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Ein Must-Read für alle die Assassinen-Geschichten mögen! ⚔️🖤
Einleiten möchte ich die Rezension mit einem Auszug aus den ersten Sätzen des Romans: »Azoth hockte in der Gasse, kalten Schlamm zwischen den nackten Zehen. Er starrte auf den schmalen Spalt unter der Wand einer Schenke und versuchte, all seinen Mut zusammenzufraffen. {…} Daher stand die Taverne auf Stelzen einige Zoll über der Erde und hatte einen Boden aus kräftigem Bambusrohr. Manchmal fielen Münzen durch die Ritzen zwischen den Bambusstämmen.« Brent Weeks schafft es damit in wenigen Worten, das Grund-Setting der Handlung zu vermitteln. Wir begleiten in dieser Geschichte den Gassenjungen Azoth, der von der Hand in den Mund lebt. Er ist nicht allein in seinem Elend, sondern teilt sich mit anderen Straßenkindern – den sogenannten Gilderatten – eine Unterkunft innerhalb einer von Untergrundorganisationen kontrollierten Gilde – der Sa'kage. Diese bietet ihm ein Dach über dem Kopf und ein gewisses Maß an Sicherheit, doch gleichzeitig ist sie auch eine Art soziales Gefängnis. Es scheint nahezu unmöglich, sich aus ihren Fängen zu befreien, da die Gilderatten für den Schutz bezahlen müssen. Und da es sich bei »Der Weg in die Schatten« um einen Dark-Fantasy-Roman handelt, leben die Gilderatten keineswegs in einem harmonischen Miteinander. Sie lügen, betrügen, kämpfen und bestehlen sich auch untereinander. Als der wesentlich ältere und kräftigere »Ratte« auf Azoth und seine zwei einzigen Freunde aufmerksam wird, wird schnell klar, dass Azoth nicht länger in der Gilde bleiben kann. Ratte hat es auf sie abgesehen und macht seinem Ruf als eiskalter Sadist alle Ehre. Er bedroht Puppenmädchen – Azoths Freundin – auf scheusliche Weise, und Azoth fühlt sich dazu berufen, sie zu beschützen. In seiner Verzweiflung sucht Azoth den Blutjungen – also einen professionellen Attentäter – Durzo Blint auf und bittet ihn um Hilfe. Dieser Verweigert ihm die Hilfe, es sei denn er gibt sein früheres Leben auf. Doch wenn er diesen Schritt geht, überlässt er Puppenmädchen ihrem eigenen Schicksal. Brent Weeks gelingt es meisterhaft, die drückende Atmosphäre dieser Welt einzufangen. Sein Schreibstil, der sich vor allem durch eine intensive Auseinandersetzung mit den Gedanken und inneren Konflikten der Figuren auszeichnet, erzeugt gleichermaßen Mitgefühl und Spannung. Man fiebert so richtig mit, leidet mit und weiß gleichzeitig, dass diese Welt so brutal ist, dass eigentlich keine Figur wirklich sicher ist. Für mich hat das Worldbuilding einwandfrei funktioniert. Die Geschichte hat dafür gesorgt, dass ich mich in jeden Winkel dieser Welt hineindenken wollte. Keine der Figuren hat eine reine Weste, was sie umso lebendiger und realistischer wirken lässt. Auch die Action, die man in einem Dark-Fantasy-Roman sucht, kommt keineswegs zu kurz – im Gegenteil. Beim Lesen gab es für mich keinerlei Längen, und dieses Gefühl hat sich über die gesamte Trilogie hinweg gehalten. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read, besonders für alle, die Dark Fantasy mit Assassinen mögen. Adnan

18. Feb. 2026
Ein Must-Read für alle die Assassinen-Geschichten mögen! ⚔️🖤
Einleiten möchte ich die Rezension mit einem Auszug aus den ersten Sätzen des Romans: »Azoth hockte in der Gasse, kalten Schlamm zwischen den nackten Zehen. Er starrte auf den schmalen Spalt unter der Wand einer Schenke und versuchte, all seinen Mut zusammenzufraffen. {…} Daher stand die Taverne auf Stelzen einige Zoll über der Erde und hatte einen Boden aus kräftigem Bambusrohr. Manchmal fielen Münzen durch die Ritzen zwischen den Bambusstämmen.« Brent Weeks schafft es damit in wenigen Worten, das Grund-Setting der Handlung zu vermitteln. Wir begleiten in dieser Geschichte den Gassenjungen Azoth, der von der Hand in den Mund lebt. Er ist nicht allein in seinem Elend, sondern teilt sich mit anderen Straßenkindern – den sogenannten Gilderatten – eine Unterkunft innerhalb einer von Untergrundorganisationen kontrollierten Gilde – der Sa'kage. Diese bietet ihm ein Dach über dem Kopf und ein gewisses Maß an Sicherheit, doch gleichzeitig ist sie auch eine Art soziales Gefängnis. Es scheint nahezu unmöglich, sich aus ihren Fängen zu befreien, da die Gilderatten für den Schutz bezahlen müssen. Und da es sich bei »Der Weg in die Schatten« um einen Dark-Fantasy-Roman handelt, leben die Gilderatten keineswegs in einem harmonischen Miteinander. Sie lügen, betrügen, kämpfen und bestehlen sich auch untereinander. Als der wesentlich ältere und kräftigere »Ratte« auf Azoth und seine zwei einzigen Freunde aufmerksam wird, wird schnell klar, dass Azoth nicht länger in der Gilde bleiben kann. Ratte hat es auf sie abgesehen und macht seinem Ruf als eiskalter Sadist alle Ehre. Er bedroht Puppenmädchen – Azoths Freundin – auf scheusliche Weise, und Azoth fühlt sich dazu berufen, sie zu beschützen. In seiner Verzweiflung sucht Azoth den Blutjungen – also einen professionellen Attentäter – Durzo Blint auf und bittet ihn um Hilfe. Dieser Verweigert ihm die Hilfe, es sei denn er gibt sein früheres Leben auf. Doch wenn er diesen Schritt geht, überlässt er Puppenmädchen ihrem eigenen Schicksal. Brent Weeks gelingt es meisterhaft, die drückende Atmosphäre dieser Welt einzufangen. Sein Schreibstil, der sich vor allem durch eine intensive Auseinandersetzung mit den Gedanken und inneren Konflikten der Figuren auszeichnet, erzeugt gleichermaßen Mitgefühl und Spannung. Man fiebert so richtig mit, leidet mit und weiß gleichzeitig, dass diese Welt so brutal ist, dass eigentlich keine Figur wirklich sicher ist. Für mich hat das Worldbuilding einwandfrei funktioniert. Die Geschichte hat dafür gesorgt, dass ich mich in jeden Winkel dieser Welt hineindenken wollte. Keine der Figuren hat eine reine Weste, was sie umso lebendiger und realistischer wirken lässt. Auch die Action, die man in einem Dark-Fantasy-Roman sucht, kommt keineswegs zu kurz – im Gegenteil. Beim Lesen gab es für mich keinerlei Längen, und dieses Gefühl hat sich über die gesamte Trilogie hinweg gehalten. Meiner Meinung nach ein absolutes Must-Read, besonders für alle, die Dark Fantasy mit Assassinen mögen. Adnan
18. Feb. 2026









