Blick ins Buch

Quel che affidiamo al vento

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Über das Buch

Sul fianco scosceso di Kujira-yama, la Montagna della Balena, si spalanca un immenso giardino chiamato Bell Gardia. In mezzo è installata una cabina, al cui interno riposa un telefono non collegato, che trasporta le voci nel vento. Da tutto il Giappone vi convogliano ogni anno migliaia di persone che hanno perduto qualcuno, che alzano la cornetta per parlare con chi è nell'aldilà.
Quando su quella zona si abbatte un uragano di immane violenza, da lontano accorre una donna, pronta a proteggere il giardino a costo della sua vita. Si chiama Yui, ha trent'anni e una data separa quella che era da quella che è: 11 marzo 2011. Quel giorno lo tsunami spazzò via il paese in cui abitava, inghiottì la madre e la figlia, le sottrasse la gioia di essere al mondo. Venuta per caso a conoscenza di quel luogo surreale, Yui va a visitarlo e a Bell Gardia incontra Takeshi, un medico che vive a Tokyo e ha una bimba di quattro anni, muta dal giorno in cui è morta la madre.
Per rimarginare la vita serve coraggio, fortuna e un luogo comune in cui dipanare il racconto prudente di sé. E ora che quel luogo prezioso rischia di esserle portato via dall'uragano, Yui decide di affrontare il vento, quello che scuote la terra così come quello che solleva le voci di chi non c'è più.
E poi? E poi Yui lo avrebbe presto scoperto. Che è un vero miracolo l'amore. Anche il secondo, anche quello che arriva per sbaglio. Perché quando nessuno si attende il miracolo, il miracolo avviene.

Editionen (1)

ISBN9788856674637
VerlagPiemme
Erscheinungsdatum23.03.21
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

172 Bewertungen

44 Rezensionen

3,9

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  • waldelb
    waldelb

    75 Follower

    4,0

    Über einen wirklichen Ort

    Ich lasse mich gern auf Bücher ein, die vom Himmel zu fallen scheinen, mich anziehen oder die ich irgendwo einfach finde. Kaum habe ich erlebt, dass die so entdeckten Werke nicht in meine derzeitige Lebenssituation passten. Wir sind in Japan, die Zeit nach dem Tsunami 2011, der über 15000 Todesopfer forderte. Deshalb sind wir auch im Thema Trauerarbeit und -bewältigung und so, wie dies Ereignis mehr als einschneidend und wirklich für die Menschen in Japan und darüber hinaus ist, so ist auch der Ort, der eine ganz besondere Art der Trauerarbeit ermöglicht, wirklich existent. Es steht eine Telefonzelle mit einem Telefon ohne Anschluss in einem Garten eines Hauses in der Nähe der Stadt Ōtsuchi. Umgeben von diesem wunderschönen Garten, der den Raum für Ruhe und Frieden gibt, kann hier jeder kommen, der den Verlust eines Menschen zu beklagen hat und das Wort an die so schmerzlich vermissten Menschen richten. Wir erleben, was die Protagonisten zum Kommen bewegte, wie sie sich der Herausforderung der Kontaktaufnahme stellen und was danach mit ihnen passiert. Auf typisch japanische Art wirkt die Geschichte nicht überfrachtet oder künstlich dramatisiert, die Atmosphäre ist eher zurückhaltend, dezent, respektvoll. Kurze Kapitel, die die Geschichte erzählen werden abgewechselt durch hauchzarte, liebevolle Kapitel mit Zusatzinformationen, mal eine Playlist, Listen von Süssigkeiten oder gegebenen Geschenken. So schafft es die Autorin Laura Imai Messina das Thema Verlust und Trauer derart aufzulockern, dass es ein Vergnügen ist, sich damit zu befassen. Die Autorin, die ursprünglich aus Italien stammt aber seit Jahren in Japan lebt, beweist hier ein Fingerspitzengefühl, das wohl auf eigene, schmerzliche Erfahrungen zurückzuführen ist. Die Tatsache, dass jemand auf seinem eigenen Grund und Boden einen Ort schafft, der es Menschen ermöglicht, ihre Trauer mitzubringen, finde ich derart grossartig, dass mich die Vorstellung wohl noch länger wärmen wird. Ein Beispiel, was Menschen in Mitgefühl für Menschen tun können. Am Ende des Buches gibt es die Homepage-Adresse für diesen wirklichen Ort

    5. Sept. 2025

  • east
    east

    827 Follower

    3,5

    Das Telefon des Windes

    Nachdem sie ihre Familie an den schrecklichen Tsunami vom 11. März 2011 verloren hat, findet Yui keine Verbindung mehr zu ihrem Leben, kann ihre Erinnerungen nicht loslassen. Doch eines Tages hört sie vom Telefon des Windes in einem abgelegenen Teil Japans, auf hohen Klippen über dem Meer, ein Telefon, durch das Hinterbliebene mit geliebten Menschen sprechen. Dort findet sie nicht nur langsam Frieden, sondern vielleicht auch eine Zukunft… Die Geschichte von Yui und Takeshi und ihre Verbindung zum Telefon des Windes beruht auf wahren Begebenheiten. Die Telefonzelle am Ende der Welt gibt es tatsächlich und sie schenkt jedes Jahr vielen Menschen Trost. So auch Yui. Die Autorin erzählt die Geschichte einer Mutter, die allein zurückgeblieben ist, die mit ihrem Leben nicht mehr viel anfangen kann, die sich nicht überwinden kann, zu trauern. Trotzdem ist das Buch nicht deprimierend, viel eher hoffnungsvoll und freundlich. Der Erzählstil ist ungewöhnlich, ruhig und wird immer wieder durchbrochen von Details, die die Handlung ergänzen, etwa Buchtitel, Songtexte oder einfache Listen. Wirklich nahe kommt man keiner der Personen, man lernt sie kennen und hört ihre Ängste und Gedanken, doch es bleibt auch ein wenig reservierte Distanz, auch wenn das zum Buch zu passen scheint. Auch die Handlung selbst zielt nicht auf einen bestimmten Punkt hin, stattdessen begleitet sie Yui und Takeshi und weitere Menschen auf ihrem Weg, mit den oft schweren Schicksalen, die ihnen widerfahren sind, umzugehen. Das Buch erzählt keine klassische Liebesgeschichte, eher die Geschichte von Vertrauen, langsam zurückkehrender Zuversicht und Heilung. Das alles geschieht auf zurückhaltende, leise Art, mit mehr stillen Beobachtungen als großen Worten, auch mit ein wenig Distanz zu den Protagonisten, auf typisch japanische Art. „Die Telefonzelle am Ende der Welt“ ist ein ruhiges, aber auch einfühlsames Porträt von Trauer und Loslassen, das den Mut vermittelt, die Leere überwinden zu können.

    Das Telefon des Windes

    10. Feb. 2026

  • berf
    berf

    20 Follower

    4,0

    „Wer eine große Trauer durchlebt, fragt sich an einem gewissen Punkt, was schwieriger ist: das Erlernen oder das Verlernen. Es gab eine Zeit, in der Yui es nicht sagen konnte, doch mittlerweile würde sie antworten, es sei das Letztere, denn gegen das Verlernen sei der Widerstand größer.“

    11. März 2026

3 von 44 Rezensionen

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