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Faust I und II

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Über das Buch

Heinrich Faust, ein angesehener Forscher und Lehrer zu Beginn der Neuzeit, zieht die Bilanz seines Lebens und kommt zu einem doppelt niederschmetternden Fazit: Als Wissenschaftler fehle es ihm an tiefer Einsicht und brauchbaren Ergebnissen, und als Mensch sei er unfähig, das Leben in seiner Fülle zu genießen. In dieser verzweifelten Lage verspricht er dem Teufel seine Seele, wenn es diesem gelingen sollte, Faust aus seiner Unzufriedenheit und Ruhelosigkeit zu befreien. Der schließt mit Faust einen Pakt, verwandelt ihn zurück in einen jungen Mann, nimmt ihn mit auf eine Reise durch die Welt und hilft ihm, die Liebschaft mit der jungen Margarete, genannt Gretchen, einzufädeln.

Editionen (4)

ISBN9783868206333
VerlagNikol
Erscheinungsdatum05.08.21
Seitenzahl416

Rezensionen & Bewertungen

58 Bewertungen

7 Rezensionen

3,2

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  • 4,0

    Heute möchte ich euch das Buch „Faust I und II“ von Johann Wolfgang von Goethe vorstellen. Es handelt sich hierbei um eine Tragödie in zwei Teilen. Teil 1 Der Gelehrte Heinrich Faust ringt mit der Unzufriedenheit über seine begrenzte Erkenntnis und schließt einen Pakt mit Mephistopheles, dem Teufel, um greznlose Erfahrungen und Wissen zu erlangen. Durch Mephistos Einfluss verliebt sich Faust in die unschuldige Margarete, doch ihre Liebe führt zu tragischen Verwicklungen. Margarete wird schwanger, verliert ihren Verstand und landet im Gefängnis, nachdem sie ihr Kind tötet. Am Ende wird sie zwar von Gott erlöst, doch Faust bleibt Mephistos Macht ausgeliefert. Der Schreibstil des Autors ist vielschichtig, anspruchsvoll und stark durch seine Sprachkunst geprägt. Das Werk kombiniert Lyrik, Drama und philosophische Reflexionen und variiert zwischen hochpoetischer, bildhafter Sprache und alltagssprachlichen Dialogen. Die Ironie dominiert vor allem in Mephistos Dialogen, etwa, wenn er sich als Diener des Guten ausgibt. Goethe verbindet gekonnt Tragik, Komik, Philosophie und Lyrik, wodurch das Werk eine dynamische und lebendige Dramaturgie erhält. Das Werk schafft es, emotional zu bewegen, intellektuell herauszufordern und immer neue Interpretationen zu inspirieren. Faust I vereint Elemente aus Drama, Lyrik und Epik. Goethe verwendet verschiedenste Versformen (Knittelvers, Blankvers, Madrigalverse) und verbindet ernsthafte Philosophie mit volkstümlicher Komik. Faust hat die deutsche und internationale Literatur sowie zahlreiche Kunstwerke, Filme und Musikstücke inspiriert. Figuren wie Mephisto gehören zum kulturellen Gedächtnis. Dieses Werk ist nicht nur ein literarisches Meisterwerk, sondern auch ein Spiegel der Zeit und ein Beispiel für Goethes Genialität und daher erhält „Faust I“ 5 von 5 Sterne. ✨️ Teil 2 Faust setzt seine Suche nach Sinn und Erfüllung fort, diesmal in einer surrealen und allegorischen Welt. Mephistopheles führt ihn durch historische, mythologische und politische Ereignisse, darunter die Verführung von Helena, der Inbegriff antiker Schönheit, und die Gründung eines idealisierten Reiches. Faust strebt nach einem perfekten Moment des Glücks, scheitert jedoch, da seine Ziele von Macht und Illusion geprägt sind. Am Ende wird Faust durch göttliche Gnade erlöst, während Mephisto vergeblich auf den Sieg über seine Seele hofft. Der Schreibstil des zweiten Teils ist hochkomplex, allegorisch und experimentell. Goethe verwendet eine vielschichtige Sprache, die zwischen lyrisch-poetischen Passagen, philosophischen Reflexionen und dramatischen Szenen wechselt. Faust II ist weniger linear und eher episodenhaft, was den surrealen und traumartigen Charakter des Werks verstärkt. Goethe nutzt verschiedene Sprachregister - von hohen poetischen Versen bis hin zu volkstümlichen Dialogen - um die Vielseitigkeit der Szenen und Figuren zu unterstreichen. Wie in antiken Dramen gibt es häufig Chorpassagen, die kommentieren, reflektieren oder stimmungsvoll einleiten. Goethes meisterhafte Verwendung von Symbolen, Metaphern und poetischen Bildern macht das Werk sprachlich anspruchsvoll und faszinierend. Die stringente und packende Handlung des ersten Teils weicht einem eher intellektuellen Ansatz, der weniger dramatische Spannung bietet. Die Episode um Helena verbindet griechische Mythologie mit mittelalterlicher und moderner Kultur. Sie steht als Symbol für die ideale Schönheit und den klassischen Geist. Fausts Vision eines idealen Reiches, das durch Arbeit und Fortschritt entsteht, reflektiert Goethes Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Entwicklungen seiner Zeit. Doch leider merkte ich, dass mir zu surreale Werke nicht ganz zusagen. Ich vergebe Faust II daher 3,5 von Sterne. ✨️

    10. Jan. 2025

  • fenax
    fenax

    40 Follower

    0,5

    Ich hasse mein Leben. Ich hasse Goethe. Ich hasse alles daran. 😭

    23. Apr. 2025

  • anjarie
    anjarie

    37 Follower

    2,5

    Klassiker, aber geschichtlich fragwürdig

    Ich habe nur Teil 1 gelesen. Ich kannte es noch aus Schulzeiten, habe es da aber weniger kritisch gesehen. Ein alter Mann mit einem Mädchen… das ist sehr unpassend. Es hat mich nicht dazu bewegt auch den zweiten Teil noch zu lesen.

    27. Jan. 2025

3 von 7 Rezensionen

SocialReads

Seitenbasierte Kommentare

Seite 21852%
yggdrasil
yggdrasil1. März 2026

Es ist immer wieder erschreckend wie lange uns in der Menschheitsgeschichte das Spannungsverhältnis zwischen Natur und Mensch beschäftigt. Hier gezeigt am Beispiel des Papiergeldes und am Fördern und Einschmelzen von Bodenschätzen. Die Prophezeiung: Der Kaiser und sein Hofstaat verbrennen sich an der Machtübernahme der Natur. Papiergeld hat keinen Gegenwert - inflationiert und täuscht die Menschen. Tja, mit dem Klimawandel, zur Neige gehenden fossilen Brennstoffen, seltenen Erden, Verschuldungen, Verarmung, einer Luft, Wasser und Boden vergiftenden Industrie usw. bekommen wir diese Lektion Mephistos allmählich tatsächlich am eigenen Leibe zu spüren...

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