Blick ins Buch

Fantasy

Grimm

3,3(42)
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Über das Buch

Hüte dich vor der Macht der Worte!

Als der Vater der 17-jährigen Vesper Gold stirbt und ihr einen Brief mit rätselhaftem Inhalt hinterlässt, ist plötzlich nichts mehr, wie es vorher war: Ein Wolf scheint sie zu verfolgen – mitten in Hamburg. Merkwürdige Unfälle ereignen sich, kleine Kinder fallen in einen unerklärlichen Tiefschlaf. Vesper ahnt, dass es einen Zusammenhang zwischen den unheimlichen Ereignissen gibt. Gemeinsam mit dem Studenten Leander kommt sie einer dunklen und uralten Bedrohung auf die Spur, um die bereits die Brüder Grimm wussten und die sie in ihren Märchen zu bannen suchten …

Editionen (2)

ISBN9783453529601
VerlagHeyne
Erscheinungsdatum10.12.12
Seitenzahl560

Rezensionen & Bewertungen

42 Bewertungen

5 Rezensionen

3,3

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  • bandri
    bandri

    276 Follower

    3,5

    Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?

    So kommt mir dieses Buch ein wenig vor, die Grundidee ist super und total spannend, die Umsetzung hätte man sich etwas anders gewünscht. Märchen, ein undurchsichtiger Geheimbund und mittendrin eine Teenagerin, die nicht weiss, was mit ihr geschieht. Am Anfang passiert relativ wenig, es ist auch sehr verwirrend und durch die sehr langen Kapitel auch zäh. Die letzten ca 150 Seiten waren mega. Da hat die Geschichte nochmal ganz anders an Fahrt aufgenommen. Die Charakter an sich fand sehr spannend gezeigt, wenn auch mehr Tiefe nicht geschadet hätte, dadurch wird man nicht richtig mit Ihnen warm. Insgesamt ein guter Fantasyroman für Märchenliebhaber mit ein paar Schwächen

    Zu viel gewollt und zu wenig umgesetzt!?

    5. Dez. 2024

  • 4,0

    Ein spannender Fantasyroman mit märchenhaften Symbolen und einer düsteren Atmosphäre. Ich habe zu Beginn etwas gebraucht um in die Geschichte hinein zu finden und mit der Protagonistin warm zu werden, Vesper Gold mit ihrer vorlauten und rebellischen Art und der speziellen Beziehung zu ihren beiden Eltern. Es ging um die Leere als großer Teil ihres Lebens und dieses als Scheidungskind, die Berühmtheit ihrer Eltern und Vespers Leben in einer eigenen Wohnung. Da waren das kleine Theater am Fleet als ihr zweites Zuhause und die kleine Gemeinschaft, gerade die alleinerziehende Mutter Ida und deren Tochter Greta. Und dann waren da kuriose Vorkommnisse, Kinder die plötzlich zeitgleich einschliefen und Eltern die denselben Traum träumten sowie Wölfe die gesichtet wurden. Vespers Unruhe und ihr Gefühl verfolgt zu werden sowie ihr Schock über einen schweren Verlust und die Verbindung mit den Vorkommnissen haben mich so gefesselt, dass ich ab da einfach weiterlesen und ihre Geschichte verfolgen musste. Da waren ihr Treffen in der Kunstausstellung auf einen jungen Mann mit einem Apfel und ein weiterer Schock, ihr Herz das zerrissen war und zugleich Freiheit empfand, ein Umschlag vom Notar, Schlüssel und Ring sowie ein aufsuchen von Friedrich Coppelius. Es ging um Waisenkinder die durch die Welt irrten und das Gefühl in einem düsteren Märchen gefangen zu sein oder in einem Alptraum, ein Wiedersehen mit dem jungen Mann, Leander Nachtsheim, der Teil des Rätsels war genauso wie sie Teil des Geheimnisses sowie eine gemeinsame Flucht und das alte Leben das man hinter sich zurückließ, das Gefühl der Verlorenheit und Angst. Die neuen Informationen und Begegnungen haben mich gleichermaßen fasziniert und geschockt, die Menschenwölfe und Alraunen, magische Pflanzen die menschliche Gestalt annehmen konnten, Jonathan Andersen und sein Affe Edgar, die Mythen, magische Wesen und die Geheimgesellschaft Bohemia sowie das Refugium in der Speicherstadt und was dort verborgen war. Am Ende ging es darum, dass die Wahrheit nicht märchenhaft sondern grausam war und die Welt zu einem Irrenhaus geworden war, dass in Verspers Kopf und Herzen ein Durcheinander an Gedanken und Gefühlen war und sie aber nicht alleine war, um ihre Gefühle für Leander und das teilen ihrer Geschichten miteinander. Denn wie auch Jonathan sagte: ,,Du siehst, wir alle haben eine Geschichte zu erzählen.“ Und diese Geschichten waren voller Leid, ebenso die der Märchenfiguren.

    1. Dez. 2025

  • karagounis
    karagounis

    68 Follower

    3,5

    Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen

    Grimm ist ein düsterer Roman, der bekannte Märchen konsequent entzaubert und sie in eine finstere Ursprungsgeschichte zurückführt. Die Brüder Grimm erscheinen hier nicht als harmlose Sammler, sondern als Menschen, die gezwungen sind, Grauen, Gewalt und Schuld in Geschichten zu bannen. Besonders die Atmosphäre überzeugt: bedrohlich, kalt und von Anfang an von einem unterschwelligen Unheil durchzogen. Ich war schnell in der Geschichte gefangen, weil Marzi eine Welt erschafft, in der Märchen nicht trösten, sondern warnen. Die Idee, dass Geschichten als Schutzmechanismus gegen das Böse dienen, ist stark und wird über weite Strecken eindrucksvoll umgesetzt. Vor allem Jacob Grimm wirkt als Figur glaubwürdig, zerrissen zwischen Pflicht, Angst und moralischer Verantwortung. Allerdings verliert der Roman stellenweise an Tempo. Manche Passagen wirken unnötig ausgedehnt, und nicht jede Nebenfigur hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Auch die permanente Düsternis kann ermüden, weil es kaum Momente der Ruhe oder des Kontrasts gibt. Trotz dieser Schwächen bleibt Grimm ein eigenständiger, atmosphärisch dichter Roman, der lange nachwirkt und Märchen in einem völlig neuen Licht zeigt. Fazit: Dunkel, originell und stimmungsvoll – mit kleinen Längen, aber einer starken Grundidee. Von mir 7 von 10 P.

    Grimm - Märchen sind Lügen, die die Wahrheit nur erträglicher machen

    16. Dez. 2025

3 von 5 Rezensionen

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Seitenbasierte Kommentare

Seite 14025%
houseofzima
houseofzima22. Mai 2026

Ich liebe einfach alles an dieser Piano Szene. Schon als Kind (mit 12) habe ich das Buch angefangen, musste es aber zum Schuljahresende meiner Lehrerin wieder zurückgeben. Schon da war ich von der Szene fasziniert.

Autorin / Autor

Über Christoph Marzi

Christoph Marzi,1970 geboren, wuchs in Obermendig nahe der Eifel auf, studierte in Mainz und lebt heute mit seiner Familie im Saarland. Seit dem großen Erfolg seiner Saga um die Uralte Metropole, die mit »Lycidas« begann und in »Lilith«, »Lumen« und »London« fortgesetzt wird, ist Christoph Marzi einer der erfolgreichsten deutschen Phantastik-Autoren. »Lycidas«, sein Debütroman, wurde mit dem Deutschen Phantastik-Preis ausgezeichnet.

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