Edition Bohren. / Ekklesiologie.

Edition Bohren. / Ekklesiologie.

Taschenbuch

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Beschreibung

Wer über die Kirche nachdenkt, merkt bald, dass es schwierig ist zu sagen, was Kirche sei, denn da gibt es Spannungen: Die Institution wird oft als Gegenüber zu erlebten Gemeinde vor Ort erfahren, das Verhältnis des Einzelnen zur Gemeinde ist weithin ungeklärt; in der systematischen Theologie wird die Lehre von der Kirche traditionell erst kurz vor der Lehre von den letzten Dingen behandelt, da scheint die Kirche beinah überflüssig für das Heil der Menschen zu sein, denn es ist bereits fast alles, was heilsnotwendig ist, vorher ausgesagt. R. Bohren hat die Ekklesiologie als Gespräch konzipiert und dialogisch entfaltet. So wird man beim Lesen ins Denken mit hinzein gezogen, kann Stellung beziehen, sich einmischen. Dabei wird deutlich, dass es noch viel zu entdecken gibt, was aus ganz unterschiedlichen Interessen heraus oft verdeckt bleibt. Die Überlegungen dieses Bandes regen dazu an, Verkrustetes aufzubrechen, verschüttete Zugänge freizulegen und in der Verantwortung für die Kirche zugleich dem Herrn der Kirche die Ehre zu geben.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Religion & Glaube
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
312
Preis
20.40 €

Autorenbeschreibung

Rudolf Bohren (* 22. März 1920 in Grindelwald; † 1. Februar 2010 in Dossenheim bei Heidelberg) war ein evangelischer Theologe mit dem Schwerpunkt Praktische Theologie aus der Schweiz, der mit seinem pneumatologischen Denkansatz und mit seinen Anregungen zu einer theologischen Ästhetik die Praktische Theologie 50 Jahre lang von 1959 bis 2009 maßgeblich mit prägte. Bohren studierte Evangelische Theologie in Bern und Basel vor allem bei Eduard Thurneysen und Karl Barth. Er schrieb bei Oscar Cullmann eine Dissertation über „Das Problem der Kirchenzucht im Neuen Testament“ (1952). Am 16. Mai 1945 wurde er in Bern in die Gemeinschaft reformierter Prediger als Verbi Divini Minister (VDM) aufgenommen. Von 1945 bis 1958 war er Pfarrer in Bern, im aargauischen Holderbank und in Arlesheim, einem Vorort von Basel. Die Erfahrungen in den verschieden strukturierten Gemeinden haben seine wissenschaftliche Arbeit geprägt. 1958 wurde er als Professor für Praktische Theologie an die Kirchliche Hochschule Wuppertal berufen. 1972 bekam er einen Ruf an die Kirchliche Hochschule Berlin, 1974 an die Universität Heidelberg, wo er eine Predigtforschungsstelle aufbaute.