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„Elsas Suche“ von Jen Calonita entstammt der „Twisted Tale“-Reihe aus dem Hause Disney. Hierbei handelt es sich um eine Anthologie-Serie, in der jedes Buch ein bestimmtes Detail aus den Filmen ändert und erkundet, wie sich die Geschichte fortan entwickelt. In diesem Band stellen wir uns die Frage: was wäre, wenn Elsa und Anna sich nie kennengelernt hätten? Mehr gibt es zum Inhalt auch gar nicht zu sagen. Faszinierend ist allerdings, wie nah „Elsas Suche“ tatsächlich an die Vorlage kommt. Obwohl die beiden Schwestern separiert sind und die Suche nacheinander die Hauptmotivation ist, sind nahezu alle relevanten Szenen des Films wiederzufinden. Nicht immer in derselben Reihenfolge oder zum bekannten Zeitpunkt, aber sie sind da. Ich verstehe, dass das für viele Leser zu repetitiv und uninspiriert ist, mich hat das hingegen überhaupt nicht gestört. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall, denn für mich gehört das zu einem „Was wäre wenn“-Szenario eben dazu. Ich finde es unheimlich faszinierend zu sehen, wie die Charaktere gewisse Meilensteine erreichen, obwohl sie an anderen Punkten gestartet sind. Apropos Charaktere: Elsa, Anna und Olaf enttäuschen einfach nie. Ich habe jetzt schon einige Adaptionen gelesen und wirklich jedem Autor gelingt es, diese Persönlichkeiten perfekt einzufangen – so auch Jen Calonita. Die Trennung der Schwestern ist sehr herzzerreißend und ein wirklich gemeiner Twist. Allerdings ermöglicht uns das, ganz neue Ecken des Landes zu erkunden. Und noch wichtiger: Hans versucht aus diesem Grund zunächst sein Glück bei Elsa. Würde ich das jetzt hier so lesen, würde ich mir an Eurer Stelle auch denken: Wie soll das denn passen? – Glaubt mir, wenn ich sage: es passt nicht nur, es funktioniert sogar viel besser. Jen Calonita gönnt den beiden nämlich Zeit. Hans ist über Wochen im Schloss und freundet sich mit Elsa an. Fast hätte ich gedacht, dass die Autorin ihm vielleicht sogar einen anderen Charakter verpassen wird – dies ist aber nicht der Fall (leider). Jedenfalls ist diese freundschaftliche Annäherung deutlich angenehmer als die „Insta-Love“ von Anna im Film. Alles in allem mochte ich „Elsas Suche“ wirklich gerne. Es liefert uns ganz neue Perspektiven und ist insgesamt eine charmante Ergänzung zu dem „Frozen“-Franchise. 4/5 Sterne.
23. Okt. 2025
„Elsas Suche“ von Jen Calonita entstammt der „Twisted Tale“-Reihe aus dem Hause Disney. Hierbei handelt es sich um eine Anthologie-Serie, in der jedes Buch ein bestimmtes Detail aus den Filmen ändert und erkundet, wie sich die Geschichte fortan entwickelt. In diesem Band stellen wir uns die Frage: was wäre, wenn Elsa und Anna sich nie kennengelernt hätten? Mehr gibt es zum Inhalt auch gar nicht zu sagen. Faszinierend ist allerdings, wie nah „Elsas Suche“ tatsächlich an die Vorlage kommt. Obwohl die beiden Schwestern separiert sind und die Suche nacheinander die Hauptmotivation ist, sind nahezu alle relevanten Szenen des Films wiederzufinden. Nicht immer in derselben Reihenfolge oder zum bekannten Zeitpunkt, aber sie sind da. Ich verstehe, dass das für viele Leser zu repetitiv und uninspiriert ist, mich hat das hingegen überhaupt nicht gestört. Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall, denn für mich gehört das zu einem „Was wäre wenn“-Szenario eben dazu. Ich finde es unheimlich faszinierend zu sehen, wie die Charaktere gewisse Meilensteine erreichen, obwohl sie an anderen Punkten gestartet sind. Apropos Charaktere: Elsa, Anna und Olaf enttäuschen einfach nie. Ich habe jetzt schon einige Adaptionen gelesen und wirklich jedem Autor gelingt es, diese Persönlichkeiten perfekt einzufangen – so auch Jen Calonita. Die Trennung der Schwestern ist sehr herzzerreißend und ein wirklich gemeiner Twist. Allerdings ermöglicht uns das, ganz neue Ecken des Landes zu erkunden. Und noch wichtiger: Hans versucht aus diesem Grund zunächst sein Glück bei Elsa. Würde ich das jetzt hier so lesen, würde ich mir an Eurer Stelle auch denken: Wie soll das denn passen? – Glaubt mir, wenn ich sage: es passt nicht nur, es funktioniert sogar viel besser. Jen Calonita gönnt den beiden nämlich Zeit. Hans ist über Wochen im Schloss und freundet sich mit Elsa an. Fast hätte ich gedacht, dass die Autorin ihm vielleicht sogar einen anderen Charakter verpassen wird – dies ist aber nicht der Fall (leider). Jedenfalls ist diese freundschaftliche Annäherung deutlich angenehmer als die „Insta-Love“ von Anna im Film. Alles in allem mochte ich „Elsas Suche“ wirklich gerne. Es liefert uns ganz neue Perspektiven und ist insgesamt eine charmante Ergänzung zu dem „Frozen“-Franchise. 4/5 Sterne.
23. Okt. 2025







