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Lang lebe Kafka
Statt mit 40 Jahren an Tuberkulose zu sterben, wacht Franz Kafka kerngesund und verwirrt auf und trifft Gregor Samsa als überaus eloquentes Ungeziefer und löst 1924 in Wien einen Kriminalfall. Das Buch wollte ich alleine für dieses Set-up lesen. Jeder Dialog zwischen Kafka und Samsa ist absolut herrlich und ein kurzer Roman, ein Kammerspiel nur mit den beiden im Dialog wäre großartig gewesen. Allerdings haben wir natürlich noch ein mysteriösen Fall zu klären, denn Kafka wird von einem ebenso mysteriösen Privatermittler engagiert eine Reihe von angeblichen Selbstmorden aufzuklären. Der Krimiaspekt war zwar ganz spannend, hat sich aber teilweise echt gezogen und der Krimi-Plot kam immer zwischen den tollen Dialogen zwischen Kafka und Samsa. Aber das Ende reißt es irgendwie wieder raus, denn die Auflösung des Krimis war ganz spannend und hatte quasi einen kleinen magischen Twist. Ich mochte Kafka als Figur sehr, der erstmal darauf klar kommen musste, das er a) nicht an Tuberkulose gestorben ist, b) wieder komplett fit ist, c) sich mit Gregor Samsa rumärgern muss und glaubt zu fantasieren und d) mehr unfreiwillig einen Kriminalfall lösen muss. Das war irgendwie unterhaltsam und lustig skurril zu gleich. Aber irgendwie hätte ich mir einen größeren Crash Out gewünscht. Und mehr zwischen Samsa und Kafka. Und ein paar Änderungen an Kafka fand ich schade, zum Beispiel war er Vegetarier im wahren Leben und das wird im Buch so lapidar geändert. War unterhaltsam. Und skurril.
17. Jan. 2026
Lang lebe Kafka
Statt mit 40 Jahren an Tuberkulose zu sterben, wacht Franz Kafka kerngesund und verwirrt auf und trifft Gregor Samsa als überaus eloquentes Ungeziefer und löst 1924 in Wien einen Kriminalfall. Das Buch wollte ich alleine für dieses Set-up lesen. Jeder Dialog zwischen Kafka und Samsa ist absolut herrlich und ein kurzer Roman, ein Kammerspiel nur mit den beiden im Dialog wäre großartig gewesen. Allerdings haben wir natürlich noch ein mysteriösen Fall zu klären, denn Kafka wird von einem ebenso mysteriösen Privatermittler engagiert eine Reihe von angeblichen Selbstmorden aufzuklären. Der Krimiaspekt war zwar ganz spannend, hat sich aber teilweise echt gezogen und der Krimi-Plot kam immer zwischen den tollen Dialogen zwischen Kafka und Samsa. Aber das Ende reißt es irgendwie wieder raus, denn die Auflösung des Krimis war ganz spannend und hatte quasi einen kleinen magischen Twist. Ich mochte Kafka als Figur sehr, der erstmal darauf klar kommen musste, das er a) nicht an Tuberkulose gestorben ist, b) wieder komplett fit ist, c) sich mit Gregor Samsa rumärgern muss und glaubt zu fantasieren und d) mehr unfreiwillig einen Kriminalfall lösen muss. Das war irgendwie unterhaltsam und lustig skurril zu gleich. Aber irgendwie hätte ich mir einen größeren Crash Out gewünscht. Und mehr zwischen Samsa und Kafka. Und ein paar Änderungen an Kafka fand ich schade, zum Beispiel war er Vegetarier im wahren Leben und das wird im Buch so lapidar geändert. War unterhaltsam. Und skurril.
17. Jan. 2026







