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Ein Finale, das mich weniger verzaubert als vielmehr zermürbt hat.
Court of Dreams von C. N. Crawford war für mich vor allem eines: ein literarischer Ausdauerlauf mit gelegentlichen Stolperfallen. Puhhh, geschafft 🤣 Und selten war dieses „geschafft“ so wörtlich gemeint. Diese Reihe hat mich wirklich Nerven gekostet. Dabei fing alles so vielversprechend an: Witz, spürbare Tension, ein schweigsamer Shadow Daddy und eine Badass-Protagonistin, die wusste, was sie wollte. Ich war bereit für Drama, Leidenschaft und große Enthüllungen. Davon habe ich in den letzten Bänden leider nichts mehr gespürt. Bekommen habe ich hier stattdessen das Gefühl, Band 3 noch einmal zu lesen, nur mit minimal veränderter Kulisse. Das Grundmuster ist irgendwann so vorhersehbar geworden, dass ich innerlich mitsprechen konnte. Wir müssen diesen Typen besiegen, dafür brauchen wir etwas von dort, ach nein, erst einmal kämpfen, natürlich metzeln wir alles nieder, dann taucht das nächste Problem auf, also wieder weiterziehen, jemanden um Hilfe bitten, der selbstverständlich eine Gegenleistung verlangt, also erneut losziehen, erneut kämpfen, erneut scheitern, erneut kämpfen. Endlosschleife aktiviert. Die ersten 100 Seiten habe ich tapfer gehofft, dass diesmal ein Bruch kommt, eine Wendung, irgendein erzählerischer Befreiungsschlag. Weit gefehlt. Die letzten 30 Seiten waren tatsächlich solide, weil wir endlich ein wenig aus Ariannas Kindheit erfahren durften. Endlich ein Ansatz von emotionaler Tiefe. Aber ganz ehrlich, nach vier Bänden ist „ein wenig“ schlicht zu wenig. Die Charaktere, allen voran Ruadan, bleiben rätselhaft, allerdings nicht im faszinierenden Sinne, sondern im frustrierenden. Man erfährt so erschreckend wenig über die Protagonisten, dass sie trotz epischer Ereignisse erstaunlich blass wirken. Vier Bücher und ich habe immer noch das Gefühl, sie nur oberflächlich zu kennen. Das ist bei einer Fantasy-Reihe dieser Länge fast schon eine Meisterleistung 😅 Und wo bitte ist der Humor aus dem ersten Band geblieben? Es gab ein oder zwei skurril-witzige Momente, die kurz aufblitzen durften, aber der Rest bestand aus unnötig in die Länge gezogenen Kampfszenen. Kämpfen, rennen, kämpfen, drohen, kämpfen. Inhaltliche Entwicklung? Eher sporadisch. Ich habe nichts gegen Action, aber wenn sie die Handlung ersetzt, wird es anstrengend. Die Lovestory bleibt für mich das größte Fragezeichen. Vier Bände, um zueinanderzufinden, und trotzdem fühlt es sich nicht verdient oder intensiv an. In Band 2 und 3 herrschte gefühlt null Tension. 😢 Wenn eine Beziehung über so viele Seiten aufgebaut wird, erwarte ich zumindest eine emotionale Explosion und nicht ein leises Schulterzucken. Besonders schmerzhaft finde ich das verschenkte Potenzial. Die Found-Family-Dynamik, die Vergangenheit der Protagonisten, all die angedeuteten Abgründe und Konflikte hätten so viel Tiefe bringen können. Stattdessen bleibt vieles angerissen, aber nie wirklich ausgearbeitet. Das Ergebnis ist eine Geschichte, die größer sein wollte, als sie letztlich geworden ist. Ich bin leider mehr als enttäuscht über die Entwicklung dieser Reihe. 1,5 Sterne, weil die Grundidee stark war und das Finale zumindest kurzzeitig zeigt, was möglich gewesen wäre. Aber insgesamt bleibt bei mir vor allem eines hängen: Erleichterung, dass ich durch bin. 📚
25. Feb. 2026
Ein Finale, das mich weniger verzaubert als vielmehr zermürbt hat.
Court of Dreams von C. N. Crawford war für mich vor allem eines: ein literarischer Ausdauerlauf mit gelegentlichen Stolperfallen. Puhhh, geschafft 🤣 Und selten war dieses „geschafft“ so wörtlich gemeint. Diese Reihe hat mich wirklich Nerven gekostet. Dabei fing alles so vielversprechend an: Witz, spürbare Tension, ein schweigsamer Shadow Daddy und eine Badass-Protagonistin, die wusste, was sie wollte. Ich war bereit für Drama, Leidenschaft und große Enthüllungen. Davon habe ich in den letzten Bänden leider nichts mehr gespürt. Bekommen habe ich hier stattdessen das Gefühl, Band 3 noch einmal zu lesen, nur mit minimal veränderter Kulisse. Das Grundmuster ist irgendwann so vorhersehbar geworden, dass ich innerlich mitsprechen konnte. Wir müssen diesen Typen besiegen, dafür brauchen wir etwas von dort, ach nein, erst einmal kämpfen, natürlich metzeln wir alles nieder, dann taucht das nächste Problem auf, also wieder weiterziehen, jemanden um Hilfe bitten, der selbstverständlich eine Gegenleistung verlangt, also erneut losziehen, erneut kämpfen, erneut scheitern, erneut kämpfen. Endlosschleife aktiviert. Die ersten 100 Seiten habe ich tapfer gehofft, dass diesmal ein Bruch kommt, eine Wendung, irgendein erzählerischer Befreiungsschlag. Weit gefehlt. Die letzten 30 Seiten waren tatsächlich solide, weil wir endlich ein wenig aus Ariannas Kindheit erfahren durften. Endlich ein Ansatz von emotionaler Tiefe. Aber ganz ehrlich, nach vier Bänden ist „ein wenig“ schlicht zu wenig. Die Charaktere, allen voran Ruadan, bleiben rätselhaft, allerdings nicht im faszinierenden Sinne, sondern im frustrierenden. Man erfährt so erschreckend wenig über die Protagonisten, dass sie trotz epischer Ereignisse erstaunlich blass wirken. Vier Bücher und ich habe immer noch das Gefühl, sie nur oberflächlich zu kennen. Das ist bei einer Fantasy-Reihe dieser Länge fast schon eine Meisterleistung 😅 Und wo bitte ist der Humor aus dem ersten Band geblieben? Es gab ein oder zwei skurril-witzige Momente, die kurz aufblitzen durften, aber der Rest bestand aus unnötig in die Länge gezogenen Kampfszenen. Kämpfen, rennen, kämpfen, drohen, kämpfen. Inhaltliche Entwicklung? Eher sporadisch. Ich habe nichts gegen Action, aber wenn sie die Handlung ersetzt, wird es anstrengend. Die Lovestory bleibt für mich das größte Fragezeichen. Vier Bände, um zueinanderzufinden, und trotzdem fühlt es sich nicht verdient oder intensiv an. In Band 2 und 3 herrschte gefühlt null Tension. 😢 Wenn eine Beziehung über so viele Seiten aufgebaut wird, erwarte ich zumindest eine emotionale Explosion und nicht ein leises Schulterzucken. Besonders schmerzhaft finde ich das verschenkte Potenzial. Die Found-Family-Dynamik, die Vergangenheit der Protagonisten, all die angedeuteten Abgründe und Konflikte hätten so viel Tiefe bringen können. Stattdessen bleibt vieles angerissen, aber nie wirklich ausgearbeitet. Das Ergebnis ist eine Geschichte, die größer sein wollte, als sie letztlich geworden ist. Ich bin leider mehr als enttäuscht über die Entwicklung dieser Reihe. 1,5 Sterne, weil die Grundidee stark war und das Finale zumindest kurzzeitig zeigt, was möglich gewesen wäre. Aber insgesamt bleibt bei mir vor allem eines hängen: Erleichterung, dass ich durch bin. 📚
25. Feb. 2026







