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Jugendbücher

Grimm

3,3(42)
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Über das Buch

Vergiss nie die Macht der Worte… Es waren einmal zwei Schwestern, die lauschten allabendlich den Worten ihres Vaters: 'Mädchen, weicht vom Wege nicht!' Doch die Jahre vergingen, die eine Schwester starb und die andere vergaß Rotkäppchen. Bis sich das Märchen an einem stürmischen Herbsttag mit aller Macht bei der siebzehnjährigen Vesper Gold zurückmeldet. Plötzlich geschehen seltsame Dinge in Hamburg: Ein Wolf streift durch die Stadt, Kinder fallen in einen rätselhaften Tiefschlaf. Und Vesper allein hält den Schlüssel zu einem düsteren Geheimnis in Händen, das bis zu den Brüdern Grimm zurückreicht. Der Tag fängt nicht gut an für die siebzehnjährige Vesper Gold. In der Schule gibt es wieder Ärger, und ihre Mutter, eine weltberühmte Pianistin, hat einmal mehr keine Zeit für ihre temperamentvolle Tochter. Auch der schwere Sturm, der über Hamburg tobt, trübt Verspers Stimmung. Doch all das ist mit einem Mal unwichtig: Aus der Zeitung erfährt sie, dass ihr geliebter Vater im fernen Berlin unter rätselhaften Umständen gestorben ist. Wenig später stirbt auch Vespers Mutter, und plötzlich ist Vesper ganz allein auf der Welt. Einzig die Erinnerung an eine glückliche Kindheit, als ihr Vater ihr und ihrer großen Schwester Geschichten erzählte, ist ihr geblieben – und ein uralter goldener Schlüssel. Auf einmal geschehen immer unheimlichere Dinge in der Stadt: Märchenwesen werden lebendig, Wölfe tauchen auf und Kinder fallen in tiefe Träume. Auf der Suche nach Antworten trifft Vesper den geheimnisvollen Leander. Gemeinsam wollen sie das düstere Rätsel lösen. Doch die Zeit läuft, denn nur wenn sie herausfinden, was damals zu Zeiten der Brüder Grimm geschah, kann die Gegenwart gerettet werden.

Editionen (2)

ISBN9783453266612
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum15.11.10
Seitenzahl560

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

5 Rezensionen

3,3

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  • bandri
    bandri

    276 Follower

    3,5

    Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?

    So kommt mir dieses Buch ein wenig vor, die Grundidee ist super und total spannend, die Umsetzung hätte man sich etwas anders gewünscht. Märchen, ein undurchsichtiger Geheimbund und mittendrin eine Teenagerin, die nicht weiss, was mit ihr geschieht. Am Anfang passiert relativ wenig, es ist auch sehr verwirrend und durch die sehr langen Kapitel auch zäh. Die letzten ca 150 Seiten waren mega. Da hat die Geschichte nochmal ganz anders an Fahrt aufgenommen. Die Charakter an sich fand sehr spannend gezeigt, wenn auch mehr Tiefe nicht geschadet hätte, dadurch wird man nicht richtig mit Ihnen warm. Insgesamt ein guter Fantasyroman für Märchenliebhaber mit ein paar Schwächen

    Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?

    5. Dez. 2024

  • 4,0

    Ein spannender Fantasyroman mit märchenhaften Symbolen und einer düsteren Atmosphäre. Ich habe zu Beginn etwas gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden und mit der Protagonistin warm zu werden, Vesper Gold mit ihrer vorlauten und rebellischen Art und der speziellen Beziehung zu ihren beiden Eltern. Es ging um die Leere als großer Teil ihres Lebens und dieses als Scheidungskind, die Berühmtheit ihrer Eltern und Vespers Leben in einer eigenen Wohnung. Da waren das kleine Theater am Fleet als ihr zweites Zuhause und die kleine Gemeinschaft, gerade die alleinerziehende Mutter Ida und deren Tochter Greta. Und dann waren da kuriose Vorkommnisse, Kinder die plötzlich zeitgleich einschliefen und Eltern die denselben Traum träumten sowie Wölfe die gesichtet wurden. Vespers Unruhe und ihr Gefühl verfolgt zu werden sowie ihr Schock über einen schweren Verlust und die Verbindung mit den Vorkommnissen haben mich so gefesselt, dass ich ab da einfach weiterlesen und ihre Geschichte verfolgen musste. Da waren ihr Treffen in der Kunstausstellung auf einen jungen Mann mit einem Apfel und ein weiterer Schock, ihr Herz das zerrissen war und zugleich Freiheit empfand, ein Umschlag vom Notar, Schlüssel und Ring sowie ein aufsuchen von Friedrich Coppelius. Es ging um Waisenkinder die durch die Welt irrten und das Gefühl in einem düsteren Märchen gefangen zu sein oder in einem Alptraum, ein Wiedersehen mit dem jungen Mann, Leander Nachtsheim, der Teil des Rätsels war genauso wie sie Teil des Geheimnisses sowie eine gemeinsame Flucht und das alte Leben das man hinter sich zurückließ, das Gefühl der Verlorenheit und Angst. Die neuen Informationen und Begegnungen haben mich gleichermaßen fasziniert und geschockt, die Menschenwölfe und Alraunen, magische Pflanzen die menschliche Gestalt annehmen konnten, Jonathan Andersen und sein Affe Edgar, die Mythen, magische Wesen und die Geheimgesellschaft Bohemia sowie das Refugium in der Speicherstadt und was dort verborgen war. Am Ende ging es darum, dass die Wahrheit nicht märchenhaft sondern grausam war und die Welt zu einem Irrenhaus geworden war, dass in Verspers Kopf und Herzen ein Durcheinander an Gedanken und Gefühlen war und sie aber nicht alleine war, um ihre Gefühle für Leander und das teilen ihrer Geschichten miteinander. Denn wie auch Jonathan sagte: ,,Du siehst, wir alle haben eine Geschichte zu erzählen.“ Und diese Geschichten waren voller Leid, ebenso die der Märchenfiguren.

    1. Dez. 2025

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen

    Grimm ist ein düsterer Roman, der bekannte Märchen konsequent entzaubert und sie in eine finstere Ursprungsgeschichte zurückführt. Die Brüder Grimm erscheinen hier nicht als harmlose Sammler, sondern als Menschen, die gezwungen sind, Grauen, Gewalt und Schuld in Geschichten zu bannen. Besonders die Atmosphäre überzeugt: bedrohlich, kalt und von Anfang an von einem unterschwelligen Unheil durchzogen. Ich war schnell in der Geschichte gefangen, weil Marzi eine Welt erschafft, in der Märchen nicht trösten, sondern warnen. Die Idee, dass Geschichten als Schutzmechanismus gegen das Böse dienen, ist stark und wird über weite Strecken eindrucksvoll umgesetzt. Vor allem Jacob Grimm wirkt als Figur glaubwürdig, zerrissen zwischen Pflicht, Angst und moralischer Verantwortung. Allerdings verliert der Roman stellenweise an Tempo. Manche Passagen wirken unnötig ausgedehnt, und nicht jede Nebenfigur hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch die permanente Düsternis kann ermüden, weil es kaum Momente der Ruhe oder des Kontrasts gibt. Trotz dieser Schwächen bleibt Grimm ein eigenständiger, atmosphärisch dichter Roman, der lange nachwirkt und Märchen in einem völlig neuen Licht zeigt. Fazit: Dunkel, originell und stimmungsvoll – mit kleinen Längen, aber einer starken Grundidee. Von mir 7 von 10 P.

    Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen

    16. Dez. 2025

3 von 5 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 14025%
houseofzima
houseofzima22. Mai 2026

Ich liebe einfach alles an dieser Piano Szene. Schon als Kind (mit 12) habe ich das Buch angefangen, musste es aber zum Schuljahresende meiner Lehrerin wieder zurückgeben. Schon da war ich von der Szene fasziniert.

Lesen ist schöner mit der READO App.

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