Escape – Der Schlüssel sind wir

Escape – Der Schlüssel sind wir

Taschenbuch
3.224

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Wie schnell fallen Grundwerte im Wettlauf gegen die Zeit?

Es sollte der krönende Abschluss einer Politik-Projektwoche sein: Sechs Schülerinnen und Schüler der achten Klasse, ein Escape Game zum Thema Demokratie und fünf Stunden Zeit, das Spiel zu gewinnen. Doch das Spiel verlangt nicht nur Wissen und Geschick von den Jugendlichen, sondern sie werden selbst Teil des Experiments, indem ihre tiefsten Überzeugungen auf die Probe gestellt werden. Nach und nach gewinnen Missgunst, Rivalität und Machtmissbrauch die Oberhand. Als auch noch private Konflikte hochkochen, steht die Gruppe an einem Scheidepunkt: Schaffen sie es, sich auf ihr gemeinsames Ziel zu besinnen, bevor die Situation völlig aus dem Ruder läuft?
Vom »Rot oder Blau«-Autor Manfred Theisen – ein spannungsgeladener Roman über die Grundwerte unserer Demokratie und was passiert, wenn diese Werte fallen

Buchinformationen

Haupt-Genre
Jugendbücher
Sub-Genre
Abenteuer
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
240
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Manfred Theisen wurde 1962 in Köln geboren. Der Politologe forschte zwei Jahre für das deutsche Innenministerium in der Sowjetunion und arbeitete als leitender Redakteur einer Kölner Tageszeitung. Er hat im Nahen Osten und in Afrika recherchiert und dort für das Auswärtige Amt und für das Goethe-Institut gearbeitet. Seit 2000 ist er freier Autor und lebt mit seiner Familie in Köln. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und ausgezeichnet.

Merkmale

1 Bewertungen

Stimmung

Traurig
Witzig
Gruselig
Erotisch
Spannend
Romantisch
Verstörend
Nachdenklich
Informativ
Herzerwärmend
15%
12%
3%
N/A
75%
26%
66%
27%
75%
42%

Hauptfigur(en)

Sympathisch
Glaubwürdig
Entwickelnd
Vielschichtig
35%
80%
78%
37%

Handlungsgeschwindigkeit

Schnell0%
Langsam0%
Mittel100%
Variabel0%

Schreibstil

Einfach100%
Komplex0%
Mittel0%
Bildhaft (100%)Außergewöhnlich (100%)

Beiträge

7
Alle
4.5

Schönes Buch für zwischendurch💓 (Das war jz eine sehr kurze Rezi😆)

3

Escape – Der Schlüssel sind wir von Manfred Theisen Ich bin mit der Erwartung in dieses Buch gegangen, ein modernes, schnelles Jugendbuch zu lesen und genau das habe ich auch bekommen. Die Grundidee fand ich wirklich stark: Eine Gruppe Jugendlicher nimmt an einem Escape-Game teil, das nicht nur ein Spiel ist, sondern ein Experiment rund um Demokratie, Entscheidungsmacht und Gruppendynamiken. Was harmlos beginnt, entwickelt sich schnell zu einer Situation, in der Loyalität, Vertrauen und Verantwortung auf die Probe gestellt werden. Besonders gelungen fand ich, wie authentisch die Spannungen zwischen den Jugendlichen beschrieben werden. Jede Figur bringt ihre eigenen Schwächen, Unsicherheiten und Vorstellungen mit, und genau daraus entstehen die Konflikte, die das Spiel plötzlich viel intensiver wirken lassen. Manche Momente haben mich an Diskussionen erinnert, wie man sie aus echten Gruppenarbeiten kennt - wenn aus kleinen Reibereien plötzlich echte Fronten werden. Genau das macht das Setting so greifbar. Was mich allerdings nicht komplett überzeugen konnte, war die Ausarbeitung der Figuren. Einige bleiben recht oberflächlich, obwohl innerhalb des Spiels viel passiert. Ich hatte öfter das Gefühl, dass manche Szenen mehr Tiefe verdient hätten, gerade weil die Themen Macht, Verantwortung und Entscheidungsdruck sehr relevant sind. Auch das Finale ging mir etwas zu schnell, als würde die Geschichte plötzlich den Schalter umlegen und zum Ende sprinten. Trotzdem fand ich das Konzept durchgehend spannend. Es regt dazu an, über Zusammenhalt, demokratische Werte und persönliche Entscheidungen nachzudenken und das, ohne schulmeisterlich zu wirken. Das Escape-Game ist ein cleverer Rahmen, der Jugendlichen deutlich macht, wie schnell Macht kippen kann, wenn man nicht bewusst damit umgeht. Für mich ist es ein modernes, zugängliches Jugendbuch mit einer wichtigen Botschaft und einer mitreißenden Idee, auch wenn nicht alles perfekt ausbalanciert ist. ★★★☆☆ (3 von 5 Sternen)

Post image
2

Nicht, was ich mir erhofft habe. Gute Ansätze, aber für mich inhaltlich und stilistisch zu plump mit eindimensionalen Charakteren.

Inhaltsangabe des Verlags: Es sollte der krönende Abschluss einer Politik-Projektwoche sein: Sechs Schülerinnen und Schüler der achten Klasse, ein Escape Game zum Thema Demokratie und fünf Stunden Zeit, das Spiel zu gewinnen. Doch das Spiel verlangt nicht nur Wissen und Geschick von den Jugendlichen, sondern sie werden selbst Teil des Experiments, indem ihre tiefsten Überzeugungen auf die Probe gestellt werden. Nach und nach gewinnen Missgunst, Rivalität und Machtmissbrauch die Oberhand. Als auch noch private Konflikte hochkochen, steht die Gruppe an einem Scheidepunkt: Schaffen sie es, sich auf ihr gemeinsames Ziel zu besinnen, bevor die Situation völlig aus dem Ruder läuft? Meine Meinung: Ich fand die Grundidee des Buches unfassbar spannend und vielversprechend, weshalb ich sehr neugierig auf das Buch war. Ein Schul-Experiment, Escape Room, Schüler*innen, die sich mit demokratischen Fragen auseinandersetzen müssen? Da ich gerne Jugenddystopien oder auch mal Jugendthriller lese, musste das Buch her. Leider hat es nicht meine Erwartungen getroffen. Ja, der zugrundeliegende Plot war gut, und ich mochte auch den Escape Room an sich. Die verschiedenen Räume und irreführenden Aufgaben, wie verschiedene Kompetenzen abgefragt wurden, zusammengearbeitet werden musste etc. Das war cool. Aber mir war das ganze sowohl inhaltlich als auch stilistisch zu plump. Mit dem Schreibstil konnte ich mich nicht anfreunden, er wirkte abgehakt, mit sehr kurzen Sätzen, etwas unrund und nicht allzu abwechslungsreich in der Wortwahl/im Satzbau. Das ist sicher ein stilistisches Mittel und Geschmackssache, aber mein Geschmack war es nicht. Aber auch inhaltlich störte mich einiges. Erstmal hat man überhaupt nichts von den Rahmenbedingungen dieser Politik-Projektwoche mitbekommen, es gab wenig Einordnung, es ging einfach direkt mit dem Betreten des Escape Rooms los. Die Überwachung durch andere Schüler*innen und eine Aufsichtsperson wirkte irgendwie unstrukturiert und ungenau. Die Charaktere im Escape Room waren ziemlich blass-eindimensional, es gab kaum bis keine Charakterentwicklung, sie waren sehr stereotypisch angelegt und blieben auch so. Manches wirkte willkürlich, ich wusste nicht immer, worauf der Escape Room gerade eigentlich hinaus will, und es wurden meiner Meinung nach kaum demokratische Fragen ernsthaft behandelt. Eher mal so hier und da losgelöst von inhaltlichem Dialog eingestreut, und das auch meist von den Menschen im Kontrollraum, nicht von den Versuchspersonen. Am Ende des Buches wusste ich nicht so ganz, was ich damit jetzt anfangen soll. Auch bei einem Jugendroman wünsche ich mir mehr Tiefgang und Weiterentwicklung. Ich gebe Pluspunkte für die gesamte Idee dahinter und für den cool aufgebauten, vielseitigen Escape Room so wie die steigenden Eskalation, die versprochen wurde und auch da war. Aber der Rest hat mich persönlich leider nicht überzeugen können. 2 Sterne

Nicht, was ich mir erhofft habe. Gute Ansätze, aber für mich inhaltlich und stilistisch zu plump mit eindimensionalen Charakteren.
5

Must read

Demokratie Das Standbein unsrer gelebten Gesellschaft - zumindestens in weiten Teilen unsrer Welt und in der hier in Deutschland. Das Buch greift das Thema auf und führt ein escape Spiel durch , in dem es eine Gruppe 8 klässler gibt und 9 Klässler im Kontrollraum . Durch verschiedene Aufgaben zum Thema Demokratie auf die Unterschiede der Gruppe abgestimmt will die Psychologin neue Informationen zum Umgang innerhalb der Gruppe erlangen. Das experiment wird zur Katastrophe und zeigt anschaulich welche Unterschiede im Menschlichen für Auswirkungen auf Gruppendynamik und Entscheidungen hat . Das Buch gehört in die Schule 🏫

2

Das Buch wirft uns direkt mitten in das Geschehen, wirklich viel zu dem Projekt erfahren wir nicht sondern starten direkt bei dem Beginn des Spiels. Ich würde sagen, die Grundidee war gut, aber in der Ausführung hat es mich leider absolut nicht überzeugen können. Das Buch ist aus der Erzählerperspektive geschrieben, der Bindungsaufbau mit den Charakteren war dadurch kaum vorhanden. Die Rätsel waren recht interessant gestaltet. Die Figuren sind stark unterschiedlich und man merkt, dass diese gewisse Klischees bzw. stereotypen verkörpern sollen. Es wirkte als wolle man alles unterkriegen und ansprechen und dadurch fand ich es leider nicht

2.5

Die Grundidee – ein Escape Game als Spiegel für politische Werte – klingt spannend und birgt Potenzial für eine fesselnde Mischung aus Spannung und Gesellschaftskritik. Leider bleibt der Text in Stil, Backgroundstory und Figurenzeichnung hinter dieser Prämisse zurück. Der Stil wirkt eintönig und abgehackt.Die Sprache bleibt allgemein und greift selten zu prägnanten Bildern oder originellen Formulierungen. Das Setting – eine Politik-Projektwoche und ein thematisches Escape Game – ist interessant und an sich gut umgesetzt. Jedoch fehlt es hier an Hintergrundinformationen, manches wirkte verworren und zu konstruiert. Die Figuren bleiben weitgehend Schablonen: sie haben einen politischen Stempel, ansonsten sind sie kaum existent. Auch der Wettlauf gegen die Zeit, das Drama an sich, erscheint wie eine Checkliste sozialer Probleme, nicht wie das Resultat nachvollziehbarer persönlicher Entwicklungen. Dadurch verpufft die emotionale Wucht, die ein solches Szenario haben könnte. Fazit Die Idee hat das Potenzial für eine packende, vielschichtige Geschichte über den Zerfall gemeinsamer Werte unter Druck. Doch der Text bleibt auf einer distanzierten Erzählebene, ohne den Leser tief in Atmosphäre, Konflikte und Figuren einzutauchen.

4

Sechs Schüler und Schülerinnen die ein gemeinsames Politisches Experiment in einem Escape Room lösen sollen. Sechs verschiedene Charaktere die nicht unbedingt zusammen passen und sich auch nicht wirklich mögen müssen in diesem Experiment zusammenhalten und ihre eigene Demokratie errichten. Was schon Erwachsene nicht immer mit Bravour schaffen stellt die Schüler und Schülerinnen der achten Klasse vor eine heftige Herausforderung. Jeder Raum hat sein eigenes Politisches Thema. Um herauszufinden wie sie den Raum lösen bekommen sie alle eine App auf ihre Handys gespielt, die sie als "Spieleleiter" begleitet. Doch so leicht wie sich die Jugendlichen das Escape Game vorgestellt haben ist es nicht. -------------- Das Buch ist spannend geschrieben, der Schreibstil ist leicht verständlich und passt zum angesprochenen Genre. Die Teilnehmer sind bunt gewürfelt und haben alle ihre eigenen Macken und Talente. Diese müssen sie nun gemeinsam zur richtigen Zeit einsetzen, was aber nicht immer gelingt. Mir hat es sehr gut gefallen, wie sie verschiedenen Protagonisten gemeinsam agieren. Es wirkte nie aufgesetzt oder künstlich sondern wirklich sehr nah an der Realität. Da bleiben auch Mobbing, Rassistische Bemerkungen sowie Eifersuchtsdramen nicht außen vor. Ein wenig schwierig fand ich aber den Aufbau des Raumes. Beim lesen wirkte der Escape Room sehr ausladend, da stellte sich mir die Frage, wie sie diesen komplexen Raum mal eben in die Turnhalle bauen konnten. Technisch auf einem hohen Level und sehr umfangreich. Auch die Aufgaben die die Jugendlichen zu bewältigen hatten wurden in meinen Augen oft sehr schnell gelöst, was vielleicht nicht unbedingt zum Alter der Protagonisten passte, die sich in politischen Themen nicht alle so gut auskannten wie zum Beispiel Josh, der scheinbar die Streberrolle einnahm. Dennoch blieb jede Seite spannend, denn die Reaktionen der Teilnehmer kamen oft unerwartet. Genauso die Truppe, die das ganze Szenario von außen überwachte. Hier kamen mir die Erwachsenen eher unrealistisch vor, da sie das Zepter auch nach unvorhersehbaren Wendungen nicht fest in der Hand hatten. Am Ende hätte ich mir noch einen Epilog gewünscht, in dem die Jugendlichen nach dem Experiment nochmal zu Wort kommen. Abschließend kann ich aber sagen, dass sich das Buch sehr unterhaltend und mitreißend hat lesen lassen. Die Charaktere waren sehr authentisch und die Situationen nachvollziehbar. Es wird gut erzählt, wie sehr wir uns von äußeren Umständen manipulieren lassen. Ein gelungenes politisches Jugendbuch.

Beitrag erstellen