
1 Follower
„Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs.“ Unmöglich meine Empfindungen zu beschreiben oder Worte zu fassen zu dem Gelesenen. Nur kurz Folgendes: Jean Amérys Gedanken zu sehen, sie zu verstehen und der klägliche Versuch sie nachzuempfinden, waren Aufgabe meiner Lektüre. Schwer ist mir ersteres nicht gefallen - eher bin ich versunken und kann die inkommensurable Wucht und Stärke dieser Aufsätze nur aufnehmen und niemals aufhören mir den Kopf über sie zu zerbrechen. Ich bin erschrocken von der Aktualität dieses Textes, dieses Zeugnisses und es zerreißt mich, dass Jean Amérys desolate Befürchtungen und Zukunftsbeschreibungen, die in Absätzen teils erschreckend düster und hoffnungslos auffallen, heute wieder aus ihren Verstecken kriechen und man gezwungen ist zu verstehen, dass diese Befürchtungen immer schon ihre Berechtigung hatten und heute mehr denn je haben. Sich davor zu verschließen ist gefährlich und kann dem obwohl teils aufgedeckten Antisemitismus weiterhin als Deckmantel dienen und ihn abschirmen oder gar verbergen. (Oder möglicherweise gab es nie ein Versteck, musst es nie ein Versteck geben für den Antisemitismus, da dieser nie einen offiziellen Gegner, keinen Gegenspieler hatte und immer noch nicht hat. Vor wem also verstecken?) Auch das wiederaufkeimende Synonym des Antizionismus ist höchstens Euphemismus des in Europa altgekannten Judenhasses und beschreitet den gleichen tödlichen Weg der Diskriminierung. Ein Appell also: Jean Améry lesen, vorlesen (lassen), wiedergeben, weitergeben!
11. Juli 2025
„Die Grenzen meines Körpers sind die Grenzen meines Ichs.“ Unmöglich meine Empfindungen zu beschreiben oder Worte zu fassen zu dem Gelesenen. Nur kurz Folgendes: Jean Amérys Gedanken zu sehen, sie zu verstehen und der klägliche Versuch sie nachzuempfinden, waren Aufgabe meiner Lektüre. Schwer ist mir ersteres nicht gefallen - eher bin ich versunken und kann die inkommensurable Wucht und Stärke dieser Aufsätze nur aufnehmen und niemals aufhören mir den Kopf über sie zu zerbrechen. Ich bin erschrocken von der Aktualität dieses Textes, dieses Zeugnisses und es zerreißt mich, dass Jean Amérys desolate Befürchtungen und Zukunftsbeschreibungen, die in Absätzen teils erschreckend düster und hoffnungslos auffallen, heute wieder aus ihren Verstecken kriechen und man gezwungen ist zu verstehen, dass diese Befürchtungen immer schon ihre Berechtigung hatten und heute mehr denn je haben. Sich davor zu verschließen ist gefährlich und kann dem obwohl teils aufgedeckten Antisemitismus weiterhin als Deckmantel dienen und ihn abschirmen oder gar verbergen. (Oder möglicherweise gab es nie ein Versteck, musst es nie ein Versteck geben für den Antisemitismus, da dieser nie einen offiziellen Gegner, keinen Gegenspieler hatte und immer noch nicht hat. Vor wem also verstecken?) Auch das wiederaufkeimende Synonym des Antizionismus ist höchstens Euphemismus des in Europa altgekannten Judenhasses und beschreitet den gleichen tödlichen Weg der Diskriminierung. Ein Appell also: Jean Améry lesen, vorlesen (lassen), wiedergeben, weitergeben!
11. Juli 2025




