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Mit großen Erwartungen gestartet und mit ernüchterndem Kopfschütteln beendet – dieser zweite Band fühlt sich leider wie ein deutlicher Rückschritt an. Für Buch Nr 200 in 2025 hatte ich mir definitiv mehr erhofft.
So viel schlechter als Teil 1 🫣 – was für ein Absturz. Ich hatte mir deutlich mehr Magie und Fantasy erhofft, denn die Grundidee mit den Kinder-Thoyens, der Religion und ihren Fähigkeiten ist eigentlich richtig spannend und originell. Genau das hätte das Herz der Geschichte sein können. Stattdessen blieb all das meist im Hintergrund und tauchte fast ausschließlich in Kämpfen auf. Inhaltlich ging es zwar darum, aber gezeigt wurde es viel zu selten wirklich in Aktion – das Potenzial verpuffte leider. Der Einstieg ins Buch war extrem zäh. Irgendwann wurde es besser, dann wieder schlechter – ein ständiges Auf und Ab. Dieses Berg-und-Tal-Gefühl zog sich durch den gesamten Band und sorgte dafür, dass sich bei mir zunehmend Frust einstellte. Einige Entwicklungen wirkten schlicht unstimmig. Odelia wird im ersten Teil als die Kopfgeldjägerin etabliert, kompetent, wachsam und gefährlich – hier kassiert sie in Kämpfen regelmäßig ordentlich 🤣 und gefühlt jede Person kann sich problemlos an sie anschleichen. Das passt einfach nicht. Auch charakterlich verliert Odelia in diesem Band massiv an Profil. Die toughe, scharfzüngige Kopfgeldjägerin mit klarer Haltung war kaum wiederzuerkennen. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Besonders irritierend: Ein schweres Kindheitstrauma wird plötzlich relativiert, während ein vergleichsweise kurzer Aufenthalt im Kerker sie komplett aus der Bahn wirft. Die Gewichtung fühlt sich unlogisch an. Zudem blieben die Beziehungen zwischen den Charakteren seltsam blass – emotional kam wenig an. Vor allem die Lovestory wirkte unausgereift und bestand gefühlt zu 90 % aus Zurückweisung statt Entwicklung. Auch die Storyline rund um Odelias Geheimnis trat nahezu auf der Stelle. Positiv hervorheben möchte ich Caspian 🥰. Er ist mir in diesem Band deutlich ans Herz gewachsen. Seine Reaktionen und Handlungen waren nachvollziehbar, menschlich und konsequent geschrieben – das machte ihn sympathisch und glaubwürdig. Die Fluchtsequenz lebte allerdings fast ausschließlich von glücklichen Zufällen 🤷♀️. Zufällig wird etwas gefunden, zufällig hilft jemand, zufällig kommt Verstärkung. Das wirkte schnell zu einfach und nahm der Spannung die Glaubwürdigkeit. Danach entwickelte sich die Handlung zu einer sehr klassischen Quest-Struktur: Wir müssen dort hin, um das zu erfahren; wir brauchen diesen Gegenstand, um etwas anderes tun zu können. Das zog sich, fühlte sich langatmig an und bot wenig Neues. Teilweise wirkte es sogar einfallslos und nicht zu Ende gedacht. Selbst der Tod eines Charakters hinterließ eher Verwirrung als Emotion – mehr ein „Hä? Wie ist das denn jetzt passiert?“ als ein echter Moment. Die Begegnungen mit dem Erzfeind waren leider eher unfreiwillig komisch als bedrohlich. Erst der finale Kampf konnte wieder überzeugen: gut durchdacht, spannender inszeniert und endlich mit der Intensität, die ich mir zuvor gewünscht hätte. Aber auch hier gilt – Berg und Tal 😅. Teil 1 hat mir wirklich gut gefallen. Umso enttäuschter bin ich von diesem zweiten Band. Ich hatte mir mehr Fokus, mehr Tempo und vor allem eine klarere, konsequentere Handlung erhofft. Viele Plots wirkten spontan und unausgereift, fast wie kurzfristige Einfälle statt langfristig geplanter Entwicklungen. Insgesamt bleibt leider das Gefühl zurück, dass hier enormes Potenzial verschenkt wurde.
28. Dez. 2025
Mit großen Erwartungen gestartet und mit ernüchterndem Kopfschütteln beendet – dieser zweite Band fühlt sich leider wie ein deutlicher Rückschritt an. Für Buch Nr 200 in 2025 hatte ich mir definitiv mehr erhofft.
So viel schlechter als Teil 1 🫣 – was für ein Absturz. Ich hatte mir deutlich mehr Magie und Fantasy erhofft, denn die Grundidee mit den Kinder-Thoyens, der Religion und ihren Fähigkeiten ist eigentlich richtig spannend und originell. Genau das hätte das Herz der Geschichte sein können. Stattdessen blieb all das meist im Hintergrund und tauchte fast ausschließlich in Kämpfen auf. Inhaltlich ging es zwar darum, aber gezeigt wurde es viel zu selten wirklich in Aktion – das Potenzial verpuffte leider. Der Einstieg ins Buch war extrem zäh. Irgendwann wurde es besser, dann wieder schlechter – ein ständiges Auf und Ab. Dieses Berg-und-Tal-Gefühl zog sich durch den gesamten Band und sorgte dafür, dass sich bei mir zunehmend Frust einstellte. Einige Entwicklungen wirkten schlicht unstimmig. Odelia wird im ersten Teil als die Kopfgeldjägerin etabliert, kompetent, wachsam und gefährlich – hier kassiert sie in Kämpfen regelmäßig ordentlich 🤣 und gefühlt jede Person kann sich problemlos an sie anschleichen. Das passt einfach nicht. Auch charakterlich verliert Odelia in diesem Band massiv an Profil. Die toughe, scharfzüngige Kopfgeldjägerin mit klarer Haltung war kaum wiederzuerkennen. Viele ihrer Entscheidungen konnte ich nicht nachvollziehen. Besonders irritierend: Ein schweres Kindheitstrauma wird plötzlich relativiert, während ein vergleichsweise kurzer Aufenthalt im Kerker sie komplett aus der Bahn wirft. Die Gewichtung fühlt sich unlogisch an. Zudem blieben die Beziehungen zwischen den Charakteren seltsam blass – emotional kam wenig an. Vor allem die Lovestory wirkte unausgereift und bestand gefühlt zu 90 % aus Zurückweisung statt Entwicklung. Auch die Storyline rund um Odelias Geheimnis trat nahezu auf der Stelle. Positiv hervorheben möchte ich Caspian 🥰. Er ist mir in diesem Band deutlich ans Herz gewachsen. Seine Reaktionen und Handlungen waren nachvollziehbar, menschlich und konsequent geschrieben – das machte ihn sympathisch und glaubwürdig. Die Fluchtsequenz lebte allerdings fast ausschließlich von glücklichen Zufällen 🤷♀️. Zufällig wird etwas gefunden, zufällig hilft jemand, zufällig kommt Verstärkung. Das wirkte schnell zu einfach und nahm der Spannung die Glaubwürdigkeit. Danach entwickelte sich die Handlung zu einer sehr klassischen Quest-Struktur: Wir müssen dort hin, um das zu erfahren; wir brauchen diesen Gegenstand, um etwas anderes tun zu können. Das zog sich, fühlte sich langatmig an und bot wenig Neues. Teilweise wirkte es sogar einfallslos und nicht zu Ende gedacht. Selbst der Tod eines Charakters hinterließ eher Verwirrung als Emotion – mehr ein „Hä? Wie ist das denn jetzt passiert?“ als ein echter Moment. Die Begegnungen mit dem Erzfeind waren leider eher unfreiwillig komisch als bedrohlich. Erst der finale Kampf konnte wieder überzeugen: gut durchdacht, spannender inszeniert und endlich mit der Intensität, die ich mir zuvor gewünscht hätte. Aber auch hier gilt – Berg und Tal 😅. Teil 1 hat mir wirklich gut gefallen. Umso enttäuschter bin ich von diesem zweiten Band. Ich hatte mir mehr Fokus, mehr Tempo und vor allem eine klarere, konsequentere Handlung erhofft. Viele Plots wirkten spontan und unausgereift, fast wie kurzfristige Einfälle statt langfristig geplanter Entwicklungen. Insgesamt bleibt leider das Gefühl zurück, dass hier enormes Potenzial verschenkt wurde.
28. Dez. 2025







