Blick ins Buch

Romane

Winterherz

4,1(20)
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Über das Buch

Ein verschneites Sanatorium und ein herzkranker Junge, der die Liebe entdeckt – ein modernes Wintermärchen

Wenige Wochen vor Weihnachten. Der vierzehnjährige Wilhelm wird mit einer Herzkrankheit in ein Sanatorium nahe Dresden eingeliefert. Widerstrebend muss er seine geliebte Mutter am Tor der Klinik zurücklassen. Das Gebäude ist ein Palast in Weiß, umgeben von einem üppigen Schlosspark, auf dem Programm stehen Liegebäder und Luftkuren.
Mit seinen Zimmergenossen freundet sich Wilhelm rasch an: mit Edgar, der schon eine Verlobte hat, dem gutmütigen Milo und mit Bruno, der Leseratte. Schon bald umgehen die vier die vielen Regeln und Verbote, die den Klinikalltag prägen, und Wilhelm bekommt eine Ahnung davon, was es bedeutet, erwachsen zu werden.
Und dann ist da noch die Schwesternschülerin Ilona, deren braunes Haar sich nicht von der Haube bändigen lässt. Die junge Frau weckt in Wilhelm die Lust am Lesen, zarte Gefühle der Zuneigung – und vor allem einen unbändigen Willen zu leben.

ISBN9783463000329
VerlagROWOHLT Kindler
Erscheinungsdatum12.09.23
Seitenzahl144

Rezensionen & Bewertungen

20 Bewertungen

6 Rezensionen

4,1

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  • 4,5

    Ein kleines Büchlein voller Abenteuer- und Lebenslust, voller Freundschaft und Zusammenhalt. Der Autor hat viel Gefühl und Zeitgeist zwischen die Buchdeckel gepackt und die Zeit ab 1913 in der Kurklinik Bad Gottleuba mit viel Feingeist zum Leben erweckt. "In der Welt der Wünsche und Träume kann alles geschehen, alles. Das Schicksal muss nur den richtigen Faden spinnen." [Ralf Günther]

    22. Dez. 2024

  • evaslesezeit
    evaslesezeit

    531 Follower

    4,0

    Sehr nachdenklich und berührend...

    Eine nachdenkliche Erzählung Wilhelm bekommt die Zusage für eine Kur wenige Wochen vor Weihnachten. Also reist er gemeinsam mit seiner Mutter aus Berlin in die sächsische Schweiz. Dort findet er sein Zimmer im Haus 13, dem Haus der blauen Kinder. Zuerst versteht er nicht, was es mit diesem Namen auf sich hat, doch dann sieht er die vielen Kinder, die alle bläulich verfärbte Lippen haben und insgesamt krank aussehen. In seinem Zimmer fühlt er sich wohl und findet in seinen Mitbewohnern Edgar, Bruno und Milo schnell Freunde. Da sie alle dem Tod geweiht sind, will Wilhelm noch Abenteuer erleben. Gemeinsam brechen sie so manche Regel und Wilhelm lernt zudem die Liebe kennen... Ralf Günther erzählt in diesem winterlichen Roman über vier Jungen, die sich gerade erst kennengelernt haben, aber alle mehr oder weniger mutig sind und trotz ihrer schweren Herzerkrankung etwas erleben möchten. Die Freundschaft der vier Buben ist eine ganz besondere und wirkt daher sehr authentisch. Die winterliche, verschneite Kulisse bringt noch zusätzlich eine ganz besondere Stimmung in die ganze Geschichte. Anfangs wusste ich nur vom Klappentext, was in diesem Buch Thema war, doch ich fand die Erzählung wirklich schön und war leider innerhalb kürzester Zeit bereits am Ende angelangt. Das Schicksal der Jungen hat mich sehr nachdenklich gestimmt, dennoch wird es nur sehr oberflächlich angesprochen. Insgesamt eine sehr schöne, winterliche Erzählung, die aber ruhig noch etwas mehr in die Tiefe hätte gehen dürfen.

    Sehr nachdenklich und berührend...

    20. Nov. 2023

  • papiertouristin
    papiertouristin

    437 Follower

    4,0

    Wenige Woche vor Weihnachten bringt Wilhelms Mutter ihren Sohn in ein Sanatorium, da Wilhelm an einer scheinbar unbekannten Herzkrankheit leidet. Hier ist man auf Kinder spezialisiert, die schwer krank sind. Hört sich jetzt nicht wirklich nach einer winterlichen /weihnachtlichen Geschichte an, oder? Doch hier in dieser kleinen Geschichte geht es eher um die Freundschaft zwischen den Jungen auf die Wilhelm trifft. Obwohl sie alle krank sind, stellt sich die Krankheit nicht im Vordergrund, sondern der Fokus liegt auf der Freundschaft, die authentisch, aber auch besonders dargestellt wird. Einerseits foppen sie sich gegenseitig, andererseits ermutigen sie sich gegenseitig und halten zusammen. Als Wilhelm "die rote Zora" gelesen hat, gründet er eine Bande, um mit ihnen Abenteuer zu erleben, was sich als schwierig, aber nicht als unmöglich herausstellt, da es im Sanatorium strenge Regeln gibt. Es werden in der Geschichte einige wichtigen Themen angekratzt, aber nicht weiter vertieft, was ich schade fand, den ein paar Seiten mehr wäre toll gewesen. Die Atmosphäre sowie das Setting konnten bei mir Punkten und übermittelt eine schöne winterliche Stimmung. Die Geschichte ist in der DDR Zeit einzuordnen, aber es wird nicht ausdrücklich gesagt, sondern nur angedeutet. Das Ende der Geschichte verspricht Hoffnung und vielleicht sogar ein kleines Wunder, sodass ich schon sagen kann, dass es zumindest eine winterliche Geschichte ist, die in der Weihnachtszeit spielt und die mir gefallen hat.

    11. Dez. 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Ralf Günther

Ralf Günther wurde 1967 in Köln geboren. Als Buch- und Drehbuchautor entwickelte er Kinderserien fürs Fernsehen und schrieb historische Romane. «Der Leibarzt», sein Debüt, wurde ein Bestseller. Es folgten unter anderem «Das Weihnachtsmarktwunder» sowie «Als Bach nach Dresden kam». Ralf Günther lebt in der Nähe von Dresden.

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