Blick ins Buch

Romane

Wenn das Schlachten vorbei ist

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Über das Buch

Zwei Fraktionen von Umweltschützern liefern sich einen erbitterten Kampf. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien, wo die Umwelt vom Menschen empfindlich gestört wurde. Soll man das Gleichgewicht des Ökosystems mit viel Steuergeldern wiederherstellen - was zwangsläufig die Ausrottung mancher Tierarten bedeutet -, oder soll man um jeden Preis das Töten verhindern? T. C. Boyles furioser, apokalyptischer Roman handelt von der Ausbeutung der Natur durch den Menschen und den katastrophalen Folgen. Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst.

Editionen (8)

ISBN9783446237346
VerlagHanser, Carl
Erscheinungsdatum06.02.12
Seitenzahl464

Rezensionen & Bewertungen

29 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • borealis
    borealis

    5 Follower

    4,5

    Sehr spannendes und unterhaltsames Buch über den Eingriff des Menschen in die Natur,Umwelt- und Tierschutz und darüber,daß die Natur immer einen Weg findet

    4. Okt. 2025

  • semjon.pfalz
    semjon.pfalz

    38 Follower

    4,0

    Dies war mein erstes Buch von T.C. Boyle. Seine sprachliche Fähigkeiten haben mich begeistert. Insbesondere seine ironischen Formulierungen, wenn er dem Leser Einblicke in die Gefühlswelt seiner Hauptpersonen gewährt, sind echt köstlich. Teilweise hatte ich so ein leichtes Dauergrinsen auf dem Lippen beim Lesen. Das Buch behandelt die Problematik, welche Kettenreaktionen der Eingriff des Menschen in die Natur für andere Spezies mit sich bringt. Dabei geht es nicht nur um die durch einen Schiffbruch an Land gespülten Ratten auf einer kleinen Inselgruppe im Pazifik vor der Küste Los Angeles, die sich negativ auf die Population der Vögel auswirkte. Es werden auch andere Eingriffe thematisiert und letztlich befasst sich das Buch mit der Frage, in wie weit der Mensch nach der Fehlentwicklung die alte Ordnung wieder herzustellen soll. Na klar, sagen bestimmt die Meisten, Ratten sind ekelhaft, Vögel nicht, also ist das Töten der Ratten gerechtfertigt. Aber Boyle lässt hier eine fanatische Tierschutzgruppe dagegen auftreten, die das Abschlachten der Ratten oder später der Wildschweine als barbarisch anprangert. Er bleibt bei seiner Darstellung halbwegs neutral zwischen den beiden Gruppen und führt dagegen auch die Widersprüche der beiden Parteien auf, wenn sie im privaten Bereiche sich konträr zu ihrer zur Schau gestellten Meinung verhalten. Tierschutz ist gut, aber wenn die Waschbären meinen Rasen umgraben, geht es dann doch zu weit. Abschließend kommt man aber zur Erkenntnis, dass jedes Eingreifen in die Natur, um Fehlentwickung rückgängig zu machen, auch schon wieder ein Eingriff ist, der wieder eine neue Reaktion hervorruft. Sollen wir daher die Natur nicht einfach sich selbst überlassen und nicht alles verschlimmbessern? Diese Frage muss sich jeder Leser selbst beantworten. Von mir aus hätte sich das Buch noch intensiver mit der Frage auseinandersetzen können. Da war mir der Streit zwischen den beiden Hauptpersonen Dave und Alma, sowie die Beziehungsprobleme zwischen Alma und Tim dann eigentlich nur Nebenschauplätze, die zu viel Raum einnahmen. Daher gibt es einen Stern Abzug. Es gibt aber auf jeden Fall eine Leseempfehlung und bei mir die Gewissheit, dass das nicht das letzte Boyle-Buch war, das ich gelesen habe.

    14. Apr. 2024

  • bilsenkraut
    bilsenkraut

    49 Follower

    4,0

    Sehr realistisch dargestelltes Dilemma zwischen Umwelt- und Tierschutz. Auch die beiden Protagonisten sind glaubwürdig charakterisiert. Anfangs kam es mir vor, als ob Boyle sich vor allem bei seiner Figur Dave LaJoy etwas zu sehr am Klischeebild des Tierschützers bedient. Nach einigem Nachdenken habe ich allerdings festgestellt, dass dieses Klischeebild leider zu oft der Wahrheit entspricht. Die Erfahrungen die Alma mit Dave macht, habe ich selbst auch schon des Öfteren mit selbsternannten, pseudo-investigativen Tierschützern erlebt.

    21. Jan. 2023

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über T.C. Boyle

T. Coraghessan Boyle, 1948 in Peekskill, N.Y., geboren, ist der Autor von zahlreichen Romanen und Erzählungen, die in viele Sprachen übersetzt wurden. Er wurde unter anderem mit dem PEN/Faulkner-Preis, dem Prix Médicis, dem Henry David Thoreau Prize und dem Rea Award für Kurzgeschichten ausgezeichnet. Bei Hanser erschienen zuletzt u.a. »Sprich mit mir« (Roman 2021), »Blue Skies« (Roman, 2023), »I Walk Between the Raindrops« (Storys, 2024) und »No Way Home« (Roman, 2025).

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