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Romane

Lässliche Todsünden

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Über das Buch

Lässliche Todsünden - Eva Menasse ergründet die menschlichen Abgründe hinter den Fassaden unserer postmodernen Gesellschaft In einer Welt, in der Gott längst abgeschafft scheint, spürt Eva Menasse den sieben Todsünden nach und findet sie in den Taten ihrer ganz und gar weltlichen Protagonisten. Mit der ihr eigenen Mischung aus Poesie und Komik erzählt sie Geschichten von Trägheit und Gefräßigkeit, Wollust und Hochmut, Zorn, Neid und Habgier - Geschichten, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Leidenschaftlich und liebevoll geht die Autorin mit ihren Figuren ins Gericht: Ein Familienvater, zu träge, um gegen Töchter und Exfrau ein eigenes kleines Glück durchzusetzen. Ein junges Liebespaar, das die Kompliziertheiten der Sexualität vermeidet, indem es den einen zum Pfleger, die andere zur Kranken macht. Ein Mann, der sein ganzes Leben verpasst, weil er sich keine Schwäche leisten will. Und ein geschiedenes Paar, das einander bis ans Grab des gemeinsamen Kindes bekämpft. Wie schon in ihrem Debütroman Vienna erschafft Eva Menasse mit unverwechselbarem Witz und erzählerischer Rasanz ein großes Ganzes. Hinter den Fassaden, da, wo die Sünden sind, steckt schließlich der menschliche Kern. Lässliche Todsünden - ein Buch über die großen Themen der Literatur: Liebe und Hass, Schuld und Vergebung.

Editionen (2)

ISBN9783462306613
VerlagE-Books im Verlag Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum08.11.12
Seitenzahl256

Rezensionen & Bewertungen

8 Bewertungen

1 Rezensionen

3,4

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  • cheap.and.cheerful
    cheap.and.cheerful

    148 Follower

    3,0

    Ganz nett

    In diesem Roman gibt es sieben Kapitel, die im Prinzip losgelöst als sieben Kurzgeschichten bestehen, doch über die Geschichten hinweg kehren Orte und Personen immer wieder. Jede Geschichte ist nach einer Todsünde wie Habgier oder Trägheit benannt, was oft zum Verhalten der jeweiligen Protagonist*innen passt - wobei ich gestehen muss, dass ich ohne die Titel nicht immer den Bezug gesehen hätte. Keine*r der Protagonist*innen ist wirklich sympathisch - manche nerven, manche sind übergriffig, andere arrogant. Doch ihre Macken und Unsicherheiten machen diese nur allzu menschlich. Menasses Schreibstil hat mir gut gefallen und mich gut und kurzweilig durch die Geschichten getragen. Ein Highlight war das Buch allerdings nicht für mich. CN: häusliche G3walt, Kindesmis$brauch, Alkoh0labhängigkeit, Su1zid, T0d, unerfüllter Kinderwunsch, Ras$ismus, s3xueller Übergriff, Antisem1tismus

    4. Feb. 2025

Autorin / Autor

Über Eva Menasse

Eva Menasse, geboren in Wien, lebt seit über 25 Jahren in Berlin. Ihrem Debüt »Vienna« (2005) folgten Romane und Erzählungen (»Lässliche Todsünden«, »Quasikristalle«, »Tiere für Fortgeschrittene«), die vielfach ausgezeichnet und übersetzt wurden. Preise (Auswahl): Heinrich-Böll-Preis, Friedrich-Hölderlin-Preis, Österreichischer Buchpreis, Bruno-Kreisky-Preis, Jakob-Wassermann-Preis, Ludwig-Börne-Preis und das Villa-Massimo-Stipendium in Rom. Ihr letzter Roman »Dunkelblum« war ein Bestseller und wurde in zehn Sprachen übersetzt. Zuletzt erschien der Essay »Alles und nichts sagen. Vom Zustand der Debatte in der Digitalmoderne« (2023). 2025 wurde sie mit dem Ehrenpreis des Österreichischen Buchhandels für Toleranz in Denken und Handeln ausgezeichnet.

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