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Circe ist mein drittes Buch von Madeline Miller. Es ist vielleicht nicht ganz so überwältigend wie ,,Das Lied des Achilles“ , aber auch nicht so zurückhaltend wie ,,Atalanta“ – für mich liegt Circe genau dazwischen. Und genau das macht es für meinen Geschmack so besonders.
Ich hatte das Gefühl, dass Circe erst dann seine volle Wirkung entfaltet, wenn man Achilles und Atalanta bereits kennt. Viele bekannte Figuren tauchen erneut auf, begleitet von einer Fülle an Anekdoten und kleinen Verweisen auf die vorherigen Bücher. Dieses Wiedersehen hat mir unglaublich gut gefallen, weil es Millers Welt noch dichter und lebendiger macht. Ihr Schreibstil ist – wie gewohnt – einladend, detailreich und so bildhaft, dass sich das Lesen nie langatmig anfühlt. Vielmehr ist Circe wie eine wunderschön beschriebene Reise, bei der jedes Detail und jeder kleine „Aha-Moment“ immer mehr an Bedeutung gewinnt. Am Ende konnte ich das Buch mit einem erleichterten Seufzen schließen – zufrieden, bewegt und nachdenklich. Interessant fand ich auch, wie jedes Buch der Autorin bei mir andere Gedanken ausgelöst hat: Bei Atalanta war es die Brutalität und Willkür der Götter, bei Achilles die Erkenntnis, dass kein Held je wirklich glücklich sein kann, und bei Circe wurde mir bis zum Schluss eindringlich gezeigt, dass Unsterblichkeit und Menschlichkeit zusammen ein wahrer Fluch sein können. In Circe geht es – wenig überraschend – um Circe selbst. Sie ist die Tochter des Titanen Helios, des Sonnengottes und mächtigsten aller Titanen, aber sie entspricht weder der Stärke ihres Vaters noch der Schönheit ihrer Mutter. In den Augen der anderen wirkt sie fremd, fehl am Platz, fast schon störend. Doch mit der Zeit entdeckt sie ihre eigene Kraft: die Hexerei. Diese Macht verändert alles – und führt letztlich zu ihrer Verbannung auf die Insel Aiaia, wo sie ihre Zeit in Einsamkeit verbringen soll. Doch Aiaia bleibt nicht leer. Götter, Helden und Menschen betreten ihre Insel, jeder mit eigenen Absichten, Sehnsüchten und Grausamkeiten. Und genau hier stellt sich die zentrale Frage: Mit wem wird Circe am Ende stehen – mit den Göttern oder mit den Menschen?
1. Feb. 2026
Circe ist mein drittes Buch von Madeline Miller. Es ist vielleicht nicht ganz so überwältigend wie ,,Das Lied des Achilles“ , aber auch nicht so zurückhaltend wie ,,Atalanta“ – für mich liegt Circe genau dazwischen. Und genau das macht es für meinen Geschmack so besonders.
Ich hatte das Gefühl, dass Circe erst dann seine volle Wirkung entfaltet, wenn man Achilles und Atalanta bereits kennt. Viele bekannte Figuren tauchen erneut auf, begleitet von einer Fülle an Anekdoten und kleinen Verweisen auf die vorherigen Bücher. Dieses Wiedersehen hat mir unglaublich gut gefallen, weil es Millers Welt noch dichter und lebendiger macht. Ihr Schreibstil ist – wie gewohnt – einladend, detailreich und so bildhaft, dass sich das Lesen nie langatmig anfühlt. Vielmehr ist Circe wie eine wunderschön beschriebene Reise, bei der jedes Detail und jeder kleine „Aha-Moment“ immer mehr an Bedeutung gewinnt. Am Ende konnte ich das Buch mit einem erleichterten Seufzen schließen – zufrieden, bewegt und nachdenklich. Interessant fand ich auch, wie jedes Buch der Autorin bei mir andere Gedanken ausgelöst hat: Bei Atalanta war es die Brutalität und Willkür der Götter, bei Achilles die Erkenntnis, dass kein Held je wirklich glücklich sein kann, und bei Circe wurde mir bis zum Schluss eindringlich gezeigt, dass Unsterblichkeit und Menschlichkeit zusammen ein wahrer Fluch sein können. In Circe geht es – wenig überraschend – um Circe selbst. Sie ist die Tochter des Titanen Helios, des Sonnengottes und mächtigsten aller Titanen, aber sie entspricht weder der Stärke ihres Vaters noch der Schönheit ihrer Mutter. In den Augen der anderen wirkt sie fremd, fehl am Platz, fast schon störend. Doch mit der Zeit entdeckt sie ihre eigene Kraft: die Hexerei. Diese Macht verändert alles – und führt letztlich zu ihrer Verbannung auf die Insel Aiaia, wo sie ihre Zeit in Einsamkeit verbringen soll. Doch Aiaia bleibt nicht leer. Götter, Helden und Menschen betreten ihre Insel, jeder mit eigenen Absichten, Sehnsüchten und Grausamkeiten. Und genau hier stellt sich die zentrale Frage: Mit wem wird Circe am Ende stehen – mit den Göttern oder mit den Menschen?
1. Feb. 2026






