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Jugendbücher

Qui a tué mon père

4,2(160)
Sprache
Französisch
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Über das Buch

Originaltext mit Annotationen sowie Glossar mit hilfreichen Informationen zum Inhalt

Die Kindheit des Autors und Erzählers ist geprägt von Armut, Gewalt und Homophobie in seinem Herkunftsmilieu. Die Beziehung zu seinem Vater ist schwierig und widersprüchlich. Trotz eines schweren Arbeitsunfalls ist der Vater gezwungen, für seinen Lebensunterhalt zu arbeiten, was seinen Körper zerstört und ihm die Lebensfreude nimmt. Im Erwachsenenalter beginnt der Sohn, sich mit dem Schicksal seines Vaters auseinanderzusetzen, um ihn besser zu verstehen.

Édouard Louis prangert ein politisches System an, in dem die Schwächsten keinen Platz haben. Sein Roman ermöglicht es, verschiedene Themen anzusprechen: Zusammenleben, Gesellschaft, Identität, Kampf, Wahrnehmung des Anderen, Werte.

Editionen (3)

ISBN9783125974012
VerlagKlett Sprachen GmbH
Erscheinungsdatum25.05.22
Seitenzahl54

Merkmale

1 Bewertungen

VariabelMittelPoetischTraurigNachdenklichGruselig

Rezensionen & Bewertungen

160 Bewertungen

20 Rezensionen

4,2

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  • 5,0

    In diesem Buch schildert Edouard Louis die Lebens- und Leidensgeschichte seines Vaters

    29. Sept. 2025

  • armin.glitzer
    armin.glitzer

    35 Follower

    5,0

    Wer hat •meinen• Vater umgebracht (Brief an meinen Vater) “Wie oft ich mich gefragt habe, ob du mich liebst? Ob du dich für mich schämst? Ich kann mich nicht erinnern, dass du jemals zu mir “ich liebe dich” gesagt hast. Andererseits hast du es zu niemandem gesagt, zumindest nicht in meiner Anwesenheit. Ich wünschte, ich hätte es gehört, damit ich es zu allen anderen sagen kann, dass ich sie liebe. Aber ich schäme mich. Im Grunde wäre es ganz einfach gewesen, weil es sind nur drei Wörter: ich liebe dich. Ich frage mich oft, wie sehr du gelitten hast, und ob du noch leidest. Damals, als ich dich gefragt habe, was ‘Genozid’ bedeutete (im Nachrichtendienst haben sie es da gerade gesagt), warst du für paar Sekunden still. Du warst eigentlich immer still, aber es war ein anderes Schweigen. Es war kein Ignorieren oder dass du mich nicht gehört hättest. Jedenfalls meintest du “ein ganzes Volk vernichten”. Ich weiß nicht, ob das der genaue Wortlaut war, aber ich hatte es trotzdem nicht verstanden. Ich verstand nur, dass ich keine weitere Fragen stellen sollte, nicht mehr nachbohren, so wie ich es eigentlich immer tat. Danach haben wir das Thema nie gehabt. Auch nicht, als ich in der Schule über das Massaker in Srebrenica präsentieren musste. Ich frage mich, wie dein Leben sein würde, wenn du es wählen könntest. Für was würdest du dich entscheiden? Gäbe es Mutter? Wäre sie ein Teil deines Wahllebens? Und wäre ich ein Teil davon? Es gibt vieles, das ich mich frage, aber eines nicht. Ich habe mich nie gefragt, ob du Dich selbst liebst oder zumindest magst.”

    16. März 2024

  • rigatander
    rigatander

    29 Follower

    4,5

    Raue Abrechnung mit einer Gesellschaft, die "das Proletariat" längst vergessen hat. Straight, ehrlich, unbarmherzig.

    25. Sept. 2024

3 von 20 Rezensionen

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