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Ein Beauty and the Beast Retelling, dass keine Lust auf mehr macht.
Ich habe das Buch jetzt bei der Hälfte abgebrochen. Ich liebe die Geschichte von der Schönen und das Biest und ich mag Retellings. Aber hier habe ich mich gefragt, ob die Ursprungsautorin, Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve, sich bei dieser Version die Haare raufen würde, wenn sie es denn noch könnte. Spoiler Alarm! Ich kam schon am Anfang mit der Idee nicht wirklich klar, dass Mädchen aus der realen Welt, in eine Parallelwelt entführt werden. Denn es wird nicht erklärt warum diese Welt existiert und wie und überhaupt??? Dann hat ist der Prinz seit 5 Jahren verflucht und alle 3 Monate startet der Versuch neu, ein Mädchen in den Prinzen verliebt zu machen. Es gab schon 300 Versuche. Ich bin nicht die Matheleuchte, aber rein rechnerisch funktioniert das so gar nicht🤔 300 Versuche und jedesmal der gleiche Typ Mädchen, das entführt wurde. Ändere ich da nicht die Taktik? Und bin ich dann nicht besser im Flirten und der zwischenmenschlichen Kommunikation? Prinz Rhen stellt sich nicht sehr geschickt an. Und überhaupt, wieso hat er nicht gemerkt, wie schlecht es den Menschen in seinem Land geht? Da muss erst ein fremdes Mädchen daher kommen, und ihm erklären, wie die Lage ist??? Eigentlich müsste er zu tiefst traumatisiert sein, da er schon viele Menschen, darunter seine ganze Familie und etliche entführte Frauen, als Biest getötet hat. Er dürfte, angeekelt und abgestoßen von sich selbst, gar kein Interesse an Frauen und der Liebe haben. Und dann Harper, die entführt wird und sich nur kurz am Anfang Sorgen um ihren Bruder und die kranke Mutter macht, versucht einmal zu entkommen, um ein Telefon zu finden , ach bitte, sie wusste doch schon, dass sie nicht mehr in der normalen Welt war. Dann akzeptiert sie total schnell ihre Situation, spielt Samariter bei der Dorfbevölkerung, übt kämpfen und will Rhen helfen sein Land zu retten. Sorry, aber das überzeugt mich nicht. Und zum Schluss die fiese Antagonistin, die böse Hexe. Die so voller Klischees steckt und so überzogen dargestellt wird, dass man sie eigentlich nur in den Arm nehmen und den Rücken tätscheln will, um zu fragen: "Wer hat dich denn als Kind zu heiß gebadet?" Das Buch konnte mich gar nicht abholen. Alles blieb oberflächlich und farblos. Und bevor ich mich durch weitere 280 Seiten quäle, lass ich es lieber bleiben.
11. Nov. 2024
Ein Beauty and the Beast Retelling, dass keine Lust auf mehr macht.
Ich habe das Buch jetzt bei der Hälfte abgebrochen. Ich liebe die Geschichte von der Schönen und das Biest und ich mag Retellings. Aber hier habe ich mich gefragt, ob die Ursprungsautorin, Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve, sich bei dieser Version die Haare raufen würde, wenn sie es denn noch könnte. Spoiler Alarm! Ich kam schon am Anfang mit der Idee nicht wirklich klar, dass Mädchen aus der realen Welt, in eine Parallelwelt entführt werden. Denn es wird nicht erklärt warum diese Welt existiert und wie und überhaupt??? Dann hat ist der Prinz seit 5 Jahren verflucht und alle 3 Monate startet der Versuch neu, ein Mädchen in den Prinzen verliebt zu machen. Es gab schon 300 Versuche. Ich bin nicht die Matheleuchte, aber rein rechnerisch funktioniert das so gar nicht🤔 300 Versuche und jedesmal der gleiche Typ Mädchen, das entführt wurde. Ändere ich da nicht die Taktik? Und bin ich dann nicht besser im Flirten und der zwischenmenschlichen Kommunikation? Prinz Rhen stellt sich nicht sehr geschickt an. Und überhaupt, wieso hat er nicht gemerkt, wie schlecht es den Menschen in seinem Land geht? Da muss erst ein fremdes Mädchen daher kommen, und ihm erklären, wie die Lage ist??? Eigentlich müsste er zu tiefst traumatisiert sein, da er schon viele Menschen, darunter seine ganze Familie und etliche entführte Frauen, als Biest getötet hat. Er dürfte, angeekelt und abgestoßen von sich selbst, gar kein Interesse an Frauen und der Liebe haben. Und dann Harper, die entführt wird und sich nur kurz am Anfang Sorgen um ihren Bruder und die kranke Mutter macht, versucht einmal zu entkommen, um ein Telefon zu finden , ach bitte, sie wusste doch schon, dass sie nicht mehr in der normalen Welt war. Dann akzeptiert sie total schnell ihre Situation, spielt Samariter bei der Dorfbevölkerung, übt kämpfen und will Rhen helfen sein Land zu retten. Sorry, aber das überzeugt mich nicht. Und zum Schluss die fiese Antagonistin, die böse Hexe. Die so voller Klischees steckt und so überzogen dargestellt wird, dass man sie eigentlich nur in den Arm nehmen und den Rücken tätscheln will, um zu fragen: "Wer hat dich denn als Kind zu heiß gebadet?" Das Buch konnte mich gar nicht abholen. Alles blieb oberflächlich und farblos. Und bevor ich mich durch weitere 280 Seiten quäle, lass ich es lieber bleiben.
11. Nov. 2024






