Nominiert für die Shortlist des Deutschen Buchpreises
2019Gewinner des Förderpreises zum Bremer Literaturpreis 2020
Ivo wusste immer schon, dass er besonders ist. Besonders cool, besonders talentiert, besonders attraktiv. Alle wussten es, seine Familie, seine Jugendtrainer, seine Freunde im Käfig. Jetzt ist er einer der bestbezahlten Fußballer der Welt. Er verdient 100.000 Euro in der Woche, fährt einen Bugatti, hat eine Ehefrau und zwei Kinder, die er über alles liebt. Doch als seine Jugendliebe Mirna ins Spiel kommt, gerät das sichere Gerüst ins Wanken. Wie koordiniert man eine Affäre, wenn man eigentlich keine Freizeit hat? Lässt Ivos Leistung auf dem Spielfeld nach? Und was macht eigentlich seine Frau, während er nicht da ist? Einmal in Ivos Gedankenwelt eingetaucht, lässt sich Tonio Schachingers Debütroman schwer aus der Hand legen. Es ist nämlich dieser rotzige, witzige und originelle Ton des Erzählers, der vom ersten Satz an fesselt. Gespickt mit Wiener Milieusprache und herrlichen Fußballmetaphern gibt der Roman Einblick in das Schauspiel des Profisports und entlarvt seine Spieler als Schachfiguren auf einem kapitalistischen Spielfeld.
"Als Ivo jung war, gab es nur einen Ort: ihn selbst. Alles andere, der Fußball, Brügge, London, Hamburg, die Clubs, Autos und Restaurants, waren nur Kulissen, die hinter ihm vorbeigetragen wurden, aber er war der Mittelpunkt, die Sonne, um die sich alles dreht."
Mit zahlreichen popkulturellen Referenzen und einigen witzigen Figuren und Situationen hat es dieser Roman immer wieder, mich phasenweise sehr zu unterhalten und durch seine Lektüre zu tragen.
Was die Auseinandersetzung mit dem Thema „Profifußball hinter den Kulissen“ anbelangt, hatte ich mir aber ebenso mehr Tiefgang erhofft wie bei der Zeichnung des Protagonisten. Beides bleibt meist zu konturarm, sodass man sich mitunter auch durch reichlich Leerlauf kämpfen muss.
Gesamteindruck: Naja.
26. Dez. 2024
3,0
Hat seine Momente, aber auch viel Leerlauf
Mit zahlreichen popkulturellen Referenzen und einigen witzigen Figuren und Situationen hat es dieser Roman immer wieder, mich phasenweise sehr zu unterhalten und durch seine Lektüre zu tragen.
Was die Auseinandersetzung mit dem Thema „Profifußball hinter den Kulissen“ anbelangt, hatte ich mir aber ebenso mehr Tiefgang erhofft wie bei der Zeichnung des Protagonisten. Beides bleibt meist zu konturarm, sodass man sich mitunter auch durch reichlich Leerlauf kämpfen muss.
Gesamteindruck: Naja.
Obwohl ich es für die Schule lesen musste fand ich das Buch eigendlich interessant
13. Juli 2025
3,0
Obwohl ich es für die Schule lesen musste fand ich das Buch eigendlich interessant
13. Juli 2025
3 von 4 Rezensionen
Autorin / Autor
Über Tonio Schachinger
Tonio Schachinger, geboren 1992 in New Delhi, aufgewachsen in Nicaragua und Wien, studiert Germanistik an der Universität Wien und Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst Wien. „Nicht wie ihr“ ist sein erster Roman. Shortlist Deutscher Buchpreis 2019 Gewinner des Förderpreises zum Bremer Literaturpreis 2020