Von der Unverwüstlichkeit des Menschen
von Ilse Langner
Taschenbuch
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Beschreibung
In ihrem Zyklus der Trümmerdramen, zusammengefaßt unter dem Titel "Von der Unverwüstlichkeit des Menschen", verarbeitet die Dramatikerin Ilse Langner unmittelbar die Erfahrungen der Kriegs- und ersten Nachkriegszeit. Es sind ihre ureigensten Erfahrungen, die sie hier literarisch macht. Viel mehr Autobiographisches als in den meisten ihrer anderen Stücke bildet die Grundlage von Stoff und Thema. Immer wieder, selbst dort, wo es auf den ersten Blick phantastisch und gespenstisch anmutet – wie in dem Drama Carne-val. Ein Maskenspiel zwischen Trümmern, gestaltet sie Erlebnisse, Gedanken, Praxiserfahrung ihres eigenen Lebens ganz unverblümt zum dramatischen Spiel. Kaum gibt es hier Täuschungen, kaum Verbergen und Verhüllen: Es ist das Berlin der Nachkriegszeit, wie es bereits im Titel ihres wichtigsten Stücks des Zyklus wörtlich benannt wird: Heimkehr. Ein Berliner Trümmerstück. Doch auch die anderen Schauplätze der Dramen, "eine Stadt in Deutschland 1946" etwa, wie es als Ortsbestimmung ihres dritten Trümmerstücks Angst heißt, deuten unverkennbar auf Berlin das Berlin, in dem Ilse Langner seit 1928 lebt und schreibt, das sie mit ganzer Seele liebt und in dem sie zugleich, in der Nazizeit wie auch nach dem Ende der Hitlerdiktatur, ihre bittersten Enttäuschungen erleben muß; Berlin und seine Bewohner, die sie wie kein anderes zeitgeschichtliches Phänomen kennt.Von den demokratisch gesinnten Zeitgenossen wurden die zwölf Jahre der Naziherrschaft in Deutschland als ein gravierender Zivilisationsbruch wahrgenommen, ein Abbruch so vieler in den Jahren der Weimarer Republik erreichter gesellschaftlicher und künstlerischer Möglichkeiten. Grundübereinkünfte der linksorientierten Intellektuellen waren außer Kraft gesetzt, die Tabus der Unantastbarkeit des Menschen verletzt worden. Für diese Erfahrung sucht Ilse Langner in ihren Stücken eindringliche Bilder und symbolische Handlungsmomente. Sie will etwas gestalten, was denen, "die nach uns kommen", einmal mitzuteilen in der Lage sein wird, daß es kein "unglaubwürdiges Gerücht" war, was sie erlebt und was Deutschland über die Welt gebracht hat. So ist es vor allem die Gestalt einer Frau, die immer wieder – zweimal sogar unter selbem Namen, dem Vornamen Sylvia – in den Stücken lebendig wird und unzweifelhaft Schicksal und Erfahrungswelt der Autorin selbst Ausdruck verleiht. Zwar stilisiert sie sich durchaus gern und verkörpert sich in literarischen Figuren als Damen gehobener Schichten, doch sind ihre Erlebnisse während und am Ende des Krieges so drastisch und von durchschlagender Sprengkraft, daß der Leser ihrer Stücke unwillkürlich in ihren Bann gezogen wird: An der zeitgeschichtlichen Authentizität der Stoffe ist nicht zu zweifeln.
Die Stücke "Himmel und Hölle", "Carne-val" und Angst" aus den Jahren 1945 bis 1949 werden erstmals veröffentlicht
Buchinformationen
Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Dramen & Theaterstücke
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
343
Preis
28.60 €
Beschreibung
In ihrem Zyklus der Trümmerdramen, zusammengefaßt unter dem Titel "Von der Unverwüstlichkeit des Menschen", verarbeitet die Dramatikerin Ilse Langner unmittelbar die Erfahrungen der Kriegs- und ersten Nachkriegszeit. Es sind ihre ureigensten Erfahrungen, die sie hier literarisch macht. Viel mehr Autobiographisches als in den meisten ihrer anderen Stücke bildet die Grundlage von Stoff und Thema. Immer wieder, selbst dort, wo es auf den ersten Blick phantastisch und gespenstisch anmutet – wie in dem Drama Carne-val. Ein Maskenspiel zwischen Trümmern, gestaltet sie Erlebnisse, Gedanken, Praxiserfahrung ihres eigenen Lebens ganz unverblümt zum dramatischen Spiel. Kaum gibt es hier Täuschungen, kaum Verbergen und Verhüllen: Es ist das Berlin der Nachkriegszeit, wie es bereits im Titel ihres wichtigsten Stücks des Zyklus wörtlich benannt wird: Heimkehr. Ein Berliner Trümmerstück. Doch auch die anderen Schauplätze der Dramen, "eine Stadt in Deutschland 1946" etwa, wie es als Ortsbestimmung ihres dritten Trümmerstücks Angst heißt, deuten unverkennbar auf Berlin das Berlin, in dem Ilse Langner seit 1928 lebt und schreibt, das sie mit ganzer Seele liebt und in dem sie zugleich, in der Nazizeit wie auch nach dem Ende der Hitlerdiktatur, ihre bittersten Enttäuschungen erleben muß; Berlin und seine Bewohner, die sie wie kein anderes zeitgeschichtliches Phänomen kennt.Von den demokratisch gesinnten Zeitgenossen wurden die zwölf Jahre der Naziherrschaft in Deutschland als ein gravierender Zivilisationsbruch wahrgenommen, ein Abbruch so vieler in den Jahren der Weimarer Republik erreichter gesellschaftlicher und künstlerischer Möglichkeiten. Grundübereinkünfte der linksorientierten Intellektuellen waren außer Kraft gesetzt, die Tabus der Unantastbarkeit des Menschen verletzt worden. Für diese Erfahrung sucht Ilse Langner in ihren Stücken eindringliche Bilder und symbolische Handlungsmomente. Sie will etwas gestalten, was denen, "die nach uns kommen", einmal mitzuteilen in der Lage sein wird, daß es kein "unglaubwürdiges Gerücht" war, was sie erlebt und was Deutschland über die Welt gebracht hat. So ist es vor allem die Gestalt einer Frau, die immer wieder – zweimal sogar unter selbem Namen, dem Vornamen Sylvia – in den Stücken lebendig wird und unzweifelhaft Schicksal und Erfahrungswelt der Autorin selbst Ausdruck verleiht. Zwar stilisiert sie sich durchaus gern und verkörpert sich in literarischen Figuren als Damen gehobener Schichten, doch sind ihre Erlebnisse während und am Ende des Krieges so drastisch und von durchschlagender Sprengkraft, daß der Leser ihrer Stücke unwillkürlich in ihren Bann gezogen wird: An der zeitgeschichtlichen Authentizität der Stoffe ist nicht zu zweifeln.
Die Stücke "Himmel und Hölle", "Carne-val" und Angst" aus den Jahren 1945 bis 1949 werden erstmals veröffentlicht
Buchinformationen
Haupt-Genre
Lyrik & Dramen
Sub-Genre
Dramen & Theaterstücke
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
343
Preis
28.60 €



