass auch in Dialogen gegendert wird. Für mich klang das komplett erzwungen und nicht glaubhaft, als würden echte Menschen so sprechen.
Dieses Buch beschreibt wunderbar die Rassenvielfalt in der Verlagsbranche, wobei die sozialen Medien einen großen Einfluss darauf haben👏🏼
„Yellowface“ war mein erstes Buch der Autorin und hat mich sehr positiv beeindruckt! Dieses satirische literarische Werk ist einfach nur genial geschrieben🙌🏼 Die schnelllebige und dunkle Geschichte mit einigen interessanten Einblicken in die problematischen Teile des Verlags haben mir sehr gut gefallen:)) Der allererste Satz des Buches zieht einen schon in seinen Bann!!! Und Seite für Seite wird es immer spannender☺️ Die Themen Rassismus und Frauenfeindlichkeit kommen auch sehr gut zur Geltung! Die Protagonistin June Hayward aka Juniper Song hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Diese Komplexität von literarischer Täuschung und kultureller Aneignung habe ich an so einer Form noch nie in einem Buch gelesen. Man wird Zeuge einer Geschichte von Ehrgeiz, Identität und den Folgen unethischer Handlungen. Emotionale Achterbahnfahrt🙈 Die Erforschung kreativer Eigentumsrechte und die verschwommenen Grenzen zwischen Inspiration und Nachahmung haben mich von Anfang bis Ende gefesselt .🤩 Schlussendlich ist es ein interessantes Buch, welches zum nachdenken anregt🙌🏼 Ich empfehle es jedem der eine fesselnde Lektüre sucht, die die Grenzen von Wahrheit und Fiktion herausfordert!!!
„Schreiben heißt, etwas aus dem Nichts zu erschaffen, Türen zu anderen Welten zu öffnen. Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt.“
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil es so einen großen Hype darum gab, weil es mal wieder etwas anderes in meiner Leseliste war und weil es ums Schreiben und die Verlagswelt geht. Und so unbedingt, wie ich dieses Buch lesen wollte, will die Protagonistin dieses Buches schreiben. Doch es gelingt ihr leider nur mäßig in der Literaturwelt Fuß zu fassen, alles wird überschattet von dem Erfolg ihrer „Freundin“, die plötzlich in ihrem Beisein verstirbt. Ihr plötzlicher Tod gibt ihr die Gelegenheit anhand ihrer Vorlage einen Erfolgsroman zu verfassen … Joa, die Story hätte echt gut sein können und das erste Drittel des Buches war es auch. Aber die Protagonistin wurde mir leider immer unsympathischer, versinkt in Selbstmitleid und Panikattacken, handelt nicht nachvollziehbar und irgendwie plänkelt alles nur so vor sich hin, getrieben von der Frage, ob irgendwann jemand aufdecken wird, dass sie eine Idee gestohlen hat. Ich habe es nicht ertragen das Buch am Stück zu lesen und musste zwischendrin echt mehrere andere Bücher lesen, um es tatsächlich zu beenden, weil es einfach immer schlechter wird. Selbst der Spannungsbogen am Ende wirkt gezwungen, weil einfach noch irgendwas passieren musste … Ich kann den Hype leider überhaupt nicht nachvollziehen und auch wenn es im Buch selbst ständig um die Angst der Protagonistin vor negativen Kritiken ihres Buches in Social Media geht und darum, was dies mit einer Autorin macht, kann ich leider nicht anders als zu sagen, dass man nichts verpasst hat, wenn man dieses Buch nicht liest.

Ehrlich gesagt wusste ich nicht ganz was mich erwartet, war dann aber fasziniert und gefesselt. Das Buch zeigt wirklich Abgründe auf, über Rassismus, über die menschliche Seele und über das Verlagswesen. Es war sehr spannend zu lesen wie es da zu geht und ehrlich gesagt regt es sehr zum Nachdenken. Das Buch lässt einen mit vielen Fragen zurück insbesondere a lá wie würde ich handeln, wie sehe ich diese Dinge etc. Das Ende ist sehr offen, die Protagonistin ist eine absolut schreckliche Person die konstant Hass in mir geweckt hat, aber auch Athena scheint nicht besser gewesen zu sein. Anderseits was kann man June wirklich glauben? Ich liebe den Schreibstil und die Story an sich, wie sie gegen Ende fast durchdreht, ihre Versuche sich zu rechtfertigen. Einfach großartig und fesselnd. Für mich ein must read
Sehr interessant und spannend
Dieser Roman verhilft dem Leser zu einem sehr interessanten Einblick in die Literaturbranche. Wir erfahren wie ein Bestseller entsteht und wie die Autoren mit den Verlagen arbeiten. Durch den Diebstahl an Athena’s Manuskript kommen natürlich viele auch Fragen über Ethik und Moral auf und auch über Athena’s und Junipers Leben erfahren wir viel. Wie fühlt es sich für Juniper an auf einmal erfolgreich zu sein und wie geht sie damit um als erste Zweifel entstehen, ob der Roman auch wirklich von ihr ist. Der Autorin gelingt es ganz wunderbar hier immer passende Worte zu finden für Junipers Zerrissenheit, Einsamkeit aber auch ihren Kampfgeist. Spannend fand ich auch die immer wieder aufkommende Frage ob jetzt eine Autorin mit Migrationshintergründen automatisch auf eine Schiene festgelegt wird aber auch mehr von den Verlagen hervorgehoben wird aufgrund Diversität und ob damit auch manch neue, weiße Autorin hinten anstehen muss. Kann ich überhaupt nicht beurteilen aber eine interessante Theorie. Der Roman ist sehr modern, Instagram und Shitstorm sind einfach sehr aktuelle Themen und werden immer wieder thematisiert. Auch das Ende hier fand ich sehr gelungen. Kurz zusammengefasst: ein wirklich toller Roman, bei dem für mich der Hype absolut gerechtfertigt ist.
Irgendwie hatte ich aufgrund des Hypes sehr viel von dem Buch erwartet, wurde dann aber ein wenig enttäuscht. Die Story an sich fand ich gut, der Schreibstil hat mir gefallen, es war auch sehr sachlich zwischendurch was mich nicht gestört hat. Irgendwie hatte das Buch aber sehr viele Längen in denen kaum etwas passiert ist, die waren tatsächlich schon echt langweilig, weshalb ich auch sehr lang für das Buch gebraucht habe. Irgendwie hat es mich einfach nicht wirklich mitgerissen und lässt mich auch relativ ratlos zurück. An sich war es aber trotzdem interessant, so viel über den Buchveröffentlichungsprozess zu lesen und ich habe irgendwie sogar gehofft, dass June nicht erwischt wird.

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Cancel Culture POV:
Achherje. Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost. Es ist weniger die Geschichte selbst, welche mich diesen Roman nur schwer genießen lies, als viel mehr die wirklich furchtbare Übersetzung. Die hier dargestellte Geschichte behandelt von Seite 1 bis zur Letzten, den schmalen Grad der „political correctness“ und all die Bürden welche durch falsch ausgelebte liberale Progressivität, auf verschiedene Menschen wirken. Nicht nur bin ich ein klarer Gegner von gegenderter Sprache in Romanen, gleichwohl finde ich diese genau in dieser Geschichte absolut unpassend. R.F. Kuang möchte uns hier eine Geschichte erzählen, wie gefährlich nicht nur kulturelle Aneignung, sondern auch im Gegenzug übertriebe wokeness und cancel culture sind. Mit der Entscheidung der Übersetzerin, hier Gendersprache zu verwenden wie zum Beispiel Follower:innen und Chines:innen etc., nimmt sie Kuang allen Wind aus den Segeln und macht genau das, was in dem Roman angeprangert wird. Unabhängig davon, hat die Geschichte auch ihre Schwachstellen. Je mehr sich das Buch dem Ende zuneigt, umso willkürlicher werden die Handlungen und Entscheidungen der Protagonisten. Es wirkt als wäre Kuang lustlos gewesen, der Geschichte eine Klimax zu geben, nachdem alle bösen Zeigefinger gezeigt wurden. Hinzukommt, dass das Ende von Tolstois „Anna Karenina“ in diesem Roman ohne Vorwarnung, gespoilert wird. Danke dafür. Hätte ich das Buch im Original gelesen, wäre es wohl eine 3,5 geworden. Vielleicht eine 4, ohne den Spoiler der mir den Tag versaut hat. Aber ich kann leider nicht diese Übersetzung außer Acht lassen, und bewerte hier klar die Deutsche Fassung des Buches.

„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Unangenehm.
Aber im positiven Sinn. Die Protagonistin ist bei Weitem kein Sympathieträger und dennoch wollte ich zu jeder Sekunde wissen wie die ganze Sache letztendlich ausgeht. Im ehrlich zu sein: niemand in diesem Buch ist sympathisch oder gut, aber: die Protagonistin ist eine absolute unzuverlässige Erzählerin, sodass ich mich selbst schnell dabei ertappt habe, alles zu hinterfragen und auch ihre Wahrnehmung der anderen Charaktere nicht für bare Münze zu nehmen. Leider hatte das Buch seine Längen, bspw. den gesamten Twitterkrieg fand ich irgendwann zu redundant und langweilig und auch das Ende hat mich nicht vollends befriedigt, kann mich jedoch gut damit anfreunden und so hinnehmen. Tatsächlich habe ich mich das gesamte Buch über auch gefragt, wie viel davon tatsächlich in der Realität passiert sein könnte oder aus den eigenen Erfahrungen der Autorin stammt. Vieles habe ich selbst wieder erkannt, wie bspw. die Internetkriege bezüglich eines möglichen Rassismus in Büchern, wenn weiße Autoren über Minderheiten schreiben oder wie Bücher an eine weiße Zielgruppe angepasst werden und gleichzeitig nur publiziert werden, weil sie eine vermeintliche Diversität bedienen. Tatsächlich will ich nicht wissen, welche Spannungen diesbezüglich in Verlagshäusern herrschen und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich Kuang hiermit die eine oder andere Erfahrung von der Seele geschrieben hat.
2024_#22 👀
Ich liebe es, wie in diesem Buch mit Fragen gespielt wird, auf die es keine klare Antwort gibt, sondern man diese irgendwo im Graubereich zwischen schwarz und weiß suchen muss. Mich hat es an vielen Stellen sehr ambivalent fühlen lassen und dadurch nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Auch die Einblicke hinter die Kulissen der Buch- und Verlagswelt fand ich sehr spannend. Daher absolute Empfehlung 💛 PS: Wie cool ist bitte, dass unter dem Dustjacket das Buch zum Vorschein kommt, um das es geht? Find ich richtig cool!!😁😍

Absoluter Wahnsinn. Erschreckend.
Diese Geschichte ist der absolute Wahnsinn. Ich war so sehr über diese Art des Mobbings und der Welt im Internet erschrocken. Ich kann absolut nachvollziehen, was alles passieren kann, wenn man beschimpft wird im Netz. Oder Lügen verbreitet werden. Auch die Darstellung des Verlagwesens ist sehr gut beschrieben. Mich hat das Buch sehr gefesselt. Klare Leseempfehlung.
Yellowface von Rebecca F. Kuang hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Als Hörbuch war es für mich die perfekte Wahl, da die Handlung zunächst nicht ganz in mein übliches Lesespektrum fällt. Doch das Format hat es mir ermöglicht, mich intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, ohne mich von der thematischen Schwere abschrecken zu lassen. Besonders hervorheben möchte ich die herausragende Leistung der Synchronsprecherin Milena Karas. Sie hat es geschafft, Junes komplexe Gedanken, ihre inneren Konflikte und emotionalen Turbulenzen authentisch und packend zu vermitteln. Jede Nuance ihrer Persönlichkeit wurde klar und kraftvoll transportiert, was es mir ermöglichte, mich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen. Die Erzählweise von Kuang, die Themen wie kulturelle Aneignung, Identität und Rassismus behandelt, fordert den Hörer auf, sich mit schwierigen, oft unbequemen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei wird die Geschichte von der Synchronsprecherin auf eine Weise lebendig gemacht, die die emotionale Tiefe, besonders von June, und die brisante Relevanz des Themas sehr gut vermittelt. Was mich besonders nachdenklich gestimmt hat, ist der Blick auf Junes Handlungen und Beweggründe. Natürlich kann ich ihre Taten nicht gutheißen, sie ist für mich auch eine alles andere als sympathische Protagonistin. Jedoch zeigt die Geschichte auf, wie schwierig es für aufstrebende Autor:innen sein muss, sich in der hart umkämpften Buchbranche zu behaupten. Die Versuchung, sich durch unethische Mittel einen Vorteil zu verschaffen, mag zwar verwerflich sein, doch sie ist auch eine Schattenseite des Drucks, der auf vielen im Literaturbetrieb lastet. Das macht es schwer, ein klares Urteil über Junes Verhalten zu fällen, da Kuang ein komplexes Bild von Ehrgeiz, Unsicherheit und moralischen Kompromissen zeichnet. Insgesamt war Yellowface eine fesselnde Erfahrung, die mich auch als Hörbuch begeistern konnte – ein starkes Beispiel dafür, wie ein gut produziertes Hörbuch die Wirkung eines komplexen Romans verstärken kann. Für mich eine absolut Hörempfehlung! 💛 (Bild: abbieeac auf Pinterest)

Definitely a reading recommendation!
Hooked from the very first page on till the last page! As a reader you get to dive deep into the darkest depths of the publishing industry. And with that also social media and how it can affect authors and the other way around. Very interesting insight! Even though no character is that sympathetic you want to know how the story goes on and even develope some kind of empathy for the main character the further you are in the story. It‘s hard to describe but that book gave me such a strange, but such a story fitting feeling while reading - but in a good way to have the subliminal message really delivered to you. I definitely enjoyed this book! Also the writing style was super easy and fluent to read.
Wichtige Messages!
Yellowface war mein erstes Buch der Autorin. Kuangs Schreibstil ist wirklich aussergewöhnlich, dadurch konnte mich das Buch sofort packen. Anders als andere Leser*innen fand ich gut in die Geschichte, ich kann aber die Kritiken an der Langatmigkeit des Buches durchaus verstehen, besonders der Mittelpart zieht sich schon etwas, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin finden auch viele Wiederholungen. Die behandelten Themen wurden ganz toll aufgearbeitet und man kommt als Leser*in wirklich viel ins Grübeln. Also mir hats gut gefallen und ich möchte definitiv noch mehr der Autorin lesen.

OMG 🤯
Was bitte ist das denn für ein Buch? Ich bin fassungslos. Wusste nicht ob ich die Protagonistin auffliegen sehen will oder mit Ihr mit fiebern soll, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Ich war so hin & her gerissen. Eine Diebin. Eine Lügnerin. Selbst nichts erreicht als Autorin. Öffentlich wird Sie zerfetzt und trotzdem hält Sie sich an Ihre Geschichte. Sie glaubt Ihre Lügen selbst. Doch alle anderen wissen es besser. Nur wer gewinnt? Die Wahrheit oder die hinterlistige Protagonistin? Dieses Buch hat mich gefangen und wahnsinnig nervös gemacht. Es ist so vielschichtig. So viele Themen werden in dem Buch angesprochen. Rassismus. Was für eine Macht Social Media hat. Die knallharte Verlagswelt. Existenzängste. Diebstahl. Gier nach Anerkennung. Macht. Das Buch, die Geschichte hat mich wahnsinnig gemacht! Und das Ende am meisten.
Fesselnd. R.F. Kuang hat es auch diesmal geschafft, mich mit ihrem unbändigen Talent zu begeistern. Die Story ist toll, keine Frage, aber für mich nicht das beste in diesem Roman: die Art, wie dieses Buch geschrieben ist, macht es erst zu einem wahren Erlebnis. Wir sehen die Ereignisse aus der Sicht der Protagonistin, die die Leserschaft immer wieder gezielt anspricht und somit ihr eigenes Narrativ wiedergibt. Als Leser ist man dadurch gezwungen immer wieder zu hinterfragen, wie die Geschehnisse tatsächlich zu beurteilen sind und wird dadurch geradezu in die Geschichte hineingesogen. Große Empfehlung!
Echtes Highlight
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte als Buchliebhaberin die Einblicke in die hart umkämpfte Buchbranche. Es wurden viele Probleme in der Welt der Bücher angesprochen. Von Plagiaten, kulturelle Aneignung und dem Umgang der Leser damit im Internet. Mit der Protagonistin bin ich nicht warm geworden, was bei diesem Buch aber auch gewollt war. June empfand ich als sehr selbstverliebt und arrogant. Sie wusste die ganze Zeit, dass die Vorwürfe stimmten, hat aber nichts zugegeben. Das Ende fand ich sehr gelungen, da zum Schluss die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Bei der Art und Weise der Enthüllung hatte ich dann doch Mitleid mit June, da es doch eine ziemlich niederträchtige Intriege war.
Ein bißchen von (zu) vielem: Sozialktitik, Thriller, Gesellschaftskritik, dazu eine unendlich einsame, ja, isolierte Hauptprotagonistin, die ein Stück vom Kuchen in einer hart umkämpften Branche abhaben möchte und dazu zu unlauteren Mitteln greift. Es war ein auf und ab, teilweise spannend, dann wieder sehr zäh. Das Gendern war mir tatsächlich zu viel und schlecht umgesetzt, das hatte man deutlich angenehmer lösen können. June ist zudem keine sympathische Hauptperson. Sie hat es wahrhaft nicht leicht (Wer hat das in diesem Buch überhaupt?), dennoch kann sie sich schlecht (ehrlich) selbst reflektieren und biegt sich sehr oft die Wahrheit zurecht, bis sie selbst fast daran glaubt. Fazit: Interessanter Plot, durchwachsene Story.
Provokant, aktuell, aber nicht ganz rund
Yellowface ist ein provokanter, gesellschaftskritischer Roman über kulturelle Aneignung, Identität und den Literaturbetrieb. Die satirische Darstellung von Social Media und Cancel Culture ist pointiert und treffend. Im Mittelteil verliert die Geschichte jedoch etwas an Tempo, und die bewusst unsympathische Hauptfigur macht das Lesen stellenweise anstrengend. Trotzdem bleibt das Buch relevant, diskussionswürdig und regt zum Nachdenken an.
»Ich hatte plötzlich Angst, sie könnte mich verhören oder mir vorwerfen, ihre Tochter umgebracht zu haben – aber stattdessen entschuldigte sie sich immer wieder, als wäre es sehr unhöflich von Athena gewesen, in meiner Gegenwart zu sterben.«
📖 Athena Liu, erfolgreiche und talentierte Autorin, stirbt plötzlich in der Gegenwart ihrer Freundin June. Geistesgegenwärtig lässt June Athenas Manuskript mitgehen. Schließlich muss diese Geschichte unbedingt erzählt werden. Aber wenn June sich schon die Mühe macht, ein paar Anpassungen vorzunehmen, kann "Die letzte Front" schließlich auch unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht werden, oder? Sie tut es doch nur für die Literatur. Nicht für sich. June konstruiert ein Kartenhaus aus Lügen, bis Paranoia und Gier überhand nehmen. Coole Story mit ein bisschen Thrill. Hat Spaß gemacht. In dem Buch wird gegendert, das hat meinen Lesefluss sehr gestört.

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

Die dunkle Seite des Schreibens: Ein Roman über Neid, Lügen, Rassismus und digitales Mobbing
SPOILER Die Autorin gewährt uns einen fesselnden Blick hinter die Kulissen der gnadenlosen Verlagswelt, in der Vorurteile, Neid und Rassismus allgegenwärtig sind. Dabei fällt die Protagonistin durchweg negativ auf, und ich konnte nichts Positives an Juniper entdecken - ein wohlüberlegtes Mittel der Autorin. Dennoch möchte ich die vielschichtige Innenwelt der Protagonistin erkunden, sowie die zahlreichen Schattenseiten einer so enormen Lüge. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hetze und Mobbing im Internet die Autorinnen treffen können, ob berechtigt oder nicht. Viele Menschen stürzen sich rücksichtslos auf sie, ohne sich selbst zu hinterfragen, und zerstören dabei oft das Leben der Autorin. Insgesamt ist dies ein herausragender Roman, der die aktuellen Gesellschafts- und Verlagsstrukturen reflektiert und zum Nachdenken anregt.
💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, aber leider ist es hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Der Schreibstil ist super und es werden sehr wichtige Themen wie Rassismus und auch cybermobbing angesprochen. Aber die Geschichte plätschert vor sich hin. Die Spannung bleibt dabei leider auf der Strecke und die Protagonistin ist mehr als unsympathisch.
Ein beeindruckender Roman, der in meiner Wahrnehmung noch nachhallen wird. Rebecca F. Kuang schafft es, eine Geschichte mit so vielen Höhen und Tiefen auf diesen Seiten zu verfassen, wie ich es lange nicht mehr zu lesen bekommen habe. Sie schafft es, eine unbändige Gier nach Aufmerksamkeit, gepaart mit der anschaulichen Leere beim Ausbleiben dieser, in Einklang einer höchst spannenden Hauptgeschichte zu bringen. Die Hauptprotagonistin Juniper wird durch zunehmenden Erfolg, der nur in Teilen durch sie fabriziert ist, immer paranoider in der Angst vor der eigenen Vergangenheit. Dabei ist ihr Umfeld so eindrucksvoll beschrieben, dass man nie den Überblick über die einzelnen Nebendarsteller:innen verlieren kann. Chapeau. Die politisch angehauchte Frage, die in der ersten Hälfte des Romans transportiert wird, ist höchst spannend. Es wird eine Diskussion mit unterschiedlichen Standpunkten ausgetragen, wer das Recht hat, eine Geschichte wiederzugeben, in künstlerischer oder aufklärerischer Form. Ob man einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe angehören muss, um darüber berichten zu dürfen. Dass hier von einer PoC eine weiße Protagonistin gewählt wird, führt diese Diskussion im Gesamtkonzept des Buches ad absurdum. Eine Frage, die dieses Buch nicht abschließend geklärt hat und vermutlich auch nie vollends geklärt werden wird. Hierfür sind Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zurecht zu individuell um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Besonders beeindruckend finde ich eine unterschwellige Kritik an den sozialen Medien, die durchaus deutlicher benannt werden könnte, auch wenn in so ziemlich jedem zweiten Kapitel die Wesensveränderung von Juniper beschrieben wird, welche sie durch lesen von Beiträgen auf Goodreads, Twitter, Facebook etc. durchlebt. In diesem Fall konnte ich gute Rückschlüsse und auch Parallelen zu meiner eigenen Person gewinnen, welche die Story und Gefühlslagen noch greifbarer gemacht haben. Absolut getroffen hat mich ein Zitat, welches nur am Rande einer Vergangenheitserzählung der Protagonistin stattfand: „Nicht jede Frau hat eine Vergewaltigungsgeschichte. Aber fast jede Frau hat eine „Ich weiß nicht genau, es hat mir nicht gefallen, aber ich kann es nicht wirklich Vergewaltigung nennen“-Geschichte“ (Seite 245) Die Endzüge der Geschichte waren sehr durchdacht, für meinen Geschmack jedoch etwas zu standard-dramatisch, sodass man sie schon mehrfach in abgewandelter Form in klassischen Krimis zu lesen bekommen hat. Insgesamt bleibt es jedoch ein lesenswertes Werk, denn der Aufbau bis zum letzten Kapitel ist mehr als eindrucksvoll.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne
June und Athena sind zwei junge Autorinnen, die jedoch unterschiedliche Positionen in der Buchbranche einnehmen. Während Athena bereits Erfolge feiert, ist Junes Debütroman gefloppt. June ist daher sehr neidisch und strebt nach dem, was Athena erreicht hat. Als Athena June in ihrer Wohnung ihr neuestes Manuskript zeigt, von dem noch niemand etwas weiß, wollen die beiden feiern. Doch Athena erleidet einen Unfall und stirbt. Während June auf den Krankenwagen wartet, landet das Manuskript auf wundersame Weise in ihrer Tasche... Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen. Unsere Protagonistin June ist alles andere als sympathisch. Sie stiehlt Athenas Manuskript und sieht sich gezwungen, das Potenzial dieses Meisterwerks auszuschöpfen und es unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Dabei ahnt sie nicht, welche Steine sie ins Rollen bringen wird. Obwohl ich sie nicht wirklich mochte, habe ich teilweise ein Verständnis für sie entwickelt und konnte auch mit ihr mitfühlen. Das ist bei Charakteren, die ich eigentlich nicht mag, sehr selten! June rechtfertigt ihr Handeln, als wäre es völlig in Ordnung und als würde sie überhaupt nichts falsch machen, was mich zum Nachdenken über moralische Grenzen angeregt hat. Der Schreibstil der Autorin war wunderbar lesbar und die Geschichte überraschend spannend. Wichtige Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, Ethik, Plagiate und soziale Medien werden sorgfältig behandelt. Ich habe beim Lesen außerdem viel über die Buchbranche gelernt, z. B. hatte ich bisher nichts von Sensitivity Readern gehört. Obwohl ich mit dem Ende gerechnet hatte, hat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Der mittlere Teil war meiner Meinung nach nicht ganz so spannend, dennoch ist es ein sehr starkes Werk! „Yellowface“ war mein erstes Buch von Rebecca F. Kuang und was soll ich sagen, ich muss dringend bald zu „Babel“ greifen! 🤭

provokant und spannend zu lesen
“Yellowface” von Rebecca F. Kuang ist ein scharfsinniger, provokativer Roman, der sich mit kultureller Aneignung, Rassismus und den dunklen Seiten der Verlagsbranche auseinandersetzt. Die Geschichte dreht sich um die junge Autorin June Hayward, die nach dem Tod ihrer berühmten asiatisch-amerikanischen Kollegin Athena Liu deren Manuskript stiehlt und unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Kuang zeigt eindrucksvoll, wie Identitätspolitik und Macht im Literaturbetrieb aufeinanderprallen. Der Ton des Buches ist bissig, spannend und oft satirisch, doch einige Leser könnten den Fokus auf moralische Grauzonen als anstrengend empfinden. Insgesamt ist “Yellowface” eine fesselnde und mutige Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Sehr guter Start, dann leider immer zäher, nur noch durch Wendungen, die zunehmend absurd werden, vorangetrieben. Sehr gute Darstellung von Literaturbetrieb und vor allem den Dynamiken auf Social Media, schaut einfach mal bei Threads rein. Allerdings ist das relativ schnell das Hauptthema, wodurch sich alles ein bisschen im Kreis dreht.
Wunderbarer, präzisenr Schreibstil und eine bissige Erzählweise. Der Roman ist stark gesellschaftskritisch und setzt sich mit Themen wie kultureller Aneignung, Rassismus und dem Verlagswesen auseinander. Trotz der ernsten Inhalte bleibt das Buch durchgehend spannend. Intelligent und absolut lesenswert
Wow!
Dieses Buch hat mich so sehr gefesselt. Ich fand es unglaublich faszinierend, wie unsympathisch Juniper war und wie wenig ich sie mochte. Wie sie sich und den Lesern immer wieder eingeredet hat, dass sie das Opfer der ganzen Situation ist und dass sie nichts falsch gemacht hat. Das Buch gibt einen sehr interessanten Einblick in die Buch- und Verlagswelt und was alles zum Veröffentlichen eines Buchs dazu gehört. Wenn man sich also dafür nicht interessiert, könnte es an manchen Stellen langatmig sein. Ich fand es aber die ganze Zeit spannend und faszinierend, wie die Protagonistin immer wieder versucht hat, sich aus dem Schlamassel zu winden und wie ihre Schuldgefühle sie langsam aber sicher haben wahnsinnig werden lassen. Die Autorin beschäftigt sich auch sehr intensiv mit den Themen Rassismus in der Verlagswelt sowie der heutigen Cancel-Culture, was ich auch sehr gelungen fand. Das Ende war wirklich sehr Thriller- bzw. fast schon Horror-mäßig und sehr packend. Zwar habe ich die finale Wendung kommen sehen, aber das ändert nichts an meiner Bewertung. Große Empfehlung für dieses radikale, gesellschaftskritische und durchweg spannende Buch mit einer Antiheldin wie sie im Buche steht 😉
Description
Authors June Hayward and Athena Liu were supposed to be twin rising stars: same year at Yale, same debut year in publishing. But Athena's a cross-genre literary darling, and June didn't even get a paperback release. Nobody wants stories about basic white girls, June thinks.
So when June witnesses Athena's death in a freak accident, she acts on impulse: she steals Athena's just-finished masterpiece, an experimental novel about the unsung contributions of Chinese laborers to the British and French war efforts during World War I.
So what if June edits Athena's novel and sends it to her agent as her own work? So what if she lets her new publisher rebrand her as Juniper Song--complete with an ambiguously ethnic author photo? Doesn't this piece of history deserve to be told, whoever the teller? That's what June claims, and the New York Times bestseller list seems to agree.
But June can't get away from Athena's shadow, and emerging evidence threatens to bring June's (stolen) success down around her. As June races to protect her secret, she discovers exactly how far she will go to keep what she thinks she deserves.
With its totally immersive first-person voice, Yellowface takes on questions of diversity, racism, and cultural appropriation not only in the publishing industry but the persistent erasure of Asian-American voices and history by Western white society. R. F. Kuang's novel is timely, razor-sharp, and eminently readable.
Book Information
Posts
Grandioses Buch mit garantiertem Gefühlschaos!⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Was war das bitte für eine Achterbahnfahrt der Gefühle? War ich schockiert über die gnadenlose Härte der Medienwelt? Definitiv! Hatte ich Mitleid mit June Hayward, weil die Einsamkeit und der Wunsch nach Anerkennung sie zu Verzweiflungstaten trieben? Natürlich! War ich wütend auf Juniper Song, da sie in einer Welt von Oberflächlichkeiten und Egoismus wortwörtlich „über Leichen ging“? Sicherlich! War ich mal wieder entsetzt über die Social Media Plattformen, die es durch ihre Anonymität mit Leichtigkeit schaffen, Menschen an den psychischen Abgrund zu bringen? Auf jeden Fall! Aber war ich auch fasziniert von der spannenden Erzählweise und dem genialen Schreibstil von Rebecca F. Kuang? Zweifellos JA! So viele Emotionen in einem Buch, das liebe ich! Daher eine klare Leseempfehlung von mir!

Und wieder ein "Hype" der mich nicht gepackt hat. Kam kaum in die Geschichte rein, zog sich elendig in die Länge , sodass ich Passagen nochmal lesen musste,da ich gedanklich abgeschweift bin . Die 2. Hälfte war leicht spannend , hat aber für mich persönlich nicht funktioniert. Hab versucht es als Hörbuch zu beenden, leider war die Sprecherin auch sehr monoton. Daher hab ich es mehr überflogen.
Ganz anders als Babel, trotzdem ein gelungenes Buch! 📚S.97: sind erfolgreiche Bücher nur so erfolgreich, weil irgendwann alle ohne ersichtlichen Grund beschlossen haben, sie zum Titel der Stunde zu küren?
♦️TW: Tod, Trauer, Verlust, Rassismus♦️ ✨ Der Schreibstil überzeugt durch seine Leichtigkeit und Zugänglichkeit, die das Eintauchen in die Geschichte zu einem fliessenden Erlebnis macht. Die anfängliche Skepsis wich rasch der steigenden Spannung, sodass ich das Buch in nur zwei Tagen ausgelesen habe. ✨ 'Yellowface' erzählt zu grossen Teilen eine Horrorgeschichte über Einsamkeit in einer hart umkämpften Branche (Zitat Rebecca F. Kuang), was dem Buch eine düstere Note verleiht. Die Themen Neid, Angst vor dem eigenen Versagen und Konkurrenz unter Freunden:innen werden realistisch behandelt. ✨ Obwohl mir das Ende persönlich nicht zusagt und ich gerne mehr über Junies Schicksal erfahren hätte, bleibt 'Yellowface' ein starkes Buch. ✨ Besonders hervorzuheben ist die gelungene Übersetzung von Jasmin Humbug, die den Charakter des Originals hervorragend einfängt. Empfehlenswert für alle, die sich gerne aus der Comfy-Zone lehnen möchten. ----- Mein Gesamteindruck: 4⭐ Protagonisten:innen: 4.5⭐ Spannung /Unterhaltung: 4⭐ Geschichte: 4⭐ Cover: 5⭐ ich liebe es! Schreibstil: 5⭐ -----

Ein Einblick in die Buchbranche
Der Schreibstil der Autoren war super. In diesem Buch sind viele Themen vertreten, die zum Nachdenken anregen und gut in die heutige Zeit passen. Es geht um Neid, Diebstahl geistigen Eigentums, Privilegien der weißen Bevölkerung und um die heutige Cancel culture. Es geht um eine junge Autorin, die bisher kein Erfolg mit ihren Werken erzielt hat. Durch einen tragischen Vorfall, bekommt sie die Möglichkeit auf einen Bestseller. Doch ist die Thematik im Buch angemessen für die Autorin? Darf sie über die fremde Kultur so schreiben oder ist dieses Werk ein Grund sie zu canceln? Sie verstrickt sich in immer mehr Lügen und droht aufgeflogen zu werden. "Hochmut kommt vor dem Fall"
Ist hier ein geistiger Diebstahl oder ist es ein Plagiat ?
Dieses Buch ist ergreifend, vielschichtig, spannend, aber auch anstrengend manchmal langwierig und unlogisch. Braucht es die „richtige“ Hautfarbe um Politik in Romane aufzunehmen!? Wie sehr versuchen sich bekannte Autorinnen sich gegenseitig auszustechen? Was macht Social Media mit unserer Gesellschaft? 5 Sterne für diese Themenwahl. Leider konnte ich trotz der guten Thematik keine Verbindung zur Protagonistin aufbauen, sie wirkte sehr konstruiert und oberflächlich. Man bekommt ihr Wesen einfach nicht richtig zu fassen, zu schwankend und zwiespältig verhält sie sich in diversen Situationen. Wie Realistisch ist es ob man wirklich „heimlich“ einen Roman schreiben kann ohne Rücksprache mit seinem Verlag zu halten

Tolles Buch auf allen Ebenen
"Yellowface" gehört nicht zu den Genres, die ich sonst präferiere, aber nachdem das Buch überall sehr gut bewertet wurde, war ich doch neugierig. Ich kann die ganzen Empfehlungen verstehen. Die Story weißt eine ganz eigene Dynamik und Spannung auf. Für mich entstanden keinerlei Längen, ich wollte immer wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert. Durch die Geschichte getragen wird man von einer eher unsympathischen Protagonistin, an deren Gefühlserleben und Gedankenwelt wir teilhaben. Bei mir weckte sie sehr ambivalente Emotionen, von Mitleid über Scham bis zu Verachtung war alles mal dabei. Und immer wieder stellte ich mir die Frage: Wie würde ich handeln? Wie würde ich mich fühlen? Dabei bekommt man als Leser auch ungewohnte Einblicke in das Verlagswesen, wodurch die Metaebene des Buches zusätzlich unterstrichen wird. Ich bin sehr froh, den Bewertungen meiner Vorgänger gefolgt zu sein. Klare Leseempfehlung!

Eine spannende Geschichte mit interessantem Einblick in die Verlagswelt – aber leider konnte mich das Buch nicht wirklich überzeugen. Mir waren schlicht alle Figuren unsympathisch. Allen voran June, die Hauptfigur: eine egozentrische, pathologische Lügnerin, die mit Neid und Wut auf die Welt blickt, als würde ihr etwas zustehen. Sie sieht sich ständig als Opfer – und entwickelt sich über fast 400 Seiten hinweg kein Stück weiter. Das macht die Geschichte für mich am Ende überflüssig. Das Ende selbst ist zudem vorhersehbar und unzufriedenstellend. Was mich zusätzlich gestört hat: Zum ersten Mal überhaupt hat mich das Gendern in einem Buch wirklich genervt. Normalerweise ist mir das egal, aber hier wurde selbst bei Anglizismen gegendert, z.B. „Follower:innen“. Das wirkt einfach albern. Dazu kommt, dass auch in Dialogen gegendert wird. Für mich klang das komplett erzwungen und nicht glaubhaft, als würden echte Menschen so sprechen.
Dieses Buch beschreibt wunderbar die Rassenvielfalt in der Verlagsbranche, wobei die sozialen Medien einen großen Einfluss darauf haben👏🏼
„Yellowface“ war mein erstes Buch der Autorin und hat mich sehr positiv beeindruckt! Dieses satirische literarische Werk ist einfach nur genial geschrieben🙌🏼 Die schnelllebige und dunkle Geschichte mit einigen interessanten Einblicken in die problematischen Teile des Verlags haben mir sehr gut gefallen:)) Der allererste Satz des Buches zieht einen schon in seinen Bann!!! Und Seite für Seite wird es immer spannender☺️ Die Themen Rassismus und Frauenfeindlichkeit kommen auch sehr gut zur Geltung! Die Protagonistin June Hayward aka Juniper Song hat mich von der ersten Seite an fasziniert. Diese Komplexität von literarischer Täuschung und kultureller Aneignung habe ich an so einer Form noch nie in einem Buch gelesen. Man wird Zeuge einer Geschichte von Ehrgeiz, Identität und den Folgen unethischer Handlungen. Emotionale Achterbahnfahrt🙈 Die Erforschung kreativer Eigentumsrechte und die verschwommenen Grenzen zwischen Inspiration und Nachahmung haben mich von Anfang bis Ende gefesselt .🤩 Schlussendlich ist es ein interessantes Buch, welches zum nachdenken anregt🙌🏼 Ich empfehle es jedem der eine fesselnde Lektüre sucht, die die Grenzen von Wahrheit und Fiktion herausfordert!!!
„Schreiben heißt, etwas aus dem Nichts zu erschaffen, Türen zu anderen Welten zu öffnen. Schreiben gibt dir die Kraft, dein eigenes Reich zu formen, wenn die Realität zu sehr schmerzt.“
Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil es so einen großen Hype darum gab, weil es mal wieder etwas anderes in meiner Leseliste war und weil es ums Schreiben und die Verlagswelt geht. Und so unbedingt, wie ich dieses Buch lesen wollte, will die Protagonistin dieses Buches schreiben. Doch es gelingt ihr leider nur mäßig in der Literaturwelt Fuß zu fassen, alles wird überschattet von dem Erfolg ihrer „Freundin“, die plötzlich in ihrem Beisein verstirbt. Ihr plötzlicher Tod gibt ihr die Gelegenheit anhand ihrer Vorlage einen Erfolgsroman zu verfassen … Joa, die Story hätte echt gut sein können und das erste Drittel des Buches war es auch. Aber die Protagonistin wurde mir leider immer unsympathischer, versinkt in Selbstmitleid und Panikattacken, handelt nicht nachvollziehbar und irgendwie plänkelt alles nur so vor sich hin, getrieben von der Frage, ob irgendwann jemand aufdecken wird, dass sie eine Idee gestohlen hat. Ich habe es nicht ertragen das Buch am Stück zu lesen und musste zwischendrin echt mehrere andere Bücher lesen, um es tatsächlich zu beenden, weil es einfach immer schlechter wird. Selbst der Spannungsbogen am Ende wirkt gezwungen, weil einfach noch irgendwas passieren musste … Ich kann den Hype leider überhaupt nicht nachvollziehen und auch wenn es im Buch selbst ständig um die Angst der Protagonistin vor negativen Kritiken ihres Buches in Social Media geht und darum, was dies mit einer Autorin macht, kann ich leider nicht anders als zu sagen, dass man nichts verpasst hat, wenn man dieses Buch nicht liest.

Ehrlich gesagt wusste ich nicht ganz was mich erwartet, war dann aber fasziniert und gefesselt. Das Buch zeigt wirklich Abgründe auf, über Rassismus, über die menschliche Seele und über das Verlagswesen. Es war sehr spannend zu lesen wie es da zu geht und ehrlich gesagt regt es sehr zum Nachdenken. Das Buch lässt einen mit vielen Fragen zurück insbesondere a lá wie würde ich handeln, wie sehe ich diese Dinge etc. Das Ende ist sehr offen, die Protagonistin ist eine absolut schreckliche Person die konstant Hass in mir geweckt hat, aber auch Athena scheint nicht besser gewesen zu sein. Anderseits was kann man June wirklich glauben? Ich liebe den Schreibstil und die Story an sich, wie sie gegen Ende fast durchdreht, ihre Versuche sich zu rechtfertigen. Einfach großartig und fesselnd. Für mich ein must read
Sehr interessant und spannend
Dieser Roman verhilft dem Leser zu einem sehr interessanten Einblick in die Literaturbranche. Wir erfahren wie ein Bestseller entsteht und wie die Autoren mit den Verlagen arbeiten. Durch den Diebstahl an Athena’s Manuskript kommen natürlich viele auch Fragen über Ethik und Moral auf und auch über Athena’s und Junipers Leben erfahren wir viel. Wie fühlt es sich für Juniper an auf einmal erfolgreich zu sein und wie geht sie damit um als erste Zweifel entstehen, ob der Roman auch wirklich von ihr ist. Der Autorin gelingt es ganz wunderbar hier immer passende Worte zu finden für Junipers Zerrissenheit, Einsamkeit aber auch ihren Kampfgeist. Spannend fand ich auch die immer wieder aufkommende Frage ob jetzt eine Autorin mit Migrationshintergründen automatisch auf eine Schiene festgelegt wird aber auch mehr von den Verlagen hervorgehoben wird aufgrund Diversität und ob damit auch manch neue, weiße Autorin hinten anstehen muss. Kann ich überhaupt nicht beurteilen aber eine interessante Theorie. Der Roman ist sehr modern, Instagram und Shitstorm sind einfach sehr aktuelle Themen und werden immer wieder thematisiert. Auch das Ende hier fand ich sehr gelungen. Kurz zusammengefasst: ein wirklich toller Roman, bei dem für mich der Hype absolut gerechtfertigt ist.
Irgendwie hatte ich aufgrund des Hypes sehr viel von dem Buch erwartet, wurde dann aber ein wenig enttäuscht. Die Story an sich fand ich gut, der Schreibstil hat mir gefallen, es war auch sehr sachlich zwischendurch was mich nicht gestört hat. Irgendwie hatte das Buch aber sehr viele Längen in denen kaum etwas passiert ist, die waren tatsächlich schon echt langweilig, weshalb ich auch sehr lang für das Buch gebraucht habe. Irgendwie hat es mich einfach nicht wirklich mitgerissen und lässt mich auch relativ ratlos zurück. An sich war es aber trotzdem interessant, so viel über den Buchveröffentlichungsprozess zu lesen und ich habe irgendwie sogar gehofft, dass June nicht erwischt wird.

Ein auf und ab 🌤️
Am Anfang hat mir das Buch sehr sehr gut gefallen, es gibt Einblicke hinten dem Verlagswesen und was alles zum Autorendasein dazu gehört. Natürlich ist es auch super Interessant nochmal über die eigenen Einstellungen und Gedanken gegenüber den verschiedenen Ethnien nachzudenken. Mit der Zeit fand ich das Buch aber etwas anstrengend, mal war es super fesselnd, mal habe ich fast die Augen verdreht vor Langeweile. Insgesamt habe es aber trotzdem gerne gelesen ☺️💛 By the way ist die Aufmachung des Buches einfach so so toll ❤️🔥 i Love it !

Cancel Culture POV:
Achherje. Dieses Buch ist wirklich keine leichte Kost. Es ist weniger die Geschichte selbst, welche mich diesen Roman nur schwer genießen lies, als viel mehr die wirklich furchtbare Übersetzung. Die hier dargestellte Geschichte behandelt von Seite 1 bis zur Letzten, den schmalen Grad der „political correctness“ und all die Bürden welche durch falsch ausgelebte liberale Progressivität, auf verschiedene Menschen wirken. Nicht nur bin ich ein klarer Gegner von gegenderter Sprache in Romanen, gleichwohl finde ich diese genau in dieser Geschichte absolut unpassend. R.F. Kuang möchte uns hier eine Geschichte erzählen, wie gefährlich nicht nur kulturelle Aneignung, sondern auch im Gegenzug übertriebe wokeness und cancel culture sind. Mit der Entscheidung der Übersetzerin, hier Gendersprache zu verwenden wie zum Beispiel Follower:innen und Chines:innen etc., nimmt sie Kuang allen Wind aus den Segeln und macht genau das, was in dem Roman angeprangert wird. Unabhängig davon, hat die Geschichte auch ihre Schwachstellen. Je mehr sich das Buch dem Ende zuneigt, umso willkürlicher werden die Handlungen und Entscheidungen der Protagonisten. Es wirkt als wäre Kuang lustlos gewesen, der Geschichte eine Klimax zu geben, nachdem alle bösen Zeigefinger gezeigt wurden. Hinzukommt, dass das Ende von Tolstois „Anna Karenina“ in diesem Roman ohne Vorwarnung, gespoilert wird. Danke dafür. Hätte ich das Buch im Original gelesen, wäre es wohl eine 3,5 geworden. Vielleicht eine 4, ohne den Spoiler der mir den Tag versaut hat. Aber ich kann leider nicht diese Übersetzung außer Acht lassen, und bewerte hier klar die Deutsche Fassung des Buches.

„Yellowface“ gehört sich nicht zu meinem normalen Beuteschema, aaaaber. Auf Empfehlung habe ich es mir dann doch zugelegt und war dann doch sehr gespannt drauf, was mich hier erwartet. Vorgefunden hab ich dann schlussendlich ein Buch, dass einige Fassetten zu bieten hat. Was mir sehr gefallen hat, was diese ganz eigene Spannung. Ich habe die Geschichte sehr gern verfolgt und war gespannt drauf, in welche Richtung sich der ganze Spaß entwickelt. Auch die Einblicke ins Verlagswesen fand ich extrem gut, genauso stelle ich mir das zumindest teilweise vor. Nüchtern betrachtet muss man aber sagen, ist das nicht überall so!? Mit „June“ bekam ich einen Hauptcharakter an die Hand, die schon allein durch ihr Tun nicht sonderlich sympathisch war, aber mit der ich durchaus gern durch das Buch gegangen bin und die verschiedenen Gefühlsphasen durchgegangen bin. Auch hier wieder die nüchterne Frage, wie viele würden so nicht handeln? Erzählt wurde die Geschichte sehr gut mit dieser durchgehenden Spannung „was passiert als Nächstes?“ Mit vierundzwanzig Kapitel, waren für mich die Abschnitte zwar ein wenig zu lang, aber das liegt an meiner einen „kurze Kapitel“ Vorliebe. Schlussendlich bin ich froh auf die Empfehlung gehört zu haben. Es war ein gutes Buch mit einer spannenden Thematik und einem Ende, dass zu dem Buch eigentlich perfekt gepasst hat.

Unangenehm.
Aber im positiven Sinn. Die Protagonistin ist bei Weitem kein Sympathieträger und dennoch wollte ich zu jeder Sekunde wissen wie die ganze Sache letztendlich ausgeht. Im ehrlich zu sein: niemand in diesem Buch ist sympathisch oder gut, aber: die Protagonistin ist eine absolute unzuverlässige Erzählerin, sodass ich mich selbst schnell dabei ertappt habe, alles zu hinterfragen und auch ihre Wahrnehmung der anderen Charaktere nicht für bare Münze zu nehmen. Leider hatte das Buch seine Längen, bspw. den gesamten Twitterkrieg fand ich irgendwann zu redundant und langweilig und auch das Ende hat mich nicht vollends befriedigt, kann mich jedoch gut damit anfreunden und so hinnehmen. Tatsächlich habe ich mich das gesamte Buch über auch gefragt, wie viel davon tatsächlich in der Realität passiert sein könnte oder aus den eigenen Erfahrungen der Autorin stammt. Vieles habe ich selbst wieder erkannt, wie bspw. die Internetkriege bezüglich eines möglichen Rassismus in Büchern, wenn weiße Autoren über Minderheiten schreiben oder wie Bücher an eine weiße Zielgruppe angepasst werden und gleichzeitig nur publiziert werden, weil sie eine vermeintliche Diversität bedienen. Tatsächlich will ich nicht wissen, welche Spannungen diesbezüglich in Verlagshäusern herrschen und ich habe tatsächlich das Gefühl, dass sich Kuang hiermit die eine oder andere Erfahrung von der Seele geschrieben hat.
2024_#22 👀
Ich liebe es, wie in diesem Buch mit Fragen gespielt wird, auf die es keine klare Antwort gibt, sondern man diese irgendwo im Graubereich zwischen schwarz und weiß suchen muss. Mich hat es an vielen Stellen sehr ambivalent fühlen lassen und dadurch nachhaltig zum Nachdenken angeregt. Auch die Einblicke hinter die Kulissen der Buch- und Verlagswelt fand ich sehr spannend. Daher absolute Empfehlung 💛 PS: Wie cool ist bitte, dass unter dem Dustjacket das Buch zum Vorschein kommt, um das es geht? Find ich richtig cool!!😁😍

Absoluter Wahnsinn. Erschreckend.
Diese Geschichte ist der absolute Wahnsinn. Ich war so sehr über diese Art des Mobbings und der Welt im Internet erschrocken. Ich kann absolut nachvollziehen, was alles passieren kann, wenn man beschimpft wird im Netz. Oder Lügen verbreitet werden. Auch die Darstellung des Verlagwesens ist sehr gut beschrieben. Mich hat das Buch sehr gefesselt. Klare Leseempfehlung.
Yellowface von Rebecca F. Kuang hat mich in vielerlei Hinsicht überrascht. Als Hörbuch war es für mich die perfekte Wahl, da die Handlung zunächst nicht ganz in mein übliches Lesespektrum fällt. Doch das Format hat es mir ermöglicht, mich intensiv mit der Geschichte auseinanderzusetzen, ohne mich von der thematischen Schwere abschrecken zu lassen. Besonders hervorheben möchte ich die herausragende Leistung der Synchronsprecherin Milena Karas. Sie hat es geschafft, Junes komplexe Gedanken, ihre inneren Konflikte und emotionalen Turbulenzen authentisch und packend zu vermitteln. Jede Nuance ihrer Persönlichkeit wurde klar und kraftvoll transportiert, was es mir ermöglichte, mich voll und ganz in die Geschichte zu vertiefen. Die Erzählweise von Kuang, die Themen wie kulturelle Aneignung, Identität und Rassismus behandelt, fordert den Hörer auf, sich mit schwierigen, oft unbequemen Fragen auseinanderzusetzen. Dabei wird die Geschichte von der Synchronsprecherin auf eine Weise lebendig gemacht, die die emotionale Tiefe, besonders von June, und die brisante Relevanz des Themas sehr gut vermittelt. Was mich besonders nachdenklich gestimmt hat, ist der Blick auf Junes Handlungen und Beweggründe. Natürlich kann ich ihre Taten nicht gutheißen, sie ist für mich auch eine alles andere als sympathische Protagonistin. Jedoch zeigt die Geschichte auf, wie schwierig es für aufstrebende Autor:innen sein muss, sich in der hart umkämpften Buchbranche zu behaupten. Die Versuchung, sich durch unethische Mittel einen Vorteil zu verschaffen, mag zwar verwerflich sein, doch sie ist auch eine Schattenseite des Drucks, der auf vielen im Literaturbetrieb lastet. Das macht es schwer, ein klares Urteil über Junes Verhalten zu fällen, da Kuang ein komplexes Bild von Ehrgeiz, Unsicherheit und moralischen Kompromissen zeichnet. Insgesamt war Yellowface eine fesselnde Erfahrung, die mich auch als Hörbuch begeistern konnte – ein starkes Beispiel dafür, wie ein gut produziertes Hörbuch die Wirkung eines komplexen Romans verstärken kann. Für mich eine absolut Hörempfehlung! 💛 (Bild: abbieeac auf Pinterest)

Definitely a reading recommendation!
Hooked from the very first page on till the last page! As a reader you get to dive deep into the darkest depths of the publishing industry. And with that also social media and how it can affect authors and the other way around. Very interesting insight! Even though no character is that sympathetic you want to know how the story goes on and even develope some kind of empathy for the main character the further you are in the story. It‘s hard to describe but that book gave me such a strange, but such a story fitting feeling while reading - but in a good way to have the subliminal message really delivered to you. I definitely enjoyed this book! Also the writing style was super easy and fluent to read.
Wichtige Messages!
Yellowface war mein erstes Buch der Autorin. Kuangs Schreibstil ist wirklich aussergewöhnlich, dadurch konnte mich das Buch sofort packen. Anders als andere Leser*innen fand ich gut in die Geschichte, ich kann aber die Kritiken an der Langatmigkeit des Buches durchaus verstehen, besonders der Mittelpart zieht sich schon etwas, die Gedanken und Gefühle der Protagonistin finden auch viele Wiederholungen. Die behandelten Themen wurden ganz toll aufgearbeitet und man kommt als Leser*in wirklich viel ins Grübeln. Also mir hats gut gefallen und ich möchte definitiv noch mehr der Autorin lesen.

OMG 🤯
Was bitte ist das denn für ein Buch? Ich bin fassungslos. Wusste nicht ob ich die Protagonistin auffliegen sehen will oder mit Ihr mit fiebern soll, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt. Ich war so hin & her gerissen. Eine Diebin. Eine Lügnerin. Selbst nichts erreicht als Autorin. Öffentlich wird Sie zerfetzt und trotzdem hält Sie sich an Ihre Geschichte. Sie glaubt Ihre Lügen selbst. Doch alle anderen wissen es besser. Nur wer gewinnt? Die Wahrheit oder die hinterlistige Protagonistin? Dieses Buch hat mich gefangen und wahnsinnig nervös gemacht. Es ist so vielschichtig. So viele Themen werden in dem Buch angesprochen. Rassismus. Was für eine Macht Social Media hat. Die knallharte Verlagswelt. Existenzängste. Diebstahl. Gier nach Anerkennung. Macht. Das Buch, die Geschichte hat mich wahnsinnig gemacht! Und das Ende am meisten.
Fesselnd. R.F. Kuang hat es auch diesmal geschafft, mich mit ihrem unbändigen Talent zu begeistern. Die Story ist toll, keine Frage, aber für mich nicht das beste in diesem Roman: die Art, wie dieses Buch geschrieben ist, macht es erst zu einem wahren Erlebnis. Wir sehen die Ereignisse aus der Sicht der Protagonistin, die die Leserschaft immer wieder gezielt anspricht und somit ihr eigenes Narrativ wiedergibt. Als Leser ist man dadurch gezwungen immer wieder zu hinterfragen, wie die Geschehnisse tatsächlich zu beurteilen sind und wird dadurch geradezu in die Geschichte hineingesogen. Große Empfehlung!
Echtes Highlight
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Ich mochte als Buchliebhaberin die Einblicke in die hart umkämpfte Buchbranche. Es wurden viele Probleme in der Welt der Bücher angesprochen. Von Plagiaten, kulturelle Aneignung und dem Umgang der Leser damit im Internet. Mit der Protagonistin bin ich nicht warm geworden, was bei diesem Buch aber auch gewollt war. June empfand ich als sehr selbstverliebt und arrogant. Sie wusste die ganze Zeit, dass die Vorwürfe stimmten, hat aber nichts zugegeben. Das Ende fand ich sehr gelungen, da zum Schluss die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Bei der Art und Weise der Enthüllung hatte ich dann doch Mitleid mit June, da es doch eine ziemlich niederträchtige Intriege war.
Ein bißchen von (zu) vielem: Sozialktitik, Thriller, Gesellschaftskritik, dazu eine unendlich einsame, ja, isolierte Hauptprotagonistin, die ein Stück vom Kuchen in einer hart umkämpften Branche abhaben möchte und dazu zu unlauteren Mitteln greift. Es war ein auf und ab, teilweise spannend, dann wieder sehr zäh. Das Gendern war mir tatsächlich zu viel und schlecht umgesetzt, das hatte man deutlich angenehmer lösen können. June ist zudem keine sympathische Hauptperson. Sie hat es wahrhaft nicht leicht (Wer hat das in diesem Buch überhaupt?), dennoch kann sie sich schlecht (ehrlich) selbst reflektieren und biegt sich sehr oft die Wahrheit zurecht, bis sie selbst fast daran glaubt. Fazit: Interessanter Plot, durchwachsene Story.
Provokant, aktuell, aber nicht ganz rund
Yellowface ist ein provokanter, gesellschaftskritischer Roman über kulturelle Aneignung, Identität und den Literaturbetrieb. Die satirische Darstellung von Social Media und Cancel Culture ist pointiert und treffend. Im Mittelteil verliert die Geschichte jedoch etwas an Tempo, und die bewusst unsympathische Hauptfigur macht das Lesen stellenweise anstrengend. Trotzdem bleibt das Buch relevant, diskussionswürdig und regt zum Nachdenken an.
»Ich hatte plötzlich Angst, sie könnte mich verhören oder mir vorwerfen, ihre Tochter umgebracht zu haben – aber stattdessen entschuldigte sie sich immer wieder, als wäre es sehr unhöflich von Athena gewesen, in meiner Gegenwart zu sterben.«
📖 Athena Liu, erfolgreiche und talentierte Autorin, stirbt plötzlich in der Gegenwart ihrer Freundin June. Geistesgegenwärtig lässt June Athenas Manuskript mitgehen. Schließlich muss diese Geschichte unbedingt erzählt werden. Aber wenn June sich schon die Mühe macht, ein paar Anpassungen vorzunehmen, kann "Die letzte Front" schließlich auch unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht werden, oder? Sie tut es doch nur für die Literatur. Nicht für sich. June konstruiert ein Kartenhaus aus Lügen, bis Paranoia und Gier überhand nehmen. Coole Story mit ein bisschen Thrill. Hat Spaß gemacht. In dem Buch wird gegendert, das hat meinen Lesefluss sehr gestört.

Das Buch hat einen flüssigen schreibstil und lässt gut lesen. Die Idee hinter der Geschichte ist wirklich gut und ich kann mir gut vorstellen,dass es hier und da es nicht zu Diebstähle in der Literatur kommt. Es war wirklich interessant wie die Geschichte verlaufen ist und wie weit ein Mensch gehen kann um sein Traum zu leben. Ein Buch für zwischen durch...ich würde es wieder lesen

Die dunkle Seite des Schreibens: Ein Roman über Neid, Lügen, Rassismus und digitales Mobbing
SPOILER Die Autorin gewährt uns einen fesselnden Blick hinter die Kulissen der gnadenlosen Verlagswelt, in der Vorurteile, Neid und Rassismus allgegenwärtig sind. Dabei fällt die Protagonistin durchweg negativ auf, und ich konnte nichts Positives an Juniper entdecken - ein wohlüberlegtes Mittel der Autorin. Dennoch möchte ich die vielschichtige Innenwelt der Protagonistin erkunden, sowie die zahlreichen Schattenseiten einer so enormen Lüge. Besonders beeindruckt hat mich, wie Hetze und Mobbing im Internet die Autorinnen treffen können, ob berechtigt oder nicht. Viele Menschen stürzen sich rücksichtslos auf sie, ohne sich selbst zu hinterfragen, und zerstören dabei oft das Leben der Autorin. Insgesamt ist dies ein herausragender Roman, der die aktuellen Gesellschafts- und Verlagsstrukturen reflektiert und zum Nachdenken anregt.
💛 Highlight 💛
Inhalt und Meinung Ich habe mich länger nicht getraut, das Buch zu lesen, weil ich Angst hatte, enttäuscht zu werden. „Babel“ war ein absolutes Highlight für mich und das Thema von „Yellowface“ war so völlig anders. Meine Ängste waren töricht und unbegründet, denn Rebecca Kuang hat einfach das nächste Highlight geschrieben!!! Und darum geht es: Als Athena vor Junes Augen durch ein tragisches Unglück ums Leben kommt, zögert June nicht und stiehlt Athenas Leben… Denn während June eine eher erfolglose Autorin ist, war Athena ein gefeierter Star der Branche und was kann es schaden, sich ihr unveröffentlichtes Manuskript unter den Nagel zu reißen? Was für ein Buch, was für eine Geschichte. Ich konnte night aufhören zu lesen. Es ist wohl zeitgenössische Literatur, aber ehrlich, ich fand es hatte auch Thriller Elemente! Es war wirklich so so spannend… und erinnerte mich von der Grundidee irgendwo an „Der talentierte Mr Ripley“. Abgesehen davon, war es natürlich auch sehr interessant hinter die Kulissen des Verlagswesens zu schauen. Ich komme jedoch selbst beruflich aus dem Marketing, so dass die Tricks bekannt sind. Allerdings hat es mich doch schockiert, die Bestätigung für meine eigene Auffassung zu bekommen, dass Bestseller gemacht werden, lang bevor sie im Laden ausliegen und es keinesfalls ein fairer Wettbewerb ist. Und natürlich wird das Thema „Diversität als Verkaufsargument“ sehr sehr kritisch beleuchtet, sowie andere extrem aktuelle Themen (white privilege, mobbing etc.) Muss man gelesen haben, meiner bescheidenen Meinung nach. Empfehlung! 5/5⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️❤️ Highlight

Eine Geschichte hat immer zwei Seiten….
Der Hype um R.F. Kuangs "Yellowface" ist vollkommen gerechtfertigt. Der Roman erzählt die fesselnde Geschichte einer jungen Frau, die durch Lügen und Fehler Erfolg und Ruhm anstrebt. Er bietet tiefgehende Einblicke in die Buchbranche und thematisiert Rassismus, Klassismus und Cancel Culture. Besonders beeindruckend ist die Kombination aus Tiefgründigkeit und bittersüßer Satire, die Junes Entwicklung vor und nach ihrem Diebstahl beleuchtet. Ihr innerer Konflikt zwischen Ehrgeiz und moralischen Bedenken ist spürbar. "Yellowface" regt zum Nachdenken über Plagiate, Diskriminierung und den Druck der Schnelllebigkeit an, in der oft der Schein mehr zählt als das Sein.

Ich war sehr gespannt auf dieses Buch, aber leider ist es hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben. Der Schreibstil ist super und es werden sehr wichtige Themen wie Rassismus und auch cybermobbing angesprochen. Aber die Geschichte plätschert vor sich hin. Die Spannung bleibt dabei leider auf der Strecke und die Protagonistin ist mehr als unsympathisch.
Ein beeindruckender Roman, der in meiner Wahrnehmung noch nachhallen wird. Rebecca F. Kuang schafft es, eine Geschichte mit so vielen Höhen und Tiefen auf diesen Seiten zu verfassen, wie ich es lange nicht mehr zu lesen bekommen habe. Sie schafft es, eine unbändige Gier nach Aufmerksamkeit, gepaart mit der anschaulichen Leere beim Ausbleiben dieser, in Einklang einer höchst spannenden Hauptgeschichte zu bringen. Die Hauptprotagonistin Juniper wird durch zunehmenden Erfolg, der nur in Teilen durch sie fabriziert ist, immer paranoider in der Angst vor der eigenen Vergangenheit. Dabei ist ihr Umfeld so eindrucksvoll beschrieben, dass man nie den Überblick über die einzelnen Nebendarsteller:innen verlieren kann. Chapeau. Die politisch angehauchte Frage, die in der ersten Hälfte des Romans transportiert wird, ist höchst spannend. Es wird eine Diskussion mit unterschiedlichen Standpunkten ausgetragen, wer das Recht hat, eine Geschichte wiederzugeben, in künstlerischer oder aufklärerischer Form. Ob man einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe angehören muss, um darüber berichten zu dürfen. Dass hier von einer PoC eine weiße Protagonistin gewählt wird, führt diese Diskussion im Gesamtkonzept des Buches ad absurdum. Eine Frage, die dieses Buch nicht abschließend geklärt hat und vermutlich auch nie vollends geklärt werden wird. Hierfür sind Menschen aus allen gesellschaftlichen Bereichen zurecht zu individuell um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen. Besonders beeindruckend finde ich eine unterschwellige Kritik an den sozialen Medien, die durchaus deutlicher benannt werden könnte, auch wenn in so ziemlich jedem zweiten Kapitel die Wesensveränderung von Juniper beschrieben wird, welche sie durch lesen von Beiträgen auf Goodreads, Twitter, Facebook etc. durchlebt. In diesem Fall konnte ich gute Rückschlüsse und auch Parallelen zu meiner eigenen Person gewinnen, welche die Story und Gefühlslagen noch greifbarer gemacht haben. Absolut getroffen hat mich ein Zitat, welches nur am Rande einer Vergangenheitserzählung der Protagonistin stattfand: „Nicht jede Frau hat eine Vergewaltigungsgeschichte. Aber fast jede Frau hat eine „Ich weiß nicht genau, es hat mir nicht gefallen, aber ich kann es nicht wirklich Vergewaltigung nennen“-Geschichte“ (Seite 245) Die Endzüge der Geschichte waren sehr durchdacht, für meinen Geschmack jedoch etwas zu standard-dramatisch, sodass man sie schon mehrfach in abgewandelter Form in klassischen Krimis zu lesen bekommen hat. Insgesamt bleibt es jedoch ein lesenswertes Werk, denn der Aufbau bis zum letzten Kapitel ist mehr als eindrucksvoll.
⭐️⭐️⭐️⭐️ Sterne
June und Athena sind zwei junge Autorinnen, die jedoch unterschiedliche Positionen in der Buchbranche einnehmen. Während Athena bereits Erfolge feiert, ist Junes Debütroman gefloppt. June ist daher sehr neidisch und strebt nach dem, was Athena erreicht hat. Als Athena June in ihrer Wohnung ihr neuestes Manuskript zeigt, von dem noch niemand etwas weiß, wollen die beiden feiern. Doch Athena erleidet einen Unfall und stirbt. Während June auf den Krankenwagen wartet, landet das Manuskript auf wundersame Weise in ihrer Tasche... Die Geschichte hat mich wirklich mitgerissen. Unsere Protagonistin June ist alles andere als sympathisch. Sie stiehlt Athenas Manuskript und sieht sich gezwungen, das Potenzial dieses Meisterwerks auszuschöpfen und es unter ihrem eigenen Namen zu veröffentlichen. Dabei ahnt sie nicht, welche Steine sie ins Rollen bringen wird. Obwohl ich sie nicht wirklich mochte, habe ich teilweise ein Verständnis für sie entwickelt und konnte auch mit ihr mitfühlen. Das ist bei Charakteren, die ich eigentlich nicht mag, sehr selten! June rechtfertigt ihr Handeln, als wäre es völlig in Ordnung und als würde sie überhaupt nichts falsch machen, was mich zum Nachdenken über moralische Grenzen angeregt hat. Der Schreibstil der Autorin war wunderbar lesbar und die Geschichte überraschend spannend. Wichtige Themen wie Rassismus, kulturelle Aneignung, Ethik, Plagiate und soziale Medien werden sorgfältig behandelt. Ich habe beim Lesen außerdem viel über die Buchbranche gelernt, z. B. hatte ich bisher nichts von Sensitivity Readern gehört. Obwohl ich mit dem Ende gerechnet hatte, hat es meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Der mittlere Teil war meiner Meinung nach nicht ganz so spannend, dennoch ist es ein sehr starkes Werk! „Yellowface“ war mein erstes Buch von Rebecca F. Kuang und was soll ich sagen, ich muss dringend bald zu „Babel“ greifen! 🤭

provokant und spannend zu lesen
“Yellowface” von Rebecca F. Kuang ist ein scharfsinniger, provokativer Roman, der sich mit kultureller Aneignung, Rassismus und den dunklen Seiten der Verlagsbranche auseinandersetzt. Die Geschichte dreht sich um die junge Autorin June Hayward, die nach dem Tod ihrer berühmten asiatisch-amerikanischen Kollegin Athena Liu deren Manuskript stiehlt und unter ihrem eigenen Namen veröffentlicht. Kuang zeigt eindrucksvoll, wie Identitätspolitik und Macht im Literaturbetrieb aufeinanderprallen. Der Ton des Buches ist bissig, spannend und oft satirisch, doch einige Leser könnten den Fokus auf moralische Grauzonen als anstrengend empfinden. Insgesamt ist “Yellowface” eine fesselnde und mutige Lektüre, die zum Nachdenken anregt.
Sehr guter Start, dann leider immer zäher, nur noch durch Wendungen, die zunehmend absurd werden, vorangetrieben. Sehr gute Darstellung von Literaturbetrieb und vor allem den Dynamiken auf Social Media, schaut einfach mal bei Threads rein. Allerdings ist das relativ schnell das Hauptthema, wodurch sich alles ein bisschen im Kreis dreht.
Wunderbarer, präzisenr Schreibstil und eine bissige Erzählweise. Der Roman ist stark gesellschaftskritisch und setzt sich mit Themen wie kultureller Aneignung, Rassismus und dem Verlagswesen auseinander. Trotz der ernsten Inhalte bleibt das Buch durchgehend spannend. Intelligent und absolut lesenswert
Wow!
Dieses Buch hat mich so sehr gefesselt. Ich fand es unglaublich faszinierend, wie unsympathisch Juniper war und wie wenig ich sie mochte. Wie sie sich und den Lesern immer wieder eingeredet hat, dass sie das Opfer der ganzen Situation ist und dass sie nichts falsch gemacht hat. Das Buch gibt einen sehr interessanten Einblick in die Buch- und Verlagswelt und was alles zum Veröffentlichen eines Buchs dazu gehört. Wenn man sich also dafür nicht interessiert, könnte es an manchen Stellen langatmig sein. Ich fand es aber die ganze Zeit spannend und faszinierend, wie die Protagonistin immer wieder versucht hat, sich aus dem Schlamassel zu winden und wie ihre Schuldgefühle sie langsam aber sicher haben wahnsinnig werden lassen. Die Autorin beschäftigt sich auch sehr intensiv mit den Themen Rassismus in der Verlagswelt sowie der heutigen Cancel-Culture, was ich auch sehr gelungen fand. Das Ende war wirklich sehr Thriller- bzw. fast schon Horror-mäßig und sehr packend. Zwar habe ich die finale Wendung kommen sehen, aber das ändert nichts an meiner Bewertung. Große Empfehlung für dieses radikale, gesellschaftskritische und durchweg spannende Buch mit einer Antiheldin wie sie im Buche steht 😉





















































