Rosen im Asphalt

Rosen im Asphalt

Taschenbuch
4.415

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Zwei starke Frauen – und eine Freundschaft, die alle Widerstände überdauert.

Linda kommt 1956 in einem Hamburger Krankenhaus zur Welt. Ihre Mutter lässt sie dort schon kurz nach der Geburt zurück. Das Mädchen wächst bei den Großeltern und in Heimen auf, in Armut und ohne Sicherheit, bis sie ein Zuhause findet, in dem sie gefördert wird. Im selben Jahr wird Irmi in Köln in geboren. Ihre Familie ist wohlhabend, aber ihre Mutter ist krank und überfordert. Daher kommt sie zunächst zu Verwandten ins Ausland. Als der Vater sie sechs Jahre später zurückholt, spricht Irmi kein Deutsch und fühlt sich in der eigenen Familie fremd. Zwei Mädchen aus Welten, die gegensätzlicher kaum sein könnten. Doch als Irmi Linda in einem dramatischen Moment das Leben rettet, werden sie unzertrennlich. Ihre Freundschaft trägt sie durch fünf Jahrzehnte bundesdeutscher Geschichte – geprägt von Verlusten, Hoffnungen und Neubeginnen.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Generationenromane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
416
Preis
17.50 €

Autorenbeschreibung

Felicitas Fuchs ist das Pseudonym der Erfolgsautorin Carla Berling, die sich mit Krimis, Komödien und temperamentvollen Lesungen ein großes Publikum erobert hat. Schon bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete, war sie als Reporterin und Pressefotografin immer sehr nah an den Menschen und ihren Schicksalen. Für ihre historischen Familienromane lässt sie sich gern von Geschichten aus dem wahren Leben inspirieren. Mit ihrer Mütter-Trilogie gelang ihr auf Anhieb ein SPIEGEL-Bestsellererfolg.

Beiträge

6
Alle
3.5

"Rosen im Asphalt" ist ein einfühlsamer Roman über das starke Band der Freundschaft, über Selbstzweifel, dem Wunsch nach Geborgenheit, Sicherheit und Liebe. Irmis und Lindas Lebensgeschichten sind bewegend, spannend und stellenweise auch traurig erzählt; allerdings bleibt das Geschehen hinter meinen (zu hohen?) Erwartungen zurück und mir hat es zuweilen an etwas mehr Tiefe gemangelt. Alles in allem ist es aber ein sehr kurzweiliger Roman, der mir viele schöne Lesestunden beschert hat.

5

Meinung: Dies war mein erstes Buch der Autorin und ganz sicher nicht mein letztes. Ein außergewöhnlicher und zutiefst berührender Roman, der mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt hat. Die Geschichte von Linda und Irmi basiert auf einer wahren Begebenheit und erzählt von zwei Mädchen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Dennoch verbindet sie ein ähnliches Schicksal und eine ganz besondere Freundschaft, die ihr Leben nachhaltig prägt. Linda wird 1956 kurz nach ihrer Geburt von ihrer Mutter verlassen und wächst unter schwierigen Verhältnissen auf. Irmi hingegen stammt aus einer wohlhabenden Familie, muss jedoch ebenfalls früh erfahren, wie schmerzhaft es ist, ohne die Liebe und Geborgenheit einer Mutter aufzuwachsen. Als sich ihre Wege kreuzen, entsteht eine tiefe Freundschaft, die Jahrzehnte überdauert und ihnen in guten wie in schweren Zeiten Halt gibt. Besonders beeindruckt hat mich die einfühlsame Art, mit der die Autorin die Lebenswege ihrer Figuren erzählt. Linda und Irmi sind mir im Laufe der Geschichte sehr ans Herz gewachsen. Ihre Sorgen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Glücksmomente werden so authentisch dargestellt, dass ich oft das Gefühl hatte, ihr Leben unmittelbar mitzuerleben. Ihre Schicksale haben mich tief bewegt und mitfiebern lassen. Gleichzeitig ist dieser Roman eine faszinierende Reise durch fünf Jahrzehnte deutscher Geschichte. Ereignisse wie die RAF-Zeit, die AIDS-Krise und der Mauerfall werden gekonnt in die Handlung eingebunden. Dadurch entsteht nicht nur ein bewegendes Porträt zweier Frauen, sondern auch ein lebendiges Bild einer sich wandelnden Gesellschaft. Die Autorin verbindet Zeitgeschichte und persönliche Schicksale auf eindrucksvolle Weise miteinander. Besonders berührt hat mich die Botschaft des Romans: Selbst aus den schwierigsten und schmerzhaftesten Lebensumständen können Hoffnung, Stärke und etwas Wunderschönes entstehen. Freundschaft, Zusammenhalt und der Mut, niemals aufzugeben, ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Der Titel könnte treffender kaum sein. Er symbolisiert die Kraft des Menschen, auch unter widrigsten Bedingungen zu wachsen, seinen eigenen Weg zu finden und schließlich aufzublühen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung

5

Wenn Freundschaft durch den Asphalt bricht: Eine emotionale Zeitreise mit Ecken und Kanten.

Mit „Rosen im Asphalt“ erzählt Felicitas Fuchs die berührende Geschichte einer lebenslangen Freundschaft zwischen den ungleichen Frauen Linda und Irmi. Von der Nachkriegszeit bis ins Jahr 2016 begleitet man sie im Zeitraffer durch alle Lebensstürme. Der Roman punktet mit top recherchierter Zeitgeschichte und einem flüssigen Schreibstil, der eigene Erinnerungen weckt. Allerdings leidet der Lesefluss unter hastigen Zeitsprüngen und vier wechselnden Perspektiven, die manche Entwicklungen lückenhaft zurücklassen. Zudem sorgt die Fülle an Schicksalsschlägen für eine sehr melancholische Schwere. Trotz dieser Schwächen im Erzähltempo bleibt es eine intensive und lesenswerte Lektüre über eine ganz besondere Herzensverbindung

4.5

Felicitas Fuchs zählt zu meinen Lieblingsautorinnen, zuletzt habe ich von ihr Die Akte Schneeweiß und die Mütter-Trilogie sehr gern gelesen. Auch Rosen im Asphalt konnte mich fesseln und bestens unterhalten. Köln/Hamburg 1956: Irmi wird in einer gutsituierten Ärztefamilie in Köln-Marienburg geboren, Linda startet ins Leben als Frühchen im Brutkasten in Hamburg. Irmis Mutter Helene leidet an einer postnatalen Depression, und ihr Mann Ludwig, beschließt, sie zu entlasten, indem er die beiden Kinder von ihr fernhält – heutzutage eine unglaubliche Entscheidung, die gegen das Kindeswohl verstößt. Der sechsjährige Eric kommt ins Internat, Irmi zu ihrer Tante und deren Mann nach Amsterdam. Lindas Mutter Hilde verlässt eines Morgens das Krankenhaus und überlässt ihr Kind seinem Schicksal. Einem Jugendamtsmitarbeiter gelingt es, sie aufzuspüren. Hilde wird zur Entziehungskur geschickt und fährt mit Linda anschließend nach Köln zu ihren Eltern, bei denen bereits ihre 15jährige Tochter Elise aufwächst. Drei Jahre später steigt sie in den Zug nach Hamburg – sie geht lieber anschaffen als in der Fabrik arbeiten. Irmi wächst als behütetes Einzelkind bei ihrer Tante in Amsterdam auf. Kurz vor der Einschulung holt ihr Vater sie nach Köln zurück. Irmi spricht nur Niederländisch und kennt ihre Familie kaum. Neben Eric hat sie mittlerweile zwei weitere Geschwister: Undine und Christian. Linda macht eine Odyssee durch Pflegefamilien durch, im Gymnasium freundet sich das schüchterne und zurückhaltende Mädchen mit Irmi an, die sie in die Welt der Reichen und Schönen einführt. Wir begleiten Irmi und Linda bis zu ihrem 60. Geburtstag im Jahr 2016. Beide sind fast gänzlich ohne Mutter aufgewachsen. Während Irmi bei ihrer Tante und später bei ihrem Vater dennoch in einer liebevollen Umgebung aufgewachsen ist, hat Linda erst spät erleben dürfen, was Liebe ist. Irmis Geschwister führen ein unglückliches und rastloses Leben. Ihr Vater, ein bekannter Kardiologe, verdrängt bis ins hohe Alter den Gedanken, dass er bei der Erziehung seiner Kinder etwas falsch gemacht haben könnte. Es mangelte ihnen nicht an kultureller Erziehung oder materiellem Reichtum, dafür jedoch an elterlicher Zuwendung und Liebe. Es werden historische Ereignisse aus den Sechziger bis Neunziger Jahren erwähnt, an die Flut in Köln im Jahr 1993 und die Fahrten durch die DDR nach Berlin kann ich mich noch gut erinnern. Auch dieses Buch der Autorin konnte mich für sich einnehmen, ich bin durch die vierhundert Seiten geflogen und konnte das Buch nicht zur Seite legen. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

5

Was für eine berührende, einerseits traurige und gleichzeitig hoffnungsvolle Geschichte. Die schönsten Geschichten schreibt eben doch das Leben. Irmi und Linda hatten keinen leichten Start ins Leben. Sie stammen zwar aus unterschiedlichen Welten und ihre Ausgangssituation könnte nicht gegensätzlicher sein, doch trotzdem macht es ihnen das Leben nicht leicht. Sie lernen sich als Schulkinder kennen und verstehen sich auf Anhieb. Es entsteht eine Freundschaft, die ein Leben lang halten soll und beiden die Kraft gibt, alle Widrigkeiten gemeinsam zu überstehen. Die beiden Lebensgeschichten an sich gehen schon sehr ans Herz und lassen mich bestimmt lange nicht los. Wenneine solche Gedichte auf eine tolle Erzählerin trifft, entsteht ein bewegender Roman, der mir die Tränen in die Augen getrieben hat. Jedoch nicht, weil ich am Ende so frustriert oder traurig war, sondern wegen der tiefen Verbundenheit der beiden Frauen, die immer füreinander da waren und nie aufgegeben haben, ganz egal, wie schwer das Leben auch war. Macht Mut, geht ans Herz, ist einfach schön!

4

Ich habe dieses Buch auf einer Lesung von Carla Berling alias Felicitas Fuchs erworben. Es war eine ganz tolle Lesung und man wollte danach unbedingt wissen, wie es weiter geht. Der Schreibstil ist unglaublich flüssig und sehr realitäts- und lebensnah. Die Geschichte einerseits stellenweise sehr traurig und andererseits auch einfach nur schön! Ein tolles Buch!

Beitrag erstellen