Blick ins Buch

Fantasy

Monster auf der Couch

3,3(176)
Hardcover18,69 €
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Über das Buch

Der bipolare Doktor Jekyll, die polyamoröse Vampirin Carmilla, der Narzisst Dorian Gray und Familie Frankenstein bekommen, was sie brauchen: eine Therapie!

Eine Psychologin verschwindet spurlos – in ihrem verlassenen Büro findet die Polizei Akten über ihre Patienten: Dr. Jekyll, Dorian Gray, Carmilla und Viktor Frankenstein. Ist es möglich, dass die zum Leben erwachten Figuren der Schauerliteratur tatsächlich in Therapie sind? Welche Geheimnisse hat die Psychologin über sie herausgefunden? Warum befinden sich Blutspritzer auf den Dokumenten? Und wollte die Verschwundene tatsächlich ein Buch mit dem Titel »Monster auf der Couch« schreiben? Nur wer die Akten der Psychologin durchstöbert, kann dem Mysterium ihres Verschwindens auf den Grund gehen und wird belohnt mit schauderhaftem Wissen: nämlich was uns Menschen zu Monstern macht – und Monster zu Menschen ... Ein geniales wie schönes Buch, voller raffinierter Gestaltungsdetails wie Aktennotizen, Skizzen, Fotografien und vielem mehr.

Ausstattung: zahlreiche s/w-Abbildungen
ISBN9783764532680
VerlagPenhaligon
Erscheinungsdatum14.03.22
Seitenzahl464

Merkmale

1 Bewertungen

LangsamMittelAnschaulichInformativSympathischSpannend

Rezensionen & Bewertungen

176 Bewertungen

52 Rezensionen

3,3

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  • carmen86
    carmen86

    106 Follower

    2,5

    Drei Sitzungen für jedes Monster

    Die Idee ist top und auch das Buch ist richtig gut aufgemacht. Das gesamte Layout stimmt! Der Inhalt fehlt hingegen. Hier kann ich mich dem überwiegenden Konsens in den Bewertungen anschließen. Jedes Monster wird in drei Sitzungen inkl. Vor- und Nachbereitung analysiert. Dann endet es recht abrupt. Die Analysen sind (ich bin da jetzt nicht der Profi) recht fundiert, hier wird spannendes Wissen vermittelt. Als Zeitvertreib nett zu lesen und gut gemacht, jedoch war meine Erwartung leider viel viel höher aufgrund des Klappentextes. 👹

    22. Apr. 2026

  • east
    east

    827 Follower

    2,5

    Frankensteins Monster in Gruppentherapie

    Eine Psychologin bietet eine ungewöhnliche Therapie: in ihre Sitzungen kommen nur Buchcharaktere. Und so erfahren wir von Dr. Jekyll’s Persönlichkeitsstörung, Dorian Grays Narzissmus und auch von den Leiden einer polyamorösen Vampirin. Was den Fall so spannend macht? Von besagter Psychologin fehlt jede Spur. Das letzte, was von ihr bleibt, sind Mitschnitte ihrer Therapiesitzungen. Zunächst einmal: die Aufmachung des Buchs ist vielversprechend. Wir lesen in einem ständigen Wechsel aus Akten, Mitschnitten und Emails, auch Zeichnungen sind enthalten. Und dass man hier nicht unbedingt auf leichte Kost einlässt, ist auch klar. Aber die wirkliche Spannung kam in diesem Buch nicht auf. Ja, die Frau ist verschwunden, doch darum geht es eher am Rande. Im Fokus stehen die Charaktere aus den Klassikern und die Auseinandersetzung mit ihren Schattenseiten. Die Streifzüge durch die Vorstellungswelt dieser Protagonisten war durchaus spannend und ein interessanter Blickwinkel auf Moralvorstellungen, damals wie heute, gepaart mit ein bisschen unterschwelligem Feminismus. Zu Lesen ist das Buch allerdings trotzdem anstrengend, manchmal geradezu zäh. Gerade der letzte Abschnitt um Dorian Gray hat mich kaum gefesselt und das Ende der Geschichte kam dann auf einmal so plötzlich und fühlte sich nicht richtig an. Da baut sich so ein großer Rahmen auf und dann… bumm? Nichts? Das kam mir für die Geschichte unpassend und abgehetzt vor. Also, was macht man aus diesem Buch? Es ist zäh, manchmal nervig und irgendwie unbefriedigend. Aber es hat auch interessante Aspekte und einige kreative Ideen (ich sag nur- Psychoanalyse einer Buchfigur). Es ist und bleibt eine Reise in menschliche Abgründe- denn die wahre Monstrosität liegt nicht bei einem äußerlich abstoßenden Wesen.

    3. Mai 2024

  • bookhooked
    bookhooked

    1102 Follower

    3,5

    Was macht einen Menschen zum Monster - und ein Monster zu einem Menschen?

    Eine Pschologin lädt verschiedene Monster der Literatur zu sich auf die Couch ein. Dr. Jekyll, Dorian Gray, Carmilla, Viktor Frankenstein und seine Schöpfung neben zu den Sitzungen Platz und enthüllen Gedanken, Gefühle und Erlebnisse, die erklären warum sie so sind, wie sie sind. Am Ende verschwindet die Psychologin spurlos, nur ihre Aufzeichnungen der Sitzungen bleiben zurück. War es Wahn oder Wirklichkeit? Und was ist mit ihr passiert? Ist das etwa Blut auf den Dokumenten? Das Buch lässt mich etwas zwiespältig zurück. Zum einen fand ich die psychologische Auseinandersetzung mit den bekannten Figuren der Schauerliteratur total spannend. Die Aufmachung des Buches ist toll. Angefangen bei dem Cover, dass wie ein Aktenstapel aussieht, über die Haptik, bis hin zur Seitengestaltung, auf denen Flecke, Abdrücke und Schmutz zu sehen sind. Ich mochte auch den Aufbau des Buches mit den Protokollen, Zeichnungen, Zeitungsartikeln, den Auszügen aus psychologischen Sachtexten und Definitionen von Begriffen wie Moral oder Narzissmus. SPOILER ALERT Was mich aber immer wieder irritiert hat war, dass die Psychologin kein Vorwissen über die "Monster" hatte. In dem Buch werden sie als tatsächliche Personen dargestellt, die wirklich gelebt haben. Doch egal ob sie gelebt haben oder Buchfiguren sind, ihr Ruf hätte ihnen doch vorausgeeilt. Bei Dorian googelt sie sogar sein Schicksal und findet heraus, dass es ein Buch über ihn gibt. Das hat mich immer wieder in meinem Lesefluss gestört, wenn sie erst nicht versteht, das Viktor über ein Wesen spricht, das Carmilla ein Vampir ist, usw. Die Psychologin deckt im Laufe der Therapiesitzungen immer erst später die wahre Natur der Person oder des Geschehens auf. Für mich hätte die Geschichte auch funktioniert, wenn sie dies schon gewusst hätte. Ich habe das in meinem Kopf nicht gut sortiert bekommen und dachte immer: "Ich lese eine Fiktion in einer Fiktion." SPOILER ENDE Trotz allem war das Buch spannend und interessant. Es erklärt was einen dazu treiben kann, moralische und ethische Grenzen zu beugen oder gar zu brechen und wirft mal einen anderen Blick auf die Menschlichkeit. Es bringt einen dazu Verständnis, Mitgefühl und sogar Empathie für die Monster zu entwickeln. Jeder hat helle und dunkle Anteile in seinem Wesen und es gibt soziale, kulturelle und gesellschaftliche Umstände, wie sie entstehen und sich entwickeln. Dies Beleuchten die Autoren Jenny Jägerfeld und Mars Strandberg sehr gut und treiben es zum Schluss auf die Spitze, wobei dann jeder selber entscheiden muss, ob man Verständnis dafür hat.

    27. Juni 2026

3 von 52 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Mats Strandberg

Mats Strandberg, geboren 1976, zog als 16-Jähriger aus dem kleinen Fagersta in Västmanland nach Stockholm. Heute ist er freier Journalist und schreibt unter anderem Kolumnen für QX und Aftonbladet. Im Jahr 2004 wurde er von Sveriges Tidskrifter – dem Verband schwedischer Zeitschriftenverlage – zum „Kolumnist des Jahres“ gewählt. Sein Roman „Halbes Leben“ war ein großer Überraschungserfolg und erhielt begeisterte Kritiken.

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