Romane

Suc ve Ceza

4,2(504)
Sofort lieferbarKostenloser Versand
Jetzt kaufen

Über das Buch

Dostoyevski 1821-1881 Gerek 1840 ortalarindan itibaren yayimlamaya basladigi Beyaz Geceler ve Öteki gibi uzun öykü-kisa romanlariyla, gerekse ilkini elinizde tuttugunuz Suc ve Ceza, Budala ve Karamazov Kardesler gibi Sibirya sürgünü sonrasi büyük romanlariyla Dostoyevski, insanin karanlik yakasini kendinden sonraki bütün romancilari derinden etkileyecek bicimde dile getirmis büyük bir 19. yüzyil ustasidir. Mazlum Beyhan 1944; Yayimlamis oldugu Dostoyevskiden Suc ve Ceza ve Budala, Tolstoydan Cocuklugum, Ilkgencligim, Gencligim ve Gogoldan Arabeskler benzeri calismalar düsünüldügünde, Beyhan, hic tartismasiz son 35 yilin en önemli Rus edebiyati cevirmenlerinden biridir.

Editionen (44)

ISBN9789754589023
VerlagTürkiye Is Bankasi Kültür
Erscheinungsdatum01.01.21
Seitenzahl687

Rezensionen & Bewertungen

504 Bewertungen

65 Rezensionen

4,2

Tippen zum Filtern

  • readingjane
    readingjane

    391 Follower

    3,5

    Der Plot ist schnell erzählt: Der junge ehemalige Student Raskolnikow bringt eine alte Pfandleiherin und deren Schwester um und verzweifelt dann an seiner Tat. Raskolnikow ist sich sicher, richtig gehandelt zu haben, da die Pfandleiherin ein böser Mensch war, und er hat nicht vor zu gestehen. Doch dann kommen Zweifel auf und plötzlich hat er mit Gewissensbissen und Paranoia zu kämpfen. Einerseits gefällt er sich darin, ein schreckliches Geheimnis zu haben, andererseits befürchtet er ständig, entlarvt zu werden und verrät sich dadurch fast selbst. Das Buch ist, wie es damals modern war, extrem ausschweifend und mit viel Dramatik geschrieben und teilweise war das wirklich ermüdend. Für mich hat das Buch auf ca. Seite 700 seinen Höhepunkt erreicht, wo Raskolnikows Tat eine tiefere psychologische Ebene erhält, die auf vieles übertragbar ist und sowohl individuell als auch gesamtgesellschaftlich bedeutsam ist. Aber an der Stelle darf man halt noch nicht eingeschlafen sein. Dann folgten weitere 250 Seiten. Ich konnte hier drei Übersetzungen ausprobieren und möchte darauf gerne eingehen, denn bei Klassikern finde ich das entscheidend und hier hat man ja oft die Wahl. Ich hatte mich letztlich dafür entschieden, das Buch in der Übersetzung von Werner Bergengruen in der kleinformatigen Ausgabe aus dem Manesse Verlag zu lesen, hier sind noch Zeichnungen, ein Nachwort und ein Personenregister (sehr hilfreich!) enthalten. Diese Übersetzung war für mich am flüssigsten, atmosphärischsten und auch am verständlichsten. Die Taschenbuchausgabe aus dem Aufbau-Verlag, übersetzt von Margit und Rolf Bräuer, klang für mich moderner, etwas flapsig und irgendwie holprig, also nicht ganz stimmig. Die Übersetzung von Hermann Röhl gibt es auf jeden Fall in verschiedenen Ausgaben, ich habe die aus dem Schuber von Anaconda. Die empfand ich als etwas steril. Es gibt noch eine Übersetzung von Swetlana Geier unter dem Titel "Verbrechen und Strafe". " Schuld und Sühne" war weder inhaltlich noch sprachlich ein wirklicher Lesegenuss. Dennoch denke ich, dass ich es mit einem weiteren großen Roman von Dostojewski versuchen werde. Habt ihr "Schuld und Sühne" schon gelesen oder es noch vor? Habt ihr eines seiner anderen Werke gelesen? Wie ging es euch damit? Was würdet ihr empfehlen?

    26. Nov. 2025

  • queen_m
    queen_m

    8 Follower

    4,0

    Hassliebe

    Schuld und Sühne ist eines dieser Bücher, bei denen ich lange nicht wusste, was ich eigentlich davon halte. Ich habe es zu Ende gelesen, und am Schluss blieb ein widersprüchliches Gefühl: Ich bewundere dieses Buch – und ich mag es trotzdem nicht. Der Schreibstil ist stark. Dostojewski kann Atmosphäre. Die Stadt, die Armut, die Enge, das Elend , all das ist so greifbar beschrieben. Das Russland dieser Zeit wirkt brutal, hoffnungslos und erschöpfend. Es ist beeindruckend dargestellt, aber kaum auszuhalten. Auch die Geschichte hat mich gereizt. Die Schuld, die inneren Kämpfe, die ständigen Rechtfertigungen, das ist spannend und psychologisch gut gemacht. Man folgt Raskolnikows Gedanken, versteht, wie er zu seinen Überzeugungen kommt, und leidet ein Stück weit mit ihm. Aber mögen konnte ich ihn kein einziges Mal. Er bleibt überheblich, kalt und egozentrisch. Seine Gewissensbisse wirken oft weniger wie echte Reue und mehr wie gekränkter Stolz. Mit den anderen Figuren ging es mir ähnlich. Besonders die männlichen Charaktere sind schwer erträglich: manipulativ, brutal oder moralisch kaputt. Kaum jemand ist sympathisch. Das mag Absicht sein, macht das Lesen aber anstrengend. Es fehlt jemand, an dem man sich emotional festhalten kann. Trotzdem hat das Buch eine starke Wirkung. Die zentrale Frage, ob man ein Verbrechen mit einer „höheren Idee“ rechtfertigen darf, ist bis heute relevant. Die Antwort, die Dostojewski gibt, ist klar und stark moralisch geprägt. Das kann man überzeugend finden oder zu eindeutig. Am Ende bleibt für mich ein Roman, der literarisch beeindruckt, aber emotional auf Abstand hält. Schuld und Sühne ist kein Buch, das man gerne liest. Es ist eines, das etwas mit einem macht – auch wenn man die Menschen darin kaum erträgt. Vielleicht liegt genau darin seine Stärke.

    28. Jan. 2026

  • karandi
    karandi

    263 Follower

    3,5

    Schwierige Moralvorstellung

    Auch wenn Schuld und Sühne mit eines seiner bekanntesten Werke ist oder vielleicht sogar das bekannteste Werk muss ich persönlich sagen, finde ich die Moralvorstellung in diesem Buch äußerst schwierig. Ein Doppelmord aus Habgier. Egal wie verzweifelt man auch sein mag, sollte es nie eine Rechtfertigung sein, auch wenn das Opfer sozusagen das Wort gebrochen hat und eine nicht geltenden Schuldschein gültig machen wollte. Hinzukommt natürlich, wie es sich für ein Kriminalroman gehört ein Katz und Mausspiel mit der Polizei, welcher sich meiner Meinung nach aber über zu viele Seiten hinweg bewegt. Dennoch endet dieses Buch mit einem Teil Happy End. Die gefundene Liebe des Protagonisten steht loyal zu ihm und ist bereit, auf ihn zu warten, bis er seine Strafe verbüßt hat. Es ist natürlich bei Klassikern immer zu bedenken sie wurden in einer anderen Zeit in einem anderen Jahrhundert geschrieben. Von daher gelten auch andere Werte. Meine Meinung über Schuld und Sühne ist, dass es ein Werk ist, was man nicht unbedingt in seinem Leben gelesen haben muss, aber gelesen haben kann.

    25. März 2026

3 von 65 Rezensionen

Lesen ist schöner mit der READO App.

Bücher entdecken, tracken, gemeinsam lesen.

Bibliothek

Behalte den Überblick