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Romane

Wir dachten, das Leben kommt noch

3,5(34)
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Über das Buch

Die gefeierte Autorin und Verlegerin Elisabeth Sandmann hat einen Roman geschrieben, der den Bogen über Jahrzehnte spannt und fragt, wie weit man im Widerstand gehen muss.

Pat bekommt überraschend einen Anruf der BBC-Moderatorin Gwen, die sich für ihre Vergangenheit interessiert. Aber will sie darüber überhaupt reden? Nach so vielen Jahrzehnten, in denen sie kein Sterbenswort verraten durfte? Jahre, in denen sie dachte, das Leben kommt noch? Pats Vergangenheit führt tief hinein in ein unbekanntes Kapitel wagemutiger Frauen des Widerstands, die Sabotageakte verübten, geheime Funksprüche absetzten, lautlos töten mussten und beständig unterschätzt wurden. Gwen findet auf einer Recherchereise nach Paris nicht nur Erstaunliches über ihre verwegene Großmutter heraus, die dort in den Jahren der Okkupation lebte. Sie entdeckt auch jenen Schlüssel, der es Pat ermöglichen wird, sich der eigenen Erinnerung zu stellen.

Pats Geschichte reicht Jahrzehnte zurück und fühlt sich noch heute so brisant an, dass einem beim Lesen der Atem stockt.

Exzellent recherchiert, klug und mitreißend

Stimmen zu Elisabeth Sandmanns SPIEGEL-Bestseller »Porträt auf grüner Wandfarbe«:

»Elisabeth Sandmann ist in ihrem Roman das Kunststück gelungen, das Schwere und das Leichte zusammenzubringen.« MDR

»Eine pralle Familiengeschichte. Die Frauen in diesem Roman lassen sich nicht unterkriegen. Sie nehmen ihr Leben selbst in die Hand.« SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Raffiniert setzt sich die Geschichte aus Erzählungen, Tagebüchern und Briefen zusammen, aus der Überschneidung von Orten und Zeitebenen und über eine große Bandbreite sozialer Milieus.« Neue Zürcher Zeitung

»Elisabeth Sandmanns Debüt überzeugt mit starken Heldinnen und Geheimnissen, die Generationen in Atem halten.« BRIGITTE

Editionen (1)

ISBN9783492073677
VerlagPiper
Erscheinungsdatum31.10.25
Seitenzahl384

Merkmale

1 Bewertungen

VariabelInformativSpannendEntwickelndHerzerwärmendNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

34 Bewertungen

14 Rezensionen

3,5

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  • antjeliest
    antjeliest

    193 Follower

    2,5

    Mutige Geheimagentinnen im Zweiten Weltkrieg

    Gwen ist alleinerziehende Mutter einer 6-jährigen Tochter und erstellt für die Londoner BBC die Sendung Woman’s Hour, in der historisch übersehene Frauen mit beeindruckenden Leistungen vorgestellt werden. In ihrem neuen Projekt möchte Gwen Agentinnen der „Special Operations Executive“ aus der Vergessenheit holen, was sich als schwierig erweist, da alle zu lebenslanger Verschwiegenheit verpflichtet wurden. Sie entdeckt Pat Conway, die als Emma Fleury getarnt, für eben dieses Sonderkommando SOE ihr Leben riskiert hat. Erzählt wird in zwei Zeitsträngen, 1942 Pat/Emma in Frankreich, deren Kriegstätigkeit, wie das der meisten Frauen, nie gewürdigt wurde und 1998 Gwens Leben. Leider hat der Roman enorme Längen, insbesondere der zeitaktuellere Teil, die das Buch langatmig und zäh werden ließen, trotz des eigentlich interessanten Themas. Die Dialoge sind eher flach, selbst das Cover ist zu blass/ nichtssagend. Schade. Fazit: Kann man lesen, muss man aber nicht.

    12. Jan. 2026

  • magdas_buecherwelt
    magdas_buecherwelt

    668 Follower

    4,0

    Das Buch wollte ich unbedingt lesen, nachdem ich „Porträt auf grüner Wandfarbe“ sehr gemocht habe. Darin begibt sich die Journalistin Gwen Farleigh im Jahr 1992 auf die Spuren ihrer Großeltern nach Polen. Jakob von Stein, ihr jüdisch stämmiger Großvater, besaß ein Gut in Pommern. Er ist kurz vor dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs nach Palästina ausgewandert, während seine zweite Frau Ilsabé von Isolani in England geblieben ist. Auch in Elisabeth Sandmanns neuem Buch stehen Gwen und Ilsabé im Mittelpunkt der Handlung, die sich auf zwei Zeitebenen abspielt: 1998 und während des Zweiten Weltkriegs. Gwen ist alleinerziehende Mutter der sechsjährigen Ruth. Sie arbeitet in London für die BBC, für die sie die Sendung Woman’s Hour moderiert, in der vergessene und/oder unbekannte Frauen vorgestellt werden, die Ungewöhnliches geleistet haben. Für ihr nächstes Projekt möchte Gwen Engländerinnen vorstellen, die im Zweiten Weltkrieg als Agentinnen für die Special Operations Executive in Frankreich tätig waren. Die 39 Frauen und 431 Männer mussten akzentfrei und fließend Französisch sprechen. Die Ausbildung beinhaltete Fallschirmspringen, Nahkampf, Techniken der deutschen Spionageabwehr, Grundlagen des Morsecodes und die Bedienung eines Funkgeräts. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Funkers bzw. einer Funkerin auf feindlichem Gebiet betrug sechs Wochen. Die Kapitel spielen abwechselnd in Paris im Jahre 1998 und 1941/42, als Pat Conway als SOE-Agentin unter dem Decknamen Emma Fleury im besetzten Paris lebt und arbeitet. „In Frankreich war alles aufregend gewesen, ich fühlte mich wichtig und gebraucht, aber nach dem Krieg wollte niemand mehr etwas über uns wissen, und erzählen durften wir auch nichts. Dabei dachten wir, das Leben kommt noch.“ (S. 262) Meine Freude war groß, als ich im Buch direkt am Anfang auf Gwen und Ilsabé gestoßen bin, die ich aus „Porträt auf grüner Wandfarbe“ kannte und ins Herz geschlossen habe. Doch leider reicht dieser Band nicht an den ersten heran. Pats bzw. Emmas Erlebnisse als Funkerin fand ich nicht so interessant wie Ilsabés Lebensgeschichte. Es gab einige Wiederholungen, so wurde zum Beispiel häufig darauf hingewiesen, wie schwer der Koffer mit dem Funkgerät war (15 kg), den Emma durch Paris schleppen musste. Ich hätte mich über genauere Beschreibungen der Schauplätze gefreut, die - bis auf die Nationalbibliothek, in der die Funkerinnen Nachrichten hinterlassen haben – nur beiläufig erwähnt werden. Eine Liebesgeschichte hätte die Handlung aufgelockert, Pat blieb jedoch bis ins hohe Alter allein und kinderlos. Der Schreibstil ist flüssig und dialogreich, für den Inhalt vergebe ich 3,5 Sterne.

    17. Nov. 2025

  • hazelmauz
    hazelmauz

    150 Follower

    3,5

    Diese Erzählung war nicht meins, tolles, spannendes Thema - doch viel zu nüchtern verpackt. Aufrührerische Frauen, im besetzten Frankreich, die sich erfolgreich wehren. Mit Funksprüchen, die sie selber absetzen und / oder entschlüsseln. Bestimmt ein spannendes Thema - doch in dieser Fiktion kommen sie zu kurz.

    9. März 2026

3 von 14 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Elisabeth Sandmann

Elisabeth Sandmann ist Verlagsbuchhändlerin, promovierte Literaturwissenschaftlerin und Verlegerin. Seit Jahrzehnten beschäftigt sie sich mit den Biografien außergewöhnlicher Frauen. 2015 veröffentlichte sie das Sachbuch »Der gestohlene Klimt«, das sich mit einem spektakulären Restitutionsfall beschäftigt. Sie lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München und ist Mutter eines erwachsenen Sohnes.

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