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Unpassend moderne Sprache, unsympathische Protagonistin 🤔
Penelope, Odysseus‘ treu wartende Ehefrau, erzählt von der Unterwelt aus in unpassend moderner Sprache, was während des Trojanischen Krieges und der Irrfahrten ihres Mannes passiert ist. Ihre eingebildete Cousine Helena, die Frau, deren Ent- oder Verführung den Trojanische Krieg anzettelte, spielt eine antagonistische Rolle. Penelope betrauert die Ermordung ihrer zwölf Mägde und Vertrauten durch Odysseus. Sie mussten sterben, weil sie sich mit den Freier eingelassen haben, aber nur auf Geheiß ihrer Herrin als Spioninnen! Zwar geht es um die Entzauberung des großen Homerischen Helden und um diese ungerechte blutige Tat, aber doch erfährt man kaum bis nichts über diese Mägde. Ein Roman aus der Sicht einer von ihnen hätte mir besser gefallen! Unterbrochen wird Penelopes Erzählung von „Theatereinlagen" der zwölf Mägde und zum Schluss einem Schauprozess gegen Odysseus. Die Autorin hat versucht, durch die Sichtbarmachung von Penelope und der Mägde, dieser Kollateralschäden von Odysseus‘ Rache an den Freiern, einen feministischen Blickwinkel auf die Odyssee einzunehmen. Doch Penelope kommt dabei nicht gut weg. Sie nutzt ihre Mägde aus und „opfert“ deren körperliche Unversehrtheit, um etwas über etwaige Pläne der Freier zu erfahren. Früher oder später werde jede vergewaltigt, das habe das Palastleben so an sich, sagt sie.
6 Stunden vor
Unpassend moderne Sprache, unsympathische Protagonistin 🤔
Penelope, Odysseus‘ treu wartende Ehefrau, erzählt von der Unterwelt aus in unpassend moderner Sprache, was während des Trojanischen Krieges und der Irrfahrten ihres Mannes passiert ist. Ihre eingebildete Cousine Helena, die Frau, deren Ent- oder Verführung den Trojanische Krieg anzettelte, spielt eine antagonistische Rolle. Penelope betrauert die Ermordung ihrer zwölf Mägde und Vertrauten durch Odysseus. Sie mussten sterben, weil sie sich mit den Freier eingelassen haben, aber nur auf Geheiß ihrer Herrin als Spioninnen! Zwar geht es um die Entzauberung des großen Homerischen Helden und um diese ungerechte blutige Tat, aber doch erfährt man kaum bis nichts über diese Mägde. Ein Roman aus der Sicht einer von ihnen hätte mir besser gefallen! Unterbrochen wird Penelopes Erzählung von „Theatereinlagen" der zwölf Mägde und zum Schluss einem Schauprozess gegen Odysseus. Die Autorin hat versucht, durch die Sichtbarmachung von Penelope und der Mägde, dieser Kollateralschäden von Odysseus‘ Rache an den Freiern, einen feministischen Blickwinkel auf die Odyssee einzunehmen. Doch Penelope kommt dabei nicht gut weg. Sie nutzt ihre Mägde aus und „opfert“ deren körperliche Unversehrtheit, um etwas über etwaige Pläne der Freier zu erfahren. Früher oder später werde jede vergewaltigt, das habe das Palastleben so an sich, sagt sie.
6 Stunden vor







