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Romane

Muttermilch

3,7(141)
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Sprache
Deutsch
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Über das Buch

„Eine opulente, herzzerreißende Geschichte der Selbstfindung durch schonungsloses Streben nach Begehren. Umwerfend.“ Carmen Maria Machado


Rachel hat Nährwertangaben auf Lebensmitteln zu ihrer Religion erhoben. Doch sie hadert mit sich, vor allem aber hadert sie mit ihrer Mutter, die sich schon immer eine dünne Tochter gewünscht hat. Rachels Therapeutin empfiehlt eine kommunikative Diät: 90 Tage kein Kontakt zur Mutter. Sie willigt ein und begegnet in ihrem Lieblings-Frozen-Yogurt-Laden Miriam, einer jungen orthodoxen Jüdin, die die besten Eisbecher der Stadt kreieren kann. Rachel ist hingerissen von dieser Frau – ihrem Hunger, ihrem zaftig Körper, ihrem Glauben und ihrer Familie und lässt sich ein auf ein Leben voller Gelüste und Lust und Liebe und Spiritualität.

ISBN9783546100069
VerlagClaassen
Erscheinungsdatum31.05.21
Seitenzahl336

Rezensionen & Bewertungen

141 Bewertungen

28 Rezensionen

3,7

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  • jxlika
    jxlika

    47 Follower

    4,0

    ⭐️ Plot: 4 Lesbarkeit: 5 Länge: 5 Ende: 4 🧭 Das Buch handelt von Rachel, die unter einer Essstörung und Mommy Issues leidet. Ihre Therapeutin schlägt ihr eine Kontaktpause zu ihrer Mutter vor, um sich mehr auf sich konzentrieren zu können. Doch die Ausmaße ihrer Obsession werden durch die Kontaktpause nicht reduziert. 💭 Zu Beginn war ich mir unsicher, ob das ein Buch für mich ist. Diese Obsession mit Essen empfinde ich als nicht lesenswertes Thema (hab deswegen „die Vegetarierin“ abgebrochen). Ich fand’s ziemlich unangenehm, habe dem Ganzen aber eine Chance gegeben und mich immer mehr mit dem Thema angefreundet. Es lässt sich so viel in die Essgewohnheiten von Rachel interpretieren und teilweise fand ich ihr Essverhalten so absurd, dass sich das Buch dadurch spannender angefühlt hat. Ich kann’s nicht beschreiben, aber nach 50 Seiten war ich hooked. Dieses Buch liest sich so schnell weg wie kaum ein anderes. Es lässt sich wegsnacken (kleiner Wortwitz hehe). Je länger die Geschichte verläuft, desto mehr Themen werden behandelt und desto weiter rückt auch das Essen in den Hintergrund. Es geht um eine lesbische Beziehung, den jüdischen Glauben und den Israel-Palästina-Konflikt. Muttermilch ist kein Highlight, aber ein wirklich sehr guter Snack für die Bahn. 💬 „Ich fürchtete, Licht und Wärme seien ein Trick, nur da, um mich zu hänseln, falsche Angebote, die einen verlockten, sich zu entspannen, und dann, kaum hatte man sich verletzlich gemacht, wurden sie einem wieder weggenommen.“ (S.181) 📖 Muttermilch könnte potenziell jegliche Form von Essstörung triggern. Das sollte man vorher wissen. Ich empfehle es allen, die mal einen Roman lesen möchten, der nicht die Standard-Themen behandelt und sich der gesellschaftlichen Norm widersetzt. Besser erst ab 18 lesen, weil es viele explizite Sexszenen gibt. 🔞

    2. Juni 2026

  • lislunelies
    lislunelies

    49 Follower

    3,5

    In „Milk fed“ von Melissa Broder begleiten wir Rachel, welche eine toxische Beziehung zu ihrer Mutter pflegt und deren Alltag durch ihre Essstörung bestimmt ist. Die Darstellung beider Themen fand ich sehr gelungen. Dazu kommt eine gleichgeschlechtliche Liebesbeziehung, die einen Großteil des Buches einnimmt. Das sexuelle Verlangen der Protagonistin beschreibt die Autorin sehr detailliert. Dabei schreibt Broder wie gewohnt explizite Szenen, die nicht jedem zusagen werden. Für mich sind ihre Bücher zwar schräg, aber immer noch so auf dem Level, dass ich sie gerne lese. Kein Highlight, aber durchaus lesenswert, wenn man Lust auf eine solche Story hat.

    3. März 2024

  • lia_laisum
    lia_laisum

    16 Follower

    2,5

    Absurd und verstörend

    Ich habe lange überlegt ob ich überhaupt eine Rezension zu dem Buch schreiben soll da ich auch nach dem lesen noch ohne konkrete Meinung bin. Eigentlich ist das Buch ein Fluss, welches zwar alle 3 Seiten von einem Kapitel unterbrochen wird, diese hatten aber für mich keine tiefere Bedeutung und haben lediglich einen Aufbruch der Seiten gedient. Beschrieben werden 3 Beziehungen, die Beziehung der Protagonisten zu sich selbst und ihrem Körper, die Beziehung zu ihrer Mutter und die sexuelle romantische Beziehung zu einer anderen Frau. Dabei bekommt man tiefe Einblicke in die Gedanken der Protagonistin. Aus einer neutralen Sicht zu weilen wahrscheinlich einfach nur absurde Gedanken die man selten so klar im Büchern ließt aus einer persönlich emotionalen Sicht hätte dem Buch allerdings eine Inhaltswarnung ganz gut getan da auf einem Großteil der Seiten sehr intensiv Gedankengänge vor dem Hintergrund von Essstörungen beschrieben werden. Positiv befunden habe ich an dem Buch die Einblicke in die jüdische Religion und Traditionen, wobei sich auch nicht davor gescheut wurde die Israel-Palästina-Thematik anzusprechen.

    5. Dez. 2024

3 von 28 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Melissa Broder

Melissa Broder ist die Urheberin des erfolgreichen Twitter-Accounts 'So Sad Today' mit einer Million Followern und die Verfasserin des gleichnamigen Essaybandes. Bisher veröffentlichte sie vier Gedichtbände, ihr Debütroman 'Fische' erschien 2018 bei Ullstein.

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