Viermal ICH

Viermal ICH

Hardcover
2.98

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

"Viermal ICH" dreht sich um vier Freundinnen, die so unterschiedlich sind wie Tag und Nacht, und deren Schicksale dennoch von der Schulzeit bis ins Erwachsenenalter untrennbar miteinander verwoben bleiben. Es geht ums gemeinsame Aufwachsen und die erste Liebe in den gar nicht so goldenen Zwanziger Jahren, aber auch um die dunklen Seiten der Freundschaft, um Selbstbetrug, Verrat und Täuschung – und, davon unberührt, um weibliche Emanzipation, Identitätsfindung und die Suche nach dem großen Glück. Maria Lazars Ende der 1920er Jahre in Wien verfasste Roman galt lange als verschollen und wurde noch nie veröffentlicht. Nun wird er zum 75. Todestag der gefeierten Exilautorin erstmals aus dem Nachlass herausgegeben. „Wie konnte Maria Lazar derart in Vergessenheit geraten?“ – ANDREA SEIBEL, DIE LITERARISCHE WELT „Maria Lazar kann wirklich erzählen!“ – DENIS SCHECK, SWR LESENSWERT QUARTETT "Welche lesenswerte Überraschung!" – HEDWIG KAINBERGER, SALZBURGER NACHRICHTEN "Die Wiederentdeckung Maria Lazars hält an. Nach 'Leben verboten!' (2020) veröffentlicht ihr Verleger, der junge Wiener Germanist Albert C. Eibl, mit 'Viermal ICH' einen weiteren Roman aus dem Nachlass. Es ist die vielleicht reifste Ausprägung ihres literarischen Verfahrens: präzise Beschreibung der Umwälzungen einer modernen Gesellschaft, psychoanalytisch geschulte Beobachtung von Figuren und Motiven, nicht zuletzt Schreiben als Waffe weiblicher Selbstermächtigung." – UWE MATTHEISS, TAZ

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Klassiker
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
24.00 €

Autorenbeschreibung

Maria Lazar (1895­­­–­1948) entstammte einer jüdisch-großbürgerlichen Wiener Familie. Sie absolvierte das berühmte Mädchengymnasium der Eugenia Schwarzwald, in deren Salon Oskar Kokoschka sie 1916 porträtierte und in dem sie mit zahlreichen prominenten Figuren der damaligen Wiener Kulturszene zusammentraf, darunter Adolf Loos, Hermann Broch und Egon Friedell. Seit den frühen 20er Jahren war sie als Übersetzerin tätig und schrieb für renommierte österreichische, skandinavische und Schweizer Zeitungen. Erst als sie 1930 zum nordischen Pseudonym Esther Grenen greift, stellt sich quasi über Nacht ihr verdienter literarischer Ruhm ein; ein Erfolg, der allerdings durch die Machtergreifung der Nationalsozialisten ein jähes Ende findet. Aufgrund des repressiven Klimas verlässt sie schon 1933 mit ihrer Tochter Österreich und geht zuerst, gemeinsam mit Bertolt Brecht und Helene Weigel, ins Exil nach Dänemark. 1939 flüchtet sie nach Schweden und scheidet 1948 nach einer langwierigen, unheilbaren Krankheit freiwillig aus dem Leben. Ihr breitgefächertes und wagemutiges literarisches Oeuvre geriet schon vor 1945 völlig in Vergessenheit.

Beiträge

2
Alle
3

Es war ganz nett es war in Form eines tagebuches das hat mich gestört ich hätte es in einer anderen Form sicher besser gefunden so zieht es sich doch bissel

4

Der wiederentdeckte Roman der jüdischen Autorin Maria Lazar (1895-1948) wurde Ende der 1920er Jahre in Wien verfasst, aber wo er spielt, wird nie ganz klar. Es kann Wien sein, muss es aber nicht. Die namenlose Ich-Erzählerin schreibt ihre Lebensgeschichte auf und springt nicht nur zwischen den Zeiten hin und her, sondern verwebt auch die Figuren miteinander, sodass mitunter eine Art vierköpfiges Mischwesen aus allen zu entstehen scheint. Die vier Mädchen , später Frauen (neben der Ich-Erzählerin sind da noch die wunderschöne, irgendwie entrückt wirkende Grete, die Arzttochter Ulla, "klug, viel zu klug", die ihrem Vater bei illegalen Abtreibungen assistiert und Anette, "schwatzhaft" und abenteuerlustig) gehen gemeinsam zur Schule und bleiben auch nach der Matura miteinander verbunden. Doch die Freundinnen haben Geheimnisse voreinander, es kommt zu Täuschungen und Verrat. Sie alle suchen ihren Platz im Leben und das ist in der Zwischenkriegszeit (insbesondere für Frauen) gar nicht so leicht. Ich hatte viel Freude beim Lesen und der teils eigenwillige Erzählstil (die Ich-Erzählerin reflektiert zwischendurch immer wieder auch das eigene Schreiben und als Leser*innen wissen wir nie so ganz, was wahr ist und was Fantasie) hat für mich sehr gut funktioniert. Leider wird mehrfach rassistische Sprache (inklusive N- und Z-Wort) verwendet. Fans von Irmgard Keun, Tove Ditlevsen und Vicki Baum kommen hier bestimmt auf ihre Kosten.

Beitrag erstellen