Blick ins Buch

Sci-Fi

We Burn the Sun

4,5(21)
Softcover17,00 €
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

2091: Im überfluteten New York wird die Diplomatin Viv Hargreeves mit der Aufklärung einer brutalen Mordserie beauftragt. Ihre größte Hoffnung auf Erfolg: die Physikerin Sorcha Brennan und ihre Maschine, die alternative Zeitlinien öffnet. Doch die kämpft an der Seite berüchtigter Piraten. Erst als ein besonders kühner Coup entsetzlich schiefgeht und Sorchas große Liebe getötet wird, sieht die Piratin sich gezwungen, mit Viv zusammenzuarbeiten. Auf einer wilden Jagd durch die Zeit werden die Feindinnen zu Verbündeten. Aber können sie einander wirklich vertrauen?

ISBN9783492706452
VerlagPiper
Erscheinungsdatum02.05.25
Seitenzahl480

Merkmale

1 Bewertungen

SchnellMittelAnschaulichSympathischSpannendNachdenklich

Rezensionen & Bewertungen

21 Bewertungen

8 Rezensionen

4,5

Tippen zum Filtern

  • east
    east

    827 Follower

    5,0

    Wie der Fregattvogel fliegt

    Man könnte sagen, Sorcha Brennan sei ein Genie. Immerhin hat sie eine Maschine gebaut, mit der sie Informationen durch die Zeit schicken kann. Natürlich wäre sie keine gute Piratin, wenn sie diese nicht als Waffe im Kampf ums Überleben einsetzen würde. Eines Tages jedoch geht ein besonders kühner Plan entsetzlich schief und Sorchas Captain lässt dabei sein Leben. Bei demVersuch, ihn zu retten, geht Sorcha bis zum Äußersten, verstrickt sich selbst in einen undurchdringlichen Dschungel aus endlosen verschiedenen Zeitlinien und entführt eine New Yorker Diplomatin. Doch diese arbeitet undercover an ihrem eigenen Auftrag… „We Burn the Sun“ nimmt uns mit auf die Reise in eine raue, unnachgiebige Welt, in eine Zeit, in der der Klimawandel unsere Welt schon stark umgestaltet hat und der Kampf ums Überleben die Welt stark gespalten hat. Im Jahr 2091 stehen die Piratin Sorcha und die Diplomatin und Undercover-Agentin Viv also auf verschiedenen Seiten in einem Konflikt, in dem keine Seite wirklich die „gute“ zu sein scheint. Die Piraten kämpfen für Gerechtigkeit und dabei ist ihnen jedes noch so fragwürdige Mittel recht, die Agenten schützen nur die Privilegierten und jene, die von der alten Welt übriggeblieben sind. Die Autorin fängt auf besondere Weise ein Thema ein, das in unserer Welt wieder an Bedeutung gewinnt. Das kombiniert sie dann auf faszinierende Weise mit ausgeklügelter, wenn auch sehr verwirrender Science Fiction voller sich aufspaltender Zeitlinien. In der ersten Hälfte dieses Buches fühlt man sich ungefähr so, wie beim ersten Mal schauen von Interstellar, nichts ergibt einen Sinn, man muss aufmerksam sein, sonst hat man schon verloren. Trotzdem schafft Anika Beer es, dass das Buch nicht frustrierend wird, sie schenkt dem Leser eine Menge bunter und absolut liebenswerter Protagonisten (die in Teilen stark an liebgewonnene Charaktere aus Fluch der Karibik erinnern, insbesondere ein gewisser waghalsiger Captain), gibt dem Leser viel zum Nachdenken, zeigt ihm viele verschiedene Perspektiven und manipuliert auch immer wieder auf sehr geschickte Art. Es bleibt also spannend, auch wenn das Zeitlinienparadoxon einen ganz schön gigantischen Knoten im Kopf produzieren kann und man dieses Buch auch sicherlich mehrmals lesen und immer noch neue Details finden kann. Bis zum Ende ist die Handlung nicht vorhersehbar und vielseitig, verbindet Hochseeabenteuer mit Krimi und Fluch der Karibik-Atmosphäre mit Zeitreisen. Mit anderen Worten: Dieses Buch ist ein faszinierendes Genremix, das immer wieder überraschen und den Kopf zum Qualmen bringen kann und bei dem bestimmt jeder Piraten- oder Found Family-Fan und alle, die eine unmögliche Quest vollbracht sehen wollen, voll auf ihre Kosten kommen.

    Wie der Fregattvogel fliegt

    24. Feb. 2026

  • tinisdrachenhort
    tinisdrachenhort

    36 Follower

    5,0

    Mix aus Piraterie und Futurismus; anspruchsvoll

    Hier werden Fans von Zeitreisen, Piraten (unter anderem à la "Fluch der Karibik"), Futurismus und auch LeserInnen, die mal was ganz neues ausprobieren und ein bisschen mehr Tiefe wollen, voll auf ihre Kosten kommen. " We burn the sun" ist das 2. Buch was ich von Anika gelesen habe. Es ist etwas herausfordernder und wie wahrscheinlich sehr vielen anderen auch, ist mir der Einstieg schwerer gefallen als bei so manch anderen Büchern, was aber für mich in dem Fall hier keinen Punktabzug bedeutet, im Gegenteil, auch wenn ich mich teilweise schwerer getan habe, ist es für mich persönlich doch mal eine schöne Herausforderung gewesen, etwas tiefer in die Handlung einzutauchen. Allerdings ist diese Geschichte nicht unbedingt dafür gemacht, sie "mal eben so nebenbei zu lesen" und scheint sie für eine Weile auch noch so durcheinander, undurchsichtig und verwirrend, so fügt sich zum Schluss doch noch alles zusammen. Also ich hatte jedenfalls schöne Lesestunden mit Vince, Sorcha & Co und empfehle dieses Buch definitiv weiter❤️‍🔥🏴‍☠️

    22. Juli 2025

  • lichti_liest
    lichti_liest

    36 Follower

    5,0

    Sehr gutes Buch, dass jedoch einen klaren Kopf braucht.

    Dieses Buch ist keinesfalls für jede*n Leser*in etwas. Dafür braucht es lange, bis die Handlung aufgeklärt wird. Buch spielt mit Erwartungen und Vorstellungen, nur um immer wieder die Protagonisten und alle Leser*innen in emotionale Achterbahnfahrten zu stürzen. Fies. Und gut. Sehr gut. Am Anfang habe ich gebraucht, um in das Buch "reinzukommen". Wer den Film Inception kennt, wird es verstehen, wenn ich sage, dass mit Ebenen und Realitäten gespielt wird. Man - oder ich zumindest - braucht eine Weile, um durchzublicken. Ab der Hälfte wird es verständlicher und mit jeder weiteren Seite offenbart sich mehr und mehr, wofür ich keine Worte mehr habe. Ich sage es klar: Dieses Buch muss man zweimal lesen. Oder dreimal, viermal, fünfmal, um jeden kleinem Hinweis wirklich aufzunehmen. Ich wette, selbst Beim sechsten Mal offenbaren sich Details. Dabei geht es nicht einmal nur um die Hauptstory. Selbst die Nebengeschichten sind so ausgefeilt eingewoben, dass sich ihre Plottwist natürlich einfügen und doch beim ersten Mal mit offenen Mund zurücklassen. Dieses Buch ist super, aber man braucht den Kopf dazu. Einfach nebenher lesen ist - gerade am Anfang - schwierig. Große Pausen auch. Wer jedoch Zeit und Kopf hat, bekommt eine vielschichte Story mit Piraten, Gesellschaftskritik und Found Family Vibes, die das Herz erfüllt und auseinanderreißt.

    27. Juli 2025

3 von 8 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Anika Beer

Anika Beer, Jahrgang 1983, ist Autorin, Lektorin und Neurobiologin. Die Arbeit an der Universität inspirierte sie, naturwissenschaftliche Themen wie Immunologie, Neuroinformatik oder Tissue Engineering zur Grundlage für ihre Romansettings zu machen. Als Lektorin und Autorin engagiert sie sich für den sensiblen, gewalt- und diskriminierungsfreien Gebrauch von Sprache. Anika Beer lebt in Bielefeld.

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick