Ein wenig Leben

Ein wenig Leben

Audio-Disc
4.35322
Taschenbuch RomanFreundschaftBücher Die Man Gelesen Haben MussKünstler

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

»Eines der aufwühlendsten Bücher, das ich seit langem gelesen habe.« Denis Scheck

»Ein wenig Leben« handelt von der lebenslangen Freundschaft zwischen vier Männern in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Wie in ein schwarzes Loch werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. »Ein wenig Leben« ist zugleich realistischer Roman und Märchen – ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Erlösung. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Audio-Disc
Seitenzahl
N/A
Preis
32.60 €

Autorenbeschreibung

Hanya Yanagihara, 1974 in Los Angeles geboren und in Hawaii aufgewachsen, ist eine US-amerikanische Schriftstellerin und Journalistin. Sie ist leitende Redakteurin des Stilmagazins T der New York Times. Ihr zweiter Roman, »Ein wenig Leben« gewann den Kirkus Prize und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize, des National Book Award und des Baileys Prize. Es ist eines der meistdiskutierten literarischen Werke der vergangenen Jahre. Ihr erster Roman »Das Volk der Bäume« wurde 2019 ins Deutsche übersetzt.

Beiträge

1059
Alle
5

Dieses Buch hat mir emotional alles abverlangt, was ich aufbringen konnte..

.. und teilweise musste ich mehrere Wochen pausieren und habe so Monate gebraucht. Zwischendurch musste ich einfach zu anderen Büchern greifen, als Ausgleich. Diese Geschichte rund um Jude und seine Freunde, seine Erlebnisse, sein Trauma ist so erschütternd wie hoffnungsvoll, geprägt von tiefster Traurigkeit, zwischenmenschlicher Schönheit und befasst sich mit einem ganzen Leben, einem traumatischen, von Selbsthass geprägtem Leben. Beim Lesen gab es keine Leichtigkeit. Und dennoch ist dieses Buch auch wunderschön, auf seine ganz eigene Art. Es gibt Passagen, die (Spoiler!) eine sehr aggressive und erschütternde Art der Selbstverletzung beschreiben, außerdem sehr viele sexuelle und körperliche sowie psychische Gewaltbeschreibungen. Teilweise war es mir zu viel, zu krass, zu heftig - und dennoch konnte ich nicht aufhören zu lesen. Ich hatte das Gefühl, es Jude und denen für die er steht schuldig zu sein. Bevor man „Ein wenig Leben“ liest, sollte man sich genau überlegen, ob man solche Passagen aushalten kann und ob man psychisch in der Lage ist, diese zu verarbeiten. Sie wirken nach, Tage- und Wochenlang. Vielfach wurden in den Rezensionen die Längen des Buches kritisiert, dass es Stellen gibt, wo zu viele Charaktere beschrieben werden oder einfach sehr wenig passiert. Diese Meinungen kann und will ich nicht teilen. Hier wird ein ganzes Leben vor uns ausgebreitet, liegt offen und verletzlich vor uns dar. Wie soll so etwas Monumentales in wenigen Seiten abhandelbar sein? Es braucht die Zeit, die Längen, den RAUM. Ich habe nach diesen fast tausend Seiten das Gefühl, dass ich Menschen, die mich über Monate begleitet haben, die ich intensiv kennengelernt habe, ziehen lassen muss. Jede Person hat die Zeit und den Raum für ihre eigenen Untiefen bekommen, was sie alle so plastisch und real erscheinen lässt, dass man staunen mag. Ich habe dieses Buch geliebt, ich habe es gehasst. Ich habe die Autorin verflucht und bewundert. Das Buch wird nachhallen und bleiben. Nochmal lesen werde ich es aber niemals.

5

Ich weiss nicht was schreiben. Das Buch zerstört emotional. Aber richtig. Ich habe noch nie so viel geweint wie bei dem Buch. Es lässt dich nachdenken über Angst des Verlustes. Ich musste an manchen Stellen das Buch einfach weg legen weil es zu viel wurde. Es ist echt super geschrieben aber es ist eine Geschichte die echt unter die Haut geht. Man denkt sich wieviel Leid kann ein einzelner Mensch ertragen? Also das Buch ist sicher nicht für jeden was. Mich hat es echt zum nachdenken gebracht und wirklich sehr betroffen zurück gelassen

5

Unglaublich gut geschrieben, aber es zerstört einen.

Ich habe Ein wenig Leben gelesen und ich weiß ehrlich gesagt nicht, wie ich darüber sprechen soll. Mir wurde es empfohlen. Und ich weiß bis jetzt nicht, ob man das überhaupt darf. 😅 Dieses Buch ist so gut geschrieben. Und gleichzeitig so schlimm 🥺🫣 Es gibt einem so viel. Und nimmt einem mindestens genauso viel wieder. Es lässt einen fühlen. Es lässt einen lieben. Es lässt einen an ganz vielen Stellen komplett zerbrechen. Und dann gibt es diese kleinen Momente, in denen man kurz aufatmet oder sogar schmunzeln muss. Und genau das macht es so besonders. 😊 Im Mittelpunkt stehen vier Freunde, aber eigentlich geht es um Jude. Und Jude… tut einfach nur weh. Schon früh merkt man, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Und trotzdem wächst er einem sofort ans Herz. Der Schreibstil ist unglaublich nah. Teilweise so nah, dass man es kaum aushält weiterzulesen. Man fühlt jeden Gedanken, jede Angst, jeden Schmerz. Es gibt so viele Szenen, die einfach nur grausam sind. Gewalt, Missbrauch, Selbsthass. Ich würde empfehlen, die Triggerwarnungen zu lesen. Das sind Dinge, die man eigentlich nicht lesen will. Und trotzdem liest man weiter. Weil da immer wieder diese kleinen Momente sind 🥰 Mit Willem. Mit Harold. Mit Andy. Momente, die zeigen, dass da noch Leben ist. Ein wenig Leben! Aber dieses Buch ist hart. Es ist gewaltsam. Es ist an vielen Stellen kaum auszuhalten. Es triggert. Es geht unter die Haut. Und es bleibt da! Ich habe oft geweint 🥺Ich wusste eigentlich, wie es enden wird und wollte es nicht wahrhaben. Und trotzdem fühlt sich das Ende richtig an. Dieses Buch ist kein „schönes“ Buch. Aber es ist ein unglaublich starkes. Für mich war das kein Lesen. Es war ein Durchleben!

Unglaublich gut geschrieben, aber es zerstört einen.
5

x = x

Oh Jude...💔 Ich habe 5 Wochen!!! gebraucht, um das Buch zu lesen - ich bin ganz ehrlich: aus Selbstschutz. Das Buch hat mich emotional genauso mitgenommen wie erwartet. Hätte die liebe Rieke mich nicht parallel mental betreut, hätte ich es glaub ich nie zuende gelesen. Das Buch hat mein Herz in tausend Teile zerrissen, gleichzeitig gibt es aber auch so schöne Momente & ich liebe Willem, Harold & Andy 🥰. Was ich sagen möchte, ist, dass das Buch eben nicht nur die Freundschaft vierer Freunde beinhaltet. Es erzählt die Lebensgeschichte eines schwerst traumatisierten Menschen und wie man sich unter solchen Umständen entwickeln kann. Und wer mir sagen möchte, dass Judes Verhalten "seltsam" ist: Nein! So benehmen sich Personen mit diffusen Traumata. Deswegen mag ich das Buch auch so. Es ist realistisch und auch wenn es unglaublich traurig ist & ich viele Tränen vergossen habe, muss ich sagen, die Autorin scheint sich in dem Bereich auszukennen oder sehr viel Recherche reingesteckt zu haben. Ich bin erstaunt, dass sie fiktive Persönlichkeiten gestaltet hat, mit denen man so mitleiden kann. Der Schreibstil ist sehr angenehm und poetisch, aber das Buch ist definitiv nur etwas für Personen, die sich psychisch in der Lage befinden von diversen Triggern und Traumata zu lesen. Es ist hart, aber das war es wert. 😭

x = x
5

I have no words to describe how I feel about this book. It still haunts me to that day but I‘m so grateful it found me.

3.5

Mit so vielen Seiten eine sehr umfangreiche Geschichte. Die ersten ca. 400 Seiten hätte man gut kürzen können und zum Schluss ebenfalls nochmal. Dennoch habe ich zweimal weinen müssen, weil ich tief berührt war was die Charaktere erlebt haben.

4

Wie soll man ein solches Buch bewerten?

Ich habe vom Buch und seinem Inhalt gehört. Ich wisste worauf ich mich einliess und dass es schwere Kost enthält. Trotzdem oder gebau deshalb wollte ich es lesen. Der Einstieg viel mir schwer. Ich habe bestimmt drei oder vier mal vo vorne begonnen. Einerseits hatte ich Mühe mit dem Schreibstil, andererseits blieben die Figuren für mich sehr lange Gehaltlos und ich konnte sie nicht voneinander unterscheiden. Bei meinem letzten Versuch nun, habe ich mich gezwungen weiter zu lesen. Ich wollte das Buch einfach „gelesen haben“. Und irgendwann war ich drin. Ich glaube, ab der Zeit nach der Uni, konnte ich das Buch kaum mehr weglegen. Das Buch ist für mich traurig, aber auch wunderschön. Was passiert, ist schrecklich und machmal in einer Genauigkeit formuliert, die mich Würgen lässt. So etwas sollte niemand erleben. Die schiere Menge an schrecklichen Erlebnissen macht das Buch schwerverdaulich. Ich hoffe damit niemandem zu Nahe zutreten, aber genau das ist es auch, was mich teilweise stört. Es hat die Geschichte für mich unglaubwürdig gemacht. Nach wie vor ein tolles Buch, bei dem es sich lohnt dranzubleiben.

Wie soll man ein solches Buch bewerten?
5

Lebenshighlight!

Ein unglaublich tiefgründiges und emotionales Buch über Freundschaft, Liebe und Traumata. Ich brauchte ein bisschen, um richtig in das Buch und die Geschichte reinzukommen, die Charaktere zu verstehen, aber es hat sich gelohnt, dran zu bleiben! Das Buch ist keines, das man einfach mal so nebenbei lesen/hören kann, man muss sich darauf einlassen und sich konzentrieren. Als ich das gemacht habe, hat es mich in seinen Bann gezogen und mich mit seiner Tiefe an Emotionen bekommen. Es regt zum Nachdenken an. Ein Meisterwerk...

Da es sich am Anfang wie Kaugummi zieht, es mich aber trotzdem reizt, weiter zu lesen, gebe ich das E-Book erstmal zurück und leihe es mir später als Druckausgabe nochmal aus.

5

Ein Meisterwerk!

Wow, was für ein Buch! Lange lag es auf meinem SuB, nicht zuletzt, weil ich auch ein wenig Angst vor der Geschichte hatte. Man hat ja schon so viel darüber gehört und gelesen... Nun habe ich mich im Rahmen eines Buddyreads doch an die knapp 1000 Seiten gewagt und was soll ich sagen? Es war großartig! Wie erwartet, war der Inhalt alles andere als seicht. Als Gute-Laune-Buch kann man es wirklich nicht bezeichnen. Fast auf jeder Seite schwing eine gewisse Melancholie mit, nicht selten musste ich das Buch zur Seite legen und das Gelesene sacken lassen. Die Geschichte um Jude hat mich auf jeden Fall sehr berührt und nicht selten musste ich mir das eine oder andere Tränchen verkneifen. Gerade die Schilderungen seiner Kindheit lassen einen oft einfach fassungslos und sprachlos zurück... Dennoch erfüllt die unerschütterliche Freundschaft und Liebe der Protagonisten den Leser immer wieder mit neuer Hoffnung. Ein Auf und Ab der Gefühle ist hier garantiert. Dieses Buch hat definitiv das Potenzial zu einem Lieblingsbuch 🤍

3.5

Kein Buch für schwache Nerven!!!

Mich hat das Buch extrem berührt und ich fand die Geschichte extrem tragisch. Persönlich konnte ich sehr gut mit Jude mitfühlen und wollte obwohl das Buch extrem langatmig war, dennoch wissen wie es weitergeht!!! Trotzdem hätte man vielleicht einige Seiten in diesem Buch weglassen können, da sie für mich nicht sonderlich wichtig waren und alles nur sehr in die Länge gezogen haben.

5

Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht so genau, was ich nach dem Lesen empfinden soll, weil mich das Buch auf eine Art gepackt hat, die ich so noch nicht erlebt hatte. Die meiste Zeit über, in der ich es gelesen habe, war ich wie in einer Schockstarre und war völlig überfordert. Die ganze Geschichte hat mich sehr mitgenommen und lange noch beschäftigt. Es ist eine zutiefst herzergreifende Geschichte, die es auf eine sehr schöne Art schafft, die platonische Liebe gut zur Geltung zu bringen und zu zeigen, wie wichtig Freundschaft ist. Gleichzeitig muss ich aber auch sagen, dass einige Passagen und Stellen im Buch durchaus hätten gekürzt werden können, weil sie den Lesefluss für mich sehr ausgebremst haben. Erst ab etwa Seite 300 habe ich wirklich die Freude am Lesen gefunden und konnte mich komplett auf die Geschichte einlassen. Vorher hat es sich für mich ziemlich gezogen. Außerdem bin ich leider über das ganze Buch hinweg oft nicht gut mit Judes sehr abgeschotteter und verschlossener Art klargekommen. Auch wenn ich seine Hintergründe und sein Verhalten absolut nachvollziehen kann und man ihm nichts vorwerfen kann, war er mir persönlich trotzdem sehr unsympathisch und es ist mir schwergefallen, eine Nähe zu ihm aufzubauen. Was ich mir noch gewünscht hätte, wäre eine klare Triggerwarnung am Anfang des Buches gewesen, da ich absolut nicht mit dem gerecht habe, was letztendlich passiert ist.

Post image
4

Schwierig

Dieses Buch hat mich wirklich fertig gemacht, es hat mich durchgehend traurig gemacht. Ich bin entsetzt davon , wie viel Leid dieser Mensch ertragen musste.

5

5 Sterne reichen nicht aus…

„Ein wenig Leben“ ist kein Buch für jeden – es fordert einen heraus und konfrontiert mit schwierigen, schmerzhaften Themen. Aber wenn man sich darauf einlässt, wird man mit einer zutiefst berührenden und unvergesslichen Geschichte belohnt. Es ist definitiv ein Buch, das noch lange nach dem Schließen des Deckels in meinen Gedanken und im Herzen sein wird. Ein außergewöhnliches, emotional intensives Buch, das einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Unbedingt lesen, wenn man bereit ist, sich mit den dunkelsten Seiten des Lebens auseinanderzusetzen und gleichzeitig die Schönheit von Freundschaft und menschlicher Verbundenheit zu erleben. Ganz viel Liebe!

5 Sterne reichen nicht aus…
5

Mein Jahreshighlight!

Bei aller berechtigten Kritik (fehlende Triggerwarnings und Misery Porn) muss ich einfach sagen, dass ich noch nie, nie, niemals nie so ein unfassbar reales, tieftrauriges und gleichzeitig fantastisches Buch gelesen habe. Die Lesezeit glich wirklich einer umfassenden Erfahrung, die jedes denkbare Gefühl in mir hochgeholt hat. Allein die Figurenzeichnung und die unfassbar schöne Sprache machen diese Geschichte absolut worth it all. Ich bin nicht mit jedem Handlungsstrang in der Geschichte bedingungslos mitgegangen und konnte bei Gott nicht für alles Verständnis aufbringen, aber je mehr Zeit verging, desto mehr habe ich verstanden: Das ist auch gar nicht der Punkt. Alles was bleibt ist das tiefe Mitgefühl und die Erkentnis, dass, obwohl die Geschichte und Personen nicht real sind, ihre Gefühle und Erfahrungen mit all ihren Widerwärtigkeiten und dem Unaushaltbaren eben doch in einer realen Welt stattfinden. Leid ist real. Widerwärtigkeit ist real. Jede Perversion unseres Miteinanders ist real. Sprachlosigkeit ist real. Und das ist die eigentliche Tragödie. Diese Geschichte hat eine kaum zu fassende Dringlichkeit und ist gleichzeitig unaushaltbar grausam und tief menschlich, randvoll mit Güte, Freundschaft und Liebe. Sie begibt sich an die schwärzesten Orte unseres Menschseins und bricht doch immer wieder durch zum hellen, hoffnungsvoll warmen Licht unseres Miteinanders. Wer von diesem Buch gute Gefühle erwartet, wird bitter enttäuscht werden. Wer bereit ist, sich auf eine Reise der gesellschaftlichen Sprachlosigkeit und Tabuuisierung zu begeben und zu verstehen, was Menschen auseinandernimmt und zerbrechen lässt, wird nach dem Buch ein besserer Mensch sein. x=x Ich werde dich niemals vergessen, Jude.

5

Überwältigendes Buch über sehr schwere Themen. Nie habe ich solch realistische Charaktere in einem Buch kennengelernt.

5

Eine Herausforderung für jede*n Leser*in

Anfangs brauchte ich etwas um in das Buch zu kommen, die vielen Figuren und Perspektiven einzuordnen, aber auch zu verstehen. Das Buch erzählt von extrem traumatischen Ereignissen, von bedingungsloser Liebe, von Höhen und Tiefen, von Leid und von außergewöhnlichen Freundschaften. Mir fehlen immer noch die Worte dieses Buch und was es mit mir gemacht hat in Worte zu fassen. Das Buch hat mich in seinen Bann gezogen und verschlungen, es gab wenige Bücher die mich währenddessen ich es nicht las, so sehr daran denken lies. Der Schreibstil der Autorin ist brillant, sie weiß wie sie die Leserinnen in Judes Geschichte eintauchen und kein Auge trocken lässt. Literarisch für mich definitiv ein Meisterwerk. Jude, Willem, Harold, Julia, Andy, Malcolm, J.B., Richard sie werden mir alle lange in Erinnerung bleiben♥️ Bevor ihr das Buch lest, informiert euch definitiv über die Triggerwarnungen und fangt das Buch nur an wenn ihr bereit dafür seid! Es ist an manchen Stellen sehr schwer zu ertragen.

Eine Herausforderung für jede*n Leser*in

Ein Roman, der seinen Figuren keine Entwicklungsmöglichkeiten, jedoch viel Anlass für Leid und Trauer bietet.

Es gibt vieles, was ich über dieses Buch in anderen Rezensionen gelesen habe, daher möchte ich vor allen berichten, was mich am Roman am meisten beschäftigt hat. Zunächst, was mir gefallen hat: Der Autorin gelingt es in sehr lebendiger und mitreißender Sprache, uns in das Innenleben ihrer Hauptfigur mitzunehmen und mit etwas Geduld wird man irgendwann in die Geschichte hineingezogen. Man wird mitgenommen in eine Welt, in der einige Menschen einander bedingungslos lieben und radikal akzeptieren, einander das Beste wollen, loyal zueinander sind, inneren und äußeren Widerständen zum Trotz. Das zu lesen tut gut und gibt eigentlich Mut für die eigenen Beziehungen. Andererseits werden wir bis ins kleinste Detail mitgenommen in unverrückbare Selbstentwertung und hochaggressive Selbstverletzung. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich das Buch vielleicht nicht oder unter anderem Bedingungen gelesen, z.B. nicht allein. In diesem Roman werden Beziehungen in komplett gut oder böse aufgespalten, damit wird es unplausibel: in den „guten“ Beziehungen verschlägt es allen die Sprache, wenn es um schwierige Themen geht. Aber wieso bleiben sie dennoch stabil, obwohl sie von den Selbstentwertungen und -verletzungen so massiv berührt werden und dies nicht besprechbar ist? (Die positiven Gefühle füreinander sind es übrigens auch nicht). Das gilt selbst für die therapeutische Beziehung: Therapeut*innen sind in der Realität durchaus in der Lage, traumatische Geschehnisse zu versprachlichen und zu bearbeiten. Im Buch komischerweise nicht. Dort ist Therapie nur lästige Zeitverschwendung. Dann die Unglaubwürdigkeit in Bezug auf die Ressourcen: die sehr beschädigte Hauptfigur kann und weiß einfach unglaublich viel, wird dafür anerkannt und geschätzt, vermag aber trotzdem nicht, daraus Stabilität oder Selbstwert zu entwickeln, probiert es nicht mal. Dazu kommt, dass ihre Leistungsfähigkeit in Ausbildung oder Beruf null unter den Schmerzen und Traumata leidet. Dann das Netzwerk: keiner dieser hochgebildeten, sorgenden Personen sorgt dafür, dass professionelle Hilfen angegangen und Netzwerke aufgebaut werden, obwohl sie teils dazu verpflichtet wären. Doch sie schweigen, wurschteln herum, lassen sich als Geheimnisträger instrumentalisieren und tragen so die Destruktivität mit. Ein weiterer Aspekt ist die fehlende Figurenentwicklung. Sie fällt zunächst nicht so stark auf, weil man durch die verschiedenen Zeitebenen permanent den nächsten Schicksalsschlag, den nächsten zu detaillierte Rückblick verdaut und so übersieht, dass die Figuren sich nicht verändern. Über Jahrzehnte nicht. Zuerst dachte ich, dass die Freunde ebenbürtig ausgeleuchtet werden, aber angesichts der düsteren und brutalen Vergangenheit des Hauptcharakters, die zunehmend offenbar wird, rücken sie in den Hintergrund, einige bleiben flach und eindimensional. Ich hätte gern mehr über sie erfahren. Die Art des Erzählens, diese Mischung aus dem Eröffnen der Verletzlichkeit und Verwundbarkeit der Hauptfigur, den Rückblenden in ihre schockierende Vergangenheit, dem Beschreiben von aktuell niederschmetternden oder berührend schönen Erlebnissen und der anfangs fehlenden Erklärung für den Grund der körperlichen Behinderung, dieser Mix erzeugt Mitgefühl und eine Sogwirkung. Er wird von der Autorin jedoch ausgereizt und überspannt, in der zweiten Hälfte des Buchs war schließlich meine Empathie aufgebraucht und ich fühlte mich von der Art des Geschichtenerzählens vor allem manipuliert. Ich wusste, wenn es an einer Stelle der Geschichte einen guten Verlauf für die Figur nimmt, dann nur, um sie danach umso tiefer fallen zu lassen. Das wiederholte sich und wurde vorhersehbar. Spoiler: Am schwierigsten fand ich, dass wir überwiegend aus der Perspektive des suizidgefährdeten Hauptprotagonisten blicken und so seine Rechtfertigungen, Relativierungen und verzerrte Selbstwahrnehmung ungebrochen, kaum widersprochen stehen gelassen wurden. Nicht mal am Ende wird die Brutalität und Aggression des Selbstmordes dargestellt, der Schmerz, den er bei Verbliebenen verursacht, sondern er wird als tröstlich eingeordnet. Was für ein fatales und falsches Signal!

Ein Roman, der seinen Figuren keine Entwicklungsmöglichkeiten, jedoch viel Anlass für Leid und Trauer bietet.
2.5

So gehyped und einfach nicht meins…

Nach 300 Seiten immer noch drauf gewartet, ob es mich endlich packt… leider gar nicht… Judes Erlebnisse mit Caleb haben es mich dann ab der Hälfte des Buches endgültig abbrechen lassen. Ganz viele hat es so schwer berührt, für mich war es einfach nur total drüber… leider wieder mal „not my cup of tea“

5

Ich bin Sprachlos.

5 Jahre lang habe ich mich vor diesem Buch gedrückt, weil ich zu viel Angst hatte es zu lesen. 5 Jahre lang habe ich es jeden Tag in meinem Regal stehen sehen und wusste, wie unbedingt ich es trotz meiner Angst lesen möchte. Jetzt habe ich es getan - zum absolut besten Zeitpunkt - und ich könnte nicht glücklicher und gleichzeitig trauriger drüber sein. Ich weiß, dass viele Leute dieses Buch als sehr kritisch betrachten und ich verstehe auch wieso, doch ich konnte mich aufgrund mehrerer Ähnlichkeiten sehr mit Jude vergleichen und hab mich deswegen auch sehr in das Buch hineinversetzen können. Für mich war es genau richtig, dieses Buch zu lesen. Ich liebe den Schreibstil, die Erzählperspektive und vor allem natürlich die Charaktere. Ich fühle so viel Liebe für dieses Buch. Für mich eine ganz klare (aber mit Vorsicht zu genießen) Leseempfehlung. Schaut euch vorher aber bitte trotzdem die Triggerwarnungen an, da dieses Buch wirklich nicht zu unterschätzen ist. 🫶🏻

3

"Warum fanden die Leute solche Freundschaften bewundernswert, … … wenn man siebundzwanzig war, aber suspekt, wenn man siebenunddreißig war? Warum zählte eine Freundschaft weniger als eine Beziehung?"

Was habe ich da bitte gelesen? Ich muss sagen, das ich bis zur Mitte des Buches unheimliche Probleme hatte reinzufinden. Ich wollte es sogar schon komplett abbrechen. Doch mit einem Mal wurde alles anders. Es ist unglaublich wie bildlich die Autorin Gefühle beschreibt. Ich habe bei fast jedem Kapitel weinen müssen. Habe mitgefiebert. Habe gehofft, obwohl die Situation fast aussichtslos war. Ich gebe 3 Punkte, weil es eben nur die zweite Hälfte war die mich mitgerissen und eingenommen hat.

5

Dieses Buch hat mich sehr mitgerissen. Ich musste es zwischendurch weglegen, ich musste zwischendurch weinen, ich musste nachdenken. Was für eine ergreifende Story über eigentlich nur sensible und schwere Themen , aber auch eine Story über wahre Freundschaft. Ich liebte und hasste Jude, die Hauptfigur.

3.5

Dieses Buch war harte Kost! Die erste Hälfte des Buches war sehr langatmig für mich, nur damit es mir in der zweiten Hälfte das Herz brechen kann. 😭 Ich könnte es nicht noch einmal lesen und werde es in meinem Leben bestimmt nicht vergessen.

4

„Ein wenig Leben“ ist ein Buch, an das ich mich lange nicht herangetraut habe. Da der Roman sehr umfangreich ist, habe ich mich schließlich für das Hörbuch entschieden, obwohl das Buch bei mir im Regal steht. Der Einstieg fiel mir zunächst nicht ganz leicht, die Geschichte braucht Zeit, um sich zu entfalten und bis man sich zurecht findet. Das Buch ist extrem emotional, stellenweise schwer verdaulich und definitiv nichts für schwache Nerven. Viele Passagen gingen unter die Haut und bleiben noch lange im Kopf. Gleichzeitig ist das Buch unglaublich schön geschrieben, sehr feinfühlig und intensiv, man merkt, wie viel Tiefe in den Figuren und ihren Beziehungen steckt. „Ein wenig Leben“ ist keine leichte Lektüre, aber eine sehr eindringliche und bewegende Geschichte, die berührt, schmerzt und nachwirkt. Ein Buch, das man nicht einfach konsumiert, sondern erlebt

5

Hohe Erwartungen, die tatsächlich erfüllt wurden

Ein wirklich mitreißender Roman, der so viel Leid, Liebe, Freud, Hoffnung und gleichzeitig auch Hoffnungslosigkeit vermittelt. So viele Gefühle, die die Protagonisten total real wirken lassen. Ich habe über die 960 Seiten so viel mitgelitten, mitgehofft und mich mitgefreut. Ich mochte die Schreibweise sehr und auch die unterschiedlichen Perspektiven, fand ich toll. Ich hätte mir sogar gewünscht, dass beispielsweise die Sicht von Malcolm und JB häufiger betrachtet wird. Auch die Zeitsprünge mit Zusammenfassungen und Rückblicken haben total gut gepasst. Ich hab eigentlich nur eine Kritik: Es sollte unbedingt Triggerwarnungen (Suizid, sexualisierte Gewalt, extreme Form von körperlicher Gewalt, …) am Anfang des Buches stehen. Auch wenn diese dann kleine Spoiler wären, ist es absolut notwendig.

4.5

Immer wenn ich das Buch zur Hand hatte, und danach, fühlte sich für mich alles grau an.

Ich muss beim Lesen eigentlich nicht weinen, ich bin einiges gewohnt. Aber Judes Leben, die Schilderungen im Buch, haben mich so eingefangen, dass ich sogar Schluchzen musste. Dieses Buch ist einzigartig. Der Schreibstil ist einzigartig (und nicht unbedingt einfach). Judes Geschichte wird mir noch lange nachhängen. Ich habe beim Lesen das Gefühl bekommen, dass er nie glücklich werden kann. Ich fand die Schilderung der Erlebnisse sehr wichtig, denn so wird einem vor Augen geführt, wie sehr sich Trauma auf das Denken, Verhalten und Leben auswirken kann. Aber das Buch beinhaltet auch einzigartige und wundervolle Ereignisse über Freundschaft und Liebe. Ich werd‘s nie vergessen.

Immer wenn ich das Buch zur Hand hatte, und danach, fühlte sich für mich alles grau an.
4

Bedrückend. Verzweifelnd. Und immer wieder diese Hoffnung.

"Lass mich gesund werden oder sterben." Ich habe die READO-KI nach einer traurigen, mich brechenden Buch-Empfehlung gefragt und dieser Roman wurde dem gerecht. Der Einstieg war wie bei vielen anderen Lesenden auch für mich schwierig und es war kein Leseflow aufgekommen, aufgrund von vielen Charakter-Beschreibungen und dem ausbleibenden ersichtlichen roten Faden. Dies besserte sich jedoch im Laufe der Handlung und mit dem Fokus auf den Protagonisten. Es ist erschütternd wie viel Leid einem Menschen widerfahren kann. Sicherlich ist dies ein Roman, aber jedem ist bewusst, dass es auf der Welt etliche Menschen mit ähnlichen, wenn nicht noch schlimmeren Schicksalen gibt und das gibt einen viel zu denken. Für mich persönlich ist der Roman deutlich zu lang mit 960 Seiten und könnte zur Verbesserung und Intensivierung gekürzt werden. Er ist voller Emotionen, Verzweiflung, grausamen Misshandlungen und immer wieder Hoffnung auf Besserung. Auf Normalität und Ruhe. Auf Glück. Neben all den bedrückenden Gefühlen wird auch immer der Wert der Freundschaft, Fürsorge und des Füreinander Dasein beleuchtet. Das Ende war für mich sehr emotional und in dieser Ausprägung bisher einzigartig. Wer sich all diesen Gefühlen hingeben und in den Sog geraten möchte, kann sich auf den Roman einlassen. Es ist sicherlich eine Belastung, die aber auch durchaus lohnenswert ist. Nichts für schwache Gemüter, aufgrund der vielen Trigger-Thematiken.

4

Emotional 〰️ Erschütternd 〰️ Traurig

Das Buch über lebenslange Freundschaft geht ans Herz 💔💔💔 Teilweise war es mir einfach etwas zu viel, zu lange, zu anstrengend. Leseempfehlung, aber sehr schwere Kost! TW für so ziemlich alles 🙃

5

Mehr als nur irgendein Buch!! Dieses Buch empfehle ich wirklich jedem, der mich nach Empfehlungen fragt. Denn ich denke bis heute noch so oft an dieses Buch. Die Story der 4 Freunde Jude, Willem, JB und Malcolm lässt mich einfach nicht los. Ihre Freundschaft und Loyalität zueinander über viele viele Jahre, gar Jahrzehnte hinweg und durch verschiedene Phasen ihres Lebens ist für mich der Inbegriff von „Freunde ein Leben lang“. Ich hatte während dem Lesen sämtliche Emotionen: Freude, Trauer, Wut, Ekel, Fassungslosigkeit aber auch Liebe, Hingabe, Zusammenhalt. Kein Buch beschreibt das Leben so sehr wie dieses. Klar kann man meinen, dass es besonders Jude hart trifft und es vllt etwas „zu viel“ ist aber manchmal ist es doch einfach so. Eine arme Sau bleibt eine arme Sau - nicht immer aber hier eben schon. Dafür dass dieses Buch ein Zufallskauf war, bin ich immernoch stark verbunden mit dieser Geschichte.

5

Es hat mich zerstört! Jude 😪😪😪

Diese Geschichte ist so unglaublich herzzerreißend. Auf eine grausame Art und Weise. Es passiert nahezu nichts schönes. Nur Leid, Kummer und Schmerz. Man fragt sich: wie viel kann ein Mensch ertragen??? Durch den langen Einstieg ist man tatsächlich mittendrin, sobald die geschehen beginnen und nimmt es nochmal krasser auf. Ich hab mehrfach überlegt ob ich abbreche, weil es mich nicht los lässt. Alleine darüber zu lesen ist wirklich heftig. Mit mehreren Pausen und vielen Tränen habe ich es dann geschafft. Ließ es bitte nur, wenn du dir die triggerwarnung angesehen hast. Und selbst dann wirst du noch nicht bereit sein..

4.5

Willem & Jude 🖤🥀

Das intensivste Buch, das ich je gelesen habe. Hat mich tief beschäftigt – besonders Willem & Jude 💔 So oft denke ich noch an ihre Geschichte…Etwas langatmig am Anfang (ca. 400 Seiten), aber dann einfach nur heftig. Sehr gut recherchiert, tiefgründig & traurig.

5

Ach Jude…❤️‍🩹

Dieses Buch hat mich völlig zerstört und emotional zurückgelassen. Es ist nichts für schwache Nerven, die Content-Warnungen sollte man unbedingt ernst nehmen! Dennoch ist es eines der eindrucksvollsten Bücher, die ich je gelesen habe. Hanya Yanagiharas Schreibstil ist einzigartig. Niemand schreibt so wie sie. Mit einer unglaublichen Intensität formt sie ihre Charaktere so lebendig, dass es sich anfühlt, als würden Jude, Willem und alle anderen wirklich existieren. Ihre Geschichten gehen unter die Haut und lassen einen nicht mehr los. Ich habe lange gezögert, ob ich dieses Buch lesen soll. Aber es lohnt sich so sehr! Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht daran denke. Ein wenig Leben tut weh, aber genau deshalb bleibt es für immer. 🫂

5

Fesselnd, aufwühlend, tragisch.

Mein Lesehighlight in 2024.

Fesselnd, aufwühlend, tragisch.
5

Ein emotional brutaler Roman, der tief trifft, lange nachhallt und einen nicht unversehrt zurücklässt.

"Ein wenig Leben" braucht Zeit, um sich zu entfalten. Die ersten rund 100 Seiten sind eher ruhig und fordernd, doch danach entwickelt sich der Roman zu einer unglaublich fesselnden und intensiven Geschichte. Mit jeder Seite wächst die emotionale Wucht. Besonders die Figur Jude geht tief unter die Haut – sein Leid, seine Ängste und seine innere Zerrissenheit sind kaum auszuhalten und dennoch unmöglich zu ignorieren. Man fiebert mit, verzweifelt mit und spürt immer wieder diese bedrückende Schwere, die über allem liegt. Was dieses Buch so besonders macht, ist die Konsequenz, mit der es seine Geschichte erzählt. Es ist ein epischer Roman, der nichts beschönigt und emotional stark fordert. Gleichzeitig entsteht eine tiefe Verbindung zu den Figuren, die einen nicht mehr loslässt. Ein sehr intensives, bewegendes Buch – aber definitiv nichts für schwache Nerven.

Ein emotional brutaler Roman, der tief trifft, lange nachhallt und einen nicht unversehrt zurücklässt.

Wie? 💔

Wie soll ich weitere Vorfälle überleben? 💔 Wie? 💔 Dieses Buch zerreißt mich. In Stücke. Klitzekleine Stücke. 😩😭

Wie? 💔
4.5

Puhhhh.. nach diesem Buch ist erstmal alles anders. Mit anderen Worten… es zerstört dich!

-Eins vorweg. Dem Buch fehlt die Triggerwarnung! Das ist harter Tobak der hier detailliert geschildert wird- Ein wenig Leben ist eine sehr langsam erzählte Geschichte über Freundschaft, Liebe, Unglück und Missbrauch. Das Buch ist unfassbar emotional und grausam zugleich. So wird das Wohlbefinden beim Lesen auf links gedreht, man fühlt mit den Charakteren mit und durchlebt das unfassbar tragische Leben des Protagonisten Jude. Die Autorin baut eine bittere, ernste und vor allem realistische Welt auf, die sich um Missbrauch, Freundschaft, Menschlichkeit, Unvollkommenheit und Versagen dreht. Schlichtweg ums Mensch sein. Hautpsächlich geht es in erster Linie um das Leben des Protagonisten Jude und dem unvorstellbaren Missbrauch der ihm als Kind und Erwachsener mehrfach widerfährt. Aber letztendlich liegt der Fokus des Buches auf die bedingungslose Liebe seiner Mitmenschen und seinen Freunden. Auf das Verzeihen und auf das Mitgefühl untereinander. Auch wenn das Buch an einigen Stellen sich wahnsinnig zieht, man das Gefühl hat, es könnte viel kürzer sein, liegt die Genialität darin, dass die Autorin sich extrem viel Zeit nimmt, die Geschichte so unaufgeregt und langsam zu erzählen, damit die Atmosphäre in der das Buch spielt sich deutlich entwickeln kann. Und diese wirkt so eindringlich und realistisch, dass sie den Leser nahezu Platt macht. Ganz ohne billige Plots, Wendungen und Hollywood. Manche Situationen hätten durchaus kürzer ausfallen können. Aber vielleicht braucht es eben auch diese teils monotone Erzählweise von alltäglichen Dingen. Schön ist, dass die Protagonisten alle erfolgreiche und stinkreiche Menschen sind, denen es aber in ihrem Schicksal nicht hilft und auch nicht glücklich macht. Eine tolle Lehre. Zudem gibt es keinen Höhepunkt. Man weiss zu Beginn schon wo die Reise hingeht und man denkt schon früh darüber nach, ob man diese emotionale Härte durchhält oder nicht doch lieber abbrechen soll. Die Autorin erschafft zudem ein sehr gesundes Männerbild und lässt keinen Raum für patriarchale Denkweisen. Und das ohne aufdringlich und anklagend zu wirken. Hier zeigen Männer tiefste Emotionen, was ungewohnt wirkt, aber sowas von richtig ist! Ein Buch, das viel Durchhaltevermögen erfordert, sich erst im Gesamten als nahezu Meisterwerk entpuppt. Und das einem emotional komplett zerstört.

Puhhhh.. nach diesem Buch ist erstmal alles anders. Mit anderen Worten… es zerstört dich!
5

Man liest nicht - man durchlebt es

Hat mich überwältigt. Innerhalb von zwei Wochen gelesen, aber am Ende fühlte es sich an als hätte man ein ganzes Leben durchlaufen. Es ist teilweise unfassbar grausam, aber auch zärtlich & intensiv – habe mich beim Lesen immer wieder gefragt: Wie kann man so eine Geschichte schreiben? Es war mir nicht zu lang, die ganzen Details, die verschiedenen Perspektiven und Jahrzehnte, man verliert sich in dieser Konstellation aus Gewalt, wahrhafter Liebe und echter Freundschaft. Eine emotionale Achterbahnfahrt an die ich noch oft denken werde…ach Jude. Ein wenig Leben hat mir wieder gezeigt wieviele Emotionen Bücher in einem auslösen können, Danke. Als ich das Buch beendet hatte bin ich nochmal zum Anfang zurückgekehrt….hätte nie geglaubt was mich da erwartet.

Man liest nicht - man durchlebt es
3

beendet am: 03.09.25 Sprache: Englisch < Jude, JB, Willem und Malcolm: Vier New Yorker, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. > Fantastischer Schreibstil, der die Welt der Charaktere und deren Gedanken und Gefühle so schön erzählt. Es ist faszinierend, wie gut die Autorin es schafft ca. 25 Jahre eines Lebens in etwas mehr als 800 Seiten unterzubringen und trotzdem das Gefühl entsteht, als wäre man jeden einzelnen Tag bei den Charakteren gewesen. Auch sind die vier Männer sehr realistisch und greifbar ausgearbeitet. Sie sind vielschichtig und interessant geschrieben und der Wechsel zwischen den Perspektiven der Protagonisten liefert extrem tiefe Einblicke in deren innere Welt. Der Aufbau in mehrere große Kapitel hat mir auch sehr gut gefallen. ABER: Ich hatte irgendwann das Gefühl die Autorin genießt es Jude leiden zu lassen. Alles Schlimme, was man sich vorstellen kann, passiert diesem Mann und es war irgendwann einfach nur noch grauenhaft noch ein tragisches Erlebnis von ihm zu entdecken. Dass Jude einfach fast nie eine Pause bekommt, hat mich so sauer auf die Autorin gemacht und mich leider auch immer wieder aus der Geschichte raus gebracht. Mir ist bewusst, dass es der Sinn der Story war, aufzuzeigen, dass manche Menschen einfach keine Pause bekommen, aber es war mir trotzdem einfach viel zu viel. Das lag wahrscheinlich auch daran, dass ich die Charaktere alle so gerne mochte und sie deshalb nicht leiden sehen wollte. Was allerdings mein viel größeres Problem mit dem Buch ist, dass es meiner Meinung nach Selbstverletzung sehr verherrlicht. Es wird immer wieder gesagt, dass es nicht gut ist und auch gezeigt, wie die Menschen im Umfeld der Person, die sich verletzt, leiden. Allerdings werden die Passagen, in denen es um Selbstverletzung geht, viel zu sehr romantisiert und sind auch viel zu grafisch beschrieben. Als Leser bekommt man quasi ein „How to?“ der Selbstverletzung. Es wirkt fast so, als wollte die Autorin zeigen, dass es was schönes ist, sich selbst wehzutun und das finde ich nicht gut. Was ich auch schade finde ist, dass fast jeder in Judes Leben sein selbstzerstörerisches Verhalten ermöglicht und einfach geschehen lässt. Manchmal brauchen Menschen etwas tough love, damit es ihnen besser geht, aber das hat sich keiner von Judes Freunden getraut, ihm zu geben. Wenn man allerdings mit den genannten Kritikpunkten zurechtkommt, ist es definitiv ein lesenswertes Buch. Allgemein war das Buch eine gute Werbung für Therapie, damit die schönen Momente im Leben auch als solche erkannt und genossen werden können und nicht von den schlimmen Momenten überschattet werden. Ich werde das Buch auch sehr wahrscheinlich nochmal lesen, da es wirklich schön geschrieben ist und ich die Charaktere sehr gerne mag.

5

Vor neun Jahren habe ich diesen Text über „Ein wenig Leben“ geschrieben. Gestern hat mich tatsächlich jemand gefragt, ob ich dieses Buch gelesen habe – und plötzlich war alles wieder da. Dieses Gefühl nach der letzten Seite, diese Schwere, die dieses Buch hinterlassen hat, und der Drang, die eigenen Gedanken irgendwie in Worte zu fassen. Ich lasse den Text heute ganz bewusst genauso stehen, wie ich ihn damals geschrieben habe. Ungefiltert, emotional und mitten aus diesem Moment heraus. Denn genau so hat sich dieses Buch angefühlt. Ich glaube nicht, dass ich „Ein wenig Leben“ jemals ein zweites Mal lesen werde. Dafür ist diese Geschichte zu grausam, zu intensiv, zu schmerzhaft. Aber aus meinem Regal würde ich es trotzdem niemals geben. Manche Bücher liest man nur einmal – und trotzdem begleiten sie einen ein Leben lang. Wie kann ein Buch gleichzeitig die schönste, schlimmste, grausamste, am besten geschriebene, beeindruckendste, qualvollste, großartigste Geschichte beinhalten, die man je gelesen hat? Wie kann man versuchen, ein Buch zu beschreiben, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt? So ein lächerliches Alphabet mit nur 26 Buchstaben? Wie sollen diese jemals auch nur ansatzweise das heraufbeschwören können, was „Ein wenig Leben“ mit mir gemacht hat? Und doch hat „Ein wenig Leben“ ironischerweise genau diese absurde kleine Anzahl an Buchstaben gebraucht, um zu einem Buch zu werden, das ich nie wieder vergessen werde. Weil man es nicht vergessen kann. Weil es dich mit jeder Seite ein kleines bisschen mehr zerstört. Weil du bitterliche Tränen weinst, weil Sätze und Wörter, so intensiv und berauschend erzählt, dir um die Ohren fliegen, dass du glaubst, dass du es nicht schaffen kannst. Dass du diese Geschichte nicht schaffen kannst. „Ein wenig Leben“ hat mir leserisch alles abverlangt. ALLES! Und dann hat es dieses ALLES genommen und noch einmal verstärkt, es noch einmal ein bisschen unerträglicher gemacht. „Ein wenig Leben“ hat mich an eine Klippe gebracht, um mich dort stehen zu lassen und zu sagen: „Was ist los? Heulst du, weil du nicht fassen kannst, dass Bücher auch solche Geschichten erzählen können? Heulst du, weil es keine Gute-Laune-Welt ist, die du hier betrittst? Willst du aufgeben? Jetzt? Einfach so? Oder springen und es zu Ende bringen?“ Mehr als einmal war ich an diesem Punkt, an dem ich geglaubt habe, dass es nicht weitergeht. An dem ich im Kampf erschöpft zu Boden gesunken bin und gedacht habe: „Ich kann nicht mehr. Hier ist meine weiße Fahne! Ich gebe auf!“ An dem ich so viel Abstand wie möglich zwischen mich und diese Geschichte bringen wollte. Aber irgendetwas hat mich immer wieder zurückgezogen – so sehr, dass ich die zweite Hälfte des Buches, obwohl ich für die erste Hälfte über zwei Wochen gebraucht habe, in drei Tagen zu Ende gelesen habe. Und nun sitze ich hier. Voller blauer Flecken, die nicht eingebildet sind. Diese Geschichte hinterlässt Spuren in der Seele, die niemals verblassen werden, obwohl „Ein wenig Leben“ ein Buch ist, das ich nicht explizit weiterempfehlen würde. Es ist noch nicht einmal eine Geschichte, die man gelesen haben muss. Aber wenn man sich darauf einlässt, dann mit ALLEM. Mit dem Schmerz, mit den blauen Flecken, mit den Tränen, mit der Klippe, mit der Angst, die nächste Seite umzublättern. Mit einer Angst, die sich nicht erklären lässt, weil es nicht real ist. Und doch ist es so real, dass es weh tut. Und dass es eine Wunde ist, die lange braucht, bis sie wieder heilen kann. Wenn sie es überhaupt tut. „Wir brauchten mehrere Tage, um ihn zu lesen, denn obwohl er nicht lang war, war er zugleich endlos, und wir mussten immer wieder die Seiten niederlegen und uns von ihnen entfernen, um uns dann gegenseitig zu wappnen – Bist du bereit? –, uns hinzusetzen und ein weiteres Stück zu lesen.“ (S. 956)

Post image
3

Hype mit Vorsicht

Bin ehrlich, ich hab das Buch nur wegen des Hypes gelesen. Überall Videos, in denen Mädels weinen und fix und fertig sind - Das heißt das Buch MUSS ein Hit sein! Ich hab‘s auf Englisch gelesen und muss erstmal sagen, dass unfassbar viele extravagante Wörter benutzt werden, die ich mit Vergnügen übersprungen habe. Das Leben von allen 5 Freunden wird ausführlichst beschrieben und es wird ein Spannungsbogen bezüglich Jude‘s Vergangenheit gezogen. Für meinen Geschmack eeetwas zu lange, aber da ist jeder anders. Irgendwann war ich so ungeduldig, dass ich gar nicht mal mehr wissen wollte, was damals passiert ist HAHAHAHA Anyways.. als man dann zu besagten Stellen kam, wurde es einfach nur noch grausam. Und zwar kontinuierlich, sodass meine Vorstellungskraft einfach nicht mehr mitmachen wollte. Das Ende hat mich auch leer zurückgelassen, deswegen ist meine Bewertung nicht allzu gut. Mir hat das Buch nichts gegeben.

4

»Nicht die Verlorenen sind es, die man besucht, sondern die Menschen, die nach den Verlorenen suchen.«🥀

Ein unfassbar tragisches und wunderschön geschriebenes Buch, das jedoch gute 300 Seiten zu lang ist.😶‍🌫️ Das Schicksal von Jude ist so schrecklich, dass ich das Buch immer wieder weglegen und Pausen einlegen musste. Und jedes Mal, wenn ich dachte, es könne für ihn nicht schlimmer werden, wird immer wieder einer oben drauf gesetzt – und das wortwörtlich über 1.000 Seiten hinweg. Es ist eine hoffnungslose Abwärtsspirale voller Trauma, Schmerz und Verlust - wirklich einfach nur deprimierend.🥺

»Nicht die Verlorenen sind es, die man besucht, sondern die Menschen, die nach den Verlorenen suchen.«🥀
5

Für Jude 🩷

Ein Jahr später – und es lässt mich nicht los. Es ist über ein Jahr her, dass ich Ein wenig Leben gelesen habe. Und doch vergeht kaum eine Woche, in der ich nicht an Jude denke. An Willem. An diese Freundschaft, die Liebe, die Tragik. Dieses Buch hat etwas mit mir gemacht – etwas, das geblieben ist. Ich habe mir jetzt die Sonderedition gekauft, einfach weil sie so wunderschön ist und weil ich diesem Buch einen Platz in meinem Wohnzimmer geben will, als Teil meines Lebens. Erst gestern kamen mir wieder die Tränen, als ich jemandem davon erzählt habe. So tief sitzt der Schmerz, aber auch die Zärtlichkeit, die Nähe. Ein wenig Leben ist stellenweise kaum auszuhalten – und doch möchte man keine Seite missen. Mich hat noch nie ein Buch so tief bewegt, und ich glaube, keines wird es je in dieser Intensität wieder tun.

Für Jude 🩷
5

Dieses Buch bringt einen an seine Grenzen... und darüber hinaus!

Dieses Buch hat mich wirklich zutiefst erschüttert. Wir begleiten eine Freundesgruppe vom Anfang bis zum Ende ihres Lebens. 4 Freunde, die jeder für sich seine eigenen Probleme und Herausforderungen haben, welche sehr anschaulich und nachvollziehbar beschrieben werden. Trotz seiner beachtlichen Länge hat man nicht das Gefühl dass es langatmig ist, eher im Gegenteil. Es wurden alle relevanten Handlungen in dem Leben der 4 thematisiert. Die Handlung ist allerdings nichts für Jedermann. Man sollte sich darüber im Klaren sein, welche Themen hier behandelt werden, bevor man es liest. Dieses Buch ist wirklich harte Kost. Die hier behandelten Themen regen wirklich zum Nachdenken an und machen einem erstmal so richtig bewusst, wie anders das Leben eigentlich verlaufen kann. Die Leben der im Buch dargestellten Personen unterscheiden sich komplett voneinander und verlaufen sehr unterschiedlich in ihren Höhen und Tiefen. Es wird einem überdeutlich vor Augen geführt, zu welchen Gräueltaten Menschen eigentlich imstande sind. Besonders schockiert und zugleich fasziniert hat mich das Leben von Jude. Jude ist ein wahnsinnig starker Charakter, der aufgrund seiner Vielschichtigkeit und seiner enormen Entwicklung, in "Ein wenig Leben" den stärksten Anteil erhalten hat. Durch die enorme Abnormalität und Absurdität vergisst man schnell, dass diese Taten nicht nur in Büchern vorkommen, sondern für manche Menschen groteskerweise Alltag sind.

3.5

Eine emotionale Achterbahnfahrt

Zunächst muss ich gestehen: Ich wusste nicht, wie ich diese Rezension beginnen soll. Nachdem ich einige andere Bewertungen zu diesem Buch gelesen habe, stellte ich fest, dass es vielen ähnlich geht – man kommt einfach nicht so recht an die richtigen Worte. Also fange ich einfach an, in der Hoffnung, dass sich diese Rezension irgendwie von selbst strukturiert. 😂 ------------------------------- Als erstes möchte ich anmerken, dass ich es sehr schockierend fand, dass das Buch keine Triggerwarnungen enthält. Es ist definitiv keine Lektüre für psychisch instabile Menschen – besonders nicht für diejenigen, die Traumata oder Tendenzen zu selbstverletzendem Verhalten haben. Deshalb liste ich hier ein paar Triggerwarnungen auf: • Selbstverletzendes Verhalten • Suizid • Drogenkonsum • Gewalt / häusliche Gewalt • Misshandlung • Traumata/Flashbacks • Blut • Tod Darum geht's: Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara folgt vier Freunden in New York City, wobei der Fokus auf Jude liegt, dessen traumatische Vergangenheit ihn immer wieder einholt. Der Roman erforscht die Auswirkungen von Missbrauch und Gewalt auf Judes Leben und seine Beziehungen zu seinen Freunden. Trotz seiner Erfolge kämpft Jude mit emotionalen und körperlichen Wunden, die ihn zu zerstören drohen. Die Geschichte behandelt Themen wie Freundschaft, Liebe, Trauma und Heilung. Meine Meinung: Ich muss ehrlich sagen, dass sich die Geschichte ziemlich zieht. Erst ab Seite 450 konnte ich wirklich in die Story eintauchen – ab diesem Punkt hatte ich endlich wieder das Gefühl, dass es spannend wird und ich weiterlesen wollte. Zwischendurch gab es zwar immer wieder schockierende Rückblicke in Judes Vergangenheit, aber danach zog es sich oft wie Kaugummi. Diese Längen/Erzählungen sind natürlich wichtig, um die tiefere Freundschaft zwischen Jude, Willem, JB und Malcolm zu verstehen. Wir bekommen detaillierte Einblicke in ihre Schwächen, Stärken, Charakterzüge und Ansichten, was die Figuren definitiv tiefgründig und lebendig macht. Mir persönlich sind gut entwickelte Charaktere immer besonders wichtig, aber hier wurde das Buch durch die wirklich ausführlichen und intensiven Einblicke in die Innenwelt der Figuren irgendwie etwas zu langsam. Oft musste ich mich richtig konzentrieren, damit nicht nur meine Augen, sondern auch mein Geist den Text erfasste. Zusätzlich hatte ich anfangs Schwierigkeiten, mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Die ständigen Wechsel der Perspektiven haben mir anfangs sehr zu schaffen gemacht, und ich empfand das Ganze als ziemlich anstrengend. Es ist wirklich keine leichte Lektüre – sie erfordert volle Aufmerksamkeit und Konzentration. Außerdem werden sehr schwierige und oft unangenehme Themen behandelt, die einem ein unangenehmes Gefühl im Magen hinterlassen. Zum Glück haben mich aber Sheila (@buch_wolke) und Tabea aus dem Buchclub motiviert, weiterzulesen. Und trotz der Schwächen muss ich sagen, dass ich wirklich froh bin, das Buch gelesen zu haben. Es ist zwar schwer und düster, fast wie eine Depression in Buchform, aber auf eine gewisse Weise ist es dennoch lesenswert. Dieses Buch wird mir auf jeden Fall lange in Erinnerung bleiben. Ich habe so viele Emotionen durchlebt, dass ich einfach nicht anders konnte, als darüber zu sprechen. Sogar der beste Freund meines Mannes musste sich anhören, was gerade in der Geschichte passiert, weil ich einfach reden musste. 😂 ⭐️⭐️⭐️✨️

5

Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss.

Erzählt wird die Geschichte von Malcolm, JB, Jude und Willem, die sich in jungen Jahren kennenlernen. Wir verfolgen ihren Werdegang, wobei im Laufe des Buches ein besonderer Augenmerk auf Jude gelegt wird. Dieser ist körperlich beeinträchtigt und man merkt ihm an, dass er ein Trauma bewältigen muss. Wie groß und umfassend dieses Trauma ist, entblättert sich im Laufe des Buches. Stückchen für Stückchen erfährt man mehr von Judes Vergangenheit, blickt in tiefe Abgründe, die Judes destruktives Verhalten in der Gegenwart erklären. In der Gegenwart ist die Liebe und Freundschaft, die Jude von seiner Umgebung erfährt, wirklich sehr berührend. Die Menschen um ihn herum setzen alles in Bewegung, um Jude zu helfen. Jude aber ist so gefangen in seinem Trauma, dass er diese Hilfe nicht annehmen kann, sich nicht vorstellen kann, dass jemand solche Liebe für ihn empfindet. Viele Fragen werden aufgeworfen: Wieviel Schmerz und Trauma kann ein Mensch ertragen? Warum nimmt er keine Hilfe an? Wie verhält man sich gegenüber einem Menschen, der keine Hilfe annimmt? Wann hört Freundschaft auf und wann beginnt Verantwortung? Dieses Buch war nicht leicht zu lesen. Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt, wobei die Achterbahn meist in den Abgrund rast und nur selten, kurz nach oben schnellt. Nur selten kann man ein wenig aufatmen und sich über eine positive Wendung freuen. Auch weil unterschwellig immer das Leid begleitet, weil es nie eine nur positive Zeit gibt. Ich musste das Buch zwischendurch pausieren und habe lange mit mir gerungen, ob ich weiterlese, da es mich an die Grenze des Erträglichen gebracht hat. Das Buch löste bei mir so viele Gefühle aus. Verzweiflung, Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Wut gegenüber eines Protagonisten, der so viel Trauma erlebt hat, sich aber weigert Hilfe anzunehmen. Mir fällt es schwer, eine Leseempfehlung auszusprechen, da mich das Buch zwar sehr berührt, aber auch sehr an meine Grenzen gebracht hat. Es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, für das man emotional gewappnet sein sollte, auf das man sich einlassen muss. Auch ein Buch, das lange nachhallt.

4

Ein Buch, dass einem alles abfordert!

Man kann für dieses Buch keine Leseempfehlung aussprechen. Es ist einfach zu grausam. Wir begleiten Jude viele Jahre seines Lebens. In Rückblenden erfahren wir Schritt für Schritt Dinge aus seiner Kindheit und Jugend, die so furchtbar sind, dass sie bis in sein Erwachsenenleben Auswirkungen haben und ihn daran hindern sich selbst als wunderbaren Menschen wahrzunehmen und Liebe von anderen anzunehmen. Jude lernt während seines Lebens Menschen kennen, die ihn lieben und es sehr gut mit ihm meinen, ihn lieben und ihm Halt geben. Das macht einem beim Lesen Hoffnung und doch kommt von Kapitel zu Kapitel eine neue Tragödie hinzu. Abzug gibt es, weil ich am Anfang etwas brauchte, um rein zu kommen, aber das dran bleiben hat sich gelohnt. Auch zwischendrin gab es die ein oder andere Länge, evtl. wäre das Buch auch mit 150 Seiten weniger ausgekommen. Die Sprache hat mir sehr gut gefallen. ACHTUNG: Es geht um sexuellen Missbauch, Selbstverletzung, Gewalt, Esstörungen und suizidale Gedanken.

5

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

Oh Wow - ich weiß gar nicht was ich sagen soll, außer lest dieses Buch!! 🥺 Diese Buch hat mich emotional zerstört und ich musste zum ersten Mal seit langem bei einem Buch weinen. Wer Lust auf eine Gefühlsachterbahn von Emotionen hat (meist abwärts), der ist bei diesem Buch genau richtig! ‼️Aber Achtung: lest die Triggerwarnung bevor ihr zu dem Buch greift! ‼️

4.5

Ein Geschichte, die sich wie ein Faustschlag in den Magen anfühlt.

Die Geschichte rund um die vier Freunde Jude (Anwalt), Willem (berühmter Hollywood-Schauspieler), Malcom (Stararchitekt) und JB (Künstler) fing recht harmlos an. Normalerweise bringt mich auch nichts so schnell aus der Ruhe, doch das Buch hat es geschafft, dass ich es zeitweise beiseite legen musste. Einige Geschehnisse waren so ungeheuerlich, dass mein Gehirn sich immer wieder einredete: "So viel Schlimmes kann einem Menschen doch niemals auf einmal passieren!" Ein naiver Gedanke. Judes dunkle Vergangenheit wird schrittweise entblättert und immer dann, wenn ich mir dachte, dass es nun für ihn besser wird und er endlich sein Leben genießen kann, passiert irgendein Mist. Teilweise war das schwer zu ertragen. Das Buch hat aber auch seine Schwächen: 1. Es ist eindeutig zu lang. Manche Passagen hätten gewiss gekürzt werden können. Gelegentlich habe ich Stellen überblättert ohne das Gefühl zu haben, etwas Wichtiges verpasst zu haben. 2. Die Beziehung der vier Männer erschien mir manches Mal zu "perfekt". Sie gingen so liebe- , rücksichts- und verständnisvoll miteinander um, dass es schon fast traumhaft war. Was zum nächsten Punkt führt: 3. Alle Figuren waren entweder schwarz oder weiß. Entweder besonders gut, freundlich und liebevoll oder schrecklich brutal und unmenschlich. Ich muss zugeben, dass dies allerdings auch dazu beigetragen hat, die unerträglichen Passagen auszugleichen. Immer dann, wenn ich das Gefühl hatte, dass ich nicht mehr weiterlesen kann, kamen die guten Szenen mit netten Figuren und tollen Gesprächen. Trotzdem hätte ich mir manchmal mehr Grauzonen gewünscht. 4. Der Satz "Es tut mir leid" wurde für mich in diesem Buch so oft verwendet, dass er inzwischen zu einer unbedeutsamen Brei aus Buchstaben verkommen ist. Ab der Mitte war es nur noch nervig und ich hätte am liebsten geschrien, dass sie damit aufhören sollen! Trotz dieser Kritikpunkte bereue ich es nicht, dieses Buch gelesen zu haben, denn ich habe mich manches Mal "gesehen" gefühlt. Gerade in den Szenen, in denen es um Judes Schmerzen ging. Die Beschreibungen, welche körperlichen und seelischen Auswirkungen regelmäßige Schmerzen oder unkontrollierbar auftretende Schmerzen haben, waren sehr gut beschrieben. Wer viel ertragen kann, für den ist dieses Buch sicherlich gut geeignet. Ich empfehle allerdings, während des Lesens regelmäßig etwas Schönes zu machen, damit die Geschichte einen nicht in seine verschlingende Dunkelheit zieht.

3.5

Das war eine Reise mit vielen Höhen und noch viel mehr Tiefen. Es ist ein unfassbar trauriges und niederschlagendes Buch. Es ist ein unglaubliche Geschichte über vier Jungs, die sich zu College-Zeiten kennengelernt haben. Trotz der emotionalen Tiefe, war es einfach viel zu lang! 960 Seiten wären definitiv nicht nötig gewesen. Auch gab es viele Zeitsprünge die einen zwischendurch sehr verwirrt haben. Möchten sie alle ihren Frieden gefunden haben.

Beitrag erstellen