Die Tochter des Optimisten

Die Tochter des Optimisten

Taschenbuch
3.25

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Beschreibung

Judge McKelva ist tot, der gütigste und gerechteste Richter von ganz Mississippi. Er, der sich immer für einen Optimisten gehalten hatte, dessen Einstellung zum Leben vom Leben selbst durchaus bestätigt worden war, stirbt nach einer Augenoperation. Zu seinem Begräbnis kommen die angesehenen Familien der Kleinstadt zusammen und reden über Bridge, Rosen und Räucherschinken. Zwei Frauen nehmen die Kondolenzen entgegen: Fay, die junge Witwe, eine laute, egoistische Texanerin, die mit ihrer Sippschaft zu all der stillen Vornehmheit ringsum einen störenden, aber ungemein lebhaften Kontrast bildet. Und Laurel, die Tochter des Richters aus seiner ersten Ehe, die älter als ihre Stiefmutter ist und aus dem fernen, kalten Chicago herbeigereist ist. Laurel ist scheinbar ganz heimisch in dieser Welt, sie saugt sich noch einmal ganz voll mit Erinnerungen an ihre Kindheit und ihre Eltern. Und plötzlich wird ihr klar, daß sie unangenehme Vorfälle und schmerzliche Wahrheiten nicht mehr so einfach verdrängen kann.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
184
Preis
14.40 €

Autorenbeschreibung

Eudora Welty wurde 1909 in Jackson, Mississippi, geboren. Dort, im amerikanischen Süden, sind auch ihre zahlreichen Kurzgeschichten und Romane zu Hause. Eudora Welty gilt als weibliches Pendant zu William Faulkner und als bedeutende Stimme des amerikanischen Südens. Für »Die Tochter des Optimisten« erhielt sie 1973 den Pulitzer-Preis. Sie starb 2001.

Beiträge

1
Alle
4

Die Tochter des Optimisten von Eudora Welty spielt im US-Bundesstaat Mississippi. Richter McKelva ist an den Folgen einer Augen-OP gestorben. Zu den Trauernden gehört seine Tochter Laurel, deren Mutter bereits einige Jahre zuvor starb. Daneben ist Fay, McKelvas zweite Frau und deutlich jünger als Laurel. Beide könnten unterschiedlicher nicht sein. Gaben sich beide am Anfang noch Mühe, miteinander auszukommen, so brechen nun Konflikte offen aus. Und Laurel sinnt über ihr Leben, den Tod ihrer Eltern und den ihres Mannes nach. Stilistisch wird Eudora Welty mit William Faulkner, dem ebenfalls aus Mississippi stammenden Literaturnobelpreisträger verglichen. Diesem Vergleich kann ich nicht ganz zustimmen, denn Faulkners Stil finde ich sehr viel komplexer. Dennoch mochte ich dieses Buch, besonders in der zweiten Hälfte. Laurel ist sehr gut beschrieben, es fiel mir leicht, mich in sie hineinzuversetzen. Das Buch hat genau die richtige Länge, für weiteres Ausholen bräuchte man vermutlich tatsächlich einen Faulkner.

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