Blick ins Buch

Jugendbücher

Der Chip

3,0(35)
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Über das Buch

Wenn eine Künstliche Intelligenz an der Schule jeden Schritt überwacht ...

Berlin, in naher Zukunft. Die 15-jährige Kim, Tochter einer alleinerziehenden niederländischen Diplomatin, besucht das umstrittene Elite-Internat Galileo. Kameras und implantierte Chips übermitteln die Hirntätigkeit und Körperdaten aller Schüler an eine KI namens Brain . Presse und Politiker, die der Schule aus humanitären und Datenschutzgründen kritisch gegenüberstanden, sind verstummt. Der Erfolg gibt der Betreiberfirma BrainVision Recht. Dank der eingreifenden und regulierenden Funktion von Brain hat Galileo ausnahmslos Musterschüler. Doch dann geschieht das Unfassbare: Ein Schüler verunglückt – und ein anderer Schüler trägt die Schuld daran. Kim beginnt, Brain und dessen Methoden zu hinterfragen und gerät bald in tödliche Gefahr ...

Editionen (1)

ISBN9783570314364
Verlagcbt
Erscheinungsdatum13.12.21
Seitenzahl224

Rezensionen & Bewertungen

35 Bewertungen

6 Rezensionen

3,0

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  • 3,0

    Eine solide Geschichte, die noch mehr Potenzial bereithält.

    Was für ein spannender Klappentext! Ich bin ja generell immer ein Fan von solchen Internats-Settings, wo dann mysteriöse Dinge passieren. Das dann auch noch mit dem hochaktuellen Thema von einer Einführung einer künstlichen Intelligenz zu koppeln ist auf jeden Fall eine spannende Grundidee. Der Einstieg in die Handlung ist mir nicht so leicht gefallen wie bei anderen Büchern. Es gab anfangs viele englische Begriffe und auch der Schreibstil an sich war für mich nicht so ganz rund. Es wurde vieles sehr direkt „erklärt“, ohne dass die Informationen in die Handlung eingebettet wurden. Auch an die Länge der Kapitel mit 50 Seiten musste ich mich erst gewöhnen, da ich ungerne mitten in einem Kapitel stoppe. Auch die Darstellung der Jugendlichen in diesem Buch war für mich eher schwierig anzunehmen, da hier viele unzeitgemäße stereotype Verhaltensweisen den Jugendlichen zugeschrieben wurden und auch die Redewendungen plump und unnatürlich wirkten. Kommen wir zu den Charakteren. Die 15 jährige Kim wurde als Charakter gut eingeführt. Sie zeigt, dass sie einen eigenen Kopf hat, die Welt in der sie lebt hinterfragt und den Hang dazu hat, eine Träumerin zu sein. An sich war sie für mich erstmal auf den ersten Blick eine Protagonistin ganz nach meinem Geschmack. Was mich aber ziemlich genervt hat, war diese blinde Liebe ihrem Loveinterest gegenüber. Dabei hatte er eine absolut ekelige Art an sich. Wie sie das tolerieren kann und auch bereit ist, alles für ihre Liebe zu tun, fand ich eher fragwürdig. Insgesamt wirkte dieses ganze Liebeskonstrukt in der Geschichte nicht wirklich glaubhaft. Dazu lief das Ganze zu sehr nebenher und stand in meinen Augen viel zu wenig im Fokus um es gut nachvollziehen zu können. Die männlichen Figur Levin mochte ich von Anfang an sehr gerne. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Julian mochte ich von seiner Art her einfach nicht und Kevin fand ich als Charakter ein bisschen blass. Insgesamt hätte ich mir hier viel mehr Dialoge gewünscht, die die Geschichte aufbauen und den Charakteren noch mehr Facetten geben. Zum Verlauf der Geschichte ist mir vor allem im Kopf geblieben, dass ich es hier merkwürdig fand, dass viele Personen ganz sorglos der Auffassung sind, das eine KI Daten sensibel behandelt, sie regelmäßig löscht und nur für Optimierung und nicht für Kontrolle nutzt. Hier fand ich es zwar sehr gut dass Kim die Dinge hinterfragt hat, dennoch kam es mir bei ihr und auch den anderen Figuren insgesamt eher so vor, als haben alle inkonsistente Haltungen dem Chip und der KI gegenüber, treffen inkonsistente Aussagen und wechseln gefühlt innerhalb von Sekunden ihre Meinungen. Was mir aber richtig gut gefallen hat, war der Schluss der Geschichte. Hier kam nochmal ein genialer Plot Twist, der am Ende für mich nochmal viel rausgerissen hat. Mein Fazit: Das Ende hat es tatsächlich nochmal rausgerissen. Insgesamt habe ich aber nach wie vor einige Kritikpunkte. Die Geschichte wirkt einfach auf mich so unausgereift, was ich sehr schade finde. Hier wäre insgesamt noch viel mehr Potential drin gewesen! Ich vergebe 3 von 5 möglichen Herzen! Lest fleißig, eure Sabrina

    Eine solide Geschichte, die noch mehr Potenzial bereithält.

    9. Sept. 2022

  • oekoandi
    oekoandi

    36 Follower

    4,0

    Ich hab Angst vor der Zukunft!

    Super Geschichte! Es ist sehr einfach geschrieben, auch wenn man manchmal nichts mehr checkt 😂 bei der Geschichte bekommt man wirklich Angst vor der Zukunft! Das Thema ist aktuell und beeindruckend!

    17. Sept. 2023

  • josyschapters
    josyschapters

    13 Follower

    3,0

    Der Klappentext klang sehr vielversprechend, sodass ich gespannt war, ob die Geschichte meine Erwartungen auch erfüllen konnte. Leider muss ich sagen, dass das nicht der Fall war. An sich hat die Geschichte definitiv Potenzial. Eine erschreckend reale Welt, in der plötzlich jeder vernetzt ist und die KI Brain wacht über allem. Wirklich heftig, was Manfred Theisen da für eine Welt geschaffen hat. Was ich jedoch sehr schade fand, war, dass ich mit der Protagonistin so gar nicht klarkam und die Handlung im Allgemeinen viel zu schnell voranging und dadurch gehetzt wirkte. Meiner Meinung nach, handelte Kim teilweise unlogisch und nicht nachvollziehbar. 100 oder 200 Seiten mehr im Buch hätten die Geschichte mit Sicherheit ein bisschen besser gemacht, denn dann hätte sich die Handlung ein wenig gestreckt und es wäre noch mehr Spielraum vorhanden gewesen. Der Schreibstil entsprach auch nicht meinem Geschmack, denn er war irgendwie anders und sonderbar - allerdings muss ich sagen, dass gerade das auch zum Buch gepasst hat. Für das Grundgerüst der Geschichte spreche ich ein klares Lob aus! Wie schon anfangs gesagt, schafft Manfred Theisen eine erschreckend reale Welt in naher Zukunft und veranschaulicht, was der Smartphone-Konsum bzw. die Digitalisierung mit der Gesellschaft anstellen kann. Zusammenfassend hätte ich mir ein wenig mehr erwartet und bin nicht ganz überzeugt, was ich sehr schade finde. Für das Grundgerüst und die Welt in der Geschichte gibt es aber 3 von 5 ⭐️.

    24. Juli 2023

3 von 6 Rezensionen

Autorin / Autor

Über Manfred Theisen

Manfred Theisen wurde 1962 in Köln geboren. Der Politologe forschte zwei Jahre für das deutsche Innenministerium in der Sowjetunion und arbeitete als leitender Redakteur einer Kölner Tageszeitung. Er hat im Nahen Osten und in Afrika recherchiert und dort für das Auswärtige Amt und für das Goethe-Institut gearbeitet. Seit 2000 ist er freier Autor und lebt mit seiner Familie in Köln. Seine Bücher sind in zahlreiche Sprachen übersetzt und ausgezeichnet.

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