Blick ins Buch

Romane

Shirley

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Über das Buch

Yorkshire, 1812. England leidet unter den Konsequenzen der wirtschaftlichen Depression. Auch Robert Morley, ein zielstrebiger Tuchfabrikant, kämpft gegen den drohenden Ruin. Die Hochzeit mit der wohlhabenden Shirley könnte die Rettung sein – wären da nicht seine Gefühle für eine andere Frau: Caroline. Und auch Shirley liebt einen anderen Mann, den mittellosen Tutor Louis. Für alle scheint das Glück unerreichbar. Doch Shirley und Caroline fassen den Mut, sich über Standesschranken und die Spannungen der Zeit hinwegzusetzen und für ihre Liebe zu kämpfen …

Editionen (8)

ISBN9783458361305
VerlagInsel Verlag
Erscheinungsdatum10.02.16
Seitenzahl714

Rezensionen & Bewertungen

36 Bewertungen

5 Rezensionen

3,7

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  • readingjane
    readingjane

    380 Follower

    4,0

    Das Buch spielt in Yorkshire, Anfang des 19. Jahrhunderts, während der Napoleonischen Kriege. Die Fabrikanten mussten schauen, wie sie sich in diesen Zeiten über Wasser hielten. Eine Möglichkeit war, die Produktion zu modernisieren und dafür Arbeitskräfte zu entlassen. Einer dieser Fabrikanten ist Robert, der dafür von seinen Männern gehasst wird. Die Waise Caroline sieht trotzdem das Gute in ihm. Währenddessen trägt sich Robert mit dem Gedanken die reiche Shirley zu heiraten, die sich jedoch völlig unstandesgemäß in einen Lehrer verliebt hat. Das Buch liest sich einerseits wie eine Schreibübung, fragmentarisch, zusammenhanglos, ausufernd, sich verzettelnd. Andererseits ist es atmosphärisch, berührend, in seinen Philosophien und feministischen Ansichten sehr modern, dabei wohlwollend, umsichtig, nachdenklich und melancholisch. Die Übersetzung ist von 1967 und liest sich wiederum nicht sehr modern, auch die Rechtschreibung wurde nicht angepasst. Dafür enthält die Ausgabe ein erläuterndes Nachwort. Hat sich auf jeden Fall gelohnt.

    2. Mai 2026

  • 3,5

    Shirley

    Nach ihrem ersten Roman „Jane Eyre“, mit dem Charlotte Brontë schlagartig berühmt wurde, ist „Shirley“ der zweite bedeutende Roman über eine außergewöhnliche Frauenfigur. Vor dem Hintergrund der Arbeiterunruhen zur Zeit der wirtschaftlichen Depression am Beginn des 19. Jahrhunderts erzählt das Buch die aufrüttelnde Geschichte der vermögenden und charakterstarken Gutsherrin Shirley Keeldar, die sich um der wahren Liebe willen entschlossen über die erstarrten Konventionen und den Standesdünkel ihrer Zeit hinwegsetzt. Trotz dessen, dass „Shirley“ dem Buch seinen Titel verleiht, taucht sie erstmal bei knapp 1/3 des Buches auf. Auch weiterhin hat der Leser das Gefühl, dass doch eher Caroline die Protagonistin ist. Shirley macht sich hin und wieder, mit Aussagen und ihrem Handeln, beim Leser unsympathisch und gerät dann wieder in den Hintergrund. Feministische Ansätze des Buches werden stückchenweise aufgebaut um dann doch wieder im Keim erstickt zu werden. Was hatte es mit den Kuraten auf sich? Warum diese Präsenz, besonders zu Beginn? Alle handelnden Personen konnten wenig Sympathien erwecken, die Romantik hielt sich doch eher flach, genauso wie die Spannungsbögen. Das Buch bleibt leider weit hinter „Jane Eyre“ zurück, es hat mit aber dennoch besser gefallen als „Villette“.

    7. Apr. 2025

  • jersy104
    jersy104

    13 Follower

    2,0

    There is so much I should like about this book in theory. The writing has some really fun elements to it, but than again it can be so tedious. The book comments on interesting topics: the effects of industrial revolution, a woman coming into wealth and power, the hard life of a governess; though none of that is enough of a focus. The main story is that of a female friendship, but I didn't really love them together. There are interesting infos about life back then, but the pace is much too slow for such a simple story of love and friendship, it takes forever for characters to finally be introduced and while I always thought "this is interesting and I want to know how it goes on", when I was actually reading the novel I just wasn't fully engaged. It might be just me but I also felt that important events weren't really presented with much weight to them. I can see why someone would give this 5 stars, I just couldn't love or even much enjoy it although I tried.

    4. Sept. 2022

3 von 5 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Charlotte Brontë

Die Schwestern Charlotte, Emily und Anne Brontë gehören bis heute zu den meistgelesenen Autorinnen des 19. Jahrhunderts. Als Töchter eines englischen Pfarrers wuchsen sie in der Abgeschiedenheit eines abgelegenen Pfarrhauses in West Yorkshire auf, wo sie bis zu ihrem Lebensende blieben. Bereits als Kinder verfaßten die Schwestern gemeinsam mit ihrem Bruder Branwell (1817-1848) die Erzählungen aus Angria. Als der Bruder jedoch alkohol- und drogenkrank wurde, waren die Schwestern aufgrund des frühen Todes der Mutter und der mangelnden Unterstützung des Vaters auf sich alleine gestellt. Ihre Werke erschienen zeitlebens unter den männlichen Pseudonymen Currer Bell (Charlotte), Ellis Bell (Emily) und Acton Bell (Anne). Charlotte Brontё (1816-1855), die älteste der drei Schwestern, arbeitete u.a. als Lehrerin und Gouvernante, nachdem sie in Brüssel an der Privatschule der Madame Heger Französisch gelernt hatte. Der erst posthum veröffentlichte Roman Der Professor handelt von ihrer unerfüllten Liebe zu Hegers Ehemann und zählt zusammen mit Jane Eyre zu ihren größten Erfolgen.

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