Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt

Starkstromzeit. Vom Leben in einem Staat, den es nicht mehr gibt

Hardcover
4.09

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Beschreibung

Was bleibt, wenn das Licht der Zukunft erlischt? Eine ungewöhnliche DDR-Geschichte über Konsum und Design

In einer alten DDR-Zeitschrift entdeckt Aron Boks eine Lampe – entworfen von seinem Großvater. Mit einem eigenen Leuchten- und Dekorationsbetrieb gehörten seine Großeltern zu den wenigen Selbständigen in der DDR. Für den privaten Verkauf entwarfen sie Lampen mit Stoffschirmen, Troddeln und Bommeln. Gleichzeitig erhielten sie staatliche Aufträge für Hotels und Ferienheime, in denen mit ihren futuristisch anmutenden Glasmodulen der Sozialismus erstrahlte.

Nach der Wende verschwinden die Leuchten – und mit ihnen die Geschichte dahinter. Aron Boks begibt sich auf Spurensuche und erzählt dabei eine persönliche, ungewöhnliche Geschichte der DDR. Es geht um Konsum und Design, Erinnern und die Frage, wie Gegenstände weiterleuchten, lange nachdem das System, das sie hervorgebracht hat, untergegangen ist.


»Irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten, auf dieses Foto in der DDR-Zeitschrift zu gucken, die noch von den Leuchten und den Ideen meines Großvaters vor der Wende erzählt. Ich wollte endlich etwas haben, das ich anfassen, das ich greifen und benutzen kann. Ich wollte nicht akzeptieren, dass mir ein Teil meiner Geschichte durch das Ausmisten der Geschichte anderer versperrt bleibt.«


»Ähnlich wie Lukas Rietzschel in seinen Romanen beeindruckt Aron Boks durch seinen offenen und vorurteilsfreien Blick auf die jüngere Geschichte.«

Tino Dallmann, MDR Kultur

Buchinformationen

Haupt-Genre
Biografien
Sub-Genre
Wirtschaft & Industrie
Format
Hardcover
Seitenzahl
192
Preis
22.70 €

Autorenbeschreibung

ARON BOKS wurde 1997 in Wernigerode geboren und lebt als Autor, Slam Poet und Moderator in Berlin-Charlottenburg. 2019 erhielt er den Klopstock-Förderpreis für Neue Literatur. Seit 2021 schreibt er vor allem für die taz und die taz.FUTURZWEI-Kolumne »Stimme meiner Generation«. 2023 erschien sein Buch »Nackt in die DDR«, in dem er sich auf die Lebensspuren seines Urgroßonkels, dem Künstler und Funktionär Willi Sitte begibt. Das Buch fand großes Medienecho. Aron Boks selbst hat die DDR nie erlebt. Die Recherche und Arbeit am Buch bedeuteten für ihn auch den Zugang in die verstärkte Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Geschichte und ihrer Bedeutung für die Gegenwart. Neben seiner Schreibtätigkeit moderiert Boks zu diesem Thema Literatur- und Gesprächsveranstaltungen mit Nachwendekindern aus Ost- und Westdeutschland.

Beiträge

4
Alle
4.5

Hat mir sehr gut gefallen, auch wenn es bei uns zu Hause leider keine der im Buch vorgestellten Lampen gab. Ein anderer Blick auf das Land, das es nicht mehr gibt: künstlerisch, gegenständlich, Konsum und Design erkundend. Nicht nostalgisch, sondern sachlich, tiefgründig und liebevoll.

4

Als Ossi Kind richtig interessant

Rezi folgt

3

Kurzweilig geschrieben, ohne wirklich schlüssige Handlung

Das Buch handelt davon, dass der Autor ausgehend von einem Zufallsfund einer DDR-Lampe in New York in die Geschichte seiner Familie eintaucht, die selbst einmal Lampen designt hat. Die erste Hälfte des folgt diesem Thema auch noch halbwegs, dann verliert der Auszeit meiner Meinung nach den Faden. Fortan geht es um Design in der DDR und den dahinterstehenden Nutzen, außerdem um die Arbeitsbedingungen, unter denen Lampen hergestellt wurden. Zwei Themen, die eines eigenen Buches bedürfen und hier zu kurz kommen bzw. etwas wahllos für die Geschichte wirken.

3

Kurz und knackig, manchmal fehlte mir etwas tiefe

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