Echtzeitalter
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Beschreibung
«Ein Internatsroman, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, der den Vergleich mit Robert Musil oder Hermann Hesse nicht scheuen muss.» Denis Scheck, ARD Druckfrisch
Auf den ersten Blick ist es die Kulisse für ein großes Abenteuer: das traditionsreiche Internat mitten in Wien, umgeben von einem Park mit Hügeln, Sportplätzen und einer historischen Grotte. Aber Till kann weder mit dem Lehrstoff noch mit dem snobistischen Umfeld viel anfangen. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, konkret: das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2 . Ohne dass jemand aus seiner Umgebung davon wüsste, ist er mit fünfzehn eine Online-Berühmtheit, der jüngste Top-10-Spieler der Welt. Nur: Wie real ist so ein Glück?
«Eine witzige, kühl analysierende, einfühlsame Geschichte junger Menschen im 21. Jahrhundert ... Ein herausragender Gegenwartsroman.» FAS
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Nicht wie ihr, sein erster Roman, wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet und stand 2019 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis, den er 2023 für seinen zweiten Roman, Echtzeitalter, erhielt. Tonio Schachinger lebt in Wien.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beiträge
Starker Beginn- dann leider zäh
Der Gewinner des Deutschen Buchpreises ist ein Gesellschaftsroman, der in Österreich in den 2010er Jahren spielt und mit Beginn der Pandemie 2020 endet. Der Protagonist geht auf ein Wiener Internat und ist Gamer. Es geht viel um Gesellschaft in Österreich, das System Schule als elitäres System, strukturellen Machtmissbrauch in der Schule (jeder kennt die genannten Lehrer Typen aus der eigenen Schulzeit) und das Videospiele spielen. Ich fand es phasenweise zäh, glaube aber, dass es die richtigen Leute unglaublich anspricht. Für mich hat sich eher gezeigt, dass ich nicht die Zielgruppe für die Literatur des Deutschen Buchpreises bin.
Echtzeitalter von Tonio Schachinger erzählt die Geschichte des 15 jährigen Till,der in Wien ein traditionsreiches Internat besucht,in dem er sich als eher introvertierter Schüler schwer tut. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, insbesondere das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2,worin er es in die Top 10 der Welt schafft. Um seiner Spielleidenschaft nachgehen zu können,nimmt er Bestrafungen seines Lehrers Dolinar klaglos hin. Der Schulalltag wird authentisch beschrieben und Erinnerungen an meine eigene Schulzeit kamen hoch, obwohl die schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt.Aber manches ändert sich wohl nie....😁 Aufgrund der langen verschachtelten Sätze musste ich mich sehr konzentrieren,damit ich am Ende des Satzes noch wusste,wie er angefangen hat. Kein Buch für mal eben zwischendurch. Trotz allem fand ich es interessant Tills Schullaufbahn bis zur Matura zu verfolgen.
Age of Empire 2 als Rückzugsort im turbulenten Wien 🇦🇹
Wie eine manchmal wilde, manchmal ruhige Achterbahnfahrt im Wiener Prater…. Wer mag begleitet Till auf seiner Reise zum 18 jährigen Abiturienten in Coronazeiten. Till lernen wir mit circa 8 Jahren kennen. Wir erfahren ersten Schmerz, erste Liebe, erste Konflikte mit alteingefahrenem Wiener Lehrertum, neue Freundschaften und den Verlust der ersten Freundschaften. Wir erleben politischen Umbruch und erinnern uns kurz wieder daran, als man in Bars noch rauchen durfte. Und wir lieben irgendwie auf nostalgische Art die uns bekannten Reclame-Hefte (Insider: mit oder ohne Bindestrich, Herr Dolinar;-)) Wenn uns die Welt zuviel wird, schnappen wir uns nen Bürostuhl und schauen Till zu, wie er Age of Empire 2 spielt und zur Weltklasse aufsteigt. Den Controller darfst du bei diesem Buch zwar nicht übernehmen, aber lass dich treiben und genieße den wilden Ritt durch die Wiener 2010er- 2020er Jahre. 🎮 🏫 🤍 🇦🇹
Ich war sehr neugierig und skeptisch. Ein Roman über einen Schüler an einem elitären Wiener Gymnasium , Till Kokorda, der dem tyrannischen Klassenlehrer und dem realen Leben empfiehlt , indem er Age of Empire spielt und dabei unglaublich ( und unbemerkt ) sehr erfolgreich ist/ wird. Es war super gut zu lesen- Schachinger schreibt flüssig und bildhaft. Was einem Nicht- Gamer( wie mir) auch die Seiten mit den Spielsequenzen / Spielerklärungen leichter macht. Es erklärt mir die Magie der Fluchtmöglichkeit ins Spiel, vor dem normalen/ nicht so erfolgreichen/ problematischen Leben. Er wird soooo erfolgreich ( unter der Top Ten) und doch ist es in seinem Umfeld unrelevant, weil es ja kaum einer mitbekommt. Viele politische Themen der österreichischen Politik tauchen auch auf. Verbunden mit dem Wortwitz des Romans, kam das bei mir richtig gut an. Ob das Buch des deutschen Buchpreis nun verdient hat, oder nicht?!? Ich habe es ganz gerne gelesen.
Ein Buch über mein Zeitalter! Ich hab mich sehr in meine eigene Gymnasialzeit zurückversetzt gefühlt. Auch wenn Tills Erlebnisse am Marianum sehr viel extremer waren und ich keinen Dolinar als KV hatte. Alles Ereignisse des Buches habe ich selbst miterlebt, was für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht hat - eben genau mein eigenes Echtzeitalter. Ein Stern Abzug für den Stil und die Sprache von Tonio Schachinger, die zwar zum Buch irgendwie passen, aber mich nicht so abgeholt haben.
Tldr; Coming-of-Age-Roman mit sehr schicker Sprache. Thematisch hangelt sich die Geschichte zwischen Internatsleben, Gaming, Nachtleben, Leistungsdruck, Verliebsein und dem Umgang mit Verlust und Krankheit hin und her. Zwischendurch wird die Handlung beiseite gelegt um Anekdoten zur Wiener Kultur-, Politik- und Literatur-Szene zu erzählen. Wir lernen Till als Kind kennen und begleiten ihn durch seine komplette Schullaufbahn bis zur Matura. Er landet in der Klasse mit dem strengsten Lehrer der Schule und entwickelt ein riesiges Interesse an Age of Empires 2, worin er nach einigen Jahren Übung einer der besten Spieler der Welt wird. Für mich war dieser Zwiespalt das spannendste am Buch: Till ist in seiner Bubble einer der größten Namen der Szene und seine Matches werden von Fans auf der ganzen Welt verfolgt, wohingegen er im 'echten' Leben ein eher introvertierter, durschnittlicher Schüler ist, der große Probleme damit hat, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden. Der Satzbau und die Wortwahl sind gewöhnungsbedürftig, aber super interessant gestaltet und vom reinen Leseerlebnis hat mir das Buch richtig Spaß gemacht. Es hilft, das Buch auch über die, für mich persönlich, eher Zähen stellen, wie z.B. die Beschreibungen der österreichischen Politik, zu tragen. Als Mensch der seit Kindestagen mit AoE2 aufgewachsen ist und das Geschehen in, und um das Spiel herum regelmäßig verfolgt, musste ich vielmals vor Freude laut lachen, wenn ein Scheinwerfer auf die verschiedenen Aspekte dieser kleinen und doch sehr leidenschaftlichen Community geworfen wurde. So werden neben offensichtlichen Begriffen wie T90, TheViper und der Definitve Edition auch Bezug auf super nieschige Facetten dieser Welt genommen. Der Gedanke daran, dass in dem, mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichneten, Roman des Jahres 2023 Begriffe und Namen wie "low elo legends", "forest nothing" und "Fatslob" vorkommen, zaubert mir jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, ein Lächeln ins Gesicht. Falls es nicht offensichtlich ist, ist dieser Teil der Bewertung extrem subjektiv und absolut biased. Ich würde gerne auch mal eine Meinung darüber hören, wie jemandem das Buch gefallen hat, der noch nie, oder nur kaum, von AoE2 gehört hat und speziell, wie dieser Person der Aspekt des Buches gefallen hat. Gerade im Bezug auf AoE2 wurde hier entweder sehr gut recherchiert, oder, wovon ich eher ausgehe, auf eigenes Interesse des Autoren zurückgegriffen. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Roman und empfehle ihn gerne weiter!
Gemischte Gefühle
Die Thematik an sich fand ich super interessant. Auch die Einbeziehung des Computerspiels Age of Empires 2 sehe ich sehr positiv und spannend. Der Anfang war angenehm zu lesen und auch das Ende bzw. der ganze letzte Teil war super schön. Ich kann aber auch die Leute verstehen, die in ihren Rezensionen geschrieben haben, dass sie das Buch abgebrochen haben, da sich der Mittelteil des Buchs sehr zieht. Außerdem wird viel über den Schulalltag berichtet, der für mich oft so beschrieben wird, dass man ihm kaum folgen kann. Alles in allem habe ich mir etwas mehr erhofft vom „Roman des Jahres 2023“, wurde aber auch nicht komplett enttäuscht.
Deutscher Buchpreis 2023
Was hat mir gefallen?. Die Tatsache das Till AoE spielt und das als Profi. Ich selbst habe auch stundenlang AoE gespielt für mich alleine. AoE Age of Empires, wer kennt es nicht? ;-) Schule muss man überstehen und dort ist er wohl im Unterricht kein Profi. Das Buch ist in Gefahr zum "Lehrer, die wir hatten" Roman abzugleiten. Der neurotische Deutschlehrer oder wars der Mathelehrer ? ist dem Autor ganz gut gelungen. Aber so richtig gepackt hat mich das Buch nicht, Deutscher Buchpreis , dann war es ja Jahresbester Roman.....
Coming-of-Age Geschichte in Wiener Eliteschule
Wir begleiten in Toni Schachingers Coming-of-Ages-Roman den 14-jährigen Till bis zu seiner Abschlussprüfung in einem elitären Wiener Gymnasium. Einen Ausweg aus dem als unfrei, sinnlos und einengend empfundenen Schulleben stellt für Till seine professionelle Karriere als Gamer des Computerspiels AOE2 dar. Eine absolute Stärke des Romans ist sicherlich die ironische Zeichnung der Lehrkräfte des Gymnasiums sowie des Schullebes und der zeitgenössischen Wiener Gesellschaft. Noch viel eindrücklicher als die Hauptfigur Till, dessen Entwicklung sich gerade im Mittelteil des Romans nur sehr kleinschrittig mitverfolgen lässt, war für mich die undurchschaubare, überraschende und rebellische Freundin Fila, die Till erst den nötigen Schwung verleiht, seinem Leben eine notwendige Wendung zu geben. Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch mit tollen Figurzeichnungen, aber auch kleineren Längen im Mittelteilm. Der Roman hat nicht zu Unrecht den Deutschen Buchpreis 2023 gewonnen.
Till sieht in Echtzeit zu, wie Feli sich jede Woche verändert, ohne wirklich anders zu werden, sich jede Woche für eine neue Sache interessiert, ... Feli möchte irgendwann LSD ausprobieren, Till will nur AOE2 spielen, keines der anderen tausend Spiele, die es sonst noch gibt. (Zitat, Seite 255) Wie könnte man den Stil von Tonio Schachinger beschreiben? Mich hat er an gewisse Typen von früher erinnert, die mit in sich versunkener Präzision, Gebilde aus Spielkarten zusammen setzten. Kaum war das Kartenhaus fertig, gab es nach einem kurzen zurück gelehnten Prüfungsblick einen Fingerstupser - und das ganze Projekt war erledigt! So baut der Autor hier seine Konstrukte und torpediert sie nach einem Moment des Verharrens - in dem der Leser die Szenerie voll erfassen darf - mit gezielten Sätzen selbst, bevor er von neuem beginnt. Vordergründig mag der Hintergrund der Geschichte nischig, sogar elitär sein, immerhin spielt sich die Handlung hauptsächlich an einer Privatschule in Wien ab. Aber wer als Schüler oder Schülerin jemals ein Reclam Heft in der Hand hatte und sich mit der Schullektüre dem sogenannten Bildungsdiktat unterwarf, wird sich in dieser Coming-of-Age Geschichte wieder finden. Der ambivalente Ton und der sehr trockene Humor des Erzählers machen es dem Lesenden nicht immer leicht, einen Zugang zum Text zu finden. Betreutes Lesen ist keinesfalls ein Anliegen des Schriftstellers, vielmehr kann der lakonische Schreibstil in eine gedankliche Sackgasse führen. Andere Leser argwöhnen, dass der Roman gar auf eine mögliche Bewertung durch eine professionelle Jury hin ausgerichtet wurde. Der Gedanke scheint nicht ganz abwegig, denn in der Geschichte gibt es sogar eine Figur, die Anekdoten aus der Schule bei einem Literaturwettbewerb einreicht - Selbstironie oder bekennendes Kalkül von Herrn Schachinger? FAZIT Noch nie hatte ich so viel Spaß mit einer Lektüre im Zusammenhang mit dem deutschen Buchpreis. Allein die Geschichte, wie der Protagonist mit zwei Kameraden versucht, an die erforderliche Schullektüre zu kommen und wie die Jungs in der Buchhandlung an der Buchausgabe scheitern, ist einfach zu köstlich. Leider driftet das Buch während gewisser Phasen ein wenig zu sehr von der Rahmenhandlung ab, bekommt am Ende jedoch die Kurve und schließt mit gelungener Pointe ab! Unbedingt lesenswert.
Gewinner des deutschen Buchpreises 2023
Nachdem mir das letztjährige Gewinnerbuch so außergewöhnlich gut gefallen hat, habe ich mich an dieses Werk gewagt. Ich bin damit allerdings nicht wirklich warm geworden. Till, der Protagonist, ist Schüler des elitären Wiener Gymnasiums Marianum. Der autoritäre Klassenlehrer Dolinar piesackt seine Schüler mit antiquierten Lehrmethoden und den immer gleichen Anekdoten. Es gibt eine krasse Hackordnung in der Klasse, Demütigungen gehören zum Alltag. Die Schüler flüchten sich ins Rauchen, Drogen und Aggressivität, oder, wie Till, in die Welt des Gamings, er spielt obsessiv Age of Empires 2 und wird einer der besten Gamer in der Szene. Tills Mutter hat schon lange den Kontakt zu ihm verloren. Sie gibt sich Mühe, eine Verbindung herzustellen, scheitert aber kläglich, er bleibt ihr fremd. Prinzipiell ein guter Plot, mir hat jedoch die Entwicklung und Spannung gefehlt. Die Story plätschert so vor sich hin, Ereignis reiht sich an Ereignis, aber die Figuren sind mir nicht nah gekommen. Nach Beendigung der Schulzeit konstatiert Till, dass es "die Hölle für ihn war", während ein anderer Mitschüler dies noch nicht Mal gemerkt hat. Einen Pluspunkt gibt es dafür, dass man tief eintaucht in die elitäre Welt Österreichs, in der Schüler nicht scheitern können, da sie von diversen Sicherheitsnetzen aufgefangen werden, aber dennoch keine Freiheit haben und den despotischen Lehrern ausgesetzt sind.
Kein Buch für mich😅
Vorneweg sei gesagt, dass ich dieses Buch für die Uni lesen musste und privat nicht dazu gegriffen hätte. Deshalb hat es meinen persönlichen Geschmack auch überhaupt nicht getroffen🫣. Mir hat von Beginn an, die Art der Erzählung nicht gefallen, weil ich überhaupt keinen roten Faden erkennen konnte. Diese episodenhaften teilweise ohne Zusammenhang aneinander gereihten Anekdoten haben mir den Spaß an der Erzählung genommen, noch dazu, weil ich durch den Er-Erzähler nie wirklich das Gefühl hatte, nah an der Hauptfigur Till zu sein🫣. Dafür, dass die ganze Geschichte sich außerdem um Tills Leben dreht, wurde er mir als Figur viel zu wenig charakterisiert. Seine Handlungen sind unnachvollziehbar und obwohl das Buch über viele Jahre spielt, ist kaum eine Entwicklung seines Charakters zu bemerken🤔. Die fast willkürlich erscheinenden Zeitsprünge zwischen den Absätzen erschweren die Bindung und das Verständnis zu ihm, da viel zu oft von Dingen berichtet wird, die überhaupt keine Relevanz haben oder einfach nie wieder auftauchen🙄. Auch das Ende ging zu schnell und war so nichtssagend wie der Rest der Erzählung. Der Ansatz, über Tills Schulzeit zu berichten, war interessant, trotzdem konnte mich die gewählte Art und Weise der Erzählung nicht abholen.
Ein gesellschaftkritischer Roman, wo mehr dahinter steckt als nur einen Fünfzehnjährigen, der seine Freizeit mit Computerspielen verbringt.
Ein Roman in dem mehr steckt als man denkt. Til ist ein Fünfzehnjähriger, der in einer Schule ist, wo viel Leistung erfordert und alles durchgetacktet ist. In den kleinen Freiheiten die er hat, verbringt er die Zeit mit einem Computerspiel. Und gehört zu den Besten diesen kleinen und doch anschaulichen Bereich der e-games. Mit ein paar Einflüssen des österreichischen Dialektes erfahren wir so die nächsten Jahre gemeinsam mit Til und seinen Freunden. Gute Unterhaltung!
Überraschend von der ersten bis zur letzten Seite.
Dieses Buch handelt von den Schülern und Schülerinnen eines erzkonservativen Internats, von einem drangsalierenden Lehrer und vom Erwachsenwerden, davon sich selbst zu finden in den Zwängen, in die man eingelassen ist, und irgendwann zu begreifen, dass all das nicht zählt. Es geht auch um Age of Empires, ein Computerspiel, es geht um Freundschaft und was sie bedeuten kann. Dabei findet der Autor überraschende Wendungen, sprachlich wie auch inhaltlich. Mir fällt kein Buch ein, das eine vergleichbare Perspektive einnehmen würde. Ich habe es verschlungen. PS: Ein Buch, das ich auch an Freunde verschenken werde, die selbst Gamer waren und noch immer nur wenigen Menschen begreiflich machen können, wie das war und was ihnen diese Welt und diese Zeit bedeutet hat.
Ich hab Echtzeitalter schon vor knapp drei Jahren gelesen. Eine Bahnfahrt nach Hamburg hin und zurück mit der DB (ohne Verspätungen! Surprise, surprise! 😉) hat sich dafür sehr gut geeignet. Mir ist zwar schleierhaft, weshalb Schachinger damit 2023 den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, aber gut. Das Buch an sich überzeugt aber mit einer coolen Story rund um Jugendliche in einem Wiener Elitegymnasium. Nicht nur für Lehrer:innen und Eltern mit gamenden Teenagern zu empfehlen.

Coming-of-Age meets Gaming. 🎮📚
Der Roman <<Echzeitalter>> von Tonio Schachinger schildert die Lebensgeschichte von Till Korkoda, einem 15-jährigen Gamer, der seine Tage in einem exklusiven Internat in Wien verbringt. Inmitten der Herausforderungen des veralteten Bildungssystems, dem Verlust seines Vaters und den Aufgaben seiner ersten Liebe, navigiert Till durch die Wirren seines Lebens. Tonio Schachinger schafft es dabei, die Gaming-Welt nahtlos mit der Literatur zu verschmelzen, ohne in Klischees zu verfallen oder kritiklos zu sein. Er veranschaulicht, wie Till in seinem Spiel Age of Empires 2 eine alternative Realitätsebene entdeckt, die ihm nicht nur Freiheit, Erfolg und Anerkennung schenkt, sondern gleichzeitig auch seine eigenen Grenzen aufdeckt. —— «Erziehung», sagt der Dolinar gerne, «beginnt, wenn ein Baby weder Hunger noch Durst noch Scheiße in den Windeln hat und trotzdem schreit.» Nehme man es dennoch aus der Wiege und tröste es, gebe man die Zügel aus der Hand, denn das Kind lerne dabei nur eines: dass es selbst die Regeln vorgeben kann.» —— Mir hat das Lesen des Romans sehr viel Spaß gemacht. Ich kann den Roman in jedem Fall absolut allen Leser:innen empfehlen, auch wenn ich persönlich mit Gaming nicht viel anfangen kann, wir sind schließlich alle mal zur Schule gegangen. 🎮🎮🎮🎮 (4/5)

Ich frage mich ob Leser, die nicht in der Gaming-Szene unterwegs sind bzw. älter als 30 Jahre sind überhaupt verstehen von was da gesprochen wird. Musste anfangs häufig Begriffe und Abkürzungen googeln um überhaupt verstehen zu können was gemeint ist. Im letzten Drittel des Buches wird es dann besser. Davon abgesehen hat der Roman witzige Passagen und man leidet permanent mit dem Hauptprotagonisten mit. Ein Coming of age - Roman aus der Perspektive eines Schülers, der ein elitäres Gymnasium in Wien besucht. Wieso dieses Buch den deutschen Literaturpreis gewonnen hat ist mir ein Rätsel.
Meine Erwartungen waren sehr hoch, da das Buch schließlich den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Ich muss sagen, dass diese Erwartungen leider nicht ganz erfüllt wurden. Es war zu Beginn etwas anstrengend, in das Buch hineinzufinden, was an der, für meinen Geschmack, etwas hochgestochenen Sprache lag. Natürlich ist klar, dass ein Buch, das den Buchpreis gewinnt, sprachlich anspruchsvoller sein sollte, aber das entsprach irgendwie nicht so ganz meinem persönlichen Geschmack. Das Thema an sich war interessant, aber man hätte das Ganze auch sicher um 100 Seiten kürzen können. Fazit: Kann man mal machen, muss man aber nicht.
Unerwartet grandios
Zugegeben, eine reine Inhaltsangabe hätte mich nicht gelockt mich näher mit "Echtzeitalter" von Tonio Schachinger zu beschäftigen: Protagonist Till besucht ein konservatives Wiener Internat und spielt in seiner Freizeit sehr erfolgreich ein Computerspiel. So weit so gut. Ich hatte es bereits als Coming-of-Age-Literatur verbucht und dann gewann der Roman den Deutschen Buchpreis 2023. Spätestens die eher ungewöhnliche Dankesrede des Autors hat mich aufhorchen lassen. Ich habe nun, eher der äußeren Umstände wegen, das Hörbuch, gelesen von Johannes Nussbaum, gehört - und es hat sich sehr gelohnt. Kluge Literatur grandios vertont. Humorvoll, tiefgründig, emotional, politisch.. Besonders begeistert haben mich die Nebenfiguren, die geschickt unterschiedliche Einstellungen zu Vergangenem und aktuellem Tagesgeschehen verkörpern. Ein absolut wohlverdienter Preisträger.
Ein kurzweiliges Buch mit viel Wiener Lokalkolorit
Besonders gemocht an dem Buch habe ich die vielen Wien-Insider. Insofern hat mich als Wienerin überrascht, dass Echtzeitalter den deutschen Buchpreis gewonnen hat, wenn vermutlich viele dieser Insider für Leser:innen außerhalb Wiens/Österreichs gar nicht so offensichtlich sind. Dass im Klappentext und in vielen Rezensionen so stark von Gaming die Rede ist, hat mich ursprünglich abgehalten, das Buch zu lesen. Aber ... mensch braucht kein großes Wissen über oder eine hohe Affinität zu Videospielen, um Echtzeitalter zu mögen.
Schauplatz Wien Eliteschule
Anhand der gesellschaftlichen Zustände wird eine Kritik an Österreichs Politik geübt. Wir begleiten Till durch seine Schulzeit und lernen den diktatorischen Lehrer kennen, der mit unerlaubten Mitteln gegen seine Schüler antritt. Niemand kümmert es vom Kollegium. Mir hat der Schreibstil, wenig wörtkiche Rede gefallen. Leider gibt es Längen.
Rezensionsexemplar Hörbuch Harmloses und mittelmäßiges, wenig auszeichnungswürdiges Buch Es geht weitestgehend nur um typische Jugend- und Pupertätsprobleme, wie Alkohol, Drogen, erste Liebe, Schwierigkeiten mit Lehrern ohne das in der ganzen Geschichte irgendwelche Höhepunkte gibt.
Ich war sehr gespannt und hatte schon bisschen mehr erwartet von einem Buch mit dem deutschen Buchpreis 2023. Diese Erwartungen wurden nicht vollends erfüllt. Eigentlich kann man über dieses Buch garnichts schlechtes sagen. Stilistisch gut, es entsteht ein schöner Lesefluss und man lebt auch tatsächlich mit dem Protagonisten mit, der seine Schulzeit zwischen typischen Schulerfahrungen, Computerspielen und erster Liebe verbringt. Das macht das Buch zu einer netten Lektüre, an der durchaus auch junggebliebene Erwachsene noch Freude haben können. Dabei plätschert es gemütlich vor sich hin und kommt im Großen und Ganzen ohne Spannungsbogen und Höhepunkte aus. Easy reading ohne das Gefühl, das Buch nicht zur Seite legen zu wollen.
Moderner und stilistisch gut erzählter coming of age Roman. Schnell erzählt und vielschichtig. Ich musste häufig bei der Beschreibung des Alltags im Eliteinternat schmunzeln. Jedoch werden viele unterschiedlich Themen angesprochen: autoritäre Strukturen, Wiener Oberschicht, e-Sport, Erwachsenwerden und die erste Liebe. Empfehlenswert !
Ich weiß es nicht, es lässt mich verwirrt zurück. Sprachlich ist es gut, man kann es flüssig weglesen. Aber es ist auch schwer den Faden zwischendurch nicht zu verlieren. Es gibt so viele Informationen, die für die*den Leser*in überflüssig sind. Warum sind sie Teil des Buches? Die eigentliche Handlung mochte ich. Aber die Art wie sie erzählt wurde war nicht meins.
Teilweise langatmig
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut , weil ich auch auf Tonio Schachingers Lesung war. Leider war mir die Geschichte teilweise etwas zu detailliert erzählt, die Handlung hat mir grundsätzlich aber sehr gut gefallen. Für mich ist auch verständlich, wieso Tonio Schachinger den Buchpreis bekommen hat.
Nach dem ersten Satz muss man erst einmal verschnaufen. Solche Bandwurmsätze kommen in "Echtzeitalter" öfter vor, was der Lesbarkeit und vor allem der Unterhaltsamkeit aber keinen Abbruch tut. Tonio Schachinger erzählt die Geschichte eines Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Till, so heißt die Hauptfigur, geht auf eine noble Wiener Schule, spielt gerne Age of Empires 2 und hat mit dem Dolinar einen Klassenlehrer, der seine Schüler mit unerbittlicher Autorität diszipliniert. Wir begleiten Till durch den frühen Verlust seines Vaters, das Auf und Ab seiner schulischen Laufbahn, den wachsenden Erfolg in der Welt der Onlinespiele und die erste Liebe. Mit wunderbarem Humor werden die Eigenarten der Menschen, denen Till begegnet, aber auch die politische Situation Österreichs pointiert. Ein toller Coming-of-Age Roman, der zu Recht mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.
Guter Coming-of-Age-Roman, der an eine Eliteschule in Wien entführt und der - eher gegen Ende - auch leise gesellschaftskritische Töne anschlägt. Der Fokus liegt weniger auf einer spannenden Handlung als auf der Authentizität der Figuren, die zu verfolgen ich zunächst nicht ganz so interessant fand, die mir am Ende dann aber so vertraut waren, dass ich das Buch leicht wehmütig zuklappte.
🌱🍾🏛🏫⏰️🎮💻🪪
Echzeitalter ist nicht nur der Gewinner des deutschen Buchpreises 2023,sondern auch eines meiner absoluten Lieblingsbücher.Tonio Schachinger gehört zu den Autoren,in deren Schreibstil man sich sofort verliebt.Die Schreibweise erweckt die mitreißend nachvollziehbare Geschichte zum Leben.5 Sterne muss man diesem Buch,das ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte,einfach mindestens(!)geben.
Echtzeitverschwendung…
Ein relativ gewöhnlicher, episodenhafter Schul-/Internatsroman, der irgendwie nicht in Gang kommt. Es gibt keinen handlungsfördernden Konflikt, die Charaktere sind relativ blass und vage gehalten. Einige aktuelle Themen werden aufgegriffen (österreichische Politik, Generationenkonflikte, Digitalisierung). Die Erzählerstimme blieb für mich unklar. Sprachlich gehoben, was aber nicht dazu beträgt, dass die Schilderungen pointierter werden.
Puh!
Wir begleiten in „Echtzeitalter“ Till in seinen Jahren auf dem Gymnasium Marianum. Wir erleben das, was er erlebt. Und das ist - angesichts der 365 Seiten - echt wenig, echt belanglos, echt anstrengend. Und natürlich sind diese Erlebnisse: das erste Mal Rauchen, Schullektüren auf den letzten Drücker kaufen, Pöbeleien des Lehrers ertragen, … keinesfalls belanglos im Leben eines Teenagers. Und schon gar nicht der Tod des Vaters oder der eigene Ruhm in der virtuellen Parallelwelt. Aber für Till scheint das alles an ihm vorbeizuziehen. Und so zog sich dieser Roman für mich so sehr wie die eigenen Teenagerjahre, in denen man sich schon zu Beginn wünscht, es würde endlich mal was Spannendes passieren… Diese Stimmung wurde gut getroffen - aber dafür so viele Seiten und einen Buchpreis? 🚭🛜📚
Ein Gesellschaftsroman über die Unüberbrückbarkeit der Generationen. Über das Lebensgefühl der Generation Z und die Entfremdung in einer sich immer weiter ausdifferenzierenden Welt.
Till ist Schüler am Marianum, einer Schule für die besseren in der Wiener Gesellschaft, Alter- und Geldadel ist weit verbreitet in der Schülerschaft. Ein Ort an dem Tradition und Lebensgefühl der Jugend aufeinander trifft wie ein Hammer auf den Amboss. In diesem Spannungsfeld trifft er auf den strengen Lehrer, den Dolinar, der ihm das Leben zur Hölle macht und versucht gleichzeitig seine E-Sport Karriere voran zu bringen. Es kommen ihm nur die Liebe und eine Seuche in den Weg. Dieser Roman schien in den Rezensionen subjektiv zu spalten. In die, die ihn mochten und die, die ihn gar nicht mochten. Ich habe mich schnell in die intelligente, wortgewandte Sprache eingelesen und am Ende das Gefühl gehabt die Jugend von heute etwas besser verstehen zu können. Leseempfehlung!
Das ist ein wirklich wundervoller, irgendwie perfekter Gegenwartsroman und an so vielen Stellen hatte ich das Gefühl, der ist für mich geschrieben (gerade bei jeder einzelnen Game-Erwähnung).
Auf das Marianum geht in Wien alles, was Bedeutung und Namen hat. Die Kinder von Anwälten, Ärzten und Geschäftsleuten, einer wohlhabender als der Andere. Und zwischen ihnen Till. Till wächst nach dem frühen Tod seines Vaters bei seiner Mutter auf und kann wenig mit den Zielen und Ambitionen seiner Mitschüler anfangen. Seine wahre Leidenschaft ist das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2, in dem er bereits als Jugendlicher zu den 10 besten Spielern weltweit gehört. „Echtzeitalter“ ist ein Coming of Age Roman der Meisterklasse und zurecht der Gewinner des deutschen Buchpreises 2023. Er verbindet die Welt der Videospiele und ihrer Wettkämpfe perfekt mit der abgehobenen Welt dieses Internats und und ihrem Versuch, die nachkommende Generation nach einem veralteten und teilweise auch sehr eingeschränktem Bild zu formen. Ein besonderes Buch, intelligent geschrieben und doch immer gut lesbar und mitreißend. Voller Humor und Charme, aber auch mit überraschenden Wendungen.
Gossip Girl auf österreichisch🇦🇹
Als Gamer und Literaturliebhaber hat mich das Buch, das sogar den deutschen Buchpreis gewonnen hat, sofort gepackt. Letztendlich erschien mir aber gerade das Thema rund um "Age of Empire" sehr oberflächlich. Es ging eigentlich mehr um die Eliteschule und all ihre Protagonisten. Aber versteht mich nicht falsch! Gossip Girl oder Maxton Hall sind toll, weil sie sich nur auf diesen Plot konzentrieren. Bei beiden Hauptthemen, Schule und Videospiele, ist die Handlung jeweils etwas dürftig, wo man wahrscheinlich mehr rausholen könnte, wenn man eines von beiden weggelassen hätte.
Merkmale
1 Bewertungen
Stimmung
Hauptfigur(en)
Handlungsgeschwindigkeit
Schreibstil
Beschreibung
«Ein Internatsroman, ausgezeichnet mit dem Deutschen Buchpreis, der den Vergleich mit Robert Musil oder Hermann Hesse nicht scheuen muss.» Denis Scheck, ARD Druckfrisch
Auf den ersten Blick ist es die Kulisse für ein großes Abenteuer: das traditionsreiche Internat mitten in Wien, umgeben von einem Park mit Hügeln, Sportplätzen und einer historischen Grotte. Aber Till kann weder mit dem Lehrstoff noch mit dem snobistischen Umfeld viel anfangen. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, konkret: das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2 . Ohne dass jemand aus seiner Umgebung davon wüsste, ist er mit fünfzehn eine Online-Berühmtheit, der jüngste Top-10-Spieler der Welt. Nur: Wie real ist so ein Glück?
«Eine witzige, kühl analysierende, einfühlsame Geschichte junger Menschen im 21. Jahrhundert ... Ein herausragender Gegenwartsroman.» FAS
Buchinformationen
Autorenbeschreibung
Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, studierte Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. Nicht wie ihr, sein erster Roman, wurde mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises ausgezeichnet und stand 2019 auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis, den er 2023 für seinen zweiten Roman, Echtzeitalter, erhielt. Tonio Schachinger lebt in Wien.
Beiträge
Starker Beginn- dann leider zäh
Der Gewinner des Deutschen Buchpreises ist ein Gesellschaftsroman, der in Österreich in den 2010er Jahren spielt und mit Beginn der Pandemie 2020 endet. Der Protagonist geht auf ein Wiener Internat und ist Gamer. Es geht viel um Gesellschaft in Österreich, das System Schule als elitäres System, strukturellen Machtmissbrauch in der Schule (jeder kennt die genannten Lehrer Typen aus der eigenen Schulzeit) und das Videospiele spielen. Ich fand es phasenweise zäh, glaube aber, dass es die richtigen Leute unglaublich anspricht. Für mich hat sich eher gezeigt, dass ich nicht die Zielgruppe für die Literatur des Deutschen Buchpreises bin.
Echtzeitalter von Tonio Schachinger erzählt die Geschichte des 15 jährigen Till,der in Wien ein traditionsreiches Internat besucht,in dem er sich als eher introvertierter Schüler schwer tut. Seine Leidenschaft sind Computerspiele, insbesondere das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2,worin er es in die Top 10 der Welt schafft. Um seiner Spielleidenschaft nachgehen zu können,nimmt er Bestrafungen seines Lehrers Dolinar klaglos hin. Der Schulalltag wird authentisch beschrieben und Erinnerungen an meine eigene Schulzeit kamen hoch, obwohl die schon eine gefühlte Ewigkeit zurückliegt.Aber manches ändert sich wohl nie....😁 Aufgrund der langen verschachtelten Sätze musste ich mich sehr konzentrieren,damit ich am Ende des Satzes noch wusste,wie er angefangen hat. Kein Buch für mal eben zwischendurch. Trotz allem fand ich es interessant Tills Schullaufbahn bis zur Matura zu verfolgen.
Age of Empire 2 als Rückzugsort im turbulenten Wien 🇦🇹
Wie eine manchmal wilde, manchmal ruhige Achterbahnfahrt im Wiener Prater…. Wer mag begleitet Till auf seiner Reise zum 18 jährigen Abiturienten in Coronazeiten. Till lernen wir mit circa 8 Jahren kennen. Wir erfahren ersten Schmerz, erste Liebe, erste Konflikte mit alteingefahrenem Wiener Lehrertum, neue Freundschaften und den Verlust der ersten Freundschaften. Wir erleben politischen Umbruch und erinnern uns kurz wieder daran, als man in Bars noch rauchen durfte. Und wir lieben irgendwie auf nostalgische Art die uns bekannten Reclame-Hefte (Insider: mit oder ohne Bindestrich, Herr Dolinar;-)) Wenn uns die Welt zuviel wird, schnappen wir uns nen Bürostuhl und schauen Till zu, wie er Age of Empire 2 spielt und zur Weltklasse aufsteigt. Den Controller darfst du bei diesem Buch zwar nicht übernehmen, aber lass dich treiben und genieße den wilden Ritt durch die Wiener 2010er- 2020er Jahre. 🎮 🏫 🤍 🇦🇹
Ich war sehr neugierig und skeptisch. Ein Roman über einen Schüler an einem elitären Wiener Gymnasium , Till Kokorda, der dem tyrannischen Klassenlehrer und dem realen Leben empfiehlt , indem er Age of Empire spielt und dabei unglaublich ( und unbemerkt ) sehr erfolgreich ist/ wird. Es war super gut zu lesen- Schachinger schreibt flüssig und bildhaft. Was einem Nicht- Gamer( wie mir) auch die Seiten mit den Spielsequenzen / Spielerklärungen leichter macht. Es erklärt mir die Magie der Fluchtmöglichkeit ins Spiel, vor dem normalen/ nicht so erfolgreichen/ problematischen Leben. Er wird soooo erfolgreich ( unter der Top Ten) und doch ist es in seinem Umfeld unrelevant, weil es ja kaum einer mitbekommt. Viele politische Themen der österreichischen Politik tauchen auch auf. Verbunden mit dem Wortwitz des Romans, kam das bei mir richtig gut an. Ob das Buch des deutschen Buchpreis nun verdient hat, oder nicht?!? Ich habe es ganz gerne gelesen.
Ein Buch über mein Zeitalter! Ich hab mich sehr in meine eigene Gymnasialzeit zurückversetzt gefühlt. Auch wenn Tills Erlebnisse am Marianum sehr viel extremer waren und ich keinen Dolinar als KV hatte. Alles Ereignisse des Buches habe ich selbst miterlebt, was für mich den besonderen Reiz des Buches ausgemacht hat - eben genau mein eigenes Echtzeitalter. Ein Stern Abzug für den Stil und die Sprache von Tonio Schachinger, die zwar zum Buch irgendwie passen, aber mich nicht so abgeholt haben.
Tldr; Coming-of-Age-Roman mit sehr schicker Sprache. Thematisch hangelt sich die Geschichte zwischen Internatsleben, Gaming, Nachtleben, Leistungsdruck, Verliebsein und dem Umgang mit Verlust und Krankheit hin und her. Zwischendurch wird die Handlung beiseite gelegt um Anekdoten zur Wiener Kultur-, Politik- und Literatur-Szene zu erzählen. Wir lernen Till als Kind kennen und begleiten ihn durch seine komplette Schullaufbahn bis zur Matura. Er landet in der Klasse mit dem strengsten Lehrer der Schule und entwickelt ein riesiges Interesse an Age of Empires 2, worin er nach einigen Jahren Übung einer der besten Spieler der Welt wird. Für mich war dieser Zwiespalt das spannendste am Buch: Till ist in seiner Bubble einer der größten Namen der Szene und seine Matches werden von Fans auf der ganzen Welt verfolgt, wohingegen er im 'echten' Leben ein eher introvertierter, durschnittlicher Schüler ist, der große Probleme damit hat, den Ansprüchen an ihn gerecht zu werden. Der Satzbau und die Wortwahl sind gewöhnungsbedürftig, aber super interessant gestaltet und vom reinen Leseerlebnis hat mir das Buch richtig Spaß gemacht. Es hilft, das Buch auch über die, für mich persönlich, eher Zähen stellen, wie z.B. die Beschreibungen der österreichischen Politik, zu tragen. Als Mensch der seit Kindestagen mit AoE2 aufgewachsen ist und das Geschehen in, und um das Spiel herum regelmäßig verfolgt, musste ich vielmals vor Freude laut lachen, wenn ein Scheinwerfer auf die verschiedenen Aspekte dieser kleinen und doch sehr leidenschaftlichen Community geworfen wurde. So werden neben offensichtlichen Begriffen wie T90, TheViper und der Definitve Edition auch Bezug auf super nieschige Facetten dieser Welt genommen. Der Gedanke daran, dass in dem, mit dem deutschen Buchpreis ausgezeichneten, Roman des Jahres 2023 Begriffe und Namen wie "low elo legends", "forest nothing" und "Fatslob" vorkommen, zaubert mir jedes Mal wenn ich darüber nachdenke, ein Lächeln ins Gesicht. Falls es nicht offensichtlich ist, ist dieser Teil der Bewertung extrem subjektiv und absolut biased. Ich würde gerne auch mal eine Meinung darüber hören, wie jemandem das Buch gefallen hat, der noch nie, oder nur kaum, von AoE2 gehört hat und speziell, wie dieser Person der Aspekt des Buches gefallen hat. Gerade im Bezug auf AoE2 wurde hier entweder sehr gut recherchiert, oder, wovon ich eher ausgehe, auf eigenes Interesse des Autoren zurückgegriffen. Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Roman und empfehle ihn gerne weiter!
Gemischte Gefühle
Die Thematik an sich fand ich super interessant. Auch die Einbeziehung des Computerspiels Age of Empires 2 sehe ich sehr positiv und spannend. Der Anfang war angenehm zu lesen und auch das Ende bzw. der ganze letzte Teil war super schön. Ich kann aber auch die Leute verstehen, die in ihren Rezensionen geschrieben haben, dass sie das Buch abgebrochen haben, da sich der Mittelteil des Buchs sehr zieht. Außerdem wird viel über den Schulalltag berichtet, der für mich oft so beschrieben wird, dass man ihm kaum folgen kann. Alles in allem habe ich mir etwas mehr erhofft vom „Roman des Jahres 2023“, wurde aber auch nicht komplett enttäuscht.
Deutscher Buchpreis 2023
Was hat mir gefallen?. Die Tatsache das Till AoE spielt und das als Profi. Ich selbst habe auch stundenlang AoE gespielt für mich alleine. AoE Age of Empires, wer kennt es nicht? ;-) Schule muss man überstehen und dort ist er wohl im Unterricht kein Profi. Das Buch ist in Gefahr zum "Lehrer, die wir hatten" Roman abzugleiten. Der neurotische Deutschlehrer oder wars der Mathelehrer ? ist dem Autor ganz gut gelungen. Aber so richtig gepackt hat mich das Buch nicht, Deutscher Buchpreis , dann war es ja Jahresbester Roman.....
Coming-of-Age Geschichte in Wiener Eliteschule
Wir begleiten in Toni Schachingers Coming-of-Ages-Roman den 14-jährigen Till bis zu seiner Abschlussprüfung in einem elitären Wiener Gymnasium. Einen Ausweg aus dem als unfrei, sinnlos und einengend empfundenen Schulleben stellt für Till seine professionelle Karriere als Gamer des Computerspiels AOE2 dar. Eine absolute Stärke des Romans ist sicherlich die ironische Zeichnung der Lehrkräfte des Gymnasiums sowie des Schullebes und der zeitgenössischen Wiener Gesellschaft. Noch viel eindrücklicher als die Hauptfigur Till, dessen Entwicklung sich gerade im Mittelteil des Romans nur sehr kleinschrittig mitverfolgen lässt, war für mich die undurchschaubare, überraschende und rebellische Freundin Fila, die Till erst den nötigen Schwung verleiht, seinem Leben eine notwendige Wendung zu geben. Insgesamt ein wirklich lesenswertes Buch mit tollen Figurzeichnungen, aber auch kleineren Längen im Mittelteilm. Der Roman hat nicht zu Unrecht den Deutschen Buchpreis 2023 gewonnen.
Till sieht in Echtzeit zu, wie Feli sich jede Woche verändert, ohne wirklich anders zu werden, sich jede Woche für eine neue Sache interessiert, ... Feli möchte irgendwann LSD ausprobieren, Till will nur AOE2 spielen, keines der anderen tausend Spiele, die es sonst noch gibt. (Zitat, Seite 255) Wie könnte man den Stil von Tonio Schachinger beschreiben? Mich hat er an gewisse Typen von früher erinnert, die mit in sich versunkener Präzision, Gebilde aus Spielkarten zusammen setzten. Kaum war das Kartenhaus fertig, gab es nach einem kurzen zurück gelehnten Prüfungsblick einen Fingerstupser - und das ganze Projekt war erledigt! So baut der Autor hier seine Konstrukte und torpediert sie nach einem Moment des Verharrens - in dem der Leser die Szenerie voll erfassen darf - mit gezielten Sätzen selbst, bevor er von neuem beginnt. Vordergründig mag der Hintergrund der Geschichte nischig, sogar elitär sein, immerhin spielt sich die Handlung hauptsächlich an einer Privatschule in Wien ab. Aber wer als Schüler oder Schülerin jemals ein Reclam Heft in der Hand hatte und sich mit der Schullektüre dem sogenannten Bildungsdiktat unterwarf, wird sich in dieser Coming-of-Age Geschichte wieder finden. Der ambivalente Ton und der sehr trockene Humor des Erzählers machen es dem Lesenden nicht immer leicht, einen Zugang zum Text zu finden. Betreutes Lesen ist keinesfalls ein Anliegen des Schriftstellers, vielmehr kann der lakonische Schreibstil in eine gedankliche Sackgasse führen. Andere Leser argwöhnen, dass der Roman gar auf eine mögliche Bewertung durch eine professionelle Jury hin ausgerichtet wurde. Der Gedanke scheint nicht ganz abwegig, denn in der Geschichte gibt es sogar eine Figur, die Anekdoten aus der Schule bei einem Literaturwettbewerb einreicht - Selbstironie oder bekennendes Kalkül von Herrn Schachinger? FAZIT Noch nie hatte ich so viel Spaß mit einer Lektüre im Zusammenhang mit dem deutschen Buchpreis. Allein die Geschichte, wie der Protagonist mit zwei Kameraden versucht, an die erforderliche Schullektüre zu kommen und wie die Jungs in der Buchhandlung an der Buchausgabe scheitern, ist einfach zu köstlich. Leider driftet das Buch während gewisser Phasen ein wenig zu sehr von der Rahmenhandlung ab, bekommt am Ende jedoch die Kurve und schließt mit gelungener Pointe ab! Unbedingt lesenswert.
Gewinner des deutschen Buchpreises 2023
Nachdem mir das letztjährige Gewinnerbuch so außergewöhnlich gut gefallen hat, habe ich mich an dieses Werk gewagt. Ich bin damit allerdings nicht wirklich warm geworden. Till, der Protagonist, ist Schüler des elitären Wiener Gymnasiums Marianum. Der autoritäre Klassenlehrer Dolinar piesackt seine Schüler mit antiquierten Lehrmethoden und den immer gleichen Anekdoten. Es gibt eine krasse Hackordnung in der Klasse, Demütigungen gehören zum Alltag. Die Schüler flüchten sich ins Rauchen, Drogen und Aggressivität, oder, wie Till, in die Welt des Gamings, er spielt obsessiv Age of Empires 2 und wird einer der besten Gamer in der Szene. Tills Mutter hat schon lange den Kontakt zu ihm verloren. Sie gibt sich Mühe, eine Verbindung herzustellen, scheitert aber kläglich, er bleibt ihr fremd. Prinzipiell ein guter Plot, mir hat jedoch die Entwicklung und Spannung gefehlt. Die Story plätschert so vor sich hin, Ereignis reiht sich an Ereignis, aber die Figuren sind mir nicht nah gekommen. Nach Beendigung der Schulzeit konstatiert Till, dass es "die Hölle für ihn war", während ein anderer Mitschüler dies noch nicht Mal gemerkt hat. Einen Pluspunkt gibt es dafür, dass man tief eintaucht in die elitäre Welt Österreichs, in der Schüler nicht scheitern können, da sie von diversen Sicherheitsnetzen aufgefangen werden, aber dennoch keine Freiheit haben und den despotischen Lehrern ausgesetzt sind.
Kein Buch für mich😅
Vorneweg sei gesagt, dass ich dieses Buch für die Uni lesen musste und privat nicht dazu gegriffen hätte. Deshalb hat es meinen persönlichen Geschmack auch überhaupt nicht getroffen🫣. Mir hat von Beginn an, die Art der Erzählung nicht gefallen, weil ich überhaupt keinen roten Faden erkennen konnte. Diese episodenhaften teilweise ohne Zusammenhang aneinander gereihten Anekdoten haben mir den Spaß an der Erzählung genommen, noch dazu, weil ich durch den Er-Erzähler nie wirklich das Gefühl hatte, nah an der Hauptfigur Till zu sein🫣. Dafür, dass die ganze Geschichte sich außerdem um Tills Leben dreht, wurde er mir als Figur viel zu wenig charakterisiert. Seine Handlungen sind unnachvollziehbar und obwohl das Buch über viele Jahre spielt, ist kaum eine Entwicklung seines Charakters zu bemerken🤔. Die fast willkürlich erscheinenden Zeitsprünge zwischen den Absätzen erschweren die Bindung und das Verständnis zu ihm, da viel zu oft von Dingen berichtet wird, die überhaupt keine Relevanz haben oder einfach nie wieder auftauchen🙄. Auch das Ende ging zu schnell und war so nichtssagend wie der Rest der Erzählung. Der Ansatz, über Tills Schulzeit zu berichten, war interessant, trotzdem konnte mich die gewählte Art und Weise der Erzählung nicht abholen.
Ein gesellschaftkritischer Roman, wo mehr dahinter steckt als nur einen Fünfzehnjährigen, der seine Freizeit mit Computerspielen verbringt.
Ein Roman in dem mehr steckt als man denkt. Til ist ein Fünfzehnjähriger, der in einer Schule ist, wo viel Leistung erfordert und alles durchgetacktet ist. In den kleinen Freiheiten die er hat, verbringt er die Zeit mit einem Computerspiel. Und gehört zu den Besten diesen kleinen und doch anschaulichen Bereich der e-games. Mit ein paar Einflüssen des österreichischen Dialektes erfahren wir so die nächsten Jahre gemeinsam mit Til und seinen Freunden. Gute Unterhaltung!
Überraschend von der ersten bis zur letzten Seite.
Dieses Buch handelt von den Schülern und Schülerinnen eines erzkonservativen Internats, von einem drangsalierenden Lehrer und vom Erwachsenwerden, davon sich selbst zu finden in den Zwängen, in die man eingelassen ist, und irgendwann zu begreifen, dass all das nicht zählt. Es geht auch um Age of Empires, ein Computerspiel, es geht um Freundschaft und was sie bedeuten kann. Dabei findet der Autor überraschende Wendungen, sprachlich wie auch inhaltlich. Mir fällt kein Buch ein, das eine vergleichbare Perspektive einnehmen würde. Ich habe es verschlungen. PS: Ein Buch, das ich auch an Freunde verschenken werde, die selbst Gamer waren und noch immer nur wenigen Menschen begreiflich machen können, wie das war und was ihnen diese Welt und diese Zeit bedeutet hat.
Ich hab Echtzeitalter schon vor knapp drei Jahren gelesen. Eine Bahnfahrt nach Hamburg hin und zurück mit der DB (ohne Verspätungen! Surprise, surprise! 😉) hat sich dafür sehr gut geeignet. Mir ist zwar schleierhaft, weshalb Schachinger damit 2023 den Deutschen Buchpreis gewonnen hat, aber gut. Das Buch an sich überzeugt aber mit einer coolen Story rund um Jugendliche in einem Wiener Elitegymnasium. Nicht nur für Lehrer:innen und Eltern mit gamenden Teenagern zu empfehlen.

Coming-of-Age meets Gaming. 🎮📚
Der Roman <<Echzeitalter>> von Tonio Schachinger schildert die Lebensgeschichte von Till Korkoda, einem 15-jährigen Gamer, der seine Tage in einem exklusiven Internat in Wien verbringt. Inmitten der Herausforderungen des veralteten Bildungssystems, dem Verlust seines Vaters und den Aufgaben seiner ersten Liebe, navigiert Till durch die Wirren seines Lebens. Tonio Schachinger schafft es dabei, die Gaming-Welt nahtlos mit der Literatur zu verschmelzen, ohne in Klischees zu verfallen oder kritiklos zu sein. Er veranschaulicht, wie Till in seinem Spiel Age of Empires 2 eine alternative Realitätsebene entdeckt, die ihm nicht nur Freiheit, Erfolg und Anerkennung schenkt, sondern gleichzeitig auch seine eigenen Grenzen aufdeckt. —— «Erziehung», sagt der Dolinar gerne, «beginnt, wenn ein Baby weder Hunger noch Durst noch Scheiße in den Windeln hat und trotzdem schreit.» Nehme man es dennoch aus der Wiege und tröste es, gebe man die Zügel aus der Hand, denn das Kind lerne dabei nur eines: dass es selbst die Regeln vorgeben kann.» —— Mir hat das Lesen des Romans sehr viel Spaß gemacht. Ich kann den Roman in jedem Fall absolut allen Leser:innen empfehlen, auch wenn ich persönlich mit Gaming nicht viel anfangen kann, wir sind schließlich alle mal zur Schule gegangen. 🎮🎮🎮🎮 (4/5)

Ich frage mich ob Leser, die nicht in der Gaming-Szene unterwegs sind bzw. älter als 30 Jahre sind überhaupt verstehen von was da gesprochen wird. Musste anfangs häufig Begriffe und Abkürzungen googeln um überhaupt verstehen zu können was gemeint ist. Im letzten Drittel des Buches wird es dann besser. Davon abgesehen hat der Roman witzige Passagen und man leidet permanent mit dem Hauptprotagonisten mit. Ein Coming of age - Roman aus der Perspektive eines Schülers, der ein elitäres Gymnasium in Wien besucht. Wieso dieses Buch den deutschen Literaturpreis gewonnen hat ist mir ein Rätsel.
Meine Erwartungen waren sehr hoch, da das Buch schließlich den Deutschen Buchpreis gewonnen hat. Ich muss sagen, dass diese Erwartungen leider nicht ganz erfüllt wurden. Es war zu Beginn etwas anstrengend, in das Buch hineinzufinden, was an der, für meinen Geschmack, etwas hochgestochenen Sprache lag. Natürlich ist klar, dass ein Buch, das den Buchpreis gewinnt, sprachlich anspruchsvoller sein sollte, aber das entsprach irgendwie nicht so ganz meinem persönlichen Geschmack. Das Thema an sich war interessant, aber man hätte das Ganze auch sicher um 100 Seiten kürzen können. Fazit: Kann man mal machen, muss man aber nicht.
Unerwartet grandios
Zugegeben, eine reine Inhaltsangabe hätte mich nicht gelockt mich näher mit "Echtzeitalter" von Tonio Schachinger zu beschäftigen: Protagonist Till besucht ein konservatives Wiener Internat und spielt in seiner Freizeit sehr erfolgreich ein Computerspiel. So weit so gut. Ich hatte es bereits als Coming-of-Age-Literatur verbucht und dann gewann der Roman den Deutschen Buchpreis 2023. Spätestens die eher ungewöhnliche Dankesrede des Autors hat mich aufhorchen lassen. Ich habe nun, eher der äußeren Umstände wegen, das Hörbuch, gelesen von Johannes Nussbaum, gehört - und es hat sich sehr gelohnt. Kluge Literatur grandios vertont. Humorvoll, tiefgründig, emotional, politisch.. Besonders begeistert haben mich die Nebenfiguren, die geschickt unterschiedliche Einstellungen zu Vergangenem und aktuellem Tagesgeschehen verkörpern. Ein absolut wohlverdienter Preisträger.
Ein kurzweiliges Buch mit viel Wiener Lokalkolorit
Besonders gemocht an dem Buch habe ich die vielen Wien-Insider. Insofern hat mich als Wienerin überrascht, dass Echtzeitalter den deutschen Buchpreis gewonnen hat, wenn vermutlich viele dieser Insider für Leser:innen außerhalb Wiens/Österreichs gar nicht so offensichtlich sind. Dass im Klappentext und in vielen Rezensionen so stark von Gaming die Rede ist, hat mich ursprünglich abgehalten, das Buch zu lesen. Aber ... mensch braucht kein großes Wissen über oder eine hohe Affinität zu Videospielen, um Echtzeitalter zu mögen.
Schauplatz Wien Eliteschule
Anhand der gesellschaftlichen Zustände wird eine Kritik an Österreichs Politik geübt. Wir begleiten Till durch seine Schulzeit und lernen den diktatorischen Lehrer kennen, der mit unerlaubten Mitteln gegen seine Schüler antritt. Niemand kümmert es vom Kollegium. Mir hat der Schreibstil, wenig wörtkiche Rede gefallen. Leider gibt es Längen.
Rezensionsexemplar Hörbuch Harmloses und mittelmäßiges, wenig auszeichnungswürdiges Buch Es geht weitestgehend nur um typische Jugend- und Pupertätsprobleme, wie Alkohol, Drogen, erste Liebe, Schwierigkeiten mit Lehrern ohne das in der ganzen Geschichte irgendwelche Höhepunkte gibt.
Ich war sehr gespannt und hatte schon bisschen mehr erwartet von einem Buch mit dem deutschen Buchpreis 2023. Diese Erwartungen wurden nicht vollends erfüllt. Eigentlich kann man über dieses Buch garnichts schlechtes sagen. Stilistisch gut, es entsteht ein schöner Lesefluss und man lebt auch tatsächlich mit dem Protagonisten mit, der seine Schulzeit zwischen typischen Schulerfahrungen, Computerspielen und erster Liebe verbringt. Das macht das Buch zu einer netten Lektüre, an der durchaus auch junggebliebene Erwachsene noch Freude haben können. Dabei plätschert es gemütlich vor sich hin und kommt im Großen und Ganzen ohne Spannungsbogen und Höhepunkte aus. Easy reading ohne das Gefühl, das Buch nicht zur Seite legen zu wollen.
Moderner und stilistisch gut erzählter coming of age Roman. Schnell erzählt und vielschichtig. Ich musste häufig bei der Beschreibung des Alltags im Eliteinternat schmunzeln. Jedoch werden viele unterschiedlich Themen angesprochen: autoritäre Strukturen, Wiener Oberschicht, e-Sport, Erwachsenwerden und die erste Liebe. Empfehlenswert !
Ich weiß es nicht, es lässt mich verwirrt zurück. Sprachlich ist es gut, man kann es flüssig weglesen. Aber es ist auch schwer den Faden zwischendurch nicht zu verlieren. Es gibt so viele Informationen, die für die*den Leser*in überflüssig sind. Warum sind sie Teil des Buches? Die eigentliche Handlung mochte ich. Aber die Art wie sie erzählt wurde war nicht meins.
Teilweise langatmig
Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut , weil ich auch auf Tonio Schachingers Lesung war. Leider war mir die Geschichte teilweise etwas zu detailliert erzählt, die Handlung hat mir grundsätzlich aber sehr gut gefallen. Für mich ist auch verständlich, wieso Tonio Schachinger den Buchpreis bekommen hat.
Nach dem ersten Satz muss man erst einmal verschnaufen. Solche Bandwurmsätze kommen in "Echtzeitalter" öfter vor, was der Lesbarkeit und vor allem der Unterhaltsamkeit aber keinen Abbruch tut. Tonio Schachinger erzählt die Geschichte eines Jugendlichen auf dem Weg zum Erwachsenwerden. Till, so heißt die Hauptfigur, geht auf eine noble Wiener Schule, spielt gerne Age of Empires 2 und hat mit dem Dolinar einen Klassenlehrer, der seine Schüler mit unerbittlicher Autorität diszipliniert. Wir begleiten Till durch den frühen Verlust seines Vaters, das Auf und Ab seiner schulischen Laufbahn, den wachsenden Erfolg in der Welt der Onlinespiele und die erste Liebe. Mit wunderbarem Humor werden die Eigenarten der Menschen, denen Till begegnet, aber auch die politische Situation Österreichs pointiert. Ein toller Coming-of-Age Roman, der zu Recht mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet wurde.
Guter Coming-of-Age-Roman, der an eine Eliteschule in Wien entführt und der - eher gegen Ende - auch leise gesellschaftskritische Töne anschlägt. Der Fokus liegt weniger auf einer spannenden Handlung als auf der Authentizität der Figuren, die zu verfolgen ich zunächst nicht ganz so interessant fand, die mir am Ende dann aber so vertraut waren, dass ich das Buch leicht wehmütig zuklappte.
🌱🍾🏛🏫⏰️🎮💻🪪
Echzeitalter ist nicht nur der Gewinner des deutschen Buchpreises 2023,sondern auch eines meiner absoluten Lieblingsbücher.Tonio Schachinger gehört zu den Autoren,in deren Schreibstil man sich sofort verliebt.Die Schreibweise erweckt die mitreißend nachvollziehbare Geschichte zum Leben.5 Sterne muss man diesem Buch,das ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte,einfach mindestens(!)geben.
Echtzeitverschwendung…
Ein relativ gewöhnlicher, episodenhafter Schul-/Internatsroman, der irgendwie nicht in Gang kommt. Es gibt keinen handlungsfördernden Konflikt, die Charaktere sind relativ blass und vage gehalten. Einige aktuelle Themen werden aufgegriffen (österreichische Politik, Generationenkonflikte, Digitalisierung). Die Erzählerstimme blieb für mich unklar. Sprachlich gehoben, was aber nicht dazu beträgt, dass die Schilderungen pointierter werden.
Puh!
Wir begleiten in „Echtzeitalter“ Till in seinen Jahren auf dem Gymnasium Marianum. Wir erleben das, was er erlebt. Und das ist - angesichts der 365 Seiten - echt wenig, echt belanglos, echt anstrengend. Und natürlich sind diese Erlebnisse: das erste Mal Rauchen, Schullektüren auf den letzten Drücker kaufen, Pöbeleien des Lehrers ertragen, … keinesfalls belanglos im Leben eines Teenagers. Und schon gar nicht der Tod des Vaters oder der eigene Ruhm in der virtuellen Parallelwelt. Aber für Till scheint das alles an ihm vorbeizuziehen. Und so zog sich dieser Roman für mich so sehr wie die eigenen Teenagerjahre, in denen man sich schon zu Beginn wünscht, es würde endlich mal was Spannendes passieren… Diese Stimmung wurde gut getroffen - aber dafür so viele Seiten und einen Buchpreis? 🚭🛜📚
Ein Gesellschaftsroman über die Unüberbrückbarkeit der Generationen. Über das Lebensgefühl der Generation Z und die Entfremdung in einer sich immer weiter ausdifferenzierenden Welt.
Till ist Schüler am Marianum, einer Schule für die besseren in der Wiener Gesellschaft, Alter- und Geldadel ist weit verbreitet in der Schülerschaft. Ein Ort an dem Tradition und Lebensgefühl der Jugend aufeinander trifft wie ein Hammer auf den Amboss. In diesem Spannungsfeld trifft er auf den strengen Lehrer, den Dolinar, der ihm das Leben zur Hölle macht und versucht gleichzeitig seine E-Sport Karriere voran zu bringen. Es kommen ihm nur die Liebe und eine Seuche in den Weg. Dieser Roman schien in den Rezensionen subjektiv zu spalten. In die, die ihn mochten und die, die ihn gar nicht mochten. Ich habe mich schnell in die intelligente, wortgewandte Sprache eingelesen und am Ende das Gefühl gehabt die Jugend von heute etwas besser verstehen zu können. Leseempfehlung!
Das ist ein wirklich wundervoller, irgendwie perfekter Gegenwartsroman und an so vielen Stellen hatte ich das Gefühl, der ist für mich geschrieben (gerade bei jeder einzelnen Game-Erwähnung).
Auf das Marianum geht in Wien alles, was Bedeutung und Namen hat. Die Kinder von Anwälten, Ärzten und Geschäftsleuten, einer wohlhabender als der Andere. Und zwischen ihnen Till. Till wächst nach dem frühen Tod seines Vaters bei seiner Mutter auf und kann wenig mit den Zielen und Ambitionen seiner Mitschüler anfangen. Seine wahre Leidenschaft ist das Echtzeit-Strategiespiel Age of Empires 2, in dem er bereits als Jugendlicher zu den 10 besten Spielern weltweit gehört. „Echtzeitalter“ ist ein Coming of Age Roman der Meisterklasse und zurecht der Gewinner des deutschen Buchpreises 2023. Er verbindet die Welt der Videospiele und ihrer Wettkämpfe perfekt mit der abgehobenen Welt dieses Internats und und ihrem Versuch, die nachkommende Generation nach einem veralteten und teilweise auch sehr eingeschränktem Bild zu formen. Ein besonderes Buch, intelligent geschrieben und doch immer gut lesbar und mitreißend. Voller Humor und Charme, aber auch mit überraschenden Wendungen.
Gossip Girl auf österreichisch🇦🇹
Als Gamer und Literaturliebhaber hat mich das Buch, das sogar den deutschen Buchpreis gewonnen hat, sofort gepackt. Letztendlich erschien mir aber gerade das Thema rund um "Age of Empire" sehr oberflächlich. Es ging eigentlich mehr um die Eliteschule und all ihre Protagonisten. Aber versteht mich nicht falsch! Gossip Girl oder Maxton Hall sind toll, weil sie sich nur auf diesen Plot konzentrieren. Bei beiden Hauptthemen, Schule und Videospiele, ist die Handlung jeweils etwas dürftig, wo man wahrscheinlich mehr rausholen könnte, wenn man eines von beiden weggelassen hätte.




















































