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Flops, Flops und noch mehr Flops🫠🫠🫠
Ich habe Verlorene Städte gelesen und muss leider sagen: Dieses Buch reiht sich für mich in eine lange Liste von Flops ein. Zumindest optisch punktet das Buch. Die Aufmachung ist nämlich wunderschön. Das Cover hat mich total gecatcht, mit diesem Totenkopf eingebettet in Pflanzen und im Hintergrund sieht man eine nicht menschliche Hand, die nach vorne greift. Auch der Buchschnitt ist richtig schön gestaltet. Aber leider ist das Aussehen eins der für mich wenigen positiven Eigenschaften dieses Werkes. Das zweite positivste ist, dass man die Geschichte schnell, wegstecken kann, auch wenn der Schreibstil nicht der beste ist. Zur Geschichte: Maeve ist eine Studentin und geht mit ihren Kommilitonen eine Wette ein, dass sie es schafft, sich in die Gewölbe unter der Stadt zu schleichen und einen der Kristalle an die Oberfläche zu bringen. Sie schließt sich also einer Führung an, setzt sich dann aber von der Gruppe ab – und stürzt schließlich bei dem Versuch, einen Kristall aus der Wand zu lösen, immer tiefer in die Katakomben. Soweit erstmal eine ganz nette Ausgangssituation. Was mich aber direkt gestört hat, war der Schreibstil. Ich finde, man springt von Szene zu Szene zusammen mit der Protagonistin. Es sind immer nur kurze, knappe Erzähleinheiten, und kaum hat man sich in einer Szene eingefunden, ist man auch schon wieder in der nächsten. Das fühlt sich einfach nicht rund an. Auch das Worldbuilding hat mich nicht überzeugt. Es wird nämlich komplett durch Maeve selbst erklärt. Dadurch, dass sie sich in den Katakomben verliert, begegnet sie ständig neuen Pflanzen, Tieren oder Besonderheiten – und erklärt diese dann dem Leser. Aber das klingt oft so, als würde sie einen Vortrag aus einem Sachbuch halten oder einen Duden-Eintrag vorlesen. Und ich finde einfach: So redet man doch nicht mit sich selbst. Da hätte ich mir eher einen allwissenden Erzähler gewünscht, weil die gewählte Perspektive das Worldbuilding eher schwächt als stärkt. Die Grundidee – eine Stadt unter der Stadt, mit eigenen Lebewesen und Ressourcen, während die Bevölkerung an der Oberfläche nichts davon weiß – ist an sich ganz cool. Aber neu ist das Ganze eben auch nicht. Dieses „unterirdische Welt“-Motiv kennt man ja schon von anderen Geschichten, z.B. aus "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde " von Jules Vernes 1864. Und leider wird aus der eigentlich guten Idee meiner Meinung nach, nicht genug gemacht. Was mich besonders gestört hat, ist Maeve selbst. Dass sie aus einer ziemlich dummen Wette heraus überhaupt in diese Situation gerät, fand ich schon konstruiert. Und dass sie dann durch ihr eigenes ungeschicktes Verhalten immer tiefer in die Katakomben gerät, war irgendwann einfach nur noch absurd. Sie sagt ja sogar selbst, dass sie besser an Ort und Stelle geblieben wäre, damit man sie findet. Ja – genau das macht man doch auch, wenn man verloren geht! Aber statt stehen zu bleiben, läuft sie immer weiter und tiefer hinein. Da habe ich mich wirklich gefragt, wie unklug diese Protagonistin eigentlich ist. Dazu kommt, dass die Ausgangssituation irgendwann völlig an Bedeutung verliert. Spätestens nach einem Viertel des Buches spielt die ursprüngliche Wette kaum noch eine Rolle. Und das lässt das Ganze noch konstruiert wirken. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Maeve fehlt für mich an Tiefe und Entwicklung, und auch Blaize, der sie findet und rettet, hat mich überhaupt nicht angesprochen. Gerade bei den emotionalen Momenten – zum Beispiel als klar wird, dass sie schwer verletzt ist und wohl in dieser Unterwelt bleiben muss, um zu überleben – hätte ich mir viel mehr Gefühl und Entwicklung gewünscht. SPOILER ALERT Ein weiterer Punkt, der für mich überhaupt keinen Sinn ergeben hat: Dieses große Geheimnis. Maeve stellt irgendwann selbst die Frage, warum niemand davon weiß, dass unter der Erde eine ganze Stadt mit eigener Bevölkerung existiert. Und ganz ehrlich: Das habe ich mich auch gefragt. Natürlich könnte die Regierung etwas vertuschen – aber dass wirklich niemand davon weiß? Es gibt doch offenbar viele Menschen, die dort landen, wie auch Blaze. Warum ist das noch nie nach außen gedrungen? Warum steht nichts in Zeitungen oder Nachrichten? Das wirkte für mich einfach nicht glaubwürdig. Insgesamt fühlt sich das Buch für mich an wie ein Puzzle, bei dem Teile fehlen. Das Bild ist irgendwie da, aber es fügt sich nicht harmonisch zusammen. Es ist eher eine Aneinanderreihung einzelner Szenen, die nicht richtig ineinandergreifen. Am Anfang dachte ich noch: Okay, trotz der schwachen Ausgangssituation könnte das vielleicht noch richtig gut werden. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich dieser Eindruck verloren. Unterm Strich bin ich leider enttäuscht. Die Idee ist nett, aber die Umsetzung hat mich überhaupt nicht abgeholt. Es gibt noch einen zweiten Band – aber den werde ich definitiv nicht lesen. Schade eigentlich. Ich hätte es wirklich mögen wollen.
26. Apr. 2026
Flops, Flops und noch mehr Flops🫠🫠🫠
Ich habe Verlorene Städte gelesen und muss leider sagen: Dieses Buch reiht sich für mich in eine lange Liste von Flops ein. Zumindest optisch punktet das Buch. Die Aufmachung ist nämlich wunderschön. Das Cover hat mich total gecatcht, mit diesem Totenkopf eingebettet in Pflanzen und im Hintergrund sieht man eine nicht menschliche Hand, die nach vorne greift. Auch der Buchschnitt ist richtig schön gestaltet. Aber leider ist das Aussehen eins der für mich wenigen positiven Eigenschaften dieses Werkes. Das zweite positivste ist, dass man die Geschichte schnell, wegstecken kann, auch wenn der Schreibstil nicht der beste ist. Zur Geschichte: Maeve ist eine Studentin und geht mit ihren Kommilitonen eine Wette ein, dass sie es schafft, sich in die Gewölbe unter der Stadt zu schleichen und einen der Kristalle an die Oberfläche zu bringen. Sie schließt sich also einer Führung an, setzt sich dann aber von der Gruppe ab – und stürzt schließlich bei dem Versuch, einen Kristall aus der Wand zu lösen, immer tiefer in die Katakomben. Soweit erstmal eine ganz nette Ausgangssituation. Was mich aber direkt gestört hat, war der Schreibstil. Ich finde, man springt von Szene zu Szene zusammen mit der Protagonistin. Es sind immer nur kurze, knappe Erzähleinheiten, und kaum hat man sich in einer Szene eingefunden, ist man auch schon wieder in der nächsten. Das fühlt sich einfach nicht rund an. Auch das Worldbuilding hat mich nicht überzeugt. Es wird nämlich komplett durch Maeve selbst erklärt. Dadurch, dass sie sich in den Katakomben verliert, begegnet sie ständig neuen Pflanzen, Tieren oder Besonderheiten – und erklärt diese dann dem Leser. Aber das klingt oft so, als würde sie einen Vortrag aus einem Sachbuch halten oder einen Duden-Eintrag vorlesen. Und ich finde einfach: So redet man doch nicht mit sich selbst. Da hätte ich mir eher einen allwissenden Erzähler gewünscht, weil die gewählte Perspektive das Worldbuilding eher schwächt als stärkt. Die Grundidee – eine Stadt unter der Stadt, mit eigenen Lebewesen und Ressourcen, während die Bevölkerung an der Oberfläche nichts davon weiß – ist an sich ganz cool. Aber neu ist das Ganze eben auch nicht. Dieses „unterirdische Welt“-Motiv kennt man ja schon von anderen Geschichten, z.B. aus "Die Reise zum Mittelpunkt der Erde " von Jules Vernes 1864. Und leider wird aus der eigentlich guten Idee meiner Meinung nach, nicht genug gemacht. Was mich besonders gestört hat, ist Maeve selbst. Dass sie aus einer ziemlich dummen Wette heraus überhaupt in diese Situation gerät, fand ich schon konstruiert. Und dass sie dann durch ihr eigenes ungeschicktes Verhalten immer tiefer in die Katakomben gerät, war irgendwann einfach nur noch absurd. Sie sagt ja sogar selbst, dass sie besser an Ort und Stelle geblieben wäre, damit man sie findet. Ja – genau das macht man doch auch, wenn man verloren geht! Aber statt stehen zu bleiben, läuft sie immer weiter und tiefer hinein. Da habe ich mich wirklich gefragt, wie unklug diese Protagonistin eigentlich ist. Dazu kommt, dass die Ausgangssituation irgendwann völlig an Bedeutung verliert. Spätestens nach einem Viertel des Buches spielt die ursprüngliche Wette kaum noch eine Rolle. Und das lässt das Ganze noch konstruiert wirken. Auch die Charaktere konnten mich nicht überzeugen. Maeve fehlt für mich an Tiefe und Entwicklung, und auch Blaize, der sie findet und rettet, hat mich überhaupt nicht angesprochen. Gerade bei den emotionalen Momenten – zum Beispiel als klar wird, dass sie schwer verletzt ist und wohl in dieser Unterwelt bleiben muss, um zu überleben – hätte ich mir viel mehr Gefühl und Entwicklung gewünscht. SPOILER ALERT Ein weiterer Punkt, der für mich überhaupt keinen Sinn ergeben hat: Dieses große Geheimnis. Maeve stellt irgendwann selbst die Frage, warum niemand davon weiß, dass unter der Erde eine ganze Stadt mit eigener Bevölkerung existiert. Und ganz ehrlich: Das habe ich mich auch gefragt. Natürlich könnte die Regierung etwas vertuschen – aber dass wirklich niemand davon weiß? Es gibt doch offenbar viele Menschen, die dort landen, wie auch Blaze. Warum ist das noch nie nach außen gedrungen? Warum steht nichts in Zeitungen oder Nachrichten? Das wirkte für mich einfach nicht glaubwürdig. Insgesamt fühlt sich das Buch für mich an wie ein Puzzle, bei dem Teile fehlen. Das Bild ist irgendwie da, aber es fügt sich nicht harmonisch zusammen. Es ist eher eine Aneinanderreihung einzelner Szenen, die nicht richtig ineinandergreifen. Am Anfang dachte ich noch: Okay, trotz der schwachen Ausgangssituation könnte das vielleicht noch richtig gut werden. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hat sich dieser Eindruck verloren. Unterm Strich bin ich leider enttäuscht. Die Idee ist nett, aber die Umsetzung hat mich überhaupt nicht abgeholt. Es gibt noch einen zweiten Band – aber den werde ich definitiv nicht lesen. Schade eigentlich. Ich hätte es wirklich mögen wollen.
26. Apr. 2026









